Pfingstrosen [Paeonia] - Alle

Allgemein

Pfingstrosen - Alternativnamen

Bauernrose, Gichtrose, Scheinrose

Pfingstrosen - Allgemeines

Paeonia. Paeonia lactiflora, EdelpfingstrosePaeonia lactiflora, Edelpfingstrose
Bild von: Botanikus-CD

Früher Hahnenfußgewächse, jetzt zu einer eigenen Familie, den Pfingstrosengewächsen, zusammengefasst. Stauden und Gehölze.

 

Mehrere tausend Arten sind im Angebot. Laubabwerfend, mehrjährig.


Anbau

Pfingstrosen - Lage

Sonniger Standort oder halbschattig, günstig vor einer Mauer mit Schutz vor Morgensonne, damit die Sonne nach Spätfrösten nicht die Knospen auftaut. Ggf. mit Vlies schützen.

Pfingstrosen - Boden

Nährstoffreicher, humoser, lockerer, feuchter, im Sommer eher trockener, tiefgründiger und leicht saurer Lehmboden (pH 5 - 6) mit viel Humus. Mist und viel Stickstoff werden nicht vertragen, dagegen ist Mist, wenn er gut verrottet ist, ein guter Nährstoffträger: Die Pflanzgrube sollte etwa einen halben Eimer voll Kompost und dazu eine kleine Tasse Hornspäne bekommen. Pflanzloch etwa 50 cm tief vorbereiten, mit viel Kompost, etwas Guano.

Pfingstrosen - Aufzucht

Beste Pflanz-/Umpflanzzeit ist im Herbst, sonst einige Wochen nach der Blüte. Das Umpflanzen wird oft schlecht vertragen. Der Blütenausfall im nächsten Jahr kann oft dadurch vermieden werden, dass Erde aus dem alten übernommen wird in das neue Pflanzloch. Die Triebknospen müssen dicht unter der Erde liegen, etwa 3 cm bei schwerem Boden, sonst 5 cm, anderenfalls entsteht keine Blüte. Bei Strauchpäonien muss die Veredelungsstelle 10 - 15 cm unter der Erdoberfläche liegen, die Unterlage wird nach einigen Jahren abgestossen, bis dahin muss die Edelsorte eigene Wurzeln gebildet haben. Strauchpäonien benötigen jedoch ein besonders tiefes Pflanzloch, nämlich 50 cm breit und 60 cm tief. Wurzeln sollten flach liegen.

Düngung im Frühjahr oder nach der Blüte mit Kompost oder verrottetem Mist. Nach zwei bis drei Jahren erscheint erstmalig reicherer Blütenflor. Seit einiger Zeit sind neue Pfingstrosen-Züchtungen auf dem Markt. Es sind Kreuzungen aus aus Stauden- und Strauchpfingstrosen (Intersektionelle Hybriden). Sie sollen wesentlich robuster sein als herkömmliche Hybriden. Vor allem aus den USA kommen prächtige Sorten, die überaus gesund und schnellwüchsig sind.

Pfingstrosen mit gefüllten Blüten sind meistens nicht standfest. Vor evtl. Umfallen unterstützen. Im Halbschatten blühen sie länger.

Reichlich gießen bei Knospenbildung. Winterschutz mit Fichtenreisig nur im ersten Jahr nach der Pflanzung. Etwaiger Mulch muss im Frühjahr entfernt werden wegen Gefahr von Grauschimmelinfektion. Pflanzabstand 80 - 100 cm, Blüte 5 - 6, dunkelrot, karmin, lachs, rosa, weiß. Höhe bis 60 - 150 cm. Sie sollten sofort nach dem Verblühen über der nächsten Blattknospe mit allen Blütenblättern abgeschnitten werden, damit sie keine Krankheiten übertragen. Deshalb die Blütenblätter auch am Boden entfernen. - Blattwerk erst im Herbst abschneiden. Kann lange Zeit, bis zu 50 Jahren, auf demselben Platz verbleiben. Kaum Krankheiten, sie werden von Wühlmäusen und anderen Schädlingen verschont.

Hervorragende, ausdauernde Schnittblume. Wenn die Knospe bei Druck mit zwei Fingern nachgibt, kann sie geschnitten werden. Die Blüten werden größer, wenn man die Knospen in den Blattwinkeln abschneidet. Beim Abschneiden sollte mindestens ein Blatt zurückbleiben. Lässt die Blütenfülle nach, muss geteilt und umgepflanzt werden. Geeignet auch als Trockenblume, sie muss mehrere Monate am Stängel in einem trockenen, kühlen Raum hängen.

Vermehrung durch Teilung. Der Wurzelstock einer älteren Pflanze wird so geteilt, dass mindestens drei Stängelknospen am Teilstück verbleiben. Auch Pfingstrosen brauchen für den Winter einen Schutz für zwei Jahren. Die jüngeren Wurzelteile entwickeln mehr Blüten und sind deshalb vorzuziehen. Fadenwurzeln abschneiden. Danach bleibt die Blüte 1 oder 2 Jahre aus. Dieselbe Prozedur bei Nachlassen der Blütenfülle. Pflanzzeit 9/10. Es gibt auch standfeste Sorten mit besonders starken Stängeln.

Das Alkaloid Peregrin ist nach heutiger Kenntnis schwach giftig.


Fruchtfolge

Pfingstrosen - Nachbarschaften/ Mischkulturen

Für Unterpflanzung lichter Bäume oder vor dem Gehölzrand gut geeignet, aber weniger als Rabattenpflanze.

