Majoran [Origanum majorana] - Heilkunde

Majoran - Wirkstoffe

Das ätherische Öl, das in guter Ware etwa zu 0,6 bis 1,0 % enthalten ist, Bitterstoffe, Gerbsäure.

Majoran - Volksmedizin

Viele Ärzte verordnen es bei Magen-, Darm- und Gallebeschwerden. Verdauungsschwäche, Appetitlosigkleit, Durchfälle. Wertschätzung der Majoransalbe, früher stand sie hoch im Kurs.

Säuglinge können oft nicht schlafen, weil sie unter Magendruck oder Blähungen leiden. Da hilft meistens ein Fenchel- oder Kümmeltee. Es bewährt sich, die Nabelgegend mit etwas Majoransalbe einzucremen. Viele Mütter berichten, daß nach etwa 15 - 20 Minuten die Blähungen vergehen.

Volksmittel: Nervenkrankheiten, Bleichsucht, Erkältungskrankheiten mit Husten und Verschleimung, Asthma, Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und Krämpfen, Schnupfen, auch Heuschnupfen, Mundschleimhautentzündungen und Zahnfleischbluten - das sind die Heilanzeigen für den Gebrauch des Majorantees. Für die Salbe erweitert sich das Anwendungsgebiet. Man behandelt Nervenschmerzen, Verrenkungen und Verstauchungen, schlecht heilende Wunden, Geschwüre und Rheuma mit der Salbe.

Tee (Majorantee): 1 Teelöffel gepulverten Majoran übergießt man mit 1 Teelöffel Weingeist und läßt das Gemisch einige Stunden stehen. Dann gibt man 1 Teelöffel frische ungesalzene Butter dazu und erwärmt das Ganze im Wasserbad etwa 10 Minuten. Zuletzt seiht man durch ein Taschentuch und läßt abkühlen. Damit kann man die Nase außen und innen leicht einschmieren.

Majoran - Mögliche Nebenwirkungen

Überdosierung und zu langer Gebrauch (über ein bis zwei Wochen) können zu Kopfschmerzen und Benommenheit führen. Diese Begleiterscheinungen dürfte auf das ätherische Öl zurückzuführen sein.

Majoran - Homöopathische Anwendungen

Bei Störungen in der Sexualität, weil er eine besondere Wirkung auf das Nervensystem hat. Aber auch als Tonikum und Magenmittel. D4 - D6.

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