Kiefern [Pinus] - Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Kalimangel

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Bei organisch gedüngten Böden selten, aber auch dort möglich bei Trockenheit. Außerdem bei Moor- und Sandböden. - Wachstum verringert. Die Abstände der Blattansätze sind gering, Blätter fühlen sich steif an. Blattränder werden braun und trocken, bei starkem Kalimangel breiten sich die braunen Stellen aus, das Blatt fällt ab. Knollen haben dunkle Flecken, sie werden sogar bei starken Mangelerscheinungen vollkommen schwarz und verkorken. - Die Symptome ähneln denen der Krautfäule. Der Unterschied ist besonders augenfällig an den Blättern, die an der Unterseite stets bei der Infektionskrankheit viele weiße Sporenbehälter aufweisen.

Kiefern. Kalimangel durch Buchdrucker und Waldgärtner. Braunes Bohrmehl, rötlich-braune Verfärbung der Krone.

Rote Beete. Kaliummangel. Stärkere Blattfarbe als normal, Blätter sind wellig und haben Höcker. Siehe 'Nährstoffmangel/-überschuss.

Rote Beete. Mit Kali düngen, z.B. Beinwelljauche, Holzasche, Knochenmehl.

Beinwelljauche oder Farnkrautbrühe gießen. Neudorffs Pflanzenkali. Kompost in Wasser aufweichen und gießen. Kalimagnesia.

Kartoffeln. Mulchen und für genügend Feuchtigkeit sorgen. Gesteinsmehl, Holzasche oder Knochenmehl bei der Pflanzung zugeben. Bei langanhaltenden Regenfällen Komposthaufen abdecken, um Kali-Auswaschung zu verhindern.

Kiefernschütte [Lophodermium pinastri]

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Lophodermium pinastri. Kiefern. An jungen Bäumen zeigen die Nadeln braune Flecke, verbräunen und fallen im nächsten Jahr ab. Manchmal kann es zu dreimaligem Schütten kommen.

Kiefern. Junge Bäumen dürfen nicht im Gras stehen.

Kiefern. Weiter, lichter Stand.

Rindenlaus [Cinaria curvipes]

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Kiefern, Tannen, Zedern. Die in den USA, Kanada und Mexiko beheimatete Rindenlaus Cinaria curvipes ist oftmals zu finden. Sie tritt seit dem Jahre 2000 auch in Deutschland auf, vielerorts verstärkt in 2007. Die bevorzugten Wirtspflanzen sind Abies concolor und Abis grandis. In ihrem Ursprungsgebiet befällt sie darüberhinaus eine Vielzahl von Nadelbäumen (u.a. auch Cedrus, und Juniperus und Pinusarten. Die Tiere sind mit 4,5 - 5,3 mm recht groß, matt schwarz gefärbt (glänzend hingegen: Kopf, Brust, Siphonen) und besiedeln insbesondere den Stamm als auch die Astunterseiten sowie Astansatzstellen. Sie saugen am Phlom und bilden erhebliche Mengen von Honigtau, insbesondere der Besuch von Ameisen kann hierbei sehr hoch sein. Die Vermehrung der Rindenläuse kann sowohl anholozyklisch, also rein parthenogenetisch (ungeschlechtlich, bis zu 6 Generationen, letzte Generation überwintert) erfolgen, als auch holozyklisch, was durch die Ausbildung von Geschlechtstieren im Herbst und der nachfolgenden Einzelablage von Wintereiern (ab November) an der Nadelunterseite oder am Ast gekennzeichnet wird. Auch können beide Zyklen parallel auftreten. Cinaria curvipes führt keinen Wirtswechsel durch, jedoch werden im Laufe des Jahres verstärkt geflügelte Blattläuse gebildet, die weitere Tannen aufsuchen und besiedeln. Die von der Rindenlaus besetzten Stamm- und Astabschnitte können im Frühjahr durchaus Tausende von Tieren umfassen.

 

Kiefer. Niem.

Tannen. Niem.

Zedern. Kann wahrscheinlich auch mit Niemöl behandelt werden

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