Einzelstellung oder zusammen, aber mit größerem Abstand; mit Flieder, Frauenmantel, Funkien, Kolkwitzien, Lungenkraut, Lupinen, Margeriten, Nadelgehölze, Purpurglöckchen, Rittersporn, Schwertlilien, Storchschnabel, Taglilien. Die Kombination Pfingstrose-Rittersporn-Rose-Tränendes Herz ist sehr beliebt.


Sorten

Pfingstrosen - Sorten

Paeonia lactiflora. Edelpfingstrose.

Chinesische Pfingstrose. Es gibt Stauden- und Strauchpfingstrosen. Die Staudenpfingstrosen ziehen sich jedes Jahr im Herbst in den Boden zurück und treiben im Frühjahr zu neuer Schönheit heran. Die Strauchpfingstrosen behalten ein kräftiges Astgerüst. Sie werden völlig unterschätzt. Die seidigen Blüten sind durchscheinend und präsentieren sich in breiter Palette. Der Durchmesser ist etwa 15 cm. Sie sind auch sehr unempfindlich mit einem tiefen Wurzelstock. Das ist ein gewisser Hinweis auf die Durchsetzungsfähigkeiten in der Trockenheit und im Frost. Die frischen Knospen können minus 10 Grad, Blüten können 5 Grad aushalten. Auf einem mineralischen, naturstoffreichen Boden gedeihen sie am besten, pH-Wert über 6. Anfang März gibt man einen Volldünger, dann im September einen Kalidünger. Auf diese Weise können sie manchmal einige Jahrhunderte überleben. Sie erreichen ein Höhe von fast 2 Metern. Man kann sie bis zum Boden zurückschneiden. Viele Stauden- und Strauchpfingstrosen sind miteinander gekreuzt, neu sind z.B. die Itoh-Hybriden. Sie sind aber noch viel zu teuer.

Viele Hybriden, gefüllt, halbgefüllt oder einfach blühend, manchmal mit anders gefärbten inneren Blütenblättern, in vielen Farben, 5 - 6. Meist stark duftend. Neuere Hybrid-Züchtungen haben Blütendurchmesser von 20 cm. Sonne, weniger gut Halbschatten. Standort wie oben, windgeschützt, Höhe 60 bis 100 cm, am besten als Solitärstaude. Man setzt sie etwas tiefer. Viel Platzbedarf, bei Vollentwicklung 1 m Radius. Pflanzabstand 180 cm. Pflanzgrube 50 x 50 x 50 cm, mit Kompost oder Mist mischen. Keine Staunässe. Bodenbedeckung der Triebaugen nur 3 cm. Die hellen und gefüllten Sorten duften sehr angenehm. Unbedingt ein Stützgerüst um die Pflanze anbringen. Gute Nährstoffversorgung fördert die Schönheit erheblich. Sonst sollte die Erde eher kräftig-lehmig oder gar tonig sein. Ausreichend wässern, besonders vor der Blüte. Diese Blüten niemals mit frischem Mist, Kalk oder Stickstoffdünger düngen, erst wenn sie vollkommen eingeordnet sind - etwa nach 2 Jahren - kann man sie mit Volldünger nach der Blüte düngen. - Gefüllte Blüten sind meistens beständiger in der Vase. Meistens schöne Herbstverfärbung. Nur im Kernwinter mit Fichtenreisig abdecken. Wertvolle Schnittblumen. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 3000 Hybriden, in der Regel sind die Blumen gefüllt und haben lange, starke Stiele.

  • Attar of Roses, früh, kräftig rosa, duftet wie eine Rose.
  • Avalanche, weiß, gefüllt, Grund lichtgelb.
  • Baronesse Schröder, mittelspät, weiß, duftet wie eine Rose.
  • Best man, komplett rot, duftend, 80 - 90 cm. Sehr selten. Sonne, Halbschatten.
  • Der Bio-Gärtner empfiehlt: Bowl of Beauty, fuchsienrosa mit weißen Petaloiden innen, frühblühend.
  • Canary, spät, weiß, gelbe Mitte, duftet wie eine Rose/Zitrone.
  • Dawn Pink, rosafarben, 90 cm hoch, 5. Standfest.
  • Der Bio-Gärtner empfiehlt: Dinner Plate, hellrot/weiß, 20 cm Durchmesser, 80 - 100 cm. Sie bildet viele Seitenknospen. Preisgekrönt in USA.
  • Duchesse de Nemours, früh, cremeweiß, duftet wie eine Rose. 100 cm hoch, sie blüht in weiß mit gelblicher Mitte.
  • Eden's Temptation, weiß, 20 cm Durchmesser, 90 cm.
  • Festiva Maxima, mittelfrüh. Klassiker unter den Päonien. Gefüllte weiße Blüte mit roten Flecken in der Mitte, frischer Duft.
  • Jan van Leeuwen, 5, weiße Blüten, 90 cm hoch. Standfest.
  • Laura Dessert, mittelfrüh, creme, gelbe Mitte, duftet wie eine Rose.
  • M. Bouchalat âime, hellrosa,
  • Myrtle Gentry, spät, zartrosa, duftet stark an eine Rose.
  • Mme. Emile Debatene, weiß/rosa, 6 - 7, 100 cm.
  • Monsieur Jules Elie, lilarosa, silbrig schimmernd, gefüllt
  • Nancy Nora, rosa, 20 cm Blütendurchmesser, 75 - 90 cm.
  • Philippe Rivoire, mittelspät, duftet wie eine Rose, dunkelrot.
  • Pink Mist, rosablühend, sie blühen bis in den Herbst. 5 - 9, 30 - 40 cm hoch. Sonne, Halbschatten.
  • Raspberry Sundae, ihre riesigen cremefarbenen Blüten ziehen alle Blicke an sich. 80 - 90 cm, Mai bis Juni. Sonne, Halbschatten.
  • Santa Fe, 5, 90 - 100 cm, rot. Standfest.
  • Sea Shell, einfache Schalenblüte, aber doch unregelmäßig intensives Rosa. 80 cm hoch.
  • solange, gelb, mit dunkelgelbem Kern.
  • Souvenir de. A. Millet, kräftig-rosa.
  • Wang Gong Juan, sie wird etwa 250 cm hoch. Sie ähneln den Strauchpfingstrosen, ziehen aber im Herbst ein. Nur in milden Wintern bleibt etwas Holz stehen, aus dem die Pflanze ebenfalls austreibt. Sie blühen nach den Strauchpäonien, also etwa Ende Mai. Spätfrost ist für sie keine Gefahr. Im Vergleich zu Staudenpäonien blühen sie deutlich länger. Außerdem duften die Blüten wunderbar. Nur der Preis ist etwas höher, sie kosten etwa 60 - 70 €.
  • Hillary. Große, halbgefüllte bis gefüllte Blüten, öffnen sich Kirschrot, die äußeren Blätter verblassen cremefarben. Kompakter Wuchs, bis 90 cm.
  • Pastell Splendour. Blüten anfangs hellrosa, dann cremefarben, violPaeonia officinalis, BauernpfingstrosePaeonia officinalis, Bauernpfingstrose
    Bild von: Botanikus-CD
    etter Basalfleck. Kompakter Wuchs, bis 90 cm.

