Himbeeren [Rubus idaeus] - Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Blattwanzen [Elasmostethus interstinctus.]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Elasmostethus interstinctus. Stachelwanzen (Acanthosomatidae).

Es gibt nützliche (Blind- und Blumenwanzen) und schädliche Blattwanzen, Fam. Heteroptera. Die schädlichen Blattwanzen sind meist 5 - 10 mm groß, geflügelt, gelbgrün bis gelbrot/braun eingefärbt, den Blattläusen ähnlich. Entwicklung verläuft über Eier - Larven mit Häutungen (ungeflügelt) - ausgewachsene Tiere. Überwinterung der meisten Arten als ausgewachsenes Insekt. Sie erscheinen deshalb schon an den ersten warmen Tagen. Käfer und Larve ernähren sich vom Pflanzensaft, sie stechen Blätter, Blüten und Stängel an und schädigen auch noch durch Abgabe von Giftstoffen die Pflanzen. Die Einstichstellen sind bräunlich verfärbt. Das Gewebe verfärbt sich ebenfalls, es gibt Verkrüppelungen und Verdrehungen, verkümmerte Triebspitzen, Blüten und Früchte, Knospen öffnen sich nicht, halbe Blüten. Häufig ist das Blattgewebe aufgerissen und durchlöchert. Bei Gefahr lassen sie sich fallen oder stellen sich tot. Wenn sie laufen, ziehen sie den vorderen Kopfteil unter den Bauch. Warmes bis heißes, trockenes Wetter fördert ihre Ausbreitung. Sie sind nur selten sichtbar. Sie halten sich oft im dichten Gesträuch auf. Die Beerenwanze betätigt ihre Stinkdrüsen und macht Beeren und Kirschen ungenießbar.

Befallen werden u.a. Apfelbäume, Astern, Balkon- und Kübelpflanzen, Beerenobst, Birnbäume, Bohnen, (Blumen-)Kohl, Chrysanthemen, Dahlien (mit dunklem Laub werden kaum befallen), Erdbeeren, Forsythien, Fuchsschwanz, Hortensien, Kartoffeln, Kirschbäume, Kohl, Kräuter, Obst, Rosen, Saubohnen, Sellerie, Sommerflieder, Sommerastern, Spargel, Stauden, Ziergehölze.

Beete gut bearbeiten, Unkraut entfernen. Schmierseifenlauge spritzen. Regelmäßig gießen. Amphibien und Vögel fördern. Abklopfen oder Ablesen frühmorgens. Neudosan, Raptol Schädlingsspray, Spruzit, Naturen, Niemsamen, Schmierseifenbrühe. Nur in den frühen Morgenstunden anwenden, mindestens einmal nach 5 - 7 Tagen wiederholen.

Kleine rundeVertiefungen an den Hülsen, besonders gelbfleischige Sorten sind betroffen. Siehe 'Blattwanzen'.

Schillernde Käfer, ca. 12 mm groß. Gelbliche Saugstellen an den Blättern, sie sterben ab. Mißgebildete Blüten und Früchte

 

 

 

 

 

Niemsamen.

Absammeln. Neudosan. Spruzit. - Schädigung meistens gering.

Wermut- und Rainfarntee.

Am frühen Morgen die kältestarren Tiere abschütteln auf eine Unterlage. Schmierseifenlösung, Naturen, Neudosan.

 

 

Ständig für genügend Feuchtigkeit sorgen, mulchen. D. mit dunklem Laub sind nicht so empfindlich. Morgens die kältestarren Wanzen abschütteln und sammeln.

Nützlinge Fördern: Amphibien, Vögel.

 

 

 

 

Blattzikaden [Typhlocyba]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Himbeeren-, Rosenzykaden. Typhlocyba. Blattlausähnliche Käfer, gelblich-weiß, 30 mm groß, mit 2 Paar Flügeln, die oberen sind pergamentartig. Sie bewegen sich springend, beim Berühren der Pflanzen fliegen sie in kleinen Schwärmen davon. Ihre Eier legen sie in die Rinde neuer Triebe oder an die Blattunterseite. 2 Generationen jährlich 5 - 9. Die Jungtiere sind ähnlich, aber ungeflügelt. Sie benötigen knapp 4 Wochen bis zur erwachsenen Zikade. Überwinterung in der Rinde junger Triebe als Ei.- Die Zikade saugt an der Unterseite. Dadurch entstehen gelblich-weiße Verfärbungen an der Oberseite, Triebe und Knospen verkümmern durch ein gleichzeitig abgesondertes Gift. Oft werden dabei auch Pilz- oder Virenkrankheiten übertragen. Trockenes, warmes Wetter begünstigt sie, Kälte, Regen und Wind verringern die Vermehrung. Die Eier werden auch in Mauerritzen abgelegt, dort überwintern auch die Tiere.

Grauschimmel [Botrytis cinerea usw.]

Botrytis cinerea u.a., Schwächeparasit.

Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab, danach entstehen große rotbraune Flecken auf Blättern und Früchten. Viele Früchte sehen zuerst glasig aus.

Blätter schrumpfen von der Spitze her. Die Pilze überwintern als Myzel auf abgestorbenen Pflanzen. In warmen, nassen Jahren besonders aktiv.

Es gibt viele Botrytisarten. Befallen werden besonders: Bohnen (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Brombeeren, Erdbeeren (Blüten werden infiziert, Früchte sind grau befallen, werden braun und faulen), Gurken (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Himbeeren, Kopfsalat (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Spargel (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Tomaten (grauer Pilzrasen, danach Fäule. Helle Ringe auf den Früchten), Weintrauben, Zwiebeln; Begonien, Blausterne, Cyclamen (besonders gefährdet), Dahlienblüten, Fuchsien, Geranien, Gladiolenknollen, Herbstzeitlosen, Inkalilie, Kaphyazinten, Kugelamarant, Lilien, Mittagsgold, Narzissen (Narzissenfeuer), Pfingstrosen, (Triebe und Knospen werden welk, Stängel werden unten braun, faulen), Primeln, Rosen, Schneeglöckchen, Staticen, Tigerblumen, Tulpen (Tulpenfeuer), Vergissmeinnicht, Zinnien, Zucchini (die Enden der Früchte werden gelb, sie bleiben dünner als der Stiel-Teil).

Der Pilz befällt vor allem weiche Früchte und Blüten. Grauschimmelfäule an Fichten und Tannen: Junge Triebe hängen herab. An den Nadeln sind graubraune Pilzfäden mit silbergrauen Sporen.

Der Pilz tritt im Freien wie unter Glas auf. Feuchte Luft oder Erde fördern den Befall.

Die Sporen sind überall vorhanden und keimen auch auf gesundem Gewebe. Eindringen können sie erst, wenn das Pflanzengewebe geschwächt oder zu stark gedüngt ist, besonders gern bei Stickstoffüberdüngung (Schwächeparasit).

