Lorbeerkirsche [Prunus] - Alle

Allgemein

Lorbeerkirsche - Alternativnamen

Kirschlorbeer

Lorbeerkirsche - Allgemeines

Prunus laurocerasus Rosengewächse. Sehr giftig.Prunus laurocerasus, LorbeerkirschePrunus laurocerasus, Lorbeerkirsche
Bild von: Botanikus-CD

Immergrüner Strauch, 2 - 3 m, er wird aber manchmal ein bis zu 8 m hoher Baum. Ledrige lorbeerähnliche Blätter.

Hauptbestandteile: 5 - 7 % Asche mit Aluminium, Arsen, Kupfer, Lithium, Zink. Äther. Öl, Gerbstoff, Prulaurasin.

Bei Vergiftungen: Erste Hilfe


Anbau

Lorbeerkirsche - Lage

Sonne - Vollschatten. Zierpflanze, liebt halbschattige oder schattige, windgeschützte (vor kalten Ostwinden!) Lagen, aber auch für sonnige, heiße und trockene Lagen geeignet, wenn er genügend gewässert wird. Niemals direkt an die Hauswand setzen, sonst Südlage vermeiden.

Lorbeerkirsche - Boden

Humoser, durchlässiger, etwas kalkhaltiger, auch sandiger Boden,

Lorbeerkirsche - Aufzucht

Abstand 50 - 60 cm. Blütenrispen 4 - 5 - 6, weiß, in langen Trauben. Früchte 8, kugelig, schwarzrot, giftig.

Als Hecke immer mit der Astschere schneiden, durchgeschnittene Blätter bekommen einen braunen Rand. Niemals streng formieren. Rückschnitt bis 30/35 cm über den Boden ist möglich. Für Bienenweide, Steingarten, Terrasse, Hecke und Grab. Er toleriert Vollschatten.

Blätter, Früchte und Rinde sind giftig, sie enthalten Blausäure. Wer einen guten Start beim Heckenschnitt will, sollte beim ersten Mal etwa die Hälfte zurückschneiden. Im weiteren Verlauf jedoch immer weniger Erfolg versprechend. Winterfest bis -20°.


Sorten

Lorbeerkirsche - Sorten

Etna Anbri. Highlights mit rötlichem Anflug an den Zweigspitzen. Immergrün. Cremeweiße Blüten und dunkelviolette Beeren. Den Namen verdankt er seinen immer rot gefärbten Austrieben - ein echte Besonderheit unter den Kirschlorbeeren. Ein dekorativer, immergrüner Strauch, der sich gut als auffällige Solitärpflanze oder auch als Heckenpflanzung eignet. Treibt auch nach dem Rückschnitt gut wieder aus. Blüte 5 - 6, Höhe 200 cm, Sonne, Halbschatten, winterfest.

Herbergii, aufrechter Wuchs, 2 - 3 m, Blätter dunkelgrün, länglich. Blüte weiß. Schattenverträglich, wächst auch unter Bäumen. Schnitthöhe 150 - 200 cm. Für Einzelstellung, Gruppe, Sichtschutz und Hecken. Pflanzabstand für Hecken 50 cm. Frosthart. Sonne, Halbschatten. Er sollte nicht in kalten Lagen aufgestellt sein. Boden schwach sauer bis alkalisch. Vor starker Wintersonne schützen. Bester Schnitt mit Handschere.

Otto Luyken, Blätter spitz mit stumpfen Grün, kompakt, breitbuschig, bis 100 cm. Blütenrispen weiß, 5 - 6. Dichter Wuchs. Für niedrige Hecken, 2 - 3 Pflanzen/lfdm. Sonne - Schatten. Winterhart.

Rotundifolia hat große Blätter, hellgrünes Laub. Schnell wachsend. Friert in kalten Wintern zurück, treibt aber wieder aus. Halbschatten, auch unter Bäumen. 3 - 4 m. Schnitthöhe 150 - 300 cm. Pflanzabstand für Hecken 75 cm. Halbschatten, Bienenpflanze, winterfest.

