Mutterkorn [Claviceps purpurea]

Mutterkorn - Alternativnamen

Purpurroter Hahnenpilz, Ergot, Krähenkorn, Hahnensporn, Hungerkorn, Tollkorn, Roter Keulenkopf

Mutterkorn - Allgemeines

Claviceps purpurea Clavicipitaceae. Claviceps purpurea, MutterkornClaviceps purpurea, Mutterkorn
Bild von: Botanikus-CD

Sehr giftig.

Wirkstoffe: Ergotamingruppe (wasserunlöslich) - Ergotamin, Ergotamin-Ergosin, Ergosinin.
Ergotoxingruppe (wasserunlöslich) - Ergocristin, Ergocristinin-Ergocryptin.
Ergobasingruppe (wasserlöslich) - Ergobasin, Ergobasinin.
Daneben fettes Öl und Eiweißkörper.

Heilwirkung: In der Medizin wird das Mutterkorn selbst wegen des schwankenden Wirkstoffgehaltes nicht verwendet. Hingegen werden standardisierte Präparate oder Arzneimittel mit isolierten Wirkstoffen aus dem Mutterkorn verschrieben: Zur Behandlung von neurovegetativen Störungen, Erregungs- und Angstzuständen oder besonderen Schmerzzuständen (Migräne). Noch wichtiger ist aber die Wirkung auf den Uterus: Blutungen werden durch Mutterkornpräparate gestillt und auf dem Weg über das unbewußte Nervensystem wird die Gebärmutter zum Zusammenziehen angeregt.

Homöopathie: Secale cornutum wird verwendet bei: Migräne, Gehirnerschütterung, Durchblutungsstörungen des Gehirns, Diabetes, Durchfällen, Wehenschwäche, offenen Beinen und hohem Blutdruck. D 3 - D 6 sind die üblichen Dilutionen des Mittels. Nur der Arzt hat zu bestimmen, ob Secale genommen werden darf.

Mutterkorn ist sehr giftig und darf vom Laien nie selbst angewandt werden. Sofort unter dieser Rubrik: Erste-Hilfe-Maßnahmen.