Porree [Allium ampeloprasum] - Alle

Allgemein

Porree - Alternativnamen

Breitlauch, Winterlauch, Gemeiner Lauch, Fleischlauch, Lauch

Porree - Allgemeines

Allium ampeloprasum. Amaryllisgewächse.Allium porrum, Porree, LauchAllium porrum, Porree, Lauch
Bild von: Botanikus-CD


Anbau

Porree - Lage

Volle Sonne, warme Lage.

Porree - Boden

Durchlässiger, humoser, lockerer Boden. pH 6,0 - 7,5. Starkzehrer. Nährstoffreicher Boden und gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit erforderlich: Kalireich düngen mit Holzasche, Brennessel- und Beinwelljauche.

Porree - Aufzucht

Anzuchttemperatur mindestens 16°, sonst schießt er später. Frühester Aussaattermin 1 für Frühanbau, für Sommeranbau 2 - 3, für Herbstanbau 3 - Anfang 4, Winteranbau 4. Frostsaat ist möglich.

Bei Auspflanzung A - E 5 werden die Pflanzen besonders dick und wohlschmeckend, aber platzen auch leichter. Bei Auspflanzung Mi - E 6 werden sie schmaler, aber frosthärter. Bei Auspflanzung winterharter Sorten A 8 kann im nächsten Jahr mit besonders dicken Schäften gerechnet werden.

Keimtemperatur 20°, Weiterkultur 12 - 14°. Pflanzabstände 30 x 15 cm.

Schäfte verlängern durch Anpflanzung der Jungpflanzen in 15 cm tiefen Gräben oder Pflanzlöcher, die nach und nach aufgefüllt werden. Im Frühherbst dann die Pflanzen anhäufeln, damit sie lange weiße Schäfte bekommen, oder bei normaler Pflanzung öfters anhäufeln. Tiefes Einpflanzen über 8 cm zu Beginn bringt Mindererträge. Zurückschneiden der Blätter verlängert den Schaft ebenfalls. Oder mit Pflanzholz etwa 20 cm tiefe Löcher herstellen und die Pflanzen hineinstecken. Angießen und dabei etwas Erde anschlämmen, aber nicht andrücken. Später zweimal anhäufeln. Oder ein schwarzes Plastikrohr über die Pflanze bis zur Ernte stülpen. Lange weiße Schäfte bilden die Pflanzen nur, wenn die Sprosse weitgehend vor Licht geschützt werden.

Mit Kompost oder Pflanzenjauche den Sommer über düngen, nicht in die Schäfte gießen! Nicht zu sehr antreiben, er verliert dadurch an Geschmack. Der Gehalt an Nitrat kann wesentlich vermindert werden, wenn die Pflanze mit einer Grabegabel etwas angehoben wird, ohne dass alle Wurzeln abreißen, und dann erst nach Mittag endgültig geerntet wird. Es gibt winterharte Sorten, wiederholtes Frieren und Auftauen und plötzliche Kälteeinbrüche sind aber gefährlich. Deswegen Abdeckung mit Reisig vorteilhaft, noch besser bei zu erwartenden tiefen Temperaturen: Anhäufeln, mit Laub und Vlies abdecken. Oder im Schatten einschlagen. Auch unter Glas im Dezember mit Wurzeln und Blättern einschlagen, gelegentlich wässern. Bei Temperaturen über 0° Fenster öffnen. Sicherer ist Ausgraben und Einschlag unter Laub oder Reisig z.B. unter dem Hausdach, Nordseite. Ernte im Dezember vermeidet meistens Kälteschäden. Blaugrüner Wintereskimo (Baldur) ist ziemlich winterhart.

Aussaat Pflanzung Ernte
Porree früh Dezember - Januar März - Juni
Porree Herbst März - April August/Oktober
Porree Winter: April - Mai Januar - April
     
     

Wenn die Blüte dauernd ausgebrochen wird, bilden sich an den Wurzeln Perlzwiebeln.

Porree - Ernte

Sommerporree kann von Juli bis September aus dem Boden gezogen werden. Dabei bricht der weiße Schaft aber leicht ab. Legen Sie ihn daher mit einer Pflanzschaufel frei oder heben Sie die Pflanze mit der Grabgabel aus. Im Gemüsefach hält Lauch bis zu 5 Tage.


Fruchtfolge

Porree - Fruchtfolge

Vorkultur Leguminosengemisch erhöht den Ertrag. Untersaat Feldsalat.

Porree kann jahrelang auf derselben Stelle angepflanzt werden, andere Gärtner haben allerdings entgegengesetzte Erfahrungen gemacht, sie halten einen Abstand von 3 - 4 Jahren ein.

Hinterlässt gute Bodengare, Bodentiefe der stickstoffreichen Wurzeln bis 1,5 m. Anzuchttemperatur.

Folgt gut Frühkartoffeln als Nachanbau, Möhren folgen ihm wiederum gut als Nachkultur.

