Iris [Iris] - Alle

Allgemein

Iris - Alternativnamen

Schwertlilien, Iriodictyum

Iris - Allgemeines

Iris. Schwertliliengewächse. Stauden.Iris, SchwertlilieIris, Schwertlilie
Bild von: Botanikus-CD

Kennzeichen sind die schmalen, langen Blätter. Siehe auch Iris (Zwiebeln).

Stehen Iris und Eisenhut (Aconitum) zusammen, wird der Giftgehalt des Eisenhutes höher.


Anbau

Iris - Lage

Sehr sonniger Standort

Iris - Boden

Bartiris und bartlose Iris brauchen mageren, trockenen, durchlässigen, etwas kalkhaltigen Boden; keine Staunässe, auch keine andauernde Nässe. Lehmige oder tonhaltige Böden müssen mit Sand verbessert werden. Ausnahme Japan. Pracht- und -Sumpfiris, Sibirische Wieseniris.

Iris - Aufzucht

Abstand 20 - 80 cm je nach Größe, Pflanztiefe 2 - 3 cm, nicht tiefer, Pflanzzeit E 6 - 8. Blüte meistens 5-7, nur Iris kaempferi und laevigata blühen bis zum August. Nach der Blüte alle Stiele entfernen und auch die Blätter etwa bis auf einen Rest von 8 - 10 cm.

Ältere Anpflanzungen (etwa nach 3 - 4 Jahren) teilen und verjüngen, wenn das Mittelteil verkahlt ist. Nur die äußersten Teile der Rhizome an der dünnsten Stelle mit scharfem Messer schräg abschneiden, die Schnittstelle mit etwas Holzkohlenstaub einreiben, die Blätter stark zurückschneiden und Rhizome neu pflanzen. Am besten die Teilstücke kreisförmig in kleinen Gruppen von 3 - 5 Stück pflanzen, je nach Höhe der Pflanzen im Abstand von 20 - 80 cm, Pflanztiefe 2 - 3 cm. Die Wurzeln sollten schräg nach unten weisen, die Rhizome an einer Stelle sichtbar bleiben. Jedes Teilstück muss wenigstens einen Blattfächer besitzen. Der alte Teil wird kompostiert. Diese Arbeiten müssen spätestens im September abgeschlossen sein.

Düngung mit etwas reifen Kompost, kein Stickstoff; Boden vorher gut vorbereiten, lockern, ggf. Sand zugeben. Etwas Guano als Vorratsdünger. Am besten Iris gleicher Farbe und Sorte in Gruppen pflanzen, niemals Bodendecker dazwischen pflanzen, allenfalls Sommerblumen wie Bechermalven aussäen, die das welke Laub verdecken. Kenner und Liebhaber pflanzen Sorten mit verschiedenen Blütenzeitpunkten. Begleitpflanzen sind mit Geschmack auszuwählen, es kommen nur wenige Blumen wie niedrige Fetthenne, Lupinen, Mohn sowie Gräser in Frage. - Eine leichte Winterabdeckung ist zu empfehlen.- Geeignet auch für handelsübliche Steingartenstauden.

Vermehrung durch Wurzelschnittlinge oder Samen. - Bartiris hat remontierende Sorten, die im Herbst mit einer Nachblüte überraschen.

Schwertlilien werden im allgemeinen nicht angerührt von Schnecken. - Iris können auch getrieben werden. Siehe unter 'Hyazinthen'.


Sorten

Iris - Sorten

 

  • Iris anglica (Englische Iris):

Blüte in blau, rosa, violett, weiß. Höhe 45 - 60 cm. Boden möglichst locker, sandig. Pflanztiefe 8 cm. Kompostdüngung. Die Wurzeln vertrocknen im Sommer. Vermehrung durch Brutzwiebeln.

  • Iris barbata-elatior, (germanica), Hohe Bartiris, viele Sorten, 5 - 6, 70 - 120 cm. Die Rhizome düfen niemals in eine Senke gepflanzt werden, sondern sollten eher erhöht auf einem kleinen Erdhügel liegen. Nacktschnecken fressen die Rhizome kahl. Alte Rhizome teilen. Begleitpflanzen Lilien, Lupinen, Mohn, Sedumarten, Trollblumen, Witwenblumen. Dom/Hängeblätter. (Mit Dom sind die aufrecht stehenden Blätter gekennzeichnet, mit Hängeblättern die hängenden Blättchen).
    • Baroque Prelude, weiß, gelber Rand/hellgelb, 5 - 6, 80 cm.
    • Blue Petticoats, weißer Grund, hellblaue Randzeichnung, 5 -7, 80 cm.
    • Changing Times, helllila/purpur, 5 - 6, 90 cm.
    • Cimmaron Strip, rosigbeige/weinrot, 5 - 6, 80 cm.
    • Ola Kala, buttergelb, 5 - 6, 80 cm.
  • Iris barbata-media, Blüte 5 - 6, 50 - 70 cm. Mittelhohe Bartiris. Leichte Kompostdüngung im Frühjahr. Die Rhizome müssen wiederum ganz flach, auf einem Erdhügel, gepflanzt werden.
    • Avanelle, elfenbeinweiß, gelber Bart, 5 - 6, 50 cm.
    • Butter Cookie, leuchtend gelb, 5 - 6, 60 cm
    • Flourish, apricot, 5 - 6 , 70 cm.
    • Ruby Chimes, dunkelrot/schwarz, 5 - 6, 60 cm.
  • Iris barbata-nana, (pumila), Zwergschwertlilie. Klein- und Miniaturiris. Steppenpflanze, sie benötigt trockenen Standort mit etwas Kalk und volle Sonne. Optimal ist nahrhafter, lehmhaltiger Gartenboden und Düngung nur mit Kompost; frischer Dung und alleinige Düngung mit Mineraldünger führt zu negativen Ergebnissen. Die Pflanze kann etwa 10 Jahre ohne Umpflanzung auf demselben Platz verbleiben. Am besten in Tuffs zusammenpflanzen. Die Irisrhizome müssem wiederum ganz flach gepflanzt werden. - Auch für Tröge geeignet. - Begleitpflanzen Polsterstauden und kleine Gräser.
    • April Accent, goldgelb, weißer Bart, 4 - 5, 15 cm
    • Blue Beret, mittelblau, 4 - 5, 15 cm
    • Blue Denim, hellblau, weißer Bart, 5, 20 - 40 cm
    • Bright White, schneeweiß, 4 - 5, 15 - 25 cm
    • Coerulea, himmelblau, 4 - 5, 15 cm
    • Cyanea, dunkelviolett, 4 - 5, 15 cm.
    • French Wine, purpurrot, blauer Bart, 4 - 5, 15 cm
    • Jerry Rubin, rubinrot, 4 - 5, 30 cm.
    • Knick-knack, weiß, blau geadert, 4 - 5, 15 - 25 cm
    • Lemon Puff, hellgelb, 4 - 5, 15 - 25 cm
    • Little Rosy Wings, rubinrot, 4 - 5, 15 - 25 cm
    • Little White, weiß, großblumig, 4 - 5, 30 cm
    • Path of Gold, goldgelb, 4 - 5, 20 cm
    • Silkie, violett, 5, 20 - 40 cm
    • Tinker Bell, hellblau, weißer Bart, 5, 20 - 40 cm

 

  • Iris ensata, japanische Sumpfschwertlilie für feuchten Standort. 70 cm. Sie blüht zwischen Juni und August, sie wird etwa 80 cm hoch. Sie muss im Herbst und Winter bis März trocken stehen. Das Beet darf erst im April mit flachem Wasser überschwemmt werden, im August muss man es wieder ablassen können. Sie braucht durchweg kalkfreien, d.h. sauren Boden. Die Higo-Sorten mit sehr großen, farbenprächtigen Blüten. Die Edo-Sorten sind kleinblütiger, aber von besonderer Wüchsigkeit. Seltener sind die Ise-Sorten, die einfache, aber besonders zartfarbige Blüten liefern. Sie sollte mit Kompost gedüngt werden.
    • Aoigata, violettrot
    • Gei-sho-ni, rötlich-purpur mit gelben Flecken
    • Gusto, japanische Schwertlilie, violett.
    • Higo-Typ, japanische Flagiris, Riesenblüten bis 20 cm Durchmesser in allen Pastellfarben
    • Prachtiris.  Standort ziemlich feucht, kalkarm, für Uferrand. Sonne. Blüte blau, rosa, weiß, 6 - 7, 60 - 70 cm. 5 - 8 kann die Pflanze auch flach überschwemmt sein, aber anschließend muss sie wieder trockener stehen. Falls diese Verhältnisse nicht in freier Natur hergestellt werden können, empfiehlt sich die Haltung in Schalen mit Umpflanzung zur gegebenen Zeit.
    • Sorcere's Triumph mit größerer Blüte und feiner Blütenzeichnung.
    • Hybriden, blaue, weisse, violette und rosa Farbtöne.

 

  • Iris x intermedia. Schwertlilie, mittelhohe Bartiris. Diese Sorten bilden sich im Mai. Sie werden 30 - 50 cm hoch.
  • Glycilla, himmelblau, 5 - 6 blühend.
  • Hilmteich, hellblau, 5 - 6 blühend
  • Red Orchid, bodeauxrot, 5 - 6 blühend
  • Schwanensee, reinweiß, 5 - 6 blühend
  • Spring Glow, braunrot, 5 - 6 blühend

Die Deutschen Schwertlilien Iris x germanica werden seltener krank.

