Pfingstrosen [Paeonia] - Anbau

Pfingstrosen - Lage

Sonniger Standort oder halbschattig, günstig vor einer Mauer mit Schutz vor Morgensonne, damit die Sonne nach Spätfrösten nicht die Knospen auftaut. Ggf. mit Vlies schützen.

Pfingstrosen - Boden

Nährstoffreicher, humoser, lockerer, feuchter, im Sommer eher trockener, tiefgründiger und leicht saurer Lehmboden (pH 5 - 6) mit viel Humus. Mist und viel Stickstoff werden nicht vertragen, dagegen ist Mist, wenn er gut verrottet ist, ein guter Nährstoffträger: Die Pflanzgrube sollte etwa einen halben Eimer voll Kompost und dazu eine kleine Tasse Hornspäne bekommen. Pflanzloch etwa 50 cm tief vorbereiten, mit viel Kompost, etwas Guano.

Pfingstrosen - Aufzucht

Beste Pflanz-/Umpflanzzeit ist im Herbst, sonst einige Wochen nach der Blüte. Das Umpflanzen wird oft schlecht vertragen. Der Blütenausfall im nächsten Jahr kann oft dadurch vermieden werden, dass Erde aus dem alten übernommen wird in das neue Pflanzloch. Die Triebknospen müssen dicht unter der Erde liegen, etwa 3 cm bei schwerem Boden, sonst 5 cm, anderenfalls entsteht keine Blüte. Bei Strauchpäonien muss die Veredelungsstelle 10 - 15 cm unter der Erdoberfläche liegen, die Unterlage wird nach einigen Jahren abgestossen, bis dahin muss die Edelsorte eigene Wurzeln gebildet haben. Strauchpäonien benötigen jedoch ein besonders tiefes Pflanzloch, nämlich 50 cm breit und 60 cm tief. Wurzeln sollten flach liegen.

Düngung im Frühjahr oder nach der Blüte mit Kompost oder verrottetem Mist. Nach zwei bis drei Jahren erscheint erstmalig reicherer Blütenflor. Seit einiger Zeit sind neue Pfingstrosen-Züchtungen auf dem Markt. Es sind Kreuzungen aus aus Stauden- und Strauchpfingstrosen (Intersektionelle Hybriden). Sie sollen wesentlich robuster sein als herkömmliche Hybriden. Vor allem aus den USA kommen prächtige Sorten, die überaus gesund und schnellwüchsig sind.

Pfingstrosen mit gefüllten Blüten sind meistens nicht standfest. Vor evtl. Umfallen unterstützen. Im Halbschatten blühen sie länger.

Reichlich gießen bei Knospenbildung. Winterschutz mit Fichtenreisig nur im ersten Jahr nach der Pflanzung. Etwaiger Mulch muss im Frühjahr entfernt werden wegen Gefahr von Grauschimmelinfektion. Pflanzabstand 80 - 100 cm, Blüte 5 - 6, dunkelrot, karmin, lachs, rosa, weiß. Höhe bis 60 - 150 cm. Sie sollten sofort nach dem Verblühen über der nächsten Blattknospe mit allen Blütenblättern abgeschnitten werden, damit sie keine Krankheiten übertragen. Deshalb die Blütenblätter auch am Boden entfernen. - Blattwerk erst im Herbst abschneiden. Kann lange Zeit, bis zu 50 Jahren, auf demselben Platz verbleiben. Kaum Krankheiten, sie werden von Wühlmäusen und anderen Schädlingen verschont.

Hervorragende, ausdauernde Schnittblume. Wenn die Knospe bei Druck mit zwei Fingern nachgibt, kann sie geschnitten werden. Die Blüten werden größer, wenn man die Knospen in den Blattwinkeln abschneidet. Beim Abschneiden sollte mindestens ein Blatt zurückbleiben. Lässt die Blütenfülle nach, muss geteilt und umgepflanzt werden. Geeignet auch als Trockenblume, sie muss mehrere Monate am Stängel in einem trockenen, kühlen Raum hängen.

Vermehrung durch Teilung. Der Wurzelstock einer älteren Pflanze wird so geteilt, dass mindestens drei Stängelknospen am Teilstück verbleiben. Auch Pfingstrosen brauchen für den Winter einen Schutz für zwei Jahren. Die jüngeren Wurzelteile entwickeln mehr Blüten und sind deshalb vorzuziehen. Fadenwurzeln abschneiden. Danach bleibt die Blüte 1 oder 2 Jahre aus. Dieselbe Prozedur bei Nachlassen der Blütenfülle. Pflanzzeit 9/10. Es gibt auch standfeste Sorten mit besonders starken Stängeln.

Das Alkaloid Peregrin ist nach heutiger Kenntnis schwach giftig.

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