Thymian [Thymus vulgaris] - Heilkunde

Thymian - Wirkstoffe

Wirkstoffe: Ätherisches Öl mit Monoterpen-Phenole, Thymol (bis zu 50%) und Carvacrol. Borneol, Cymol, Pinen, Gerbstoffe, Zyneol, Bitterstoff, Stigmasterol und Flavonoide. Er wirkt konservierend. Das Öl und die Flavonoide bekämpfen Bakterien, Viren und Pilze.

 

Thymian - Volksmedizin

Blütezeit: Juni - August.

Heilwirkung: Getrockneter Thymian hat die dreifache Gewürzkraft wie frischer.

Lunge und Bronchien, Magen und Darm sind die Organe, denen Thymian hauptsächlich Hilfe bringt. Übelriechende dünne Stühle werden besser verdaut. Zahnfleischentzündungen, Leberschwäche, Blasenentzündungen und Menstruationsstörungen bis hin zu Ekzemen.

Sogar Albträumen und einen Kater soll das Pflänzchen den Garaus machen.

Das ätherische Öl ist durch den Gehalt an Thymol ein starkes Antiseptikum. Darüber hinaus rühmt man Thymian in der Volksmedizin als Kräftigungsmittel. Seine reichlich enthaltenen ätherischen Öle wirken in den Bronchien krampflösend und fördern gleichzeitig das Abhusten von Schleim. Bei trockenem Husten wirkt er am besten in Kombination mit Eibisch. Gegen Schnupfen empfiehlt sich das Inhalieren mit Thymianöl - dafür reichen schon zwei Tropfen für eine Schüssel Wasser.

Er ist auch ein starkes Oxidationsmittel. Für kleine Kinder eignen sich die flüssigen Darreichungen am besten.

Entzündliche Prozesse sind besonders erfolgreich unterdrückt worden: Carvacrol. Dieser Bestandteil von Thymianöl senkte die Aktivität des Enzyms Cyclooxygenase-2, das wesentlich an Entzündungsvorgängen beteiligt ist, um mehr als 80% (Forscher der Universität Nara, 2010). Er wirkt in diesem Stadium krampflösend und antiviral.

Unterdrückt Mundgeruch. - Vorsicht für Kreuzallergiker.

Man rühmt Thymian als Mittel zur Förderung der Monatsblutung, empfiehlt ihn bei Akne und unreiner Haut und mit viel Honig als Kräftigungsmittel. Auch als Wurmmittel, gegen Kopfschmerzen und zum Gurgeln bei Halsweh und Heiserkeit.

Nebenwirkungen: Thymol, der wichtigste Wirkstoff aus dem Thymian, kann zur einer krampflösenden und desinfizierenden Wirkung kommen und zu einer Überfunktion der Schilddrüse Anlass geben. Deswegen sollte man Überdosierungen vermeiden.

 

Thymian - Homöopathische Anwendungen

Wird nur noch selten angewendet, Thymus vulgaris in der ersten und zweiten Potenz.

Majoran wirkt ungünstig auf Thymian.

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