 

  • Iris kaempferi, japanische Prachtiris mit großen Blüten. Rotpurpur ist die Farbe der Stammform. Standort flaches Wasser oder Sumpf, in der Zeit von 8 - 3 muss sie allerdings trocken stehen, um auszureifen. Das kann man z.B. erreichen, indem man sie in flache Behältnisse pflanzt und diese entweder unter Wasser setzt und im August herausnimmt. Saurer, nährstoffhaltiger, humoser Boden ist Voraussetzung für das Gedeihen der Kulturpflanzen. Nach der Blüte können die Kästen herausgenommen und an einer sonnigen Stelle eingegraben werden. Kalkfreier Boden. Höhe 70 - 100 cm, Blüte 6 - 8, die Blütenblätter bilden nahezu ein vollständiges Rad. Wer kalkresistente Sorten haben will, möge sich auf die Care-Sorten halten, sonst ist die Auswahl nur auf kalkfrei zu halten. Vollsonnig, warm und geschützt. Nach der Blüte können die Kästen herausgenommen und an einer sonnigen Stelle eingegraben werden. - Nach der Winterruhe kann der Winterschutz entfernt werden. Besonders dankbar reagieren sie auf eine Abdeckung mit verrottetem Stallmist.  Die Edo-Sorten haben kleinere, einfarbige Blüten, sind aber besonders vital, Higo-Sorten haben sehr große, leuchtende Blüten, Ise-Sorten haben einfache Blüten mit Pastelltönen. Vermehrung durch Teilung.
  • Amazone, purpurviolett, 6 - 7
  • Blaudorn, blau mit heller Aderung, gefüllt, 6 - 7
  • Chidori, weiß mit blauer Zeichnung, 6 - 7
  • Edith Woolford, gelb/violett, 5 - 6, 80 cm. Sonne. Gute Schnittblume. Begleitpflanzen Mohn und Pfingstrosen. Teilung am besten nach der Blüte.
  • Mainhime, weiß, rot umrandet, 6 - 7
  • Montblanc, reinweiß, 6 - 7
  • Pink Frost, hellrosa, gefüllt, 6 -
  • Tinted Cloud, hellblau, gefüllt, 6 - 7
  • Seemann, violettblau, gefüllt, 6 - 7
  • Tamo-Shirga, marineblau, 6 - 7
  • Veinette, violett mit feiner Ziselierung, 5 - 7, bis 100 cm. Für feuchten Boden, auch an Gewässerrändern.
  • Wella, rosa, dunkel geadert, 6 - 7
  • Windjammer, dunkellila, gefüllt, 6 - 7

 

  • Iris laevigata, asiatische Sumpfschwertlilie, kann leicht mit Iris kaempferi und Iris ensata verwechselt werden, aber nicht nahe verwandt. Höhe 60 cm, Blüte rosa oder tiefblau, auch zweifarbig, 7- 8. Boden sauer, gut gedüngt, komposthaltig, liebt den Sumpf oder seichtes Wasser. In vieler Hinsicht ist sie einfacher zu halten als Iris ensata, denn sie kann auch zur Vegetationsruhe im Herbst und Winter im sumpfigen und feuchten Gelände verbleiben. Iris laevigata braucht wie Iris kaempferi sauren Boden, der durch Anwendung von Kompost sehr empfohlen wird. Sie darf nicht gekalkt werden.
    • Albo Purpurea, weiß mit roten Flecken
    • Ahopurpurea, blauviolett
    • Monstrosa, tiefblau mit weißer Mitte
    • Perfield Beauty, violett mit weißen Streifen
    • Regal, leuchtendrot
    • Rose Queen, reinrosa, große Blüten
    • Zambesi, hellblau

 

  • Iris latifolia, englische Iris.

Große Blüten, hell- und dunkelblau, rosa, weiß, öffnen sich nacheinander, 6, 40 cm. Kräftiger Schaft.

 

  • Iris ochroleuca Gigantea, weiß mit gelbem Fleck, 100 cm, 6 - 7 blühend, mit herrlichen, weißen, gelbgezeichneten Blüten zwischen 6 - 7. Sie gedeiht weniger am Wasser als an sehr feuchten Standorten, braucht allerdings Jahre, bis sie zur Blüte kommt.

 

 

  • Iris pseudacorus, Wasserschwertlilie, Wildiris.Iris pseudacorus, WasserschwertlilieIris pseudacorus, Wasserschwertlilie
    Bild von: Botanikus-CD

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Iris sanguinea (Orientalis), 60 cm hoch, tiefblaue Blüte zwischen Juni und Juli. Gedeiht in gut feucht gehaltener Erde. Keine Sumpf- oder Wasserpflanze.

 

  • Iris sibirica, Sibirische Wiesen-Iris, bildet große Horste. Iris sibirica, Sibirische WiesenirisIris sibirica, Sibirische Wieseniris
    Bild von: Botanikus-CD

Sonne, Halbschatten. Höhe bis 100 cm. Abstand 25 cm bei der Pflanzung, nicht zurückschneiden. Höhe 40 - 80 cm, Blüte 5 - 6/7 in blauen, roten, violetten und weißen Tönungen, oft zu zweit, manchmal auch zu viert. Langlebig. Ohne Bart. Sonne. Boden möglichst feucht, nährstoffreich, im Sumpf, in der Natur in kalkhaltigen Schlammböden. Kann aber auch im Gartenbeet gehalten werden. Wird vor allem in Teichnähe gepflanzt. Viel Kompost. Durch züchterische Bemühungen sind weiße, rötliche und bis zum reinen weiß erscheinende Farbtöne zu erklären, außer dem angestammten blau. Sie erträgt zeitweise Überstauungen, aber keinen Dauerwasserstand. Sie reagiert empfindlich auf Stickstoffgaben. Die Wieseniris entwickelt kräftige Horste im Laufe der Zeit. Auch in der ans Ufer anschließenden Feuchtzone harmoniert sie mit einer Vielzahl feuchtigkeitsliebender Gartenpflanzen wie Chinaschilf, Dreimasterblume, Frauenmantel, Goldfelberich, Knöterich, Kreuzkraut, Schachbrettblume, Sonnenblume, Sumpfdotterblume, Taglilien und Trollblume. Vermehrung durch Wurzelstock und Samen. Irisrost oder Iris-Blattbrand werden am besten behoben durch das Abschneiden und Vernichten des Laubes. - Bei uns fast ausgestorben, auf roter Liste.

  • Blaues Visier, tiefblau, 70 cm
  • Blue Cape, blau, 90 cm
  • Blue Celeste, blau, 100 cm
  • Butter and Sugar, gelb mit weiß, 70 cm
  • Caesar's Brother, purpurviolett, 100 cm  und Bodensee in hellblau. Sie gehören zu den schönsten Irisarten für feuchte Lagen. Sie kommen auch gut zurecht mit flachem Wasser am Teichrand. Sie können überall fast wertfreie Pflanzensymbiosen vorfinden, gut gepaart mit Echinacea paradoxa, gelb, Echinacea pallida, hellrosa, Monarda menthifolia und Penstemon digitalis. Außerdem gibt es die Möglichkeiten wie Iris pseudacorus, Euphorbia palustris und Bistorta officinalis. Richtig ausgeführt sind Salbei, Bartiris und Fetthenne, die lieben es trocken oder mager, ohne Mulchschicht. Sie lieben eine Mulchdecke aus Splitt, Lava oder Kies. Wenn sie mit Mulchschicht bedeckt sind, ist sie nicht förderlich für gutes Gedeihen.
  • Cambridge, leuchtend blau, 80 cm
  • Ego, tiefblau, 6 - 7, 90 cm
  • Helen Astor, rötlich, 60 cm
  • Mac Even, purpurrot, 80 cm
  • Perry's Blue, Blau, 100 cm
  • Mrs. Rowe, rötlich, 90 cm
  • Ruffled Velvet, rotviolett, 60 cm
  • Snow Chrest, weiß, 60 cm
  • Tunkhannock, weiß, 80 cm
  • Vi Luihn, leuchtend violett, 70 cm
  • Weißer Orient, reinweiße, große Blüten, 6 - 7, 70 cm

 

  • Iris spuria, Steppeniris.Iris spuria, SteppenirisIris spuria, Steppeniris
    Bild von: Botanikus-CD

Schöne Blüte weißgelb, 6 - 7, 80 - 100 cm. Robust, nahrhafter Boden. Anspruchlos. Frühe Herbstpflanzung erwünscht.

  • Dorothy Foster, mittelblau mit gelb, 100 cm.
  • Grand Illusion, pflaumenblau, br. getuscht, 80 cm
  • Imperial Bronce, braun mit orange, 80 cm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Iris versicolor,Iris versicolor, SchwertlilieIris versicolor, Schwertlilie
    Bild von: Botanikus-CD

Höhe 50 cm, Blüte rot oder lila. Hummel-Nährpflanze. Die Blüten eignen sich für Schnitt und Trocknung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Botanische Arten von Schwertlilien:

  • Iris aphylla, tief violett mit blauem Bart.
  • Iris chrysographes Stjerneskud, dunkelviolett mit goldgelber Mitte, 50 cm, April
  • Iris crocea, Goldiris, goldgelb, 120 cm, Juni/Juli. Haltbare Blumen für die Vase.
  • Iris forrestii, gelb, 40 cm, Mai/Juni, braucht feuchte Erde
  • Iris korolkowii Violacea, weiß mit grünlichem Schein und purpurner Aderung, dunkler Mittelfleck, 40 cm, Mai/Juni.
  • Iris virginica, weißlich bis dunkellila, grünlich geadert, 100 cm, April.
  • Iris winogradowii, Höhe 12 cm, Februar - März. Die Blütenform und der Habitus der Pflanze entspricht der Iris histroides. Sie hat aber ein zartes Zitronengelb mit orangefarbenen Mittelstreifen auf den Hängeblättern. Die Blüte duftet nach Holunder. Wildvorkommen findet man auf den Bergwiesen des Kaukasus. Sie gedeiht in kalkhaltigem Boden mit durchlässigem Untergrund.

In dieser großen Familie der Schwertlilien, die zu den schönsten Blütenstauden unserer Gärten zählen, gibt es einige Arten, die nur im Sumpf oder im flachen Wasser gedeihen.

 

Weitere Sorten unter Iris (Zwiebelblumen).


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Blattbrand, Blattdürre [Heterosporium gracile]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Schwertlilie (Staude). Heterosporium gracile syn. Didymellina macrospora, iridis. Befall der Blätter in feuchten Jahren oder an feuchten, schattigen Standorten. Pilz überwintert an Blattresten. - Längliche oder runde Flecken mit dunklem Saum, besonders schnelle Ausbreitung nach der Blüte. Blätter sterben ab. Die Rhizome selbst werden nicht befallen.

Schwertlilie. Befallene Blätter vernichten. Kupfermittel. (Sind jetzt im Garten verboten).

Schwertlilie. Sortenwahl. Standort licht und sonnig wählen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Schachtelhalm.

Grauschimmel [Botrytis cinerea usw.]

Botrytis cinerea u.a., Schwächeparasit.

Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab, danach entstehen große rotbraune Flecken auf Blättern und Früchten. Viele Früchte sehen zuerst glasig aus.

Blätter schrumpfen von der Spitze her. Die Pilze überwintern als Myzel auf abgestorbenen Pflanzen. In warmen, nassen Jahren besonders aktiv.

Es gibt viele Botrytisarten. Befallen werden besonders: Bohnen (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Brombeeren, Erdbeeren (Blüten werden infiziert, Früchte sind grau befallen, werden braun und faulen), Gurken (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Himbeeren, Kopfsalat (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Spargel (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Tomaten (grauer Pilzrasen, danach Fäule. Helle Ringe auf den Früchten), Weintrauben, Zwiebeln; Begonien, Blausterne, Cyclamen (besonders gefährdet), Dahlienblüten, Fuchsien, Geranien, Gladiolenknollen, Herbstzeitlosen, Inkalilie, Kaphyazinten, Kugelamarant, Lilien, Mittagsgold, Narzissen (Narzissenfeuer), Pfingstrosen, (Triebe und Knospen werden welk, Stängel werden unten braun, faulen), Primeln, Rosen, Schneeglöckchen, Staticen, Tigerblumen, Tulpen (Tulpenfeuer), Vergissmeinnicht, Zinnien, Zucchini (die Enden der Früchte werden gelb, sie bleiben dünner als der Stiel-Teil).

Der Pilz befällt vor allem weiche Früchte und Blüten. Grauschimmelfäule an Fichten und Tannen: Junge Triebe hängen herab. An den Nadeln sind graubraune Pilzfäden mit silbergrauen Sporen.

