Ingwer [Zingiber officinale] - Heilkunde

Ingwer - Wirkstoffe

Äther. Öl, Aromastoffe (Monoterpene: Borneol, Geranial, Limonen, Linalool, Myrcen), Eiweiß, Fette, Mineralstoffe, Scharfstoffe (Gingerole, Shogaole, Zingeron), Stärke, Vitamin A, B-Vitamine.

Beta-Eudesmol oder Citral sollen je nach Standort bestimmend sein.

Ältere haben hohe Zingeronwerte, sie sind dadurch geringwertiger.

Ingwer - Volksmedizin

Ingwer findet Verwendung bei Geflügel, Reis, Soßen, (Linsen-)Suppen, hilft bei der Verdauung durch Stimulation der Speichel- und Magensaftproduktion. Er beruhigt den Magen und hilft auch bei Übelkeit und Reisekrankheit. Er wirkt antibakteriell, regt die Nebennieren an, Hormone zu produzieren, bringt die Gallensäfte zm Fließen, Scharfstoffe und Bitterstoffe bewirken dies gemeinsam. Besonders wirksam ist der Ingwer, wenn sich im Darm Bakterien befinden, die dort nicht hingehören und restliche unverdaute Kohlehydrate umsetzen. Das Wachstum dieser Bakterien wird gehemmt, Milchsäurebakterien werden dagegen gefördert. Stoffwechsel und Durchblutung werden erhöht.

Der Ingwer genießt in der Traditionellen Chinesischen Medizin und bei der indischen Ayurveda hohes Ansehen. Ingwer regt Appetit und Verdauung an und kann bei Magenbeschwerden, auch Magengeschwüren, Blähungen, Koliken und bei Brechreiz, helfen.

Er wärmt von innen, Hausmittel gegen Erkältungen.

Gegen Reisekrankheit werden 250 mg des Pulvers empfohlen (nicht bei Schwangeren).

Weiterhin wird die Durchblutung des Gewebes durch Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes verbessert, der Herzmuskel gekräftigt. Die Wirkung ist ähnlich dem Knoblauch oder dem Aspirin, die Blutplättchen werden am Verkleben gehindert. Der Inhaltsstoff Gingerol hat eine ähnliche chemische Struktur wie das Aspirin.

Schließlich wird auch das Immunsystem gestärkt und bei Erkältungshusten wird das Hustenzentrum im Gehirn durch das Shogaol beruhigt. Das Schmerzmittel fördert die Fließeigenschaften des Blutes.

Es lindert Föhnbeschwerden.

Durch seine Scharfstoffe Gingerol und Shogaol wirkt er stark schweißtreibend und hilft, Infekte abzuwehren.

Er senkt den Cholesterinspiegel.

Üblicherweise wird die Tinktur verschrieben, auch Tee ist gebräuchlich. Ingwer gilt auch wegen seiner Antioxidanzien als krebsvorbeugend.

Nach Forschungen der Universität Rochester auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology wird berichtet, daß Ingwer-Extrakt die Beschwerden bei Übelkeit und Erbrechen um 40% lindert.

Ingwer gegen Altersflecken: Ingwer-Pulver, zerriebene Rosenblütenblätter und Labkraut-Pulver zusammenmischen. Verrühren Sie einen Teil dieser Mischung mit warmen Wasser zu einem weichen Brei. Dieser Brei wird auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und mit einem feuchten Gaze-Stück abgesetzt. (Apotheke).

In Asien gilt er als aphrodisierend.

Ein Kater kann nach Einnahme wässriger Extrakte aus Ingwer und Thymian wesentlich gelinder ausfallen.

Siehe auch Foodadvice - Zubereitung Ingwertee

 

Ingwer - Homöopathische Anwendungen

Er wird in der 1. bis 6. Potenz gebraucht bei Magenschwäche, Verdauungsbeschwerden und Bronchialasthma. Außerdem gibt man Zingiber bei Blähungen, die nach dem Genuß von Brot auftreten, sowie bei Harnverhaltung. 2 - 3 mal täglich 5 - 15 Tropfen hat sich als günstige Potenzierung erwiesen.

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