Schipkaensis Macrophylla, aufrechter, breiter Wuchs, große Blätter, dunkelgrün, glänzend, bis 200/250 cm. Blüte weiß. Schnell wachsend, Solitärstaude. Winterhart. Blüht oft auch im Herbst.

Zabeliana, nur 2 m, Wuchs fast horizontal, Zweige leicht überhängend, Blätter nur 2 cm breit und 12 cm lang, weidenähnlich, hellgrün, sehr gesund. Sie blüht manchmal zweimal im Jahr.

 

Prunus caucasica, Kaukasischer Kirschlorbeer. Blätter dunkelgrün, länglich. Ähnlich Rotundifolia, aber frosthärter. Schnitthöhe 150 - 300 cm. Pflanzabstand bei Hecken 75 cm.

Prunus lusitanica. Portugiesischer Lorbeer. Er hat kleinere Blätter, Behandlung wie vor. - Kirchlorbeerpflanzen können auch im Kübel gehalten werden.

Prunus Mount Vernon, Blätter glänzend dunkelgrün, Zwergform, 30 cm hoch, aber sehr breit. Halbschatten, Schatten. Winterfest.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Schrotschusskrankheit [Clasterosporium carpophilum]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aprikosen, Kirschbäume, Pfirsichbäume, Pflaumen-Zwe... Vorkommen in regenreichen Gegenden: Auf neuen Blättern rotbraune, runde Flecken (aber nicht mit hellgrünen Rand wie bei Bakterienbrand), die später zu Löchern werden. Befallene Blätter vertrocknen und fallen im Juni oder Juli ab. Die unteren Baumteile sind meist stärker befallen. Bäume können schon im Sommer kahl sein. Gelegentlich infiziert der Pilz auch Zweige (junge Triebe haben Risse) und Früchte, dann kommt es zu leichtem Gummifluß. Früchte haben rotumrandete Flecken und trichterförmige Einbuchtungen, können auch verkrüppelt sein. Ganze Äste können dadurch absterben. Gefährdung ab 5 - Ende Vegetationsperiode. Kirschbäume: Der Pilz überwintert an den befallenen Zweigen und im Laub. Befällt auch Kirschlorbeer, Mandelbäumchen, Pfirsiche, Pflaumen und Zwetschen.

Kentiapalme, Palme. Pilzbefall, Brandpilz?. Kleine gelbliche und transparente Flecken, die später dunkler werden. Danach wird das ganze Blatt trocken und stirbt ab.

Kirschlorbeer, Lorbeerkirsche: Rote Flecken auf den Blättern nach Austrieb durch Infektion verschiedener Pilze. Die Flecken werden größer und fallen heraus. Der Befall beginnt am Blattrand.

 

Aprikosen. Stark befallene Triebe zurückschneiden.

Kirschbäume. Schachtelhalmtee + Netzschwefel. Infiziertes abschneiden und vernichten. Blätter einsammeln. Aus den Blättern Jauche machen und versucht, im unteren Bereich mit Hornkieselpräparaten zu spritzen.

Kirschlorbeer. Neudovital. Schachtelhalmtee und Netzschwefel.

Pfirsichbäume. Stark befallene Triebe zurückschneiden.

Kirschbäume. Rechtzeitiger Rückschnitt bis tief in das gesunde Holz. Kronen auslichten, bei alten Bäumen Verjüngungsschnitt vornehmen. Alles Befallene (Falllaub und Früchte) vernichten. Stark befallene Triebe zurückschneiden. Mulchen der Baumscheibe und bepflanzen mit Farn, Knoblauch oder Zwiebeln. Fruchtmumien entfernen. Ausreichend wässern. Zurückhaltend, aber ausgewogen düngen. Baumanstrich mit Lehm (Brisiacum). Neudovital spritzen 3% vor Austrieb, 1% bei Austrieb. Schachtelhalmspritzung vor der Blüte. Gerema soll weitgehend resistent sein.

Kentiapalme. Palme. Befallene Blätter sofort abschneiden und vernichten. Ggf. Palme heller stellen. Blätter spritzen mit Algan oder SPS.

Kirschlorbeer. Befallenes abschneiden und vernichten. Nicht stickstoffbetont düngen.