Jiaogulan [Gynostemma pentaphyllum]

Jiaogulan - Allgemeines

Gynostemma pentaphyllum. Kürbisgewächse.

Dies ist ein Gastartikel, veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Seite www.garten-wissen.com

Der winterharte Ginseng- Ersatz

Asiatische Heilpflanzen etablieren sich immer fester in europäischen Drogerien und Apotheken, der Ginseng darf nicht fehlen. Dieser wird sogar bereits in Deutschland angebaut. Wer jedoch für sich selber die heilende Wirkung aus dem eigenen Garten sucht, sollte auf Jiaogulan setzen. Dieses Kraut enthält die gleichen und noch weitere Wirkstoffe, die im Ginseng vorkommen und ist möglicherweise noch gesünder.

Es kommt jedoch noch besser: Wenn der Ginseng 4 bis 7 Jahre wachsen muss, bis seine Wurzel eine gute Wirkstoffkonzentration aufweist und für die Ernte groß genug ist, so kann Jiaogulan noch im gleichen Jahr geerntet werden.

Im Ursprungsland China wird Gulan auch als "Kraut der Unsterblichkeit" verehrt, weil der regelmäßige Verzehr der Blätter mit der überdurchschnittlich hohen Lebenserwartung zusammenhängt. Es kräftigt Herz und Durchblutung, senkt den Cholesterinspiegel und ist frei von Nebenwirkungen.

Jiaogulan wird immer bekannter

Aufgrund der Novel Food Verordnung der EU darf Jiaogulan nicht ohne ein vorheriges Zulassungsverfahren in den EU als Lebensmittel vermarktet werden. Für andere Zwecke finden sich die getrockneten oder verarbeiteten Blätter im Handel. Es werden zudem Stecklinge und Samen angeboten. Immer mehr Menschen verwenden Jiaogulan oder bauen diesen sogar als rankende Pflanze oder als Bodendecker selber an.

Dass Jiaogulan sich auch in Deutschland immer weiter etabliert, lässt sich vermutlich auf Jens Rusch zurück führen, der die ersten Setzlinge 2005 aus Thailand importierte. Er war zwischenzeitlich schwer krank und Jiaogulan trug zu seiner Genesung bei. Deswegen misst er dieser Pflanze einen sehr hohen Stellenwert bei und möchte sie den Leuten nahe bringen. Er vertreibt Jiaogulan Setzlinge der ersten Generation und erklärt, dass diese mehr Wirkstoffe als die zweite oder dritte Generation haben werden. Diese würden bei deutschen Lichtverhältnissen nicht mehr die gleiche Wirkstoffmenge enthalten. Diese erste Generation ist hierbei ein Steckling von den einst importierten Pflanzen. Die zweite oder dritte Generation sind aus den Samen neu gezogene Pflanzen oder deren Stecklinge. Es kann sich um eine Marketingstrategie handeln. Es finden sich Gegenstimmen, die erklären, es käme lediglich auf den Boden, die Sonne und die Bedingungen für die Pflanze an, wie viele Wirkstoffe sie enthalten wird. Jens Rusch vertreibt Jiaogulan mit 5 Fingern pro Blatt. Es gibt jedoch auch Arten mit 7 oder 9 Fingern. Zumindest die in Deutschland leider schlechter erhältlichen Pflanzen mit 7 Fingern sollen noch mehr Wirkstoffe als die mit 5 Fingern pro Blatt enthalten.

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