Rasen

Rasen - Allgemeines

Rasen anlegen.

Kartoffeln als Vorfrucht macht den Boden krümelig. Oder Gründünger aussäen, im Herbst abmähen und über Winter als Mulch liegen lassen. Im zeitigen Frühjahr abharken. Es empfiehlt sich, nicht frostharte Sorten zu wählen, die gleichzeitig für Stickstoffansammlung sorgen: Ackerbohnen, Trifolium alexandrinum Alexandrinerklee, Lupinus luteus gelbe Lupinen, Trifolium resupinatum Perserklee. Frostharte Sorten sind: Agrostis stolonifera und capillaris Weißes und rotes Straußgras, Festuca rubra und Festuca ovina Rot- und Schafschwingel, Lolium perenne Deutsches Weidelgras und Poa pratensis Wiesenrispengras. Die Straußgräser haben nur geringe Belastbarkeit, sie sind also für Zierrasen gut geeignet. Die Schwingelarten besitzen feines Laub und eine geringe Belastbarkeit, sie sind also ebenfalls gut geeignet für Zierrasen. Das Deutsche Weidelgras Lolium perenne und das Wiesen-Rispengras Poa pratensis haben gute Trockenresistenz und hohe Belastbarkeit. Sie sind gut geeignet als Strapazierrasen.

Anlage am besten zwischen 4 und Mi 10. Die Bodentemperatur sollte mindestens 8 - 9° betragen. Boden nach Abharken des Mulchs hacken, sonst graben oder fräsen, dabei gut lockern, ggf. Sand bei Lehmböden oder Lehm bei Sandböden beigeben. Zu feuchter Boden kann schlecht bearbeitet werden. Reifen, unkrautfreien Kompost ausbringen, zu saure Böden (unter pH 5,5) mit Algenkalk und/oder Steinmehl verbessern. Dieser pH-Wert ist am günstigsten, er kann aber noch etwas höher sein, wenn die Aktivität der Regenwürmer unterstützt werden soll. Viel Kompost unterstützt Regenwürmer, die wiederum wichig für die Gesundheit der Gräser sind. Sie sorgen außerdem für die Durchlüftung des Rasens.

Als Vorratsdünger Horn-, Blut-, Knochenmehl einarbeiten. Etwa einen Monat liegen lassen, damit der Boden sich setzen kann, nach Regen genügt eine Woche. Alle Wurzelunkräuter wie Convolvulus arvensis Ackerwinde, Urtica dioica Brennessel, Elymus repens Quecke usw. sorgfältig entfernen. Oberfläche mit Harke gleichmäßig eben gestalten und glätten, z.B. mit einer liegenden Leiter, die über den Boden gezogen wird. Ein größerer Rasen kann aber auch mit leichtgeschwungenen Wellen angelegt werden. Je nach Nutzungsart die richtige Grassamenmischung in der angegebenen Menge aussäen (Sportzwecke, Zierrasen, Schattenrasen usw.) Benötigt werden für 100 qm etwa 3,5 kg Grassamen. Hochwertiger, langsam wachsender Rasen ist teurer.

Humofix-Saatbeize beschleunigt die Keimung. Nach Aussaat festtreten mit untergebundenen Brettern oder Walze. Feucht halten. Feuchtes, trübes, nicht zu kaltes Wetter beschleunigt die Keimung. Das junge, abgetrocknete Gras bei etwa 10 cm Höhe mit Sense mähen. Wenn das nicht möglich ist, die Schnitthöhe auf 6 - 8 cm einstellen. Bei 10 cm Höhe erneut schneiden. Erst wenn es seine normale Wurzeltiefe von 15 cm erreicht hat, läuft es keine Gefahr mehr, von Mähmaschinen ausgerissen zu werden. Rollrasenboden muss ebenso vorbereitet werden. Nach Ausrollen mit Walze andrücken und beregnen. Organisch düngen einmal im Jahr im Frühjahr und/oder 6 - 7 reicht meistens aus. 2 Schaufeln Kompost je Quadratmeter sind genug. Steht nicht genügend Kompost zur Verfügung, kann organischer Dünger zugekauft werden.

