Rasen - Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Ameisen [Lasius niger. Lasius flavus. Lasius fuliginosus. Monomorium pharaonis. Myrmica laevinodis. Formicidea.]

Ameisen kriechen auf den Blättern herum und 'melken' Blattläuse. Dadurch können Krankheiten übertragen werden. Siehe Ameisen, Blatt-/Blutläuse (besonders bei Spalier) und 'Bakterienkrankheiten'.

Die gesamte Biomasse der Ameisen, man spricht von 10 Trillionen, ist größer als die aller Menschen. Sie sind organisiert als Staat mit einer Königin oder mehreren Königinnen, die täglich bis zu 50 Eier legen.Ameise mit Laus

Meistens überwintert die befruchtete Königin. Im Frühling betreut sie selbst in einer kleinen Höhle ihre erste Brut. Sobald die jungen Ameisen herangewachsen sind, übernehmen sie das Pflegegeschäft und ernähren die Königin (manchmal sind es auch mehrere), die dann nur noch Eier legt. - Die Lebensstadien der Ameisen sind (gelbes) Ei - (weiße) Larve - (weiße) Puppe - Erwachsenenform (die weißen 'Eier', die man oft vorfindet, sind in Wirklichkeit die Puppen).

Die Ameisenstraßen, die mit Duftstoffen markiert werden, ermöglichen ihnen Orientierung bei Nacht. Weitere Orientierung gibt ihnen der Stand der Sonne und das Erkennen der Polarisation des Sonnenlichts.

Die ausgewachsenen weiblichen Tiere sind unfruchtbar. Sie pflegen die noch unausgereiften Tiere, sind Arbeiterinnen, Sammlerinnen oder Soldaten. Sie verständigen sich in der Regel untereinander durch Berührungsreize und chemische Substanzen, andere Arten auch akustisch. Die akustische Verständigung wird nur in der Nähe eingesetzt, die Duftinformation reicht viel weiter. Die Ameisen erscheinen den ganzen Tag über aktiv, bei genaueren Untersuchungen der Universität Erlangen wurde aber festgestellt, dass sie nur etwa 5 Minuten arbeiten und dann 25 Minuten ruhen. Ihre Gesamtaktivität ist auch von der Tages- und Jahreszeit abhängig. Im Spätsommer entstehen geflügelte junge Königinnen und geflügelte Männchen. Nach der Befruchtung sterben die Männchen ab, die Königinnen suchen sich einen Überwinterungsplatz, das Spiel beginnt von Neuem. Der Samenvorrat reicht für ihr ganzes Leben. Der alte Staat stirbt ab. Manche Königinnen werden bis zu 15 Jahre alt. - Ihre Bodennester bauen sie oftmals in der Nähe von Pflanzen, die von Wurzelläusen befallen sind.

Die Ameisen beklopfen mit ihren Antennen die Läuse, die daraufhin einen Tropfen Kot abgeben, der vor allem aus Zucker, B-Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß besteht. Die Läuse selbst sind nur an ganz bestimmten Eiweißarten interessiert, die anderen Arten geben sie wieder ab.

Manchmal werden aber auch andere Tierarten mit betreut wie Buckelzikaden und Schmetterlingsraupen, die ihnen Zuckersaft bieten, oder z.B. die Larve des schwarzgefleckten Bläulings der Gattung Myrmica; sie gibt nach Betrillern einen zuckersüßen Saft ab, der begierig von den Ameisen aufgenommen wird. Daraufhin wird sie in den Bau geschleppt und in der Brutkammer untergebracht. Die Larve überwintert dort und fällt im Frühjahr über die Eier und Larven ihres Gastgebers her. Danach verpuppt sie sich, schlüpft als Falter und fliegt davon. Die Larven des Arion-Bläulings aber lassen sich von Ameisen in ihr Nest schleppen und fressen dort die Brut, die Larven des Kreuzenzian-Ameisenbläulings täuschen die Ameisen sogar mit vielen Düften vor, sie seien ebenfalls Ameisen und lassen sich von ihnen füttern.

Einige Singvögel bekämpfen Parasiten an ihrem Gefieder durch sog. Einemsen: Das Tier ergreift eine Ameise, die in einer Abwehrreaktion ihre Ameisensäure verspritzt, die am Gefieder haften bleibt.

Ameisen sind nützlich, weil sie Unkrautsamen wegtragen, die Eier von Insekten, Möhrenfliegen, Schnecken und kleine Raupen, aber auch Tierleichen vertilgen. Oft findet man unter den Hüllblättern der Pfingstrosenknospen mehrere Ameisen, die dort von süßem Honigtau angelockt werden und zum Dank für ihre Nahrungsquelle Pflanzenfeinde fernhalten. Bärlauch, Borretsch, Buchs, Buschwindröschen, Ehrenpreis, Erdrauch, Lavendel, Leberblümchen, Lerchensporn, Lungenkraut, Perlgras, Schlüsselblumen, Schneeglöckchen, Schneestolz, Schöllkraut, Veilchen, Wachtelweizen, Winterling u.a. sind auf Ameisen zur Verbreitung ihrer Samen angewiesen. Sie bieten ihnen meistens eine den Samen anhängende Fressprämie (Eleiosom). Andere Pflanzen wie Bäume, Gräser und Stauden ziehen möglicherweise Nutzen aus deren Anwesenheit und wachsen entschieden schneller.

Ameisen sind aber auch schädlich, weil sie die Blattläuse verteidigen, um deren ausgeschiedenen Honigtau zu ernten (wobei sie auch nicht davor zurückschrecken, sie am Davonfliegen zu hindern durch Abbeißen der Flügel), weil sie im Rasen Erdnester anlegen oder Plattenwege unterhöhlen. Im Frühjahr jagen sie alle Fressfeinde, die sich an den Knospen von Obstbäumen zu schaffen machen, noch bevor die ersten Blattläuse auftreten. So bekämpfen sie z.B. Florfliegenlarven und Schlupfwespen. Durch die Ameisen werden auch Pflanzenkrankheiten übertragen. - Einige Arten fressen aber auch frisches Fleisch, Honig, Speisen und Zucker. Dabei können Lebensmittel mit Bakterien verunreinigt werden.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Es gibt eine Vielzahl von Ameisen, die im Garten vorkommen können, rund 100 Arten gibt es in Mitteleuropa. Hier sind nur die am häufigsten vorkommenden Arten behandelt:

  1. Wiesenameisen oder Gelbe Wegameisen, Lasius flavus, 2 - 5 mm, gelblich, dringen nicht in Häuser ein. Sie bauen Lehmnester mit Kuppeln, oft mit Gras durchwachsen, und leben von Honigtau, besonders dem der Wurzelläuse. Auf feuchten Böden und Wiesen, auch unter Steinen.
  2. Wegameisen, Lasius niger, häufigste Gartenameisen, 4 - 10 mm, mattschwarz, bauen Nester in der Erde, häufig um Pflanzenstängel herum. Sie unterhöhlen Plattenwege oder bauen ihre Nester unter Brettern und Steinen, lieben sonnige, trockene Orte. Sie benagen Wurzelhals und Rinde z.B. von Möhren und Sellerie. Vor allem in trockenen Jahren fressen sie am Wurzelhals von Jungpflanzen, nagen an Knospen und reifen Früchten, fressen an Früchten, die von anderen Schädlingen angefressen wurden. Sie melken ihre Läuse z.B. auf Obstbäumen und Beerensträuchern, tragen sie woanders hin und schützen sie vor deren Feinden, z.B. gegen Florfliegen, Marienkäfer und Schwebfliegenlarven. 90% weniger dieser Blattlausfeinde treten dadurch auf. Auch Honigtau von Schildläusen, Blattflöhen und Zikaden und alles Süße wird bevorzugt gefressen. Sie befallen u.U. auch Häuser.
  3. Rasenameisen. Sie sind etwas kleiner und leben ähnlich wie 2). Befallen auch u.U. Häuser.
  4. Holzameisen Lasius fuliginosus. Sie sind oft im alten Gebälk von Häusern zu finden, lieben aber auch alles Süße. Farbe glänzend-schwarz.
  5. Pharaoameisen Monomorium pharaonis. Größe der Arbeiterin etwa 2,2 mm. Sie sind honiggelb mit dunklem Hinterleib und kommen ursprünglich aus Afrika. Sie lieben Wärme und legen ihre Nester gern im Mauerwerk oder hinter Fliesen in der Nähe von Wärmequellen an. Manchmal auch entlang von Warmwasserleitungen. Sie fressen vor allem Proteine wie tote Insekten, Tierfutter aller Art, Ölfrüchte, Fette, Süßspeisen, Fleisch usw., lecken an Vorräten und menschlichen Ausscheidungen und können so Infektionskrankheiten übertragen, z.B. Salmonellen und Hospitalismus-Erreger. Auch Allergien können durch sie entstehen. Schaden können sie auch anrichten, indem sie in Computer oder andere elektrische Geräte eindringen und Kurzschluss hervorrufen. Sie können sich selbst durch geschlossenen Kühlschranktüren und Schraubverschlüsse durchfressen. Einige Arten haben einen so feinen Geruchssinn entwickelt, dass sie Nahrung und Gift auch über weite Entfernungen wahrnehmen. Bevor Nahrung der Königin angeboten wird, muss erst ein Vorkoster die Speise auf etwaigen Giftgehalt überprüfen. Es kommt vor, dass sie sich in ihre Nester zurückziehen und sich gegenseitig auffressen, so dass der Eindruck erfolgreicher Bekämpfung entsteht. Ein Volk kann aus bis zu 1 Mio. Tieren bestehen.
  6. Honigameisen. 3 - 5 mm groß, nistet in hohlen Bäumen, vor allem von Birken, Eichen, Linden oder Pappeln. Sie bauen Pilze an. Im Gartenbereich kaum schädlich.
  7. Diebsameisen. Hellbräunlich, 'stehlen' aus anderen Völkern die Brut. Ihre Nester sind von oben nicht zu erkennen. Fremdameisen, die nicht gefressen werden, werden u.U. als Sklaven gehalten.
  8. Rote Knotenameisen Myrmica laevinodis leben wie 7) räuberisch und ernähren sich von kleinen Insekten und deren Eiern, Larven und Puppen.
  9. Rote Waldameisen. 6 - 11 mm groß. Sie leben im Wald und bauen dort große Nester. Sie sind wie 7) + 8) nützlich, siehe unter 'Nützliche Tiere - Waldameisen'.
n/v

Abwehr:

Pharao-Ameisen. Fachmännisch durch Fraßköder mit langsam wirkenden Giften. Straßenbarrieren aus Klebeband errichten.

Stark riechende Kräuterjauchen, z.B. Beifuß-, Brennessel-, Eichenrinde-, Grapefruit- (auch -öl), Holunder-, Kapuzinerkressen-, Lavendel-, Natriumhydrogencarbonat, Orangenschalen- (auch -öl), Pfefferminz-, Rainfarn-, Thymian-, Wermut - und Zitronenschalenjauche verwirren ihren Orientierungssinn. Sie hemmen auch die Wurzelläuse. Oscorna-Ameisenstop. Backpulver oder Hydrogencarbonat auf die Ameisenstraße und die Nester streuen, Eberraute, Farnkraut, Feldsalat, Holunderblätter, Kampfer, Kerbel, Lavendel, Majoran, Melilotenklee, (Zitronen-)Thymian; Rainfarntriebe, Weinraute oder Wermut direkt in die Nester stecken oder frische Triebe um die Baumstämme binden; Salbei, Thymian, Thuja, Tomatenblätter (direkt in die Nester stecken, auch die Nähe von Tomaten verhindert den Ameisenbefall von Aprikosen- und Pfirsichbäumen, Wirkstoff IBI 246), Wucherblume, Zimt, schimmelnde Zitronen/Zitronensaft, Essig. Lavendel, Majoran und Thymian in Hausnähe anpflanzen. Anpflanzung von Lavendel, Rosmarin oder Weinraute z.B. in Rosennähe als Schutz vor Ameisen. Vergrämen mit Teebaumöl 20 Tropfen + 1 l Wasser + Emulgator aus der Apotheke oder mit IBI 246. Schälchen mit frischer Hefe und Honig aufstellen (1/2 l Wasser, 5 Esslöffel Zucker, 2 Esslöffel Instanthefe). Algenkalk streuen. Blumentopf mit Erde oder Holzwolle gefüllt umgekehrt auf das Nest stellen. Wenn er voll Brut ist, einen Spaten darunter schieben und das Volk umsiedeln. Leimringe an Bäumen anbringen. Aurum-Insektenleim. Zwerghühner verspeisen auch anderes Ungeziefer. Nester mit kochendem Wasser ausgießen. Im Haus Schwamm mit Zuckerwasser getränkt auslegen und mit Ameisen in heißes Wasser legen. Gleichzeitig Zugang wie Mauerfugen usw. verstopfen oder mit Silikon versiegeln. Mit Staubsauger die Tiere aufsaugen, Beutel danach vernichten. 50 g Borax mit 200 g Zucker mischen, auf die Nester streuen oder in die Zugänge. Teller mit Honig oder Zuckerwasser aufstellen. Puderzucker mit Backpulver mischen und ausstreuen auf die Wege. Untertasse mit Öl aufstellen, Rand zuckern. Tote Fische begraben. Heißluft.

Ameisen in Töpfen werden vertrieben durch Wässern des gesamten Topfes; Leimringe außen verhindern den Zugang. Kieselsteine und Korkschrot als Dränage in Kübeln und Töpfen vorsehen.

Ameisen, Kohlweißlinge und Schnecken in Gewächshäusern sollen durch Anpflanzung von Rainfarn, Basilikum, Kapuzinerkresse oder Thymian vertrieben werden. Siehe Gewächshäuser.

 

Natürliche Feinde:

Amphibien, Birkhuhn, Dachs, Frosch, Fuchs, Grünspecht, Kröte, Raubinsekten, Raubkäfer, Reptilien, Rosenkäfer, Spinnen, Spitzmäuse, Vierpunktkäfer, Vögel (Grünspecht, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Schwarzspecht, Wendehals). Amphibien, Raubinsekten, Reptilien, Spinnen und Spitzmäusen fallen den Raubinsekten zum Opfer, die 99% der Jungköniginnen vertilgen.