Porree - Nachbarschaften/ Mischkulturen

Günstig: Mischkultur. Basilikum, Borretsch, Endivie, Erdbeeren (Grauschimmel), Kamille, Kohl, Kohlrabi, Kopfkohl, Mairüben, Möhren (Möhrenfliege), Pastinaken, Petersilie, Rettich, Ringelblumen, Rosenkohl, Salat, (Schnitt-)Sellerie, Spinat, Tomaten und Wermut. Guter Verbund mit Blumenkohl, Sellerie und Tomaten.

Ungünstig: Bohnen, Erbsen, Gartenkresse, Grünkohl, Knoblauch, Mangold, Rote Bete, Schnittlauch, Zwiebeln.


Sorten

Porree - Sorten

Resistente und tolerante Gemüsesorten:

  • Carlton F 1 (Hild) bringt höhere Erträge, die Kulturzeit ist verkürzt. Sommersorte. Bio-Saatgut.
  • Davinci F 1 (Pötschke) Diese Sorte bringt 100% mehr Ertrag als vergleichbare alte Sorten. Von Natur aus tolerant. Die Schäfte sind lang, das Laub ist dunkelblau-grün. Errntezeit: September bis Dezember. Robust gegen Blattfleckenkrankheit.
  • Herbstriesen 2/Hannibal (Kiepenkerl), bewährter Herbst- und Winterporree. Sehr zuverlässig und ertragreich. Bewährte Sorte mit langen, weißen, glatten, schmackhaften Schäften. Mildwürzig. Bio-Saatgut.

Allium ampeloprasum, Ewiger Lauch. Im Herbst gepflanzt, erwachsen aus den Perlzwiebeln im Frühjahr porreeähnliche Stangen. Nach der Blüte sterben die Pflanzen ab. Die neugebildeten Brutzwiebeln bilden wieder neue Triebe.


Nahrung

Porree - Inhaltsstoffe

Enthält äther. Öle, Betacarotin, Senföl, Vitamin B1,2,6(!), Folsäure, C, E, Kalzium, Kalium, Phosphor.

Porree - Lagerung

Für Sofortverbrauch Wurzeln abschneiden, für Einschlag und Einlagerung Wurzeln belassen. Im letzteren Fall die Blätter etwas einkürzen. Eingewickelt in feuchtes Tuch kann man ihn einige Tage aufbewahren. Wegen seines Geruchs aber nicht mit anderen Nahrungsmitteln zusammenlegen. Einfrieren ist möglich.

Danach den Porree längs, also vom Wurzelansatz bis zur Blattspitze aufschneiden und sorgfältig zwischen den Blättern waschen, denn hier verbirgt sich noch Erde.

In der Nähe von Früchten, die Ethylen abgeben - wie Apfel oder Tomaten - sinkt seine Haltbarkeit.

Porree - Zubereitung/ Küche

Zarte Stangen schmecken besser.

Die Blätter können für klare Suppen mitgegart werden. Gerade im unteren Blattgrünteil sind wichtige gesund erhaltende Stoffe vorhanden.


Heilkunde

Porree - Volksmedizin

Porree stärkt das Immunsystem, wirkt infektionshemmend, antibakteriell und bringt Verdauung und Gallenfluß in Schwung.

Wer regelmäßig Porree isst, stimuliert die Nieren und hilft dem Körper zu entschlacken und entwässern, wovon Rheumaleidende besonders profitieren. Auch der Bildung von Nierensteinen soll das kalorienarme Gemüse vorbeugen. Die schwefelhaltigen Sulfide wirken antibakteriell.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Erdraupen [Noctuidae. Agrotis spp., Noctua spp., Mamestra spp., Xestia c-nigrum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Es gibt vielfache Arten.

Noctuidae. Agrotis spp., Noctua spp., Mamestra spp., Xestia c-nigrum. Sie sind die Larven von Eulenfaltern (Gamma-, Gemüse-, Kohl- und Wintersaateule u.a.). Letztere ist am schädlichsten. Sie fliegt 5 - 7 und 8 - 9 in zwei Generationen. Nachtfalter, meistens graubraun, mittelgroß. Sie legen die Vorderflügel so über die Hinterflügel, dass ein Dreieck entsteht. Die Weibchen legen ihre leicht gerippten Eier meistens einzeln an die untere Blattseite oder auf die Erde direkt neben die Pflanze. Die Raupen häuten sich mehrmals, im Jungstadium sind sie so klein, dass sie kaum sichtbar sind. Deshalb fressen sie meistens tagsüber. Nach dem dritten Raupenstadium fressen sie nachts oberirdisch und tagsüber unterirdisch. Nur die Raupen von Gamma-, Gemüse- und Kohleule fressen auch am Tage oberirdisch. Die Blätter werden durchlöchert. Die gefährlichste Zeit ist Frühjahr und 7-8. Sie fressen nahezu alle Pflanzen im Garten, sie können auch in den Kohlköpfen und den Setzlingen gefunden werden. Jungpflanzen können absterben.