Der Pilz tritt im Freien wie unter Glas auf. Feuchte Luft oder Erde fördern den Befall.

Die Sporen sind überall vorhanden und keimen auch auf gesundem Gewebe. Eindringen können sie erst, wenn das Pflanzengewebe geschwächt oder zu stark gedüngt ist, besonders gern bei Stickstoffüberdüngung (Schwächeparasit).

SchadbildVorbeugungBekämpfung
  • Alpenveilchen. Auf allen Pflanzenteilen faule, nasse Flecken, bei starkem Befall ist auch ein grauer Schimmelschleier zu sehen.
  • Basilikum, Begonien, Besenheide, Blauglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Dahlien, Erbsen, Erika, Eukalypten usw. Befall der Keimlinge. Grauschimmel. Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab. Botrytis cinerea.
  • Bohnen. Botrytis fabae. Schwächeparasit. Der Pilz überwintert als Myzel auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Infektion besonders in nassen Jahren. Besonders betroffen sind Blätter und Hülsen, die später faulen.- Betroffen sind von den verschiedenen Botrytis-Pilzen auch andere Pflanzen wie Begonien, Cyclamen, Dahlien, Erdbeeren, Gladiolenknollen, Gurken, Himbeeren, Kopfsalat, Pelargonien, Primeln, Tulpen, Weintrauben, Zwiebeln usw.
  • Brombeeren. Weißer oder hellgrauer Belag auf den Früchten. Faulen. Der Pilz dringt schon während der Blütezeit in die Pflanze ein. Feucht-warmes Wetter fördert den Befall. Der Pilz überwintert an Fruchtmumien, an abgestorbenen Blattstielen und an den Ruten. Er kann auch Erd- und Himbeeren befallen.
  • Erdbeeren. Botrytis cinerea. Schwächeparasit. Infektion der Früchte über die Blüten, vor allem die Kelchblätter, sie ist also schon erfolgt, wenn sie noch nicht sichtbar ist. Hauptinfektionsquelle ist verdorrtes Erdbeerlaub. Graubraune Flecken auf den Früchten, später grauer Pilzrasen auf der ganzen Frucht, rotbraune Flecken auf den Blättern. Knospen und Blütenstiele werden bräunlichschwarz, Blüten oder Früchte hängen herunter. Feuchte Witterung und Temperaturen von 15 - 20° fördern die Krankheit. - Befällt auch Himbeeren und Brombeeren (siehe dort) und überwintert an abgestorbenen Fruchtmumien oder Blattstielen am Boden.
  • Kakteen. Botrytis. Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab.
  • Lilien. Botrytis elliptica und cinerea. Kleine braune oder grüne glasige Flecken an Blüten und Knospen, die sich schnell vergrößern. Faulstellen. Verkrüppelte Blüten, die sich nicht öffnen. Auf den Zwiebeln befinden sich kleine schwarze Stellen (Dauerkörper). Die Pflanzen können bei Nässe absterben. Wärme und Feuchtigkeit begünstigt. Weiße Lilien (Madonnenlilien) sind besonders gefährdet, auch Gladiolen, Iris und Tulpen; in geringerem Maße Herbstzeitlose, Hyazinthen und Schneeglöckchen..
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit. 
  • Pfingstrosen. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.Strauchpfingstrose. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.
  • Tulpen. Blatt- und Sproßteile kümmern, die Blätter sind verbogen und faulen ab, ebenso die jungen Triebe (Tulpenfeuer). Nur spärlicher Blütenaustrieb oder ausbleibend. Grauer Schimmelrasen, vor allem Frühsorten treiben nicht richtig aus. Zwiebel faulen, deutlich sichtbar sind die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien). Die Blätter haben glasige Stellen. Bei feuchter Witterung (Dauerregen) erhöhte Befallsgefahr.
  • Veilchen. Siehe unter Graufäule (Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab) und 'Mehltau, echter' (Auf der Oberseite kleine, weißgraue Flecken, die zusammenfließen, oft auch beidseitig. Die Blätter werden braun, trocknen ein, sterben ab).
  • Weinreben. Botrytis cinerea. Sauer-, Stiel- und Edelfäule. Feuchtes Wetter begünstigt, besonders bei angefressenen oder durch Hagel beschädigten Beeren (Sauerfäule). Grauer Pilzrasen auf allen Pflanzenteilen. Die Gescheine können abgetötet werden mit nachfolgendem Sauerwurmfraß. Geringer Befall kurz vor der Ernte ist oft erwünscht (Edelfäule). Sie erhöht den Zuckeranteil. - Befallenes Holz bzw. das Fallaub kann im nächsten Jahr zum Ausgangspunkt neuer Infektion werden. Grün-/Rosafäule ist eine Sekundärinfektion nach dem Grauschimmel. Voraussetzung ist feuchte Witterung 9/10. Die Trauben verfärben sich.

 

Vorbeugende Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, ENVIRepel, Myco-Sin (Erdbeeren, Wein), Ulmasud B im Wein- und Hopfenbau. Biofa Kiesel flüssig. Phytovit gegen Grauschimmel an Gurken. Elot-Vis. Schwächeparasit, daher müssen die Wachstumsbedingungen den Bedürfnissen angepasst werden. Nur morgens gießen, nicht auf die Pflanzen. Feuchtwarmes Wetter erhöht die Infektionsgefahr. Keine stickstoffbetonte Düngung, Bodenlockerung, Pflanzabstände einhalten, regelmäßig wässern, auf Licht und Luft achten im Gewächshaus. Besonders gefährdet sind die Pflanzen, wenn nach unterlassener Lüftung die Luft im Gewächshaus feucht wird und in der folgenden Nacht die Temperatur stark absinkt. Sobald sie unter den Taupunkt absinkt, lagert sich überall Nässe ab. Durch Heizen während der kalten Nächte kann dies weitgehend verhindert werden.

Topfpflanzen nur mäßig gießen im Winter. Für Helligkeit und regelmäßige Lüftung sorgen. Zu dichtes Laubwerk zurückschneiden. Genügend Abstände lassen zwischen den Pflanzen. Abgefallenes und Befallenes sofort entfernen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Pflanzenstärkungsmittel anwenden.

Regelmäßig auf Befall kontrollieren. Setzlinge mit Algenextrakten und Brennesseljauche fördern, vorher Wurzelbad. Erdbeeren mit Stroh abdecken. Auf richtige Sortenwahl achten. Sauren Boden mit Gesteinsmehl (siehe Steinmehle, vor allem Basaltmehl) verbessern. Knoblauch zwischen gefährdete Kulturen setzen. Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm) vorbeugend spritzen, ggf. 1% Wasserglas zumischen bei Beeren und Reben. Zwiebelschalen- oder Knoblauchtee. Moosextrakt. Lebermoser. (Moosextrakt und Lebermooser nur bei Erdbeeren, Weinreben, Paprika, Tomaten, Salat und Blumen, jeweils tropfnass alle 10 - 14 Tage besprühen). Neudovital. Befallene Erde desinfizieren mit Kalkstickstoff. Pechnelkenextrakt. - Siehe auch unter den einzelnen Pflanzen.

 