Paeonia officinalis. Bauernpfingstrose.

Ca. 60 cm hoch. Sie wird in 5 cm Tiefe gesetzt, bei schwerem Lehmboden 3 cm. Der Boden wird mit ein bis zwei Handvoll Knochenmehl vermischt. Blüte 5, einfach bis gefüllt, karmin, lachs, rosa, rot, weiß. Als Solitäre oder in Gruppen, z.B. mit Rittersporn. Sonne, aber gegen Morgensonne bei Spätfrösten schützen. Boden sandig-lehmig, kräftig. Mulchen mit Kompost nach Triebbeginn im Frühjahr. Wiederholen, die Pflanze ist ein Starkzehrer. Ideale Schnittblume. Nicht mit frischem Mist, Kalk oder Stickstoffdünger versehen, erst nach zwei Jahren können sie nach der Blüte damit versorgt werden. Nicht abschneiden. Es gibt auch standfeste Sorten mit besonders starken Stängeln. Die Blüten sollten sofort abgeschnitten werden.

Die Pflanze ist giftig, sie enthält Flavonoide, Gerbstoff, einen roten Farbstoff, Päonin, in der Blüte.

  • Alba Plena, große, weiße Blütenglocken, vollgefüllt, frühblühend, weiß, 6 - 7, Höhe bis 70 cm, muß nicht zu tief gesetzt werden. Kann auch für die Vase geschnitten werden.
  • Clemencleau. Weiß rosa Blüten, noch stärker duftend.
  • Couronne d/or. Blüht reinweiß mit roten Farbtupfern in der Mitte. Duftend.
  • Crimson Globe, leuchtend karminrot, einfach gefüllt, duftend.
  • Duchesse de Nemours. Cremweiße Blütenbälle. Duftend.
  • James Crawford Weguelin, große, schalenförmige Blüten, einfach gefüllt, karmin.
  • Mutabilis Plena, zartlachsrosa, vollgefüllt, frühblühend.
  • Rose plena, gefüllt, rosa. Blüht im Mai, wird 70 cm hoch.
  • Rubra Plena, dunkelrot, vollgefüllt, frühblühend
  • Sarah Bernardt. Rosafarben, an den Spitzen silbrig überlaufene Blütenblättern. Duftend.

Als standfest bezeichnete Pfingstrosen:

  • White Cap. Blüte cremeweiß, dann zu violett und weiß.
  • Dr. Alexander Fleming. Farbe ist rosa, Höhe 110 - 120 cm. Gute Schnittblume.
  • Jan van Leeuwen. Blüten weiß, Höhe 80 - 100 cm.
  • Karl Rosenfield. Blüte dunkelrot. Gut für Vase und auf der Terrasse (Kübel).
  • Sternenstaub. Wie Perlmutter umrahmt die rosafarbenen Blüten den Kern. Höhe 90 cm.
  • Do Tell. Die doppelt gefüllten Blüten umrahmen die feinen gefransten Innenblätter. Höhe etwa 90 cm.
  • Man düngt im Frühjahr und später nach der Blüte.

Wilde/Botanische Pfingstrosen.

Sie mögen etwas Kalk oder Hornspäne in der Mischung. Wildpäonien brauchen einen sonnigen oder absonnigen Platz. Ein nahrhafter Boden, der mehr Lehm als Sand enthält, bekommt diesen Pflanzen am besten. Diese Wildtulpen mögen es von gelblich-weißlich bis zum tiefen karminrot. Sie brauchen im Sommer keinen Fall mit den Wurzeln im Wasser, sie müssen davor bewahrt werden. Diese Rosen bekommen einen 10 cm dicken Belag aufgehäufelter Erde als Schutz. Einzelstellung mit Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare), Mutterkraut (Tanacetum parthenium) und Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris).

Paeonia anomala.

Große, offene Blüten mit feinbehaarten Blattnerven auf feingeteilten Blättern. Hühe etwa 100 cm, rosa, Blütezeit 5.