Die Erdraupen sind dick und können ausgewachsen bis zu 60 mm lang werden. Schmutzige Farben, seitliche Längsstreifen. Sie rollen sich ein bei Störung. Überwinterung im Boden. Trockenes Wetter fördert ihre Entwicklung.

Befallen werden Astern, Bohnen, Canna, Chrysanthemen, Endivien, Erbsen, Erdbeeren, Kohl, Kartoffeln, Möhren, Nelken, Paprikafrüchte, Peperoni, Porree, Rettich, Salat, Schwarzwurzeln, Sellerie, Spinat, Stiefmütterchen, Tausendschön, Veilchen, Zwiebeln u.a.. Die Fraß-Spuren sind deutlich zu sehen. Die Pflanzen kümmern, weil der Wurzelhals angefressen oder durchgebissen ist. Löcher in den Blättern und abgefressenes Herz deuten ebenfalls auf Erdraupen hin, obwohl auch Schnecken in Frage kommen. Sind die Erdraupen ausgewachsen, verpuppen sie sich zu bräunlichen Tönnchen in einem Erdkokon.

Abwehr: Natürliche Feinde sind Amseln, Hühner, Igel, Kröten, Laufkäfer, Maulwürfe, Raubkäfer, Raupenfliege, Schlupfwespen, Spitzmäuse, Weichkäfer. Feind der Falter: Fledermäuse.

Boden feucht halten, mulchen. Sie sind tagsüber in der Erde, sie können nachts mit der Taschenlampe abgesucht werden. Kotspuren verraten ihr Schlupfloch. Junge Raupen gehen meist bei Nässe ein. Farnkrautmulch vertreibt sie. Am Beetrand Salbei, Thymian oder Ysop pflanzen. Mischkultur mit Sellerie und Tomaten. Öfters hacken. Unkräuter ausreißen, sie locken zur Eiablage. Erdraupen ausgraben, wenn Pflanzen kümmern. Salat als Fangpflanze einsetzen (Umkreis von 20 cm, bis 2 cm tief). Bretter und Tücher als Unterschlupf auslegen. Raupenspritzmittel Neudorff spritzen, nur gegen junge Erdraupen Spruzit. Jungpflanzen vorbeugend eintauchen in Rainfarn- oder Wermutbrühe oder bei Befall mit Rainfarn- oder Wermuttee spritzen oder gießen. Raupenspritzmittel Neudorff. Bei starkem Befall ködern: 200 g Kleie, 20 g Zucker, 20 ccm Spruzit, 4 dl Wasser anteigen und abends zwischen gefährdeten Pflanzen verteilen. Reicht für 100 qm. Nützliche Nematoden (Fachhandel).

Kragen aus Pappe um die Pflanzen legen

Lauchmotte [Acrolepiopsis assectella]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Porree/Lauch, Schnittlauch/Knolau, Zwiebeln. Acrolepia/Acrolepiopsis assectella. 16 -18 mm groß. Flügel sind braun mit helleren Flecken. Raupe ist 13 mm groß, weiß-gelb-grünlich, mit hellen Streifen und schwarzen Punkten. Kopf bräunlich. Eiablage ab 4 - 5 und 7 - 9 abends direkt an die Blätter. Schabefraß. Die Raupe verpuppt sich in einem Gespinst an der Außenseite der Blätter, es entstehen Streifen. Die Raupen fressen bis in den Herbst hinein. Die 2. Generation ist die gefährlichste. Überwinterung als Falter. Zunächst frisst die Raupe an den Blättern (diese sterben oberhalb ab), dann in den Schaft hinein. Die Fraßschäden werden durch Bakterien und Pilze, die sich nachfolgend ansiedeln, stark vergrößert. - Befällt auch Knoblauch stark vergrößert.

Porree/Lauch. Dipel bei Jungraupen. Spruzit. Heißwasserspritzung unter 50°. Blätter abschneiden, die Raupen zerdrücken oder die Pflanze zurückschneiden, wenn der Schaft schon angegriffen ist. Der Porree schlägt wieder neu aus. Rhabarberblätterjauche, Rainfarntee oder Schmierseifenbrühe spritzen. Niem.

Porree/Lauch. Mischkultur mit Erdbeeren, Möhren, Sellerie. Dill, Fenchel, Kamille, Lavendel, Pastinaken, Petersilie, Ringelblumen und Sellerie wehren sich dagegen. Fledermäuse, Raupenfliegen, Schlupfwespen und Vögel fördern. Windoffene Lagen. Spritzen mit Schachtelhalmbrühe, ggf. verstärkt mit 3% Spiritus oder 1% Schmierseife im Abstand von 2 - 3 Wochen. ENVIRepel. Stäuben der inneren Blätter mit Steinmehl beim Setzen. Brennesselkaltwasserauszug, Rhabarbertee, Rainfarntee. Insektennetz ausbreiten. Vor 6 bzw. 10 keinen Porree pflanzen.

Lauchmotten werden vertrieben durch Möhren, Petersilie und Sellerie.