  • Alpenveilchen. Regelmäßig lüften, Pflanze beim Gießen nicht befeuchten, hellen Standort wählen.
  • Basilikum. Kompost einbringen vor der Aussaat.
  • Begonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Besenheide. Niemals Laub befeuchten beim Gießen.
  • Blauglöckchen. Keine stickstoffbetonte Düngung.
  • Bohnen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Bodenverbesserung mit Gesteinsmehlen und Algenmehl, der pH-Wert darf nicht zu sehr im sauren Bereich sein. Schachtelhalmbrühe spritzen. Sortenwahl. Jungpflanzen durch Wurzelbad stärken, z.B. in Schachtelhalmbrühe. Bodenbearbeitung, lockern, lüften, ausreichend wässern (nur morgens). Weite Pflanzabstände einhalten. Mulchen.
  • Brombeeren. Weite Pflanzabstände, auslichten. Krankes herausschneiden und vernichten. Widerstandsfähige Sorten anpflanzen, z.B. Wilsons Frühe oder Dirksen Thornless. Chester Thornless ist im Herbst anfällig. Stickstoffbetonte Düngung vermeiden. Bei sauren Böden mit Steinmehlen düngen. Boden locker halten. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Schachtelhalmtee spritzen. Neudovital spritzen.
  • Dahlien. Nicht die Blätter und Stängel beim Gießen anfeuchten. Nur morgens wässern. Ausreichende Abstände einhalten.
  • Erdbeeren. Junge Setzlinge in Schachtelhalmbrühe tauchen. Im Jugendstadium mit etwas Brennesseljauche und Algenmehl stärken. Wenig Stickstoff, vor allem kein Stickstoff im Frühjahr, keine Überdüngung. Kieselsäurehaltiges, kalkarmes Gesteinsmehl. Dichte Stauden etwas entlauben. Knoblauch oder andere Zwiebelgewächse zwischen den Erdbeeren anpflanzen, deren Senfölgehalt wirkt gegen den Pilz. Mit Stroh oder Holzwolle die Pflanzen umgeben, so daß die Früchte trocken liegen, spätestens, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. Kalibetonte Düngung. Sortenwahl: Anfällig sind Diana, Elvira, Korona, Lambada, Ostara und Senga Sengana. Weniger anfällig sind: Bogota, Capitola, Confitura (Häberli), Cornelia Pötschke, Darflash, Elvira, Florika (Baldur, Häberli), Framura, Gorella, Joghana, Machern, Mara des Bois, Milprima, Onebor - Marmolada, Pegasus (Häberli), Splendida, Tenira. - Die Monatserdbeere Florika gedeiht auf guten Gartenböden, bei übermäßiger Düngung wird sie jedoch auch von Graufäule befallen. - Spätestens im dritten Jahr Standort wechseln, bei hohem Befallsdruck jedes Jahr. Auslichten (Starker Blattwuchs nach Stickstoffdüngung). Pflanzen vor der Blüte mit Steinmehl bestäuben. Nur düngen in der dritten und vierten Woche nach der Pflanzung und nach der Ernte. Nur morgens wässern, nicht während der Erntezeit. Schwarze Mulchfolie (verfrüht auch die Ernte, hält das Beet unkrautfrei), weite Pflanzabstände, sonniger Standort. Sorten mit Blütenständen, die die Blätter überragen, wählen (Elvira, Polka, Tenira, Florika), widerstandsfähig sind Capitola, Florika, Joghana. Befallenes, kranke Früchte sofort entfernen, spätestens im Frühjahr auch alten Mulch, Strohreste. Verdorrte Blätter und Ausläufer usw. entfernen und verbrennen. - Vorbeugend spritzen mit Rhabarber-, Goldrute-, Ackerschachtelhalm-, Knoblauch- oder Zwiebelschalentee; mit fettarmer Milch, Molke, Kompostextrakten, immer mehrmals vor der Blüte dreimal wiederholen, später immer in die Blüten spritzen. 5 x mit Schachtelhalmbrühe spritzen: 1 x vor der Blüte, 1 x während der Blüte, 3 x nach der Ernte. Mit Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gemischt spritzen. Neudovital Obstpilzschutz vor dem Austrieb spritzen, alle Pflanzenteile müssen benetzt sein, auch die Unterseiten. Bei Blütenbeginn und -ende mit Zuckerlösung 1 - 1,5% direkt in die Blüten spritzen. Moosextrakt. Algan. Niem, MYCO-SIN. Mit blühendem Schnittlauch mulchen. Spritzungen mit ENVIRepel und Vitanal allseitig. Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, Neudosan, Algan, Niem, Lebermooser. - In der Schweiz müssen Hummeln beim Verlassen des Stocks ein 'Fußbad' nehmen, das mit dem Pilz Trichoderma angereichert ist. Den Pilz streifen sie beim Besuch von Erdbeerblüten ab und bringen damit den Gegenspieler des Schadpilzes in Stellung.
  • Fichten. Boden lockern. Kalkgehalt überprüfen, er sollte nicht unter pH 6 liegen. Etwas Kompost geben oder angewelktes Gras auf die Baumscheibe. ENVIRepel, VITANAL.
  • Gladiolen. Luftiger Stand. Mulchen. Sortenwahl. Keine Überdüngung, besonders keine Stickstoffüberdüngung. Pflanzstelle jährlich wechseln. Knoblauch als Zwischenkultur. Schachtelhalmbrühe. Neudovital. VITANAL. ENVIRepel.
  • Gurken. Lockerer Boden, ausreichend Wasser, weite Pflanzabstände. Düngung mit Gesteinsmehl. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Schachtelhalm- und Brennesseljauche spritzen. ENVIRepel. VITANAL. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Überdüngung.- Regelmäßig lüften, die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch werden.
  • Himbeeren. Weite Pflanzabstände. Befallenes sofort vernichten. Resistente Sorten: Elida, Glen Clova, Rubaca (Niniane, Pötschke, ziemlich resistent), Ruflava, Schönemann, Zeva 2 (Willemse). Stickstoffüberdüngung vermeiden. Boden vorsichtig lockern, ggf. wässern. Mulchen. Bei zu sauren Böden Gesteinsmehl oder Algenmehl streuen. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen die Sträucher pflanzen. Beete und Blätter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe übersprühen unter Zusatz von 1% Wasserglas. Neudovital spritzen. ENVIRepel. Vitanal.
  • Knollenbegonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Lilien. Keine nassen und windstille Lagen. Ganzjährig Schachtelhalmbrühe spritzen. Knoblauch als Mischkultur. ENVIRepel. Vitanal. Boden lockern, keine übermäßige Stickstoffdüngung. Keine Zwiebeln dorthin setzen, wo vorher Knollen standen. Gesteinsmehl vor allem bei sauren Böden.
  • Narzissen vernichten. Falls nicht schon geschehen, die Narzissen auf sonnige oder luftige Plätze umsetzen.
  • Paprika, Peperoni. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden locker halten und mulchen. Knoblauch beipflanzen. Für Luftbewegung sorgen. Nicht die Blätter beim Gießen benetzen. Schachtelhalmtee. Moosextrakt, ENVIRepel. Vitanal. Neudovital. Lebermooser. Elot-Vis.
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  • Pfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Rosen in Gartenerden. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Abstand einhalten, die Rosen dürfen sich nicht berühren. Nur Sonnenlagen auswählen. Neudovital-Rosenpilzschutz.
  • Schwertlilien. ENVIRepel. Vitanal. Boden durchlässig machen mit Sand, ggf. auch auf einem Wall pflanzen.
  • Strauchpfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit Moosextrakt. ENVIRepel. Moosextrakt. Lebermooser. Vitanal. Elot-Vis. In Gewächshäusern regelmäßig lüften.
  • Tulpen-Pflanzstelle jährlich wechseln. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl. Nur gesundes Pflanzgut verwenden. Luftiger, sonniger Standort ist optimal. Schweren Boden mit Sand auflockern. Verblühtes und verwelkte Blätter sofort abschneiden. Ausgegrabene Zwiebeln auf Befall prüfen, schnell trocknen lassen, danach trocken lagern. Blattwerk mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. - Diese Krankheit tritt immer häufiger auf. Auch Wildtulpen, die mehrere Jahre auf demselben Platz stehen, werden befallen. Plätze, auf denen Tulpen gestanden haben, sollen über Jahre nicht erneut mit Tulpen bepflanzt werden.
  • Veilchen. Genügend große Pflanzabstände einhalten, Pflanzen nicht zu tief setzen, die unteren Pflanzenteile müssen gut abtrocknen können. Nicht auf die Pflanzen gießen. Nicht abends wässern. Nicht stickstoffbetont düngen. Schachtelhalmbrühe, Neudovital.
  • Weinreben. Frühe Sorten wählen. Traubenwickler und Wespen bekämpfen. Traubenanzahl verringern und mehrmals mit Algenkalk oder Steinmehl stäuben, solange die Trauben sich noch nicht berühren. Neudovital. ENVIRepel. Vitanal. Blue Niagara + Golden Niagara (Fenzl) sind resistent. Moosextrakt. Lebermooser.
  • Zistrosen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit durch ständiges Lüften verhindern, Kondenswasserbildung vermeiden, damit Schadpilzen keine Angriffsmöglichkeit geboten wird. - Blattläuse sind möglich.
  • Zwiebeln. Lockerer Boden, weite Pflanzabstände. Fruchtfolge einhalten. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Jauche oder Stallmist. ENVIRepel. VITANAL.
  • Alle übrigen: Kein Laub befeuchten.
  • Alpenveilchen. Befallenes entfernen.
  • Begonien. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Bohnen, Brombeeren, Dahlien, Feldsalat usw.  Versuch mit Niem.
  • Erdbeeren. Knoblauchtee spritzen. Befallene Früchte und Pflanzenteile vernichten. Blätter nach Ernte abschneiden und vernichten. Moosextrakt. Lebermooser. Mit Gemisch aus Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gießen.
  • Kakteen. Unterhalb des Stängels abschneiden, ist der Pilzbefall an der Pflanzenbasis, die ganze Pflanze vernichten.
  • Knoblauch. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Paprika, Peperoni. Moosextrakt. Niem, Lebermooser. Befallenes abschneiden bzw. die gesamte Pflanze vernichten.
  • Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser, Niem, Pechnelkenextrakt
  • Tulpen. Vernichten.
  • Veilchen. Niem.
  • Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel spritzen. Niem. Moosextrakt. Lebermooser. Vi-Care
Nassfäule [Pectobacterium carotovorum, usw.]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Bartiris. Man darf nicht zögerlich sein und die kaputten Teile der Rhizome wegwerfen. Auch Stickstoffzufuhr ist nicht gerade günstig. Nassfäule.

Kartoffeln. Erwinia carotovora. Vor allem Lagerkrankheit, durch Pilze verursacht. Die Knollen werden innen faul, beim Anfassen wird die Schale sofort eingedrückt, die ganze Knolle verliert ihre Form.

Orchideen, Knabenkräuter. Blätter und Neutriebe sind befallen, sie riechen übel, werden braun.

Schwertlilien. Stängelbasis fault, ebenso der Wurzelstock.

Kartoffeln. Kranke Knollen sofort entfernen und vernichten.

Schwertlilien. Faules herausschneiden und mit Kohlepuder behandeln. Sonst vernichten.

Kartoffeln. Keine stickstoffbetonte Düngung, Pflanzkartoffeln sichten, desgleichen sofort bei der Ernte. Nicht bei der Ernte auf infiziertes Laub werfen. Möglichst trockenes, sonniges Wetter abwarten, Knollen auf dem Feld trocknen lassen. Stets Keller lüften, wenn möglich.

Schwertlilien. Große Feuchtigkeit vermeiden.

Rhizomfäule [Pectobacterium carotovorum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Schwertlilien. Staude. Pectobacterium carotovorum. Fäule durch Bakterienbefall, ganzjährig möglich. Blattspitzen vergilben und trocknen ein, die Rhizome zerfallen und riechen unangenehm. Besonders Bartiris ist betroffen.

Schwertlilien. Staude. Im Anfangsstadium faule Stellen herausschneiden, trocknen lassen und mit Holzkohle desinfizieren. Sonst vernichten und Erdreich mit Kalkstickstoff desinfizieren.

Schwertlilien. Staude. Keine stickstoffbetonte Düngung, kein frischer Stallmist. Rhizome nicht tief eingraben, Boden lockern, evt. drainieren.

Schnecken [Gastropoda. (Conchifera)]

Gastropoda. Schalenweichtiere (Conchifera).Schnecke

Schnecken sind Zwitter, die sich gegenseitig befruchten. Bis zu acht Monaten sind sie männliche Tiere. Bei der Kopulation schmiegen sie sich eng aneinander, Fuß an Fuß, und stoßen sich gegenseitig eine stimulierende Kalkspitze in die Flanke. Danach tauschen sie ihren Samen aus, indem sie ihre Geschlechtsorgane ausstülpen. Nach der Besamung bilden sie sich zu weiblichen Tieren um. Jedes weibliche Tier kann arteigene Eier produzieren. Danach leben sie nicht mehr lange.

Sie gehören zur Klasse der Bauchfüßler - Gastropoda, im Garten machen sich die Landlungenschnecken breit. Sie haben Lungen, sie atmen durch ein kleines Loch auf der rechten Seite der vorderen Platte. Sie sehen mit den "Grubenaugen" auf ihren Fühlern, mit denen sie die Richtung eines Lichtstrahles und damit Bewegung erkennen können. Chemische Sensoren in ihrer Haut führen sie sicher zu einer Nahrungsquelle. Durchschnittliche Geschwindigkeit etwa 5 m/h.

Sie haben ein Herz, das eine cyanhaltige Blutflüssigkeit umpumpt (Hämocyanin, größtes Sauerstoffmolekül überhaupt), eine Niere, einen Magen, der direkt am Mund sitzt und einen langen Darmkanal.

Der Fuß ist mit vielen Schleimdrüsen ausgerüstet. Ihr ausstülpbarer Penis sitzt ganz vorn in der Nähe von Mund, Atemloch und Stielaugen.

Fortpflanzung durch Eier, bis zu 400 Stück je Tier. Sie werden in Gruppen unter Steinhäufchen oder in Bodenspalten abgelegt. Danach sterben die Elterntiere ab. Ihre Lebensdauer ist 9 - 12 Monate. Sie bestehen zu 85 - 90% aus Wasser, brauchen demgemäss eine feuchte Umgebung, auch deshalb, weil sie Schleim absondern und keinen Verdunstungsschutz haben. Ein Flüssigkeitsverlust von mehr als 50% führt zu ihrem Tod. Auch geringerer Flüssigkeitsverlust macht sie passiv. Sie meiden daher Wind, Sonne und trockenen Boden. Deshalb selten, aber durchdringend gießen. 20 l Wasser je qm reichen für mehrere Tage.