SchadbildVorbeugungBekämpfung
  • Alpenveilchen. Auf allen Pflanzenteilen faule, nasse Flecken, bei starkem Befall ist auch ein grauer Schimmelschleier zu sehen.
  • Basilikum, Begonien, Besenheide, Blauglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Dahlien, Erbsen, Erika, Eukalypten usw. Befall der Keimlinge. Grauschimmel. Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab. Botrytis cinerea.
  • Bohnen. Botrytis fabae. Schwächeparasit. Der Pilz überwintert als Myzel auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Infektion besonders in nassen Jahren. Besonders betroffen sind Blätter und Hülsen, die später faulen.- Betroffen sind von den verschiedenen Botrytis-Pilzen auch andere Pflanzen wie Begonien, Cyclamen, Dahlien, Erdbeeren, Gladiolenknollen, Gurken, Himbeeren, Kopfsalat, Pelargonien, Primeln, Tulpen, Weintrauben, Zwiebeln usw.
  • Brombeeren. Weißer oder hellgrauer Belag auf den Früchten. Faulen. Der Pilz dringt schon während der Blütezeit in die Pflanze ein. Feucht-warmes Wetter fördert den Befall. Der Pilz überwintert an Fruchtmumien, an abgestorbenen Blattstielen und an den Ruten. Er kann auch Erd- und Himbeeren befallen.
  • Erdbeeren. Botrytis cinerea. Schwächeparasit. Infektion der Früchte über die Blüten, vor allem die Kelchblätter, sie ist also schon erfolgt, wenn sie noch nicht sichtbar ist. Hauptinfektionsquelle ist verdorrtes Erdbeerlaub. Graubraune Flecken auf den Früchten, später grauer Pilzrasen auf der ganzen Frucht, rotbraune Flecken auf den Blättern. Knospen und Blütenstiele werden bräunlichschwarz, Blüten oder Früchte hängen herunter. Feuchte Witterung und Temperaturen von 15 - 20° fördern die Krankheit. - Befällt auch Himbeeren und Brombeeren (siehe dort) und überwintert an abgestorbenen Fruchtmumien oder Blattstielen am Boden.
  • Kakteen. Botrytis. Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab.
  • Lilien. Botrytis elliptica und cinerea. Kleine braune oder grüne glasige Flecken an Blüten und Knospen, die sich schnell vergrößern. Faulstellen. Verkrüppelte Blüten, die sich nicht öffnen. Auf den Zwiebeln befinden sich kleine schwarze Stellen (Dauerkörper). Die Pflanzen können bei Nässe absterben. Wärme und Feuchtigkeit begünstigt. Weiße Lilien (Madonnenlilien) sind besonders gefährdet, auch Gladiolen, Iris und Tulpen; in geringerem Maße Herbstzeitlose, Hyazinthen und Schneeglöckchen..
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit. 
  • Pfingstrosen. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.Strauchpfingstrose. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.
  • Tulpen. Blatt- und Sproßteile kümmern, die Blätter sind verbogen und faulen ab, ebenso die jungen Triebe (Tulpenfeuer). Nur spärlicher Blütenaustrieb oder ausbleibend. Grauer Schimmelrasen, vor allem Frühsorten treiben nicht richtig aus. Zwiebel faulen, deutlich sichtbar sind die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien). Die Blätter haben glasige Stellen. Bei feuchter Witterung (Dauerregen) erhöhte Befallsgefahr.
  • Veilchen. Siehe unter Graufäule (Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab) und 'Mehltau, echter' (Auf der Oberseite kleine, weißgraue Flecken, die zusammenfließen, oft auch beidseitig. Die Blätter werden braun, trocknen ein, sterben ab).
  • Weinreben. Botrytis cinerea. Sauer-, Stiel- und Edelfäule. Feuchtes Wetter begünstigt, besonders bei angefressenen oder durch Hagel beschädigten Beeren (Sauerfäule). Grauer Pilzrasen auf allen Pflanzenteilen. Die Gescheine können abgetötet werden mit nachfolgendem Sauerwurmfraß. Geringer Befall kurz vor der Ernte ist oft erwünscht (Edelfäule). Sie erhöht den Zuckeranteil. - Befallenes Holz bzw. das Fallaub kann im nächsten Jahr zum Ausgangspunkt neuer Infektion werden. Grün-/Rosafäule ist eine Sekundärinfektion nach dem Grauschimmel. Voraussetzung ist feuchte Witterung 9/10. Die Trauben verfärben sich.

 

Vorbeugende Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, ENVIRepel, Myco-Sin (Erdbeeren, Wein), Ulmasud B im Wein- und Hopfenbau. Biofa Kiesel flüssig. Phytovit gegen Grauschimmel an Gurken. Elot-Vis. Schwächeparasit, daher müssen die Wachstumsbedingungen den Bedürfnissen angepasst werden. Nur morgens gießen, nicht auf die Pflanzen. Feuchtwarmes Wetter erhöht die Infektionsgefahr. Keine stickstoffbetonte Düngung, Bodenlockerung, Pflanzabstände einhalten, regelmäßig wässern, auf Licht und Luft achten im Gewächshaus. Besonders gefährdet sind die Pflanzen, wenn nach unterlassener Lüftung die Luft im Gewächshaus feucht wird und in der folgenden Nacht die Temperatur stark absinkt. Sobald sie unter den Taupunkt absinkt, lagert sich überall Nässe ab. Durch Heizen während der kalten Nächte kann dies weitgehend verhindert werden.

Topfpflanzen nur mäßig gießen im Winter. Für Helligkeit und regelmäßige Lüftung sorgen. Zu dichtes Laubwerk zurückschneiden. Genügend Abstände lassen zwischen den Pflanzen. Abgefallenes und Befallenes sofort entfernen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Pflanzenstärkungsmittel anwenden.

Regelmäßig auf Befall kontrollieren. Setzlinge mit Algenextrakten und Brennesseljauche fördern, vorher Wurzelbad. Erdbeeren mit Stroh abdecken. Auf richtige Sortenwahl achten. Sauren Boden mit Gesteinsmehl (siehe Steinmehle, vor allem Basaltmehl) verbessern. Knoblauch zwischen gefährdete Kulturen setzen. Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm) vorbeugend spritzen, ggf. 1% Wasserglas zumischen bei Beeren und Reben. Zwiebelschalen- oder Knoblauchtee. Moosextrakt. Lebermoser. (Moosextrakt und Lebermooser nur bei Erdbeeren, Weinreben, Paprika, Tomaten, Salat und Blumen, jeweils tropfnass alle 10 - 14 Tage besprühen). Neudovital. Befallene Erde desinfizieren mit Kalkstickstoff. Pechnelkenextrakt. - Siehe auch unter den einzelnen Pflanzen.

 