Papierfleckenkrankheit [Cladosporium variabile]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Porree, Lauch. Pilz, der vor allem Winterporree befällt bei mildem, feuchtem Wetter. Wässrige, später eintrocknende Flecken mit durchscheinendem Rand.

Porree, Lauch. Mulchschicht aus Stroh.

Purpurfleckenkrankheit [Alternaria porrii]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Porree/Lauch. Der Pilz liebt Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit, ist daher besonders in Gewächshäusern gefürchtet. Die Sporen haften u.U. am Samen. Sie werden in den Flecken neu gebildet, die dann weitere Infektionen, auch an Schnittlauch, bewirken können. Die Sporen bleiben im Boden und können noch nach 4 Jahren eine neue Infektion verursachen.- Ovale, braune oder purpurfarbene Flecken mit violettfarbener Umrandung an den Blattspitzen. Diese verkrüppeln und sterben ab. Der Pilz kann sich im Laufe der Zeit nach unten vorarbeiten und greift dann dort auf die anderen Blätter über, so daß nur noch das Blattherz grün bleibt. Pflanzen sind während der ganzen Vegetationszeit gefährdet. Optimale Infektionsbedingungen herrschen bei 25° C und einer relativen Luftfeuchte von über 90%. Erste Blattsymptome sind dann schon nach 2 - 4 Tagen sichtbar. - Kann auch vereinzelt auf Zwiebeln übergreifen.

Porree/Lauch. Befallenes sofort abschneiden und vernichten.

Porree/Lauch. Setzlingen die Spitze abschneiden und vernichten. In Rillen setzen und erst nach und nach mit Erde verfüllen. Weiter Abstand gegenüber anderen Pflanzen. Mischkultur. Samen beizen. Schnittlauch im Herbst, spätestens Frühjahr vollkommen zurückschneiden. Fruchtfolge einhalten, erst nach vier Jahren erneut mit Lauch bepflanzen.

Samtfleckenkrankheit [Cladosporium fulvum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Porree, Lauch. Pilzkrankheit. Weiße ovale Flecken breiten sich aus, werden länglich. Porree wird dadurch ungenießbar.

Tomaten. Auch Braunfleckenkrankheit. Cladosporium fulvum. Nur im Gewächshaus vorkommende Krankheit, die durch viel Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt wird. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 90% kann sich die Krankheit in wenigen Stunden ausbreiten. Auf der Oberseite der Blätter bilden sich unscharfe gelbliche Flecken, auf der Unterseite sind die Blätter an diesen Stellen grünbraun mit einem samtähnlichen Überzug, der die Sporen enthält. Durch die Sporen wird die Krankheit sehr schnell überall hin verbreitet. Die Blätter vertrocknen. Die übrigen Teile der Pflanze werden dagegen nicht infiziert. Die Sporen überwintern am und im Boden sowie an allen Teilen der Frühbeetkonstruktion, sie sind gegen Trockenheit und Kälte immun. Fruchtansatz und Ernte verringern sich dramatisch.-

Porree, Lauch. Ggf. vernichten.

Tomaten. Siehe Braun-/Krautfäule.

Porree, Lauch. Abstände einhalten. Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Schädlinge (Blattläuse) sofort bekämpfen.

Tomaten. Viel lüften, nur an sonnigen Tagen - morgens- gießen. Die Gießhäufigkeit kann durch eine Mulchdecke stark verringert werden. In diesem Falle erst die Mulchdecke wegräumen, gießen, und dann wieder den Mulch über den Boden decken. Niemals das Laub befeuchten. Keine stickstoffbetonte Düngung. Untere Triebe bis etwa 40 cm Höhe nach und nach entfernen, damit die Luft besser zirkulieren kann. Nicht mehr als 2 - 2,5 Pflanzen je qm vorsehen, die Luft muß von allen Seiten herankommen. Bolzano (Piepenkerl), Concorde (Sperli), Cristal (Hild), Culina (Green & Easy, Hild, Kiepenkerl), Favorita (Hild), Goldita (Piepenkerl), Moravi (Hild), Orangino (Piepenkerl), Picolino + Dolce Vita (Cocktail; Green & Easy, Piepenkerl), Tomosa (Hild), Vanessa (Hild), Fleischomaten Vision (Pötschke) und Vitella F 1 (Green & Easy, Kiepenkerl, Pötschke) sind weitgehend widerstandsfähig. Stabtomate Phantasia und Kirschtomate Philovita sollen resistent sein.

Schießen

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Porree, Lauch. Ursache sind zu niedrige Anzuchttemperaturen (mindestens 16° erforderlich) bzw. zu kühle Temperaturen nach der Auspflanzung. Wichtig ist es, nur in den letzten Tagen vor der Auspflanzung die Pflanzen abzuhärten bei Temperaturen um 12°. Auf dem Beet können sie bei niedrigen Temperaturen durch ein Vlies geschützt werden.

Thripse, Fransenflügler [Thysanoptera ]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Fransenflügler Insekten (Insecta).