 

Handelsprodukte:

Lorixan verwirrt den Ortssinn, so dass Brut und Königin verhungern. Z.B. vor den Hauseingang streuen. Äxoron Ameisenstop, Celaflor Ameisenfrei haben wie Loxiran ätherische Öle. Spruzit (schädigt aber das Bodenleben). Lorixan Ameisenbuffet wird der jungen Brut verfüttert und tötet sie. Steinplatten auslegen, darunter bauen sie ihre Nester und können auf diese Weise vernichtet werden. Andererseits werden Ameisen magisch angezogen von Steinplatten, die auf Sand ausgelegt sind. Sie werden unterhöhlt und liegen bald schief und unregelmäßig. Bei den vorstehenden Maßnahmen darauf achten, dass Fraßgifte wiederholt angewendet werden müssen, um auch die nachwachsenden Generationen (Puppen) zu erfassen. Wird die Königin nicht getötet oder umgesiedelt, bleibt der Erfolg aus. Haselnussgroße Bäckerhefe auslegen, mit etwas Honig dazu. Solange das Stück immer wieder vorrätig halten, bis die letzte Ameise verschwunden ist.

Nahrungsmittel im Hause sichern durch Glasgefäße usw., aber keine Schraubverschlüsse verwenden, sie sind für die Pharaoameisen kein Hindernis. Durchgänge gut absichern. Bei Befall mit Pharaoameisen am besten Kammerjäger anfordern, der mit langsam wirkenden Fraßgiften die ganze Population samt Königin vernichtet. Auch mit Heißluft können Ameisen in schwer zugänglichen Teilen getötet werden. Home shield kann über die Ameisen gestreut werden. Diatoniem tötet ebenfalls bei Berührung. Ameisen betreuen auch Wurzelläuse. Bekämpfung mit Rainfarntee, auch in Blumentöpfen. Zimt in ihr Nest legen, sie sind dann ganz verwirrt. Mit Wermuttee die Pflanzen gießen, z.B. 300 g frisches oder getrocknetes Kraut in 10 l Wasser vergären lassen. Auch mit Aromapflanzen wie Lavendel, Thymian und Majoran können sie vertrieben werden. Auch das Ausstreuen von Algenkalk und altem Kaffeesatz vertreibt die unliebsamen Gäste wirkungsvoll. Eine Methode zur Vergrämung von Ameisen im Haus besteht darin, die betroffenen Stellen mit Zimt zu bestreuen und dann mit konzentriertem Lavendelöl beträufeln. Wird der Fußboden mit Zitronenessig oder Essigessenz geputzt, lösen sich die durch Duftnoten von den Ameisen markierten Ameisenstraßen wirkungsvoll auf.

Beim Kauf von Schlupfwespen, Florfliegenlarven usw. zum Einsatz in Gewächshäusern beachten, dass erst die Ameisen ausquartiert werden müssen (Pelargonium abrotanifolium) oder anderenfalls werden sie schnell ihr Opfer.

Ameisen unterwühlen die Grasnarbe und bringen sie zum Absterben.

Rosen: Lavendel anpflanzen.

Ameisen werden vertrieben durch Kerbel, Majoran, Lavendel und Pfefferminze.

Bakterienbefall

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Schleimschicht auf dem Boden.

Boden lockern und mit Sand bestreuen.

Blaualgen

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Ursachen ähnlich wie Moos: Bodenverdichtung, Nährstoffmangel mit Stickstoffüberschuss, Schatten, schlechter Regenabfluss, Wasserstauung im Untergrund.

Algen abkratzen, Boden lockern, ggf. aufkalken mit Algenkalk auf pH 5.5 - 6.5, Kompost auftragen und nachsäen. Schlimmstenfalls Dränage vorsehen. Ggf. mit Kalium düngen (Siehe 'Nährstoffmangel/-überschuss'). Neudorffs Rasenkur mit Azet-Rasendünger, Azet Rasenaktivator, Azet Vitalkalk. Vertikutieren. Feinen Sand ausstreuen.

Regelmäßig düngen, wässern, lüften und mähen. Das Bodenleben aktivieren. Boden lockern, Regenwasser muss sofort versickern und darf keine Lachen bilden. Düngen, evt. kalken. Oft besteht Kaliummangel. Vertikutieren.

Disteln [Asteraceae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Hohle Disteln vor Regen abmähen, sie verfaulen dann. Ausstechen. Kalkstickstoff.

Regelmäßig düngen, wässern, lüften und mähen.

Herbstrot

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Blaßgelbe Flecken, im Herbst rötlich. Feuchtwarme Witterung begünstigt den Befall. Hauptsächlich an Schwingel- und Weidelgräsern. Die Gräser sterben ab.

Erdaustausch.

Regelmäßig wässern, düngen, lüften und mähen. Nicht abends wässern. Nicht tiefer mähen als 4 cm. Sand einarbeiten. Azet-Rasendünger.

Hexenringe [Marasmius oreades]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rasen. Dieser Nelkenschwindling breitet sich von 6 - 10 ringförmig aus. Im Innern des Kreises sterben die Gräser ab. Ursache ist meistens überdüngter Boden oder Bodenverdichtung.

Rasen. Wächst der Rasen weiter, kann man die Bekämpfung vernachlässigen. Verfärbt sich der Rasen oder stirbt er ab, muss der Bereich besonders gepflegt werden. Man düngt nur noch mit etwas Kompost, mäht oft. Mineraldünger und besonders Stickstoff nicht mehr verwenden. Meistens verschwinden dann die Pilze von selbst. - Düngen, dann mit Gänseblümchen bepflanzen. Mehrmals mit Jauche gießen. Boden lüften. - Austausch mit steriler Erde. - Rasen kurz halten, vertikutieren, feinen Sand darüber streuen und düngen. - Im Bereich der Ringe Boden ärifizieren und ständig feucht halten. Mit Grabegabel das Eindringen des Wassers ermöglichen. - Azet-Rasendünger ausstreuen. Notfalls den Boden abtragen und neu einsäen.

Rasen. Vertikutieren und lüften.

Junikäfer [Melolonthidae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Amphimallon solstitiale. Mai- und Junikäfer (Melolonthidae).

Blatthornkäfer, auch Brach - oder Sonnenwendkäfer genannt. Länge 14 - 18 mm. Gelblich-braun, Halsschild und Flügeldecken sind behaart, stärker beim Männchen. Erscheinen E 6/A 7. Hochzeitsflug ist bei Sonnenuntergang. Die Käfer legen hunderte von Eiern, die ausschlüpfenden gekrümmten Larven (kleine Engerlinge) mit 6 Beinen verursachen ähnliche, aber kleinere Schäden wie die Maikäferengerlinge. Sie fressen die Wurzeln von Azaleen, Alpenveilchen, Primeln, Rosen, Reben, Rhododendren, Wilden Wein usw. ab. Kreisrunde Flecken im Rasen entstehen ebenfalls durch die Larven. Die Käfer sterben nach der Eiablage ab.

