Taglilien [Hemerocallis] - Anbau

Taglilien - Aufzucht

Boden etwa 50 cm tief ausheben, bei kleineren Sorten entsprechend weniger. Aushub, wenn nötig, auflockern mit Sand oder Torfersatz, Kompost dazugeben und wieder auffüllen bis auf die letzten fünfzehn bis zwanzig Zentimeter. Der Aushub sollte in der Mitte etwas höher liegen, so dass die Wurzeln dem Hügel aufliegen. Dann die restliche Erde auffüllen, die Pflanze muss mit ihrem Wurzelansatz etwa 5 cm unter der Erdoberfläche bleiben. Gut einwässern. Höhe 20 - 180 cm. Trompetenförmige Blüten 5 - 8 je nach Sorte, gefüllt und ungefüllt, oft duftend, auch mit langen, schmalen Blütenblättern (Spider) oder mit riesigen Blüten, in allen Farbtönen, auch zweifarbig. Letztere eignen sich besonders als Solitärpflanzen. Blätter lang und schmal. Am meisten werden Hybriden angepflanzt. Dabei sollte man aber daran denken, daß die USA-Taglilien nur dann hervorragend sind, wenn es mehrere Tage hintereinander gleichbleibend warm ist. Das hat man kaum in Europa. Bei Züchtern nach bewährten Sorten fragen, die dem mitteleuropäischen Klima angepaßt sind. Die Staude ist standfest.

Taglilien bedürfen kaum Pflege, sie müssen jedoch etwas frei stehen, etwa im Abstand von 70 - 90 cm zur nächsten Staude. Für Sonne und Halbschatten. Optimaler Boden ist humos, feucht, locker und lehmhaltig. Auch mit anderen, auch nicht so feuchten Böden kommen sie zurecht. Der Boden darf aber nie trocken werden, während der Blüte muss ausreichend gegossen werden.

Begleitpflanzen sind Astilben, Ballonblume, Bergenie, Dreimasterblume, Ehrenpreis, Eisenhut, Fackellilie (Kniphofia), Funkien, Glockenblumen (Campanula persicifolia), Gräser, Iris, Phlox, Rittersporne, Schwertlilien, Skabiosa (Scabiosa japonica), Trollblumen, Witwenblumen (Knautia macedonica). Taglilien sind Flachwurzler und werden durch Hacken und Graben in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft erheblich gestört. Standort kann in voller Sonne oder im lichten Schatten, auch gut in Wassernähe, sein. Staunässe wird jedoch nicht vertragen. Düngung mit Kompost im Frühjahr, evt. auch im Juni. Bedürfnislos.

Die einzelne Blüte überdauert nur einen Tag, jedoch erscheinen jeden Tag immer neue Blüten und das wochenlang. Verblühtes immer sofort abschneiden. Im Winter bei Kahlfrostgefahr die Blätter schopfartig zusammenbinden. Samenechte Taglilien können aus Samen gezogen werden, sie entwickeln schon im zweiten Jahr Blüten. Sonst Vermehrung durch Teilung. Bei Neuanpflanzung ist die frühe Jahreszeit vorzuziehen. Auch wirkungsvoll in Wassernähe. Die amerikanischen Hybriden behalten auch im Winter einen Großteil ihrer Blätter.

Die richtige Tageszeit: Tagestemperaturen von 25°, Nachttemperaturen von 15°. Gelbblütige Kulturformen öffnen sich am frühen Abend und verblühen zum späten Nachmittag. Die Blütengröße wird von 5 cm auf 25 cm gesteigert (Spiderblüten).

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