Paeonia delavayi.

Botanische Pfingstrose, Halbstrauch. Kalkfreundlich. Höhe 150 cm. Blüte purpur bis weinrot, 6 - 8. Blätter tief eingeschnitten. Typisch sind die großen Früchte mit schwarzen Samen, die von Kelchblättern überragt werden. Ausbreitung bis 2 m Durchmesser.

Paeonia mlokosewitPaeonia mlokosewitschii, ButterpfingstrosePaeonia mlokosewitschii, Butterpfingstrose
Bild von: Botanikus-CD
chii.
Butter-Pfingstrose, Wildstaude.

Die Früchte werden gern von Vögeln gefressen. Eher leichter Boden, nicht zu nährstoffreich, im Sommer trocken halten. Sonne/Halbschatten. Höhe 70 cm. Blüte hellgelb, 5 - 6.

Paeonia mascula ssp. arietina, 120 cm, karmin,
           IV - V, seidige, prächtige Blüten.

Paeonia teniufolia Plena.

Blüten gefüllt, dunkelrot, frühblühend, 50 cm. Laub feingeschlitzt. Beide blühen im Mai.

Paeonia Rosea.

Blüten lachsrosa, einfach, feingeschlitztes Laub, frühblühend. Beide blühen im Mai.

Paeonia wittmanniana.

Wildstaude. Lockerer, trockener Boden, Höhe 80 - 100 cm. Blüte hellgelb, einfach, aber groß, 5.

Sorte nach rosa, rot, violett, weiß, einfach, halb oder ganz gefüllt. Der Duft ist gewöhnlich angenehm. Sie gilt als Bienenweide, Bauerngarten, japanischen Garten. Schwachwüchsige Strauch- oder Baumpfingstrose. Meistens sind Hybriden auf Ammen im Angebot. Solitär. Gehölz, sie hat andere Pflegebedingungen. Sie liebt mehr Sonne als die oben aufgeführten Stauden (Sonne bis Halbschatten) sowie lockeren, sandigen, feuchten und humusreichen Boden, aber keine Staunässe; ebenso für Kreideböden geeignet. Schutz gegen Wind einplanen. Pflanzung nur im Frühjahr. Das Pflanzloch sollte groß und tief sein. Erdabdeckung der Triebknospen mindestens 5 cm. Die Veredlungen sollten aber 15 cm tief sein. Pflanzabstand etwa 150 cm. Junge Pflanzen sollten locker im Winter mit Fichtenreisig abgedeckt sein, vor allem gegen die Frühjahrsfröste, die die jungen Triebe, vor allem in sonniger Lage, schädigen könnten. Auch ältere Strauch-Päonien sollten im Winter durch Fichtenreisig geschützt werden, das den Boden bedeckt und auch zwischen die Zweige gesteckt wird. Blüte ab 4 - 6, in vielen Farben, oft zweifarbig. Blütendurchmesser 15 - 20 cm. Höhe 70 - 200 cm, letzteres jedoch nur bei optimalen Bedingungen und langer Standzeit. Viel wässern und düngen, mit Kompost und Beinwelljauche, nur um die Pflanze herum. Auch im Winter nicht mit Kompost abdecken. - Die Rockii-Hybriden sind gegen Botrytis besser geschützt.

  • Bartzella, eines der teuersten Itoh-Sorten. Die bis zu 25 cm großen, leuchtend gelben Blüten duften nach Zitrone.
  • Gauguin ist aus Wildrosen gezüchtet. Unterseite der 18 cm großen Blüten schimmert golden. Oberseite rot.
  • Kao verzaubern auch japanische Gärten. Rot.
  • Rockii-Sorte Wang-Gong-Juan. Die Blüten werden bis zu 20 cm groß. Höhe etwa bis 2,50 m. Blüte etwa dunkellila. Gesamthöhe etwa 2,50 m.
  • Rockii R 13 ist weiß, aber in der Mitte sind kleine, dunklere Kreise wie aus Himbeersaft.
  • Shima Daijin mit prächtigen Blüten. Rot.
  • Shima Nishiki. Sie wächst sehr langsam, aber mit 15 cm großen weiß-roten Blüten. Die Zweifarbigkeit kommt erst zustande, wenn sie fünf Jahre alt wird, dann bleibt sie bei rot.
  • Yachiyo Tsubaki wird etwa 120 cm hoch und trägt im Mai rosafarbene Blüten über den rötlich schimmernden Blättern.
  • Yae Zakura blüht im April.

Zarter Duft mit fast reinen Blüten.

Bambus gilt als gute Begleitpflanze, sie stehen aber auch gut vor höheren Gehölzen. Abgestorbenes im Frühjahr abschneiden. Veredelung 7 - 8. Alle Strauchpfingstrosen werfen ihr Laub ab. Nach Vergilben der Blätter kann die Pflanze auf 30 - 40 cm zurückgeschnitten werden. - Vermehrung durch Absenker im Frühjahr oder durch Stecklinge 10 - 11. Pfingstrosen sind giftig.

Paeonia lutea. Strauchpäonie. Paeonia lutea, StrauchpaeoniePaeonia lutea, Strauchpaeonie
Bild von: Botanikus-CD

Die seltenen goldgelb blühenden Strauchpfingstrosen. Blüte goldgelb, 5 - 6. 180 cm. Blätter tief eingeschnitten. Empfehlenswerte Sorte. Große Ausbreitung bis 2 m Durchmesser.

High noon.

Leuchtend gelbe Blüten, halbgefüllt, Zitronenduft; bis 150 cm; blüht im August häufig ein zweites Mal.