Abwehr: Natürliche Feinde sind Dolchwespen, Gliederfüßer (Steinkriecher), Laufkäfer mit Larven, Maulwurf, Schmarotzerfliege, Spitzmaus. Boden kräftig durchlüften. Dadurch vertrocknen Eigelege und Junglarven, die eine 100%ige Luftfeuchtigkeit benötigen. Nematoden Heterorhabditis bacteriophora (Fachhandel). Die Bodentemperaturen dafür müssen über 12° sein. Spez. krankmachende Pilze werden in der Schweiz eingesetzt. Pferdemistfalle siehe Maikäfer. Niemsamen. - Alle zwei Jahre Schwärmflug.

Alpenveilchen. Die Larven fressen die Wurzeln an.

Rasen. Die Larven fressen die Wurzeln ab, es entstehen kreisrunde, abgestorbene Flecken.

Rasen. Boden durchlüften, die Gelege brauchen eine 100%ige Luftfeuchtigkeit. Nematoden, Pilze.

Abwehr: Natürliche Feinde sind Dolchwespen, Gliederfüßer (Steinkriecher), Laufkäfer mit Larven, Maulwurf, Schmarotzerfliege, Spitzmaus. Boden kräftig durchlüften. Dadurch vertrocknen Eigelege und Junglarven, die eine 100%ige Luftfeuchtigkeit benötigen. Nematoden Heterorhabditis bacteriophora (Fachhandel). Die Bodentemperaturen dafür müssen über 12° sein. Spez. krankmachende Pilze werden in der Schweiz eingesetzt. Pferdemistfalle siehe Maikäfer. Niemsamen. - Alle zwei Jahre Schwärmflug.

Alpenveilchen. Die Larven fressen die Wurzeln an.

Rasen. Die Larven fressen die Wurzeln ab, es entstehen kreisrunde, abgestorbene Flecken.

Klee/Ehrenpreis [Trifolium/Veronica officinalis]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rasen. Wurzelstecher.

Rasen. Ausreichend mit Stickstoff düngen, nicht zu häufig schneiden. pH-Wert absenken, auf Kalken verzichten. Azet-Rasendünger.

Löwenzahn/Wurzelunkräuter (Taraxacum sect. Ruderalia, Taraxacum, Leontodon) [Taraxacum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rasen. Siehe auch Wurzelunkräuter.

n/v

Rasen. So tief wie möglich abstechen, Kalkstickstoff in die Aushöhlung streuen, tötet Wurzelreste zuverlässig ab. Löwenzahn stirbt ab ohne Kalium-Düngung. Wurzelstecher.

Maulwürfe (Schädling) [Talpa europaea (Talpidae)]

Rasen. Fell dunkel bis schwarz, glänzend. Gewicht 65 - 130 g, Länge bis 16 cm, Alter bis zu 4 Jahren.Maulwurf

Einzelgänger, manchmal auch paarweise. Paarung im frühen Frühjahr 3 - 5. Tragzeit 40 Tage, 4 - 5 nackte Junge, die nach zwei Wochen ihre Augen öffnen und nach 2 Monaten geschlechtsreif werden. Sie sind mit 12 Monaten ausgewachsen. Ein zweiter Wurf kommt später. Sie gehören zur Ordnung der Insektenfresser.

Kein Winterschlaf, tag- und nachtaktiv. Geruchs- und Gehörsinn sind sehr gut ausgebildet, die Augen weniger. Er nimmt feinste Erschütterungen der Erde wahr, das warnt ihn vor Feinden und hilft ihm bei der Auffindung von Beute.

Siehe auch Maulwürfe.

 

 

Vergleich Feldmaus/ Maulwurf/ Wühlmaus:

Eigenschaft

Feldmaus

Maulwurf

Wühlmaus

Aussehen

ca. 10 cm groß, graubraun, gelbgrau.

ca. 14 cm groß, grau-schwarz.

12 - 18 cm groß, rotbraun.

 

Ohren gut sichtbar.

Vorderbeine als Grabebeine ausgebildet.

Ohren im Fell versteckt.

 

 

Spitze Schnauze.

Stumpfe Schnauze.

Gänge

Viele oberirdische Gangöffnungen.

Keine oberirdischen Gangöffnungen.

Keine oberirdischen Gangöffnungen.

 

Verschlossene Gänge werden wieder geöffnet.

Geöffnete Gänge werden selten verschlossen, meistens wird ein neuer Gang angelegt

Geöffnete bzw. beschädigte Gänge werden innerhalb 24 Stdn. geschlossen, außer bei Wühlmäusen an Wasserböschungen

 

Eigene Gänge rundlich, ca. 3 - 4 cm.

Gänge queroval bis rund, 5-6 x 4-5 cm.

Gänge hochoval, 4-6 x 6-9 cm

 

 

Gangöffnung in der Mitte des Haufens, senkrecht nach unten.

Gangöffnung seitlich des Haufens, schräg nach unten

Haufen

Keine Haufen

Große, runde Haufen ohne Pflanzenreste.

Flache Haufen mit Wurzeln u. Gras

Ernährung

Frisst Rinde (Obstbäume und Rosen), Erdbeeren, Körner, Gräser.

Insekten, Larven, Würmer, Schnecken.

Wurzeln von Gehölzen, Gemüse und Zierpflanzen; Knollen, Zwiebeln

Fallen

 

Fallen werden unterwühlt.

Fallen werden seitlich zugeschoben

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Die Vorderfüße sind wie Grabschaufeln ausgebildet, mit 6 Fingern. Durch die Rotation der Vorderarme werden die Gänge gegraben. Unter einem großen Hügel liegt die Nestkammer (Kessel) etwa 50 cm tief, oft sind auch mehrere Wechselnester vorhanden. Die Gänge sind in der Regel etwa 10 cm tief, können aber auch 120 cm erreichen. Er gräbt liegend-ovale Gänge, bis zu 100 m je Tag, und stößt die Erde in M.- Hügeln nach oben, bis zu 20 je Tag. Wenn er die Richtung beim Graben ändert, sind es oft genau 90°. Die Haufen dienen nicht nur der Erdbeseitigung aus den Gängen, sondern auch zur Be- und Entlüftung. Der Gang endet meist in der Mitte des Hügels. Sein Gangsystem durchstreift er mehrmals Tag und Nacht. Manchmal gräbt er so nahe an der Erdoberfläche, dass die Erde reißt und die Gangführung deutlich erkennbar ist. Der Maulwurf kann in einer Minute mehr als das Doppelte seines Körpergewichts an Erde umgraben. Nur bei Trockenheit und bei starkem Dauerregen kommt er gelegentlich an die Erdoberfläche. Bei der Reviersuche müssen auch die jungen Maulwürfe das Gangsystem verlassen, wobei sie oft Opfer ihrer Fressfeinde werden. Gelegentlich übernehmen auch Mäuse und Wühlmäuse die Gänge.

