Lagerströmien [Lagerstroemia] - Alle

Allgemein

Lagerströmien - Alternativnamen

Kräuselmyrten, Kreppmyrten

Lagerströmien - Allgemeines

Lagerstroemia indica. Kübelpflanze. Weiderichgewächse.

Vollsonniger, heißer Platz möglichst vor einer Wand. Gleichmäßig wässern im Sommer, vor allem während der Knospenbildung muss der Ballen immer feucht sein, damit die Blüte umso früher ist im Spätsommer. Höhe ein bis zwei Meter. Düngung wöchentlich von Frühjahr bis E 9. Blüte, wie Krepppapier gekräuselt, frühestens ab 8, rosa, rot, violett und weiß, in endständigen Rispen an neuen Trieben, die dann verblassen. Bei zu trockenem Stand werfen sie ihre Blütenknospen ab. Nach der Blüte oder im zeitigen Frühjahr kräftig zurückschneiden, sie blühen nur an den kräftigen, vierkantigen Trieben. Bei Bedarf auslichten, damit das Krankheitsrisiko gemindert wird. Im Freien vor Regen schützen, sie sind nicht regenfest.

Überwinterung hell bei höchstens 10°, auch im dunklen Raum. Der Bedarf der laublosen Kronen ist als sehr gering anzusetzen, Staunässe muss allerdings vermieden werden. Nach dem Knospenabwurf sollten Sie die Kübelpflanze zurückschneiden. Je kräftiger die neuen Triebe sind, umso reicher wird die Blüte. Der Ballen kann ab und zu durchfrieren. Im Weinbauklima kann sie auch im Freien mit Winterschutz überwintern, sie verträgt bis -15°. Kopfstecklinge bewurzeln recht schnell. Gepflanzt werden sie vorzugsweise in hochwertige, mit Blähton gemischter Kübelpflanzenerde.

Lagerstroemia speciosa trägt große Blüten in dunkelpurpur, sie ist noch wärmebedürftiger.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Blattläuse [Aphidoidae, Sternorrhyncha]

Blattläuse sind Schwächeparasiten. Unterschiedliche Größen und Farben der Blattläuse, einige sehen wie gepudert aus (Wachs). BlattläuseBlattläuse

Es gibt etwa 800 verschiedene Arten. Befallen werden Balkon- und Kübelpflanzen, Bäume, Gemüse, Knollen- und Zwiebelgewächse, Kräuter, Obst, Sommerblumen, Stauden, Ziergehölze.

Verwandte Arten: Blutläuse.

Entwicklung der meisten Arten:

Überwinterung als Ei in Borken oder an Bodenkräutern - daraus entstehen im Frühjahr die Stamm-Mütter, die ohne Befruchtung lebende Junge (Larven) hervorbringen. Diese Kopien ihrer Mütter sind innerhalb 8 - 14 Tagen ausgewachsen, so dass viele Generationen im Jahr entstehen. Im Herbst, nach 9 Generationen, entstehen Männchen und Weibchen, nach der Befruchtung werden nur noch schwarze Wintereier gelegt, die jedes Winterwetter überleben. Sie sind vor allem an den einjährigen Trieben zu finden. Bei widrigen Verhältnissen, z.B. Überbevölkerung oder Erkrankung der Wirtspflanze, werden geflügelte Läuse, bis zu 5 Stück/Tag je Ameise, ausgebildet, die ab Mai neue Kolonien gründen. Bei einem Angriff von Fressfeinden sondern die attackierten Blattläuse einen Alarmstoff, Beta-Farnesen, ab, der ebenfalls zu geflügelten Nachwuchs führt. Diese Exemplare lassen sich am liebsten auf jungen Trieben und Blättern nieder. Einige Arten wechseln vom Winter- auf einen Sommerwirt. Die meisten sind monophag, sie saugen nur an einer Pflanzenart.

Blattläuse erscheinen gleichzeitig mit dem Aufblühen des Hartriegels und des Pfaffenhütchens, besonders zahlreich nach milden Wintern. Sie schaden durch Übertragung von Viren, durch Saugen von Pflanzensaft und Abgabe schädlicher Stoffe in die Saftbahnen. Läuse müssen mehr zuckerreichen Saft aufnehmen, als sie verdauen können, da er arm an Eiweiß ist, den sie dringend benötigen. Der Überschuss an Zucker wird mit dem Kot als sog. Honigtau ausgeschieden. Warme und trockene Witterung, vor allem im Frühjahr, und Lagen, in denen sich die Sommerhitze staut, fördern den Befall.

Besonders schädlich sind die Bohnenblattlaus, die auch an Dahlien, Gurken, Roter Bete und Saubohne saugt, manchmal sogar an Obstbäumen; die mehlige Kohlblattlaus, die mehlige Pflaumenlaus und die grüne Pfirsichblattlaus, die auf mehreren hundert Pflanzen zu finden ist, z.B. auf Gurken, Kartoffeln, Kohl und Obstbäumen, besonders auch auf Topfpflanzen. Die 3 mm großen Weibchen bringen auf dem Blumenfenster eingeschlechtlich junge Larven zur Welt, etwa 150 Stück je Muttertier. Die Jungtiere sind nach 14 Tagen ihrerseits fähig, lebende Läuse zu gebären, sie sind identisch mit ihrer Mutter. Diese Blattlausart hat die höchste Resistenz gegen Insektizide.

Blattlauseier vertragen Winterkälte bis -25°, die Tiere selbst verkraften -10°. Läuse warnen sich gegenseitig bei Gefahr.

Wie die Blattläuse saugen sie an den Leitungsbahnen der Pflanzen, sie sind am schädlichsten. Größe 2 - 4 mm. Diese Insekten haben zwei Flügelpaare, die dachförmig dem Körper aufliegen. Sie sind im Sommer hellgrün, werden im Laufe des Jahres bronzefarben. Ihre Eier legen sie im Mai ab, sie sind an kleinen Fäden befestigt, die sie mit Hilfe eines Legebohrers in das Gewebe drücken. Sie kommen vor an den Blüten und jungen Blättern vieler Pflanzen. Befallen werden z.B. Apfel, Birne, Buchsbaum, Fichtengallenlaus, Kirschblattlaus, Möhren, Pflaumenblattlaus, Johannisbeerenblattlaus, Himbeerblattlaus, Rosenblattlaus, Erbsenblattlaus, Zwerglaus und andere Ziergehölze. Alle Stadien, Ei, Larve und erwachsenes Tier, können überwintern, meistens wechseln die erwachsenen Tiere dazu über in Nadelhölzer.- Durch Blattflöhe können gefährliche Krankheiten wie Birnenverfall und Feuerbrand übertragen werden.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Blattläuse verursachen Blattblasen, Blattverkrüppelungen, Einrollen, Gelbfleckigkeit, Wachstumshemmung und Krümmung der Triebspitzen. Auch die Blüten zeigen mangelhafte Entwicklung. Die Blattläuse scheiden Honigtau aus, der von Bienen und Ameisen aufgenommen wird, aber auch dem Rußtaupilz als Nahrung dient. Dadurch kommt die unansehnliche schwarze Verfärbung zustande, die der Pflanze die Atmung und das Wachsen erschweren.

Aprikosen, Pfirsichbäume. Hellgrüne Laus, durch Wachspuderschicht mehlig aussehend. Große Mengen auf Blattunterseite. Rußtaubildung.

Geißblatt. Stagona xylostei. Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt, es gibt einige klebrig-glänzende Stellen. Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben und scheiden gleichzeitig schädliche Stoffe aus, wonach sich die Blätter einrollen.

Kakteen. Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt, es gibt einige klebrig-glänzende Stellen. Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben und scheiden gleichzeitig schädliche Stoffe aus, wonach sich die Blätter einrollen. Zimmerpflanzen werden oft befallen.

Kirschen. Schwarzbraun-glänzend oder schwarz an den Blattunterseiten. Die Lausart, die die Süßkirschen befällt, sitzt an der Unterseite der Blätter, die sich dadurch nach unten einrollen. Die andere Art, die die Sauerkirschen befällt, sitzt mehr an den Blatt- und Fruchtstielen, wodurch die Früchte klein bleiben. Ggf. Rußtau als Folge. Die Läuse wandern im Sommer auf Kräuter ab. Nebenwirt Ehrenpreis, Labkraut, Tausendgüldenkraut. Überwinterung in Baumrinde und in Fruchtholznähe. Hauptgefahr ab Blattaustrieb bis 8. 

Kohl. Brevicoryne brassicae. An den Blattunterseiten Kolonien von grünlichen, wie mit Mehl überstäubten Läusen. Die schwarzen Eier werden im September an die Kohlstrünke oder an andere Kreuzblütler abgelegt, sie überwintern. Die Läuse schlüpfen im April, es gibt mehrere Generationen, da die jungen Läuse schon nach einer Woche gebärfähig sind und alle 1 - 2 Stunden neue Junge hervorbringen. Erst nach über 20 Generationen werden männliche Tiere geboren, danach legen die befruchteten Weibchen Eier. Sie vertragen auch hohe Kältegrade, ihre Entwicklung im Frühjahr wird aber stark von nassem, kaltem Wetter eingeschränkt, durch Wärme stark gefördert. Der Befall im Garten kommt meistens von außen, von anderen winterharten Kreuzblütlern.- Durch ihr Speichelsekret kräuseln sich die Blätter, verfärben sich gelb bis violett, rollen sich ein. Befallene Herzblätter kümmern. Starke Schädigung durch Saugtätigkeit. Weitere Folge: Rußtau, Virusinfektionen, z.B. Blumenkohlvirus.- Auch andere (wilde) Kreuzblütler werden befallen. - Sie gilt als das fruchtbarste Tier auf der Erde.

Liguster. Die Blattläuse sind glänzend gelbgrün. Ihre Eier überwintern an den Trieben, die Larven schlüpfen im Sommer und bilden große Kolonien. Durch ihr Saugen rollen sich die Blätter ein und verfärben sich, später fallen sie ab.

Pelargonien. Sie treten auf bei Aulacorthum pelargonii und schädigen durch ihr Saugen die Pflanzen. Sie sind blattoberseits aufgewölbt, sie schädigen evt. auch durch Viruskrankheiten.

Rote Bete. Bohnenblattlaus.

Senf, Schwarzer. Brevicoryne brassicae. An den Blattunterseiten Kolonien von grünlichen, wie mit Mehl überstäubten Läusen. Die schwarzen Eier werden im September an die Stängel in Bodennähe abgelegt, sie überwintern.

Boden locker halten, bei Bedarf wässern, Pflanzenstärkungsmittel wie Ackerschachtelhalm, Brennessel, ENVIRepel spritzen. Zugluft im Frühjahr vermeiden. Mulchen.

Stickstoffüberdüngung ist eine der häufigsten Ursachen, ebenso auch Nährstoffmangel. Gelbgrün oder schwächlich aussehende Blätter werden deutlich mehr heimgesucht als solche mit kräftigem Grün, da sie eine leichtere Beute sind. Stickstoffüberdüngung führt zu einem hohen Anteil von freien Aminosäuren und Zucker im Zellsaft, vor allem die Jungtriebe haben gegenüber den älteren Blättern einen noch höheren Gehalt dieser Substanzen und da sie außerdem ein weicheres Gewebe haben, siedeln sich hier die Läuse besonders gern an. Das gilt auch für andere Schädlinge, die an Blättern saugen oder fressen. Zimmerpflanzen dürfen ebenfalls nicht stickstoffbetont gedüngt werden. - Wenn die zuerst auftretenden Blattläuse sofort dezimiert werden, wird auch der weitere Befall stark eingeschränkt.

Kirschen. Abstreifen oder Abspritzen mit starkem Kaltwasserstrahl. Spritzen mit: Kochwasser von Kartoffeln, Zwiebelschalentee, Rhabarberblättertee, Knoblauchbrühe, Rainfarntee, Wermuttee, Quassiaholzbrühe, Schmierseifenbrühe, gärende Brennesselbrühe. Tomatenjungpflanzen bei niedrigen Bäumen anpflanzen. Natronlösung. Stäuben mit Algenkalk oder Steinmehl. Neudosan, Schädlingsfrei Naturen, Parexan, Niem.

Kirschen. Förderung von Vögeln, Marienkäfern, Schweb- und Florfliegen, Schlupfwespen, Raubwanzen. Boden lockern, mulchen. Weißölspritzung vor dem Austrieb. Kapuzinerkresse anpflanzen. Ameisen fernhalten durch Leimgürtel oder Brennessel um den Stamm herum. Frühe Sorten anpflanzen.

Kohl. Spruzit 1% mit Algan 0,3%. Kaltwasserstrahl. Spritzen mit Farnkrautextrakt oder Schmierseifenbrühe (Letztere nicht kurz vor der Ernte). Spritzen mit Brennesseljauche oder Neudosan (ein Spritzer Algan erhöht die Wirkung). Rhabarbertee. Niem. Hautflügler Diaeretiella rapae (Fachhandel). Weiße Korianderblüte gegen Kohlblattläuse.

Möhren. Diese Blattlaus befällt das Blattwerk im Sommer. Später wechselt sie zu ihrem Winterwirt, der Weide, und legt dort ihre Eier ab. Auch andere Doldenblütler werden befallen. (Giersch).

Einsatz von Nützlingen:

Blattlausfliegen, Blumenwanzen, Florfliegen, Gallmücken, Hundertfüßler, Kurzflügler, Laufkäfer, schwarze Marienkäfer mit roten Flecken, ebenfalls deren Larven, Ohrwürmer, Raubkäfer, Raubwanzen, Raupenfliegen, Schlupfwespen, Schwebfliegenlarven (unterstützen durch Anbau von Ringelblumen und Tagetes), (Wolf)-Spinnen. Vögel (u.a. Grasmücken, Hausrotschwänze, Kleinspechte, Laubsänger, Meisen, Sperlinge, Stieglitz), Weberknechte, Weichkäfer,

Im Gewächshaus, aber auch bedingt im Freien, sind Florfliegenlarven Chrysoperla carnea nützlich.

Nur im Gewächshaus verwenden: Räuberische Gallmücken Aphidoletes aphidimyza, Schlupfwespen Aphidius colemani, matricariae. Zu beziehen über den Fachhandel. Bei Einsatz von Gallmücken sollte die Temperatur 10° nicht unterschreiten. Gegen geflügelte Läuse helfen Gelbsticker oder mehrere breite Tesa-Klebestreifen, die längsseits am Gestänge des Gewächshauses angeheftet werden, mit der Klebfläche nach innen zeigend.

Raubwanzen durch den Fachhandel, ebenso den Pilz Verticillium lecanii bei Paprika, Peperoni und Chrysanthemen.

Abwehrende Pflanzen:

Bohnenkraut bei Bohnen, Borretsch, Brennessel auf Baumscheiben, Dill, Gartenkresse bei der Abwehr von Pflanzenbefall, (nicht rankende) Kapuzinerkresse als Mischkultur bei allen Gemüsen und auf Obstbaumscheiben, Kerbel, Lavendel (Rosen), Majoran, Mottenkönig, Rainfarnzweige, Salbei (Rosen), Sumpfblume, Tagetes auf Baumscheiben, Thymian, Wermut, Ysop. - Fangpflanzen: Kapuzinerkresse, Melde; Fleißige Lieschen ziehen Blattläuse magisch an. Teilweise helfen sich die Pflanzen selbst, indem sie ihren Säften abwehrende Stoffe beimischen oder freie Aminosäuren vermindern, so dass den Parasiten nicht genügend Nahrung verbleibt. Andere Pflanzen geben Lockstoffe (z.B. ätherische Öle) an Blattlausfeinde.