 

Strauchrosen-Hybriden.

Sie gelten als einzigartig und blühen früh. Sie werden auf Wildlinge veredelt. Die Triebe verholzen und die Pflanze wird immer größer und breiter. Sie können bis zu 50 Jahre alt werden, einige werden bis zu 200 cm hoch. Man pflanzt sie so tief ein, dass die Pfropfstelle 10 - 12 cm unter der Erdoberfläche liegt. Dadurch bildet die Edelsorte mit der Zeit selbst Wurzeln. Junge Pflanzen in eine Vertiefung setzen, nach weiterem Wachstum mit Erde auffüllen, so dass die Pfropfstellentiefe erreicht wird. Bei veredelten Strauchrosen sollte man darauf achten, dass etwaige Triebe aus der Unterlage sofort weggeschnitten werden. Die Pflanze ist winterhart, sie muss aber wegen der Zerbrechlichkeit ihrer Triebe vor großer Schneelast geschützt werden. Das geschieht z.B. durch Zusammenbinden der Triebe. Bei Spätfrösten mit Vliesen schützen.

  • Alice Harding, gefüllt, gelb.
  • Black Pirate, einfach blühend, dunkelrot mit gelber Mitte.
  • Carnea plena, gefüllt, cremefarben, gute Schnittblume.
  • Choraku, gefüllt, weithin leuchtendes Rosa.
  • Hana-kisoi, tiefrot, riesige Blüten.
  • Kinko, gefüllt, goldgelb. Empfehlenswert.
  • Nigricans, dunkelviolett mit gelben Staubgefässen, einfach blühend.
  • Paeonia x lemoinei. Riesige Blüten, 5. Höhe 180 cm. Verschiedene Sorten in Gelbtönen.
  • Souvenir de Maxime, große Blüten, leuchtendgelb mit karminroten Rand.

Vermehrung durch Absenker oder Samen. Die schwarzen Samen (Kaltkeimer) brauchen lange Keimzeit, u.U. zwei Jahre, und weitere Jahre bis zur Blüte.

Pfingstrosen werden im allgemeinen nicht angerührt von Schnecken. Die veredelten Strauchpfingstrosen finden Sie hier Strauchpfingstrosen.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Fäulnis

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Fäulnis.

wird bekämpft und eingedämmt durch Lavendel-, Nelken-, Rosmarin- und Thymianöl und durch Kaliumsupermanganat.

Ausgehend von einer Beschädigung der jungen Knospenansätze im Frühjahr, geht dieser Bereich in Fäulnis über. Ohne Eingreifen kann sich die Fäulnis ausbreiten auf die ganze Pflanze.

 

Kann auf Staunässe zurückzuführen sein

Die gesamte Knospe ausschneiden, Schnittstelle mit Kohlepuder behandeln.

Grauschimmel [Botrytis cinerea usw.]

Botrytis cinerea u.a., Schwächeparasit.

Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab, danach entstehen große rotbraune Flecken auf Blättern und Früchten. Viele Früchte sehen zuerst glasig aus.

Blätter schrumpfen von der Spitze her. Die Pilze überwintern als Myzel auf abgestorbenen Pflanzen. In warmen, nassen Jahren besonders aktiv.

Es gibt viele Botrytisarten. Befallen werden besonders: Bohnen (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Brombeeren, Erdbeeren (Blüten werden infiziert, Früchte sind grau befallen, werden braun und faulen), Gurken (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Himbeeren, Kopfsalat (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Spargel (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Tomaten (grauer Pilzrasen, danach Fäule. Helle Ringe auf den Früchten), Weintrauben, Zwiebeln; Begonien, Blausterne, Cyclamen (besonders gefährdet), Dahlienblüten, Fuchsien, Geranien, Gladiolenknollen, Herbstzeitlosen, Inkalilie, Kaphyazinten, Kugelamarant, Lilien, Mittagsgold, Narzissen (Narzissenfeuer), Pfingstrosen, (Triebe und Knospen werden welk, Stängel werden unten braun, faulen), Primeln, Rosen, Schneeglöckchen, Staticen, Tigerblumen, Tulpen (Tulpenfeuer), Vergissmeinnicht, Zinnien, Zucchini (die Enden der Früchte werden gelb, sie bleiben dünner als der Stiel-Teil).

Der Pilz befällt vor allem weiche Früchte und Blüten. Grauschimmelfäule an Fichten und Tannen: Junge Triebe hängen herab. An den Nadeln sind graubraune Pilzfäden mit silbergrauen Sporen.

Der Pilz tritt im Freien wie unter Glas auf. Feuchte Luft oder Erde fördern den Befall.

Die Sporen sind überall vorhanden und keimen auch auf gesundem Gewebe. Eindringen können sie erst, wenn das Pflanzengewebe geschwächt oder zu stark gedüngt ist, besonders gern bei Stickstoffüberdüngung (Schwächeparasit).

