Kirschbäume [Prunus avium, cerasus] - Schadbilder

Kirschbäume - Spezifische Krankheiten

Vogelfraß: Kirschen lassen sich schützen durch einen Staren-Nistkasten. Das Starenpaar, das sich hier niederlässt, wird den Baum gegen die Konkurrenz verteidigen. Ein paar Kirschen müssen Sie Ihrem Starenpaar dafür allerdings lassen.

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Apfelbaumbohrer [Saperda candida]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kirschbäume, Pflaumen, Zwe..Er knickt bei heftigem Wind oder bei starkem Befall ein.

Kirschbäume, Pflaumen, Zwe..In Nordamerika beheimatet. Der Käfer tritt mit seinen im Holz minierenden Larven in seiner Heimat bevorzugt an Apfel als Schädling auf. Der Käfer selbst ist etwa 2 cm lang mit in etwa genauso langen Antennen. Die Imagines sind braun gefärbt und besitzen zwei helle Streifen auf dem Rücken des gesamten Körpers. Die Larven dringen in die Stammbasis ein und legen Fraßgänge im äußeren Holzbereich/Rinde an, ihre Entwicklungszeit beträgt witterungsabhängig 2 - 3 Jahre. Sie sind hell gefärbt, beinlos und werden bis zu 45 mm lang. Ein starker Befall führt zum Absterben der Bäume, auch ist die Bruchgefahr erhöht. In Amerika treten die Käfer im Frühjahr auf, die Verpuppung erfolgt im Stamm. Die Ausbohrlöcher sind rund mit einem Durchmesser von 9 mm. Funde und Verdachtsmomente sind unbedingt dem nächsten Pflanzenschutzamt zu melden. Nähere Details auch unter Arbofux.

Bakterienbrand (Bakterienkrankheiten) [Pseudomonas syringae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Aprikosen, Birnbäume, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Zwe,, Mirabellen, Quittenbäume, Scharlachkirschen, Walnussbäume. Bakterienkrankheiten. .

Pseudomonas syringae befällt Kernobst. Rinde nahe den Endknospen ist im Winter eingesunken und rissig. Im Frühling kann dort Gummifluß austreten. Die betroffenen Blätter und Blüten bleiben klein und trocknen bald ein. Die Triebe können auch absterben. Die Blätter haben kleine helle Flecke, die später braun und trocken werden und schließlich ausfallen. Verwechselungsgefahr mit der Schrotschußkrankheit! Bei dem Bakterienbrand sind die Ränder aber immer hellgrün, die Löcher auch kleiner. Auch an den Früchten kann es kleinere dunkle Flecken geben. Verbreitung der Bakterien durch Regen und Wind. Sie dringen durch die Blattfallwunde in das Gewebe ein und vermehren sich dort. Releika, Resi und Rewena sind resistent, Relinda ist wenig anfällig. Befällt auch anderes Kernobst.

Beobachtungen können gemeldet werden an:

Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (ehemalig: BBA)
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig
+49 531 299-3204

http://www.jki.bund.de

Pseudomonas morsprunorum und Pseudomonas syringae. Im Herbst werden Fruchttriebe, Knospen und Rinde befallen über Blattnarbe oder Wunden. Die Erscheinungen sind schwerwiegender als beim Kernobst (siehe Apfelbäume). Blätter zeigen hellbraune Flecken mit einem wässrigen Hof. Die Flecken trocknen ein, fallen aus und die Blätter ab. (Erscheinung ähnlich der Schrotschusskrankheit). Dann werden die Äste, Blüten (Blütenblätter sehen wie verbrannt aus) und Früchte befallen. Dunkle, eingefallene Rindenflecke an den Trieben, die sich wie ein Geschwür vergrößern und schließlich ganze Äste oder die Krone absterben lassen. Gummifluß. Bei solchen Schäden kann sich der Baum nicht mehr erholen und muß gerodet werden. Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode, besonders bei jungen Bäumen. Befällt auch anderes Steinobst und Birnen. Siehe auch 'Schrotschusskrankheit' zur Unterscheidung unter 'Kirschbäume' und 'Bakterienkrankheiten'.

Die Blätter zeigen beim Austrieb kleine hellbraune Flecken mit Hof. Diese Wundstellen müssen mit einem Wundverschluss behandelt werden.

Pseudomonas juglandis. Schwarze oder braune Flecken auf Blättern und Nüssen, die Bakterien dringen bis in die Kerne vor.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Rittersporn, Schwertlilien.Bakterienbrand, Ölfleckenkrankheit. Blätter bekommen ölartige Flecken, die Schleim bilden, besonders bei feuchtem Wetter. Infizierte Blüten faulen, auch Stängel können befallen werden. In feuchten Sommern besonders stark auftretend.

 

Apfelbäume, Aprikosen, Birnbäume, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Zwe,, Mirabellen, Quittenbäume, Scharlachkirschen, Walnussbäume.

°Kupferkalkspritzung bei Knospenentfaltung und wenn der größere Teil der Blätter abgefallen ist. Jeweils mehrmals wiederholen.

°In Gärten verboten. Das Bakterium kann die Leitungsbahnen des Baumes durchdringen und zum Absterben der Äste führen.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Rittersporn, Schwertlilien.Ölfleckenkrankheit. Vernichten. Drei Jahre lang keine Chrysanthemen an derselben Stelle pflanzen.

Apfelbäume, Aprikosen, Birnbäume, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Zwe,, Mirabellen, Quittenbäume, Scharlachkirschen, Walnussbäume.

Stickstoffreiche Düngung vermeiden, Baumschnitt auf das Notwendigste beschränken. Wunden vermeiden. Düngung nur mit Kompost, auf der Baumscheibe Gründünger aussäen, Knoblauch anpflanzen. Regelmäßig Krone auslichten.

Schüttere Kronen mit einzeln absterbenden Ästen. Blutende Flecken am Stamm. Risse und Dellen am Stamm. Absterbende Wachstumszonen. Unterhalb der blutenden oder rissigen Stellen absterbendes, braun bis rotbraun gefärbtes Gewebe. Infizierte Bäume sterben in der Regel ab. Sortenwahl: Anfällig sind Beutelsbacher Rexelle, Heimanns Rubin und Röhrings Weichsel. Widerstandsfähiger sind Köroser Weichsel, Ludwigs Frühe und Schattenmorelle. Auch die Scharlachkirsche (Zierkirsche) kann befallen werden. Krone auslichten, nicht stickstoffbetont düngen, auch sonst nur wenig Kompost geben. Baumschnitt nur an trockenen Tagen. Werkzeug zwischendurch immer wieder desinfizieren. Wunden schließen.

Windoffene Lagen und weniger anfällige Sorten wählen.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Rittersporn, Schwertlilien. Ölfleckenkrankheit. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl, nur gesundes Saatgut verwenden. Morgens gießen, niemals die grünen Pflanzenteile benetzen. Auf ausgewogene Düngung achten, Kalium bewirkt Resistenz gegen Kälte und viele Krankheiten. Bei Bedarf Algenkalk streuen.

 

Bitterfäule [Chamaepsila rosae. Psilidae.]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Birnbäume, Kirschbäume. Runde, braune und eingesunkene Flecken durch Pilze, die in die Frucht eingedrungen sind

Chamaepsila rosae ist eine Fliege aus der Familie der Nacktfliegen (Psilidae). Der Pilz dringt in die Frucht ein, es entstehen braune, runde, tiefe Flecken, das Fruchtfleisch schmeckt bitter. Die Früchte reifen nicht aus, trocknen ein (Fruchtmumien). Auch junge Triebe können befallen werden mit der Folge von nur wenigen Blüten im nächsten Jahr, Blätter nicht. Untere Äste sind meist stärker in Mitleidenschaft gezogen.

Birnbäume, Kirschbäume. Nachblütespritzung mit Kupfer. Kupfer ist im Garten nicht mehr zugelassen.

Birnbäume, Kirschbäume. Jährlicher Schnitt. Im Juni 2x mit Schachtelhalmbrühe spritzen. Fruchtmumien vernichten. Offene Lagen bevorzugen. Spritzen mit Schachtelhalmtee + Kupfermittel oder Schwefel mehrmals einige Wochen vor der Ernte.

Blattbräune [Gnomonia leptostyla]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Haselnüsse. Gnomonia leptostyla/Marssonina juglandis. Am gefährlichsten für Walnussbäume. Oft Gemeinschaftsinfektion mit Bakterienbrand. Der Pilz befällt Blätter, Jungtriebe und Nüsse. Er überwintert auf dem kranken Laub. - Beidseitig graue Flecken mit dunklem Rand, außerdem kleine dunkle Punkte auf der Blattoberseite. Die Blätter vergilben und fallen ab. Auf der Nuß zeigen sich tiefe, dunkle Flecken, fallen z.T. vorzeitig ab. Schlechte Ausreifung.

Süßkirschen. Gnomonia-Blattbräune. Der Pilz befällt nur Süßkirschen - Blätter, Blattstiele und Früchte. Blätter werden schon Ende Mai braun, fallen aber nicht ab. Ende August wird die Krone braun. Auch im Winter bleiben die Blätter an den Bäumen, die Stiele sind verdreht, die Blätter eingerollt.

Quitte. Entomosporium maculatum (Quitte). Pilzinfektion, kann zum Abfallen der Blätter führen. Chlorotische Verfärbung (hellgelb) beruht meistens auf Kalkbelastung des Bodens.

Alles Erkrankte einschl. der Walnüsse verbrennen, Werkzeug desinfizieren. Schachtelhalmbrühe wiederholt spritzen mit Austriebsbeginn. °Bei Befall im Mai-Juni zweimal mit Kupfermittel spritzen (°Nicht zugelassen in Gärten). Sie sollten am besten frei stehen, der Abstand zu Mauern und Nachbarpflanzen sollte mindestens 6 - 12 m sein.

 

Jährlicher Schnitt, Krone auslichten. Alle Blätter absammeln und vernichten. Kupfermittel vor Knospenaustrieb spritzen. (Kupfer ist verboten im Gartenbereich).
Kräuterstärkungsmittel. Boden mit saurem Kompost, Torf usw. vorbereiten.
Blätter einsammeln und verbrennen (auch gesundes Laub getrennt kompostieren, da es die Rotte negativ beeinflußt). Auslichten, wenn nötig.

Bleiglanz [Stereum purpureum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Stereum purpureum.

Apfelbäume, Aprikosen, Flieder, Goldregen, Pfirsich, Pflaumen, Zwe..Dieser Weißfäule-Erreger befällt über frische Wunden Rhododendron und Steinobstbäume. Das Laub der Bäume verfärbt sich dadurch ganz weiß. Das Besprühen mit Pilzmitteln ist ganz und gar wirkungslos. Vertilgung durch Rodung.

Wenig robuste Gehölze:

Ahorn, Buchen, Eschen, Fichten, Platanen und Tannen.

Der Pilz befällt meistens junge Bäume. Blätter werden matt, haben einen bleiartigen, weißlichen Glanz. Durchgeschnittene Triebe verfärben sich, wenn sie befeuchtet werden, bräunlich. Äste sterben ab, das Holz ist bräunlich verfärbt. Die Sporen dringen über Wunden in das Holz ein. Siehe "Kirschbäume"-Kernobst wird seltener befallen, ebenso Zieräpfel.

Ggf. ist auch Eisen- oder Manganmangel die Ursache für die Blattverfärbung. Vernachlässigte Gehölze werden öfters befallen.

Hinweis: Eisen- und Manganmangel haben dieselben Symptome, weisen aber nicht die typischen Verfärbungen bei durchgeschnittenen Ästen auf.

 

15 cm lang Befallenes abschneiden.