 

Abbrausen mit lauwarmem Wasser. Boden- und Lichtbedürfnisse der Pflanzen berücksichtigen. Mischkultur mit Kapuzinerkresse bei Obstbäumen oder gefährdeten Pflanzen, sie wirken als Köder. Abstreifen mit einer Rosenbürste. Abspritzen mit scharfem Strahl oder Abstreifen mit der Hand. Befallene Triebspitzen abschneiden. Stäuben mit Algenkalk, Gesteinsmehl, Holzasche oder Maizena. Spritzen mit Ammoniaklösung oder Brennesselauszug, Basilikumtee bei Topfpflanzen. Spritzen mit Ammoniaklösung oder Brennesselauszug, Farnkrautauszug, Kapuzinerkressetee, Kartoffel(schalen)brühe, Kerbel, Knoblauchauszug, Milch-Wassergemisch 1 : 1, Natronlösung, Naturseifenbrühe 2-3% + Kölnisch Wasser, Niemsamen, Quassiaholzbrühe, Rainfarntee, Rapsöl,Rhabarberblättertee , , Celaflor Schädlingsfrei Neem, Celaflor Gelbstecker (Falle), Schmierseifenbrühe (nicht bei Salat), Tomatensud, Paraffin-Weißöl (auch bei Woll- und Schildläusen, Austriebsspritzung Sträucher und Obstbäume), Wermuttee, Zwiebelschalentee. Vergrämen: 20 Tropfen Teebaumöl auf 1 l Wasser + Emulsionsmittel (Apotheke). Gelbsticker gegen geflügelte Läuse. Mit Wattebausch oder -stäbchen, in Spiritus getränkt, Läuse, Schildläuse und Blutläuse an Topfblumen abstreifen.

Läuse überleben nicht in einem alkalischen Milieu. Da Ameisen die Blattläuse schützen, herumtragen und deren Honigtau fressen, müssen sie gleichzeitig bekämpft werden. Ein gutes Mittel sind z.B. Tomatenpflanzen, die in der Nähe von Aprikosen- und Pfirsichbäumen Ameisen abwehren. Regelmäßig Algan 0,3% spritzen und Brennesseljauche gießen. Der Standort sollte hell, aber nicht heiß sein. Zurückhaltend gießen bei Bedarf. Gelbsticker gegen geflügelte Blattläuse, Ammoniak- oder Natronlösung. , Raptol Schädlingsspray oder Spruzit. Räuberische Gallmücken Aphidoletes aphidimyza, Schlupfwespen Aphidius (Wintergarten) oder Florfliegen Chrysopa carnea (Fachhandel) einsetzen. Auf ausreichende Kaliumdüngung (z.B. Beinwell, Steinmehl) achten, macht das Gewebe fester.

Abwehr: Natürliche Feinde sind Ohrwürmer, Raubwanzen, Schlupfwespen, Spinnen. Katzenminze hält sie ab. Bäume jährlich schneiden. Rainfarn- oder Wermuttee spritzen. Meistens hilft kräftiges, wiederholtes Abbrausen. Niemsamen.

Kohl. Boden lockern, mulchen, bewässern. Keine stickstoffbetonte Düngung. Überdüngte oder unterversorgte Pflanzen werden besonders stark befallen wegen erhöhter Nachkommenschaft. Brennesseljauche gießen. Mulchen. Regelmäßig wässern. Insektennetz. Schachtelhalmbrühe spritzen. ENVIRepel. Mischkultur mit Bohnenkraut, Buschbohnen, Kapuzinerkresse oder Koriander. Rettiche als Lockpflanze säen. Geschlossene Grünflächen ohne Braun werden weniger heimgesucht. Kohlstrünke nach der Ernte entfernen und vernichten, spätestens bis E 3.

Fördern: Florfliege, Gallmücke, Marienkäfer, Raubwanzen, Schlupfwespen, Schwebfliegen. Im Gemüsegarten deshalb vielfältige Blumen ansiedeln.

Ligusterblattlaus. Natron, Neudosan, Niem

Werden Brennessel auf die Baumscheibe gepflanzt, werden die Blattläuse abgehalten.

Blattläuse werden vertrieben durch Kartoffeln, Kerbel, Knoblauch, Lavendel und Salbei.

Grauschimmel [Botrytis cinerea usw.]

Botrytis cinerea u.a., Schwächeparasit.

Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab, danach entstehen große rotbraune Flecken auf Blättern und Früchten. Viele Früchte sehen zuerst glasig aus.

Blätter schrumpfen von der Spitze her. Die Pilze überwintern als Myzel auf abgestorbenen Pflanzen. In warmen, nassen Jahren besonders aktiv.

Es gibt viele Botrytisarten. Befallen werden besonders: Bohnen (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Brombeeren, Erdbeeren (Blüten werden infiziert, Früchte sind grau befallen, werden braun und faulen), Gurken (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Himbeeren, Kopfsalat (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Spargel (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Tomaten (grauer Pilzrasen, danach Fäule. Helle Ringe auf den Früchten), Weintrauben, Zwiebeln; Begonien, Blausterne, Cyclamen (besonders gefährdet), Dahlienblüten, Fuchsien, Geranien, Gladiolenknollen, Herbstzeitlosen, Inkalilie, Kaphyazinten, Kugelamarant, Lilien, Mittagsgold, Narzissen (Narzissenfeuer), Pfingstrosen, (Triebe und Knospen werden welk, Stängel werden unten braun, faulen), Primeln, Rosen, Schneeglöckchen, Staticen, Tigerblumen, Tulpen (Tulpenfeuer), Vergissmeinnicht, Zinnien, Zucchini (die Enden der Früchte werden gelb, sie bleiben dünner als der Stiel-Teil).

Der Pilz befällt vor allem weiche Früchte und Blüten. Grauschimmelfäule an Fichten und Tannen: Junge Triebe hängen herab. An den Nadeln sind graubraune Pilzfäden mit silbergrauen Sporen.

Der Pilz tritt im Freien wie unter Glas auf. Feuchte Luft oder Erde fördern den Befall.

Die Sporen sind überall vorhanden und keimen auch auf gesundem Gewebe. Eindringen können sie erst, wenn das Pflanzengewebe geschwächt oder zu stark gedüngt ist, besonders gern bei Stickstoffüberdüngung (Schwächeparasit).

SchadbildVorbeugungBekämpfung
  • Alpenveilchen. Auf allen Pflanzenteilen faule, nasse Flecken, bei starkem Befall ist auch ein grauer Schimmelschleier zu sehen.
  • Basilikum, Begonien, Besenheide, Blauglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Dahlien, Erbsen, Erika, Eukalypten usw. Befall der Keimlinge. Grauschimmel. Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab. Botrytis cinerea.
  • Bohnen. Botrytis fabae. Schwächeparasit. Der Pilz überwintert als Myzel auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Infektion besonders in nassen Jahren. Besonders betroffen sind Blätter und Hülsen, die später faulen.- Betroffen sind von den verschiedenen Botrytis-Pilzen auch andere Pflanzen wie Begonien, Cyclamen, Dahlien, Erdbeeren, Gladiolenknollen, Gurken, Himbeeren, Kopfsalat, Pelargonien, Primeln, Tulpen, Weintrauben, Zwiebeln usw.
  • Brombeeren. Weißer oder hellgrauer Belag auf den Früchten. Faulen. Der Pilz dringt schon während der Blütezeit in die Pflanze ein. Feucht-warmes Wetter fördert den Befall. Der Pilz überwintert an Fruchtmumien, an abgestorbenen Blattstielen und an den Ruten. Er kann auch Erd- und Himbeeren befallen.
  • Erdbeeren. Botrytis cinerea. Schwächeparasit. Infektion der Früchte über die Blüten, vor allem die Kelchblätter, sie ist also schon erfolgt, wenn sie noch nicht sichtbar ist. Hauptinfektionsquelle ist verdorrtes Erdbeerlaub. Graubraune Flecken auf den Früchten, später grauer Pilzrasen auf der ganzen Frucht, rotbraune Flecken auf den Blättern. Knospen und Blütenstiele werden bräunlichschwarz, Blüten oder Früchte hängen herunter. Feuchte Witterung und Temperaturen von 15 - 20° fördern die Krankheit. - Befällt auch Himbeeren und Brombeeren (siehe dort) und überwintert an abgestorbenen Fruchtmumien oder Blattstielen am Boden.
  • Kakteen. Botrytis. Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab.
  • Lilien. Botrytis elliptica und cinerea. Kleine braune oder grüne glasige Flecken an Blüten und Knospen, die sich schnell vergrößern. Faulstellen. Verkrüppelte Blüten, die sich nicht öffnen. Auf den Zwiebeln befinden sich kleine schwarze Stellen (Dauerkörper). Die Pflanzen können bei Nässe absterben. Wärme und Feuchtigkeit begünstigt. Weiße Lilien (Madonnenlilien) sind besonders gefährdet, auch Gladiolen, Iris und Tulpen; in geringerem Maße Herbstzeitlose, Hyazinthen und Schneeglöckchen..
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit. 
  • Pfingstrosen. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.Strauchpfingstrose. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.
  • Tulpen. Blatt- und Sproßteile kümmern, die Blätter sind verbogen und faulen ab, ebenso die jungen Triebe (Tulpenfeuer). Nur spärlicher Blütenaustrieb oder ausbleibend. Grauer Schimmelrasen, vor allem Frühsorten treiben nicht richtig aus. Zwiebel faulen, deutlich sichtbar sind die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien). Die Blätter haben glasige Stellen. Bei feuchter Witterung (Dauerregen) erhöhte Befallsgefahr.
  • Veilchen. Siehe unter Graufäule (Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab) und 'Mehltau, echter' (Auf der Oberseite kleine, weißgraue Flecken, die zusammenfließen, oft auch beidseitig. Die Blätter werden braun, trocknen ein, sterben ab).
  • Weinreben. Botrytis cinerea. Sauer-, Stiel- und Edelfäule. Feuchtes Wetter begünstigt, besonders bei angefressenen oder durch Hagel beschädigten Beeren (Sauerfäule). Grauer Pilzrasen auf allen Pflanzenteilen. Die Gescheine können abgetötet werden mit nachfolgendem Sauerwurmfraß. Geringer Befall kurz vor der Ernte ist oft erwünscht (Edelfäule). Sie erhöht den Zuckeranteil. - Befallenes Holz bzw. das Fallaub kann im nächsten Jahr zum Ausgangspunkt neuer Infektion werden. Grün-/Rosafäule ist eine Sekundärinfektion nach dem Grauschimmel. Voraussetzung ist feuchte Witterung 9/10. Die Trauben verfärben sich.

 

Vorbeugende Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, ENVIRepel, Myco-Sin (Erdbeeren, Wein), Ulmasud B im Wein- und Hopfenbau. Biofa Kiesel flüssig. Phytovit gegen Grauschimmel an Gurken. Elot-Vis. Schwächeparasit, daher müssen die Wachstumsbedingungen den Bedürfnissen angepasst werden. Nur morgens gießen, nicht auf die Pflanzen. Feuchtwarmes Wetter erhöht die Infektionsgefahr. Keine stickstoffbetonte Düngung, Bodenlockerung, Pflanzabstände einhalten, regelmäßig wässern, auf Licht und Luft achten im Gewächshaus. Besonders gefährdet sind die Pflanzen, wenn nach unterlassener Lüftung die Luft im Gewächshaus feucht wird und in der folgenden Nacht die Temperatur stark absinkt. Sobald sie unter den Taupunkt absinkt, lagert sich überall Nässe ab. Durch Heizen während der kalten Nächte kann dies weitgehend verhindert werden.

Topfpflanzen nur mäßig gießen im Winter. Für Helligkeit und regelmäßige Lüftung sorgen. Zu dichtes Laubwerk zurückschneiden. Genügend Abstände lassen zwischen den Pflanzen. Abgefallenes und Befallenes sofort entfernen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Pflanzenstärkungsmittel anwenden.

Regelmäßig auf Befall kontrollieren. Setzlinge mit Algenextrakten und Brennesseljauche fördern, vorher Wurzelbad. Erdbeeren mit Stroh abdecken. Auf richtige Sortenwahl achten. Sauren Boden mit Gesteinsmehl (siehe Steinmehle, vor allem Basaltmehl) verbessern. Knoblauch zwischen gefährdete Kulturen setzen. Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm) vorbeugend spritzen, ggf. 1% Wasserglas zumischen bei Beeren und Reben. Zwiebelschalen- oder Knoblauchtee. Moosextrakt. Lebermoser. (Moosextrakt und Lebermooser nur bei Erdbeeren, Weinreben, Paprika, Tomaten, Salat und Blumen, jeweils tropfnass alle 10 - 14 Tage besprühen). Neudovital. Befallene Erde desinfizieren mit Kalkstickstoff. Pechnelkenextrakt. - Siehe auch unter den einzelnen Pflanzen.

 