  • Alpenveilchen. Regelmäßig lüften, Pflanze beim Gießen nicht befeuchten, hellen Standort wählen.
  • Basilikum. Kompost einbringen vor der Aussaat.
  • Begonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Besenheide. Niemals Laub befeuchten beim Gießen.
  • Blauglöckchen. Keine stickstoffbetonte Düngung.
  • Bohnen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Bodenverbesserung mit Gesteinsmehlen und Algenmehl, der pH-Wert darf nicht zu sehr im sauren Bereich sein. Schachtelhalmbrühe spritzen. Sortenwahl. Jungpflanzen durch Wurzelbad stärken, z.B. in Schachtelhalmbrühe. Bodenbearbeitung, lockern, lüften, ausreichend wässern (nur morgens). Weite Pflanzabstände einhalten. Mulchen.
  • Brombeeren. Weite Pflanzabstände, auslichten. Krankes herausschneiden und vernichten. Widerstandsfähige Sorten anpflanzen, z.B. Wilsons Frühe oder Dirksen Thornless. Chester Thornless ist im Herbst anfällig. Stickstoffbetonte Düngung vermeiden. Bei sauren Böden mit Steinmehlen düngen. Boden locker halten. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Schachtelhalmtee spritzen. Neudovital spritzen.
  • Dahlien. Nicht die Blätter und Stängel beim Gießen anfeuchten. Nur morgens wässern. Ausreichende Abstände einhalten.
  • Erdbeeren. Junge Setzlinge in Schachtelhalmbrühe tauchen. Im Jugendstadium mit etwas Brennesseljauche und Algenmehl stärken. Wenig Stickstoff, vor allem kein Stickstoff im Frühjahr, keine Überdüngung. Kieselsäurehaltiges, kalkarmes Gesteinsmehl. Dichte Stauden etwas entlauben. Knoblauch oder andere Zwiebelgewächse zwischen den Erdbeeren anpflanzen, deren Senfölgehalt wirkt gegen den Pilz. Mit Stroh oder Holzwolle die Pflanzen umgeben, so daß die Früchte trocken liegen, spätestens, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. Kalibetonte Düngung. Sortenwahl: Anfällig sind Diana, Elvira, Korona, Lambada, Ostara und Senga Sengana. Weniger anfällig sind: Bogota, Capitola, Confitura (Häberli), Cornelia Pötschke, Darflash, Elvira, Florika (Baldur, Häberli), Framura, Gorella, Joghana, Machern, Mara des Bois, Milprima, Onebor - Marmolada, Pegasus (Häberli), Splendida, Tenira. - Die Monatserdbeere Florika gedeiht auf guten Gartenböden, bei übermäßiger Düngung wird sie jedoch auch von Graufäule befallen. - Spätestens im dritten Jahr Standort wechseln, bei hohem Befallsdruck jedes Jahr. Auslichten (Starker Blattwuchs nach Stickstoffdüngung). Pflanzen vor der Blüte mit Steinmehl bestäuben. Nur düngen in der dritten und vierten Woche nach der Pflanzung und nach der Ernte. Nur morgens wässern, nicht während der Erntezeit. Schwarze Mulchfolie (verfrüht auch die Ernte, hält das Beet unkrautfrei), weite Pflanzabstände, sonniger Standort. Sorten mit Blütenständen, die die Blätter überragen, wählen (Elvira, Polka, Tenira, Florika), widerstandsfähig sind Capitola, Florika, Joghana. Befallenes, kranke Früchte sofort entfernen, spätestens im Frühjahr auch alten Mulch, Strohreste. Verdorrte Blätter und Ausläufer usw. entfernen und verbrennen. - Vorbeugend spritzen mit Rhabarber-, Goldrute-, Ackerschachtelhalm-, Knoblauch- oder Zwiebelschalentee; mit fettarmer Milch, Molke, Kompostextrakten, immer mehrmals vor der Blüte dreimal wiederholen, später immer in die Blüten spritzen. 5 x mit Schachtelhalmbrühe spritzen: 1 x vor der Blüte, 1 x während der Blüte, 3 x nach der Ernte. Mit Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gemischt spritzen. Neudovital Obstpilzschutz vor dem Austrieb spritzen, alle Pflanzenteile müssen benetzt sein, auch die Unterseiten. Bei Blütenbeginn und -ende mit Zuckerlösung 1 - 1,5% direkt in die Blüten spritzen. Moosextrakt. Algan. Niem, MYCO-SIN. Mit blühendem Schnittlauch mulchen. Spritzungen mit ENVIRepel und Vitanal allseitig. Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, Neudosan, Algan, Niem, Lebermooser. - In der Schweiz müssen Hummeln beim Verlassen des Stocks ein 'Fußbad' nehmen, das mit dem Pilz Trichoderma angereichert ist. Den Pilz streifen sie beim Besuch von Erdbeerblüten ab und bringen damit den Gegenspieler des Schadpilzes in Stellung.
  • Fichten. Boden lockern. Kalkgehalt überprüfen, er sollte nicht unter pH 6 liegen. Etwas Kompost geben oder angewelktes Gras auf die Baumscheibe. ENVIRepel, VITANAL.
  • Gladiolen. Luftiger Stand. Mulchen. Sortenwahl. Keine Überdüngung, besonders keine Stickstoffüberdüngung. Pflanzstelle jährlich wechseln. Knoblauch als Zwischenkultur. Schachtelhalmbrühe. Neudovital. VITANAL. ENVIRepel.
  • Gurken. Lockerer Boden, ausreichend Wasser, weite Pflanzabstände. Düngung mit Gesteinsmehl. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Schachtelhalm- und Brennesseljauche spritzen. ENVIRepel. VITANAL. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Überdüngung.- Regelmäßig lüften, die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch werden.
  • Himbeeren. Weite Pflanzabstände. Befallenes sofort vernichten. Resistente Sorten: Elida, Glen Clova, Rubaca (Niniane, Pötschke, ziemlich resistent), Ruflava, Schönemann, Zeva 2 (Willemse). Stickstoffüberdüngung vermeiden. Boden vorsichtig lockern, ggf. wässern. Mulchen. Bei zu sauren Böden Gesteinsmehl oder Algenmehl streuen. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen die Sträucher pflanzen. Beete und Blätter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe übersprühen unter Zusatz von 1% Wasserglas. Neudovital spritzen. ENVIRepel. Vitanal.
  • Knollenbegonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Lilien. Keine nassen und windstille Lagen. Ganzjährig Schachtelhalmbrühe spritzen. Knoblauch als Mischkultur. ENVIRepel. Vitanal. Boden lockern, keine übermäßige Stickstoffdüngung. Keine Zwiebeln dorthin setzen, wo vorher Knollen standen. Gesteinsmehl vor allem bei sauren Böden.
  • Narzissen vernichten. Falls nicht schon geschehen, die Narzissen auf sonnige oder luftige Plätze umsetzen.
  • Paprika, Peperoni. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden locker halten und mulchen. Knoblauch beipflanzen. Für Luftbewegung sorgen. Nicht die Blätter beim Gießen benetzen. Schachtelhalmtee. Moosextrakt, ENVIRepel. Vitanal. Neudovital. Lebermooser. Elot-Vis.
  •  
  • Pfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Rosen in Gartenerden. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Abstand einhalten, die Rosen dürfen sich nicht berühren. Nur Sonnenlagen auswählen. Neudovital-Rosenpilzschutz.
  • Schwertlilien. ENVIRepel. Vitanal. Boden durchlässig machen mit Sand, ggf. auch auf einem Wall pflanzen.
  • Strauchpfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit Moosextrakt. ENVIRepel. Moosextrakt. Lebermooser. Vitanal. Elot-Vis. In Gewächshäusern regelmäßig lüften.
  • Tulpen-Pflanzstelle jährlich wechseln. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl. Nur gesundes Pflanzgut verwenden. Luftiger, sonniger Standort ist optimal. Schweren Boden mit Sand auflockern. Verblühtes und verwelkte Blätter sofort abschneiden. Ausgegrabene Zwiebeln auf Befall prüfen, schnell trocknen lassen, danach trocken lagern. Blattwerk mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. - Diese Krankheit tritt immer häufiger auf. Auch Wildtulpen, die mehrere Jahre auf demselben Platz stehen, werden befallen. Plätze, auf denen Tulpen gestanden haben, sollen über Jahre nicht erneut mit Tulpen bepflanzt werden.
  • Veilchen. Genügend große Pflanzabstände einhalten, Pflanzen nicht zu tief setzen, die unteren Pflanzenteile müssen gut abtrocknen können. Nicht auf die Pflanzen gießen. Nicht abends wässern. Nicht stickstoffbetont düngen. Schachtelhalmbrühe, Neudovital.
  • Weinreben. Frühe Sorten wählen. Traubenwickler und Wespen bekämpfen. Traubenanzahl verringern und mehrmals mit Algenkalk oder Steinmehl stäuben, solange die Trauben sich noch nicht berühren. Neudovital. ENVIRepel. Vitanal. Blue Niagara + Golden Niagara (Fenzl) sind resistent. Moosextrakt. Lebermooser.
  • Zistrosen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit durch ständiges Lüften verhindern, Kondenswasserbildung vermeiden, damit Schadpilzen keine Angriffsmöglichkeit geboten wird. - Blattläuse sind möglich.
  • Zwiebeln. Lockerer Boden, weite Pflanzabstände. Fruchtfolge einhalten. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Jauche oder Stallmist. ENVIRepel. VITANAL.
  • Alle übrigen: Kein Laub befeuchten.
  • Alpenveilchen. Befallenes entfernen.
  • Begonien. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Bohnen, Brombeeren, Dahlien, Feldsalat usw.  Versuch mit Niem.
  • Erdbeeren. Knoblauchtee spritzen. Befallene Früchte und Pflanzenteile vernichten. Blätter nach Ernte abschneiden und vernichten. Moosextrakt. Lebermooser. Mit Gemisch aus Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gießen.
  • Kakteen. Unterhalb des Stängels abschneiden, ist der Pilzbefall an der Pflanzenbasis, die ganze Pflanze vernichten.
  • Knoblauch. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Paprika, Peperoni. Moosextrakt. Niem, Lebermooser. Befallenes abschneiden bzw. die gesamte Pflanze vernichten.
  • Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser, Niem, Pechnelkenextrakt
  • Tulpen. Vernichten.
  • Veilchen. Niem.
  • Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel spritzen. Niem. Moosextrakt. Lebermooser. Vi-Care
Himbeerblütenstecher [Anthonomus rubi]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Himbeere oder Erdbeerblütenstecher. Anthonomus rubi. Brauner bis schwarzer Rüsselkäfer, ca. 4 mm groß. Legt im Mai etwa 100 Eier in die Blütenknospen und beißt dabei die Blütenstängel an. Diese brechen danach ab. In der welkenden Knospe entwickeln sich die weißen Larven, etwa 4 mm lang, Dauer 1 Woche. Nach weiteren 4 Wochen verpuppen sie sich, ab 7 sind die Käfer sichtbar. Sie fressen an den Blättern und überwintern im Boden oder unter Abgestorbenem. Ab 4 tauchen sie wieder auf. - Der Erdbeerstängelstecher, ebenfalls ein Rüsselkäfer, legt im April Eier in die Blatt- und Blütenstiele, vor allem der frühen Sorten. - Befallen werden auch Brombeere, Rosen, Weißdorn.