Schnittstelle versiegeln. Bei Misserfolg Gehölz vernichten.

Bäume bei starkem Befall roden und vernichten, sonst befallene Äste herausschneiden.

Befallenes rücksichtslos abschneiden und die Wunden sofort verschliessen. Riesige Sporenmengen machen die Rettung eher unwahrscheinlich.

Nicht stickstoffbetont düngen.

Gefährdete Bäume nach der Ernte schneiden.Ggf. Bodenanalyse machen lassen oder mit Steinmehl düngen

Zwetsche Tophit ist ziemlich resistent. Pflaumenkrankheit, vor allem Victoria-Pflaumen, aber auch Mirabellen, sind betroffen. Reichtragende Äste abstützen, bei Bruch ist leichte Infektion möglich. Rückschnitt sollte deshalb gleich nach der Ernte beginnen.

Feuerbrand [Erwinia amylovora]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Feuerbrand.

Gefährlichste Bakterienkrankheit für Kernobstbäume durch Erwinia amylovora, aber auch andere Gehölze sind betroffen.1981 erstmals in der Bundesrepublik aufgetaucht. Deshalb Meldepflicht an Pflanzenschutzämter. Infektion über Blüten, Wunden durch Baumschnitt, Blattläuse und -wanzen, Hagelschlag, Zikaden, Verbreitung durch Bienen, Hummeln, blattsaugende Insekten, Schmetterlinge, Wespen und Vögel. Vögel fressen auch befallene Früchte. Bei Gewitter kann die Infektion über 40 km weitergetragen werden. Sie kann auch einen Obstbaum innerhalb weniger Wochen zum Absterben bringen.Temperaturen von über 23° und Luftfeuchtigkeit von über 70° mit Gewitter und Sturm oder Hagel sind optimal für die Verbreitung. Die Aktivität dauert etwa bis Mitte 8, dann geht sie stark zurück. Die Bakterien überwintern am Baum. Am stärksten betroffen sind Birnbäume, andere werden infiziert, sterben aber nicht ab, sondern sind ein andauernder Infektionsherd. Der Boskoop kapselt die befallenen Teile ab. Hohe Stickstoffgaben fördern den Befall. Meistens nach der Blüte sterben Triebspitzen oder ganze Äste plötzlich ab. Blätter, Blüten und Früchte werden fast schwarz, sehen aus wie verbrannt, fallen aber nicht ab. Die Triebspitzen krümmen sich wie ein Krückstock nach unten. Befallene Rindenteile werden bräunlich, sinken ein, reißen auf und es sickert aus den Rissen bei feuchtwarmem Wetter im Sommer und Herbst orange-brauner infektiöser Schleim. Das Holz unter der befallenen Rinde ist rotbraun verfärbt. Weiterverbreitung auf Stamm und Wurzeln ist möglich.

Braunschwarze Triebspitzen mit welken Blättern, bleiben hängen. Triebspitzen krümmen sich hakenförmig nach unten. Infektionsstellen werden in kurzer Zeit schwarz. Früchte werden braun, dann schwarz. Im Frühling bakterienhaltige, orange-braune, schleimige Ausscheidungen, die ebenfalls ansteckend sind. Ist der Stamm befallen, wird das Holz schwarz, es entsteht ebenfalls dort ein fadenziehender Schleim. Übertragung durch Insekten, besonders Bienen, Vögel und Gewitter. Hauptinfektionszeit Frühling bis Mitte August. Befällt auch alle anderen Rosengewächse.Verwechslungsgefahr mit Monilia! Triebe mit Blättern sterben ab, Blüten werden schwarz. Meldepflichtig!

Befallen werden: Apfel, Birne (großblättrige), Bunte Juli, Clapps Liebling, Conference, Cotoneaster° (besonders bullatus, salicifolius, wateri-Hybriden), Cox Orange mit Abarten, Gloster, Gräfin von Paris, Eberesche, Felsenbirne, Felsenmispel, Feuerdorn, Frühe von Trevoux, Goldparmäne, Ingrid Marie, James Grieve, Jonathan, Klarapfel, roter Berlepsch, Mehlbeere, Mollebusch, Pastorenbirne, Quitte, Rotdorn°, Scheinquitte, Stranvaesia°, Vereinsdechantsbirne, Weißdorn°, Williams Christ, Zierapfel, Zwermispel und alle anderen Rosengewächse. 

Weniger gefährdet erscheinen Alexander Lukas, Diels Butterbirne, Gute Luise, Manon und Uta..Gem. Uni Hohenheim sind folgende Mostbirnen besonders gefährdet: Betzelsbirne, Gelbmöstler, Große Rommelter, Grünmöstler, Oberösterr. Weinbirne, Wolfsbirne. Geringer Befall bei: Champagner Bratbirne, Fellbacher Wasserbirne, Grüne Jagdbirne, Karcherbirne, Kirchensaller Mostbirne, Luxemburger, Schweizer Wasserbirne.

Resistente Apfelsorten: Realka, Reanda, René, Reglindis, Remo, Rewena. Auch resistente Ziergehölze sind inzwischen lieferbar. Weniger gefährdet erscheinen Alexander Lukas, Diels Butterbirne, Gute Luise, Manon und Uta. Sehr gering anfällig sind: Metzer Bratbirne, Palmischbirne, Weimannsbirne, Welsche Bratbirne. Nadelgehölze, Beerensträucher und Steinobst werden nicht befallen.

 

Mindestens 50 cm zurückschneiden ins gesunde Holz, da sich der Bakterienschleim schon weiter ausgebreitet hat als erkennbar ist. Nach jedem Schnitt Werkzeug desinfizieren mit unverdünntem Brennspiritus. Die Bakterien überwintern in erkrankten Rindenteilen, sie bleiben ein Jahr lang lebensfähig, auch am toten Holz. Die dadurch entstehenden eingesunkenen Brandstellen (Kanker) müssen sorgfältig tief ausgeschnitten und mit Wundverschluss bestrichen werden. Meldepflichtig! Streptomycin kann durch Landesbehörden zugelassen werden.

 

Abwehr: Die Feuerbrand-Verordnung sieht eine Schutzzone von 500 m rund um die befallene Obstplantage vor. Sofort tief, (etwa 50 cm) zurückschneiden ins gesunde Holz, Wunden desinfizieren mit Brennspiritus und versiegeln mit Wundwachs. Nach jedem Schnitt Werkzeug mit Brennspiritus desinfizieren, Befallenes sofort verbrennen.

Vorbeugend spritzen mit Ulmasud B, Myco-Sin und Kupfermitteln, mit Pflanzenextrakten°° aus Berberitze, Essigbaum oder Mahonie vor und während der Blütezeit. Streptomycin ('Plantomycin') kann durch Landesbehörden zugelassen werden, dies ist aber eher unwahrscheinlich, weil es nach einer Spritzung im Blütenhonig aufgefunden wurde. Das Pflanzenstärkungsmittel MYCO-Sin (Schätte, Waldsee) ist zugelassen und soll einen Wirkungsgrad von 80% haben. Möglicherweise sind auch Chininabkömmlinge wirksam.

° Diese Pflanzen sind besonders gefährdet und gefährden damit wiederum andere Pflanzen. In der Nähe von Kernobstanpflanzungen nicht dulden!

Oscorna Pilzvorbeuge soll den Feuerbrand an Obstbäumen verhindern.

Rezeptur°°: 70 g frisches Kraut aus Berberis vulgaris, Rhus typhina oder Mahonia aquif. werden mit 1/2 l Alkohol 70% übergossen. 4 Stunden ziehen lassen. Sud auf 1/10 reduzieren, den Alkohol also verdunsten lassen. Die verbleibenden 50 ml vor der Spritzung verdünnen bei Berberitze mit 2 l, Essigbaum 8 l und Mahonie mit 1 l Wasser. Je Pflanze 1/2 l des verdünnten Extraktes spritzen während der Blütezeit.

Ist man unsicher, ob es sich um eine Feuerbrandinfektion handelt, einen Plastikbeutel um den befallenen Zweig binden. Entwickeln sich in den darauffolgenden Tagen die typischen Schleimtropfen, kann man den Zweig abschneiden und an das Pflanzenschutzamt schicken zur Untersuchung. Deren Anweisungen sind zu beachten.

Keine stickstoffbetonte Düngung. Schadinsekten, vor allem Blattläuse, bekämpfen. Kupferspritzung vor der Blüte hemmt Ausbreitung. Alkoholischer Auszug aus Berberitze, Essigbaum oder Mahonie. Myco-Sin. Birnen, Cotoneaster, Felsenbirnen, Feuerdorn, Mehlbeere, Rot- und Weißdorn und Ebereschen nicht in der Nähe dulden. Boskoop, Cox Orange, Glockenapfel, Gloster, Goldparmäne, James Grieve, Jonathan, Kaiser Wilhelm, Klarapfel, Liberty, Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz) und Re-Sorten anbauen wie René, Rewena, Re Resi, Remo, Reglindis, Realka, Reanda, Rewena. Boskoop kapselt befallene Teile ab. Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Reglindis und Retina sind nur schwach anfällig, Releika etwas stärker. Oscorna-Pilzvorbeuge spritzen. -Da die Unterlagen von Apfel- und Birnensorten oft anfälliger sind als die aufgepfropften Edelsorten, wird neuerdings empfohlen, daß die Veredlungsstelle nur knapp über der Erdoberfläche liegt.Harrow Sweet aus Kanada und Uta sollen weitgehend resistent sein. Neuerdings ist in Amerika Blake's Pride gezüchtet worden, der ab 2004 auch in Deutschland gekauft werden kann.

 

 

Frostspanner [Spanner. Geometroidea]

kleiner Frostspanner kleiner Frostspanner

Spanner. Geometroidea.

Das flugunfähige Weibchen des kleinen Frostspanners (Operophthera brumata) ist dunkelbraun und gelbgrau gesprenkelt.

Das Männchen hat graubraune Flügel mit dunklen Wellenlinien, Spannweite etwa 22 - 30 mm.

 

 

 

Das Männchen des großen Frostspanners (Erannis defoliaria) hat eine Flügelspannweite von 38 mm.

Seine Flügel sind blassgelb mit rötlich-braunem Muster, das Weibchen ist schwarzgelb gesprenkelt und etwa 7 mm groß.Grosser FrostspannerGrosser Frostspanner

Das Männchen fliegt von 10 - 12. Das Weibchen des kleinen Frostspanners kriecht nach den ersten Nachtfrösten an warmen Herbsttagen am Stamm hoch zur Begattung. Die blassgrünen, dann orangefarbenen etwa 200 - 300 Eier werden an Knospenschuppen abgelegt, bei Temperaturen bis -9°. Die Weibchen sind nahezu frostfest, erst bei -20° sterben sie ab. Die Larven schlüpfen im Frühjahr. Die grünen Raupen sind 20 mm lang und haben weiße Längslinien. Typisch ist ihre bucklige Fortbewegungsart. Sie fressen von 3 - 5 an Blättern, Blüten, Früchten (löffelartig) und Knospen. Die Larven spinnen oft Blätter und Blüten zusammen. Dann lassen sie sich an einem Gespinstfaden 5/6 auf die Erde herunter und verpuppen sich dort bis zum Herbst.

Befallen werden Laub- und Obstbäume (Süßkirschen!), vor allem durch den gefährlichen kleinen Frostspanner, außer Pfirsich, ebenso Ahorn, Eiche (großer Frostspanner), Hainbuche, Haselnuss, Linde, Preiselbeeren und Weißdorn, in geringerem Maße Ziergehölze. Der seltenere große Frostspanner befällt auch Johannis- und Stachelbeeren. Übergreifen auf waldnahe Obstbäume ist daher möglich. 