  • Alpenveilchen. Regelmäßig lüften, Pflanze beim Gießen nicht befeuchten, hellen Standort wählen.
  • Basilikum. Kompost einbringen vor der Aussaat.
  • Begonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Besenheide. Niemals Laub befeuchten beim Gießen.
  • Blauglöckchen. Keine stickstoffbetonte Düngung.
  • Bohnen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Bodenverbesserung mit Gesteinsmehlen und Algenmehl, der pH-Wert darf nicht zu sehr im sauren Bereich sein. Schachtelhalmbrühe spritzen. Sortenwahl. Jungpflanzen durch Wurzelbad stärken, z.B. in Schachtelhalmbrühe. Bodenbearbeitung, lockern, lüften, ausreichend wässern (nur morgens). Weite Pflanzabstände einhalten. Mulchen.
  • Brombeeren. Weite Pflanzabstände, auslichten. Krankes herausschneiden und vernichten. Widerstandsfähige Sorten anpflanzen, z.B. Wilsons Frühe oder Dirksen Thornless. Chester Thornless ist im Herbst anfällig. Stickstoffbetonte Düngung vermeiden. Bei sauren Böden mit Steinmehlen düngen. Boden locker halten. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Schachtelhalmtee spritzen. Neudovital spritzen.
  • Dahlien. Nicht die Blätter und Stängel beim Gießen anfeuchten. Nur morgens wässern. Ausreichende Abstände einhalten.
  • Erdbeeren. Junge Setzlinge in Schachtelhalmbrühe tauchen. Im Jugendstadium mit etwas Brennesseljauche und Algenmehl stärken. Wenig Stickstoff, vor allem kein Stickstoff im Frühjahr, keine Überdüngung. Kieselsäurehaltiges, kalkarmes Gesteinsmehl. Dichte Stauden etwas entlauben. Knoblauch oder andere Zwiebelgewächse zwischen den Erdbeeren anpflanzen, deren Senfölgehalt wirkt gegen den Pilz. Mit Stroh oder Holzwolle die Pflanzen umgeben, so daß die Früchte trocken liegen, spätestens, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. Kalibetonte Düngung. Sortenwahl: Anfällig sind Diana, Elvira, Korona, Lambada, Ostara und Senga Sengana. Weniger anfällig sind: Bogota, Capitola, Confitura (Häberli), Cornelia Pötschke, Darflash, Elvira, Florika (Baldur, Häberli), Framura, Gorella, Joghana, Machern, Mara des Bois, Milprima, Onebor - Marmolada, Pegasus (Häberli), Splendida, Tenira. - Die Monatserdbeere Florika gedeiht auf guten Gartenböden, bei übermäßiger Düngung wird sie jedoch auch von Graufäule befallen. - Spätestens im dritten Jahr Standort wechseln, bei hohem Befallsdruck jedes Jahr. Auslichten (Starker Blattwuchs nach Stickstoffdüngung). Pflanzen vor der Blüte mit Steinmehl bestäuben. Nur düngen in der dritten und vierten Woche nach der Pflanzung und nach der Ernte. Nur morgens wässern, nicht während der Erntezeit. Schwarze Mulchfolie (verfrüht auch die Ernte, hält das Beet unkrautfrei), weite Pflanzabstände, sonniger Standort. Sorten mit Blütenständen, die die Blätter überragen, wählen (Elvira, Polka, Tenira, Florika), widerstandsfähig sind Capitola, Florika, Joghana. Befallenes, kranke Früchte sofort entfernen, spätestens im Frühjahr auch alten Mulch, Strohreste. Verdorrte Blätter und Ausläufer usw. entfernen und verbrennen. - Vorbeugend spritzen mit Rhabarber-, Goldrute-, Ackerschachtelhalm-, Knoblauch- oder Zwiebelschalentee; mit fettarmer Milch, Molke, Kompostextrakten, immer mehrmals vor der Blüte dreimal wiederholen, später immer in die Blüten spritzen. 5 x mit Schachtelhalmbrühe spritzen: 1 x vor der Blüte, 1 x während der Blüte, 3 x nach der Ernte. Mit Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gemischt spritzen. Neudovital Obstpilzschutz vor dem Austrieb spritzen, alle Pflanzenteile müssen benetzt sein, auch die Unterseiten. Bei Blütenbeginn und -ende mit Zuckerlösung 1 - 1,5% direkt in die Blüten spritzen. Moosextrakt. Algan. Niem, MYCO-SIN. Mit blühendem Schnittlauch mulchen. Spritzungen mit ENVIRepel und Vitanal allseitig. Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, Neudosan, Algan, Niem, Lebermooser. - In der Schweiz müssen Hummeln beim Verlassen des Stocks ein 'Fußbad' nehmen, das mit dem Pilz Trichoderma angereichert ist. Den Pilz streifen sie beim Besuch von Erdbeerblüten ab und bringen damit den Gegenspieler des Schadpilzes in Stellung.
  • Fichten. Boden lockern. Kalkgehalt überprüfen, er sollte nicht unter pH 6 liegen. Etwas Kompost geben oder angewelktes Gras auf die Baumscheibe. ENVIRepel, VITANAL.
  • Gladiolen. Luftiger Stand. Mulchen. Sortenwahl. Keine Überdüngung, besonders keine Stickstoffüberdüngung. Pflanzstelle jährlich wechseln. Knoblauch als Zwischenkultur. Schachtelhalmbrühe. Neudovital. VITANAL. ENVIRepel.
  • Gurken. Lockerer Boden, ausreichend Wasser, weite Pflanzabstände. Düngung mit Gesteinsmehl. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Schachtelhalm- und Brennesseljauche spritzen. ENVIRepel. VITANAL. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Überdüngung.- Regelmäßig lüften, die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch werden.
  • Himbeeren. Weite Pflanzabstände. Befallenes sofort vernichten. Resistente Sorten: Elida, Glen Clova, Rubaca (Niniane, Pötschke, ziemlich resistent), Ruflava, Schönemann, Zeva 2 (Willemse). Stickstoffüberdüngung vermeiden. Boden vorsichtig lockern, ggf. wässern. Mulchen. Bei zu sauren Böden Gesteinsmehl oder Algenmehl streuen. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen die Sträucher pflanzen. Beete und Blätter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe übersprühen unter Zusatz von 1% Wasserglas. Neudovital spritzen. ENVIRepel. Vitanal.
  • Knollenbegonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Lilien. Keine nassen und windstille Lagen. Ganzjährig Schachtelhalmbrühe spritzen. Knoblauch als Mischkultur. ENVIRepel. Vitanal. Boden lockern, keine übermäßige Stickstoffdüngung. Keine Zwiebeln dorthin setzen, wo vorher Knollen standen. Gesteinsmehl vor allem bei sauren Böden.
  • Narzissen vernichten. Falls nicht schon geschehen, die Narzissen auf sonnige oder luftige Plätze umsetzen.
  • Paprika, Peperoni. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden locker halten und mulchen. Knoblauch beipflanzen. Für Luftbewegung sorgen. Nicht die Blätter beim Gießen benetzen. Schachtelhalmtee. Moosextrakt, ENVIRepel. Vitanal. Neudovital. Lebermooser. Elot-Vis.
  •  
  • Pfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Rosen in Gartenerden. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Abstand einhalten, die Rosen dürfen sich nicht berühren. Nur Sonnenlagen auswählen. Neudovital-Rosenpilzschutz.
  • Schwertlilien. ENVIRepel. Vitanal. Boden durchlässig machen mit Sand, ggf. auch auf einem Wall pflanzen.
  • Strauchpfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit Moosextrakt. ENVIRepel. Moosextrakt. Lebermooser. Vitanal. Elot-Vis. In Gewächshäusern regelmäßig lüften.
  • Tulpen-Pflanzstelle jährlich wechseln. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl. Nur gesundes Pflanzgut verwenden. Luftiger, sonniger Standort ist optimal. Schweren Boden mit Sand auflockern. Verblühtes und verwelkte Blätter sofort abschneiden. Ausgegrabene Zwiebeln auf Befall prüfen, schnell trocknen lassen, danach trocken lagern. Blattwerk mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. - Diese Krankheit tritt immer häufiger auf. Auch Wildtulpen, die mehrere Jahre auf demselben Platz stehen, werden befallen. Plätze, auf denen Tulpen gestanden haben, sollen über Jahre nicht erneut mit Tulpen bepflanzt werden.
  • Veilchen. Genügend große Pflanzabstände einhalten, Pflanzen nicht zu tief setzen, die unteren Pflanzenteile müssen gut abtrocknen können. Nicht auf die Pflanzen gießen. Nicht abends wässern. Nicht stickstoffbetont düngen. Schachtelhalmbrühe, Neudovital.
  • Weinreben. Frühe Sorten wählen. Traubenwickler und Wespen bekämpfen. Traubenanzahl verringern und mehrmals mit Algenkalk oder Steinmehl stäuben, solange die Trauben sich noch nicht berühren. Neudovital. ENVIRepel. Vitanal. Blue Niagara + Golden Niagara (Fenzl) sind resistent. Moosextrakt. Lebermooser.
  • Zistrosen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit durch ständiges Lüften verhindern, Kondenswasserbildung vermeiden, damit Schadpilzen keine Angriffsmöglichkeit geboten wird. - Blattläuse sind möglich.
  • Zwiebeln. Lockerer Boden, weite Pflanzabstände. Fruchtfolge einhalten. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Jauche oder Stallmist. ENVIRepel. VITANAL.
  • Alle übrigen: Kein Laub befeuchten.
  • Alpenveilchen. Befallenes entfernen.
  • Begonien. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Bohnen, Brombeeren, Dahlien, Feldsalat usw.  Versuch mit Niem.
  • Erdbeeren. Knoblauchtee spritzen. Befallene Früchte und Pflanzenteile vernichten. Blätter nach Ernte abschneiden und vernichten. Moosextrakt. Lebermooser. Mit Gemisch aus Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gießen.
  • Kakteen. Unterhalb des Stängels abschneiden, ist der Pilzbefall an der Pflanzenbasis, die ganze Pflanze vernichten.
  • Knoblauch. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Paprika, Peperoni. Moosextrakt. Niem, Lebermooser. Befallenes abschneiden bzw. die gesamte Pflanze vernichten.
  • Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser, Niem, Pechnelkenextrakt
  • Tulpen. Vernichten.
  • Veilchen. Niem.
  • Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel spritzen. Niem. Moosextrakt. Lebermooser. Vi-Care
Mehltau, echter

Mehltau, echter.

Es gibt mehr als 100 Mehltau-Arten, 7000 Pflanzenarten können von ihm befallen werden. Für folgende Pflanzen gibt es eine jeweils spezifische Mehltauart: Apfel und Quitte, Aprikose, Erbse, Erdbeere, Gurke, Möhre, Pfirsich, Rose, Sommerblumen, Schwarzwurzel, Stachelbeere, Wein und Zucchini. Auf den Blättern, Früchten, Knospen und Stängeln bilden sich aus kleinen Punkten auf der Oberseite, oft auch beidseitig, weißgraue Beläge. Befallenes wird braun, trocknet ein und stirbt ab, Blätter rollen sich ein. Verbreitung der Sporen durch Wind und Insekten. Überwinterung in kleinen Sporengehäusen an der Pflanze oder als Myzel, z.B. auf den Knospenschuppen von Obstbäumen oder an den Zweigen, auch auf Unkräutern. Trockenes Wetter begünstigt die Verbreitung (Schönwetterpilz), ebenso schwül-warme Witterung und der krasse Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht im Herbst. Eine Luftfeuchte von 70% für die Sporen genügt, da sie von Haus aus mit Nährstoffen und Wasser versorgt sind. 'Optimal' für die Verbreitung ist eine Temperatur um 20°.

Befallen werden z.B. außer den oben genannten Pflanzen: Akelei, Apfel, Astern, Bartfaden, Balkonblumen, Beerensträucher, Begonie, Buchen, Chrysantheme, Clematis, Dahlie, Edeldistel, Edelwicke, Eichen, Erbsen, Erika, Flieder, Gauklerblume, Gemüse, Getreide, Godetien, Goldlack, Goldrute, Gurken, Hartriegel, Herbstastern, Hopfen, Hortensien, Indianernessel, Johannisbeeren, Kastanien, Knollenbegonien, Kornblumen, Kugeldistel, Leberbalsam, Löwenmäulchen, Monarden, Mutterkraut, Nachtkerzen, Nelken, Obst, Pflaumen, Phlox, Ringelblumen, Rittersporn, Rosengewächse, Salbei, Sommerphlox, Schöterich, Stachelbeeren, Verbenen, Vergissmeinnicht, Weiden, Weinrebe, Wiesenraute, Zwiebelgewächse. Echter Mehltau ist gegen Schwefel sehr empfindlich

SchadbildVorbeugungBekämpfung
  • Amerikanischer Mehltau gegen Stachelbeere. Sphaerotheca mors-uvae. Pilz befällt Blätter, Früchte und Triebe. Häufige, schwerwiegende Erkrankung. Nach kalten Wintern und bei feuchter Witterung. Pilzsporen können nur auf feuchten Blättern auskeimen.- Befällt auch Johannisbeeren und gelegentlich die Schwarze Johannisbeere.- Triebspitzen, Blätter und Früchte sind von weißem Pilzrasen überzogen, der später dunkler wird. Früchte platzen. Die Sträucher können dadurch Frostschäden bekommen. Überwinterung als Myzel und als Sporenbehälter an befallenen Trieben und in Knospenschuppen, vor allem an den Spitzen, auch in der Erde.
  • Bartfaden, Besenheide, Borretsch, Eiche. Weißgrauer Überzug auf den Pflanzenteilen.
  • Erika. Auf der Blattoberseite weißgraue Flecken, sie fließen zusammen, oft beidseitig. Blätter werden braun, sterben ab.
  • Gauklerblume. Auch den Mehltau sollten Sie im Auge behalten.
  • Johannisbeeren. Sphaerotheca mors-uvae. Weißer, später graubrauner Belag an Trieben und Früchten. Letztere platzen.- Nur an wenigen Sorten der Schwarzen Johannisbeeren (Silvergiter`s Schwarze, Rosenthal`s Langtraubige) und an den roten Johannisbeeren Holländische Rote, Red Lake, Rondom.
  • Kreuzkraut. (Senecio) Sie können bei leichter Luft von Mehltau befallen werden.
  • Kugeldistel. Auf der Blattoberseite weißgraue Flecken, sie fließen zusammen, oft beidseitig. Blätter werden braun, sterben ab.
  • Mahonie. Echt: Weiße Punkte auf den Blättern, fließt zusammen. Falsch: Auf den Blättern eckige Beläge.
  • Purpursonnenhut, Robinie, Sonnenbraut, Sonnenhut, Vergißmeinnicht. Auf der Blattoberseite kleine weißgraue Flecken, die zusammenfließen, oft auch beidseitig. Blätter werden braun, trocknen ein, sterben ab.
  • Schöterich. Bei zu feuchtem Stand kann Mehltau auftreten.
  • Waldrebe. Betroffen sind vor allem die Clematis texensis-Sorten wie Etoil Rose, Gravety Beauty, Princess of Wales.
  • Zwiebeln. Origanum vulgare schützt Zwiebeln vor Mehltau.

Allgemein:

Abwehrende Pflanzen sind Basilikum, Kerbel (Salat), Knoblauch (auf die Obstbaumscheiben und zwischen Erdbeeren und Rosen), Schnittlauch. Der Fingerhut wirkt desinfizierend auf den Stachelbeeren-Mehltau. Der gelbe 22-Punkt-Marienkäfer und verschiedene Blattwespenarten fressen den Pilzbelag auf, er wächst aber wieder nach. Keine stickstoffbetonte Düngung. Abstände beachten. Unkraut entfernen, viele Unkräuter werden befallen und übertragen die Krankheit. Mulchen. Gewächshaus ausreichend lüften. Sträucher und Bäume regelmäßig schneiden. Ausreichende Bewässerung. Befallenes entfernen bzw. starker Rückschnitt. Resistente Sorten anpflanzen.

Gegen Ende der Vegetationsperiode vorbeugend mit Pflanzenstärkungsmittel ggf. zusammen mit Netzschwefel oder Wasserglas 1% spritzen oder mit Oscorna-Bio-S. Ulmasud B (Obst-, Gemüse- und Hopfenbau), Myco-Sin (Apfel, Rebe), HF-Pilzvorsorge (Mehltau an Reben, Stachelbeeren, Gurken, Zierpflanzen), Biofa Kräuterkiesel, Biofa Kiesel flüssig, Oikomb, Steinhauers Mehltauschreck, Moosextrakt. Lebermooser. Lecithin. Schädlingsfrei Naturen. Öle enthalten oft größere Mengen Lecithin, z.B. Sojaöl enthält 2 %, das ist der höchste Anteil bei allen Ölen. Es ist ein wichtiges Abwehr- und Stärkungsmittel. Auch Sesamöl enthält Lecithin. Vorbeugend Rhabarberblättertee oder Kanarische Goldrute, Jauche aus Wucherblumen oder Beifuß. Rainfarnbrühe. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital Obst- Pilzschutz. Neudovital Rosenpilzschutz, Oscorna-Bio-S. Gesteinsmehle und Algenextrakte zur Stärkung der Pflanzen. Natron. ENVIRepel. Sojabohnenöl. Die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, Veitshöchheim, empfiehlt gegen Stachelbeermehltau: 3 Packungen Backpulver und 50 ml Rapsöl in 5 l lauwarmem Wasser mischen, ggf. etwas Geschirrspülmittel. Ab 5 alle 10 - 14 Tage spritzen, 5 - 8 Anwendungen reichen aus. (Backpulver besteht zum größten Teil aus Natron, wahrscheinlich ist Sojaöl noch besser).

Im Herbst die Triebspitzen abschneiden und vernichten, dort überwintern viele Pilzarten. Bei Kaliummangel für Ausgleich sorgen (Siehe "Nährstoffmangel"). Es sorgt für stärkeren Wachsüberzug auf den Blättern. Für ausreichende Bewässerung, angemessenen Pflanzenabstand und Sonnenschein sorgen. - Obstbäume nicht in die Nähe von Komposthaufen pflanzen, sie reagieren mit Mehltaubefall wegen eines Nährstoffüberangebotes.

  • Amerikanischer Mehltau/ Stachelbeere. Sortenwahl. Amerikanische Züchtungen sind im allgemeinen ziemlich resistent, versagen aber jetzt oft bei hohem Befallsdruck: Invicta (Baldur, Häberle, Pötschke) ist ziemlich robust und hat eine große Ernte; Hinnonmäki (Häberli), Malahit, Mucurines (raue Lagen, mittelfrüh, sehr resistent), Pax (Häberli), Redeva (aromatisch, wenig Stacheln), Reflamba (Ahrens & Sieberz), Remarka (Häberli, Pötschke), Reverta, Rexrot, Risulfa, Rixanta (Ahrens & Sieberz), Rocula (aromatisch, spätfrostgefährdet, platzen leicht, Häberli), Rolonda (Ahrens & Sieberz). Macheraus Resistenta (N&G), Spinefree (Baldur); Hochstämmchen werden ebenfalls weniger befallen. Keine übermäßige Stickstoffdüngung. Ausreichend kalken, düngen mit Kompost und wässern, Kalimangel erhöht Ansteckungsgefahr. Sträucher nicht im Schattenbereich einpflanzen und nicht mit Windschutz. Regelmäßig auslichten, Triebe einkürzen 1/4 - 1/5, wenn sie befallen sind. Vor dem Austrieb mit Gemisch aus Brennessel / Rainfarn / Schachtelhalm oder Knoblauchtee spritzen, mit Farnkrautextrakt spritzen. ENVIRepel. Vitanal, Myco-Sin. Elot-Vis. Mit Beinwell, Farnkraut oder Rainfarn mulchen. Mit Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen vor dem Austrieb 3%, danach 1% jede Woche. Netzschwefel 0,5% vor dem Austrieb, danach mehrmals 0,4%. BioBlatt-Mehltaumittel 0,15% mehrmals spritzen. Gesteinsmehl einarbeiten. Kartoffelschalen um den Stamm legen. Wermut in die Nähe pflanzen oder abgeschnittenen Zweige darunterlegen. Knoblauch um den Busch herum. Wermutkraut unter die Büsche legen. Sachalin-Knöterich spritzen, Tee aus Kanadischer Goldrute oder Rhabarberblättern. Wöchentlich tropfnass spritzen mit Natronlösung. Fenchelöl 0,4% oder Molke bzw. Buttermilch unverdünnt spritzen. Oscorna-Bio-S. Algan. Gemisch aus 3 Tüten Backpulver, 50 ml Rapsöl und 5 l lauwames Wasser spritzen. - Bei einem Versuch des Pflanzenschutzamtes Rheinland-Pfalz haben die Handelspräparate HF-Pilzvorbeuge und Neudovital am besten abgeschnitten. Gemäß Lehr- und Versuchsanstalt, Kassel, haben sich dort am besten folgende Sorten bewährt: Invicta, Mucurines, Reflamba, Remarka, Reverta, Risulfa und Rokula. Rolanda hat leichten Befall, wird aber trotzdem empfohlen. Beigepflanzter Fingerhut verstärkt die Abwehrkräfte.
  • Besenheide. Ausreichend wässern, niemals über das Laub.
  • Borretsch. Weite Abstände einhalten.
  • Eiche. Standortbedingungen beachten
  • Erika. Glockenheide, Lavendelheide. Ausreichend wässern, niemals über das Laub.
  • Johannisbeeren. Rote Rovada (Pötschke), schwarze Titania + weiße Versailler (Ahrens & Sieberz, Baldur) sind resistent, weitgehend resistent ist die schwarze Ometa (Häberle). Luftigen Standort wählen. Mulchen ganzjährig. Keine stickstoffbetonte Düngung. - ENVIRepel. Vitanal. MYCO-Sin. Elot-Vis.
  • Kugeldistel. Nicht düngen, vor allem keinen Stickstoff. Abstand einhalten.
  • Mahonie. Mit Kali, aber nicht stickstoffbetont düngen.
  • Melone. Zuckermelone (Charentais) Marlene F 1(Baldur, Kiepenkerl) und Delada + Lunabel (Hild) sind resistent.
  • Petunien. Sonniger Standort mit Regenschutz
  • Purpursonnenhut, Sonnenhut. Keine stickstoffbetonte Düngung. Regelmäßig düngen und wässern.
  • Robinie. Nicht auf zu kalkhaltigem Boden pflanzen.
  • Sonnenbraut. Keine stickstoffbetonte Düngung, aber sonst ausreichend düngen. Bei Schattenlage umpflanzen. Abstand einhalten, ggf. im Innern einige Stängel auslichten.
  • Vergissmeinnicht. Zu feuchte Luft bei Anzucht vermeiden. Nicht auf die Pflanzen gießen.
  • Waldrebe. Ausreichend gießen, luftige Lage, niemals nahe an Mauern, wählen. Nur mit Kompost düngen. Pflanzenstärkungsmittel.

