Salbei [Salvia officinalis] - Heilkunde

Salbei - Wirkstoffe

Salbei hat hohen Anteil an äther. Ölen (Borneol, Cineol, Kampferöle, Linalool, Salven und das Nervengift Thujon) und 8% Gerbstoffen (antibiotische Rosmarinsäure), Bitterstoffen (Carnosol), Flavonoiden, Karnosinsäure, Hormonen, Ursodeoxycholsäure, Steroiden.

Er wirkt antiseptisch (Alpha- und Beta-Thujon) und antibakteriell (Phenolsäure), pilzhemmend, enthält auch potenziell antioxidativ wirkende Stoffe.

Salbei - Volksmedizin

Sammelzeit: Junge Blätter ab Frühjahr, auch die Blüten des Tees.

Heilwirkung:

  • Er wirkt antiseptisch (Alpha- und Beta-Thujon), desinfizierend, krampflösend, antibakteriell (Phenolsäure), harntreibend und pilzhemmend, enthält auch potenziell antioxidativ wirkende Stoffe.
  • Anwendung bei Entzündungen der Schleimhäute im Hals- und Mundbereich, verringert den Schweiß (Tuberkulose!, Nachtschweiß, Wechseljahre), wirkt günstig auf die Verdauungsorgane (Durchfall, Leber, Galle) und bei Menstruationsbeschwerden.
  • Wirkt auf das Rückenmark (Erregung, Lähmungen, Schmerzen, Zittern).
  • Gegen Fieber, Mundgeruch und Nachtschweiß.
  • Senkt den Blutdruck.
  • Wunden im Mund, auch nach dem Zahnziehen, und lockere Zähne werden gebessert.
  • Er verstärkt die Gedächtnisleistung, indem er das Acetylcholin länger im Gehirn verfügbar hält. (Siehe Acethylcholin unter Inhaltsstoffe Obst/Gemüse).
  • Hilft beim Abstillen.
  • Ein Kräuteressig aus Salbei, Lavendel, Rosmarin und Thymian in die Haut eingerieben, soll vor Pest und anderen Infektionen bewahren.
  • Der Saft aus den Blättern, über die Zähne gezogen, soll sie weiß machen.
  • Pulver aus Salbeiblättern auf die Zahnpasta gestreut, ist gesund für das Zahnfleisch, stillt Blutungen und verhindert Zahnbelag. 2 gehäufte Teelöffel/1/4 l koch. Wasser, 15 Minuten ziehen lassen.
  • Gegen Schweiß 3 gehäufte Teelöffel.
  • Die Fruchtbarkeit soll gefördert werden.
  • Dank seiner desinfizierenden Wirkung wird das Salbeiöl für Spülungen im Mundbereich und zum Gurgeln im Halsbereich eingesetzt.
  • Bei starkem Schweiß aller Genese kann es durchschlagende Hilfe bieten.
  • In Salben kann er auch gegen Fußpilz eingesetzt werden.

Tee: Kann bei Blähungen getrunken werden (kurzfristig).

Salvia lyrata: In der Volksmedezin wirksam gegen Krebs, Erkältungen, Asthma und Warzen.

Salvia miltiorrhiza, chinesischer Salbei: Absud aus den Wurzeln soll die Herzfunktion fördern, Gehirnverkalkung, Gefäßentzündungen, Angina pectoris, Blutverklumpung und Bluthochdruck, Dermatitis, Hepatitis und Schuppenflechte.

Salbei - Mögliche Nebenwirkungen

Wegen seiner giftigen Bestandteile und Gerbstoffe nur in angemessenen Dosierungen verwenden. Schwangere sollten besser auf Salbei verzichten, ebenso Kinder unter 6 Jahren.

Die Verwendung von Salbei als Haustee für den Dauergebrauch wird als bedenklich angesehen. Thujon ist zwar im Wesentlichen fett- und alkohollöslich, jedoch hat sich in neueren Studien gezeigt, dass aufgrund geringfügiger Wasserlöslichkeit des Thujons ein dauerhafter Gebrauch von Salbeitee schon ab 1–2 Tassen täglich als „gesundheitlich bedenklich“ einzustufen ist.

Salbei - Homöopathische Anwendungen

Es wird aus frischen Blättern hergestellt. Man verwendet es vornehmlich als schweißtreibendes Mittel. Man gibt von der 2. Potenz mehrere Tropfen täglich.

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