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Blätter, Blüten, Knospen, junge Früchte werden aufgefressen. Einige der jungen Tiere lassen sich an ihrem Gespinstfaden hängend bei ausreichender Windstärke auf anderen Bäumen nieder.

Ahorn. Pheromone.

Kirschen. Niem. Pheromone.

 

Kräftigung des Gewebes durch ENVIRepel. Natürliche Feinde sind Hühner (5 - 6 frei laufen lassen), Raupenfliegen, Raubkäfer, Schlupfwespen, Spinnen, Vögel. Compo.

Leimringe anbringen an Stamm und ggf. auch am Stützpfahl gegen den weiblichen Falter. Leimringe anschließend verbrennen und den Bereich unterhalb des Leimringes sorgfältig nach Schädlingen absuchen. Leimringe und Ameisen. Winterspritzung mit Weißöl kurz vor Knospenaufbruch. Raupen bekämpfen zur Blütezeit mit Spruzit oder Neudorffs Raupenmittel bei warmem Wetter. Niemsamen. Pheromone.

Ahorn, Birnbäume, Eichen, Hainbuche, Haselnüsse, Kirschen, Linden (Winterlinden), Pflaumen, Weißdorn. Das flugunfähige Weibchen des kleinen Frostspanners Operophtera brumata ist dunkelbraun und gelbgrau gesprenkelt. Das Männchen hat graubraune Flügel mit dunklen Wellenlinien, Spannweite etwa 22 - 30 mm. Das Männchen des großen Frostspanners hat eine Flügelspannweite von 38 mm. Seine Flügel sind blassgelb mit rötlich-braunem Muster, das Weibchen ist schwarzgelb gesprenkelt. Das Männchen fliegt von 10 - 12. Das Weibchen des kleinen Frostspanners kriecht nach den ersten Nachtfrösten an warmen Herbsttagen am Stamm hoch zur Begattung. Die blassgrünen, dann orangefarbenen etwa 200 - 300 Eier werden an Knospenschuppen abgelegt, bei Temperaturen bis -9°. Die Weibchen sind nahezu frostfest, erst bei -20° sterben sie ab. Die Larven schlüpfen im Frühjahr. Die grünen Raupen sind 20 mm lang und haben weiße Längslinien. Typisch ist ihre bucklige Fortbewegungsart. Sie fressen von 3 - 5 an Blättern, Blüten, Früchten (löffelartig) und Knospen. Die Larven spinnen oft Blätter und Blüten zusammen. Dann lassen sie sich an einem Gespinstfaden auf die Erde herunter und verpuppen sich dort bis zum Herbst.

Grüne Pfirsichblattlaus [Myzus persicae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aprikosen, Gurken, Kirschbäume. Myzus persicae. Grünliche Insekten ohne Flügel, ca. 3 mm lang. Im Frühling und Sommer entwickeln sich auch geflügelte Weibchen, die für Weiterverbreitung sorgen, z.B. durch Wind. Überwinterung als Ei. Benutzt mehrere hundert Pflanzen als Sommerwirt, z.B. Gurken, Kartoffeln, Kohl, Paprika, Salat; Zierpflanzen und andere Obstbäume wie Mirabellen und Pflaumen. Sehr oft auch an Zimmerpflanzen anzutreffen. Die Blätter kräuseln sich, werden blasser und fallen schließlich ab. Junge Triebe wachsen nur noch langsam. - Diese Laus gilt als besonders schädlich und sie ist resistent gegen Gifte aller Art.

Kartoffel. Die Kartoffel kann Sommerwirt sein. Die Laus überträgt Viruskrankheiten auf Kartoffeln.

 

 

 

Aprikosen. Brennesselauszug spritzen. Marienkäfer-Larven. Niem.

Pfirsichbäume. Brennesselauszug spritzen. Marienkäfer-Larven. Niem. Nützling Macrolophus nubilus.

Salat. Gegen die grüne Salatblattlaus sind resistent: Caterina, Comina, Dynamite, Estelle, Fiorella, Katinga, NUN 4002 LT, Sylvesta (alle Hild), Fiorella (Hild, Kiepenkerl).

Aprikosen, Pfirsichbäume. Nützlinge fördern wie Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer.

Kirschbäume. Kapuzinerkresse auf die Baumscheibe säen.

Kohl. Koriander anpflanzen.

 

Gummifluss

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aprikosen. Wunden verheilen nicht, harzartiger Ausfluß. Triebe und Zweige sterben ab durch Pilzbefall.- Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode. Auf regelmässige Kalkzufuhr achten.

Kirschbäume. Wunden verheilen nicht, harzartiger Ausfluß.- Ursachen: Staunässe, Insekteneinstiche, Trockenheit. Schwerer, verdichteter, nasser, saurer oder steiniger Boden. Unverträglichkeit von Unterlage mit Edelreis. Wunden durch Frost, Schneebruch, Hagel oder Wildverbiß, zu starker, falscher oder unzeitiger Schnitt, oder durch Krankheitserreger (Bakterienbrand, Schrotschußkrankheit). Holzpilze. Stickstoffüberdüngung, Mangel an Kalium, Kalk oder Phosphor. Auch der Rindenwickler kommt als Verursacher in Frage.- Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode.

Pfirsich. Wunden verheilen nicht, harzartiger Ausfluß.- Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode. Pfirsiche sind stark gefährdet.

Pflaumen, Zwetschen usw. Wunden verheilen nicht, harzartiger Ausfluß.

Befallenes abschneiden und vernichten. Ggf. Wundverschluß.

Kirschbäume. Wachstumsstörung entfernen, bis weit in das Gesunde schneiden. Anregung zum Wundverschluss durch senkrechte, etwa 20 cm lange Schnitte mit der Hippe in die Rinde bis auf das Holz. Abstand der Schnitte etwa 8 - 10 cm. Einige Stauden Roten Fingerhut, Pfirsichblättrige Glockenblume (C. persicifolia) oder Ringelblumen auf die Baumscheiben pflanzen. Malusan Wundverschluss

Aprikosen. Mittlere bis leichte Böden, möglichst mit durchlässigen, z.B. kiesigen Böden, auswählen.

Kirschbäume. Sortenwahl: Süßkirschen Kassins Frühe, Schneiders und Star sind gefährdet. Unterlage Limburger Vogelkirsche ist widerstandsfähiger. Bodennässe, stauende und wechselfeuchte Nässe vermeiden, ggf. Baumscheibe abdecken. Stickstoffdüngung und Winterschnitt oder zu starken Schnitt vermeiden, Wundpflege betreiben im Frühjahr oder Sommer. Einige Stauden Roten Fingerhut oder Ringelblumen auf die Baumscheiben pflanzen. Nicht in das alte Holz schneiden. Bakterien und Pilze bekämpfen.

Pfirsich. Mittlere bis leichte Böden, möglichst mit durchlässigen, z.B. kiesigen Böden, auswählen. Pflaumenunterlagen auf schweren Böden verwenden.

Abwehr: Steinobst möglichst nach der Ernte schneiden, wenn das Laub noch an den Bäumen hängt. In diesem Zustand heilen Wunden schneller. Mit Kompost düngen. Auf die Baumscheibe pflanzen: Roter Fingerhut gilt als besonders heilsam. Aber auch Mutterkraut und die Ringelblume sind wirksam.

Hexenbesen [Taphrina cerasi]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kirschbäume. Pilzbefall durch Taphrina cerasi. Übermäßige Verzweigung.

Abschneiden bis tief ins Gesunde und vernichten.

Kirschblattwespe [Caliroa cerasi Hymenoptera]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kirschbäume. Die etwa 1 cm langen Larven sind schneckenähnlich, bedeckt mit schwarzem Schleim. Sie raspeln das Grün von den Blättern und hinterlassen nur die Blattadern. Bei starkem Befall rollen sich die Blätter ein und fallen ab. Eiablage 5 - 6 auf die Blattunterseite. Nach 4 Wochen Blattfraß verpuppen sie sich im Boden. 7 - 8 schlüpft die 2. Generation.

Kirschbäume. Befallene Blätter abtrennen und vernichten. Spruzit.

Kirschblütenmotte [Argyresthia epihippella]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kirschbäume. Argyresthia epihippella. Sie frisst die Blütenblätter oder frisst Löcher hinein. Der Schaden hält sich meistens in Grenzen, bei Zierkirschen unangenehm.

Scharlachkirschen. Sie frisst die Blüten aus und durchlöchert die Blütenblätter.

n/v

Kirschbäume, Scharlachkirschen. Spruzit, Niem, Pheromone.

Kirschfruchtfliege [Rhagoletis cerasi]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Geißblatt, Kirschbäume, Schneebeere. Rhagoletis cerasi. Vor allem L. tatarica wird befallen. Die Fliegen sind 5 mm groß, auf Rückseite leuchtend gelbes Schild. Flugzeit Mitte Mai bis Juli. Fliegen meistens im Kronenbereich. Sie legen bis zu 200 Eier, sie werden an die gelbwerdenden Kirschen gelegt. Die belegten Kirschen werden mit einem Duftstoff gekennzeichnet, Doppelbelegung wird dadurch verhindert. Die weißen Maden leben vom Fruchtfleisch. Die Früchte faulen, so daß man die Kerne hin und her schieben kann, und fallen zur Erde. Die Maden fallen mit oder lassen sich mit einem Faden aus ihrer Spinndüse auf den Boden nieder. Sie verpuppen sich in strohfarbenen Tönnchen etwa 4 mm groß im Boden. Im darauf folgenden Frühjahr befällt die neue Generation wiederum die Kirschbäume. Späte Süßkirschen sind besonders gefährdet, frühe Sorten und Sauerkirschen weniger außer Schattenmorelle. - Feststellung des Befalls: Kirschen in leicht gesalzenes Wasser legen, die Maden schwimmen bald auf der Wasseroberfläche.

 

Geißblatt, Kirschbäume, Schneebeere. Gelbfallen aufhängen, vor allem im Kronenbereich, sobald die Gelbfärbung der Kirschen beginnt. Wermuttee spritzen ab 4. Woche nach Blüte. Wiederholen bis zur Gelbfärbung. Spruzit. Maiglöckchenpflanzung. Kirschmadenfalle (Neudorff).Compo.

Geißblatt, Kirschbäume, Schneebeere. Um gegenseitigen Befall zu verhindern, sollten Kirschbäume und Heckenkirsche weit entfernt voneinander angepflanzt werden, bzw. es sollte nur eine Pflanze kultiviert werden. Pflanzung von L. tatarica in Kirschanbaugebieten ist verboten.

Kirschbäume. Frühsorten pflanzen, z.B. Süßkirsche Burlat (Ahrens & Sieverz, Baumgartner, ersetzt Kassins Frühe), Frühe Maikirsche, Kassins Frühe, Merton Glory und Teickners Schwarze Herzkirsche. Diese Kirschen werden nicht parasitiert, weil die Zeit bis zur Reife nicht ausreicht für die Entwicklung der Maden. Luftige Standorte wählen. Warme Lagen sind gefährdeter. Bäume frühzeitig leerpflücken, Fruchtmumien und heruntergefallene Kirschen vernichten. Baumscheiben mindestens bis zur Reife mulchen. Wermuttee mehrmals spritzen ca. 4 Wochen nach der Blüte, verhindert Eiablage. Kirschfliegenfallen (Gelbtafeln) vor Beginn der Gelbfärbung im Kronenbereich aufhängen vom 20.5. - 15.6., pro Meter Baumhöhe 2 Fallen. Vor allem bei alleinstehenden Bäumen wirksam. Bereich unter der Krone mit Insektennetz o.ä. abdecken in der Gefährdungszeit. Hühner eintreiben. Ggf. Wildformen abholzen wie Rote Heckenkirschen, Traubenkirschen, Wildkirschen und Zierkirschen, auch von Schneebeeren, von dort aus können Kirschbäume immer wieder neu infiziert werden. Isolierende Bodenbedeckung verzögert die Erwärmung des Bodens und damit das Schlüpfen der Fliegen. Phytogard-Insektenschirm. ENVIRepel.-Vorbeugung für das folgende Jahr: Im Baumscheibenbereich öfters den Boden lockern und mit Rainfarn- oder Wermuttee kräftig gießen.