Häufige Bodenbearbeitung (Bodenlockerung) und krümeligen Boden lieben sie überhaupt nicht. Durch die enorme Fruchtbarkeit treten sie oft schlagartig in großen Mengen auf.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Besonders häufig kommen folgende Schneckenarten vor:

  1. Große Rote, Schwarze Wegschnecke (Arion ater, rufus).

    Rote, rotbraune, braune bis schwarze Farbe, in der Jugend meistens heller. Haut runzelig, 5 - 10 cm lang. Farbloser Schleim. Paarung Ende 8 - Ende 9. Eier 3 - 4 mm, kalkweiß, rund 300 Stck. je Schnecke in kleinen Häufchen. Eine Generation je Jahr. Reifezeit 3 - 4 Wochen. Jungtiere schlüpfen bei warmer Witterung vor Wintereinbruch, sonst im Frühjahr (März/April). In Hecken, Wäldern und Wiesen. Sie hat Vorliebe für junge Setzlinge, Aas, Pilze, Verrottendes. Nicht sehr sesshaft. Sie liebt hohe Vegetation mit feuchtem Mikroklima. Tagaktiv, überwintert je nach Art als Ei oder Tier in frostfreien Verstecken.
     

  2. Kapuzinerschnecke (Spanische Wegschnecke, Arion lusitanicus).

    In den 60ern aus Südspanien eingeschleppt, ähnlich der Großen Roten Wegschnecke gem 1), wird jedoch bis 18 cm groß. Unterscheidung schwer: Jungtiere bei 1) weißlich, bei 2) gestreift in braun, gelb, grau und orange. Die ausgewachsenen Tiere sind schmutzig graugrün, braun oder ziegelrot. Zwei Generationen im Jahr mit jeweils bis zu 400 Eiern. Sie schlüpfen im Herbst und überwintern, werden also den Frühsaaten gefährlich. Fressfeinde verfolgen sie weniger, weil sie zäher und schleimreicher sind, aber auch bitterer. Sie verdrängen die Große Rote Wegschnecke in Deutschland. Sie fressen große Mengen von Grünzeug, gern zarte Jungpflanzen, verletzte oder kranke Pflanzen, Vogel- und Hundedreck, Aas, auch von toten Artgenossen. Salat- oder Kohlpflanzen werden vollständig aufgefressen, ehe die nächsten Pflanzen heimgesucht werden. Sie sind unempfindlicher gegen Licht und Trockenheit.
     

  3. Gartenwegschnecke (Arion hortensis). 2,5 - 4 cm lang.

    (Blau-)schwarz, Sohle gelblich.Sie leben direkt unter der Erdoberfläche. Paarung Ende 9. Eier 2 mm, eiförmig, Schale durchsichtig. Ablage 11 - 12, manchmal bis ins Frühjahr, etwa 10 - 50 Stück in Erdhöhlen oder an Pflanzenwurzeln. Larven schlüpfen Anfang 4 - 5. 5 - 6 Jungschnecken (Tauschnecken), leben unterirdisch. Schaden 5 am größten. Bei feuchtwarmer Witterung kriechen erwachsene Schnecken auf die Pflanzen. Sie fressen nachts mehrmals mit Ruhepausen. Meist sesshaft. Schädigen vor allem Wurzeln und Keimlinge und Speicherorgane im Wurzelbereich (Karotten, Kartoffeln, Rüben, Kohl). Schaden in kälterer Zeit am größten. Sie sind kälteresistenter als die Große Wegschnecke.
     

  4. Genetzte Ackerschnecken (Deroceras reticulatum). 3.5 - 5 cm.

    Gelblich-weiß, schiefergrau, braun, oft mit dunkler Netzzeichnung. Schleim    kalkweiß. Haut gerunzelt, Sohle hell. Jungschnecken sind heller. Nach Schlüpfen durchscheinend. Paarung im Herbst an einem feuchten Platz. Eier 1 - 2 mm rund oder oval, 10 - 40 Stück, einige unter der Erde, andere an Pflanzenwurzeln. Junge schlüpfen 4 - 5. Nur bei günstigen Bedingungen 2 - 3 Generationen je Jahr. Sie sind besonders auf Feuchtigkeit angewiesen. Leben meist oberirdisch, klettern bei Nässe und Regen auf die Pflanzen bis 1 m hoch, gefährden alle Pflanzenteile, fressen auch an Samen und Blüten. Da sie lichtempfindlich sind, sind sie nachtaktiv, meistens am Beginn der Nacht, auch noch bei 0°. Bei trockenem Wetter fressen sie Wurzeln ab (z.B. Möhren). Sie sind im Herbst am schädlichsten. Sie verkriechen sich gern in Bodenspalten oder unter Holz und Steinen, auch in Kohl- und Salatpflanzen. Sie sind sesshaft. Sterben durch starken Frost. Lockerer, feinkrümeliger Boden ist für sie ungünstig. Sie bevorzugen chlorophyllfreie Nahrung, fressen auch verholzte Pflanzenteile.
     

  5. Gehäuseschnecken. Verschiedene Arten. Helicidae.

    Die Schnirkelschnecken (Gattung Cepaea) mit ihren gebänderten Häuschen sind genauso gefräßig wie die Nacktschnecken, aber sie fressen vorzugsweise Abgestorbenes. Die Weinbergschnecke (Helix pomatia) ist am bekanntesten, sie ist geschützt. Sie lebt auf kalkhaltigem Boden, überwintert 30 cm tief im Boden. Gehäuse weiß bis gelb-braun, bis 40 mm. Es wird mit einem Kalkdeckel im Winter verschlossen. Alter bis zu 7 Jahren. Langdauernde Paarung im Mai mit etwa 10 mm langen "Liebespfeilen" aus Kalk. Ab 3.- 4. Lebensjahr legen sie bis zu 70 Eier 6 - 8 in Erdlöchern ab. Die Eier sind etwa 5 - 6 mm groß. Vorkommen in Feld, Garten, Wiese. Sie fressen Kohl, Salat, Spinat, aber meistens tote organische Stoffe, Angerottetes und Verwelktes. Den notwendigen Kalk entnehmen sie über kalkreiche Kräuter oder direkt dem kalkigen Boden mit Hilfe einer Säureabsonderung.

Die Nacktschnecken (1 - 4) hinterlassen Schleimspuren, die aber von Bodenbakterien umgewandelt werden. Sie sind Allesfresser, fressen Löcher in die Pflanzenblätter, fressen auch ganze Pflanzen ab, vor allem auch aufgehende Saat und nicht abgehärtete Jungpflanzen, alles Verwesende und Welkende, tote Kleintiere, auch der eigenen Art, sowie Kot von Meerschweinchen. Die angefressenen Pflanzen bilden sehr oft eine Eingangspforte für viele andere Schädlinge. Sie halten sich tagsüber in feuchten, dunklen Verstecken auf, von denen aus sie nachts ihre Futterpflanzen in der Nähe aufsuchen. Die Vermehrung der Schnecken wird begünstigt durch feuchtes und warmes Wetter, abendliches Gießen, feuchten Mulch, z.B. frisches Gras. Eine Schnecke frisst in einer Nacht etwa die Hälfte ihres Körpergewichtes. Sie kann Wasser über ihre Haut aufnehmen. Sie überwintern - meistens befruchtet - in der Erde, die Jungen fressen dann im Mai an den Pflanzen. Zwei Generationen im Jahr bei guten Bedingungen sind möglich, bei der Ackerschnecke sogar drei. - Große Wegschnecken (Gruppe 1 und 2) legen in einer Nacht bis zu 25 m zurück.

 

Schnecken verbergen sich gern unter Blaukissen, Meerrettich, Phlox und Rhabarber.

Die vorstehenden Zusammenstellungen sind weder vollständig noch gelten sie für alle Regionen und alle Schnecken.

Weiterführende Info: www.schneckeninfo.de.

Vorbeugung allgemein:

Pflanzenstärkung:

  • Moosextrakt: Auf die Pflanzen gesprüht, werden sie nicht von Nacktschnecken heimgesucht. Dasselbe gilt für das Handelsprodukt 'Lebermooser' und Lebermoos-Extrakt von Hanne.
  • Ackerschachtelhalm-Jauche stärkt die Zellwände, vorbeugend gegen Läuse. Nach 3 Wochen 1 : 5 verdünnt gießen und spritzen.
  • Brennessel-Jauche düngt, pflanzenverstärkend, vorbeugend gegen Läuse. Nach ca. 2 Wochen 1 : 20 verdünnt spritzen oder 1 : 10 verdünnt gießen.
  • Adlerfarn-Jauche und Wurmfarn-Jauche vorbeugend gegen Läuse und Schnecken. Nach ca. 2 Wochen 1 : 10 verdünnt über den Boden (gegen Schnecken) und Pflanzen spritzen.
  • Rhabarber-Jauche vorbeugend gegen Läuse und Raupen. Nach ca. 2 Wochen 1 : 5 verdünnt spritzen.
  • Holunderblätter-Jauche vergrämt Wühlmäuse und Schnecken. Nach 1 - 2 Wochen 1 : 1 verdünnt über Kohlpflanzen spritzen. Bei allen Jauchen wie folgt verfahren: 1 kg frisches oder 200 g trockenes Kraut mit 10 l Wasser ansetzen.
  • Rainfarnbrühe und Wermutbrühe gegen Läuse, Kohlweißlinge und andere Insekten - Achtung: Tötet auch Nützlinge. 10 g trockenes oder 100 g frisches, blühendes Kraut in 3 l Wasser 15 - 30 Minuten köcheln lassen. Abgekühlte Brühe durch ein Tuch/Sieb seihen und unverdünnt über die Pflanzen spritzen.
  • ENVIRepel wird auf die Pflanzen gesprüht, gilt in mancher Hinsicht als sehr gut.

Bodenbearbeitung:

Beim Gärtnern unbedingt beachten: Feinkrümeliger, lockerer Boden verhindert ein Eindringen von Schnecken.

Optimal ist pH 6 -7.

Im Herbst nicht graben, im Winter Boden lockern mit Grabegabel. Hineinstecken, vor- und zurück bewegen. Dadurch können die Eier in den tieferen Schichten nicht überwintern. Im Sommer nur oberflächliche Bodenlockerung, den Sauzahn nicht benutzen. Mulchen nur mit trockenem, organischem Material und nur so dick, dass der Boden gerade bedeckt ist, z.B. mit Fichtennadeln, Gerstenstroh und Wurmfarn. Nur oberflächlich hacken im Sommer, so früh wie möglich im Frühjahr, um die groben Spalten zu schließen. Schon früh Köder auslegen, früh absammeln.

Erst aussäen, wenn der Boden genügend erwärmt ist. Jungpflanzen, durch Kälte am Wuchs gehemmt, ziehen Schnecken an. Je schneller die Pflanzen auflaufen, desto geringer ist der Fressschaden - siehe auch "Saatbeizung". Boden vor der Aussaat gut hacken, damit keine Hohlräume entstehen. Löcher im Möhrenbeet nach Teilernte sofort wieder schließen. Danach gut glätten. Randsaaten mit Gartenkresse, Gelbsenf, Linsen oder Spinat als Schneckenfutter. Diese Pflanzen ausreißen und mit den Schnecken vernichten oder Schnecken absammeln. Es können auch Köder aus zerkleinerten Küchenabfällen dorthin gelegt werden, ständig absammeln und Köder erneuern. 2 - 3 Tage vor der Aussaat Samenrillen ziehen, damit sich der Boden besser erwärmt. Samen mit Erde (2 Teile) und reifem Kompost (1 Teil) zudecken, leicht andrücken. Mulchmaterial darauf streuen.