n/v

Himbeeren. In den Abendstunden mit Spruzit spritzen kurz vor und während der Blüte. Zweimal wiederholen.

Himbeergallmücke [Thomasiniana theobaldi]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Himbeeren. Thomasiniana theobaldi. Siehe auch Himbeeren - Rutenkrankheit.- Dreimalige Brut im Jahr. Die Larven verpuppen sich im Boden. Die von ihr verursachte Gallen an den Ruten dienen als Eingangspforte für den Pilz, der die Rutenkrankheit verursacht.

Himbeeren. Boden weiträumig mit Rainfarnbrühe begießen

Himbeeren. Im Frühjahr alle Jungruten entfernen, sobald sie eine Höhe von 20 cm erreicht haben. Sie dienen der Gallmücke der ersten Generation zur Eiablage. Ruten mit Verdickungen (Gallen) sofort entfernen.

Himbeerglasflügler [Pennisetia hylaeiformis, Sesiidae, Lepidoptera]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Brombeeren, Himbeeren. Tragruten welken. Blätter und Früchte vertrocknen. Larve sitzt im Rutenmark. Eiablage ab 4, Schlupfzeit Juli.

n/v

Himbeeren. In den Abendstunden mit Spruzit spritzen kurz vor und während der Blüte. Zweimal wiederholen.

Himbeerkäfer [Byturus tomentosus]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Byturus tomentosus. Käfer graubraun, 4-5 mm groß, frisst Blüten, Blätter, Knospen, unreife Früchte. Flugzeit 5-6. Bevorzugt im Schatten zu finden. Legt Eier an die Blüten. Die gelbe Larve, 4 mm groß, ernährt sich vom Fruchtfleisch.

Birnbäume, Brombeere, Himbeere, Weißdorn. Byturus tomentosus. Käfer graubraun, 4-5 mm groß, frisst Blüten, Blätter, Knospen, unreife Früchte. Flugzeit 5-6. Bevorzugt im Schatten zu finden. Legt Eier an die Blüten. Die gelbe Larve, 4 mm groß, ernährt sich vom Fruchtfleisch. Eiablage 5 - 6 in die Blüte. Der Käfer überwintert im Boden, befällt auch Brombeeren, manchmal auch Äpfel und Weißdornbüsche. Nur bei frühblühenden Bäumen.

Himbeere. Morgens, wenn die Käfer klamm sind, an die Zweige klopfen und die Käfer in ein Gefäß mit Wasser fallen lassen. Spruzit in die Blüten spritzen. Zweimal wiederholen. Niem. Befallene Früchte vernichten. Vergissmeinnicht im Bodenbereich aussäen.

Himbeeren. Spritzen mit Rainfarntee kurz vor bis Ende der Blüte, auch auf den Boden. Holzstützgerüst mit Gemisch aus Baumanstrich und Rainfarntee einstreichen (Überwinterungsplatz). Vergissmeinnicht im Bodenbereich aussäen, sehr wirkungsvoll (Geruchsüberdeckung). Brennesseljauche oder Rainfarntee gießen. Herbsthimbeere Autumn Bliss oder Golden Bliss pflanzen. - Spitzmäuse und Igel fördern. Die Kreuzung Him-/Brombeere = Taybeere wird nicht befallen, dagegen die andere Kreuzung Boysenbeere.

Himbeerkrebs

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Himbeeren. Bakterienkrankheit. Zuerst Längsrisse an den unteren Rutenteilen, dann gelblich-weiße krebsartige Gebilde. Blätter und Ruten sterben ab.

n/v

Himbeeren. Sofort vernichten.

Nematoden [Nematoda]

Nematoden, Fadenwürmer.

Sie werden auch Fadenwürmer oder Älchen genannt. Sie sind fadendünn, ungegliedert, ohne Lupe kaum zu erkennen. Es gibt Blattnematoden (Aphelenchoides ritzemabosi), Blütennematoden, Stängelnematoden (Ditylenchus spec.) und Wurzelnematoden (Pratylenchus spec.). Sie sind sesshaft oder herumwandernd. Stängel- und Wurzelälchen befallen meist das Gemüse, Blattälchen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die meisten Arten sind farblos, nur 1 mm lang und zweigeschlechtlich. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Die meisten Arten bevorzugen bestimmte Pflanzen, die dann ihre Vermehrung fördern. Notfalls können sie sich aber auch eine Zeitlang von anderen Grünpflanzen ernähren. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Der größere Teil der Nematoden wirkt an der Humusbildung mit, ist also nützlich. Sie leben in riesigen Mengen im Boden und ernähren sich von Algen, Bakterien und Pilzen. Andere Nematoden sind nützlich, da sie mit Hilfe von Bakterien, die sie mit sich führen, Schnecken (siehe dort) und Larven bekämpfen.

Siehe auch Nematoden, nützliche und Nematoden, parasitäre.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Nematoden. 