Monilia [Monilia laxa, Monilia fructigena]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Monilia fructigena. Spitzendürre: Pilz überwintert in Fruchtmumien, auf Zweigen, in alten Blütenständen. Im nächsten Frühjahr wird er, vor allem bei Regen und Wind, auch durch Insekten, auf die Blütennarben verbreitet. Er führt zur Spitzendürre an Zweigen: der Pilz verstopft die Leitungsbahnen des Zweiges, wodurch Blätter und Blüten braun werden, nach unten hängen und der Zweig abstirbt. Später können auch die Früchte befallen werden: Fruchtmonilia. Sie haben bräunliche Flecken mit gelbbraunen, kreisrunden Ringen. Diese bleiben als Fruchtmumien hängen oder fallen frühzeitig ab. Eingangspforten für Moniliabefall sind Verletzungen wie Frost, Hagel, Obstmaden (Apfelwickler), Wespenfraß und Schorf. Auch unmittelbare Nachbarschaft führt zu Monilianestern. Schwarzfäule entsteht im Lager nach später Infektion am Baum. - Von diesem Pilz Monilia fructigena können auch alle anderen Kernobstbäume befallen werden.

Birnbäume. Aprikosen, Pfirsicbäume. Monilia fructigena. Spitzendürre: Der Pilz führt zum Absterben des Gewebes, dieses verstopft die Saftbahnen der Zweige, dadurch werden die Blüten braun und schlaff. Zweige werden trocken, Blätter sterben ab. Blüten und Blätter bleiben an den Zweigen hängen. Fruchtmonilia. Monila laxa: Die Früchte werden befallen, sie weisen faules Fruchtfleisch und weißen Pilzbefall aus. Die Früchte fallen ab oder es entwickeln sich daraus Fruchtmumien.Verwechslungsgefahr mit Feuerbrand.

Forsythien, Goldglöckchen. Die jungen Blätter welken und sterben ab. Monilia fructigena: Spitzendürre.

Haselnüsse. Früchte fallen ab, werden schwarz. Pilzbefall.

Kirschbäume. Spitzendürre. Monilia fructigena: Der Pilz führt zum Absterben des Gewebes, dieses verstopft die Saftbahnen der Zweige, dadurch werden die Blüten braun und schlaff. Zweige werden trocken, Blätter sterben ab. Blüten und Blätter bleiben an den Zweigen hängen. Infektion über die Narben der offenen Blüten. Zunächst wächst der Pilz in Triebrichtung, anschließend aber auch in Richtung Triebbasis. Er sondert dort Gifte ab, die zum Absterben führen. Oft tritt an der Übergangsstelle von befallenem und nicht befallenem Triebteil Harz aus. Besonders die jungen Peitschentriebe werden infiziert. Früchte werden faul und trocknen ein, bleiben hängen. - Monilia laxa. Fruchtmonilia: Sie kann auch auf andere Steinobstarten, auf Zierkirschen und Mandelbäumchen übergreifen. - Monilia laxa. Fruchtmonilia: Diese Fruchtmumien enthalten die winzigen Sporen, die im nächsten Jahr erneut die Blüten infizieren. Sie sitzen aber auch im Holz. Festgeklebte Mumien zusammen mit dem Zweig entfernen. Regen während der Blüte ist besonders gefährlich. Auch Insekten und Wind tragen zur Infektion bei. Die Früchte müssen beschädigt sein, z.B. durch Frost, Hagel, Platzen durch Regen, Obstmaden, Wespenfraß, Schorf (Venturia cerasi), Schrotschußkrankheit. Verwechslungsgefahr mit Feuerbrand! Besonders betroffen sind außer Sauerkirschen Aprikosen und Pfirsiche.

Kirschlorbeer. Blätter werden bei Sommerbeginn gelb, Befall durch den Schadpilz Monilia laxa.

Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen, Renekloden. Monilia laxa. Fruchtmonilia: Befallene Zwetschen und Pflaumen zeigen bräunliche Flecken mit kreisrunden gelbbraunen Ringen. Renekloden sind besonders betroffen.

Quittenbäume. Spitzendürre. Monilia fructigena. Pilz überwintert in Fruchtmumien, auf Zweigen, in alten Blütenständen. Im nächsten Frühjahr wird er, vor allem bei Regen und Wind, auch durch Insekten, auf die Blütennarben verbreitet. Er führt zur Spitzendürre an Zweigen: der Pilz verstopft die Leitungsbahnen des Zweiges, wodurch Blätter und Blüten braun werden, nach unten hängen und der Zweig abstirbt. Später können auch die Früchte befallen werden: Fruchtmonilia. Monilia laxa: Sie haben bräunliche Flecken mit gelbbraunen, kreisrunden Ringen. Diese bleiben als Fruchtmumien hängen oder fallen frühzeitig ab. Eingangspforten für Moniliabefall sind Verletzungen wie Frost, Hagel, Obstmaden (Apfelwickler), Wespenfraß und Schorf. Auch unmittelbare Nachbarschaft führt zu Monilianestern. Sind Monilia-Sporen nach einer Spätschorfinfektion in die Früchte eingedrungen, kann es im Winterlager zu einer Schwarzfäule kommen, aber ohne die typischen Ringe, stattdessen bilden sich Pilzpusteln. Die Fäule beginnt im Innern, die Früchte werden außen glänzend schwarz. -Von diesem Pilz Monilia fructigena können auch alle anderen Kernobstbäume befallen werden.

Scharlachkirschen. Spitzendürre. Monilia fructigena: Er befällt die jungen Triebe.

Apfelbäume. Vor und nach der Blüte °Kupferkalk spritzen. Nach der Blüte nicht mehr folgende Sorten spritzen mit Kupfermitteln (Rostflecke bis E 7, danach weniger empfindlich): Aderslebener Kalvill, Altländer Pfannkuchen, Biesterfelder Renette, Blenheim, Boikenapfel, Boskoop, Canada-Renette, Cox, Croncels, Danziger Kantapfel, Geflammter Kardinal, Graue Franz. Renette, Graue Herbstrenette, Gravensteiner, James Grieve, Jonathan, Königlicher Kurzstiel, Landsberger, Laxtons Superb, London Pepping, Nordhausen, Osnabrücker Renette, Rhein. Winterrambour, Rote Sternrenette, Roter Eiserapfel, Weißer Winterkalvill, Winterglockenapfel. - °Inzwischen sind Kupferanwendungen im Garten verboten. Pechnelkenextrakt gegen Spitzendürre.

Birnbäume. Bekämpfung von Schorf und Wespen durch Wespenfallen. °Kupfermittel. Empfindlich dagegen sind: Bunte Julibirne, Charneux, Conference, Gräfin von Paris, Josefine von Mecheln, Jules Guyot, Williams Christ. °Kupfermittel sind in Gärten verboten.

Forsythien, Goldglöckchen. Dreimal spritzen.

Haselnüsse. Früchte sammeln und vernichten. Zu engstehende Hauptäste wegschneiden.

Kirschbäume. Krankes entfernen, bis auf das gesunde Holz (20 cm von der Befallsstelle entfernt) zurückschneiden, das Mark muss weiß sein. Wunde mehrmals mit Essigwasser abwaschen, trocknen lassen und mit Lehmbrei verschließen. Muß man wegen der Spitzendürre sehr viele Zweige entfernen, sollte man den Neuaustrieb wie folgt unterstützen: 5 l Brennesseljauche/0,5 l Wasserglas/5 l Regenwasser mischen und im Kronentraufbereich des Kirschbaums ausgießen. - Pechnelkenextrakt Meerrettichtee oder Meerrettichbrühe gegen Spitzendürre und Fruchtmonilia. Neudovital. Maiglöckchenpflanzung.

Kirschlorbeer. Zurückschneiden bis in das gesunde Holz.

Pflaumen, Zw.. Tophit ist nahezu resistent.

Apfelbäume. Befallene Zweige abschneiden und ebenso wie befallene Früchte verbrennen. Fruchtmumien nicht hängen lassen. Meerrettichblätter- oder Meerrettichwurzeltee in die Blüten spritzen (Infektion nur über Blüten), ggf. zusammen mit Quarzpulver und Algenkalk. Auch mit Senföl und Retticharoma ist Erfolg möglich. Ulmasud B. Regelmäßig Algenkalk und Gesteinsmehl auf Baumscheibe streuen. Cox Orange ist anfällig, Elstar weniger. ENVIRepel. Neudovital spritzen gegen die Spitzendürre: Vor dem Austrieb 3%, dann 1% von Beginn bis Ende der Blüte in Wochenabstand, direkt in die Blüte. Apfelwickler und Schorf bekämpfen. Spritzungen mit Schachtelhalmbrühe oder Oscorna-Pilzvorbeuge.

Aprikosen. Gegen Spitzendürre Neudovital.

Birnbäume. Fruchtmonilia wird als Folge von Verletzungen hervorgerufen, z.B. durch Schorf (besonders Luise ist anfällig) oder Wespen.

Kirschbäume. Stark anfällig sind Fanal, Kelleriis, Meteor, Nana, Scharoe, Schattenmorelle (besonders bei schwerem, verdichteten Boden und in nassen Jahren empfindlich gegen Zweigmonilia), Werdersche Glaskirsche. Die Sauerkirschen Gerena, Ürena und Morellenfeuer (Ahrens & Sieverz) sollen sehr widerstandsfähig gegen Spitzendürre sein, außerdem sind relativ widerstandsfähig Beutelsbacher Rexelle, Elmer, Karneol (Ahrens & Sieverz), Kelleriis, Köroser, Korund, Ludwigs Frühe, Morina, North Star, Safir, Schwäb. Weinweichsel und Tschernokorka. - Zweige bis 15 cm in das gesunde Holz abschneiden, Fruchtmumien entfernen und vernichten. Jegliche Verletzungen vermeiden. Spritzen bei Nässe während der Blüte mit Meerrettichtee in die Blüten. Spritzen mit Schachtelhalmtee + Netzschwefel oder + Kupfermittel vor, während und nach der Blütezeit. Spritzen mit 3% Wasserglas. Spritzen mit Neudovital Obstpilzschutz 3% vor Austrieb, dann mit Neudovital Obstpilzschutz 1% von Beginn bis Ende der Blütezeit im Abstand von 7 Tagen gegen Spitzendürre, direkt in die Blüte. Myco-Sin. HF-Pilzvorsorge. Immer in der ersten Tageshälfte spritzen. Steinmehl einarbeiten. ENVIRepel. Werkzeug zwischendurch desinfizieren. Kirschfliegen bekämpfen: Dresden-Pillnitz empfiehlt auf Grund der Erfahrungen nach verregneten Sommern die beiden Sorten Karneol und Korund. - Die Süßkirsche Great Auburn Delicious ist nicht anfällig gegen Monilia.- Die Baumscheibe mit Maiglöckchen bepflanzen. - Nasse, schwere, kalte Böden sind ungeeignet, besonders bei Spitzendürre der Süßkirsche einer der Hauptursachen.

Pfirsichbäume. Die Sorte Kernechter vom Vorgebirge (Ahrens & Sieverz) soll gegen Monilia widerstandsfähig sein. Gegen Spitzendürre Neudovital.

