Safran [Crocus sativus]

Safran - Zusammenfassung

 

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Bild von: Botanikus-CD

Herkunft: Safran kann bis 30 cm hoch werden. Seine violetten Safran-Blüten enthalten das berühmte Gewürz. Er braucht kalkhaltige, sandige Erde. Er ist frosthart bis -10°. Die Griechen weihten es Aurora, der Göttin der Morgenröte.

Wirkstoffe: Ätherisches Öl, glykosidische Farbstoffe, Safranal und Crocin (macht alles gelb).

Heilwirkung: Durch seine Bitterstoffe fördert Safran die Verdauung und hilft bei Leberschäden, die schweißtreibende Medizin wird auch als Herzmittel verwendet. Safranfäden sind feuerrot und langgestreckt. Auch wird er verwendet als Reinigungsmittel für Nieren und Blase, es stärkt die Vitalität der Haut, kräftigt die Atmung und das Nervensystem. Hilft bei der Kräftigung des Uterus, gegen Regelstörungen in galenischen Präparaten. Färbemittel und Gewürz. Safran heitert auf, in höheren Mengen genossen betäubt er. Bei 5 g Safran ist er ein Abtreibungsmittel, bei 10 - 20 g wirkt er als tödliches Gift.

Gewürzpflanze: Er gilt allgemein als das beste Aphrodisiakum und im Wein als Rauschmittel. Er ist nur im Wasser löslich. Er sollte nur gedeihen auf trockenen Plätzen, die Blüten bleiben immer steril.

Homöopathie: Hier wird er als Beruhigungsmittel und gegen Depressionen verwendet. Zur Kräftigung des Uterus, gegen Regelstörungen in galenischen Präparaten. Färbemittel und Gewürz.

Safran wurde früher auch mit Gold aufgewogen. Man rechnet damit, daß ein kg 1000 - 1500 € kostete. Dafür müssten also 150.000 Blüten aufgenommen werden. Safranal heißt das ätherische Öl, das für den typischen Geschmack verantwortlich ist. Picrocrocin heißt der Bitterstoff, außerdem enthalten die Staubfäden auch große Mengen des Vitamins B2 und Riboflovin. Er wurde und wird auch mit raffinierten Fälschungen hergestellt.

Safran wird am Morgen geerntet, damit nicht sein Duft in der Wärme des Tages verloren geht. Je dunkler die Safranfäden, desto besser ist die Qualität. Winzige Mengen reichen als Gewürz. Einige Safranfäden für einige Minuten ins Wasser gelegt, etwas Wein oder Zitronensaft werden hinzugefügt, dann kommen sie ins Essen.

Die Gerichte, die ohne Safran nicht auskommen, sind provencalische Bouillabaisse (Fischsupppe), spanische Paella (Reis mit Fisch und Meeresfrüchten), Risotto Milanese, orientalischer Pilaw (Reiseintopf mit Fleisch und/oder Gemüse) und schwedische Safransbullar (süße Klöße).

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