SchadbildVorbeugungBekämpfung
  • Alpenveilchen. Auf allen Pflanzenteilen faule, nasse Flecken, bei starkem Befall ist auch ein grauer Schimmelschleier zu sehen.
  • Basilikum, Begonien, Besenheide, Blauglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Dahlien, Erbsen, Erika, Eukalypten usw. Befall der Keimlinge. Grauschimmel. Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab. Botrytis cinerea.
  • Bohnen. Botrytis fabae. Schwächeparasit. Der Pilz überwintert als Myzel auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Infektion besonders in nassen Jahren. Besonders betroffen sind Blätter und Hülsen, die später faulen.- Betroffen sind von den verschiedenen Botrytis-Pilzen auch andere Pflanzen wie Begonien, Cyclamen, Dahlien, Erdbeeren, Gladiolenknollen, Gurken, Himbeeren, Kopfsalat, Pelargonien, Primeln, Tulpen, Weintrauben, Zwiebeln usw.
  • Brombeeren. Weißer oder hellgrauer Belag auf den Früchten. Faulen. Der Pilz dringt schon während der Blütezeit in die Pflanze ein. Feucht-warmes Wetter fördert den Befall. Der Pilz überwintert an Fruchtmumien, an abgestorbenen Blattstielen und an den Ruten. Er kann auch Erd- und Himbeeren befallen.
  • Erdbeeren. Botrytis cinerea. Schwächeparasit. Infektion der Früchte über die Blüten, vor allem die Kelchblätter, sie ist also schon erfolgt, wenn sie noch nicht sichtbar ist. Hauptinfektionsquelle ist verdorrtes Erdbeerlaub. Graubraune Flecken auf den Früchten, später grauer Pilzrasen auf der ganzen Frucht, rotbraune Flecken auf den Blättern. Knospen und Blütenstiele werden bräunlichschwarz, Blüten oder Früchte hängen herunter. Feuchte Witterung und Temperaturen von 15 - 20° fördern die Krankheit. - Befällt auch Himbeeren und Brombeeren (siehe dort) und überwintert an abgestorbenen Fruchtmumien oder Blattstielen am Boden.
  • Kakteen. Botrytis. Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab.
  • Lilien. Botrytis elliptica und cinerea. Kleine braune oder grüne glasige Flecken an Blüten und Knospen, die sich schnell vergrößern. Faulstellen. Verkrüppelte Blüten, die sich nicht öffnen. Auf den Zwiebeln befinden sich kleine schwarze Stellen (Dauerkörper). Die Pflanzen können bei Nässe absterben. Wärme und Feuchtigkeit begünstigt. Weiße Lilien (Madonnenlilien) sind besonders gefährdet, auch Gladiolen, Iris und Tulpen; in geringerem Maße Herbstzeitlose, Hyazinthen und Schneeglöckchen..
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit. 
  • Pfingstrosen. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.Strauchpfingstrose. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.
  • Tulpen. Blatt- und Sproßteile kümmern, die Blätter sind verbogen und faulen ab, ebenso die jungen Triebe (Tulpenfeuer). Nur spärlicher Blütenaustrieb oder ausbleibend. Grauer Schimmelrasen, vor allem Frühsorten treiben nicht richtig aus. Zwiebel faulen, deutlich sichtbar sind die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien). Die Blätter haben glasige Stellen. Bei feuchter Witterung (Dauerregen) erhöhte Befallsgefahr.
  • Veilchen. Siehe unter Graufäule (Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab) und 'Mehltau, echter' (Auf der Oberseite kleine, weißgraue Flecken, die zusammenfließen, oft auch beidseitig. Die Blätter werden braun, trocknen ein, sterben ab).
  • Weinreben. Botrytis cinerea. Sauer-, Stiel- und Edelfäule. Feuchtes Wetter begünstigt, besonders bei angefressenen oder durch Hagel beschädigten Beeren (Sauerfäule). Grauer Pilzrasen auf allen Pflanzenteilen. Die Gescheine können abgetötet werden mit nachfolgendem Sauerwurmfraß. Geringer Befall kurz vor der Ernte ist oft erwünscht (Edelfäule). Sie erhöht den Zuckeranteil. - Befallenes Holz bzw. das Fallaub kann im nächsten Jahr zum Ausgangspunkt neuer Infektion werden. Grün-/Rosafäule ist eine Sekundärinfektion nach dem Grauschimmel. Voraussetzung ist feuchte Witterung 9/10. Die Trauben verfärben sich.

 

Vorbeugende Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, ENVIRepel, Myco-Sin (Erdbeeren, Wein), Ulmasud B im Wein- und Hopfenbau. Biofa Kiesel flüssig. Phytovit gegen Grauschimmel an Gurken. Elot-Vis. Schwächeparasit, daher müssen die Wachstumsbedingungen den Bedürfnissen angepasst werden. Nur morgens gießen, nicht auf die Pflanzen. Feuchtwarmes Wetter erhöht die Infektionsgefahr. Keine stickstoffbetonte Düngung, Bodenlockerung, Pflanzabstände einhalten, regelmäßig wässern, auf Licht und Luft achten im Gewächshaus. Besonders gefährdet sind die Pflanzen, wenn nach unterlassener Lüftung die Luft im Gewächshaus feucht wird und in der folgenden Nacht die Temperatur stark absinkt. Sobald sie unter den Taupunkt absinkt, lagert sich überall Nässe ab. Durch Heizen während der kalten Nächte kann dies weitgehend verhindert werden.

Topfpflanzen nur mäßig gießen im Winter. Für Helligkeit und regelmäßige Lüftung sorgen. Zu dichtes Laubwerk zurückschneiden. Genügend Abstände lassen zwischen den Pflanzen. Abgefallenes und Befallenes sofort entfernen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Pflanzenstärkungsmittel anwenden.

