Rhabarber [Rheum officinale, rhabarbum] - Anbau

Rhabarber - Lage

Nur sonnig.

Rhabarber - Boden

Boden leicht sauer, tiefgründig, feucht, humos, sandig-lehmig (Tiefwurzler). Keine Staunässe. Steht gut in Nähe des Komposthaufens oder in Teichnähe. In diesem Falle ist keine Düngung notwendig. Starkzehrer.

Rhabarber - Aufzucht

In trockenen Böden 2 cm unter der Erdoberfläche, in feuchten abschliessend mit ihr einpflanzen. Danach dicke Kompostdecke darüber breiten. Pflanzabstand 1,00 m.

Düngen mit Kompost, Pflanzenjauche, Hornmehl, Knochenmehl, Stallmist. Benötigt viel Raum bis zu 1 qm. Im Sommer gießen, nach der Ernte düngen, mit Kompost und Pflanzenjauche. Mulchen mit Kompost und Tannennadeln.

Im Herbst alle Blätter und Stängel entfernen. Verfrühen ab Mitte Januar: Eimer über die Pflanze stülpen, mit Stroh o.ä. umfüttern und eine Folie darüber legen oder einen noch größeren Eimer darüber stülpen, damit die Isolierung trocken bleibt. Oder frischen Pferdemist rund um die Pflanze geben. Auch Schlitzfolie über die Pflanze verfrüht die Ernte. Erntebeginn Ende 2. Rotstielige und rotfleischige Sorten sind aromatischer, milder, haben weniger Oxalsäure und Nitrat, sind aber nicht so ertragreich. Auch im Schatten verdoppeln sich die Nitratwerte.

Gewinnung neuer Pflanzen durch Wurzelteilung. Mit dem Spaten ein 1 kg-Stück mit mehreren Knospen abstechen, die Schnittstelle etwas antrocknen lassen und einpflanzen in ein gut vorbereitetes Pflanzloch (40 cm tief ausheben, Erde verbessern). Unter den großen Blättern verbergen sich die Schnecken gern.

Den Nitratgehalt hält man niedrig, indem man vor der Ernte nicht mehr hackt, reichlich gießt und nach den ersten Sonnentagen am Nachmittag erntet.

Rhabarber kann auch ausgegraben und auf dem Balkon oder in einem dunklen Keller, eingeschlagen in genügend Erde vorgetrieben werden. Bei etwa 12° und ausreichender Feuchtigkeit lassen sich in letzterem Falle zarte, gebleichte Stangen ernten. Wurzelstücke im Topf oder eingepflanzt im Boden treiben im Gewächshaus früher aus.

Rhabarber - Ernte

Erntereif sind die Stängel, wenn das Blattgewebe zwischen den Rippen nicht mehr gewellt ist, sondern glatt.  Nach Johanni (24.6.) nicht mehr ernten, der Oxalgehalt steigt im Juni um 20% an. Stängel immer an der Basis anfassen und mit leichtem Ruck herausdrehen, Blütenansätze sofort entfernen. Die Blütenansätze können allerdings auch als leckere Zutat zum Salat genutzt werden. Einen besseren Geschmack bekommt man, wenn er in braunen Zucker gelöst wurde. Erste volle Ernte zwei Jahre nach Pflanzung in Kompostnähe. Man sollte ihn nicht in Alu-Töpfen verwerten.

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