Rittersterne [Hippeastrum]

Rittersterne - Zusammenfassung

(migriert von Artikel: Ledebourie / Kategorie: Knollen)Hippeastrum_Hybride_Calimero
Bild von: Botanikus-CD

Hippeastrum vittatum. Amaryllisgewächse, nicht zu verwechseln mit Amaryllis belladonna.

Hippeastrum-Hybride.

Topfblume mit riesigen Blüten. Diese Pflanzen werden selten krank, auch trockene Luft vertragen sie recht gut. Nach der Blüte wässern und alle ein bis zwei Wochen düngen. Der Topf, 12 - 14 cm, sollte am besten ins Freie gestellt werden, halbschattig. Ab E 8 Gießen reduzieren, Düngen einstellen, nach dem Einziehen der Blätter das Gießen einstellen. Laub abschneiden, bei etwa 12 - 16° an einen kühlen, dunklen Platz stellen. (Ruhezeit ist nötig, um die nächste Blüte vorzubereiten). 11/12 herausnehmen und in frisches Substrat (Einheitserde) pflanzen. Bei neu gekauften Zwiebeln die vertrockneten Wurzeln entfernen. Zwiebeln nicht zu tief setzen, die obere Hälfte, mindestens ein Drittel, muss frei bleiben. Erde andrücken und angießen; hohe Luftfeuchtigkeit und Staunässe vermeiden. Einen Esslöffel Hornspäne zugeben. An einen hellen, warmen Platz (18 - 22°) stellen, sparsam gießen, bis der Blütenstängel erscheint. Danach Wassermenge erhöhen. Nicht die Zwiebel benetzen. Wärme von unten bekommt ihnen gut. Je weniger Licht die Pflanzen bekommen, um so länger werden die Stiele. Sie können bis zu 70 cm lang werden. Unbedingt für guten Wasserabzug sorgen. Kurz vor Blütenöffnung mit Düngung beginnen, wöchentlich. Wird zu früh darauf gewartet, kann es sein, dass die Blüte steckenbleibt. Wenn die Pflanze mit Blüte kühl gestellt wird (ca. 18°), hält sie länger. Große Zwiebeln haben oft mehrere Blütenstängel. Von der Pflanzung bis zur Blüte vergehen etwa 6 - 8 Wochen. Nach dem Ende der Blütezeit wird der Blütenstand abgeschnitten. Es folgt ein Vierteljahr der völligen Ruhe bei bis 16°. Ab Januar/Februar dann in ein frisches Substrat setzen. Vermehrung durch Brutzwiebeln.

Die Pflanzen können auch wie Hyazinthen in Glasgefäßen gezogen werden. Die abgestorbenen Wurzeln werden entfernt und das Gefäß mit Wasser und Kies oder Blähton so gefüllt, dass die Wurzeln der aufgesetzten Zwiebeln im Wasser stehen, aber nicht der Zwiebelboden. Da die Zwiebelwurzeln den langen Blütenstängeln meistens nicht genügend Halt bieten, muss eine Hilfskonstruktion aus Draht Abhilfe schaffen. Das kann auch dadurch geschehen, dass die Blütenstängel sich an andere Zweige um die Amaryllis herum anlehnen und der untere Teil, das Glas mit Zwiebel, auf diese Weise kaschiert wird. - Giftig.

Rittersterne können auch so herangezogen werden: Man sollte die Rittersterne in die Hydrokultur einsetzen, dass sie ganz von Tonkugelm umgeben sind. Der Wasserstandsanzeiger sollte immer auf 'minus' stehen, denn er darf nicht im Wasser stehen.

Häufig wird eine Pilzerkrankung angegeben. Es handelt sich um den 'Roten Brenner'.

Nach neuen Erkenntnissen aus England wird statt einer Ruheperiode bei völliger Trockenheit (Einziehen des Laubes) eine Kühlphase bei etwa 9 - 13° ab Mitte Oktober empfohlen. Dabei nur mäßig feucht halten und nicht düngen. Heller, luftiger Stand erwünscht. Nach ca. 10 Wochen vorsichtig umtopfen oder die Erde erneuern. Blätter auf 10 cm Länge stutzen und Pflanze wieder warmstellen.

Vorsicht vor Schneckenfrass im Freien.

Appleblossom, Blüte hell und zweifarbig.

Joker, zweifarbig. Im Nobember in frische Blumenerde pflanzen. Nur die untere Hälfte darf in die Erde.

Picotee, reinweiß.

Hippeastrum robustum. Diese frühere Form ist nur wenig im Handel. Sie hat immergrüne Blätter und kann Jahrzehnte überdauern. Zwiebel nur zur Hälfte einpflanzen. Sie bildet alljährlich Brutzwiebeln aus. Blüte duftend, rot, 3 -5. Die Pflanze wird im Spätwinter in ein helles Fenster gestellt, das Nordfenster ist weniger geeignet. Regelmäßig gießen, ab und zu düngen. Nach der Blüte Stängel abschneiden, die Blätter etwas zusammenbinden und ab 5 den Topf ins Freie stellen. Halbschatten oder Sonne, dann muss aber regelmäßig gegossen werden. Alle 3 - 4 Jahre umsetzen in Einheitserde, leicht angießen. Überwinterung im kühlen oder warmen Zimmer, vor Frost schützen.

 

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