Begonien, Bohnen, Dahlien, Erbsen, Geweihiris, Gladiolen, Goldregen, Gummibaum, Gurken, Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Kamelien, Kentiapalme, Knoblauch, Knollenbegonien, Kohl, Kohl/Blumenkohl, Ledebourie, Lilien, Nelken, Orchideen, Palme, Paprika, Peperoni, Porree, Ritterstern, Tomaten, Usambaraveilchen, Waldrebe, Zierspargel, Zwiebeln.

Thripse oder Blasenfüsser, auch Gewitterfliegen oder Fransenflügler Thysanoptera genannt. Thrips spec. 1 - 2 mm groß, hell oder schwarz oder quergestreift. Je 2 Flügelpaare (Fransenflügel), einige haben keine Flügel. Sie können nicht gut fliegen, sie lassen sich deshalb von Winden forttragen. Deshalb zählt man sie auch zum 'Luftplankton'. Die Larven sind hell oder gelbgrün, ungeflügelt. Einige Arten verpuppen sich im Boden. Die Larven anderer Arten entwickeln sich nach 2 - 4 Wochen zu fertigen Thripsen, unter besonders günstigen Umständen können sie sich auch ungeschlechtlich fortpflanzen.

Im Gewächshaus leben sie von allen Pflanzen, die meisten bevorzugen aber die arteigenen. Sie sind in den letzten Jahren zu einer Hauptplage geworden. Durch ihre Saugtätigkeit entstehen auf den Blattoberseiten mit Luft gefüllte silbrig-helle Zellen, auf den Unterseiten sind schwarze Kotflecken. Dort sitzen die Thripse und ihre Larven meistens in Gruppen zusammen in der Nähe der Blattnerven. Die Flecken fließen zusammen. Sie halten sich fest mit faltbaren, blasigen Haftorganen an den Füssen. Die Vollinsekten überwintern auf Pflanzenresten oder am/im Boden, manchmal auch die Larven. Verpuppung meistens in der Erde. Vermehrung ungeschlechtlich, ihre Eier heften sie an die Pflanzen oder mit Legebohrer direkt in das Gewebe. Bis zu 3 Generationen im Jahr, im Gewächshaus bis zu 12 mit je 60 Eiern pro Weibchen. Trockenes und warmes Wetter fördert sie, Früchte werden rauschalig, Blumenkohl herzlos. Abfallen der Blätter, Vergilben, Verkrüppelung, Verkümmern, Wachstumshemmungen. Befallene Knollen von Amaryllis, Dahlien, Freesien, Gladiolen und Iris sehen runzelig aus. - Durch den Saugakt werden oft schädliche Viren übertragen.

Häufig werden die Blätter und Blüten von Kübelpflanzen (Begonien, Drachenbäumchen, Ficus, Flamingoblume, Gummibäume, Palme, Zitrusgewächse) befallen. Erbsenhülsen zeigen 5 mm große graue Flecken, Porree und Zwiebeln längliche silbrige Flecken auf den Blättern. Gladiolenblätter vergilben vorzeitig, Blütenstaub liegt auf den Blütenblättern, die Knospen sind unregelmäßig, öffnen sich nicht, trocknen ein oder faulen. Bei den Tomaten übertragen sie die Bronzekrankheit. Vor allem an Auberginen, Gurken, Paprika und Tomaten kommt es auch zu verkrüppelten, unausgereiften Früchten. -  Oft dringen sie in kleinste Ritzen ein, z.B. in Bilderrahmen. Beim Menschen lösen sie einen unangenehmen Juckreiz aus. Sie übertragen auch Bakterien und Viren.

Der Palmenthrips befällt häufig Zimmerpflanzen wie Aralien, Flamingoblümchen, Gummibäumchen, Hibiskus, Palmen usw., aber auch verschiedene Gemüse. Rosen, tritt selten auf, dann aber in Massen. Blattoberseite silbrig gesprenkelt. Knospen verkrüppeln, sind innen verfault. Beim Klopfen auf die Knospen springen die Tierchen heraus. Warme Witterung begünstigt. - Es entsteht Bleiglanz (Kot).Der Rosenthrips befällt außer Rosen auch Fenchel und Gurken. Der Zwiebelthrips findet sich vorwiegend an Gurken, Porree und Zwiebeln usw.; der kalifornische Blütenthrips bevorzugt Alpenveilchen, Bohnen, Gerbera, Gloxinien, Gurken, Paprika, Tomaten, Usambaraveilchen, vor allem auch im Gewächshaus. Er hält sich gern in Blüten oder auch Triebspitzen auf, Blüten und Früchte sehen verkrüppelt aus. Er saugt nicht nur, sondern frisst auch den Pollen, den er teilweise verstreut. Nachweis am besten, indem man die Pflanzen über einer hellen Unterlage ausschüttelt oder ausklopft.