Pflaumen, Zw.. Gegen Spitzendürre Neudovital. Pflaumenwickler bekämpfen.

Quittenbäume. Kräuterstärkungsmittel. ENVIRepel.

Nachtfrostgefahr

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Aprikosen, Birnbäume, Kirschbäume, Pfirsichbäume, Pflaumen-Zwetschen-Mirabellen-Renecloden. In spätfrostgefährdeten Gebieten empfiehlt es sich, die Baumscheiben mit einer dicken Schicht Reisig oder Stroh abzudecken. Die Erde erwärmt sich später, der Baum treibt später aus. Im März muss die Abdeckung entfernt werden. - Sind die Blüten ausgebildet, kann die nächtliche Temperatur mit Hilfe von Feuer/Rauch oder feiner Wasserberieselung höher gehalten werden. - Am Spätnachmittag vorher mit Baldrian 3%o fein verteilt spritzen, morgens wiederholen.

n/v
Rostkrankheiten [Cronartium ribicola usw.]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rostkrankheiten. Cronartium ribicola. Befällt meistens im Hochsommer bei feuchter, warmer Witterung schwarze Johannisbeeren, selten Stachelbeeren. Im Hochsommer gelbe oder rötliche Pusteln (Säulchen) auf den Unterseiten, gelbe Flecken auf der Oberseite der Blätter, können sich verbreiten auf der gesamten Blattfläche. Ertrag stark vermindert, Blätter fallen 8 ab. Kiefern als Zwischenwirt: Zuckerkiefer-(Pinus lambertina, strobus) und Weymouthkiefer (Pinus monticola), fünfnadelige Kiefern. Auch die Zirbelkiefer (Pinus cembra) ist weniger anfällig. Im Sommer bilden sich dort gelborangefarbene Blasen an den Trieben (Blasenrost). - Der Pilz wechselt 4 - 5 auf die schwarzen Johannisbeeren über. Die Sporen verbreiten sich mit Regen und Wind über hunderte von Metern. Fruchtkörperlose Ständerpilze, die dunkle Sporenlager bilden. Einige von ihnen müssen den Wirt wechseln, wenn sie weiter existieren wollen.

Befallen werden: Berberitzen (Getreide), Birken (Lärchen), Birnen (Wacholder), Eberesche (Wacholder), Erbsen (Zypressen-Wolfsmilch), Johannisbeeren (Weymuth-, Zirbelkiefer), Kiefern (Eiche, Esskastanie, Johannisbeere), Nelken (Wolfsmilch), Pappeln (Allium-Blumenarten, Schnittlauch, Zwiebeln), Pflaumen und deren Zierformen (einige Anemonenarten, Leberblümchen, Ranunkeln), Wacholder (Birnbaum, Eberesche, Weißdorn).

Weiterhin: Bohnen, Brombeeren, Buchsbaum, Eriken, Fuchsien, Johanniskraut, Löwenmäulchen, Mahonie, Malven, Margeriten, Marienglockenblumen, Pantoffelblumen (Oberseite gelbliche Flecken, Unterseite rötliche Pusteln. Zurückschneiden), (Zonal-)Pelargonien, Pfefferminze, Pfingstrosen, Porree, Rosen, Sellerie, Staticen, Stockrosen, Wiesenraute.

Die Sporen werden durch Insekten (Bienen!), Regen und Wind verbreitet.

Fruchtkörperlose Ständerpilze, die dunkle Sporenlager bilden.

An den Blattunterseiten findet man in großer Menge rostbraune oder schwarze hervorstehende Sporenlager, die Fichte ist Zwischenwirt. Er wechselt zu Kirsch- und Zwetschenbäumen. Buschwindröschen sind nicht betroffen. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden. Einige von ihnen müssen den Wirt wechseln, wenn sie weiter existieren wollen.

Bechermalve. An den Blattunterseiten findet man in großer Menge dunkle bis schwarze hervorstehende Sporenlager. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden.

Birnbäume. Gymnosporangium sabinae. Auf Blättern Flecken orange-gelb im April und Mai, im Sommer zusammenfließend mit klebrigen Tröpfchen und im Herbst leichte rotbraune Wölbungen, Gittermuster bildend. Auf der Unterseite sind die rostroten Auswüchse zu sehen, mit weißen, gitterartigen Krönchen, die im Spätsommer ihre Sporen verbreiten, auch auf noch nicht befallene Blätter. Die Früchte und Triebe werden nur selten befallen. Diese feinen Sporen benötigen für ihre Weiterentwicklung Wacholderarten. Fehlen sie, bleibt auch der Gitterrost aus, da er nur auf lebendem Gewebe überleben kann. Die Sporen können 500 m und mehr weit fliegen. Bei starkem Befall über mehrere Jahre hinweg kann der Birnbaum absterben.

Bohnen. Uromyces appendiculatus. Unterseite weiße Pusteln. Erst braune, dann schwarze Sporen sichtbar. Oberseite gelbe Aufwölbungen. Später sind die schwarzen Sporen auch auf den Bohnenhülsen zu finden. Hauptsächlich sind Stangenbohnen betroffen bei feuchtem Wetter, Feuerbohnen werden weniger stark befallen. Überwintert an Bohnenstangen und Ernterückständen und im Boden. Übertragung auf Erbsen, Wicken und Wolfsmilch ist möglich.

Brombeeren. Violettrote Flecken auf den Blättern. Unter den Blättern sind die Sporenlager, erst rot, dann braun werdend. Danach werden die gesamten Blätter rot und fallen ab.

Bunte Margerite, Eisenhut, Estragon, Gänsekresse, Ginster, Johanniskräuter, Mahonie, Margeriten, Pelargonien, Puffbohnen, Stachelbeeren, Strauchmargeriten, Veilchen. Pilzbefall, vor allem bei der gelben Strauchmargerite. Auf der Blattunterseite sind die dunklen Sporenbehälter zu sehen.

Fuchsien. Blätter sind verfärbt, vergilben und fallen ab, beginnend von unten. Auf den Unterseiten sind die braunen Sporen, wie mit Roststaub bepudert, sichtbar. Wirtswechselnder Rostpilz, Zwischenwirt Kreuzblumen und Waldweidenröschen.  Sollten sich die roten Spinnen breit machen, können Sie sehr schnell mit den Mitteln der Pyrethrum-Präparaten von unten her die Schädlinge bekämpfen.

Geißblatt. Rostpilz Puccinia festucae. Betroffen sind sowohl die Blattober- wie Unterseiten. Bei näherer Betrachtung besitzen sie nach Aufbrechen einen feinen zerschlitzten Rand. Wirtswechsel zu verschiedenen Festuca-Arten, auf denen dann die Uredosporenlager sowie die Teleutosporen gebildet werden. Details sind nicht bekannt.

Grünspargel. Puccinia asparagi, Pilzinfektion. An Blättern, Stängeln und Trieben entstehen etwa ab 7 hellgelbe Flecken, auf denen sich später rote bis dunkelbraune Sporen bilden. Die Blätter vergilben und sterben ab. Tritt besonders in feuchten Lagen auf, gefährdet besonders Junganlagen.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Puccinia horiana. Bis zu 2 cm große helle Flecken auf der Blattoberfläche, im Verlauf mit braunem Punkt in der Mitte. Auf der Blattunterfläche Pusteln mit den Sporen.

Johannisbeeren. Puccinia. Fruchtkörperlose Ständerpilze, die dunkle Sporenlager bilden. An den Blattunterseiten findet man in großer Menge rostbraune oder schwarze hervorstehende Sporenlager. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden. Einige von ihnen müssen den Wirt wechseln, wenn sie weiter existieren wollen.

Hungerblümchen. Es muss sehr früh gespritzt werden, anderenfalls muss es entfernt werden, zu enger Stand.

Kapuzinerkresse. Cronartium flaccidum. Blattfleckenkrankheit. Winterwirt für diesen Pilz ist die Kiefer (=Föhrenblasenrost). Frühjahrssporen befallen die Pfingstrosen und andere Pflanzen wie Impatiens. Braune Flecken mit bläulichem Rand auf der Oberseite, auf Unterseite Pusteln, erst hellbraun, dann dunkel.

Kiefern. Zunächst ist die Rinde, vor allem in der Nähe der Astquirle, aufgeraut und es entstehen Schwellungen. Im folgenden Frühjahr erscheinen weißgelbe Fruchtkörper, die aufplatzen und orangegelbe Sporen herauslassen. Sie können sich über viele hundert Meter verbreiten. Sommerwirt für die Sporen ist die schwarze Johannisbere (Säulenrost). Die Weymouth- und Zirbelkiefer sowie fünfnadelige Kiefern sind betroffen.

Kirschbäume. Auf der Blattunterseite sind braune Sporenlager, auf der Oberseite helle Flecken. Wechselt von Anemonenwurzeln zu Kirschen und Zwetschen.

Malven, Stockrose. Puccinia malvearum. Der Pilz verursacht braune Pusteln an den Blattunterseiten, aus denen Löcher entstehen. Die Blätter welken und sterben ab. Es werden außerdem Löwenmäulchen, Pelargonien und andere Pflanzen von Rost befallen, verschiedene Arten von Puccinia.

Orchideen, Knabenkräuter. Pustel an den Blättern, gelb oder rot.

Pfefferminze. Im Frühjahr sind die Triebe verdickt und verkrüppelt; sie weisen orangefarbene Sporenpusteln auf mit Auftreibungen an den Blättern. Die Blätter vertrocknen und fallen ab. Besonders bei Wechselwetter und Kali- oder Stickstoffüberdüngung auftretend.

Pflaumen, Zwe.. Tranzschelia discolor/prunispinosae. Pilz überwintert an Anemonenwurzeln, an Leberblümchen und Ranunkeln. Im Frühjahr werden die Pflaumenblätter infiziert. Mehrere Generationen im Laufe des Sommers. Im Herbst werden die schwarzen Wintersporen gebildet, die dann wieder im Frühjahr auf Anemonen überwechseln und dort auskeimen. - Auf der Blattoberseite ab A 7 gelbe, auf der Unterseite braune Flecken (Pilzpusteln). Höhepunkt der Entwicklung Juli/August. Die befallenen Blätter fallen ab, ggf. verliert der Baum alles Laub 8. Feuchte Witterung verstärkt den Befall. Befällt auch gelegentlich Aprikosen, Mandel, Pfirsiche, Mirabellen, Schlehen.- Anfällig sind die Zwetschensorten Ersinger, Hauszwetsche, Ruth Gerstetter, Sanctus Hubertus, Stanley.

Porree/Lauch. Puccinia allii. Befall 8 - 9. Im Herbst schlagen wieder gesunde Blätter aus. Große Pusteln auf den Blättern, orangefarben, Blätter werden heller. Der Pilz überwintert auf den Pflanzen. Er ist identisch mit dem Zwiebelrost, befällt auch Schnittlauch.

Radies, Rettiche. Auf der Blattunterseite sind braune Sporenlager, auf der Oberseite helle Flecken.

Rhabarber. Leuchtend rote Flecken an der Blattunterseite mit gelben Sporen. Pilz wechselt den Wirt, nämlich zu Schilfgräsern.

Rosen. Pilzbefall an Blättern, beginnend im Frühsommer. Unterseite gelbliche kleine Pilzkolonien, später schwarzwerdend. Blattoberseite orangefarbene Flecken. Führt zu Blattfall. Orangefarbene Sporenlager an Zweigen, später schwarz werdend. Periodisch auftretend in kalten, nassen Jahren, am stärksten im Herbst. Übertragung durch Sporen im Laufe des Sommers. Feuchtes Wetter und hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen die Verbreitung. Überwinterung als Wintersporen auf abgefallenem Laub oder Holz.