Bei Befall BioBlatt Mehltaumittel (Balkonblumen, Gurken, Rosen, Zierpflanzen), Spezialdünger (Gesteinsmehl) oder Netzschwefel spritzen. Bei Astern und Phlox Knoblauchsud, Brennesselauszug, Schachtelhalm- und Rainfarntee spritzen. Schachtelhalmbrühe wirkt nicht gegen Gurkenmehltau, wenig bei Rittersporn. Teebaumöl. Spritzungen mit verdünnter Milch oder Molke gegen Mehltaubefall von Reben und Gurken. Moosextrakt und Lebermooser (siehe oben) und Bio-Blatt Mehltau Konzentrat. Bei Weinreben Cueva Wein-Pilzschutz.(Kupfer!) und Netzschwefel oder Netzschwefelith WG. Für den mit echtem Mehltau befallenen Gartenpflanzen gibt man ein: 20 ml Fenchelöl, 7,5 ml Sojalecithin und 5 l Wasser. Netz-Schwefelit (Neudorff). Mehltau, echter. Beerenobst. Compo.

  • Amerikanischer Mehltau/ Stachelbeere. Infizierte Zweige sofort abschneiden und vernichten. Dreimal hintereinander mit Gemisch Rainfarn/Schachtelhalmbrühe spritzen, dann noch 1 - 2 x wöchentlich. - Netzschwefel 0,5%, dann 0,4% spritzen, nicht während starken Sonnenscheins (Vorsicht bei schwefelempfindlichen Sorten). - BioBlatt-Mehltaumittel 0,15%. - Neudovital 1%. - Schwefel-Lecithin-Mischung spritzen. Fingerhut oder Wermut beipflanzen. Schachtelhalmbrühe. Aufguss mit Backpulver gegen den Mehltau. Netz-Schwefelit  Wermut in die Nähe pflanzen.
  • Eiche. Netzschwefel spritzen.
  • Johannisbeeren. Weiße Triebpitzen abschneiden und verbrennen. Netzschwefelspritzungen 0,2% nach Austrieb, Wiederholung nach 14 Tagen.
  • Mahonie. Tief ins Gesunde zurückschneiden, Befallenes vernichten.
  • Petunien. Niem. Steinhauers Mehltauschreck.
  • Purpursonnenhut, Sonnenhut. Schlimmstenfalls Rückschnitt.
  • Sonnenbraut. Befallenes tief abschneiden und vernichten.
  • Waldrebe. Im äussersten Falle völlig zurückschneiden.
Milben [Arachnida. Acari (Arthropoda)]

Tetranychidae. Milben (Acari). Tetranychus urticaeTetranychus urticae

Milben gehören zur Unterordnung der Spinnentiere Arachnida, Ordnung Acari. Sie sind besonders beteiligt an den Rote Spinnen Panonychos ulmi, Gemeine Spinnmilbe Tetranychos urticae, Lindenspinnmilbe Eotetranychus tiliarum.    

Schwächeparasiten.

Sie haben meistens 4 Beinpaare, ihre Larven meistens 3, Gallmilben 2 und haben weder Flügel noch Fühler. Ihre Mundwerkzeuge sind je nach Tierart ausgebildet für Kauen, Saugen oder Stechen. Sie sind meistens unter 1 mm groß, manche aber auch mehrere Zentimeter (Holzböcke, Zecken vollgesaugt mit Blut) und unterschiedlich gefärbt. Kopf, Brust und Hinterleib bilden eine Einheit. Atmung durch Tracheen, kleine Atemröhren. Sie können sich sehr rasch vermehren.

Sie überwintern oft an Brennesseln oder Bohnenstangen.

Die schädlichen Milben können in drei Gruppen unterteilt werden:

  • Gallmilben,
  • Spinnmilben (Gemeine Spinnmilbe, Rote Spinne) und
  • Weichhautmilben (Kräusel-, Pocken- und Wurzelmilben).

Sie sind oft Vorratsschädlinge und übertragen auch Krankheiten, z.B. Virenkrankheiten durch Saugen an Pflanzen, auch bei Mensch und Tier. 

 

Birnenpockenmilbe

Eriophyes piri. Brombeer- und Erdbeermilbe. Siehe unter "Birnen", "Brombeeren" und "Erdbeeren".

 

Gemeine Spinnmilbe

Tetranychus urticae. Befall besonders in heißen, trockenen Sommern. Sie ist vor allem im Gemüseanbau schädlich, bei Gurken und anderen Pflanzen im Treibhaus, aber auch bei Auberginen, Azalee, Bohnen, Buntnessel, Chrysanthemen, Cyclamen, Drachenbaum, Efeu, Erbsen, Erdbeeren, Fingeraralie, Fuchsie, Gardenie, Glockenblume, Grünlilie, Gummibaum (birkenblättrig), Hartriegel, Hopfen, Hortensien, Kaisernelken, Kartoffeln, Klimme, Leberbalsam, Obstbäumen (Apfel, Birne, Pflaume), Palmlilien, Pantoffelblumen, Paprika, Pelargonie, Primel, Reben, Rhododendren, Rosen, Roseneibisch, Salbei, Schönmalve, Schusterpalme und andere Palmen, Stachelbeeren, Stiefmütterchen, Tomaten, Trichtermalven, Wandelröschen, Zierspargel, Zimmerlinde, Zwergmispeln, Zypergras und anderen Zierpflanzen.

Sie saugen wie ihre Larven mit ihren Mundwerkzeugen den Saft aus den Blättern, vor allem an der Unterseite, diese wirken steif, das Blattgrün geht zurück. Durch das Saugen dringt Luft in die Zellen und macht sie silbrig gesprenkelt aussehend; später werden sie braun. Zuerst werden die alten Blätter befallen, dann die Triebspitzen. Anschließend fallen die Blätter ab. Die Spinnmilbe ist eine winzige Spinne, etwa einen halben Millimeter groß, gelblich, mit je einem dunklen Fleck auf beiden Körperseiten. Sie widersteht auch tiefen Temperaturen. Sie zieht ein dichtes Netz über ihre Wohnstätten, das die Weiterentwicklung der befallenen Knospen und Triebe stark einschränkt. Sie sind auf der Blattunterseite entlang der Adern zu finden und breiten sich immer weiter aus. - Überwinterung als erwachsene, befruchtete Tiere (Winterweibchen) in Ritzen von Pfählen, unter der Rinde am Wurzelhals, unter Gras und Laub. 6 - 8 Generationen im Jahr, 80 Eier legt das Weibchen ab. Entwicklungsdauer des Weibchens 14 Tage. Manche Formen sind im Herbst rötlich. Besonders im Zug stehende Pflanzen in dem Gewächshaus werden befallen. Luftfeuchtigkeit wehrt ab. Sie wechseln zu anderen Pflanzen in der Nähe über, lassen sich aber auch regelrecht von anderen Lebewesen dahin transportieren.

Obstbaumspinnmilben (meist Rote Spinne genannt), Panonychus ulmi.

Im Obst- und Weinbau gefährlich. Die 0,5 mm großen Milben sind leuchtend rot, sie überwintern als (ebenfalls rotes) Ei auf den Bäumen, auf der sonnenzugewandten Seite der Zweige. Die erwachsenen Tiere leben meistens auf der Blattunterseite. Sie saugen die Zellen aus, diese füllen sich mit Luft, dadurch wirken sie bleifarben und fallen ab. Die Entwicklung wird begünstigt durch Nahrungs- (Humus-) mangel oder -überschuss, Trockenheit, Wärme und Lagen im Windschatten.

 

Wurzelmilbe, Rhizoglyphus spec.

Etwa 0,75 mm groß, weiß. Sie befällt vor allem unterirdische Teile der Pflanzen, vorzugsweise Knollen und Zwiebeln von Zierpflanzen. Sie vermehren sich auch im Winterlager und befallen dann auch Wurzelgemüse. Hohe Luftfeuchtigkeit dort begünstigt ihre Vermehrung. Sie fressen sich vom Knollenboden her in das Gewebe und verschmähen weder gesunde noch angefaulte Gewebeteile. Merkmal ist das braune Fraßmehl in den Gängen. Amaryllis, Dahlie, Hyazinthe, Lilie, Narzisse und Tulpe werden befallen.

 

Nadelholzspinnmilben Oligonychus unungis.

Sie sind 0,3 mm groß, rötlich oder gelblichgrün. Bei Fichten und Scheinzypressen helle, kleine Flecken auf den Nadeln, sie werden später dunkel (oder graugrün bei Wacholder) und vertrocknen. Die befallenen Nadeln sind mit einem feinen Gespinst überzogen, unter dem die Milben leben. Schwüles Wetter födert die Vermehrung besonders stark.

 

Triebspitzenmilben.

Viele Arten. Wachstums- und Entwicklungsstörungen. Gebräunte und verkrüppelte Blätter, Knospen und Blüten. Blattränder nach oben eingerollt.

 

Weichhautmilben (Tarsonemidae)

Befallen Zimmerpflanzen sehr häufig. Zu ihnen gehören Kräusel-, Pocken- und Wurzelmilben. Sie sind klein, so dass man sie kaum sehen kann. Sie lieben hohe Luftfeuchtigkeit. Sie sitzen meistens in Blüten oder an Triebspitzen. Blätter und Blüten werden in ihrer Entwicklung gestört, die Blattränder rollen sich ein. Knospen öffnen sich nicht, Blätter sind nach oben gebogen.

Alpenveilchen, Columnee, Funkie, Gesnerie, Gloxinie, Kussmäulchen, Schiefteller und Usambaraveilchen (lange Blatthaare, stehen in alle Richtungen) werden besonders oft befallen. Nachweis: Pflanze kopfüber halten und über ein Blatt weißes Papier schütteln. Man sieht dann die Tiere weglaufen.

 

Gallmilben Acari.

Sie bilden Gallen, z.b. die Johannisbeergallmilben, auch an Brombeeren, Obst- und Ziergehölzen, Weiden, Wein, Yucca.

 

Gewächshausspinnmilben Brevipalpus obovatus

Befallen werden Begonie, Buntnessel, Dickblatt, Doldenrebe, Efeu, Fingeraralie, Flamingoblume, Fuchsie, Gardenie, Glanzkölbchen, Glockenblume, Gloxinie, Gummibaum, Klimme, Primel, Roseneibisch, Schusterpalme, Usambaraveilchen, Wachsblume, Wolfsmilch, Zimmerkalla, Zwergpfeffer.

 

Varroa-Milbe

Varroa dectructor. Bienenschädling, der die Bienenlarven anfrisst, so dass sie verkrüppelt schlüpfen und bald sterben. Siehe Bienen/Honig/Varroa

 

Siehe auch separate Artikel:

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Milben. Arachnida Gliederfüßer (Arthropoda). Acari Gliederfüßer (Arthropoda).

Besenheide, Bohnen, Erbsen, Erika, Feigenbaum, Gerbera, Glockenheide, Gummibaum, Hainbuche, Herbstchrysanthemen, Hernstmargeriten, Himbeeren, Hortensien, Kängurudorn, Knopfbusch, Korallenstrauch, Kornblume, Lavendelheide, Orchideen, Paprika, Peperoni, Pepinos, Tomaten IV, Usambaraveilchen, Veilchen, Weihnachtsstern: Blätter eingesponnen, wenig Blattgrün. Zellen silbrig-gesprenkelt, später braun.

Die Varroamilbe bedroht den Bestand der Bienen, die Vogelmilbe kann auch beim Menschen Entzündungen verursachen. Siehe auch Grasmilben und Herbst-/Erntemilben. - Viburnum soll gegen Spinnmilben durchaus Erfolg haben.

Ahorn. Etwa 0,5 mm große Milben, Eriophidae.An den Blättern zeigen sich kleine hellgrüne Flecken. Später werden sie rot und beulen sich 1 - 2 mm aus. Jungtriebe sind oft verkrüppelt. Befallen werden vorzugsweise Berg- und Spitzahorn.-Auch Linden können befallen werden.

Alpenveilchen. Polyphagotarsonemus latus. Sie lieben hohe Luftfeuchtigkeit. Sie sitzen meistens in Blüten oder an Triebspitzen, Größe 0,2 mm. Blätter und Blüten werden in ihrer Entwicklung gestört, die Blattränder rollen sich ein. Knospen öffnen sich nicht, die jungen Blätter sind nach oben gebogen. Nachweis: Pflanze kopfüber halten und über ein Blatt weißes Papier schütteln. Man sieht dann die Tiere weglaufen.

Apfelbäume. Kolonien von Spinnmilben auf Blattunterseite. Helle Flecken, später werden die Blätter braun und rollen sich ein. Bei starkem Befall sind Blätter und Zweige von einem weißen Gespinst überzogen. Gewebe zerfällt, Blätter fallen ab. Die Eier überwintern an Obstbäumen, sie sind rotbraun. 5-7 Generationen je Jahr. Reglindis und Releika sind resistent.

Aprikosen. Kolonien von Spinnmilben auf Blattunterseite. Helle Flecken, später werden die Blätter braun und rollen sich ein. Bei starkem Befall sind Blätter und Zweige von einem weißen Gespinst überzogen. Gewebe zerfällt, Blätter fallen ab.

Balsaminen. In die Blätter dringt Luft ein durch das Saugen der Milben. Sie wirken dadurch bleifarben. Die Tiere und deren Eier sind rot und befinden sich meist auf der Unterseite.

Birnbäume. Phytoptes pyri. Winzige 0,2 mm große Gallmilbe mit 4 Beinen, saugt an Blättern, überwintert gesellig in den Knospenschuppen. 2 Generationen. - Blätter zeigen sofort nach dem Austrieb durch die Saugtätigkeit kleine beidseitige Erhöhungen (Pocken), die zuerst grünlich bis rötlich sind und dann dunkel werden. Die Milben befinden sich im Innern der Pocken, können aber durch ein kleines Loch herausschlüpfen. Sobald die Pockenmilben endgültig ihre Pocken verlassen haben, werden diese schwarz. Im Spätsommer suchen sie dann ihr Winterquartier innerhalb der Knospenschuppen auf. Stiele und Früchte werden seltener befallen, letztere sind dann verunstaltet. Die Birnenpocken-Milben oder Unterarten können auch Apfel, Elsbeere, Eberesche, Mehlbeere, Speierling und Weißdorn befallen.