Einige Arten stechen mit ihrem Mundstachel das Pflanzengewebe an, sie geben dabei Speichelsekret ab, was zu Veränderungen am Gewebe führt (z.B. Wurzelbärte von Möhren, Porree, Sellerie und Zwiebeln, beinige Möhren, Kümmerwuchs an Blumenzwiebeln, Bohnen, Erdbeeren, Obstbäumen). Gefährdet sind: Beerenobst, Begonien, Chrysanthemen, Cyclamen, Erbsen, Fingerhut (Anbaufläche wechseln), Gemswurz (vernichten, 4 Jahre kein Nachbau), Gurken, Himbeeren, Hortensien, Hyazinthen, Junkerlilien (vernichten, kein Liliennachbau), Klee, Kohl, Königsfarn (Blattfiedern dunkel/schwarz. Laub stirbt ab. Vernichten!), Mädchenaugen (gelbe, braune, schwarze Blattflecken. Vernichten !), Mais, Mangold, Möhren, Narzissen (Wurzeln), junge Obstbäume, Petersilie, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Phlox (verdrehte Spitzen im Frühjahr), Salate, Stauden, Tomaten, Weizen, Ziergehölze, Zwiebeln. Auf jede Pflanze eine Handvoll Zucker streuen und anschließend gießen. Rosen, Erdbeeren, Kartoffeln und Tomaten werden besonders befallen. - Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen. 'Bodenmüdigkeit'. - Als Folge des Saugens werden oft Bakterien und Viren übertragen.

Verbreitung durch Pflanzenkauf mit Ballen, Verpackungen, Wasser usw. Stängel- und Wurzelälchen befallen Gemüse, Blattnematoden und Zierpflanzen (zu erkennen durch Flecken oder Gallen an den Blättern). Pflanzen können verwelken, vergilben, verkümmern. Die Wurzelbärte entstehen durch immer wieder erneuten Befall.

Stängel- oder Blattälchen (Ditylenchus spec.) befallen bevorzugt folgende Pflanzen: Blaustern, Hortensie, Hyazinthe, Narzisse, Nelke, Phlox, Schneeglöckchen, Schwertlilie, Tulpen, und weitere verschiedene Stauden, Zwiebeln und Wildkraut. Verformte Blätter, Kümmerwuchs. Narzissenblätter sind ausgebeult, Tulpenblätter zeigen Risse und Zwiebeln sind weich und verfärbt. Der Phlox wird besonders stark beeinträchtigt. Er stirbt schließlich nach Welke ab.

Ein Befall mit Blattälchen zeigt sich an den Blättern zu Beginn anhand leicht aufgehellter, rötlicher Stellen. Diese sind - als wesentliches Merkmal gegenüber anderen Ursachen - deutlich von den Blattadern begrenzt. Als Ursache sind die beiden Blattnematodenarten Aphelenchoides ritzemabosi und Aphelenchoides fragariae zu nennen. Eine Infektion kann über den Boden oder infizierte Pflanzen erfolgen. Die Nematoden wandern dabei in einem Wasserfilm den Stängel hoch und besiedeln das Blatt über die Spaltöffnungen. Der gesamte Entwicklungszyklus erfolgt in der Pflanze (Ei, Larven, Nematode). Da dieser in zwei Wochen vollzogen ist, werden im Jahr eine Vielzahl von Nematoden ausgebildet. Sie stechen mit ihrem kurzen Mundstachel das pflanzliche Gewebe an, das sich in der Folgezeit rötlich, dann braun verfärbt. Beide Blattälchenarten kommen an vielen Wirtspflanzen vor (Zierpflanzen, Gemüse, Stauden, Beerenobst).

Befallene Pflanzen mit den Wurzeln vernichten. Die Fiedern werden schwarz.

Aphelenchoides fragariae. Meistens unter den Schuppen. Verbreitung durch Saatgut und Zwiebeln.- Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.- Prärielilien sind anfällig gegen Wurzelnematoden. Verdickungen an der Wurzel und Kümmerwuchs sind die Folge.

Apfelbäume. Junge Obstbäume können befallen werden. Wenig Wurzelmasse, die Bäume bleiben im Wachstum zurück.

Begonien. Flecken oder Gallen an den Blättern.

Bergenien, Junkerlilien, Kammkönigsfarn, Kronenfarn, Lilien, Purpurfarn, Zimtfarn. Flecken und Gallen.

Blauglöckchen/Blausternchen. Stängelälchen saugen an Blättern und Stängeln. Es entstehen Flecken und Gallen.

Erdbeeren. Aphelenchoides ritzemabosi. Die Pflanzen treiben im Frühjahr nur gering aus, die Herzblätter sind klein, verformt, rötlich, und haben lange oder zu kurze Blattstiele. Sie können bei starkem Befall absterben. Die Früchte wachsen nicht weiter. - Die Blatt-Nematoden sind mit Vergrößerungsglas sichtbar an den Herzblättern und Vegetationsspitzen. - Befall während der gesamten Vegetationsperiode möglich. Verwechselungsgefahr mit Erdbeermilben, die jedoch vor allem im Sommer schädigen.

Fingerhut. Blattälchen befallen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Gamswurz, Götterblume, Knollenbegonien. Flecken und Gallen an den Blättern durch Blattnematoden.

Goldrute, Nachtkerzen, Phlox, Zwiebeln. Befall durch Stängelnematoden Ditylenchus dipsaci am Stängelgrund der Goldrute, meist in trockenen Jahren.- Triebe verdickt, mit Längsrissen, verdreht, umgekippt. Blattränder nach unten gebogen, verwelken. Phlox: Bartnelke, Goldrute, Nachtkerzen, Primel, Zwiebel u.a..

Gurken. (Wurzelgallenälchen). Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Geringes Wachstum.

Herbstanemonen. Blattälchen verursachen auf den Blättern gelbliche Flecke, die später braun werden.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Wurzel-Nematoden verursachen Anschwellungen (Gallen) an den Wurzeln, darüber bilden sich viele kleine Faserwurzeln. Später bilden sich Flecke an den Blättern, diese werden gelb und fallen ab. Von Jahr zu Jahr kümmern die Pflanzen mehr und mehr.

Herrenhäuser Filigranfarn, Weicher Schildfarn. Älchen müssen vernichtet werden, sobald die einzelnen Arten sich schwarz färben.

Hortensie, Hyazinthen. Blätter verkümmern und verkrüppeln, die Älchen sind kaum zu erkennen. Flecken, Verdickungen an den Blättern, geringes Wachstum.

Königsfarn. Blattfiedern werden schwarz und sterben ab.

Lichtnelken. Die befallenen Pflanzen müssen vernichtet werden, um die Nachbarpflanzen vor Ansteckung zu schützen.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Erst hellbraune, dann dunkle Blattflecken.

Mangold. Heterodera. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen.

Möhren, Karotten. Meloidogyne hapla. 'Älchen', ca. 1 mm lang, verursachen Risse, Beinigkeit und Wurzelbart. Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Befallene Pflanzen kümmern.

Narzissen. Auf den Blättern sind kleine Erhebungen zu sehen, die gelb oder grün erscheinen. Die Zwiebel kann verfärbt oder faul sein.

Petersilie. Blätter welken, Pflanzen kümmern.

Pfefferminze. Typisch ist die Rotfärbung durch Anthocyane und der Kümmerwuchs.

Puffbohnen. Ditylenchus dipsaci. Kümmerwuchs. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab.

Radies, Rettiche, Rosen in Gartenerde, Rote Bete. Pflanzen kümmern, Blätter welken, sterben u.U. ab. Verdickungen an den Wurzeln, gallenartige Wucherungen.