Befallen werden außer den vorgenannten Pflanzen Chrysanthemen, Getreide, Ginster, Gladiolen, Goldregen, Nelken, Kohl allg., Obstbäume, Prunusarten, Schmetterlingsblütler, Spinat, Waldrebe, Wolfsmilch. Begonien, Drachenlilien, Fleißiges Lieschen, Gummibäume, Kroton, Zitrusgewächse, Zypergras.

Im Gewächshaus werden befallen vor allem Alpenveilchen, Anthurie, Asparagus, Cyclamen, Fleißiges Lieschen, Gerbera, Gloxinien, Gummibaum, Gurken, Palme, Paprika, Rosen, Tomaten, Usambaraveilchen.

Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Kamille, Weinraute und Ysop. Gefährdete Beete möglichst mit Gründünger, z.B. Perserklee, einsäen, geschlossene Grünflächen ohne Braun werden weniger stark heimgesucht. Pflanzen vor Trockenheit bewahren, Thripse vertragen meistens keine Feuchtigkeit. Bodenbearbeitung, Fruchtwechsel, Mischkultur, Mulchen und niedrige Einsaat bei den Zwischenräumen wehren ab. Bei Zwiebelgewächsen haben sich Bohnenkraut und Kamille bewährt.

Schutzarten sind Ameisen, Florfliegen, Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Schwebfliegen, Spinnen.

Mulchen. Blattunterseiten abspritzen. Ausreichend wässern. Erbsen und Zwiebeln früh aussäen, Thripse erscheinen erst Ende Mai. Intensive Bodenbearbeitung, keine Ernterückstände auf dem Boden lassen. Anbauwechsel. Saatgut beizen mit Heißwasser 45°.

Begonien, Knollenbegonien. Blaue Leimtafeln. Abspritzen der Pflanzen, die Thripse können keine Feuchtigkeit vertragen. Abbrausen und dann für ein paar Tage in Folie packen. Raubmilben und -wanzen in Gewächshäusern.

Erbsen. Spruzit. Seifenwasser oder Weißöl spritzen. Niem.

Gladiolen.  Thripse vertragen keine Feuchtigkeit. Mit Wasserstrahl abspritzen. Blaue Leimtafeln aufstellen. Im Herbst die Knollen einzeln herausnehmen, wenn die Blätter im unteren Bereich noch etwas grün sind. Die Thripse befinden sich dann dort. Blätter und Stiele sofort und direkt über der Knolle abschneiden und zusammen mit der alten, eingeschrumpften Knolle vernichten. Bei starkem Befall gesamte Pflanze vernichten. Spruzittauchbad für Knollen im Herbst. Sie saugen auch im Winterlager weiter, braune Stellen und Schrumpfen sind ein Hinweis dafür. Niemspritzungen. Bei geringen Temperaturen im Winter lagern, dadurch sterben die Thripse ab, z.B. 8 - 10 Wochen bei +5°. - Natürliche Feinde sind Florfliegen und Raubmilben.- Bei Frost sterben sie ab, sie können aber im Komposthaufen überleben.

Gurken. Befallenes abschneiden und vernichten. Blattunterseiten mit Kaltwasserstrahl abspritzen. Schmierseifenbrühe, Knoblauchtee, Spruzit, Niem.

Rosen. Mit Brennesseljauche spritzen. Neudosan.

Kentiapalme. Siehe wie links.

Palme. Siehe wie links.

Zwiebeln. Befallenes wegschneiden

Abwehr: Natürliche Feinde sind Ameisen, Blumenwanzen, Bodenpilze, Florfliegenlarven (auch im Fachhandel), Kurzflügler, Marienkäfer, parasitäre Nematoden, Schwebfliegen, Spinnen, Raubwanze Orius spp. und parasitäre Thripse wie Franklinothrips vespiformis.

Knoblauchtee auf befallene Pflanzen gießen, mehrmals wiederholen. 150 g Knoblauch fein hacken, 24 Stunden in 2 l Wasser einweichen, 2 Teelöffel Paraffin dazugeben. Besprühen mit spez. Schmierseifenbrühe (100 - 300 g Schmierseife, 1/2 l Brennspiritus, 1 Essl. Kalk, 1 Essl. Salz, 10 l Wasser). Blattglanzsprays. Spruzit. Neudosan. Raptol Schädlingsspray. Niemöl. Celaflor Schädlingsfrei Neem. Leimtafeln. Vorsichtshalber erst Verträglichkeit der Spritzungen an einem Trieb ausprobieren. Alle Spritzungen mehrfach wiederholen, auch die Blattunterseiten einsprühen. Während der Blatt-Thrips mit diesen Mitteln bekämpft werden kann, ist das beim Blütenthrips schwieriger, weil die Blüten bei allen Spritzungen geschädigt werden. In diesem Falle sollten Raubmilben (Amblyseius cucumeris) oder Florfliegenlarven vom Fachhandel eingesetzt werden. Durch Zusatz von Ölen werden auch die Eier abgetötet. Lockpflanzen einsetzen wie Ringelblumen und Tagetes. - Außerdem gibt es räuberische Thripse, die die saugenden Thripse, Blatt-und Schildläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen jagen. Andere verzehren Mehltau.