Birnbäume, Kirschbäume, Pflaumen + Zw... Kolonien von Spinnmilben auf Blattunterseite. Helle Flecken, später werden die Blätter braun und rollen sich ein. Bei starkem Befall sind Blätter und Zweige von einem weißen Gespinst überzogen. Gewebe zerfällt, Blätter fallen ab. Die Eier überwintern an Obstbäumen, sie sind rotbraun. 5 - 7 Generationen je Jahr. Kirschbäume: Reglindis, Relaika, Retina, Santana und Topas sind resistent. Pflaumen + Zw... werden gern befallen.

Blauflügelchen. Spinnmilben machen ihnen das Leben schwer.

Bunte Margerite. Blätter werden gelb, Blätter eingesponnen, wenig Blattgrün. Zellen silbrig-gesprenkelt, später braun. .

Dahlien, Hyazinthen, Lilien. Sie befallen vor allem unterirdische Teile der Pflanzen, vorzugsweise Knollen und Zwiebeln von Zierpflanzen. Sie vermehren sich auch im Winterlager und befallen dann auch Wurzelgemüse. Hohe Luftfeuchtigkeit dort begünstigt ihre Vermehrung. Sie fressen sich vom Knollenboden her in das Gewebe und verschmähen weder gesunde noch angefaulte Gewebeteile. Merkmal ist das braune Frassmehl in den Gängen. Amaryllis, Hyazinthe, Lilie, Narzisse und Tulpe werden befallen.

Dipladenie. Spinnmilben sehr selten.

Douglasien, Fichten, Zypressen, Scheinzypressen, Wacholder. Oligonychus ununguis. 0,3 mm groß, braunrot bis gelb/grün. Überwintert als rotes Ei an der Nadelbasis und an einjährigen Trieben.- Helle kleine Flecke an den Nadeln, sie werden braun. Befall vor allem nach langen Trockenzeiten. - Auch Scheinzypressen und Wacholder werden befallen. Fichten: Besonders die Blaufichte und die Zuckerhutfichte sind anfällig.

Enzianstrauch. Die 0,5 mm großen Milben sind leuchtend rot, sie überwintern als ebenfalls rotes Ei. Die erwachsenen Tiere leben meistens auf der Blattunterseite. Sie saugen die Zellen aus, diese füllen sich mit Luft, dadurch wirken sie bleifarben und fallen ab. Die Entwicklung wird begünstigt durch Nahrungs- (Humus-) mangel oder -überschuss, Trockenheit und Wärme.

Erdbeeren. Steneotarsonemus/Phytonemus pallidus. (Verzwergung, Kräuselkrankheit). Weißes oder bräunliches Tier, unter 1 mm groß (Weichhautmilbe). Eiablage im März in die jungen Herzblätter. Die Eier sind oval und milchig-weiß. Sie sind wie auch die Milben selbst nur unter Vergrößerung zu erkennen. Ihre Entwicklung dauert bei warmer, feuchter Witterung nur 10 - 14 Tage. Die Milben halten sich auf zwischen den Blatthaaren oder auch in den Herzblättern. Sie bilden Nester, später besiedeln sie die nächste benachbarte Pflanze. Sie benötigen viel Feuchtigkeit. Überwinterung in den Blattscheiden und gefalteten Blättern. - Die Stängel sind verbogen, die Blätter braun und gekräuselt, Herzblätter bleiben klein, sind verkrüppelt, verfärbt, sterben ab. Wenig Wachstum, Knospen und Blüten verdorren. Die gesamte Pflanze stirbt im Spätherbst oder Winter ab. - Hauptbefallzeit ist der Sommer. Ableger haben verkrüppelte Herzblätter. Verkrüppelung von Blättern, Blüten, Knospen. Feines dichtes Netzgewebe. Sie siedeln sich oft unter Abdeckungen an.

Fichten. Die beliebte Zierform der Blaufichte 'Conica' (Zuckerhutfichte) wird häufig am Sommeranfang von den Roten Spinnen befallen.

Fuchsien. In den Blattachseln sind Gespinste, auf den Blättern helle Flecken; sie trocknen ein und fallen ab.

Funkien. Blätter und Blüten sind verunstaltet. Feuchtigkeit fördert die Ausbreitung.

Gloxinien. Sie lieben hohe Luftfeuchtigkeit. Sie sitzen meistens in Blüten oder an Triebspitzen. Blätter und Blüten werden in ihrer Entwicklung gestört, die Blattränder rollen sich ein. Knospen öffnen sich nicht, Blätter sind nach oben gebogen.

Gurken. Blattoberseite weißlich-gelbe, runde Flecken. Blattunterseite kleine weiße, dann graubraune Flecken mit den Tieren. Das Blatt wird gelb, nur entlang der Blattadern bleibt es grün, später wird es braun und fällt ab. Weiße Gespinste an Blattunterseite. Schon die Keimblätter können befallen sein, zeigen Flecken und Schleim. Überwinterung als Winterweibchen unter Laub, Gras usw. 80 Eier pro Weibchen. 6 - 8 Generationen. - Befallen werden Bohnen, Erbsen, Hopfen, Kartoffeln, Obstgehölze und Zierpflanzen.

Himbeeren. Raubmilben phytoseiulus persimilis. Einige Ruten im Herbst stehen lassen, damit sie überwintern können. Erst abschneiden nach Neuaustrieb. - Neudosan. Niem.

Hopfen, echter. Tetranychus urticae. Befall besonders in heißen, trockenen Sommern. Sie saugen wie Ihre Larven mit ihren Mundwerkzeugen den Saft aus den Blättern, vor allem die Unterseite. Diese wirken steif, das Blattwerk geht zurück. Anschliessend fallen die Blätter ab. Die Spinnmilbe ist eine winzige Spinne, etwa einen halben Millimeter groß, gelblich.

Jasmin. Spinnmilben bei Trockenheit im Sommer.

Johannisbeeren. Cecidophyopsis ribis/Phyllocoptes masseei. Sie verursacht die Rundknospenkrankheit. Befällt meistens die schwarze Johannisbeere, auch die Alpenjohannisbeere, seltener die rote und weiße, die Brom-, Him- und Stachelbeere. Verdickte Blütenknospen, die nicht austreiben, später vertrocknen. Darin sind etwa 30.000 Milben und 10.000 Eier. Von dort wandern sie 3 - 4 auf gesunde Knospen und ernähren sich danach nur noch von den jungen Blättern. Nach 5 vermehren sie sich nur noch. Viele Tierchen haben in ihrem Speichel Viren, die auf den Blättern bewirken, daß die feinen Härchen auf der Unterseite viel kürzer bleiben, so daß die Milben sich dort besser bewegen können. - Die Knospen vertrocknen, fallen ab. Teile des Strauches verkahlen. Durch ihr Saugen entsteht die sog. Brennesselblättrigkeit. Schaden 4 am größten.Verbreitung der Milben, die 0,2 mm groß sind, durch Vögel und Insekten. Überwinterung als Tier in den befallenen Knospen.

Kakteen. Blätter sind steif, gelblich-grün. Zellen silbrig-gesprenkelt. Schwarzfärbung des Stängels durch Pilzbefall.

Kentiapalme. Die Blätter werden hellgrün, oft sind sie übersät mit hellen kleinen Flecken. Besonders bei winterlicher Trockenheit.

Keulenlilie. Durch die rote Spinne.

Ledebourie, Ritterstern oder Milbenbrenner. Die transparenten Weichhautmilben sind nur 0,2 - 0,3 mm groß. Sie verursachen an den Zwiebelschuppen und im unteren Teil von Blättern und Blütenansätzen tiefrote Streifen und Flecken. Auf Blättern und Stängeln sind manchmal kleine rote Stellen zu sehen. Die Milben halten sich meist auf in den Blüten, an der Zwiebelspitze und in den Schuppen auf. Auch der Blütenschaft zeigt grobe Flecken. Junge Triebe kümmern oder krümmen sich, die Blüte bleibt aus. Befallszeit vor allem im Winter und Frühjahr. - Andere Amaryllisgewächse (Narzissen) und die Blutblume werden auch befallen.

Lilien. Knospen werden sehr früh von innen her zerfressen, nur wenige Blüten öffnen sich.- Die Gallmilbenmaden verlassen A 6 die Blüten und verpuppen sich im Boden.

Linden (Winterlinden). Etwa 0,5 mm große Milben, Eriophidae. An den Blättern zeigen sich kleine hellgrüne Flecken. Später werden sie rot und beulen sich aus. Jungtriebe sind oft verkrüppelt.

Margerite, Strauchmargerite. Blätter werden gelb, Blätter eingesponnen, wenig Blattgrün. Zellen silbrig-gesprenkelt, später braun.

Maulbeeren. Tetranychus urticae. Befall besonders in heißen, trockenen Sommern. Sie ist vor allem im Gemüsebau schädlich, vor allem bei Gurken usw.

Narzissen. Wurzelmilben, etwa 0,75 mm groß, weiß. Sie befallen vor allem unterirdische Teile der Pflanzen, vorzugsweise Knollen und Zwiebeln von Zierpflanzen. Sie vermehren sich auch im Winterlager und befallen dann auch Wurzelgemüse. Hohe Luftfeuchtigkeit dort begünstigt ihre Vermehrung. Sie fressen sich vom Boden her in das Gewebe und verschmähen weder gesunde noch angefaulte Gewebeteile. Merkmal ist das braune Fraßmehl in den Gängen. Amaryllis, Dahlie, Hyazinthe, Lilie und Tulpe werden befallen. Missbildungen.

Oleander, Salbei, Ziersalbei. Niem.

Orchideen. Blätter steif, umsponnen, wenig Blattgrün, Zellen silbrig-gesprenkelt, später braun werdend.

Palme. Die Blätter werden hellgrün, oft sind sie übersät mit hellen kleinen Flecken. Besonders bei winterlicher Trockenheit.

Passionsblume. Weiße Sprenkel auf den Blättern, umsponnen, Gefahr der Vermehrung vor allem im Winter, wenn es dunkel ist und trockene, warme Luft herrscht. - Passiflora caerulea ist sehr robust. Unter 50% Luftfeuchte ist die Gefahr sehr hoch! Lichte Räume mit angemessen feuchter Luft im Winter.

Pfeifenwinde. Die 0,5 mm großen Milben sind leuchtend rot, sie überwintern als (ebenfalls rotes) Ei auf den Sträuchern, auf der sonnenzugewandten Seite der Zweige. Die erwachsenen Tiere leben meistens auf der Blattunterseite. Sie saugen die Zellen aus, diese füllen sich mit Luft, dadurch wirken sie bleifarben und fallen ab. Die Entwicklung wird begünstigt durch Nahrungs- (Humus-) mangel oder -überschuss, Trockenheit, Wärme und Lagen im Windschatten.

Pfirsichbäume. Kolonien von Spinnmilben auf Blattunterseite. Helle Flecken, später werden die Blätter braun und rollen sich ein. Bei starkem Befall sind Blätter und Zweige von einem weißen Gespinst überzogen. Gewebe zerfällt, Blätter fallen ab. Besonders Spaliere sind betroffen.

Rhododendren/Azaleen. oder Rote Spinne. Die Blätter werden blaß, dann gelb bis braun. Sie sind eingesponnen. Befallen auch Hartriegel, Hortensien, Rosen usw. Winterspritzung mit Weißöl. Mit heißem Wasser (45°) besprühen.

Rosen. Tetranychus urticae (hauptsächlich). Gespinste an Knospen und Blattunterseiten, zuerst zu erkennen an den Blattadern. Blätter erst gelb gesprenkelt, dann fahl. Die Rote Spinne ist nur 1 mm groß und schädigt besonders Floribunda- und Polyantharosen. An der Blattunterseite sind die Tierchen mit vier und die Larven mit drei Beinpaaren zu erkennen. Heißes und trockenes Wetter begünstigt.- Blätter werden durch das Saugen geschädigt. Verfärbung und Blattfall folgen.

Salbei, Ziersalbeiarten. Tetranychus urticae. Befall besonders in heißen Sommern. Sie ist vor allem im Gemüseanbau schädlich, bei Gurken und anderen Pflanzen im Treibhaus und an anderen Zierpflanzen. - Sie saugen mit ihren Mundwerkzeugen den Saft aus den Blättern, diese wirken steif, das Blattgrün geht zurück. Durch das Saugen dringt Luft in die Zellen und macht sie silbrig gesprenkelt aussehend; später werden sie braun. Zuerst werden die alten Blätter befallen, dann die Triebspitzen. Anschließend fallen die Blätter ab. Die Spinnmilbe ist eine winzige Spinne, gelblich, mit je einem dunklen Fleck auf beiden Körperseiten. Sie widersteht auch tiefen Temperaturen. Sie zieht ein dichtes Netz über ihre Wohnstätten, das die Weiterentwicklung der befallenen Knospen und Triebe stark einschränkt.

Stachelbeeren. Die Spinnmilben wandern im Frühjahr auf die Blätter und saugen daran. Dabei übertragen sie Viruskrankheiten. - Blätter sehen weiß gesprenkelt aus, verfärben sich gelb-braun, fallen ab. Früchte bleiben klein, reifen nicht aus.

Trichtermalven. Auch Spinnmilben befallen die Pflanzen.

Trompetenblume. Sie sitzen meistens an jungen Triebspitzen. Die Blätter werden in ihrer Entwicklung gestört, die Blattränder rollen sich ein, verhärten und werden glasig. Weiße Gespinste an den Blättern.

Tulpen II. Die Wurzelmilben, unter 1 mm groß, fressen sich durch die Zwiebeln und hinterlassen viele Gänge. Die Zwiebel fühlt sich weich an. Sie vermehren sich sehr schnell.

Ulmen. Gallen an der Unterseite der Blätter, in denen die Gallmilben, etwa 0,2 mm groß, sitzen. Überwinterung im Laub oder unter den Rindenschuppen. Im Frühjahr kriechen sie in die Blütenknospen. Durch Giftstoffe zwingen sie die Bäume zur Bildung der Gallen.

Usambaraveilchen. Vor allem junge Blätter und Blüten sind verunstaltet und behaart.

Walnußbäume. Eriophyes tristriatus saugen im Juni auf der Blattunterseite. Dadurch entstehen aufgewölbte Blasen blattoberseits, denen blattunterseits flache Dellen mit weißem Filz darüber entsprechen. Dort leben kleine Gall-, Filz- oder Pockenmilben, die durch ihr Saugen Blattveränderungen herbeiführen. Später entstehen entlang der Blattnerven weitere kleine Aufwölbungen.

Wandelröschen. Tetranychus urticae. Befall besonders in heissen, trockenen Sommern.Sie saugen wie ihre Larven mit ihren Mundwerkzeugen den Saft aus den Blättern, vor allem an der Unterseite, diese wirken steif, das Blattgrün geht zurück. Durch das Saugen dringt Luft in die Zellen und macht sie silbrig gesprenkelt aussehend; später werden sie braun. Zuerst werden die alten Blätter befallen, dann die Triebspitzen. Anschliessend fallen die Blätter ab. Die Spinnmilbe ist eine winzige Spinne, etwa einen halben Millimeter groß, gelblich, mit je einem dunklen Fleck auf beiden Körperseiten. Sie widersteht auch tiefen Temperaturen. Sie zieht ein dichtes Netz über ihre Wohnstätten, das die Weiterentwicklung der befallenen Knospen und Triebe stark einschränkt. Sie sind auf der Blattunterseite entlang der Adern zu finden und breiten sich immer weiter aus.

Weiden. Dasineura saliciperda. Bildung von Verdickungen an den Trieben. Die nur wenige Millimeter großen Gallmücken schlüpfen etwa im im Mai/Juni und legen ihre Eier, bis zu 150 Stck. pro Weibchen, schnurförmig auf die Rinde ab. Im Innern sind die kleinen Kammern der Larven (bis 3mm, gelborange) zu sehen, die hier meist dicht an dicht liegen. Nach der Überwinterung der Larve im Holz kommt es dann zum Schlupf der erwachsenen Tiere. In der Summe wird somit über Jahre hinweg der geschädigte Bereich größer bis zu einer Länge von 0,5 m. Auf Grund der Perforation der Stämme und Äste besteht sicherlich eine erhöhte Bruchgefahr (Wind, Schnee). Auch kann bei einem umfassenden Befall der darüberliegende Bereich ganz absterben.