Schnittlauch/Knolau. Puccinia allii. Befall 8 - 9. Im Herbst schlagen wieder gesunde Blätter aus. Große Pusteln auf den Blättern, orangefarben, Blätter werden heller. Der Pilz überwintert auf den Pflanzen. Er ist identisch mit dem Zwiebelrost.

Sommermalven, Trichtermalven. In ungünstigen Jahren kann sich der Malvenrost ausbreiten. Man sollte ihn durch Knoblauchjauche oder -tee heilen.

Speierling. Puccinia-Arten. Pilzkrankheit. Er gefährdet vor allem die jungen Bäume. An den Blattunterseiten findet man in großer Menge dunkle bis schwarze hervorstehende Sporenlager. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden. Auf infizierten Blättern bilden sich während der Blütezeit dunkelgrüne, später graubraune runde Flecken, die durchsichtiger sind als die Umgebung, später unregelmäßiger werden und sich vergrößern und mit einem Pilzrasen bedeckt sind. (Erstinfektion). Die Infektion kann sich schnell ausbreiten. Die Leerung der Sporenbehälter kann sich bis zum Juni hinziehen. Die Blätter trocknen ein und fallen ab. Bei starkem Befall muss mit einem Rückgang der Blüten im folgenden Jahr gerechnet werden. Gelegentlich werden auch Triebe befallen, sie sterben ab.

Stachelbeeren. Orange-/dunkelrote Polster auf Blättern und Früchten. Daraus bilden sich Vertiefungen, darin sind die Sporen, die dann auf Seggen überwechseln.

Bechermalven. Befallenes vernichten. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen.

Birnbäume. Befallene Blätter abschneiden und vernichten. Desgleichen die Verdickungen am Wacholder, ggf. Wacholder roden. Steinmehl stäuben und in den Boden einarbeiten. Schachtelhalmbrühe und Rainfarn spritzen. Neudovital.

Bohnen. Vernichten, mehrjährige Anbaupause.

Brombeeren. Spritzen mit Pflanzenstärkungsmittel, ggf. mit Kupfer- oder Schwefelzusatz. Rainfarnbrühe. Neudovital. Krankes abschneiden und vernichten.

Buchsbaum. Rostkrankheiten.

Estragon. Befallenes abschneiden und vernichten.

Fuchsien.Alle befallenen Blätter entfernen und vernichten, auch abgefallenes Laub. Mit Schwefelpräparaten mehrmals spritzen, auch den Boden.

Gänsekresse. Vernichten.

Ginster. Befallenes abschneiden und vernichten. Zwischenwirt entfernen.

Glockenblumen. Pflanzenstärkungsmittel mit Schwefelzusatz spritzen. Im Herbst alle Ranken abschneiden und vernichten, die Restpflanze und den Bodenbereich mehrmals mit Schwefel spritzen. - Befallene Marienglockenblumen vernichten.

Grünspargel. Kupferkalk° spritzen. Das gesamte Spargelkraut im Herbst abschneiden und vernichten. °In Gärten nicht mehr erlaubt.

Johannisbeeren. Alle Teile mit Wermut behandeln.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Niemals auf die Pflanzenteile gießen. Ausreichender Pflanzenabstand.

Hungerblümchen. Schwefelzusatz. Rainfarnbrühe. NAB-Spritzung, HF-Pilzvorsorge, Neudovital. Moosextrakt. Lebermooser.

Johannisbeeren. Vor Austrieb Neudovital spritzen, dann 2 - 3 mal vor und nach der Blüte. Befallene Blätter und Falllaub vernichten. Besser ist es, wenn statt der normalen Johannisbeeren Ometa oder Titania verwendet wird.

Johanniskräuter. Befallene Blätter entfernen.

Kiefern. Nicht möglich, die Kiefer geht meistens ein.

Löwenmäulchen. Schachtelhalmbrühe. Befallenes vernichten.

Mahonie. Tief ins Gesunde zurückschneiden, Befallenes vernichten.

Malven. Befallenes vernichten. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen.

Pfefferminze. Bei ersten sichtbaren Erscheinungen die nicht befallenen Teile ernten, Befallenes vernichten. Pflanze radikal zurückschneiden, treibt meistens wieder gesund aus. Mit Schachtelhalmtee und Schwefelpräparaten spritzen.

Pfingstrosen, Strauchpfingstrosen. Befallenes vernichten. Notfalls °Kupfermittel spritzen.°Im Garten verboten.

Pflaumen, Zw..  Abgefallene Blätter vernichten.

Porree/Lauch. Befallene Pflanzen vernichten.

Rosen. Abgefallene und befallene Blätter vernichten. Befallene Triebe zurückschneiden. Schachtelhalmbrühe mit Schwefelzusatz spritzen auf Beet und Pflanze, mehrmals wiederholen. Wermutbrühe, Farnkrautbrühe. Bitertannol. Neudovital. Fungisan (U.U.etwas Rückstand). Fungisan Rosen- und Gemüsepilzfrei. Compo.

Schnittlauch/Knolau. In feuchten Boden pflanzen. Schachtelhalm- und Rainfarntee spritzen. Tief abschneiden, sobald er sich umlegt. Abgestorbenes vernichten. Wenig düngen.

Sommermalven, Trichtermalven. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen.

Stachelbeeren. Büsche stark zurückschneiden. Im Herbst und Frühjahr Schachtelhalmbrühe auf Boden und Strauch spritzen.

Stockrose. Befallenes vernichten. spritzen. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen. Daneben können Fingerhut und Wermut gesetzt werden. Sie können auch den amerikanischen Stachelbeermehltau damit vertreiben.

Wacholder. Kleine, braunrote, eng beieinander liegende Zapfen oder keulenförnige Verdickungen herausschneiden und vernichten.

Weiden. Fungisan Rosen-Pilzfrei.

Weißdorn. Becherförmige Fruchtkörper von in der Nähe stehenden Wacholderbüschen. Meist genügt bei den pilzlichen Erregern eine frühzeitige Entfernung befallener Blätter.

Windröschen. Vernichten.

 

Abwehr: Auf ausreichende Kaliversorgung achten (z.B. Holzasche, Hühnermist). Ausgewogene, nicht stickstoffbetonte Düngung. Mulchen. Sortenwahl. Mischkultur. Nicht überbrausen. Spritzen mit Pflanzenstärkungsmittel, ggf. mit Schwefelzusatz. Rainfarnbrühe. NAB-Spritzung. HF-Pilzvorsorge, Neudovital. Moosextrakt. Lebermooser. Compo. Krankes vernichten.

Nicht in die Nähe von Kirsch- und Pflaumenbäumen pflanzen.

Azaleen.  Keine stickstoffbetonte Düngung. Auf richtigen pH-Wert des Bodens achten.

Bechermalven. Standortbedingungen beachten, der Boden darf nicht fest und klebrig sein. Wenig, und nicht stickstoffbetont düngen. Jährlich Standort wechseln. Abstand halten von Stockrosen. Pflanzenstärkungsmittel wie Schachtelhalmtee oder Farnbrühe spritzen. Mischkultur mit Dahlien versuchen.

Birnbäume. Anfällige Zierwacholder aus der Nähe der Birnbäume entfernen oder etwaige braunrote, eng beieinander liegende kleine Zapfen oder keulenförmige Verdickungen beim Wacholder (Wacholdergallenrost), aus denen eine schleimige Masse quillt, großzügig herausschneiden (Zwischenwirt). Schnittwunden mit Lac Balsam verstreichen. Der Wacholder ist meistens bis zu 100 m entfernt in Windrichtung. Schachtelhalmbrühe + Schwefel + Algenkalk vermischt im Juni zweimal spritzen. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen vor dem Austrieb (3%), Juni 2 x im Wochenabstand (1%). Dr. Evergreen Flora. Nicht anfällige Wacholdersorten, z.B. den Säulenwacholder Hibernica anbauen.Versuche in Wädenswil/Schweiz haben gezeigt, dass einige Wacholdersorten kaum anfällig sind: J. virginiana: Blue Arrow, Hetzi, glauca. J. chinensis: Plumosa Aurea + Blauw. J. communis: Green Carpet, Hibernica, Hornibrookii, Repanda, Suecica,  J. horizontalis: Blue Chip, Golden carpet, Wiltonii. J. media Mint Julep, Pfitzeriana glauca. J. squamata Blue Carpet, Meyeri. Säulenwacholder 'Hibernica'. Besonders anfällig sind: J. chinensis Robusta Green, Keeteleri. J. sabina Blaue Donau, Tamariscifolia. J. media Pfitzeriana aurea.

Bohnen. Sortenwahl. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden mulchen. Windoffene Lage. Genügend Pflanzabstand halten. Feuchte Lagen vermeiden. Fruchtwechsel. Stangenbohne Neckarkönigin, Silvia (Pötschke) und Weinländer sowie die Feuerbohne sind ziemlich resistent, ebenso die Buschbohne Milagrow (Sperli). Schachtelhalmbrühe spritzen und Neudovital (1%) regelmäßig spritzen. Elot-Vis. Bohnenstangen nach Befall mit Kupfersulfatlösung 3 - 5% desinfizieren.

Brombeeren. Ausreichende Kalidüngung z.B. Holzasche, wenig Stickstoff. Mulchen. Sortenwahl. Blätter nicht überbrausen. Neudovital.

Fuchsien. Pflanzenstärkungsmittel spritzen, ggf. mit Schwefelzusatz. Keine stickstoffbetonte Düngung. Zwischenwirt entfernen. Weitgehend resistent sind Elisabeth, Flying Cloud, Gruß aus dem Bodethal, Harry Gray, La Campanella, Marin Glow. Anfällig sind Brutus, Display, Henriette Ernst, Mieke Meursing.

Gänsekresse. Keine stickstoffbetonte Düngung, überhaupt wenig düngen, um den Pflanzencharakter zu bewahren. Nur beim Auspflanzen angießen, dann nur noch bei extremer Hitze.

Glockenblumen. Nicht stickstoffbetont düngen und nur morgens, um den Wurzelballen herum, gießen. Vorsorglich Kompost mit Holzasche anreichern oder mit Beinwelljauche gießen.

Grünspargel. Wiederholte Schachtelhalmspritzungen. Neudovital.

Johannisbeere. Schwarze Titania (Ahrens & Sieberz, Baldur) und Ometa (Häberle, Pötschke) sind resistent, ebenso weiße Versailler + rote Rovada (Baldur, Pötschke). Sträucher nicht zu eng pflanzen. Wermut (1 Staude auf 5 Sträucher), Gewürzfenchel oder Schnittlauch in Strauchnähe pflanzen, ggf. Zwischenwirte roden oder befallene Zweige mit spindelförmigen Auftreibungen herausschneiden. Blätter sammeln und vernichten. Mit Wermut mulchen. Vor und nach der Blüte Schachtelhalmbrühe mit 0,03% Kaliumpermanganat spritzen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen, regelmäßig wässern. Algan. Vitanal. ENVIRepel. Neudovital Obstpilzschutz spritzen von 5 - Ernte, Abstand 10 Tage.

Johanniskräuter. Kompost, Steinmehl, Schachtelhalm. Robuste Sorten kaufen (Bornträger, siehe Adressen Samenzüchter).

Kiefer. Entweder schwarze Johannisbeerbüsche oder die Kiefern entfernen.

Löwenmäulchen. Sortenwahl. Zwischenräume mulchen oder einsäen. Schachtelhalm- und Rainfarntee. Farnbrühe. Nicht von oben begießen, keine stickstoffbetonte Düngung. Kompost. Neudovital. Anbauflächen in jedem Jahr ändern.

Mahonie. Mit Kali, aber nicht stickstoffbetont düngen, im Sommer ausreichend wässern.