Hoher Nahrungsbedarf, u.U. das Dreifache seines Körpergewichts: Apfelblütenstecher, Drahtwürmer, Engerlinge von Mai- und Junikäfern, Erdraupen, Erdinsekten, junge Spitz- und Wühlmäuse, junge Maulwürfe, Maulwurfsgrillen, Regenwürmer, Schnecken, Tausendfüßer. Regenwürmer sind seine Lieblingsspeise, er zieht sie so durch seine Klauen, dass der Darminhalt sich entleert, und frisst sie dann. Oder er beißt ihnen die ersten Segmente ab. Sie werden dadurch bewegungsunfähig. Dann werden sie als lebende Konserve eingelagert für spätere Zeiten. Er kann durch Erschütterungen der Erde feststellen, daß nicht Regen die Regenwürmer nach oben treibt, sondern ein grabender Maulwurf beim Buddeln. Er kann höchstens 12 Stdn. ohne Nahrung auskommen. Seine Schnurrhaare an der Schnauze, seine Tastsensoren in der Nase sowie der aufrechte Schwanz dienen ihm als Orientierungshilfe. Der Maulwurf ist nützlich, weil er Insekten, Larven (z.B. von Kohl- und Wiesenschnaken), und Puppen, die Jungen der Wühlmäuse und andere schädliche Tiere frisst und dabei seine Opfer durch mehrere Erdschichten hindurch riecht. Dabei lockert er den Boden. Je Stunde kann er sich bis zu 10 m vorwühlen. Andererseits ist er schädlich, weil er Regenwürmer frisst, den Boden durchwühlt und dabei Pflanzen ohne Bodenkontakt zurücklässt, sie unterwühlt. Auf den Weiden wird das Mähen erschwert.

Maulwürfe sind geschützt. Sie dürfen nicht angelockt, gefangen, ausgesetzt, verletzt oder getötet werden. Bekämpfung mit Fallen ist nur erlaubt, wenn schwerwiegende Schäden abzuwenden sind (Erlaubnis der unteren Landschaftsbehörde). In den Gärten gibt es solche Gegebenheiten wohl kaum. Gift und Gas sind auf jeden Fall verboten.

Natürliche Feinde sind Dachs, Eulen, Fuchs, Greifvögel, Iltis, Krähen, Marder, Störche, Wiesel und Wildschweine. Manche Raubsäuger verschmähen ihn wegen seines übelriechenden Drüsensekretes.

Nur vergrämen:

  • Haufen mit Harke verteilen.
  • Hefe einige Tage warm stellen, in warmem Wasser stehen lassen, bis sie stinkt. In die Gänge laufen lassen.
  • Gemisch aus Molke (zwei Drittel) und Buttermilch (ein Drittel) einige Tage warm stellen und dann in die Gänge schütten. Essigessenz 1/2 Tasse je Loch.
  • Steckholz von Holunder in die Gänge stecken oder Holunder-Jauche in die Gänge gießen. Blätter von Holunder, Tagetes oder Thuja oder auch Lappen, die nach Terpentin oder Petroleum riechen, in die Gänge legen. Thujajauche oder Wermutjauche in die Gänge gießen oder Wermut pflanzen, um die Pflanzen vor dem Hochwühlen im Umkreis zu schützen.
  • Gänge immer wieder öffnen. Katzen und Hunde können Maulwürfe zur Umkehr veranlassen.
  • Mottenkugeln oder Toilettensteine anfeuchten und in die Gänge legen.

 

  • Die Pflanze 'Maulwurfschreck' soll zu 52% wirksam sein. Pflanzabstand zu den zu schützenden Pflanzen 100 cm.
  • Leere Flaschen schräg in den Boden graben, nur den Hals herausragen lassen. Der Wind, der darüberstreicht, verursacht ein leises Pfeifgeräusch. Geruch von Hunde- oder Menschenhaaren sowie Fischabfällen.
  • (Quietschende) Kinderwindmühlen in die Gänge stecken. Die Fertigfabrikate 'Maus weg' und 'Maulwurf-Schreck' vergrämen durch Duftstoffe, ebenso Wühl-Ex.
  • Maulwurffalle von www.conrad.de.
  • Ein Eisenrohr in den Boden rammen und mehrmals am Tag mit einem Hammer dagegen schlagen. Gänge mehrmals von oben beklopfen.
  • Zwiebelbrühe in die Gänge gießen oder geschnittene Knoblauchzehen hineinlegen.
  • Engmaschiges Drahtgeflecht etwa 30 cm tief eingraben.

 

  • Ultraschallgeräte haben sich nicht bewährt.

Siehe auch Schädlinge - Wühlmäuse, Schädlinge - Feldmäuse und Nützlinge - Maulwürfe.

Maulwurfsgrillen [Gryllotalpa gryllotalpa]

Rasen. Sie gehören zu den Heuschrecken, können aber nicht springen. Bis 50 mm lang, dunkelbraun, zwei Paar Flügel, zwei Beinpaare, jedoch nicht flugfähig. Die Vorderbeine sind zu Grabschaufeln umgebildet.

Das Männchen lockt das Weibchen mit einem typischen Grillengezirpe an. Dabei fliegen sie auch kurze Strecken. 4 -7 werden die etwa 300 Eier, oval, gelb, 2 mm groß, schubweise in nicht sehr tiefe unterirdische Nester (bis zu 5 Stück) gelegt. Zu den Gelegen führen ein senkrechter Gang und mehrere seitliche Zugänge. Damit die Sonne die Brut erwärmen kann, beißt das Weibchen alle Pflanzenwurzeln um die Gelege herum ab. Die Gelege befinden sich in etwa eigroßen Erdklumpen. Das Weibchen bewacht die Eier und die nach 2 - 3 Wochen schlüpfenden Junglarven, die ameisenähnlich aussehen, noch einige Zeit, aber es gibt keine Brutpflege. Später gehen sie mit dem Muttertier zusammen auf Jagd.

Die Larven ernähren sich von Abbauprodukten verrottender Pflanzen, dann von feinen Wurzeln und Pflanzenteilen. Überwinterung als Larve tief im Boden oder unter Laub- und Komposthaufen. Die Entwicklung kann sich über mehrere Jahre (30 Monate) erstrecken, zwischen Geschlechtsreife und Ei-Stadium liegen 10 Häutungen. Bei knappem Angebot an Beutetieren fallen die Grillen auch übereinander her.

Erwachsene Grillen sind ganzjährig aktiv, sie halten sich in tiefer gelegenen Winterquartieren auf und kommen erst im April regelmäßig ans Tageslicht. Die Grille kann sich in ihren Wohnröhren auch schnell rückwärts bewegen.

Die Maulwurfsgrillen sind in Deutschland stark gefährdet und stehen seit 2002 auf der roten Liste.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Schaden entsteht durch unregelmäßig gegrabene, etwa fingerdicke Gänge, etwa 10 cm tief, in denen sich die Maulwurfsgrille tagsüber aufhält. Vorkommen in Beet, Rasen, Weinbergen, auch Frühbeete, Gewächshäuser, Komposthaufen werden gern angenommen. Bevorzugt werden flache Uferzonen von Gewässern oder feuchte Weiden und Wiesen mit niedrigem Bewuchs.