Weihnachtsstern. Regelmäßig mit warmem Wasser übersprühen.

Weinreben. Tarsonemidaer. Rot-violette, grüne oder gelbgrüne Auftreibungern ab 4 - 5 an den Blättern, vor allem an den jungen, darunter wie weißer Filz, der später bräunlich wird. Knospen angeschwollen. Selten Befall der Blüten, es entstehen Haarfilze, die die ganze Blüte überziehen. Danach stirbt sie ab. Bei Blütenbefall Verwechselungsgefahr mit dem Falschen Mehltau. Mikroskopisch kleine, vierbeinige, walzenförmige Larven sind die Ursache. Sie saugen auf der Blattunterseite. Überwinterung schon in den Sommermonaten in den Knospenschuppen. Sie leben unterhalb der Blätter, von denen sich auch die Larven ernähren. Die Folgen sind Wuchshemmungen, geringer Traubenansatz, Reifeverzögerung und geringeres Mostgewicht.

Die Stiche der Kräuselmilbe, sie sind etwa 0,15 mm stark, sorgen durch ihr Saugen dafür, dass die Triebe im Austrieb zurückbleiben. Der Rest des Blattes wächst weiter, an der Stichstelle bleibt das Wachstum aus. Dauert der Befall mehrere Jahre lang, so stirbt der Stock nach einiger Zeit ab. Wachstum verlangsamt, Blätter wie Bleiglanz, kaum sichtbare Tierchen.

Yucca. Cecidophyopsis hendersonii, Oziella yuccae u.a. Hitzestau.

Zierspargel. Gespinste an den Blattunterseiten. Blätter erst gelb gesprenkelt, dann fahl. Die Rote Spinne ist nur 1 mm groß. An der Blattunterseite sind die Tierchen mit vier und die Larven mit drei Beinpaaren zu erkennen. Heißes und trockenes Wetter begünstigt.- Blätter werden durch das Saugen geschädigt. Verfärbung und Blattfall folgen.

Zimmerlinde. Durch ungünstigen Stand.

Eriophyes essigi syn. Acalitus essigi, Gallmilben. Sie bilden Gallen, z.b. die Johannisbeergallmilben, auch an Brombeeren, Obst- und Ziergehölzen, Weiden, Wein, Yucca.

Brombeeren, Himbeeren. Eriophyes essigi syn. Acalitus essigi. Beeren bleiben hellrot und hart, schmecken nicht. Blätter und Triebspitzen sind weiß gesprenkelt. Ursache sind weißliche Milben, ca. 0,15 mm groß, bis zu 200 Stck. in einer Frucht, meistens auf dem Fruchtboden. Sie bleiben in den Fruchtmumien oder wandern nach ersten kühlen Nächten, etwa im September, zu Knospenschuppen, Rindenritzen und Blattachseln, wo sie überwintern. Die Mehrzahl stirbt dort, aber ihre hohe Fruchtbarkeit gleicht das bald aus. Später wandern sie in die Blütenstände, durch ihre Saugtätigkeit, vor allem am Fruchtboden, verhindern sie die Nährstoffzufuhr. - Während der gesamten Vegetationsperiode Befall möglich.

Die Früchte bleiben teilweise oder ganz hellgrau.

Efeu. Bryobia kissophila. Sie kann alle Efeuarten befallen. Nur Weibchen saugen an den Blättern, sie stellen aber kein Gespinst her. Die Blätter zeigen helle Sprenkelungen. Sie vermehren sich das ganze Jahr über. Ihre Eier legen sie weniger am Efeu ab als an Gegenständen der näheren Umgebung.

Pflaumen, Zw...Blätter haben kleine Ausstülpungen auf der Blattunterseite, erst grünliche, dann rötliche, längliche 2 mm große Gallen mit wulstiger Schlitzöffnung an der Oberseite. Darin sind die Milben gut geschützt. Ausbreitung auf die Früchte ist auch möglich. Dort entstehen etwas größere, kraterförmige Gallen. Überwinterungsformen sitzen unter der Rinde und an den Knospen.

Ahorn. Im allgemeinen sind keine Maßnahmen notwendig, der Schaden ist gering. Laub vernichten. Naturen. Niem.

Alpenveilchen, Columnee, Funkie, Gesnerie, Gloxinie, Kussmäulchen, Schiefteller und Usambaraveilchen (lange Blatthaare, stehen in alle Richtungen) werden besonders oft befallen.Weder Feuchtigkeit in der Luft noch am Ballen zulassen. Alles Kranke entfernen. Wiederholt die Pflanze kopfüber schütteln.

Apfelbäume. Kranke Teile vernichten. Seifen-Spiritusbrühe. Spruzit. Mehrmals hintereinander spritzen, die Eier widerstehen jeder Spritzung, es müssen die Tiere nach jeder Schlüpfung getroffen werden

Begonien, Knollenbegonien. Brennesseljauche. Mit Schmierseifen-Spirituslösung abspülen. Notfalls Pflanzen vernichten.

Birnbäume. Phytoptes pyri. Rapsölspritzung beim Knospenschwellen, dann eine Woche danach, dann 2 - 3 Wochen danach. Befallene Blätter entfernen und vernichten.

Fichten. Es empfiehlt sich, die Gewächse wiederholt mit Knoblauchbrühe, dem man Rainfarn zusetzt, zu benetzen. Auch wiederholtes Abspritzen mit klarerm Wasser hilft. Neudosan 2% dreimal in wöchentlichen Abständen. Rapsöl spritzen. Niem.

Johannisbeeren. Sobald die Milben auf den Blättern sichtbar sind, mit Algenkalk oder Gesteinsmehl stäuben. Mit Wermuttee oder gärender Brennesseljauche spritzen. NAB-Spritzung bei Beginn, während und nach der Blüte, außerdem 10 Tage danach 1%, nachmittags oder abends bei trübem Wetter. Rainfarntee, Schwefel oder Schädlingsfrei Naturen spritzen vor und nach der Blüte. Knoblauchtee wöchentlich. Niem.

Lilien. Befallene Knospen im Mai abschneiden und vernichten. Sie sind verdickt und kürzer. U.U. alle Knospen abschneiden, damit wirklich alle Milben vernichtet werden.

Linden, Winterlinden. Meistens nicht notwendig. Schaden gering.

Narzissen. Wasserbad 44°, 2 Stunden lang.

Stachelbeeren. Heißwasserspritzung 52°. Im Februar und März Rainfarntee spritzen.

Ulmen. Im Herbst das Laub verbrennen. Beim Austrieb mehrfach Rapsöl (z.B. Naturen), spritzen.

Walnußbäume. Der Schaden bleibt meistens gering, eine Bekämpfung ist daher nicht notwendig. Sonst vor dem Austrieb Netzschwefel spritzen.

Weinreben. Raubmilben. Rainfarn-oder Wermuttee spritzen. Befallenes vernichten. Meistens bleibt der Schaden gering.

Yucca. Gallmücken, Raubmilben, Raubwanzen. Schädlingsfrei Naturen.

Zimmerlinde. Schädlingsbefall wie z.B. Blattläuse.

Eriophyes essigi syn. Acalitus essigi, Gallmilben.

Brombeeren, Himbeeren. Nach dem Schnitt und im Frühjahr mit Rainfarn + Algenkalk spritzen, einmal im Herbst, zweimal im Frühjahr. Rapsölfabrikate (Naturen) in der Zeit der abgehenden Blüte. Befallene Fruchtstände und Triebe ausschneiden und vernichten. An warmen Tagen Netzschwefel spritzen: Wenn die jungen Triebe 30 - 40 cm lang sind; wenn die Triebe 40 - 50 cm lang sind und der Blütenstand erkennbar ist; und wenn die Blüte voll erblüht ist (abends oder morgens). NAB-Spritzung 1% bei Durchbruch der Jungruten, wenn die Triebe 20 - 25 cm lang sind und wenn sie 40 - 50 cm lang sind. Ein viertes mal im Herbst nach dem Schnitt. Im nächsten Jahr wiederholen. Wermuttee. Artanax 0,6 % einige Tage vergären lassen, dann spritzen vor der Blüte dreimal in drei Wochen, wiederholen während der Blüte in jeweils 10 Tagen. Abstand.Raubmilben sind natürliche Feinde. Bei sehr starkem Befall im Herbst alle Ruten abschneiden, so dass eine Ernte ausfällt. - Gegen Milben sind keine Mittel (Akarizide) zugelassen. Besonders Theodor Reimers und andere spätreifende Sorten sind anfällig. Trockener Boden fördert die Milbenbildung, deshalb ist Mulchen günstig.

Efeu. Ggf. den Efeu zurückschneiden und in neue Umgebung pflanzen. - Efeu im Sommer öfters abspritzen.

Pflaumen, Zw..Befallene Blätter entfernen. Rapsölspritzung (Naturen) sofort nach dem Knospenschwellen, dann eine Woche darauf und schließlich 2 - 3 Wochen danach.

Allgemein: Schwächung der Pflanzen durch Lichtmangel, trockene Luft, zu hohe Temperaturen, Zug vermeiden. Abstände zwischen den Pflanzen einhalten. Pflanzen artgemäß ernähren, regelmäßig wässern. Mulchen. Gießen mit Brennesseljauche und spritzen mit Schachtelhalmbrühe und/oder Algenextrakten. Raubmilben und -wanzen fördern. Im Gewächshaus oft lüften und ggf. Raubmilben Phytoseiulus persimilis (Samenfachhandel) anwenden. Neudosan. Kräftigung der Pflanzen mit ENVIRepel. Stark befallene Pflanzenteile vernichten. Ende Februar die Milben durch eine Austriebsspritzung bekämpfen. Sie legt sich wie ein Film über die Eier und erstickt sie.

Milben sind auch in großer Zahl an der Kompostbereitung beteiligt. Sie fressen kleine Pilze und zerkleinern Pflanzenreste. Optimale Temperatur: Über 35°.

 

Nach Milbenart:

Birnenpockenmilbe

Abwehr: Bei Spritzungen mit Netzschwefel gegen den echten Mehltau werden auch die Pockenmilben mit getötet.

Gemeine Spinnmilbe

Abwehr: Schwächung der Pflanzen durch Lichtmangel, trockene Luft, zu hohe Temperaturen, Zug vermeiden. Abstände zwischen den Pflanzen einhalten.

Natürliche Feinde sind Blumenwanzen, Florfliegenlarven, Gallmückenlarven, Kurzflügler, Marienkäfer, Pilze, Raubmilben, Raubwanzen, parasitäre Thripse, Weichkäferlarven.

Bei starkem Befall zurückschneiden. Knoblauchtee. Basilikumtee bei Topfpflanzen. Naphthochinone, wie sie in der Pantoffelblume (Calceolaria andina) enthalten sind, sollen sehr wirksam dagegen sein. Befallene Topfpflanzen mit Wasser besprühen und mit einer Plastikhaube umhüllen und zubinden. Nach drei Wochen sind sie auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit abgestorben. Befallene Pflanzen 3 - 5 Minuten in ein Wasserbad mit Zimmertemperatur halten. Mehrmals wiederholen. Bei empfindlichen Pflanzen diese Kur nicht anwenden. Räuberische Käfer Stethorus punctillum, Raubmilben Phytoseiulus persimilis und Amblyseius californicus im Handel gegen Spinnmilben, vor allem in Gewächshäusern. Überwinterung im Gewächshaus an immergrünen Pflanzen, diese deshalb restlos entfernen. Bei starkem Befall: Neudosan. Niemöl. Schädlingsfrei Naturen. Raptol. Spruzit. BioMyctan Spinnmilbenfrei. Steinmehl.

Feltiella acarisuga kann gegen Spinnmilben eingesetzt werden. Lieferanten Flora, Katz, re natur, STB, Hatto & Patrick, Wilhelm.

Obstbaumspinnmilben (meist Rote Spinne genannt), Panonychus ulmi.

Abwehr: Nützlinge fördern, Blindwanzen, Blumenwanzen einschl. Larven, parasitäre Hautflügler, Kurzflügler, Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen. Franzosenkraut sofort vernichten, wird oft von Spinnmilben befallen. Heiße, trockene Standorte an Südmauern meiden. Biologisch düngen mit Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln. Gewächshäuser regelmäßig lüften. Keine stickstoffbetonte Düngung. Mulchen und regelmäßig wässern. Befallenes vernichten. Gärende Brennesselbrühe mehrmals spritzen. Bei Sonnenschein mit kaltem Wasserstrahl die Unterseiten der Blätter abspritzen, sie sind empfindlich gegen Feuchtigkeit, auch tägliches Einnebeln hilft. Rainfarn- oder Wermutbrühe, verdünnter Knoblauch-Zwiebelaufguss, Beifuß-, Wermut-, Wucherblumenjauche. Stammanstrich und Winterspritzung mit Weißöl/Rapsöl vernichtet die Eier (kurz vor dem Austrieb spritzen). Stäuben mit Algenkalk oder Gesteinsmehl. Schwefelspritzungen wirken hemmend, manche chemischen Pflanzenschutzmittel wirken fördernd. Raubmilben in Gewächshäusern einsetzen. Neudosan. Spruzit. Celaflor Schädlingsfrei. Neem. Niemölspritzungen. Schmierseifen-Spiritus-Lösung. Gelbtafeln. Bei Topfpflanzen die befallenen Blätter (eingerollt, verkrüppelt) entfernen, die ganze Pflanze überbrausen, in Klarsichtbeutel packen, zubinden und 2 - 3 Tage bei gemäßigten Temperaturen stehen lassen. Spritzen mit Blattglanzsprays, vorher Test an einem Blatt machen wegen Verträglichkeit. Herzregion und Blattunterseiten besonders sorgfältig besprühen. Gewächshäuser regelmäßig lüften. Raubmilben Phytoseiulus persimilis im Handel sind bedingt auch im Freien einsetzbar, bei über 16°. - Amtlicherseits sind gegen Milben keine Mittel (Akarizide) zugelassen. Spinnmilben.

 

Wurzelmilbe, Rhizoglyphus spec.

Abwehr: Kontrolle vor Einlagerung. Lagerort sollte kühl und trocken sein. Bei Feststellung von Fraßmehl Knollen und Zwiebeln 30 Minuten in Rainfarntee oder Schmierseifenwasser tauchen. Stark befallene Pflanzen vernichten.

Nadelholzspinnmilben Oligonychus unungis.

Abwehr: Verdichteter Boden und trockene Lagen fördern den Befall. Absprühen mit scharfem Strahl oder Einnebeln, siehe 2 - 3.

Triebspitzenmilben.

Abwehr: Pflanzen weit stellen, nicht zu feucht und zu warm halten. Bei starkem Befall Brennesseljauche spritzen. Kranke Blätter entfernen, Gelbsticker in den Topf stecken.

Weichhautmilben (Tarsonemidae)

Abwehr: Knoblauchtee spritzen jeden zweiten Tag, ggf. auch mit unverdünntem Tee bei kräftigen Pflanzen. Schädlingsfrei Naturen. Oder Befallenes abschneiden, Pflanze vollkommen zurückschneiden bzw. vernichten.

Gallmilben Acari.

Abwehr: Natürliche Feinde sind Gallmücken, Raubmilben, Raubwanzen , Schädlingsfrei Naturen.

Gewächshausspinnmilben Brevipalpus obovatus

Abwehr: Spinnmilben auf Topfpflanzen lassen sich gut bekämpfen, indem man die Pflanze stark einnässt und einen Plastikbeutel darüber stülpt. Nach einigen Tagen sind die Spinnmilben abgetötet. Compo.

Varroa-Milbe

Abwehr: Vor dem Bienenstock Kapuzinerkresse aussäen. In trachtfreier Zeit mit Ameisen-, Milch- oder Zitronensäure desinfizieren. Die Säure lässt man im Stock verdunsten. Im Herbst bei Einfütterung Rainfarnblättertee mit anbieten. Niemspritzungen. - Milbenresistente Bienen aus der Primoski-Region importieren. Siehe auch 'Bienen / Varroa / Honig'. Schädlingsfrei Naturen kann bei den kleinen Milben angewandt werden. Durch die Ölumhüllung werden sie abgetötet.