Salat. Meloidogyne hapla.  Kleine Knöllchen an den Wurzeln, Wachstum bleibt zurück

Schneeglöckchen. Die Stängel und Blätter werden befallen. Die Blume kümmert, Verfärbung und Welke.

Schwertlilien, Stauden. Ditylenchus-Arten. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt,

Sellerie. Paratylenchus, Ditylenchus. Pflanzen kümmern, Wurzelbärte, -gallen.

Sommerflieder. Blattnematoden saugen an den Blättern, es entstehen gelbe Flecken an den Saugstellen, die später verbräunen. Blattfall.

Taglilien. Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.

Tulpen. Ditylenchus. Blütenstiele sind verbogen, die Blätter gerissen.

Tomaten. Meloidogyne arenaria / incognita / javanica. Kleine Knöllchen an den Wurzeln, geringes Wachstum. Besonders oft treten Nematoden auf, wenn wiederholt auf demselben Platz Tomaten angebaut werde.

Usambaraveilchen. Oder Blattälchen verursachen vertiefte Blattflecken.

Apfelbäume. Wie Vorbeugung. Reduzierung durch Niempreßkuchen.

Erdbeeren. Befallene Teile entfernen und vernichten. Tagetes, Ringelblume, Senf, Lauch. Sie müssen großflächig ausgesät werden. Stark riechende Tagetessorten vermindern im Erwerbsgartenbau nach nur drei Monaten die Nematodenanzahl um bis zu 80%. Niem einarbeiten.

Gämswurz. Vernichten, Nachbau erst nach vier Jahren.

Gurken. Niemsamen einarbeiten.

Herbstanemonen. Befallenes abschneiden und vernichten.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Am sichersten ist Ausgraben und Vernichte.

Himbeeren, Möhren, Salat. Niemsamen einarbeiten.

Hortensie. Ggf. befallene Pflanzen vernichten.

Kartoffeln. Meldepflichtig! Niemsamen einarbeiten. Tagetes nana auf die befallenen Beete aussäen.

Lilien. Tagetes zwischen die Lilien säen. Niemsamen einarbeiten.

Pfefferminze. Vernichten, an anderer Stelle neu pflanzen oder durch Stecklinge. Niem.

Phlox. Befallene Triebe sofort so tief wie möglich abschneiden und vernichten, die Wurzeln werden nicht befallen. Ggf. Standort wechseln. Stecklinge vorsichtshalber mit Warmwasser behandeln: 10 Min. in 30° Wasser, dann 30 Minuten in 43°. Bei Teilung gründlich unter laufendem Wasser waschen. Einjähriger Phlox wird vernichtet, ggf. im nächsten Jahr an anderer Stelle aussäen.

Rosen. Den ganzen Sommer über Tagetes oder Ringelblumen um den Rosenstrauch herum pflanzen oder Steckzwiebeln, Knoblauch, Winterheckenzwiebeln, Porree.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, vernichten Nematoden zu 95%. Kamille, Ringelblumen, Tagetes aussäen. Niem.

Usambaraveilchen. Gesamten Topf mit Pflanze vernichten.

Abwehr: Vor Bepflanzung Gründüngung mit Kamille und Borretsch. Fruchtwechsel. Befallenes vernichten. Nicht kompostieren. Übermäßige Stickstoffdüngung vermeiden. Bei leichten Böden Tonerdemehl einarbeiten. Bei Nematoden-Gefahr 'Tagetes nana'* (Single Gold von Kiepenkerl), Kamille, Ringelblumen oder Sonnenhut großflächig aussäen. Zinnien zu Tomaten pflanzen bei Nematodenbefall. Spezielle Ölrettichsorten (z.B. Pegletta, Nemex) und Roggen wirken auf bestimmte Nematoden ein. Kornrade scheidet giftige Saponine aus, die die Nematoden töten. Einsatz vor allem gegen Rüben-Nematoden. Senf einsäen, nur 10 cm hoch werden lassen, wirkt besonders gegen schädliche Nematoden an Rübengewächsen. Ab Ende 7 aussäen. Ölrettich Pegletta (Pötschke) bekämpft Nematoden, ist gegen Kohlhernie tolerant. Einsaat von Kamille. Randbepflanzung von Tagetes nana und Ringelblumen bei Kartoffeln, Rosen und Tomaten. Niem-Presslinge in den Boden einarbeiten, reduziert den Befall. Sperli-Bodenkur Gartendoktor, Mischung von nematodenbekämpfenden Sommerblumen wie Calendula, Coreopsis, Gaillardia, Rudbeckia, Tagetes, Wegwarte. Unkraut nicht dulden, da die Zysten oft an deren Wurzeln abgelegt werden und dann zum Leben erwachen, wenn geeignete Pflanzen in der Nähe sind. Mulchen hilft ebenfalls bei der Unkraut- und damit Nematoden-Unterdrückung. Ggf. in Gewächshäusern den Boden austauschen. Werkzeug reinigen und desinfizieren. Bodenkuren mit nematodenbekämpfenden Pflanzen können bei Gefahr alle vier Jahre wiederholt werden. Sie sind besonders zu empfehlen vor der Bepflanzung mit Erdbeeren, Obstgehölzen und Rosen. Im Herbst graben, dabei 25 kg Algomin und 50 kg Steinmehl je 100 qm einarbeiten.

Natürliche Feinde sind Kurzflügler, Pilze, Raubmilben und Raubnematoden. Letztere werden zur Bekämpfung von Dickmaulrüsslern, Engerlingen, Erdraupen, Haarmücken, Maulwurfsgrillen und Trauermücken eingesetzt. Fachhandel. Siehe Nematoden, parasitäre. Vorbeugend können auch Mykorrhiza-Pilze eingesetzt werden, die im Boden ein Abwehrsystem an den Nutzpflanzen errichten.

*Tagetes scheiden über ihre Wurzeln Duftstoffe, sog. Terthiopene, aus, mit denen sie Nematoden anlocken. Sobald diese in die Wurzeln eindringen, setzt die Pflanze ein Sauerstoffmolekül frei, das mit den Terthiopenen reagiert und zum tödlichen Gift wird. Nützlich sind vor allem die hohen Tagetes.

Apfelbäume. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Erdbeeren. Knoblauch, Porree und Zwiebeln anpflanzen. Bei reichem Bodenleben werden auch die Gegenspieler wie Pilze und Raubnematoden gefördert. Pflanzabstände einhalten.

Gämswurz. Nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume, Tagetes aussäen. Nicht nach Möhren anpflanzen. Veredelung auf resistente Kürbisunterlage ist vor allem für Gewächshäuser empfehlenswert.

Herbstanemonen. Genügend Platz vorsehen vor der Pflanzung.

Himbeeren. Abstand von 4 Jahren einhalten bis zur Wiederbepflanzung. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Kartoffeln. Fruchtwechsel oder resistente Sorten anbauen: "Christa", "CILENA" (Ahrens & Sieberz), "Erstling", "Gloria" "Quarta" (Pötschke) und "Ukama". Sie werden zwar auch befallen, doch können sich bei ihnen keine Zysten bilden. Nur alle 4 - 5 Jahre Kartoffeln an derselben Stelle anbauen. Mischkultur mit Meerrettich oder Tagetes. Mit Algenextrakten behandeln.

Königsfarn. Vernichten.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Befallenes vernichten.

Möhren. Fruchtfolge beachten. Tagetes oder Ringelblume als Randbepflanzung. Zu hohe Feuchtigkeit und stickstoffbetonte Düngung fördern Befall. Unkraut beseitigen, darauf überbrücken die Nematoden die Zeit ohne Kulturpflanzen. Humus im Boden enthalten Pilze, die die Nematoden bekämpfen, und ggf. auch Raubnematoden.