Sie ernähren sich von Insekten und Insektenlarven, Drahtwürmern, Asseln, Erdraupen, Engerlingen, Schnecken und deren Eiern sowie Würmern, fressen aber auch im Frühjahr an Knollen und (Salat-)Wurzeln, vorzugsweise Frühbeetaussaaten, an frisch gesetzten Tomaten, Zwiebeln und austreibenden Kartoffeln. In Brutnestnähe werden nahezu alle Pflanzen, vor allem Gräser, angefressen. Im Rasen ist der Ort des Nestes deutlich markiert. Es befindet sich dort eine runde Kahlstelle von etwa 25 cm Durchmesser. Am Tage fressen sie unterirdisch, nachts suchen sie hin und wieder auch am Boden nach Nahrung. Junge Setzlinge werden durch die Grabetätigkeit emporgeschoben und vertrocknen. Die erwachsenen Tiere können schwimmen und fliegen auch kurze Strecken bei der Partnersuche. - Die Grillen erzeugen mit ihren Flügeln Laute (Surren), die der Partnersuche dienen. Paarung nur in der Erdröhre.

Erdbeeren, Salatwurzeln. Schaden entsteht durch unregelmäßig gegrabene, etwa fingerdicke Gänge, etwa 10 cm tief, in denen sich die Maulwurfsgrille tagsüber aufhält. Vorkommen auch in Weinbergen. Nachts verlässt sie ihre Wohnhöhle. - Sie ernährt sich von Insekten, Erdraupen, Engerlingen und Würmern, frisst aber auch im Frühjahr an Knollen und (Salat-)Wurzeln, vorzugsweise Frühbeetaussaaten, an frisch gesetzten Tomaten, Zwiebeln und austreibenden Kartoffeln. In Brutnestnähe werden nahezu alle Pflanzen, vor allem Gräser, angefressen. Junge Setzlinge werden durch die Grabetätigkeit emporgeschoben und vertrocknen.

Rasen. Sie unterminieren den Rasen mit Röhren und ernähren sich von den Graswurzeln.

n/v

Natürliche Feinde sind Amsel, Dachs, Igel, Katze, Krähe, Maulwurf, parasitäre Nematoden, Raubkäfer, Spitzmaus, Steinkauz und Star.

Die Maulwurfsgrillen sollten ebenfalls mit größerer Duldsamkeit beachtet werden. Als Biogärtner sollte man sich darüber freuen, wenn man so etwas Besonderes in seinem Garten hat. Es ist eine Erfolgsbestätigung, ein Zeichen dafür, dass man es richtig gemacht hat. Vielleicht sollte man eine Ecke in seinem Garten für sie herrichten. - Seit 2002 gibt es dafür eine Richtlinie.

Moos
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rasen. Ursachen oft Stickstoff-, Humus- oder Eisenmangel, Bodenübersäuerung, Bodenverdichtung, Schatten, Staunässe.

Rasen. Bei ständigem unterirdischen Wasserzufluss dränieren. Nicht tiefer als 4 cm mähen, Schattenrasen 5 - 6 cm. Schatten, Feuchtigkeitsstau und Bodenverdichtung vermeiden. Unter pH 6 bei Sand-, unter pH 6,5 bei Tonböden Algenkalk streuen. Ausreichend organisch düngen. Spezialpräparate aus Meeresalgen. Bio-Rasenazet. Rasen Supra verdrängt Moos. Trockenen Fertigkompost auf die Moosflächen streuen, wiederholen, bis das Moos verschwindet. Vertikutieren nach Bodenabtrocknung im Frühjahr. Ärifizieren mit Grabegabel oder Nagelschuhen (Pötschke). Feinen Sand ausstreuen. - Moos fördert in betroffenen Gebieten die Population von Erntemilben! Man vermeidet es, wenn der Rasen mehrmals im Jahr mit Fertigkompost (Gemeinde/Kreis) abgedeckt wird. Essigsäure. Ferramol Schneckenkorn.

Rasen. Regelmäßig düngen, wässern, lüften und mähen. Gute Vorbereitung bei Neuanlage, evt. Dränage vorsehen bei feuchtem Untergrund und Sand einarbeiten bei Lehm- und Tonböden. Der pH-Wert darf nicht unter 5,5 absinken, sonst sterben die wichtigen Bodenorganismen ab, die Gräser werden nicht mehr richtig ernährt, das Moos nimmt überhand.

Regenwürmer [Lumbricidae]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rasen. Sie weichen den Boden auf, er wird dadurch schlammig.

Rasen. Sie sollten wegen ihrer Nützlichkeit hingenommen werden. Wenn nicht, streut man regelmäßig Kalk aus und versucht, die Regenwürmer z.B. auf das Gemüseland zu locken mit Spritzung von Baldrian auf den Erdboden und reichlich Mulch. Maulwürfe werden durch Regenwürmer angezogen!

n/v
Schnaken [Tipulidae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rasen. Die Larven fressen die Wurzeln ab, besonders im Frühling.

Rosen. Blütenblätter sind angefressen. Tritt besonders an Vegetationsende auf.

Rasen. Unruhe stört die Larven. Oft mähen, herumlaufen, Boden walzen.

Rosen. ENVIRepel.

Schneeschimmel

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Fusarium nivale/Gerlachia nivalis. Rasen. Pilzbefall. Gelbbraune, abgestorbene Flecken nach langer Schneedauer.

Rasen. Erdaustausch oder Vertikutieren mit Neueinsaat. Steinmehl mischen mit Sand und einharken, sonst wie Moos behandeln.

Rasen. Vor dem Winter Rasen kurz schneiden, etwa 3 - 4 cm. Bodenverdichtung vermeiden durch Ärifizieren. Nicht stickstoffbetont düngen. Ab September überhaupt nicht mehr düngen. Phytovit WG.

Überdüngung

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Besenheide, Erika, Glockenheide, Lavendelheide. Grüne Triebspitzen über den Blütenansätzen.

Rasen. Dunkelgrüne Flecken, die später braun werden.

Besenheide, Erika, Glockenheide, Lavendelheide. Boden abmagern mit Sand oder umsetzen.

Rasen. Reichlich wässern.

Besenheide, Erika, Glockenheide, Lavendelheide. Nach dem dritten Standjahr keine Düngung mehr.

 

Wühlmäuse [Arvicola terrestris]

Arvicola terrestris, Wühler (Cricetidae). Schermäuse, Erdratten.

Zu den Nagetieren gehörig. Farbe reicht von gelbbraun bis schwarz. Länge bis 20 cm ohne Schwanz, Schwanz 10 cm. Ohren sind im Pelz versteckt. Liebt Wassernähe. Wühlt Tag und Nacht, auch ohne Winterschlaf. Ihre Rückzugshöhlen sind 30 - 50 cm tief. Je Wurf, Tragezeit 3 Wochen, gibt es 2 - 7 Junge, 2 - 5 Generationen im Jahr, von 4 - 10. Jungtiere werden mit 2 Monaten geschlechtsreif. Sie sterben mit 2 Jahren. Wühlmäuse sind gute Schwimmer. Sie benötigen jeden Tag fast soviel Nahrung wie sie wiegen. Ihre Gänge sind hochoval (Maulwürfe rundlich oder queroval), sie enden stets am Rande eines Haufens (Maulwurf Mitte). Die Hügel sind flacher als die des Maulwurfs, unregelmäßig und mit Pflanzenresten durchmischt. Pflanzenreste sind jedoch nicht in den Gängen zu finden. Sie verlaufen im Gegensatz zu denen der Maulwürfe gerade, die Wände sind glatt. Die Gangenden sind immer verschlossen, öffnet man sie, werden sie in den meisten Fällen innerhalb 24 Stdn. oder früher wieder verschlossen, da die Wühlmäuse empfindlich gegen Zugluft und lichtscheu sind. Der Aushub wird manchmal auch in nicht mehr benutzte Seitengänge geschoben. - In der Nähe von Gewässern bauen sie ihre Gänge an den Böschungen zum Wasser hin und lassen sie offen. Im Sommer ernähren sie sich von der umgebenden Vegetation, im Winter von Baum- und Strauchwurzeln. Dadurch werden Obstanlagen in Norddeutschland erheblich geschädigt. - Zum Teil nutzen sie auch die Gänge von Maulwürfen.