Daneben Köderpflanzen aussäen, Senf ist dafür gut geeignet. Sobald die Kulturpflanzen die ersten Keimblätter gebildet haben, den Gelbsenf abschneiden und als Mulch an Ort und Stelle liegen lassen. Die Schnecken können am Senfmulch abgelesen werden. Tagetes als Lockpflanzen vorziehen und auspflanzen nahe gefährdeten Kulturen. Im Frühjahr kommen die Schnecken nach der ersten Bodenbearbeitung aus dem Erdreich. Dann für "Unterkünfte" sorgen in Form von feuchten Brettern und Steinen mit darunter gelegten Ködern. Täglich absammeln.

Jungpflanzen sind um so weniger gefährdet, je mehr sie abgehärtet sind, je mehr Wurzelmasse sie gebildet haben und wenn sie keine Verletzungen, auch der Wurzelmasse, aufweisen. Deswegen nie direkt aus dem Frühbeet in das ungeschützte Erdreich auspflanzen (etwa eine Woche abhärten) und kleine Pflanzen entweder vernichten oder solange zurückhalten, bis sie ausreichend kräftig geworden sind. Zusätzlich kann man die Pflanzen schützen durch Algenkalk, oder Steinmehl; Begonienauszug oder Auszug aus Blättern von Schwarzen Johannisbeeren. Die durchsichtigen Sonnenhüte, wenn sie etwas in die Erde eingelassen sind, sind ebenfalls ein guter Schutz. Die im Handel befindlichen Plastik-Schneckenzäune kann man auch ablängen und um gefährdete Pflanzen herumlegen. Ebenso können Blumentöpfe ohne Boden um die jungen Setzlinge in den Boden gedrückt werden, besonders wirksam, wenn der obere Rand nach außen umgebördelt ist. Sonst mit Antischneck-Gel einreiben. Durchgeschnittene Plastikflaschen oder Gläser während der Nacht über kleine Pflänzchen stülpen.

Schnecken werden von welkenden, verletzten oder faulenden Pflanzenteilen angezogen.

Kompost:

August - Ende August/Mitte September sieben, den reifen Kompost über Nacht liegen lassen, dass die Schnecken auswandern können, und das nicht verrottete mit frischem Material wieder neu aufschichten. Die Schnecken ziehen dann um in den Haufen mit dem nicht verrottetem Material. Reifen Kompost in Jutesäcke abfüllen und vor Regen schützen. Restkompost im November umsetzen, damit die weißen Eier vertrocknen oder erfrieren.

Gründüngung:

Ist nur im Spätsommer empfehlenswert, und auch nur die nicht winterfesten Sorten wie Alexander-/Perserklee, Gelbsenf, Hafer, Ölrettich, Phacelia, Sommerwicke usw.

Am besten wird mit der Gießkanne bewässert, immer morgens. Wenn unvermeidbar, auch Flächenberegnung, aber nicht oft, dafür aber tiefgründig, ebenfalls nur in den Morgenstunden. Wenn der nicht kultivierte Teil mit bewässert wird, verschonen die Schnecken die Gemüsebeete.

 

Im Frühjahr Mulchdecke mit Schnecken und Eiern entfernen. Bei Trockenheit wiederholt hacken. Erst im Sommer mulchen, aber nur dünn.

 

Schneckenjauche:

Etwa 100 Schnecken verschiedener Arten sammeln, mit heißem Wasser überbrühen, 10 Tage stehen lassen, ab und zu umrühren, dann 5 l Wasser und etwas Steinmehl zusetzen. Der Duft vertreibt die Schnecken sicher.

Am besten kombinieren mit Köder: Von einer Seite beginnend in geringen Abständen mit der Jauche kleine Duftmarken setzen über die gesamte Gartenbreite hinweg. Parallel davor Köderhäufchen auslegen im Abstand von 50 cm. Die Schnecken werden sowohl von dem Jauchegeruch vertrieben als auch von den davor liegenden Ködern angelockt. Am besten die Schnecken am Abend an den Köderhäufchen ablesen. Dadurch wird der erste Teil des Gartens schneckenfrei. Diese Prozedur wird sooft wiederholt, bis die Schnecken zum entgegengesetzten Teil des Gartens getrieben worden sind und dort abgelesen werden können. Der Geruch wirkt etwa 2 Wochen, nach Regen muss die Vergrämungsaktion wiederholt werden. Pflanzen dürfen von der Jauche nicht benetzt werden, es handelt sich um hochgiftige Eiweiße.

Holzwolle auslegen im Herbst, nach Eiablage die Holzwolle vernichten.

Kaffeelösung ab 0,05% Coffein-Gehalt über Erde und Pflanzen sprühen, sie wirkt tödlich bei Berührung, ähnlich wie Nervengift. Der Koffeingehalt entspricht einer normalen Kaffeekonzentration. Ab 0,01% Coffein-Gehalt ist eine abschreckende Wirkung festzustellen, die Schnecken erholen sich aber wieder.

Schneckenzäune verschiedener Konstruktion installieren.

  • Schnecken sind Artisten im Überwinden von Hindernissen, wenn auch im 'Schneckentempo'. Sie klettern an Drahtgewebe hoch und runter und gleiten geschickt über dessen spitzes Drahtende hinweg, übersteigen mühelos sogar Rasierklingen. Deshalb sollte man zusätzlich die Wände mit einem 10 cm breitem Streifen Antischneck-Gel einreiben und das Gel, wenn erforderlich, erneuern. Innerhalb dieses Bereiches Schnecken ablesen oder vertreiben mit Schneckenjauche. Darauf achten, dass keine Pflanzen ausserhalb des Zaunes die Zaunkrone überwuchern und damit die Aussperrung vereiteln. Schneckenzäune verhindern auch den Zugang von vielen Nützlingen! Antischnecken-Gel Neudorff, 31857 Emmerthal www.neudorff.de
  • lstahldrähten oder mit Außer den mechanischen Schneckenzäunen gibt es noch elektrischbetriebene, die ähnlich einem Weidezaun Schnecken abhalten oder töten. Sie arbeiten mit einer kleinen 9 Volt-Batterie und zwei EdeDrahtgewebe, durch das im 10-Sekunden-Takt ein Stromstoß geschickt wird.

          Antischnecken-Gel Neudorff, 31857 Emmerthal www.neudorff.de

Die jeweils besten Konzentrate sind: Zu Salat Hanf oder Kerbel dazugeben. Odermennig oder Lavendel wehren ebenfalls ab. Kaffee ab 5%. Maiglöckchensaft und Lebermoosextrakt mischen, beide Säfte dringen nicht in die Nutzpflanzen ein, sie werden vor Gebrauch nur abgewaschen. Vorsicht bei Kindern! Lavendel- und Salbeiöl verteilt spritzen. Zimt und Steinmehl verstreuen, bei Feuchtigkeit erneuern. ENVIRepel einsetzen.

Erdbeeren. Feuchte Bretter auf die Wege legen, frühmorgens oder bei Regen absammeln. Petersilie neben die Erdbeeren einpflanzen.

Salat. Begonien vergällen den Schnecken den Appetit auf Salat. Man zerkleinert etwa 500 g Begonien, Stängel und Blätter, und weicht sie einen Tag in 10 l Regenwasser ein. Vor dem Verpflanzen taucht man die Wurzeln der Gemüsesetzlinge in die Brühe oder stellt sie mit Wurzelballen etwa 1 Stunde lang hinein, damit sie sich voll saugen. In den folgenden Tagen gießt man alle paar Tage den Boden um die Pflanzen mit dem unverdünnten Wasser.

 

Teufelskralle. Schnecken sind ihre Hauptfeinde.

Die Lieblingspflanzen kann man ggf. als Lockpflanzen benutzen, um andere zu schützen bzw. um gezielt abzulesen. Sonst sollte man sie extra vorziehen, abhärten und dann auspflanzen. Als Lockpflanzen werden gern gesät: Basilikum, Buchweizen, Kresse, Linsen, Rittersporn, Ringelblumen, Dahlien, Salat, Senf, Sonnenblumen, Teufelskralle und Tagetes. Sie werden bei einer Höhe von 10 cm abgemäht und bleiben liegen. Nachts werden die Schnecken davon angezogen, sie müssen dann aber frühmorgens abgelesen werden.

 

Kammkönigsfarn, Hahnenkammkönigsfarn, Kronenfarn, Purpurfarn, Zimtfarn.

Schneckenfrass ist verhältnismäßig selten. Beim Fraß sollten sie schnellstens abgelesen werden.

 

'Lieblingsspeisen' sind:

Akelei, (Junge) Astern, Balsaminen, Bartnelken, Bier, (junge) Bohnen, Buchweizen, Cosmeen, Dahlien, Erdbeeren, Fackellilie, Feuersalbei, Fingerhut, Frauenschuh, Blüten der Frühlingsmargerite, Funkie, Gelbsenf, Gemüsefenchel, fast alle jungen Gemüsearten, Glockenblumen (C. posch.), Kapuzinerkresse, (junge) Kohlpflanzen, Kresse, Levkojen, Linsen, Lobelien, Malven, Meerrettich (Sammelstelle für Schnecken, wenn er am Rande eines Kartoffelfeldes angepflanzt wird), Milch, Mittagsgold, (junge) Möhren und junge Petersilie, Prunkwinden, Ringelblume, (junger) Rittersporn, Salvien, Salat, Senf, Silberkerze, Sonnenblumen, Sonnenhut, Strohblumen, Tagetes, Taglilien, Blüten der Winterheckenzwiebeln, Wucherblumen, Ziererdbeere, Ziermais, Zinnien, (junge) Zucchini.