Düngen, Mähen, Moos, Wässern:

Mineraldünger ist weniger zu empfehlen, da er leicht ausgewaschen wird. Außerdem muss öfters gemäht werden. Wenn schon, dann Langzeitdünger verwenden ohne oder mit wenig Kali, es fördert zu sehr den Löwenzahn. Dagegen muss Stickstoff ausreichend vorhanden sein. Ohne Düngung verliert das Gras den Wettkampf mit dem Unkraut. Im Frühjahr ist eine Erhaltungskalkung zu empfehlen, sie drängt das Moos zurück und begünstigt die Aufnahme der Nährstoffe. Zu empfehlen sind max. 100 g Algenkalk/qm, abhängig vom vorhandenen pH-Wert. Um den pH-Wert um einen Punkt anzuheben, müssen 400 g/qm kohlensaurer Kalk gestreut werden. Bei Hitze muss gewässert werden, und zwar nicht oft, aber durchdringend, niemals bei starkem Sonnenschein. Übermäßiges Gießen verhindert tiefe Verwurzelung der Gräser. 10 - 20 l/qm Wasser sind im Sommer erforderlich, um die Wurzeln zu bewässern. Überprüfung durch offene Gefäße oder Regenmesser im Sprengbereich, sie müssen bis 20 mm angefüllt sein (bei erforderlicher Höchstzahl von 20 l/qm). Zusätzliche Überprüfung durch Messen der Befeuchtungstiefe, optimale Tiefe ist um 12 - 15 cm. Äußerlich ist Wasserbedarf anzunehmen, wenn die Halme einige Stunden nach dem Begehen sich nicht wieder aufrichten.

Vertikutieren:

Im Frühjahr, etwa E 4, mit einer Harke Grasfilz und Moos ausharken oder mit einem Vertikutiergerät entfernen. Das regt auch das Graswachstum stark an. Maximal 4 cm tief sollten die Messer greifen. Die häufigsten Mangelerscheinungen werden bewirkt durch übermäßige Beschattung, Bodenverdichtung, Staunässe und Übersäuerung, auch durch Humus- und Nährstoffmangel. Am schnellsten wächst das Moos im Winter während der lichtarmen Zeit, in der das Gras nicht wachsen kann. - Danach richten sie auch die Gesundungsmassnahmen wie Kalkung des Bodens, Vertikutierung (immer nach dem Mähen), Aktivierung des Bodenlebens durch Ausbringen von Reifekompost und Gesteinsmehl oder Algenkalk (keinen anderen Kalk verwenden), ggf. etwas organische Phosphordüngung. Auch mit Essigsäure ist der Sache beizukommen.

Rasendünger mit speziellen Zusätzen arbeiten das Moos in Dünger um (Neudorff). Boden durchlüften (Ärifizierung), z.B.mit Nagelschuhen (Pötschke) oder entsprechenden Stachelwalzengeräten. Danach Sand streuen, damit die Löcher wieder gefüllt werden. Diese Maßnahmen verhindern auch Mehltau und andere Pilzkrankheiten.

Im Sommer nicht zu tief und nur bei trockenem Rasen mähen, am besten morgens, nicht in der Hitze: Schattenrasen 5 - 6 cm hoch mindestens einmal die Woche, Spiel- und Sportrasen 3,5 - 4,5 cm, feiner Zierrasen bis auf 2 cm, er muss aber dann alle 2 - 3 Tage gemäht werden. Wird zu tief gemäht, werden Unkräuter gefördert. Nach längeren Mähpausen in zwei Aktionen zunächst auf die Häfte, eine Woche später auf 4 cm kürzen, da sonst Rasenpflanzen eingehen und wiederum Unkräuter umso stärker wachsen. Braune Stellen weisen u.U. auf Kalimangel hin, vor allem bei leichten Böden. Bei Anwendung von Bio Rasen-Azet kann das Mähgut auf dem Rasen verbleiben und wird an Ort und Stelle kompostiert. Das Gras der letzten Mahd aber mit dem Rechen entfernen.

Es gibt auch Mulchmäher, die das Gras so klein schneiden, dass es auf dem Rasen verbleiben kann. Es wirkt wie Mulch und beschattet im Sommer wirksam den Boden. Falls das vorgenannte Bio-Rasen-Azet die Rotte nicht genug beschleunigt, muss der Vertikutierer für Luftzutritt sorgen. - Falls ein Rasen mit großer Vielfalt nicht möglich ist, sollte aber Klee vorhanden sein. Wenn regelmäßig geschnitten wird, letztmalig im Oktober, kommen kaum Pilzkrankheiten vor. Ein später Schnitt sorgt außerdem dafür, dass der Schnee nicht die Gräser umlegt und im Frühjahr der Neuwuchs erst später einsetzt (wichtig bei Blumenzwiebeln im Rasen). Die richtige Höhe für den Winter ist etwa 6 - 8 cm. Mähen nach dem Mondstand: Kurz nach Vollmond und kurz vor Neumond.

Zur Pflege hart beanspruchter Rasenflächen Dr. Evergreen Sport, von Wolf gibt es die Mischung Holyday, die nur dreimal im Jahr gemäht werden muss.

Rasen nicht bei Frost betreten.