Sie ernähren sich von Wurzeln der Gemüsepflanzen, Nadelbäume und Obstbäume (vor allem M 9-Unterlage und Cox Orange), auch vom Fallobst, nagen die Rinde von Obstbäumen und Rosen an. Außerdem stehen auf ihrem Speisezettel: Amphibien, Blumenzwiebeln (Krokus, Lilien, Tulpen), Endivien, Gräser, Getreidekörner, Insekten, Kartoffeln, Kohl, Kräuter, Möhren, Pfingstrose, Prachtscharte, Schwarzwurzeln, Sellerie, Spargel, Topinambur, Türkischer Mohn, Vogeleier, Zuckerhut, im Winter Porree. Ihre Lieblingsspeisen sind Clematis und Rosen. Auch Wildpflanzen werden nicht verschmäht, so z.B. die Wurzeln von Ampfer, Löwenzahn, Quecke, Wiesenkerbel. Der Befall wird meistens im Frühjahr sichtbar, wenn Pflanzen nur wenig austreiben oder welken. Oftmals ist der wellige Verlauf der Gänge deutlich sichtbar durch die angehobene Gangabdeckung. Die Gänge sind sind bis zu 25 m lang. Wühlmäuse markieren ihr Revier mit Urin, der ultraviolett leuchtet. Dadurch finden Sperber und Falken ihre Beute leichter. - Sie halten keinen Winterschlaf. - Es treten innerhalb von 5 - 8 Jahren Zyklen mit Massenvermehrung auf.

Vergleich Feldmaus/ Maulwurf/ Wühlmaus:

Eigenschaft

Feldmaus

Maulwurf

Wühlmaus

Aussehen

ca. 10 cm groß, graubraun, gelbgrau.

ca. 14 cm groß, grau-schwarz.

12 - 18 cm groß, rotbraun.

 

Ohren gut sichtbar.

Vorderbeine als Grabebeine ausgebildet.

Ohren im Fell versteckt.

 

 

Spitze Schnauze.

Stumpfe Schnauze.

Gänge

Viele oberirdische Gangöffnungen.

Keine oberirdischen Gangöffnungen.

Keine oberirdischen Gangöffnungen.

 

Verschlossene Gänge werden wieder geöffnet.

Geöffnete Gänge werden selten verschlossen, meistens wird ein neuer Gang angelegt

Geöffnete bzw. beschädigte Gänge werden innerhalb 24 Stdn. geschlossen, außer bei Wühlmäusen an Wasserböschungen

 

Eigene Gänge rundlich, ca. 3 - 4 cm.

Gänge queroval bis rund, 5-6 x 4-5 cm.

Gänge hochoval, 4-6 x 6-9 cm

 

 

Gangöffnung in der Mitte des Haufens, senkrecht nach unten.

Gangöffnung seitlich des Haufens, schräg nach unten

Haufen

Keine Haufen

Große, runde Haufen ohne Pflanzenreste.

Flache Haufen mit Wurzeln u. Gras

Ernährung

Frisst Rinde (Obstbäume und Rosen), Erdbeeren, Körner, Gräser.

Insekten, Larven, Würmer, Schnecken.

Wurzeln von Gehölzen, Gemüse und Zierpflanzen; Knollen, Zwiebeln

Fallen

 

Fallen werden unterwühlt.

Fallen werden seitlich zugeschoben

 

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Wühlmäuse fressen die Wurzeln ab, so dass vor allem junge Bäume absterben können. Dert Schaden wird oft erst im Frühjahr sichtbar, wenn die Bäume nicht austreiben. Unterlage M 9 ist besonders gefährdet. Oft sind in unmittelbarer Nähe keine Haufen zu entdecken. Manchmal wird die Rinde angenagt oder Fallobst angefressen.

Elsbeeren. Gänge hochoval, Lehmhaufen vermischt mit Pflanzenresten.

Ginkgo biloba. Hochovale Gänge, Pflanzenreste in den Haufen. - Wühlmäuse knabbern gern an den Wurzelspitzen, wodurch der Baum lebenslang kümmert, da er keine neuen Wurzeln bilden kann.

Haferwurzel. Die Hügel sind flacher als die des Maulwurfs, unregelmäßig und mit Pflanzenresten durchmischt. Pflanzenreste sind jedoch nicht in den Gängen zu finden. Sie verlaufen im Gegensatz zu denen der Maulwürfe gerade, die Wände sind glatt. Die Gangenden sind immer verschlossen, öffnet man sie, werden sie innerhalb 24 Stdn. oder früher wieder verschlossen, da die Wühlmäuse empfindlich gegen Zugluft und lichtscheu sind. Der Aushub wird manchmal auch in nicht mehr benutzte Seitengänge geschoben.

Kaiserkronen. Erdhaufen mit hochovalen Gängen, die Erde ist mit Pflanzenresten durchsetzt.

Lilien. Hochovale Gänge, Haufen mit Pflanzenresten.

Prachtscharte. Blätter welken, Blüte bleibt aus.

Rasen. Sie unterwühlen das Erdreich und werfen Haufen auf.

Tulpen. Erdhaufen, durchmischt mit Pflanzenresten. Hochovale Gänge.

Vergrämung: Durch frische Bokharaklee (Wuzelausscheidungen), Holunder-, Wacholder- oder Thujazweige oder Walnussblätter, Blätter der Schwarzen Johannisbeere, Samenkapseln der Wolfsmilch (auch Kreuzstock genannt) Euphorbia lathyris (hat sich bei neueren Tests nicht bewahrheitet, aber trotzdem sind die Samen der Wühlmauswolfsmilch giftig), Hunde-, Katzen- oder Menschenhaare (um und auf die Zwiebeln und in die Gänge legen), Kraut der Hundszunge (Cynoglossum officinale) oder Fischköpfe, die in die Gänge gelegt werden, oder durch stinkende Pflanzenjauchen, z.B. Holunderblätterjauche oder Katzenminze (Nepeta cataria oder faassenii usw.).

Gänge mit überalterter Buttermilch ausgießen. Knoblauchzehen sind nur begrenzt, bzw. überhaupt nicht wirksam.

Beete mit 25 cm langem Holundersteckholz umgeben, die in die Erde gesteckt werden. Mischkultur mit Knoblauch um zu schützende Pflanzen. Sonst müssen richtige Barrieren gepflanzt werden aus Hundszunge (Cynoglossum officinale), Kreuzblättriger Wolfsmilch (Euphorbis lathyris, giftig sind nur die Wühlmauswolfsmilch), kleinkronigen Narzissen La Riante, Perlhyazinthen, Sonnenblumen. Narzissen enthalten verschiedene Alkaloide, die für die meisten Säuger giftig sind. Deshalb werden alle Narzissen (z.B. Osterglocken) nicht angenommen, besonders reich an Alkaloiden ist 'Narcissus poeticus'.