Malven, Stockrosen. Dahlien und Fingerhut beipflanzen. Resistente Sorten wählen. Alle zwei Jahre neue Pflanzen setzen an jeweils anderen Stellen. Im September Erd- oder Mulchunterstreu um die Pflanze herum aufbringen (Beinwell). Bei Herbstausklang alle Stängelreste entfernen. Nach dem Winter Unterstreu vor Neuaustrieb zusammen mit oberster Erdschicht entfernen und vernichten, neue Mulchschicht aufbringen. Ebenso die ersten fünf Blättchen in den Müll geben. Luftigen Platz mit weitem Abstand wählen. Weder zu trocken noch zu feucht halten. Spritzen mit Schachtelhalm- und Rainfarntee oder Farnbrühe. Stäuben mit Steinmehl nach Regen. Keine Staunässe, nicht zu trocken, nicht zu feucht halten. Ausreichend düngen. Neudovital Rosen-Pilzschutz spritzen.

Pelargonien. Vorhandene gesunde Pflanzen mit Schwefelmittel behandeln. Ganz befallene Pflanzen verbrennen. Es ist auch nicht möglich, solche Pflanzen mit Chemikalien zu behandeln.

Pfefferminze. Pflanzabstände einhalten. Jedes Jahr den Standort wechseln. Mehrmaliges Überbrausen mit Schachtelhalmtee. Multimentha anbauen, andere Sorten sind meistens anfällig.

Pfingstrose, Strauchpfingstrose. Kiefernähe vermeiden. Schachtelhalm mit Schwefelzusatz spritzen, mehrmals. Neudovital.

Pflaumen, Zwe.. Keine Anemonen, Leberblümchen und Ranunkeln in der Nähe anpflanzen, sie sind Zwischenwirt. Schachtelhalm mit Netzschwefel spritzen. Ende 6 zweimal Baumscheibe ganzjährig mulchen. Ausreichend wässern und düngen. Baum in jedem Jahr auslichten. Pflanzenstärkungsmittel spritzen, z.B. Neudovital. Bühler und Anna Späth gelten als weniger anfällig.

Porree/Lauch. Sortenwahl. Mulchen oder Zwischenräume einsäen. Empfindlich sind Alaska, Batina, Catalina u.a. Pflanzenreste nicht kompostieren. Abstände einhalten, keine stickstoffreiche Düngung.

Radies, Rettiche. Sortenwahl. Serrida F 1 ist resistent.

Rhabarber. Schilf entfernen.

Rosen. Bei Kalkmangel Algenkalk oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Sortenwahl: Nur Rosen aus Rosa-Multiflora-Abkunft oder Rosa-Moschata-Hybriden pflanzen. Sonnenarme Pflanzstellen meiden. Auf ausreichende Kaliversorgung achten (Holzasche, Kompostierter Hühnermist, Kalimagnesia, Knochenmehl, Adlerfarnjauche). Keine stickstoffbetonte Düngung. Keine Leberblümchen in der Nähe dulden (Zwischenwirt). Knoblauch beipflanzen. Schachtelhalmspritzung. Mr. Evergreen Rosen. Neudovital 3% vor dem Austrieb spritzen. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz. Oscorna-Bio-S. Brennesseljauche gießen. Mulchen.

Schnittlauch/Knolau. Kaffeesatz* als Dünger einarbeiten. Öfters schneiden. Wilan (Sperli) ist tolerant.*Wegen seines evt. hohen Kupfer- und Zinkanteils nur in geringem Maße anwenden.

Stachelbeeren. Sauergräser aus der Nähe entfernen.

Wacholder. Anfällige Zierwacholder entfernen, ggf. resistente Sorten anbauen.Versuche in Wädenswil/Schweiz haben gezeigt, dass einige Wacholdersorten besonders anfällig sind: Juniperus chinensis Robusta Green, Keeteleri. Juniperus sabina Blaue Donau, Tamariscifolia. Juniperus media Pfitzeriana aurea. Kaum anfällig sind: Juniperus virginiana: Blue Arrow, Hetzi, glauca. Juniperus chinensis: Plumosa Aurea + Blauw.Juniperus communis: Green Carpet, Hibernica, Hornibrookii, Repanda, Suecica. Juniperus horizontalis: Blue Chip, Golden carpet, Wiltonii.Juniperus media Mint Julep, Pfitzeriana glauca. Juniperus squamata Blue Carpet, Meyeri Säulenwacholder 'Hibernica'.

Röteln

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Ein Teil der Früchte wird vorzeitig, etwa in der 4.bis 6. Woche nach der Blüte, rot und fällt ab. - Dies ist jedoch keine Krankheit, sondern ein natürlicher Vorgang. Diese Kirschen haben keinen Embryo und kein Fruchtfleisch, sie werden daher vom Baum abgeworfen.Ursachen dafür sind: Ungünstiges Wetter während der Blüte, Blütenfröste, fehlende Pollenspender, mangelnde Nährstoffe oder nicht ausreichende Bewässerung, vor allem im Mai.

Für gute Befruchtersorten sorgen, vor allem bei Süßkirschen wichtig. Ggf. Bienenvölker ansiedeln. Sortenwahl. Pflegevorschriften beachten. 'Schuhmacher' und 'Schneiders' sind anfällig.

Rußtau

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rußtau. Schwarzer Rußtau auf den Blättern entsteht durch die zuckerhaltigen Absonderungen der Blattläuse. Schadpilze wachsen auf den Absonderungen und färben sie schwarz. Das kann dazu führen, dass die Blätter völlig eingeschwärzt sind und keine Sonnenenergie mehr aufnehmen können. Bei Gemüsen auf alle Fälle vermeiden, bei Obstbäumen ist die Schädigung meistens nicht sehr stark, weil die Ameisen oft die klebrigen Absonderungen abernten.

Apfelbaum, Aprikosen, Birnbäume, Johannisbeeren, Kirschbäume, Pfirsichbäume, Pflaumen -Zw..,   . Schwarzer Pilzbefall im Spätsommer auf dem Honigtau von Blättern und Früchten (Folge von Ausscheidungen durch Blatt- und Schildläuse, Weiße Fliegen und Zikaden).

Rosen. Schwarzer Belag auf den Blättern.

Apfelbäume. Kein größerer Schaden.

Abwehr: Bekämpfung der Blattläuse.

Apfelbäume. Schadinsekten bekämpfen. Ameisen fördern die Honigtauabsonderung.

Rosen. Oscorna-Bio-S.

Scharkakrankheit [Potyviren ]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aprikosen, Pfirsichbäume, Pflaumen-Zwetschen-Mirabellen-Renekloden. Die Früchte weisen braune Flecken oder Ringe auf.

Kirschbäume. Auch Pockenkrankheit. Das Virus wird von der kleinen Pflaumenblattlaus und von Blattzikaden übertragen, auch durch Edelreiser. Die Infektion kann einige Zeit latent bleiben, sie führt aber immer zum Tod. Befällt auch andere Steinobstbäume, z.B. Aprikosen, Mirabellen, Pfirsiche, Schlehen, Ziermandeln.- Früchte verfärben sich wie marmoriert, sind später mit braunen ringförmigen Flecken überzogen, verkrüppelt, von breiten, tiefen Furchen durchzogen, reißen auf und fallen ab. Das Fruchtfleisch ist gummiartig zäh und braun. Kleine Harztröpfchen treten aus. Die Blätter haben runde oder unregelmäßig geformte gelbgrüne Aufhellungen mit unscharfem Rand. Später fallen die mit gelben, rotbraunen oder braunen Flecken übersäten Blätter ab. Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode.

Kirschbäume. Meldepflichtig! Befallene Bäume sofort fällen.

Aprikosen. Kuresia soll resistent sein.

Pflaumen, Zwe.. Hauszwetsche ist anfällig. Tolerante Sorten anpflanzen: Cacaks Beste, Cacaks Schöne (bäckt sich trocken), Elena (spät), Graf Brühl (fruchtscharkaresistent), Gräfin Cosel, Hanita, Hermann, Jojo (resistent), Katinka (früh, für Kuchen. Bestäubung durch Bühler Zwetsche), Löhrspflaume, Mirabelle von Nancy, Presenta, Stanley; Ersatz für gefährdete Hauszwetsche: Tophit oder Valjevka. Nach Zeiten geordnet: Frühsorten Cacaks Frühe, Cernowitzer, Methley, Ontariopflaume, Ruth Gerstetter, Stanley, The Czar. Mittelfrühe Sorten: Cacaks Beste, Cacaks Schöne, Chrudimer, Montfort, Opal, Oullins Reneklode.Spätsorten: Blue Free, Nancy Mirabelle. Die Pflaume Königin Viktoria ist scharkaanfällig. Zwetschen auf Weito-Unterlagen werden wegen ihres frühen Triebabschlusses von den Läusen meistens gemieden, so daß keine Infektion stattfindet. Nur kontrolliert virusfreie Bäume anpflanzen. Handelsprodunkt Siapton, bestehend aus Aminosäuren und Stickstoff, erhöht die Widerstandskraft durch Blattdüngung (Christoffel).

Schrotschusskrankheit [Clasterosporium carpophilum]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aprikosen, Kirschbäume, Pfirsichbäume, Pflaumen-Zwe... Vorkommen in regenreichen Gegenden: Auf neuen Blättern rotbraune, runde Flecken (aber nicht mit hellgrünen Rand wie bei Bakterienbrand), die später zu Löchern werden. Befallene Blätter vertrocknen und fallen im Juni oder Juli ab. Die unteren Baumteile sind meist stärker befallen. Bäume können schon im Sommer kahl sein. Gelegentlich infiziert der Pilz auch Zweige (junge Triebe haben Risse) und Früchte, dann kommt es zu leichtem Gummifluß. Früchte haben rotumrandete Flecken und trichterförmige Einbuchtungen, können auch verkrüppelt sein. Ganze Äste können dadurch absterben. Gefährdung ab 5 - Ende Vegetationsperiode. Kirschbäume: Der Pilz überwintert an den befallenen Zweigen und im Laub. Befällt auch Kirschlorbeer, Mandelbäumchen, Pfirsiche, Pflaumen und Zwetschen.

Kentiapalme, Palme. Pilzbefall, Brandpilz?. Kleine gelbliche und transparente Flecken, die später dunkler werden. Danach wird das ganze Blatt trocken und stirbt ab.

Kirschlorbeer, Lorbeerkirsche: Rote Flecken auf den Blättern nach Austrieb durch Infektion verschiedener Pilze. Die Flecken werden größer und fallen heraus. Der Befall beginnt am Blattrand.

 

Aprikosen. Stark befallene Triebe zurückschneiden.

Kirschbäume. Schachtelhalmtee + Netzschwefel. Infiziertes abschneiden und vernichten. Blätter einsammeln. Aus den Blättern Jauche machen und versucht, im unteren Bereich mit Hornkieselpräparaten zu spritzen.

Kirschlorbeer. Neudovital. Schachtelhalmtee und Netzschwefel.

Pfirsichbäume. Stark befallene Triebe zurückschneiden.

Kirschbäume. Rechtzeitiger Rückschnitt bis tief in das gesunde Holz. Kronen auslichten, bei alten Bäumen Verjüngungsschnitt vornehmen. Alles Befallene (Falllaub und Früchte) vernichten. Stark befallene Triebe zurückschneiden. Mulchen der Baumscheibe und bepflanzen mit Farn, Knoblauch oder Zwiebeln. Fruchtmumien entfernen. Ausreichend wässern. Zurückhaltend, aber ausgewogen düngen. Baumanstrich mit Lehm (Brisiacum). Neudovital spritzen 3% vor Austrieb, 1% bei Austrieb. Schachtelhalmspritzung vor der Blüte. Gerema soll weitgehend resistent sein.