Pfefferminze. Jährlich verpflanzen.

Rote Bete. Tagetes einsäen

Salat. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume und Tagetes aussäen.

Sommerflieder. Stickstoffüberdüngung vermeiden.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, je mehr, desto besser.Agro (Hild, partiell), Dolce Vita (Piepenkerl), Estrella + Firefly (Pötschke), Favorita (partiell, Hild), Luxor F1-Hybride (Sperli), Master F1 (N&G), Montfavet (N&G), Moravi (partiell, Hild), Myrto (Pötschke), Orangino (Piepenkerl), Ranger (partiell, Hild), Sweet-Cherry-F1-Hybride, Tomosa (partiell, Hild), Tumbler-F1-Hybride und Vitella F1 (Kiepenkerl, Pötschke), Picolino Cocktail ( Green & Easy) sind resistent. Veredelung auf Veredelungsunterlagen für Gemüse vor allem wichtig für Gewächshäuser.

Zwiebeln.

Nematoden werden vertrieben durch Ringelblumen und Tagetes.

Rutenkrankheit [Septocyta ruborum, Leptosphaeria usw.]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Brombeeren. Ruten- oder Rankenkrankheit. Pilzbefall durch Septocyta ruborum, Leptosphaeria. Rötliche Flecken, ca. 2 cm groß, auf den jungen Ranken, sie werden im Mittelpunkt mehr bräunlich, Rand ist rot. Wuchs und Qualität der Beeren leiden. Feuchtes Wetter begünstigt den Befall. Kranke Triebe sterben schließlich ab.

Himbeeren. Didymella applanata, Leptosphaeria coniothyrium usw. Häufigste Himbeerkrankheit. Pilze dringen durch Verletzungen der Rinde (diese können auch durch Larven der Himbeergallmücken und Schwankungen in der Wasserversorgung, vor allem Trockenheit, verursacht sein) in das Rindengewebe ein. Die Larven der Himbeergallmücken verpuppen sich im Boden. - Es bilden sich zuerst hellgraue, später bräunlich-violette Flecken an der Rinde, vor allem an jungen Ruten im unteren Bereich ab 5. Dann fließen sie zusammen, färben sich braun und reißen auf. Infektion greift über auf die oberen Teile. Die Ruten sterben ab. Überwinterung in Sporenbehältern auf den Ruten. Oftmals Doppelinfektion durch Didymella und Leptosphaeria.

Brombeeren. Im Frühjahr Schachtelhalmtee mit Rainfarnabsud spritzen. Befallenes abschneiden und vernichten.

Himbeeren. Ruten sofort nach der Ernte bzw. nach Befall bodentief so kurz wie möglich über dem Boden abschneiden, noch besser, den Boden entfernen und die Rute tief abschneiden.

Brombeere. Schattigen Platz vermeiden, genügend auslichten, Pflanzabstände einhalten, junge Ranken frühzeitig hochbinden. Befallene Teile vernichten. Sortenwahl: Chester Thornless (Ahrens & Sieverz) ist resistent.

Himbeeren. Rindenverletzungen vermeiden. Regelmäßig schneiden und wässern. Dicke Ruten zugunsten mittelstarker abschneiden. Höchstens 8 Ruten per lfdm. belassen. Kalte, nasse, schwere Böden sind ungeeignet. Im Sommer schon schwache und überzählige sowie abgetragene Ruten entfernen. Keine stickstoffbetonte Düngung, keinen kalkhaltigen Dünger, überhaupt wenig (mit Laubkompost) oder gar nicht düngen, jedoch ausreichend mit Kali versorgen. Mehrmals mit Schachtelhalmbrühe spritzen. Brennesseljauche gießen. Sehr wichtig: Nicht hacken, dicke Mulchschicht mit Gras, Häcksel, Laub, Rindenkompost, Sägemehl, Stroh, Strohmist, Torf, möglichst dick. Im Frühjahr etwas Beinwelljauche geben. Saurer Boden erforderlich. Halbschattige Lage. Neudovital. - Resistent: Elida, Ruflava (Ahrens& Sieverz), Schönemann (N&G), Willamette. Ziemlich resistent: Autumn Bliss (Baldur, Ahrens & Sieverz, Pötschke) oder Blissy (Ernte 8 - 1O), Elida + Gradina (Häberli), Rubaca (oder Niniane) Pötschke, Rusilva.

Sonnenbrand [Dermatitis solaris]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Himbeeren. Früchte bleiben klein und trocken. Helle Fruchtsorten bevorzugen wie Himbo Queen, Rusilva. Dunkelfrüchtige Sorten vermeiden wie Framita, Himbo Star, Meeker, Schönemann.

Paprika, Peperoni. Sonnenbrand kann entstehen durch Sonneneinwirkung auf Wassertropfen an den Früchten.

Weinreben. Blaue Flecke auf den Trauben, verursacht durch zu hohe UV-Einstrahlung, vor allem bei Witterungswechseln mit sehr hohen Temperaturunterschieden. Bei trockenem Wetter schrumpfen die Beeren und fallen ab, bei feuchtem Wetter fangen sie an zu schimmeln.

Weinreben. Befallene Beeren abpflücken und vernichten.

Himbeeren, Paprika, Peperoni. Gut wässern und bei starker Sonneneinstrahlung schattieren.

Weinreben. Schon ab Frühjahr die Trauben freischneiden, so dass sie sofort dem vollen Sonnenschein ausgesetzt sind. Ihre Haut wird dann dick und widerstandsfähig genug.

Viren
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Viren sind noch viel kleiner als Bakterien. Sie können sich nur in lebenden Zellen anderer Organismen entwickeln, sie verfügen nicht über einen eigenen Stoffwechsel, sie können auch nicht aus eigener Kraft in fremde Zellen eindringen. Sie leben im Nährstoffstrom.Viren sind für viele Krankheiten an Pflanzen, Menschen und Tieren verantwortlich. Sie werden durch direkten Pflanzenkontakt, durch Insekten (Blattläuse!), Käfer, Spinnen, Thripse, Wanzen, Gall- und Spinnmilben, Wanzen, Weiße Fliegen, Zikaden und im Boden direkt durch Pilze oder Nematoden übertragen, durch Wasser, Kleidung, Hände, Werkzeug, Samen (Tomatenmosaikvirus), Pflanzenreste, Blütenstaub oder auch durch Veredelung. Parasiten übertragen über den Speichel oft Viren. Viele Pflanzen können befallen werden.

Viruskrankheiten bringen unterschiedliche Ausprägungen wie mosaikartige Blattverfärbungen, ringförmige Muster, Gelbverfärbung des Laubes oder der Blattadern, Verdickungen, Verformungen, Verdrehungen, verkrüppelte Früchte oder Zwergwuchs hervor. Die eigenartigen Muster gehen von den Blattnerven aus. Dort stirbt das Gewebe ab. Dadurch werden die Pflanzen stark geschwächt, aber auch durch die nachfolgenden Mischinfektionen.

Viruskrankheiten am Gemüse: Bohnen-, Gurken-, Salat-, Tomatenmosaik.

Viruskrankheiten am Obst: Apfel, Birne, Quitte, Steinobst. Die Scharkakrankheit an Pflaumen ist meldepflichtig.

Viruskrankheiten an Zierpflanzen: Dahlien, Lilien, Rosen, Tagetes, Tulpen, Zitronenmelisse.