Für das Gewächshaus kommen anfänglich vor allem in Frage Florfliegenlarven, die Raubmilbe Amblyseius cucumeris und die Raubwanze Orius. Bei stärkerem Befall können eingesetzt werden: Celaflor Schädlingsfrei, Niem, Raptol oder Spruzit.

Zimmer- und Kübelpflanzen sind bei warmer, trockener Luft, Prallsonne und bei starkem Temperaturwechsel gefährdet. Deshalb befallene Pflanzen ins Freie setzen oder lauwarm überbrausen und in Folienbeutel packen und zubinden für 2 - 3 Tage. Die Erde gut anfeuchten und den Topf in die Mikrowelle stellen, 4 Min. bei 700 W. Vorbeugende regelmäßige Spritzungen mit ENVIRepel. Blautafeln (Kombi-Gelbtafeln)gegen Blütenthripse, Gelbtafeln gegen Gewächshausthripse.

Begonien, Bohnen, Kamelie, Kentiapalmen, Knollenbegonien, Kohl, Blumenkohl, Ledebourie, Lilien, Orchideen, Palmen, Paprika, Peperoni, Porree, Ritterstern, Tomaten, Usambaraveilchen. Tomaten: Die Broncekrankheit wird ebenfalls von Thripsen verursacht. Auf den Blattoberseiten luftgefüllte, silbrig-helle Flecken, auf der Unterseite schwarze Kotflecken.
Schutzpflanzen der Begonien sind Bohnen, Kamille und Weinraute. Bohnen: Im nächsten Jahr keine Schmetterlingsblütler an dieselbe Stelle pflanzen. Knollenbegonien. Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Weinraute, Ysop. Kohl. Kohl. ENVIRepel. Tomaten. Spritzungen mit ENVIRepel.

Dahlien. Blüten entfalten sich nicht.

Erbsen. Winzige gelbe bis braunschwarze Insekten, die mit ihren Larven an der Blattunterseite leben und an Schoten und Blättern saugen. Schoten sind silbrig-braun gesprenkelt und verkrüppelt, Blätter werden gelb und welken. Starker Befall bei heißem, trockenem Wetter.5 - 8 am meisten gefährdet. Erbsen. Frühe oder späte Aussaat, die Thripse überwintern im Boden und kommen erst Ende Mai wieder ans Tageslicht. Gleichmäßig feucht halten, Fruchtwechsel. Mulchen. Reihen in Windrichtung anlegen. Natürliche Feinde sind Florfliegen, Marienkäfer und Spinnen.

Geweihiris. Bei Zeichen von silbergrauen Streifen oder Punkten ist die Thripsgefahr zu erkennen.

Gladiolen. Kleine silbrig-weiße Flecken durch Luftzutritt auf den Blättern, daneben schwarze Kotflecken. Verkrüppelungen, Vergilbungen. Laub stirbt ab. Knospen öffnen sich nicht oder sind unregelmäßig, trocknen ein, faulen. Die Blüten haben weiße, eingetrocknete Ränder und Spitzen. Besonders rote und rosaweiße Sorten werden stark befallen. Trockene, warme Standorte begünstigen Befall. Die gelblichen Larven fressen an der Oberhaut der Blütenknospen und an den Blättern. Erwachsene Tiere sind dunkel. Oft werden dadurch andere Krankheiten wie Grauschimmel oder Kraut- und Knollenfäule begünstigt. Auich andere benachbarte Pflanzen wie Amaryllis, Calla, Freesien und Nelken werden befallen. Trockene Sommer fördern ihre Verbreitung, das Weibchen legt bis zu 200 Eier, nach 3 Wochen erscheint dann schon die nächste Generation. Gladiolen. Pflanzen vor Trockenheit bewahren. Mulchen. Absterbendes Laub vernichten. Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Weinraute und Ysop. Jährlicher Standortwechsel. Nach Befall im nächsten Frühjahr mehrmals mit Spruzit spritzen.

Goldregen, Gummibaum. Blätter haben kleine silbrige Flecke mit Kot dazwischen.