Kentiapalme. Palme. Befallene Blätter sofort abschneiden und vernichten. Ggf. Palme heller stellen. Blätter spritzen mit Algan oder SPS.

Kirschlorbeer. Befallenes abschneiden und vernichten. Nicht stickstoffbetont düngen.

Schwarzfäule [Alternaria petroselini usw.]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Siehe Monilia bei Apfelbäumen und Kirschen.

Kirschbäume. Monilia fructigena. Pilzkrankheit. Die Früchte färben sich glänzend braunschwarz.

Petersilie. Verschiedene Pilze, Verursacher hauptsächlich Alternaria petroselini. Kraut wird braun, dann dunkel, fault später. Keime werden befallen und gehen nicht auf. Schwarze Flecken an den Wurzeln.

Pflaumen, Zwe..Pilzkrankheit. Monilia fructigena. Die Früchte werden glänzend schwarz.

Sellerie. Trockenfäule. Flecken und Risse an der Knolle. Verschiedene Pilze, hauptsächlich Alternaria radicina.

Tomaten. Verschiedene Pilze, Verursacher wie Alternaria brassicae, dauci, radicina. Kraut wird braun, dann dunkel, fault später. Keime werden befallen und gehen nicht auf.

Weinrebe. Pilzkrankheit, durch Guignardia bidwellii. Meistens werden erst die Triebe und Blätter befallen, dann die Trauben. 2004 wurden die Trauben zuerst befallen. Verbreitung der Sporen wahrscheinlich durch den Wind, oft von Drieschen (stillgelegten, verwilderten Wingerten). Die Trauben sind dunkel verfärbt und geschrumpft. Die Sporen überwintern in den Beeren. Sie keimen bei 26.5° zusammen mit Feuchtigkeit optimal.

Petersilie, Sellerie. Befallenes vernichten, Kalkstickstoff in den Boden einarbeiten. Mehrere Jahre lang Möhren und Sellerie nicht an derselben Stelle kultivieren.

Tomaten. Contans WG

Weinreben. Befallene Beeren abpflücken und vernichten. Mehltaumittel anwenden, siehe dort (echter und falscher Mehltau). Kupfer und Schwefel haben wenig Erfolg.

Kirschbäume. Siehe 'Monilia (Sauerkirschen)'.

Petersilie. Keine stickstoffbetonte Düngung. Fruchtwechsel. Samen beizen mit Heißwasser 50°, 30 Minuten. Jungpflanzen nicht zu früh auspflanzen.

Pflaumen, Zwe..Tophit ist nahezu resistent.

Sellerie. Keine stickstoffbetonte Düngung. Fruchtwechsel. Kombination mit Kohlarten (Rosenkohl). Samen beizen mit Heißwasser 50°, 30 Minuten. Jungpflanzen nicht zu früh auspflanzen.

Tomaten. Contans WG. Moosextrakt. Lebermooser.

Weinreben. Blätter der Reben auf den Drieschen durch Ziegen abfressen lassen. Trester nur verwenden, wenn er vollkommen kompostiert worden ist.

Sprühfleckenkrankheit [Blumeriella jaapii]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aprikosen, Kirschbäume. Blumeriella jaapii. In feuchten Jahren entstehen im Spätsommer kleine, nadelstichähnliche, rötlich-braune Punkte auf den Blättern, unterseits weißer Belag. Sie vergilben und sterben ab. Bäume sind kahl im September. Vor allem werden Süßkirschen befallen, aber auch Aprikosen, Zwetschen und Sauerkirschen. Der Pilz überwintert in erster Linie auf dem gefallenen Laub, die Sporen werden im Frühjahr auf die jungen Blätter geweht. Sie bilden schnell Sporenlager auf der Blattunterseite, die die Infektion weiter verbreiten.

Pflaumen, Zwe.. Pilzkrankheit. Ab Ende 5 kleine rötlich-violette unscharfe Blattflecken. Die Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab.

n/v

Aprikosen, Kirschbäume. Falllaub vernichten oder im Innern eines Komposthaufens verrotten lassen. Die gesamte Verrottung muss nach den Regeln richtiger Kompostierung verlaufen, damit die notwendige Wärme für die Abtötung der Sporen erreicht wird. Neudovital Obst-Pilzschutz 4 - 6.

Pflaumen, Zwe.. Zwetsche Tophit ist nahezu resistent.

Stachelbeerspanner [Abraxus grossularia]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Haselnüsse. Kirschbäume, Pfaffenhütchen, Pflaumen-Zwe., Stachelbeeren, Weißdorn.  Abraxus grossularia. Spanner und Raupe sind weiß mit dunklen Flecken. Raupen werden 40 mm lang, haben gelbe Streifen. Ihr Körper bildet bei Bewegung ein Omega. Flugzeit 7 - 8. Eier auf Blattunterseite zwischen die Blattnerven in kleinen Gruppen. Die kleinen Raupen schlüpfen nach etwa 14 Tagen und fressen kleine Löcher bis zum Herbst. Sie überwintern an geschützten Stellen des Stachelbeerbusches und fressen ab April weiter an den Blättern. 5 - 6 Verpuppung. Kokons sind gelb/schwarz gestreift. Befällt außerdem Aprikose, Holzapfel, Johannisbeere, Kirsche, Lorbeer, Pfaffenhütchen, Pflaume, Weißdorn. - Starker Blattfraß bis zu Kahlfraß. - Bekämpfung wie Spanner.

Johannisbeere. Kahlfraß der Raupen.

Stachelbeeren. Raupen ablesen ab April. Spruzit. Dipel. Niem. Stäuben mit Steinmehl. Papier unter die Büsche legen und schütteln. Falllaub sammeln und vernichten.

Stachelbeere. Natürlicher Feind: Vögel. Winterspritzung mit Weißöl

Stecklenbergerkrankheit, Nekrotisches Ringfleckenvirus [Prunus necrotic ringspot virus]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kirschbäume. Viruskrankheit, die die Sauerkirschen, insbesondere die Schattenmorelle befallen kann.- Blüten und Knospen sterben ab. Die Blätter bleiben klein, haben oberseitig gelbe Ringe und unterseitig ohrförmige Auswüchse.

Kirschbäume. Pflanzenschutzamt einschalten, ggf. Baum roden, um weitere Infektion (über Pollen) zu vermeiden

Kirschbäume. Gerema soll tolerant sein.

Ungleicher Holzbohrer [Anisandrus dispar]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Birnbäume, Kirschbäume, Pflaumen-Zwe.., Quittenbäume. Anisandrus dispar. Borkenkäfer, der große Schäden an Holz und Borke verursacht. Weibchen bis 5 mm groß, lange Flügel, dkl.-braun bis schwarz. Männchen 2 mm groß, ohne Flügel, Körper wie Halbkugel gewölbt. Weibchen bohrt 4-5 einen Hauptgang in das Holz, meistens nahe einer Gabelung, und von dort aus Seitengänge. Eiablage 4-6. Junge Käfer schlüpfen 7-8, überwintern in den Gängen.- Runde Bohrlöcher in der Rinde sichtbar, sie löst sich leicht ab. Bei Kirschen kann Gummifluß entstehen. Kirschbäume: Alle Laubgehölze sind gefährdet.

Apfelbäume. Abgestorbenes sofort abschneiden und verbrennen. Bohrlöcher zukleben. Holzbohrerfallen aufstellen ab Anfang April bis Mitte Mai. Füllung mit Alkohol, Bezug über die Pflanzenschutzämter. Rote Leimfallen aushängen

Birnbäume, Kirschbäume. Löcher sofort nach Sicht zukleben mit Insektenleim. Ggf. ganze Äste absägen und verbrennen.

Quittenbäume. Abgestorbenes sofort abschneiden und verbrennen. Bohrlöcher zukleben. Holzbohrerfallen aufstellen ab Anfang April bis Mitte Mai. Füllung mit Alkohol, Bezug über die Pflanzenschutzämter. Rote Leimfallen aushängen

Apfelbäume. Junge Stämme mit starkem Papier einwickeln 4 - 10. Stammanstrich im Frühjahr besonders dick ausführen

Birnbäume, Kirschbäume. Vögel anlocken. Pflegehinweise beachten. Junge Bäume mit dickem Papier oder Stoffbahn umwickeln. Holzbohrerfallen mit Alkohol aufstellen ab A 4, über Pflanzenschutzämter erhältlich.

Quittenbäume. Junge Stämme mit starkem Papier einwickeln 4 - 10. Stammanstrich im Frühjahr besonders dick ausführen

Valsakrankheit [Valsa spp]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aprikosen, Pfirsichbäume, Pflaumen-Zwe. Valsa spp. Ast- und Baumsterben. Schadpilz, der durch Wunden in Rinde und Holz eindringt. Zweige und Äste vertrocknen. Gummifluß. Auf vertrockneter Rinde schwarze, erhabene Flecken: Krötenhautrinde. Die Flecken werden später weiß und sondern rötlichen Schleim ab. Bräunliche Faulstellen an Früchten mit ringförmig angeordneten Pusteln, grau oder gelblich-braun.

Kirschbäume. Pilzkrankheit. Die Zweige haben eine Krötenhaut. Alle Steinobstarten, besonders Süßkirschen werden im Sommer befallen.

Pflaumen, Zwe. Befallenes sofort stark zurückschneiden und vernichten. Wundverschluß. °Kupferkalk. °Kupferkalk ist in Gärten nicht mehr zugelassen.

Kirschbäume. Weitgehend resistent ist die Knorpelkirsche Nadino, gering anfällig die Knorpelkirsche Namosa. Die Süßkirsche Nalina ist weitgehend resistent (jedoch platzanfällig).

Pflaumen, Zwe. Verjüngungsschnitt im Winter. Regelmäßig kranke Äste entfernen, Werkzeug desinfizieren. Baumpflege mit Schachtelhalm, Baumscheibe mulchen, mit Kompost düngen. Keine Verletzungen.- Zwetsche Tophit ist nahezu resistent.

Vogelfraß

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Bohnen. Zerbissene Blüten liegen auf dem Boden.

Kirschbäume. Amseln, Schwarzdrosseln, Stare, auch manchmal Sperlinge fallen über die Kirschbäume her. Besonders betroffen sind die frühen Herzkirschen. Kernbeißer fressen Sauerkirschen.

Gartenheidelbeeren, amerikanisch. Vogelnetze über die Büsche ausbreiten. Die Netzränder müssen am Boden befestigt werden, damit die Vögel (Amseln!) sich nicht im Netz verfangen oder die Beeren doch noch auffressen.

Kirschbäume. Kirschen lassen sich schützen durch einen Staren-Nistkasten. Das Starenpaar, das sich hier niederlässt, wird den Baum gegen die Konkurrenz verteidigen. Ein paar Kirschen müssen Sie Ihrem Starenpaar dafür allerdings lassen.

Gemüse: Schutz durch Gemüsenetze.

Kirschen: Dönissens Gelbe Knorpelkirsche wird nicht befallen, weil sie als unreif angesehen wird. Salzheringe im Baum aufhängen (Geschmacksbeeinflussung!). Metall- oder gelbe Folienstreifen aufhängen. Gespinstkabel "Starex". Zwirnsfäden. Bussard-Imitationen, die an einem Faden aufgehängt werden. Knallschreck, unregelmäßig explodierende Schreckschüsse. Konservendeckel an einem Bindfaden in den Baum hängen, das Blinken stört die Vögel. Das gleiche gilt für CDs, die ebenso aufgehängt werden. Spritzen mit Theobaldscher Brühe oder Schweizer Kalk-Leim-Mischung. - Hundertprozentig sicher sind nur Vogelabwehrnetze.