Regelmäßig auf Befall kontrollieren. Setzlinge mit Algenextrakten und Brennesseljauche fördern, vorher Wurzelbad. Erdbeeren mit Stroh abdecken. Auf richtige Sortenwahl achten. Sauren Boden mit Gesteinsmehl (siehe Steinmehle, vor allem Basaltmehl) verbessern. Knoblauch zwischen gefährdete Kulturen setzen. Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm) vorbeugend spritzen, ggf. 1% Wasserglas zumischen bei Beeren und Reben. Zwiebelschalen- oder Knoblauchtee. Moosextrakt. Lebermoser. (Moosextrakt und Lebermooser nur bei Erdbeeren, Weinreben, Paprika, Tomaten, Salat und Blumen, jeweils tropfnass alle 10 - 14 Tage besprühen). Neudovital. Befallene Erde desinfizieren mit Kalkstickstoff. Pechnelkenextrakt. - Siehe auch unter den einzelnen Pflanzen.

 

  • Alpenveilchen. Regelmäßig lüften, Pflanze beim Gießen nicht befeuchten, hellen Standort wählen.
  • Basilikum. Kompost einbringen vor der Aussaat.
  • Begonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Besenheide. Niemals Laub befeuchten beim Gießen.
  • Blauglöckchen. Keine stickstoffbetonte Düngung.
  • Bohnen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Bodenverbesserung mit Gesteinsmehlen und Algenmehl, der pH-Wert darf nicht zu sehr im sauren Bereich sein. Schachtelhalmbrühe spritzen. Sortenwahl. Jungpflanzen durch Wurzelbad stärken, z.B. in Schachtelhalmbrühe. Bodenbearbeitung, lockern, lüften, ausreichend wässern (nur morgens). Weite Pflanzabstände einhalten. Mulchen.
  • Brombeeren. Weite Pflanzabstände, auslichten. Krankes herausschneiden und vernichten. Widerstandsfähige Sorten anpflanzen, z.B. Wilsons Frühe oder Dirksen Thornless. Chester Thornless ist im Herbst anfällig. Stickstoffbetonte Düngung vermeiden. Bei sauren Böden mit Steinmehlen düngen. Boden locker halten. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Schachtelhalmtee spritzen. Neudovital spritzen.
  • Dahlien. Nicht die Blätter und Stängel beim Gießen anfeuchten. Nur morgens wässern. Ausreichende Abstände einhalten.
  • Erdbeeren. Junge Setzlinge in Schachtelhalmbrühe tauchen. Im Jugendstadium mit etwas Brennesseljauche und Algenmehl stärken. Wenig Stickstoff, vor allem kein Stickstoff im Frühjahr, keine Überdüngung. Kieselsäurehaltiges, kalkarmes Gesteinsmehl. Dichte Stauden etwas entlauben. Knoblauch oder andere Zwiebelgewächse zwischen den Erdbeeren anpflanzen, deren Senfölgehalt wirkt gegen den Pilz. Mit Stroh oder Holzwolle die Pflanzen umgeben, so daß die Früchte trocken liegen, spätestens, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. Kalibetonte Düngung. Sortenwahl: Anfällig sind Diana, Elvira, Korona, Lambada, Ostara und Senga Sengana. Weniger anfällig sind: Bogota, Capitola, Confitura (Häberli), Cornelia Pötschke, Darflash, Elvira, Florika (Baldur, Häberli), Framura, Gorella, Joghana, Machern, Mara des Bois, Milprima, Onebor - Marmolada, Pegasus (Häberli), Splendida, Tenira. - Die Monatserdbeere Florika gedeiht auf guten Gartenböden, bei übermäßiger Düngung wird sie jedoch auch von Graufäule befallen. - Spätestens im dritten Jahr Standort wechseln, bei hohem Befallsdruck jedes Jahr. Auslichten (Starker Blattwuchs nach Stickstoffdüngung). Pflanzen vor der Blüte mit Steinmehl bestäuben. Nur düngen in der dritten und vierten Woche nach der Pflanzung und nach der Ernte. Nur morgens wässern, nicht während der Erntezeit. Schwarze Mulchfolie (verfrüht auch die Ernte, hält das Beet unkrautfrei), weite Pflanzabstände, sonniger Standort. Sorten mit Blütenständen, die die Blätter überragen, wählen (Elvira, Polka, Tenira, Florika), widerstandsfähig sind Capitola, Florika, Joghana. Befallenes, kranke Früchte sofort entfernen, spätestens im Frühjahr auch alten Mulch, Strohreste. Verdorrte Blätter und Ausläufer usw. entfernen und verbrennen. - Vorbeugend spritzen mit Rhabarber-, Goldrute-, Ackerschachtelhalm-, Knoblauch- oder Zwiebelschalentee; mit fettarmer Milch, Molke, Kompostextrakten, immer mehrmals vor der Blüte dreimal wiederholen, später immer in die Blüten spritzen. 5 x mit Schachtelhalmbrühe spritzen: 1 x vor der Blüte, 1 x während der Blüte, 3 x nach der Ernte. Mit Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gemischt spritzen. Neudovital Obstpilzschutz vor dem Austrieb spritzen, alle Pflanzenteile müssen benetzt sein, auch die Unterseiten. Bei Blütenbeginn und -ende mit Zuckerlösung 1 - 1,5% direkt in die Blüten spritzen. Moosextrakt. Algan. Niem, MYCO-SIN. Mit blühendem Schnittlauch mulchen. Spritzungen mit ENVIRepel und Vitanal allseitig. Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, Neudosan, Algan, Niem, Lebermooser. - In der Schweiz müssen Hummeln beim Verlassen des Stocks ein 'Fußbad' nehmen, das mit dem Pilz Trichoderma angereichert ist. Den Pilz streifen sie beim Besuch von Erdbeerblüten ab und bringen damit den Gegenspieler des Schadpilzes in Stellung.
  • Fichten. Boden lockern. Kalkgehalt überprüfen, er sollte nicht unter pH 6 liegen. Etwas Kompost geben oder angewelktes Gras auf die Baumscheibe. ENVIRepel, VITANAL.