 

Nach Pflanze:

Apfelbäume. Reglindis, Retina, Santana + Topas (Ahrens & Sieberz) sind resistent. Raubmilben, Raubwanzen. Winterspritzung mit Promanal. ENVIRepel. Franzosenkraut ausreißen, wird oft befallen. Winterspritzung vor dem Austrieb.

Balsaminen. Ausreichend düngen, aber nicht stickstoffbetont, und wässern. Pflanzung in der Nähe von heißen Mauern vermeiden.

Begonien, Knollenbegonien. Sie saugen an verborgenen Stellen, z.B. in Knospen oder zwischen den Blatthaaren, sind 0,2 mm groß und ähneln den Spinnmilben. Deformationen an Blättern, Knospen und Trieben. Knospen sterben ab, Blüten verfärben sich. (Knollenbegonien).

Erdbeeren. Natürliche Feinde: Raubmilben, sie bevorzugen für ihren Aufenthalt die älteren Blätter. Kaltwasserstrahl in das Herz der Pflanzen. Rainfarntee, Zwiebelschalen- oder verdünnten Knoblauchtee spritzen, auf Blattober- und -unterseiten, mehrmals hintereinander im Abstand von 3-4 Tagen, beginnend im Mai, dann wieder nach der Ernte, Mindesttemperatur 10°. Blätter nach der Ernte abmähen und vernichten. Keine Ableger entnehmen. Schlimmstenfalls die Pflanzen vernichten.

Erdbeeren. Befallene Pflanzen vernichten. Blattunterseiten mit kaltem Wasserstrahl abspritzen. Gärende Brennesseljauche spritzen, mehrmals kurz hintereinander, ebenso Wermut- oder Rainfarntee. Spruzit. Schwefelspritzen wirken hemmend. Niem.

Fichten. Kalkgehalt des Bodens überprüfen. Ggf. mit Algenkalk oder kalkhaltigem Steinmehl etwas nachkalken. Brennesseljauche gießen. Regelmäßig wässern, Baumscheibe und Umgebung feucht halten, damit die Luft ebenfalls feuchter wird. Winterspritzung mit Weißöl. ENVIRepel. Die serbische Fichte Gnom (bis 150 cm) ist relativ wenig anfällig. Es kommen die kleinen Milben vor allem in Trockenheitsperioden zum Zuge.

Gurken. Gesundes Saatgut verwenden, mit Knoblauchsaft beizen. Raubmilben und Raubwanzen fördern. Keine triebige Düngung (Stickstoff). ENVIRepel. Mulchen. Regelmäßig wässern.

Hortensie, Knopfbusch: Standort überprüfen. Ggf. mehr wässern. Mit Kompost abdecken. Befallene Teile entfernen, Pflanze mit Wasser abspritzen, wiederholen.

Hyazinthen. ENVIRepel.

Ledebourie. Während der Lagerzeit auf kühle und trockene Umgebung achten.

Lilien. ENVIRepel ?

Pfeifenwinde. Für genügend feuchte Luft im Blätterbereich sorgen. Ausreichend und regelmäßig gießen. Bepflanzung von Südfassaden möglichst vermeiden.

Ritterstern. Während der Lagerzeit auf kühle und trockene Umgebung achten.

Stachelbeeren. Weißöl. Promanal. ENVIRepel.

Tomaten.  ENVIRepel. Raubmilben Phytoseiulus persimilis (über 16°). Zwiebelschalentee, Neudosan.

Tulpen II. Sortenwahl. Nicht stickstoffbetont düngen. Boden auflockern.

Wandelröschen. Schwächung der Pflanzen durch Lichtmangel, trockene Luft, zu hohe Temperaturen, Zug. Abstände einhalten. Lüften.

Weinreben. ENVIRepel. 

Brombeeren, Himbeeren. Boden ganzjährig mulchen (Kompost). Abgeerntete Triebe sofort abschneiden und vernichten. Ebenso Fruchtmumien, damit die Milben nicht in die Knospen überwechseln. Keine Holzstümpfe dulden. Jüngere Pflanzungen werden selten befallen. Boden feucht halten, mulchen. 2 x Netzschwefel 1% spritzen, auch in die Blüten, wenn die Triebe etwa 15 - 20 cm lang sind, Abstand 10 Tage. Knoblauchtee- und Wermutspritzungen wehren ab. Frühe Sorten wählen. Brennesseln beipflanzen.

Efeu. Befall deutet auf Standortmängel. Efeu benötigt halb- oder ganzschattige Lage und einen feuchten Boden. Heiße Sommer und/oder Trockenheit schwächen ihn.

Pflaumen, Zw..Frühjahrsspritzung vor dem Austrieb mit Weißöl, so früh wie möglich, gleich nach Frostende. Lockere Rindenteile mit Stahlbürste entfernen.

Pflanzen artgemäß düngen, regelmäßig wässern. Mulchen. Gießen mit Brennesseljauche und spritzen mit Schachtelhalmbrühe und/oder Algenextrakten. Raubmilben und -wanzen fördern. Im Gewächshaus oft lüften und ggf. Raubmilben Phytoseiulus persimilis (Samenfachhandel) anwenden. Neudosan. Kräftigung der Pflanzen mit ENVIRepel. Stark befallene Pflanzenteile vernichten.

Erdbeermilben werden vertrieben durch Knoblauch und Lauch.

Schildläuse [Coccina Coccidea]

Coccina Coccidea Verwandte Arten: Wollläuse.

Siehe auch Apfelbäume. Es gibt Deckelschildläuse Diaspididae, bei denen man den Deckel abnehmen kann (zu finden auf der Blattoberseite), und Napfschildläuse Coccidae, bei denen Tier und Schild fest miteinander (meistens zu finden auf der Blattunterseite) verwachsen sind. Schmier-oder Wollläuse Pseudococcidae haben kein Schild, sie sind stattdessen mit Wachsfäden geschützt. Siehe Wollläuse'.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

 

Deckelschildläuse saugen die Zellen aus und geben Gifte ab, die zur Blattverfärbung oder zum Gewebetod führen können. Sie produzieren keinen Honigtau. Napfschildläuse saugen an der Saftbahn, das kann zu Honigtaubildung, bei starkem Befall auch zu Vergilbungen führen. Schildläuse haben ihren Namen von den hell- bis dunkelbraunen, ovalen oder runden Schilden, die an Stängeln, Ästen und Blättern zu finden sind. Es handelt sich hier um die Weibchen, die sich mit Hilfe eines Saugstachels an den Pflanzen festklammern und unter dem Schild aus Lack und Wachs ihre Jungen aufziehen. Sie sind degeneriert, behalten ihre Mundwerkzeuge, haben aber keine Flügel und Augen und nur Ansätze von Antennen, auch Beine fehlen ihnen meistens. Unter einem Schild können bis zu 2000 Nachkommen leben, Eier und Larven, die sich lawinenartig über die Pflanze ergießen können. Die Larven sind mit bloßem Auge unsichtbar. Sie laufen überall an der befallenen Pflanze, saugen Saft aus den Zellen und hinterlassen oft einen zuckerhaltigen Kot, der dann zu Rußtaubildung führt. Das kann außerdem zu Wachstumsstörungen, Blattfall, Gewebetod, Honig- und Rußtau und schlechtem Fruchtansatz führen. Der Wind kann sie auf andere Pflanzen tragen, Ameisen besorgen das auch oft. - Die männlichen Tiere verwandeln sich, sie verlieren ihre Mundwerkzeuge, entwickeln Antennen, Beine und Flügel, sind frei beweglich, aber ernähren sich nicht mehr. Sie leben nicht lange.

  1. Die Kommaschildlaus (Lepidosaphes ulmi) ist 2 - 4 mm groß, weiß oder gelb, der Schild länglich, braun. Eiablage im Herbst unter dem Schild, die Jungtiere treten 5 - 6 auf. Äste, Stamm und Zweige sind dicht besiedelt mit den Schilden. Die Kommaschildlaus befällt Apfel, Birne und Pfirsich.
  2. Die große Obstbaumschildlaus (Napfschildlaus) (Pulvinaria regalis) hat einen kugelig-braunen Schild. Die jungen Larven kriechen 7 - 8 auf Blätter und frische Triebe. Sie überwintern auf Stamm und Zweigen und bilden im Frühjahr Schilde aus. Verkrüppelung und Wachstumsstörungen sind die Folgen, meist aber bleibt der Schaden gering. Die große Obstbaumschildlaus befällt Apfel, Birne, Johannisbeere, Rose, Weinrebe und Zwetsche. Meistens sind die befallenen Pflanzen geschwächt.
  3. Das San-Josè-Schildlausweibchen (Quadraspidiotus perniciosus) ist 1 - 2 mm groß, hat einen runden, erst weißen, dann dunklen Schild; es saugt sich fest an Stamm und Ästen. Sie sind augen- und beinlos. Dagegen sind das Männchen, 2 mm groß, orangefarben, und die Jungtiere beweglich, die männlichen Tiere zeitweise geflügelt. Die Schilde der Männchen sind etwas kleiner als die der Weibchen und außerdem elliptisch. Die Weibchen gebären bis zu 400 Larven im Jahr. Sie sind gelblich, wandern auf den Pflanzen hin und her und setzen sich schließlich an Blättern, Früchten und Zweigen fest. Die Saugstellen am Gewebe verfärben sich rot. Blätter, Früchte und Triebe vorzugsweise von Apfel- und Birnbäumen sowie Johannisbeeren werden befallen und sterben z.T. ab. Auch Steinobst und Ziergehölze können befallen werden. 2 - 3 Generationen sind möglich. Überwinterung der letzten Generation als Schwarzschilde. Natürlicher Feind: Schlupfwespen. Aus den USA wurde die Zehrwespe Prospaltella perniciosi eingeführt, die durch den Geruch der Schildlaus ihren Weg zum Wirt findet. Aber auch die einheimische Aphytis beteiligt sich an der Parasitierung. Erfolg von Witterung und Umweltbedingungen abhängig, verschieden je nach Region. Sie wurde in den 50er Jahren eingeschleppt. Meist nur in wärmeren Gegenden verbreitet. Verbreitung durch gegenseitige Berührung der Pflanzen. Meldepflichtig!
  4. Die gemeine Napfschildlaus (Parthenolecanium corni) mit dunkel geflecktem Rückenschild ist weit verbreitet und oft an Kaffee- und Teepflanzen, Kamelien, Myrten und Zitronenbäumchen zu finden. Sie vermehren sich durch lebend geborene Junge.
  5. Die schwarze Napfschildlaus (Saissetia oleae) legt dagegen Eier. Sie verbreitet sich z.B. auf Granatapfel, Oleander und Schönmalve. Auch andere Ziergehölze werden oft von Schildläusen 1 - 3 mm, rund oder oval, befallen: Agave, Birkenfeige, Croton, Dieffenbachie, Efeu, Fingeraralie, Flamingoblume, Glanzkölbchen, Gummibaum, Lorbeer, Oleander, Palmen, Palmlilie, Philodendron°, Weihnachtsstern, Zierspargel.
  6. Die wollige Napfschildlaus (Pulvinaria regalis) ist etwa 5 mm groß. Sie überzieht im Sommer die Blätter und im Herbst Äste und Zweige mit wachsartiger Wolle. Der ausgeschiedene Kot kann unterhalb des Baumes ganze Flächen bedecken, soweit er auf Baumteilen haftet, wird er mit schwarzen Rußtaupilzen überzogen, die weitgehend die Sonnenstrahlen abhalten. Befallen werden viele Bäume und Sträucher, z.B. Ahorn, Kornelkirsche, Linde, Magnolie, Rosskastanie, Walnuss. Sie vermehren sich ungeschlechtlich und kriechen dazu auf Stämme und starke Äste. Ein einziges Weibchen legt dort ab 4 bis zu 3000 Eier im Jahr. Auch die Eier sind mit weißem Wachs überzogen. Darüber liegt dann der 'Napf', der das Gelege schützt.

*Philodendren können, wie alle Aronstabgewächse, ihre Blütentemperatur regulieren. Sie heizen sie nachts auf und bieten damit Insekten, die sie befruchten, ein warmes Quartier, von dem aus sie am frühen Morgen, ohne auf die wärmende Sonne warten zu müssen, mit Flugtemperatur starten können.

 

Apfelbäume, Birnbäume. Eulecanium corni, Napfschildlaus, Große Obstbaumschildlaus. Brauner runder Schild, darunter befinden sich die Eier. Schlupf  7 - 8 mit Befall von Blättern und Jungtrieben. Befällt vor allem Weinrebe und Zwetsche, außerdem Birne und Rose. Lepidosaphes ulmi, Kommaschildlaus. Das Weibchen ist 2 - 4 mm groß, gelb oder weiß. Schildförmige braune Schilder an Stamm und Zweigen, darunter sind die Eier, die im Herbst abgelegt werden. Daraus schlüpfen die Jungtiere 5 - 6. Apfel, Birne, Pfirsich werden befallen. San-Josè-Schildlaus Das San-Josè- Schildlausweibchen Quadraspidiotus perniciosus ist 1 - 2 mm groß, hat einen runden, erst weißen, dann dunklen Schild; es saugt sich fest an Stamm und Ästen. Dagegen sind das Männchen und die Jungtiere beweglich, die männlichen Tiere zeitweise geflügelt. Befallen werden Apfel, Birne, Johannisbeere.

Aprikosen. Kirschbäume, Pfirsichbäume. Lepidosaphes ulmi, Kommaschildlaus. Das Weibchen ist 2 - 4 mm groß, gelb oder weiß. Schildförmige braune Schilder an Stamm und Zweigen, darunter sind die Eier, die im Herbst abgelegt werden. Daraus schlüpfen die Jungtiere 5 - 6. Das San-Josè- Schildlausweibchen Quadraspidiotus perniciosus ist 1 - 2 mm groß, hat einen runden, erst weißen, dann dunklen Schild; es saugt sich fest an Stamm und Ästen. Dagegen sind das Männchen und die Jungtiere beweglich, die männlichen Tiere zeitweise geflügelt. Kirschbäume: Befallen werden außerdem Apfel, Birne, Johannisbeere.

Birken. Wollige Rebenschildlaus Pulvinaria vitis.Die Blätter sind bedeckt mit weißem, wachsartigem Belag.

Brasilianische Araukarien. Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, fallen ab. Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt, es gibt einige klebrig-glänzende Stellen. Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben und scheiden gleichzeitig schädliche Stoffe aus, wonach sich die Blätter einrollen.

Cotoneaster, Zwergmispeln. Schildläuse haben ihren Namen von den hell- bis dunkelbraunen, ovalen oder runden Schilden, die an Stängeln und Blättern zu finden sind. Unter einem Schild können bis zu 2.000 Nachkommen leben, die sich lawinenartig über die Pflanze ergießen können. Die Larven sind kaum zu sehen. Sie laufen überall herum und saugen Saft aus den Zellen.

Efeu, Hebe. Napfschildläuse. Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, fallen ab.

Goldblatt. Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, fallen ab. Blätter eingesponnen, wenig Blattgrün. Zellen silbrig-gesprenkelt, später braun.

Gummibäume. Sie hinterlassen Honigtau, auf dem sich Rußtaupilze ansiedeln. Schildläuse: Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, fallen ab..Wollläuse: Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt, es gibt einige klebrig-glänzende Stellen. Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben und scheiden gleichzeitig schädliche Stoffe aus, wonach sich die Blätter einrollen. Zimmerpflanzen werden oft befallen.

Herrenhäuser Filigranfarn, Weicher Schildfarn. Vernichten mit einer kleinen Bürste.

Johannisbeeren. Graue bis braune Schilde an den Stöcken.

Kamelie. Auf den Blattunterseiten Anhäufungen von etwa 2 mm langen Tieren mit Schild. Oft ein größerer Flecken um die Ansiedlung, verursacht durch ein Sekret, das beim Saugen abgesondert wird. Die Blätter verkrüppeln, sterben ab und fallen ab. - Befall auch von anderen Zierpflanzen wie Lorbeer, Oleander, Säckelblume, Zwergmispel u.a. Oft werden sie schon beim Kauf eingeschleppt. .

Kentiapalme, Zwergpalme, Königsfarn, Lorbeer, Oleander, Orchideen, Knabenkräuter, Palme, Strauchveronika, Wüstenrose. Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, später fallen sie ab. Lorbeer, Oleander: Der Lorbeer wird besonders im (zu warmen) Winterquartier befallen.