 

Verschont von Schnecken werden im allgemeinen:

Akelei, Alpenaster, Alpenveilchen, (Japan-)Anemonen, Artemisien, Aschenblumen, Astilbe, Ballonblumen, Balsamine, Bartfaden, Bartnelken, Begonien, Beinwell, Bergenie, Blauschwingel, Carex, Christrosen, Dachwurz, Duftsteinrich, Eberraute, Ehrenpreis, Eisenhut, Eisenkraut, Elfenspiegel, Engelstrompeten, Farne, Fetthenne, Fingerhut, Fl. Lieschen, Flockenblume, Frauenmantel, Fuchsschwanz, Gänsekresse, Gartennelken, Gedenkemein, Geißbart, Gelenkblume, Geranien, Gladiolen, Glockenblumen (evt. sortenbedingt, C. posch. wird gefressen), Golderdbeere, Goldfelberich, Goldlack, Goldmelisse, (Kalif.) Goldmohn, Goldrute, Heidenelke, Heiligenkraut, Himmelsleiter, Hornveilchen, Hortensien, Immergrün, Immortellen, Jakobsleiter, Jungfrau im Grünen, Kapuzinerkresse, Karde, Katzenminze, Kaukasusvergissmeinnicht, Kokardenblume, Kreuzkraut, Küchenschelle, Lampenputzergras, Lavendel, Lichtnelken, Lilien (außer Taglilie), Lobelie, Löwenmäulchen, Mädesüß, Malven, Mangold, Männertreu, Mittagsgold, Mohn, Montbretie, Nachtkerze, Nelken, Nelkenwurz, Netzblattstern, Ochsenzunge, Papierblume, Pelargonie, Petunie, Pfingstrose, Phlox, Portulakröschen, Porzellanblümchen, Purpurglöckchen, Purpursonnenhut, Radies, Rettiche, Rhododendren, Rosen, Rosenprimel, Rote Bete, Salat, roter, (je nach Auswahl), Salbeiarten, Salomonsiegel, Schafgarbe, Schaumblüte, Scheinmohn, Schleierkraut, Schmuckkörbchen, Schwertlilie, Sommeraster, Sommerzypresse, Sonnenbraut, Sonnenflügel, Sonnenhut (Rudbeckia, Echinacea), Sonnenbraut, Sonnenröschen, Spiere, Spinat, Spornblume, Springkraut, Staudenwicken, Steinbrech, Steinkraut, Sterndolde, Storchschnabel, Strandflieder, Tagetes tenuifolia, Thymian, Tränendes Herz, Türk. Mohn, Vogelfußsegge, Weinraute, Wollziest, Ysop, Ziergräser, Ziertabak, Ziest, Zitronenmelisse, Zwiebeln. - 'Schneckenfeste' Sommerblumen-Sortimente werden im Handel angeboten. - Bei starkem Befallsdruck und geringer Auswahl werden auch einige der vorgenannten Pflanzen angenagt.

Abwehr durch Tiere:

Natürliche Feinde der Nacktschnecken sind:

Ameisen, Amseln, Blindschleichen (!), Drosseln, Eidechsen, Elstern, Feuersalamander, Fliegenarten, Frettchen, Gänse, Gartenschläfer, Gliederfüßer, Glühwürmchenlarven (leere Schneckengehäuse auf dem Boden belassen), Halbflügler, Hühner, Hühnervögel, Hundertfüßer, Igel (zieht aber Käfer, Larven usw. vor), Kleiber, Indische Laufenten (alle Entenarten brauchen Wasser zum Baden und mardersicheren Stall. Sie fressen auch die Spanische Wegschnecke. Sie müssen aber schon als Küken an Schneckenverzehr gewöhnt werden), Kröten, Kurzflügler (fressen Eier), verschiedene Laufkäfer (deren Larven fressen auch Schneckeneier, der Schaufelläufer Cychrus altenuatus, schwarz, metallisch glänzend, mit parallel laufenden Linien auf dem Rücken, dringt in die Gehäuse ein und frisst die Gehäuseschnecken; die Goldleiste, schwarz, metallisch glänzend, mit einem violetten Rand an den Flügeldecken, frisst Schneckeneier), Laufmilben, Lederlaufkäfer (bricht Gehäuse auf), Lurche, Maulwürfe, Mauswiesel, Molche, Rabenkrähen, Raubschnecken (fressen besonders gern die Eier), Salamander, Schneckenaaskäfer, Singdrosseln (vertilgen auch Bänderschnecken, die in einer "Drosselschmiede", meistens ein Stein, zertrümmert werden), Spechtmeisen, Spitzmäuse, Stare, chinesische Wachteln, Weberknechte, Weichkäferlarven, Weinbergschnecken, Würger, Zimmermann.

In geringerem Maße Frösche und Kröten.

Elstern und Rabenkrähen nehmen Gehäuseschnecken auf, auch der Gartenschläfer frisst Gehäuseschnecken.

Die jungen Schnecken werden den älteren vorgezogen, die spanische Wegschnecke wird von vielen Nützlingen gemieden.

Durch Laub-, Schnittholz- oder Steinhaufen können die Nützlinge gefördert werden.

 

Abwehrende Pflanzen, Rezepturen, und Materialien:

Allgemein wirken Gerb- und Bitterstoffe, z.B. Odermennig und Pflanzen mit reichlich ätherischem Öl abwehrend auf Schnecken.

Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), zermahlen um die gefährdete Pflanze herum ausgebracht, Begonien (Begonia cucullata u. semperflorens), Bohnenkraut, Borretsch, Brennessel, Buchbaumhecke (Duft), Eberraute (Randbepflanzung um bedrohte Beete), Efeu, Estragon, Farne (Barrieren aus getrocknetem, zerriebenem Farn vermischt mit zerkleinerten Eierschalen, Buchensägemehl, evt. noch mit etwas ungelöschtem Kalk, Mulchen mit (Wurm-)Farnkraut, Holunderblätter, Kamille, Kapuzinerkresse, Kerbel, Knoblauch (dichte Reihen pflanzen), ausgehöhlte und aufrecht stehende Grapefruchtschalen, Heiligenkraut (er überdeckt mit seinem Geruch den Duft der Gemüse), Holunder, Koriander, Kresse, Lavendel (Aufguss mit kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, unverdünnt auf gefährdete Pflanzen sprühen), Liebstöckel, Majoran, Oregano, Petersilie, Rainfarn, Ringelblumen, Rosmarin, Salat umkränzt von stark verkleinerten Thymian, Salbei, Schafgarbe, Schwarze Johannisbeeren (Blätter), Seifenkraut, weißer Senf, Tannenzapfen (auskochen und ausgießen), Thuja, Thymian (Randbepflanzung), Tomaten, Wacholder, Wermut, Wurmfarn, Ysop (er überdeckt mit seinem Geruch den Duft der Gemüse), Zwiebeln; entweder Auszüge machen, Beetrand bepflanzen oder mulchen. Stehen Ringelblumen oder Kapuzinerkressepflanzen zwischen dem Gemüse, wird letzteres weniger heimgesucht. Zum Mulchen geeignet sind Brennesseln (frisches Kraut), Borretsch (frisches Kraut), Farn, Gerstenstroh, Fichtennadeln, Ringelblumen (dichten Mulch um Pflanzen legen).

Pflanzen immer klein schneiden und um die gefährdeten Kulturpflanzen herumlegen oder dem Mulch beimischen. Schneckengranulat wehrt ab mit natürlichen Aromen. Gerb- und Bitterstoffe wehren Schnecken ab. Am Rand des Beetes Hirtentäschel und Ackerhellerkraut pflanzen, das 'lenkt die Schnecken ab'.

Kräuter wie Oregano, Minze und Thymian schützen als Beetumrandung vor gefrässigen Schädlingen. Dasselbe geschieht mit Purpurglöckchen, Schafgarbe und Sonnenhut. Sie bekommen dann keine Schnecken in Ihren Garten.

Vorbeugende regelmäßige Spritzungen in wöchentlichem Abstand mit ENVIRepel. Der Geruchssinn der Schnecken wird durch Lavendel verwirrt. Zum Spritzen auf die gefährdeten Pflanzen kann man folgende Lösung versuchen: 10 l Wasser, 1 l Obstessig, 50 g Lavendelöl. Abends fein versprühen.


Jauchen
aus Farnkraut oder Rhabarberblättern, Brühe aus ausgekochten Tomatenblättern oder Kermesbeerenauszug (Phytolacca acinosa) am Beetrand versprühen, Fichtennadelkompost um gefährdete Pflanzen ausbringen.


Niempresskuchen
aus gemahlenem und ausgepresstem Niemsamen oder Niemsamen über das gefährdete Beet verteilen und zusätzlich um das Beet herum einen Wall ohne Unterbrechung ausstreuen. Das Beet wird nicht mehr betreten, Eier und vorhandene Schnecken werden vernichtet. 30 - 50 g/qm werden benötigt. - Diese Rezeptur hat sich nicht unbedingt bestätigt. -

Zimt oder Steinmehl über gefährdete Pflanzen streuen, nach Regen wiederholen.
Lavendel- oder Salbeiöl fein verteilt über Pflanzen und Boden spritzen, 5 g je Liter Wasser mit einem Emulgator (Apotheke).
Zwiebelgeruch schreckt sie ab.
Ätzkalk 20 g/qm zweimal innerhalb 30 Minuten morgens und abends stäuben, damit die Schnecken direkt getroffen werden.
Maiglöckchensaft + Lebermoosextrakt gemischt können gegen Schnecken und andere Schädlinge eingesetzt werden. Beide Säfte dringen nicht in die Nutzpflanzen ein, sie werden vor Gebrauch nur abgewaschen. Vorsicht bei Kindern!
Metaldehyd und Eisen III-Phosphat dürfen im ökologischen Landbau eingesetzt werden. Besser Roggenbier statt Weizenbier.
Thymian. Der starke Duft von Thymian vertreibt Blattläuse, Möhrenfliegen und Schnecken. Kohl, zwischen den Thymian ausgepflanzt, bleibt von den Raupen des großen und kleinen Kohlweißlings und Erdflöhen verschont. Schnecken vermeiden den mit grob zerkleinerten Thymiantrieben umkränzten Salat.

Die Barrieren bilden aus Asche, Ätzkalk (nur bei sehr starkem Befall und allergrößter Vorsicht, 10 cm breit, aber nicht im Gemüsebereich), zermahlenen Eierschalen, Feinsand, Gerstengrannen, Holz, fein zerschreddert, Kies, trockenem Mulch, Sägemehl, Schilf, fein zerschreddert, Schlacke, Steinmehl, Tannennadeln, Wellpappe. Asche, Sand usw. wirken nur bei Trockenheit. Man kann außerdem zwischen Gemüsegartenteil und Schlafplätzen Barrieren bilden durch Rasen, Mindestbreite 4 m, Weißklee 2 - 3 m, Gartenkresse/Gelbsenf 2 m, Baumrinde 1,5 m, Sägemehl 1 m, 10 cm hoch. Mepha-Schneckenfrei enthält Pflanzenöle, die den Geruchssinn der Schnecken stören. Sie verharren in Ruheposition oder graben sich ein. Nach Regen erneuern.

Auch Beetumrandungen aus Buchs oder duftenden Kräutern mit stark verholzten Trieben halten die Schnecken ab. Sie bieten gleichzeitig Unterschlupf für Laufkäfer, Raubwanzen und Spinnen. Randbepflanzungen mit Tagetes als Lockpflanzen.

Schnecken mögen keinen Kupfer. Eine Kupferfalle überwinden sie nicht gerne.