Gurken. Silberweiße Flecken, die ineinander überlaufen. Blattunterseite schmierig durch das Saugen der Insekten und der Larven. Thripse sind 1-2 mm lang, Farben gelb bis schwarz, Larven sind hell. Mehrere Generationen. Insekten überwintern auf Pflanzenresten.Gurken. Gurken. Jungpflanzen vor dem Setzen mit Heißwasser behandeln. Natürliche Feinde fördern: Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Spinnen, Florfliegen. Schutzpflanzen sind: Ysop, Bohnenkraut, Weinraute. ENVIRepel.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Im Gewächshaus leben sie von allen Pflanzen, die meisten bevorzugen aber die arteigenen. Sie sind in den letzten Jahren zu einer Hauptplage geworden. Durch ihre Saugtätigkeit entstehen auf den Blattoberseiten mit Luft gefüllte silbrig-helle Flecken. Insekt und Larve leben auf den Blattunterseiten und halten sich fest mit faltbaren blasigen Haftorganen an den Füßen. Die Vollinsekten überwintern auf Pflanzenresten oder im Boden, manchmal auch die Larven. Vermehrung ungeschlechtlich, ihre Eier heften sie an die Pflanzen oder mit Legebohrer direkt in das Gewebe. Bis zu 3 Generationen im Jahr, im Gewächshaus bis zu 12 mit je 60 Eiern pro Weibchen. Trockenes und warmes Wetter fördert sie, auf den Unterseiten sind schwarze Kotflecken. Dort sitzen die Tierchen meistens in Gruppen zusammen in der Nähe der Blattnerven. Die Flecken fließen zusammen. Abfallen der Blätter, Vergilben, Verkrüppelung, Verkümmern, Wachstumshemmungen. Durch den Saugakt werden oft schädliche Viren übertragen. Sie befallen auch Gerbera, Gladiolen, Nelken, Wolfsmilch.

Rosen. Mit Brennesseljauche spritzen. Neudosan.

Waldrebe. Thripse bewirken durch ihre Saugtätigkeit an der Oberseite luftgefüllte silbrig-helle Flecken, an der Unterseite ist ihr Kotverhalten zu erkennen.

Zierspargel. Tritt selten auf, dann aber in Massen. Blattoberseite silbrig gesprenkelt. Knospen verkrüppeln, sind innen verfault. Beim Klopfen springen die Tierchen heraus. Warme Witterung begünstigt. - Es entsteht Bleiglanz (Kot).

Zwiebeln. Thrips tabaci. Blätter von Porree und Zwiebeln zeigen längliche, weiß-silbrige Flecken. Das Gewebe stirbt ab durch das Saugen der Insekten und deren Larven. Zwiebeln. Zwiebeln. Nicht zu trocken halten. Samen beizen. ENVIRepel.

Kentiapalme. Siehe wie links.

Palme. Siehe wie links

 

Zwiebelfliege [Delia syn. Hylemia antiqua]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Porree/Lauch, Zwiebeln. Delia syn. Hylemia antiqua. Fliege der Stubenfliege ähnlich, 6 - 7 mm groß, gelb-grau gefärbt. Eier weiß, 1 mm groß. Made bis 8 mm groß, glänzend weiß. 1. Generation fliegt Mitte 4 + 5, benötigt als Reifungsfraß Löwenzahn, Wiesenkerbel u.a. Die Eier werden vor allem an jungen Zwiebel- und Porreepflanzen, aber auch an Knoblauch und Schalotten, in Bodennähe abgelegt. Die Maden zerfressen die Zwiebel und wandern dann zur nächsten weiter. Nach drei Wochen Verpuppung in Tönnchen, ca. 6 mm lang, im Erdboden. Überwinterung als Puppe, selten als Larve, im Erdboden. Ende 6 - Mitte 7 erscheint die 2. Generation, die sich vom Boden her in die Schäfte einfrißt, evt. noch eine dritte. Die 1. Generation ist am gefährlichsten. - Welke, Herzblätter können herausgezogen werden, Laub wird gelblich und stirbt ab, stinkende Fraßgänge. Fäule. Gefährdung 5 - 7 am größten.

Porree/Lauch. Schaft abschneiden und vernichten. Er wächst wieder nach.

Zwiebeln. Kranke Pflanzen vernichten. Im Herbst mit unverdünnten Rainfarntee die betroffenen Stellen des Bodens begießen, damit die Puppen und Larven getötet werden. Zur Flugzeit Spruzit spritzen. Möhrenblätterextrakt spritzen. Beet mit Gemüsefliegennetz abdecken. Eine bodendeckende Schicht aus Rainfarn, Salbei oder Pfefferminze vertreibt Zwiebelfliegen.

Porree/Lauch. Mischkultur mit Petersilie. Brennesselkaltwasserauszug. Holzspäne zwischen die Pflanzen streuen. Natürliche Feinde sind Gallmücke, Kurzflügler, Laufkäfer, Raubwanze, Raupenfliege, Schlupfwespe, Spinnen.

Zwiebeln. Natürliche Feinde der Fliegen sind Laufkäfer, Raubkäfer, Spinnen und Vögel; der Larven und Puppen Schlupfwespen. - Mischkultur mit Möhren oder Knoblauch. Rainfarn- und Wermuttee 2x wöchentlich spritzen. Brennesselaufguß spritzen. Insektennetz. Steinmehl über junge Zwiebeln streuen. Flugzeit umgehen. Keinen frischen Dünger oder Kompost, keine Jauche. Bio-Gemüsestreumittel. Steckzwiebeln werden weniger befallen als ausgesäte. Beim Ausdünnen gesäter Zwiebeln entsteht ein besonders starker Duft, der die Zwiebelfliege von weither anzieht. Deshalb von vornherein dünn aussäen oder Steckzwiebeln anpflanzen.