Oliven, Olivenbäumchen. Vor allem die Neutriebe werden befallen. Auf den Blattunterseiten sind die dunklen Schilde erkennbar. Blätter verkrüppeln.

Rosen. Die Große Obstbaumschildlaus kann die Rosen befallen. Auf den Blattunterseiten dunkle Schilde, wachsartig. Blätter verkrüppelt, später fallen sie ab.

Stachelbeeren. Braune oder graue kleine Schilde an den Stocktrieben.

Ulmen. Lepidosaphes ulmi. Saugende Schildläuse. Wachstumsstörungen, Blattfall, Gewebetod, Honig- und Rußtau und schlechter Fruchtansatz.

Quittenbäume. Blattunterseite dunkle Schilde, wachsartig. Blätter verkrüppelt, später braun. Blätter eingesponnen.

Wacholder, Zierspargel, Zwergmispel. Auf den Unterseiten sind dunkle, wachsartige Schilde erkennbar. Das Wachstum ist verringert.

 

 

Apfelbäume. Komma-Schildläuse im Mai/Juni mit Origanotee oder schwefelsaurer Tonerde spritzen (außer Berlepsch und Cox Orange). Befall mit der San-Josè-Schildlaus meldepflichtig! Junge Larven mit Spruzit spritzen. Ammoniakspritzungen.

Birken. Meistens nicht nötig wegen vieler Nützlinge.

Kentiapalme, Palme, Zwergpalme. Siehe wie Schildläuse usw.

Lorbeer. Notfalls zurückschneiden.

Oleander. Paraffinöl. Ammoniumlösung. Pflanzenöl-Emulsion. Niem. Schädlingsfrei Naturen.

Quittenbäume. Meldepflichtig.

Abwehr: Natürliche Feinde: Marienkäfer und Schlupfwespen. Zur Vorbeugung regelmäßige Spritzungen mit ENVIRepel. Befallene Pflanze von den gesunden isolieren. Für feuchte Luft sorgen.

Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Rindenpflege. Stammanstrich. Mulchen. Kalkbodentest. Ausreichend wässern. Im Obst- und Ziergehölzanbau Winteraustriebsspritzung mit Paraffin- oder Rapsöl, zurückhaltend gießen. Gewächshäuser gut lüften. Falls Ameisen auf den Pflanzen herumlaufen, müssen auch sie in die Abwehrmaßnahmen einbezogen werden, da sie junge Schildläuse auf andere Pflanzen verschleppen. - Befallene Teile mit durchgeschnittenen Knoblauchzehen abreiben. Zwiebelschalenbrühe. Farnkrauttee. Oder Schilde mit kleiner (Zahn-)Bürste abstreifen, dann mit lauwarmem Wasser + Spülmittel abwaschen und anschließend die ganze Pflanze tropfnass mit Pflanzenölprodukt spritzen, z.B. Promanal Neu Schild- und Wolllausfrei oder Naturen. Nach Ölspritzung die Pflanze 1 - 2 Wochen nur in den Halbschatten stellen. Eine Woche vorher Verträglichkeitsprüfung an einem Zweig machen. Im allgemeinen nur bei hartlaubigen Pflanzen anwenden, nach 10 - 14 Tagen wiederholen, um die später geschlüpften Läuse auch zu erfassen. Bei weichlaubigen Pflanzen Spruzit und Raptol Schädlingsspray anwenden. Ammoniaklösung spritzen. Bei Topfpflanzen mit Blattglanzspray oder Schmierseifenlauge (1 Esslöffel/1 l Wasser) oder einer spez. Schmierseifenlösung spritzen. Spritzung mit 1 Esslöffel Schmierseife + 1 Teelöffel Spiritus + 1 l Wasser lässt die Schildläuse austrocknen. - Wattebäusche in Methylalkohol oder Weingeist tränken und damit abwischen. Olivenöl mit Wasser 1 : 1 vermischen und damit die befallenen Teile bestreichen, anschließend mit Tuch abwischen. Ameisen fernhalten. Brühe aus schwefelsaurer Tonerde. Kübelpflanzen mit Wasser besprühen, in Klarsichtfolie packen und zwei Wochen lang in den Schatten stellen. Gelbtafeln + Neudosan AF, wöchentlich wiederholen, Blattunterseiten benetzen. Compo.

Die Jungtiere können am besten bekämpft werden, wenn sie das Schild des Muttertieres verlassen. Die Spritzung muss mehrere Male wiederholt werden.

Im Gewächshaus, Blumenfenster, Wintergarten: Schlupfwespen Encarsia formosa oder andere Schlupfwespenarten je nach Befallsart (Fachhandel) einsetzen. Räuberische Käfer Rhyzobius lophantae.

 

Apfelbäume. Stammanstrich. Abbürsten der Krusten und Eiablagen. Winterspritzung mit Paraffinöl. Promanal Neu. ENVIRepel. Bäume pflegen, düngen, wässern, nicht stickstoffbetont düngen. Brennesseljauche.

Cotoneaster, Zwergmispel. Nassen Boden vermeiden.

Efeu. Befall deutet auf Standortmängel. Efeu benötigt halb- oder ganzschattige Lage und einen feuchten Boden. Heiße Sommer und/oder Trockenheit schwächen ihn.

Goldblatt. Zu warme Standorte und trockene Luft vermeiden.

Johannisbeeren. ENVIRepel.

Kentiapalme, Palme, Zwergpalme. Siehe wie Schildläuse usw.

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Weiße Fliegen [Aleyrodes proletella/Trialeurodes vaporariorum Aleyrodidae]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aleyrodes proletella/Trialeurodes vaporariorum Aleyrodidae.

Die Kohlmottenschildlaus oder weiße Fliege Aleyrodes befällt vor allem Kreuzblütler und Wolfsmilchgewächse. Das Weibchen überwintert gern an Grün- oder Rosenkohl, aber auch an Endivie, Erdbeere, Gänsedistel, Schöllkraut. Sie sind frostfest.

Selten tritt die Baumwollmottenschildlaus Aleyrodes proletella auf, und nur in warmen Lagen.

Am häufigsten ist die Gewächshausmottenschildlaus (Trialeurodes vaporariorum), die auch im Freien Balkonpflanzen und Blumenstauden befällt. Sie sind 1 - 2 mm groß. Reinweiße, mit Wachs bepuderte Flügel, werden in Ruhestellung nach oben abgewinkelt. Körper gelb, aber mit Wachs überzogen, so dass er auch weiß aussieht. Die weißen, winzigen Eier werden an der Blattunterseite an einem Stiel abgelegt, der in das Blatt hineingebohrt wird. Zahl ca. 100 - 500 Stück je Weibchen. Die gelbgrünen oder weißen, kaum sichtbaren, 0,2 mm langen Larven befinden sich ebenfalls auf der Unterseite, sie sind jung beweglich, mit zunehmendem Alter werden sie unbeweglich. Sie setzen sich dann unter einem runden Wachsgebilde fest, wodurch sie nahezu unangreifbar werden. Nach dem Larvenstadium kommt das Puppenstadium, die gesamte Entwicklungsdauer bis zum Vollinsekt dauert etwa 2-4 Wochen je nach Witterung. Sie beginnen sofort mit der Fortpflanzung. Im Jahr können so bis zu 10 Generationen hervorgehen. Optimal dafür ist eine hohe Luftfeuchtigkeit von 80% und eine Temperatur von 22°. Die Insekten fliegen bei jeder Bewegung auf. Sie halten sich auf der Blattunterseite der oberen Blätter auf. Der Befall ist zuerst durch den schmutzigen Honigtauüberzug auf den Blattoberseiten festzustellen, auf dem Schwärzepilze leben. Das Laub wird gelb, welkt und fällt ab.

Im Gewächshaus werden ab E 5 vor allem Auberginen, Fuchsien (!), Geranien, Gerbera (!), Gurken, Hibiskus, Kürbis, Lantanen (!), Paprika, Primeln, Schönmalve, Solanum, Tomaten, Weihnachtssterne und Zucchini befallen,

im Freiland Azaleen, Bohnen, Erdbeeren, Gänsedisteln, Gurken, Hibiskus, Kohl, Kübelpflanzen, Pantoffelblumen, Paprika, Pelargonien, Rhododendren, Schöllkraut, Schönmalve, Tomaten, Wandelröschen, Weihnachtsstern. Es entstehen helle Saugstellen an den Blättern durch die erwachsenen Tiere und die Larven, die Blätter vergilben und sterben ab. Honigtau wird abgesondert, danach bildet sich Rußtau. Früchte werden verschmutzt. Atmung und Assimilation der Pflanzen werden durch eine lackartige Kotschicht gestört. Vor allem unter Glas können erhebliche Schäden entstehen durch die rapide Vermehrung. Sie vertragen keine kühlen Temperaturen, die weißen Fliegen, die im Gewächshaus auftreten, sterben bei winterlichen Außentemperaturen ab

Brautmyrte, Fuchsie, Gurken. Selten. 2 mm große, geflügelte Insekten, bedeckt mit weißem Wachspuder auf den Blattunterseiten. Schwarze Rußtaupilze.

Kohl. (Aleyrodes proletella). Sie sind 1-2 mm groß, wie mit weißem Staub überpudert, die Flügel werden in der Ruhe dachförmig aufgestellt. Sie befinden sich meist auf der Unterseite der obersten Blätter, auf der sie auch ihre Eier ablegen. Die Larven sind gelb-grün. Larven, Eier und weibliche Kohlmottenschildläuse überwintern an Kohlpflanzen. Schäden entstehen durch Saugen an den Blättern mit nachfolgender Rußtaubildung, vor allem in Gewächshäusern. Hauptbefallzeit Spätsommer/Herbst, in heißen Sommern auch ganzjährig. Befallen werden hauptsächlich Blumenkohl, Broccoli, Grünkohl, Rosenkohl, Weißkohl. Überwinterung an Grün- und Rosenkohl, aber auch an anderen überwinternden Pflanzen. Sie sind frostfest.

Basilikum. Brennesselauszug. Niemsamen.

Gurken. Naturen.

Abwehr: Natürliche Feinde sind Marienkäfer, Schlupfwespen, Spinnen und Wanzen. Vliesabdeckung. Basilikum, Rainfarntee und Tagetes wehren ab. Pflanzen zur Kräftigung regelmäßig mit ENVIRepel spritzen. Den Boden vorbeugend mit einer Brühe aus Eichenblättern oder Eichenholzspänen abbrausen. Zimmerblumen in einen trockenen, kühlen Raum umsiedeln. Beim Einsatz von Puppen der Erzwespen 15°- 34° einhalten. Nährsrtoffmangel/-überschuss.

Im Gewächshaus: Schlupfwespen/Zehrwespen Encarsia formosa, Eretmocerus californicus, Weiße Fliegen Eretmocerus eremicus usw. im Handel erhältlich, Temperaturen von 22 - 27° erforderlich. Außerdem der räuberischer Käfer Delphastus pusillus, die Raubwanze Macrolophus caliginosus. Gelbtafeln im Gewächshaus aufhängen.

Die Giftbeere anpflanzen (Nicandra physalodes, Höhe ca.1 m, je 100 qm Glasfläche 6 Pflanzen. Wirkung nicht zuverlässig, beginnt erst mit Blütenbildung). Die Rosengeranie Pelargonium radens zieht weiße Fliegen an und kann im Gewächshaus aufgestellt werden. Man schneidet die Pflanze ab und vernichtet sie mit samt den Schädlingen. Nicht zu eng pflanzen im Gewächshaus: Je Quadratmeter 1 Gurke, 2 Tomatenpflanzen oder 4 Auberginen oder 4 Paprika sind gerade richtig, dazwischen, außer bei Paprika, stark riechende Tagetes (Tagetes patula, Tagetes tenuifolia) säen oder Kapuzinerkresse. Tagetes zur Abwehr der weißen Fliege. Fleißig lüften. Fuchsien, Gerbera und Lantanen werden unter Glas besonders stark heimgesucht. Aufscheuchen und mit dem Staubsauger absaugen, bei schwächster Stellung. Gelbtafeln, besser Blautafeln schon bei der Pflanzung aufstellen. Sie wachsen mit den Pflanzen in die Höhe. Durch Schütteln der Pflanzen werden Weiße Fliegen aufgescheucht und kleben schneller fest. Sämtliches Unkraut und Pflanzenreste entfernen. Sie dienen den weißen Fliegen oft zur Vermehrung. Basilikum wehrt ebenfalls ab. Geschlossene Grünflächen mit z.B. Klee-Einsaat, werden weniger heimgesucht. Morgens Rapsöl o.ä. spritzen, das Larvenstadium kann am besten bekämpft werden. Gelbe, besser noch grünlich-gelbe Schalen mit Wasser und etwas Geschirrspülmittel aufstellen. Wenig, aber dafür durchdringend gießen. Nicht stickstoffbetont düngen. Mulchen. Stark befallene Pflanzen vernichten. Blumentöpfe einen Tag lang in einen sehr kühlen, aber frostfreien Raum stellen. Oder mehrmals kurz in warmes Wasser halten, dem etwas Spülmittel zugegeben wurde. Abstand von 2-3 Tagen einhalten bei der Badekur. Rezeptur: 1 l Wasser, 1 Esslöffel flüssige Schmierseife, 1/10 l Spiritus. 1 x wöchentlich spritzen.

Im Freien wie im Gewächshaus: Kohlstrünke sofort nach Ernte entfernen. Außerdem Spritzung mit Zitronengrasöl, Eichenblätterauszug, Pflanzenölprodukten, z.B. Schädlingsfrei Naturen, Celaflor Schädlingsfrei Neem, Niemsamen. Boden feucht halten, lockern, mulchen. Stäuben mit Gesteinsmehl oder Algenkalk. Spritzen mit Knoblauch- oder Brennesselauszug, Quassia, Rainfarntee, Schmierseifenlösung, Schwefelsaure Tonerde, Wermut. Raptol, Neudosan, Spruzit in wöchentlichen Abständen. Morgens spritzen. Nach 10 Tagen wiederholen. Weiße Fliegen. Schlüpfende Larven sind besonders empfindlich. Basilikum. Hochwirksam sollen Naphthochinone sein, wie sie in der Pantoffelblume (Calceolaria andina) enthalten sind. Compo.

Bei Blumenfenstern einen Topf mit Fettkraut (Pinguicula) aufstellen, es fängt mit seinen klebrigen Blättern die Weißen Fliegen ein.

Weiße Fliegen übertragen viele Pilze und Viren.

Blauflügelchen. Weiße Fliegen

Bunte Margerite, Enzianstrauch, Kentiapalme, Margeriten, Palme, Paprika, Peperoni, Pepinos, Primeln, Rhododendren, Scheinmalve, Seiudenpflanze, Strauchmargerite, Tomatenpflanzen, Trompetenblume, Weihnachtsstern. 2 mm große, geflügelte Insekten, bedeckt mit weißem Wachspuder auf den Blattunterseiten. Schwarze Rußtaupilze.

Korallenstrauch. Helle Saugstellen, auf der Blattunterseite weiße Motten.

Pepinos. Nicht in Prallsonne setzen

Primeln. Windstille und Zug vermeiden

Seidenpflanze. Nicht stickstoffbetont düngen.

Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit ENVIRepel. Gelbtafeln. Schlupfwespen Encarsia formosa (Glashaus).

Wandelröschen. Es entstehen helle Saugstellen an den Blättern durch die erwachsenen Tiere und die Larven, die Blätter vergilben und sterben ab. Honigtau wird abgesondert, danach bildet sich Russtau. Atmung und Assimilation der Pflanzen werden durch eine lackartige Kotschicht gestört.Vor allem unter Glas können erhebliche Schäden entstehen durch eine rapide Vermehrung. Sie sind 1 - 2 mm groß. Reinweiße, mit Wachs bepuderte Flügel, werden in Ruhestellung nach oben abgewinkelt. Körper gelb, aber mit Wachs überzogen, so dass er auch weiß aussieht. Die weißen, winzigen Eier werden blattunterseits an einem Stiel abgelegt, der in das Blatt hineingebohrt wird. Zahl ca. 100 - 500 Stck. je Weibchen. Die gelbgrünen oder weißen, kaum sichtbaren, 0,2 mm großen Larven befinden sich ebenfalls auf der Unterseite, sie sind jung beweglich, mit zunehmendem Alter werden sie unbeweglich.

Die weißen Fliegen werden vertrieben durch Duftpelargonien.


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