  • Gladiolen. Luftiger Stand. Mulchen. Sortenwahl. Keine Überdüngung, besonders keine Stickstoffüberdüngung. Pflanzstelle jährlich wechseln. Knoblauch als Zwischenkultur. Schachtelhalmbrühe. Neudovital. VITANAL. ENVIRepel.
  • Gurken. Lockerer Boden, ausreichend Wasser, weite Pflanzabstände. Düngung mit Gesteinsmehl. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Schachtelhalm- und Brennesseljauche spritzen. ENVIRepel. VITANAL. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Überdüngung.- Regelmäßig lüften, die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch werden.
  • Himbeeren. Weite Pflanzabstände. Befallenes sofort vernichten. Resistente Sorten: Elida, Glen Clova, Rubaca (Niniane, Pötschke, ziemlich resistent), Ruflava, Schönemann, Zeva 2 (Willemse). Stickstoffüberdüngung vermeiden. Boden vorsichtig lockern, ggf. wässern. Mulchen. Bei zu sauren Böden Gesteinsmehl oder Algenmehl streuen. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen die Sträucher pflanzen. Beete und Blätter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe übersprühen unter Zusatz von 1% Wasserglas. Neudovital spritzen. ENVIRepel. Vitanal.
  • Knollenbegonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Lilien. Keine nassen und windstille Lagen. Ganzjährig Schachtelhalmbrühe spritzen. Knoblauch als Mischkultur. ENVIRepel. Vitanal. Boden lockern, keine übermäßige Stickstoffdüngung. Keine Zwiebeln dorthin setzen, wo vorher Knollen standen. Gesteinsmehl vor allem bei sauren Böden.
  • Narzissen vernichten. Falls nicht schon geschehen, die Narzissen auf sonnige oder luftige Plätze umsetzen.
  • Paprika, Peperoni. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden locker halten und mulchen. Knoblauch beipflanzen. Für Luftbewegung sorgen. Nicht die Blätter beim Gießen benetzen. Schachtelhalmtee. Moosextrakt, ENVIRepel. Vitanal. Neudovital. Lebermooser. Elot-Vis.
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  • Pfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Rosen in Gartenerden. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Abstand einhalten, die Rosen dürfen sich nicht berühren. Nur Sonnenlagen auswählen. Neudovital-Rosenpilzschutz.
  • Schwertlilien. ENVIRepel. Vitanal. Boden durchlässig machen mit Sand, ggf. auch auf einem Wall pflanzen.
  • Strauchpfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit Moosextrakt. ENVIRepel. Moosextrakt. Lebermooser. Vitanal. Elot-Vis. In Gewächshäusern regelmäßig lüften.
  • Tulpen-Pflanzstelle jährlich wechseln. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl. Nur gesundes Pflanzgut verwenden. Luftiger, sonniger Standort ist optimal. Schweren Boden mit Sand auflockern. Verblühtes und verwelkte Blätter sofort abschneiden. Ausgegrabene Zwiebeln auf Befall prüfen, schnell trocknen lassen, danach trocken lagern. Blattwerk mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. - Diese Krankheit tritt immer häufiger auf. Auch Wildtulpen, die mehrere Jahre auf demselben Platz stehen, werden befallen. Plätze, auf denen Tulpen gestanden haben, sollen über Jahre nicht erneut mit Tulpen bepflanzt werden.
  • Veilchen. Genügend große Pflanzabstände einhalten, Pflanzen nicht zu tief setzen, die unteren Pflanzenteile müssen gut abtrocknen können. Nicht auf die Pflanzen gießen. Nicht abends wässern. Nicht stickstoffbetont düngen. Schachtelhalmbrühe, Neudovital.
  • Weinreben. Frühe Sorten wählen. Traubenwickler und Wespen bekämpfen. Traubenanzahl verringern und mehrmals mit Algenkalk oder Steinmehl stäuben, solange die Trauben sich noch nicht berühren. Neudovital. ENVIRepel. Vitanal. Blue Niagara + Golden Niagara (Fenzl) sind resistent. Moosextrakt. Lebermooser.
  • Zistrosen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit durch ständiges Lüften verhindern, Kondenswasserbildung vermeiden, damit Schadpilzen keine Angriffsmöglichkeit geboten wird. - Blattläuse sind möglich.
  • Zwiebeln. Lockerer Boden, weite Pflanzabstände. Fruchtfolge einhalten. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Jauche oder Stallmist. ENVIRepel. VITANAL.
  • Alle übrigen: Kein Laub befeuchten.
  • Alpenveilchen. Befallenes entfernen.
  • Begonien. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Bohnen, Brombeeren, Dahlien, Feldsalat usw.  Versuch mit Niem.
  • Erdbeeren. Knoblauchtee spritzen. Befallene Früchte und Pflanzenteile vernichten. Blätter nach Ernte abschneiden und vernichten. Moosextrakt. Lebermooser. Mit Gemisch aus Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gießen.
  • Kakteen. Unterhalb des Stängels abschneiden, ist der Pilzbefall an der Pflanzenbasis, die ganze Pflanze vernichten.
  • Knoblauch. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Paprika, Peperoni. Moosextrakt. Niem, Lebermooser. Befallenes abschneiden bzw. die gesamte Pflanze vernichten.
  • Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser, Niem, Pechnelkenextrakt
  • Tulpen. Vernichten.
  • Veilchen. Niem.
  • Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel spritzen. Niem. Moosextrakt. Lebermooser. Vi-Care