 

Fallen oder Schlafplätze

Im Schatten aufstellen, morgens absammeln: Feuchte alte Bretter, Baumrinde, Kartoffelscheiben, Kartons, Kohlblätter, Nasse Lappen, Pampelmusen, Rhabarberblätter, feuchte Säcke oder zusammengefaltete alte Vliese ggf. mit Bier zusätzlich als Lockmittel, Salatblätter, Steinplatten, Tontöpfe, Wellpappe, feuchtes Zeitungspapier, Zucchinischeiben dienen als Versteck. Besser noch, wenn unter die Bretter faulende oder welkende Pflanzen als Lockstoff, z.B. Kohl-, Rhabarber-, Salat- oder andere Gemüseblätter oder auch feuchte Lappen u.ä., gelegt werden. Sie lassen sich dann am frühen Morgen oder nach Einbruch der Dunkelheit ablesen, auch an Regentagen kann man sie leicht ablesen. Steine und Bretter nach dem Ablesen der Schnecken an anderer Stelle wieder auslegen, damit evt. vorhandene, übersehene kleine Schnecken durch die Sonne getötet werden. An den Zuwanderungswegen flache Steine, Ziegel o.ä. auslegen mit feuchten Pflanzenresten darunter. Schnecken nicht mit Salz, sondern in heißem oder Essig-Wasser töten; nicht an Ort und Stelle lassen, sie dienen den lebenden Schnecken als Futter. Im Herbst werden oft Eier unter Steinen, Brettern usw. abgelegt. Deshalb umdrehen, damit die Vögel oder Igel die Gelege fressen können. Werden Stein- oder Holzhäufchen unter Büschen platziert, werden dort oft Eier abgelegt, die dann leichte Beute der Fressfeinde werden. Die Schnecken legen ihre Eier im Herbst ab, vor allem, wenn dieser lang und warm ist.Verfaultes zieht die Schnecken magisch an.

Bierfallen wie alle Köder ziehen Schnecken aus der Nachbarschaft an, die Schnecken haben ein feines Geruchsempfinden. Der Duft dringt 150 m weit. Sie sind daher nur innerhalb eines Schneckenzauns empfehlenswert. Die Bierfallen müssen täglich gereinigt und neu befüllt werden, spät abends, und auch nur zu 2/3, damit sie es schwerer haben zu entkommen. Damit Nützlinge wie Laufkäfer nicht im Bier ersaufen, sollte man ein flaches Brettchen o.ä. als Ausstiegshilfe in das Gefäß stellen. Eine flache Schale mit Regendach als Bierfalle genügt vollkommen. Die Kohlensäure ist offenbar der todbringende Stoff. - Manche Schnecken stehen mehr auf Weizenbier.

Schneckenfallen mit giftfreiem Köder sind so konstruiert, dass die Schnecken nicht wieder umkehren können. Sie können am nächsten Tag abgesammelt werden. Tonröhren schräg in die Erde, wobei das eine Ende herausragt, und dabei z.B. etwas altes Laub unten hineingesteckt. In Abständen von einer Woche kann man sie herausziehen und die Schnecken beseitigen.

Köder auslegen:

Köder haben nur dann Sinn, wenn die Schnecken auch aktiv sind. Das sind sie erst ab etwa 8°. Optimal ist eine Temperatur von 18°. Grapefruitschalen*, angefaulte Gurkenstückchen* oder ausgehöhlte Gurken*, Kartoffeln*, Küchenabfälle, Roggenschrothäufchen, Salatköpfe, auf den Kopf gestellt, angefaulte Tomaten*, Melonenschalen, Zucchinistückchen, Mischung von feuchter Weizenkleie* mit Katzen- oder Hundebiskuits (1kg - 100 g, Biskuits vorquellen, ggf. auch mit Bier anteigen. In kleinen Häufchen unter großen Blättern auslegen, Abstand 50 cm, mehrfach in der Nacht bzw. am frühen Morgen absammeln, damit keine Schnecken entkommen. Sie werden sonst unnötig groß und fett), Zitrusfrüchteschalen im Schatten auslegen. Köderplätze nicht verändern, Schnecken haben Erinnerungsvermögen. Zwischen das Gemüse bestreut man gehäckselte Zuckerrüben. Sie sind vor allem interessant, für die saftigen Rüben lassen sie alles liegen. Man sollte auch zerbröselten Schachtelhalm aus trockenem Mulch auslegen, die überwinden die Schnecken ziemlich ungern. Bäuerinnen aus Österreich zäunen Ihre Gemüsebeete mit einem breiten Band (10 - 15 cm) aus Kresse oder Petersilie ein. Sie werden sehr früh ausgesät, damit ein breiter Wall entsteht. Begonien vergällen den Schnecken den Appetit auf Kohl und Salat. Man zerkleinert etwa 500 g Begonien, Stängel und Blätter, und weicht sie einen Tag in 10 l Regenwasser ein. Vor dem Verpflanzen taucht man die Wurzeln der Gemüsesetzlinge in die Brühe oder stellt sie mit Wurzelballen etwa 1 Stunde lang hinein, damit sie sich voll saugen. In den folgenden Tagen gießt man alle paar Tage den Boden um die Pflanzen mit dem unverdünnten Wasser. Man kann auch die Wirkung der Heilerde verstärken, indem man den Boden damit bepudert. Kann auch mit Basaltmehl erzielt werden.
(* = Gilt besonders für die Gartenwegschnecke in Frühjahr und Herbst).

Dosen mit restlichem Katzen- oder Hundefutter eingraben in Reihen, oben abdecken. Buchweizen, Gartenkresse, Senf oder Tagetes als Fangpflanzen setzen. Neudorffs Schneckenkorn "Ferramol" hat Eisenphosphat als wirksamen Bestandteil und ist damit absolut ungiftig, wird aber nicht immer angenommen. An sonnigen Tagen anfeuchten. Im Herbst künstliche Erdspalten anlegen und mit Pflanzenresten füllen. Nach Eiablage mit kochendem Wasser begießen. Mit einer feinen Eichen- oder Walnuss-Laub-Beschichtung den Boden überziehen. Manche vertrauen auf die Abhilfe der Schneckeneier. Bei hartnäckigem Schneckenbefall empfiehlt sich die Kieferle Wühlmaus-Selbstschussfalle Mod. W 2. Sie besteht aus einem Fanggerät, dass Erwerbspersonen über 18 Jahre bekommen können.

Schneckenstop besteht aus einem Plastikring, der eine Pflanze vor Schnecken schützt. Der obere Teil der Wandung ist nach unten umgebördelt, so dass die Schnecken abgehalten werden.

Pro Limax lockt Schnecken an, sie versinken darin.

Envirepel ist ein Knoblauchkonzentrat, das auf die Pflanzen gespritzt wird und die Schnecken abwehren soll.

Nematoden

Art Phasmarhabditis hermaphrodita, in England unter Nemaslug bekannt und in Deutschland auch unter Bioslug verkauft, können direkt gegen die Jungstadien der Schnecken eingesetzt werden; die Ackerschnecken, auch ältere, werden besonders parasitiert. Bei den Wegschnecken und bei verdichtetem Boden muss die doppelte Menge genommen werden. Die Nematoden (Fachhandel) schwimmen im Bodenwasser zu den Schnecken und befallen sie über die Mantelhöhle. Ihre Larven geben ein Bakterium ab, dass die Schnecken nach drei Tagen dazu bringt, die Nahrungsaufnahme zu beenden. Ihr Mantel schwillt an, sie ziehen sich in den Boden zurück und sterben innerhalb von 3 - 6 Tagen. Die Nematoden vermehren sich innerhalb der Schnecken von den Bakterien. Sie verlassen den Kadaver nach 2 - 3 Wochen und suchen sich ein neues Opfer. Bodentemperatur mindestens 5°, besser 10 -25°. Die Erde darf nicht austrocknen. 4 - 6 ist die wirksamste Zeit. Wirkungsdauer ca. 6 Wochen. Die Weinbergschnecke und andere Gehäuseschnecken werden nicht parasitiert, aber die Wasserschnecken. Die Nematoden können nur Schnecken parasitieren, die im Boden leben oder sich dort verstecken. Schnecken.

Die jeweils besten Konzentrate sind: Zu Salat Hanf oder Kerbel dazugeben. Odermennig oder Lavendel wehren ebenfalls ab. Kaffee ab 5%. Maiglöckchensaft und Lebermoosextrakt mischen, beide Säfte dringen nicht in die Nutzpflanzen ein, sie werden vor Gebrauch nur abgewaschen. Vorsicht bei Kindern! Lavendel- und Salbeiöl verteilt spritzen. Zimt und Steinmehl verstreuen, bei Feuchtigkeit erneuern.

  • Balsaminen. Vor allem Jungpflanzen schützen.
  • Basilikum ist bei Schnecken sehr beliebt.Anzucht auf Balkon oder auf der Fensterbank.
  • Bohnen. Die Bohnen werden im Jugendstadium nach der Keimung gefressen.
  • Dahlien. Werden die Pflanzen früh vorgetrieben, sind sie schon so groß, dass die Schnecken sie weniger heimsuchen.
  • Dreiblatt-Windröschen. Sie werden abgesammelt.
  • Erdbeeren. Erdbeer-Trockengitter aus wetterfestem Plastik.
  • Gämswurz. Sie fressen die Blütenblätter ab.
  • Gauklerblume. Schnecken werden beobachtet.
  • Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Besonders die jungen Triebe werden gerne gefressen. Siehe 'Schnecken'.
  • Kaiserkronen. Nach Austrieb über Nacht mit Töpfen abdecken.
  • Kreuzkraut.  Vor allem die frischen Triebe der Staude werden heimgesucht.
  • Lilien. Die Blätter werden gern von Schnecken heimgesucht.
  • Narzissen. Gern werden die Blüten und die Knospen gefressen.
  • Petersilie. Vor allem die neu aufgegangenen Keimlinge werden gern gefressen.
  • Rittersporn. Besonders gefährdet beim Austrieb und Neuaustrieb nach dem Rückschnitt.
  • Salat. Kerbel, Senf oder Kerbel zwischen die Reihen säen. Kragen aus Pappe um die Pflanzen legen. Eissalat wird besonders stark heimgesucht, weniger die Pflück- und Schnittsalate.
  • Schmuckkörbchen. Junge Pflanzen werden oft von Schnecken gefährdet.
  • Schwertlilien, Stauden. Nacktschnecken fressen die jungen Triebe ab.
  • Sonnenbraut. Sie fressen die jungen Triebe gern.
  • Strohblumen. Strohblumen sind durch Schnecken sehr gefährdet.
  • Trompetenblume. In der Dunkelheit mit Taschenlampe ablesen.
  • Tulpen. Fraß an den zarten Blättern.
  • Ulluco. Pflanzen sind sehr gefährdet.
  • Zinnien. Fraßstellen an Blättern und Stengeln können von Schnecken stammen. Man beachte, dass diese Schnecken von Bechern mit Bier bekämpft werden.
Tintenstrich [Drechslera iridis, Clasterosporium iridis, Mystrosporium adustum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Schwertlilie, Staude. Drechslera iridis, Clasterosporium iridis, Mystrosporium adustum. Pilzkrankheit, die vor allem Irisarten befällt. Dunkle Längsstriche an den Zwiebeln zeigen die Erkrankung an.

Schwertlilien, Staude. Vernichten

Wurzelstockfäule [Phellinus nigrolimitatus]

 Inonotus tomentosus, Flammula alnicola.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Schwertlilien/Staude. Das Rhizom stirbt ab und muß entsorgt werden.

Schwertlilie/Staude. Vernichten.


Links

Iris - Links

Schwertlilie

Bourdillon, Im Almfeld, 83052 Bruckmühl www.bourdillon.com