Sonnenblumen mit Stechapfel Datura stramonium im Wechsel als Umrandung pflanzen (diese Maßnahmen sind in tonigen Böden und bei großem Befallsdruck meistens nicht ausreichend). Auf Obstbaumscheiben Bokharaklee als Randbepflanzung vorsehen, er schützt durch seine Wurzelausscheidungen.

Eisenstangen in die Gänge stecken, beim Vorbeigehen jedesmal mit einem Hammer daran schlagen. Oder Metallrohre, sie verursachen bei Wind Pfeifgeräusche. Geräuschvolle Kindermühlen in die Gänge stecken.

Fertigfabrikat "Maus weg" vergrämt durch Duftstoffe. Kaiserkronen werden meistens nicht gefressen, sie schützen aber auch nicht andere Zwiebeln. Oleander mögen sie nicht, man sollte beblätterte Triebe oder getrocknete Blätter in die Öffnungen legen. Es hängt davon ab, wieviel Oleander sie zu opfern bereit sind.

Der 'Wühlmausschreck' soll zu 70% wirksam sein. Pflanzabstand zu den zu schützenden Pflanzen 100 cm.

Das neue Gas von Neudorff gilt als hilfreich. Auch gut für Maulwürfe. Wühlmaus-Gas.

Natürliche Feinde sind Äskulapnatter, Dachs, Fuchs, Greifvögel (3 m hohe Sitzstangen aufstellen), Hauskatze, Hermelin, Iltis, Schleiereule, Steinmarder, Terrier, Waldkauz, Wiesel (Steinhaufen mit Hohlräumen anlegen). Für Käuze und Schleiereulen Nistgelegenheiten auf Dachböden und in Schuppen schaffen. Die wichtigsten Helfer sind Habicht, Mäusebussard und Sperber. Meerschweinchen sollen die Tiere in die Flucht schlagen.

Zunächst feststellen, ob die Gänge noch bewohnt sind. Werden Öffnungen wieder sofort geschlossen, ist das der Fall. - Topinambur abseits vom Gemüsegarten anpflanzen, er zieht die Wühlmäuse an. Dort kann man dann auch gezielt Fallen aufstellen. Maßnahme nicht immer erfolgreich. - Bodenmulch im Herbst entfernen. Aus Vorsicht Kompostplätze nicht in Obstbaumnähe anlegen. Junge Wühlmäuse kann man mit Gläsern fangen, die in die Gänge eingegraben werden. Ihre Oberkante muss abschließen mit der Unterseite des Wühlmausganges. Mulchdecken besonders gut beobachten. Blumenzwiebel in Drahtkörben einpflanzen, Plastikkörbe werden durchgefressen. Junge Bäume schützen mit Schalen von Esskastanien, die bei der Pflanzung zwischen die Wurzeln gelegt werden, oder den Wurzelballen mit Maschendraht, 10 - 13 mm Lochdurchmesser, umgeben. Das Drahtgeflecht muss bis zum Wurzelhals reichen, damit die Tiere die Wurzeln nicht von oben her abknabbern. Der Draht korrodiert im Laufe der Zeit, so dass die Wurzeln nicht behindert werden. Deshalb auch keinen plastikummantelten Maschendraht verwenden. Fertigfabrikat 'Wühlmausstop'.

Fallen aufstellen, z.B. Neudorffs Wühlmausfänger, mit Erde oder Sellerie (oder Fenchel bzw. Möhre) einreiben oder Sellerie als Köder benutzen, keine Erdkrümel auf dem Gangboden zurücklassen, Hände vorher mit Erde einreiben oder Gummihandschuhe anziehen. Gang wieder überdecken, so dass kein Licht einfällt oder Luftzug entsteht. Nur gerade verlaufende Gänge mit Falle bestücken. Kastenfallen haben gute Erfolge 9 - 11, 2 - 4. Falle nach Erfolg nicht reinigen. Bei Nichterfolg den Gang weiter aufgraben und erneut aufstellen, bis keine Wühlmaus mehr vorhanden ist. Ist die Falle unterwühlt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Maulwurf, ist sie seitlich zugeschoben, um eine Wühlmaus. In diesem Fall den Gang wieder frei machen und die Falle erneut einen halben Meter vor der alten Stelle in Richtung der Wühlmaus aufstellen. Ricinussamen in die Gänge legen. Öfters Wasser in die Gänge laufen lassen. Wühlmaus-Selbstschuss. Giftköder Quiritox Neu alle 2 - 3 Meter in den Gang legen, die Öffnung wieder verschließen. Es darf keine Erde auf den Köder fallen. Celaflor Wühlmausköder Arrex aus Möhren, Detia-Wühlmausköder oder Wühl-Ex usw. im Herbst und Winter auslegen, im Frühjahr und Sommer werden sie jedoch nicht angenommen, sondern als Notration für den Winter eingelagert. Giftweizen P 140. Wühlmausfalle von www.conrad.de. Wühlmaus-Paste. Wühlmaus-Tabs. Euphorbia x martinii Grünblüte geben.

Giftköder vergiften oft ohne unmittelbare Todesfolge. Werden die Wühlmäuse in diesem Zustand von Katzen, Hunden oder Greifvögeln gefressen, sterben letztere oft daran. Gase töten ggf. auch Maulwürfe! Ggf. die Nachbarn bei der Bekämpfung einbeziehen. Oleanderzweige, Walnussblätter oder Mottenkugeln in die Gänge legen. Abwehrend RED-Acrimony. Thuja- oder Holunderjauche in die Gänge gießen. Flaschen mit der Öffnung nach oben schräg im Gangbereich eingraben. Die Früchte des Rizinusbaumes in die Gänge legen. Compo. Narzissen. Schutzpflanzen sind dort Wolfsmilch (Euphorbia latyris) und Knoblauch gegen Wühlmäuse.

Wühlmäuse übertragen auch Infektionskrankheiten, z.B. die Nagetierpest oder Tularämie, die auch auf Menschen übertragbar ist.

In diesem Beitrag werden Begasung mit Kohlenmonoxid (erzeugt mit Holzkohlevergasungsgeräten) und Kohlendioxid (Gasflaschen) beschrieben°. Die besonders gefährdete M 9-Unterlage sollte mit Drahtkörben geschützt werden: Stärke 0,7 mm, 20 mm Sechseck, hergestellt aus 50 cm breiten Rollen. - Mehrere Vergrämungsversuche, vor allem mit ätherischen Ölen und Molke/Buttermilch, verliefen ergebnislos. Ebenso Versuche mit Schallwellen. - Die natürlichen Feinde sollten unterstützt werden, sie haben Einfluss auf die Populationsdichte. Dazu gehören Sitzkrücken für Greifvögel und Haufen aus Stein und Holz für Mauswiesel.

Zwiebeln in Drahtkörben auspflanzen oder schützen durch Hyazinthen.

Weiterführende Links:
http://www.hausmaus.at/

°Anmerkung: Dabei werden natürlich ggf. auch Maulwürfe mit getötet.

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