Wegen der zulässigen Zeiten für Rasenmähen usw. siehe II. Pflanzen, allgemein, - Verschiedenes - Gartengeräte, Lärmschutz.

Rasenblumen:

Man kann eine Reihe von Zwiebel- und Knollenblumen, vor allem Frühlingsboten, und zwar die am frühesten blühenden Sorten (Scilla Blausterne, Narcissus poeticus Dichternarzissen, Hyacinthoides Hasenglöckchen, Krokusse, Leucojum vernum Märzenbecher, Chionodoxa Schneeglanz, Galanthus nivalis Schneeglöckchen, Muscari Traubenhyazinthen, Brachycome iberidifolia Weißsterne, Eranthis hyemalis Winterlinge (unter Pflanzenfamilie versch. usw.)) bei dieser Gelegenheit mit pflanzen. Um sie nicht zu sehr in Bedrängnis durch Rasenwurzeln zu bringen, kann man um sie herum Plastik- oder Tontöpfe ohne Boden mit 6 - 8 cm Durchmesser in den Rasen einlassen. Mähen darf man erst, wenn alle Blätter eingezogen sind. Das ist frühestens 6 Wochen nach der Blüte der Fall. Häufiges Rasensprengen führt zur Zwiebelfäule. Im Herbst Kompost verteilen über den Stellen, wo Zwiebel- oder Knollenblumen eingepflanzt sind. Blühende Waldwiese. Sperling's Blumenrasen. Wildblumen-Wiese Profi-Line. Wildblumenwiese ist eine artenreiche Mischung aus 'Wildblumen, Kräutern und Gräsern. Sie ist für viele Tiere ein idealer Lebensraum'.

Naturrasen:

Wird erstmals bei einer Höhe von 50 cm mit der Sense abgeschnitten, dann noch einmal im September. Soll er begangen werden, kann man sich evt. behelfen, indem man mit dem Rasenmäher Wege abmäht. Soll er barfuß begangen werden, sollte man ihn kurz halten und möglichst alle Blumen abschneiden, damit man nicht auf eine Biene oder Wespe tritt. Dunkelgrüner Gala-Rasen. Kiepenkerl Profi-Line Dunkelgrüner Gala-Rasen wird jeden Gartenbesitzer begeistern. Im Unterschied zu herkömmlichen Rasenmischungen zeigt dieser Rasen eine überraschend dunkle Gräserfarbe. Er schützt vor Moos und Unkraut. Trockene Standorte: Dieser Rasen ist genau richtig für trockene Standorte, z. B. leichte Böden und Hanglagen. Der Rasen wächst intensiv grün auch bei längeren Hitzeperioden im Sommer. Spiel- und Sportrasen Profi-Line: Profi-Line Spiel- und Sportrasen ist ein strapazierfähiger Universalrasen, der den gehobenen Ansprüchen sportlicher Aktivitäten gerecht wird. Dieser Rasen ist robust und belastbar. Samtgras Lagurus ovatus, Klatschmohn Papaver rhoeas, Goldmohn Eschscholzia und Blutweiderich Lythrum salicaria bilden eine schöne Mischung. Aber eine Wildblumenwiese kann man nicht betreten, es gibt nur gemähte Rasenwege.

Schattenrasen:

Profi-Line. Für schattige Lagen, z.B. für die Aussaat unter Bäumen, aber auch für sonnige Lagen geeignet, keimt sicher und schnell dank hoher Keimkraft. Von Natur aus widerstandsfähig gegenüber Rasenkrankheiten.

Rollrasen:

Dieser Sport- und Spielrasen eignet sich hervorragend für Hausgärten, Spielplätze und Parkanlagen, da er eine hohe Belastbarkeit und ein ansehnliches Erscheinungsbild vereint.

Unkraut:

Brunelle, Braunelle (bot. Lamiaceae). Lippenblütler, ca. 10 - 20 cm hoch, mit violetten, manchmal auch weißen Blüten und braunen Hochblättern. Brennesselgranulat streuen.
 

Umweltschutz:

Biologen in Melbourne haben festgestellt, dass nach Rasenmähen aus den beschädigten Halmen Kohlenwasserstoffe freigesetzt werden, die vom Sonnenlicht zu Stickoxiden und anderen Reizgasen umgewandelt werden. Demnach sind etwa 10% des Sommersmogs dem Rasenmähen zuzuschreiben. - Mit Oscorna-Rasaflor und Oscorna-BodenAktivator kann dem abgeholfen werden.

Schattige Standorte sind für Rasen ungeeignet. Man behilft sich mit Efeu oder Waldsteinie.

 

Siehe auch

 

Weiter: Rasen - Schadbilder