Indisches Lungenkraut [Justicia adhatoda]

Indisches Lungenkraut - Alternativnamen

Malabarnuss, Vasica

Indisches Lungenkraut - Zusammenfassung

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Justicia adhatoda. Akanthusgewächse.

Sie ist in der Ayurvedamedizin seit vielen Jahrhunderten besonders geschätzt, vor allen Dingen bei Erkrankungen der Atemwege.

Herkunft: Die Malabarnuss ist etwa 2,5 m hoch und immergrün. Die Blütenfarbe kann von hellen Rosa bis zum dunklen Purpur gehen. In den warmen Regionen unserer Erde ist die Pflanze auch in Kulturen zu sehen. Sie kann in Gewächshäusern leicht aus Stecklingen gezogen werden.

Wirkstoffe: Vasicin wirkt erweiternd auf die Bronchien. Die Alkaloide haben auch eine deutlich antiasthmatische Wirkung.

Heilwirkung: Grundsätzlich kommen in Indien die Atemwegserkrankungen zum Einsatz. Sie werden auch in Europa anerkannt. Durch die Veränderung des Alkaloids zur chemischen Substanz Bromhexin wurde ein Arzneimittel geschaffen, das zu den besten Sekret lösenden Heilmitteln zählt. Eine Weiterentwicklung dieses Arzneimittels führte zu einem in der Leber beim Abbau von Bromhexin gebildeten Hauptmetaboliten, dem Ambroxol.

Homöopathie: Sie werden dort aus frischen Blättern gewonnen. Homöopathische Zubereitungen werden zur Behandlung akuter Entzündungen der Atemwege oder bei allergischer Rhinitis wie zum Beispiel Heuschnupfen eingesetzt.

Ayurvedamedizin: Die Blätter gelten als Mittel der Wahl bei Asthma und Lungentuberkulose. Bei sämtlichen Atemwegserkrankungen wie Asthma, Bronchitis, Husten, Nebenhöhlenentzündung oder Tuberkulose werden die Schleim bildenden Wirkungen genutzt. Bei Husten mit zähem Schleim werden 2 Teelöffel eines frischen Saftes aus den Blättern der Heilpflanze mit Honig oder mit einem Teelöffel Ingwerwurzelsaft gemischt und verabreicht.