Viruskrankheiten können auch maskiert sein. Einen Sonderfall stellt die Virenbehandlung bei Tulpen dar. Die Rembrandttulpen erhalten ihr Muster durch gezielten Vireneinsatz. Man sollte sie vorsichtshalber von anderen Tulpenarten trennen. Bei der Schönmalve (Abutilon) werden die bunten Blätter ebenfalls durch Viren eingefärbt.

Mykoplasmen können sich auch auf abgestorbenen Organismen entwickeln, sie bewirken z.B. den Besenwuchs des Apfelbaums. Typisch für sie ist, dass sie keine Zellwände haben. Sie sind vielgestaltig und sporenlos. Eingeordnet werden sie zwischen Bakterien und Viren. Siehe Phytoplasmen.

Apfelbäume, Dahlien, Erdbeeren, Kartoffeln, Lilien, Narzissen, Rosen, Salat, Schwertlilien, Tulpen, Ulluco, Zierlauch.

Apfelbäume. Verkümmerte Triebe, Verfärbungen der Blätter, Verkrüppelungen an Früchten und Trieben, Absterben ganzer Baumteile.- Apfelmosaikkrankheit: Weißgelbe Flecken, oft auch streifenförmig entlang der Blattadern oder helle netzartige Zeichnung der Blätter. Apfeltriebsucht: Die Seitenknospen an den Triebspitzen treiben zu früh aus. Die Zweige sehen wie Besen aus, der eigentliche Haupttrieb ist zu kurz, die Früchte wachsen nicht weiter.Flachästigkeit: Wachstum gehemmt, Zweige abgeflacht.

Birnbaum. Viruskrankheit.- Blätter haben farbige Mosaikmuster. - Weißgelbe Flecken, oft streifig entlang der Blattadern oder netzartige helle Zeichnung der Blätter. Nur virusfreies Pfropfgut verwenden, sonst Bäume roden.

Bohnen. Diese Krankheit kann sich nur im Bohnengewebe entwickeln. Übertragung nur durch Saatbohnen möglich, Weiterverbreitung durch Blattläuse, vor allem Jungpflanzen sind davon betroffen. Wärme fördert die Ausbreitung stark. Kompostierung der kranken Pflanzen bildet keine Gefahr.- Blätter sind schmaler oder verkrüppelt. Viele kleine gelbliche, unscharf begrenzte Flecken auf den Blättern. Manche sind an den Blatträndern nach unten gewölbt. Die Blattadern werden dunkel, die Blätter vergilben und sterben ab. Später wird ein Mosaikmuster erkennbar. Bei früher Infektion wird die Ernte stark verringert.

Dahlien. Sie werden meist durch Blattläuse oder -wanzen, auch mit Messer oder Schere, übertragen. Die Dahliaviren verursachen die Dahlienmosaikkrankheit: Gelb-grüne Flecken entlang der Blattadern oder runde oder gezackte Muster auf den Blättern. Gekräuselt oder blasig aufgetrieben an Blättern und Triebspitzen. Wachstumsstockung. Viele Seitentriebe werden gebildet, die Pflanze sieht wie gestaucht aus. Im Sommer bilden sich diese Zeichen zurück.

Erdbeeren. Die Pflanzen verkrüppeln, die Blätter verfärben sich, werden gelb oder zeigen mosaikähnliche Strukturen.Die Viren werden übertragen von Blattläusen, Grashüpfern und Würmern.

Feldsalat. Zwischen den Blattadern sind helle Flecken, das Blatt krümmt sich. Übertragung durch Blattläuse.

Gurken. Helle gelbe oder dunkle Flecken ähnlich einem Mosaik. Oft Beulen oder Kräuselungen im Blatt. Entwicklung verzögert, Blätter sind unregelmäßig und krümmen sich oft nach unten. Oder sie sterben ab.- Virusmosaikkrankheiten treten auch auf bei Bohnen, Kartoffeln und Tomaten.

Himbeeren. Ursache mehrere Virenarten, übertragen von Blattläusen, vor allem der großen Himbeerlaus, die mehr vereinzelt auftritt, und durch im Boden lebende Nematoden.- Blattaufhellungen im Spätsommer, besonders in Adernähe. Auch Kräuselungen an der Triebspitze und Erhebungen. Jüngere Tragruten haben unregelmäßige chlorotische Flecken an den Blättern, ältere zeigen ein voll ausgebildetes chlorotisches Mosaik. Bänderung der Blattadern. Viele Blätter sterben ab nach der Ernte. Wachstum und Ertrag sind vermindert. Schönemann ist anfällig. - Auch an Brombeeren.

Holunder. Blätter sind nicht gleichmäßig, bleich und fleckig. Nur geringer Ertrag.

Hyazinthen. Stängel und Zwiebel werden befallen, sind weich.

Kartoffeln. Das Blattrollvirus versteift und verformt die Blätter, die Mosaikviren X und Y verfärben die Blätter gelb oder hellgrün, sie sind gescheckt oder dunkel gestrichelt. Bewirken Kümmerwuchs und geringen bzw. keinen Ertrag. Die Knollen bleiben ganz klein. Diese Krankheiten können durch krankes Saatgut übertragen werden, oder, wie alle Viruskrankheiten an Kartoffeln, auch von der Grünen Pfirsichblattlaus oder anderen Läusen.

Kirschbäume. Verbreitung durch Blütenstaub von einem Kirschbaum zum nächsten. Identisch mit Stecklenberger Krankheit?

Kohl. Mosaikartige Zeichnungen auf den Blättern.

Ledebourie. Dunkel- und hellgrüne Flecken auf den Blättern, vor allem an den Rändern. Die Virusinfektion geht meistens von saugenden Insekten aus.

Lilien. Fleckige, mosaikartige Muster auf den Blättern, meistens von den Blattnerven ausgehend, diese Stellen sterben ab. Mißbildungen, Blätter sind verdreht oder gekräuselt. Übertragung meistens von Blattläusen oder Lilien. Verschiedene Krankheiten: Mosaikkrankheit., Rosettenkrankheit, Ringelfleckigkeit. Sofort vernichten.

Little-Cherry-Virus. Kirschbäume. Mindestens 2 verschiedene Viren aus der Clostero-Familie befallen Süßkirschenbäume, erstmalig aufgetreten im kanadischen Kootenaytal vor etwa 70 Jahren. Übertragungsweg nicht gesichert, vermutet werden Blattläuse und Zikaden. Das Laub rötet sich im achten Monat, die Früchte sind klein, dreieckig und bitter.

Möhren. Verursachende Bakterien können mehrere Jahre überdauern, in der Erde oder auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Sie lösen mit ihren Ausscheidungen die Zellwände auf. Befall wird begünstigt durch hohe Bodenfeuchtigkeit und Temperaturen über 20°. Verletzungen sind Voraussetzung. - Der Befall beginnt immer am Wurzelkopf. Zuerst fällt die Blattrosette um, dann wird die gesamte Wurzel faul und stinkt. - Außerdem können befallen werden Chicorèe, Kopfkohl, Sellerie, Zwiebeln.

Narzissen. können durch Nematoden oder Blattläuse übertragen werden.- Siehe Gelbstreifigkeit bei Zwiebeln.

Orchideen. Blütenfarbe scheckig, Blätter sind verkrüppelt, verfärbt (z.B. weißlich) und wachsen nicht mehr. Geometrische weißliche Zeichnungen auf den Blättern von Cymbidium, Odontoglossum und Oncidium oder erhabene schwarze Flecken, in Reihen hintereinander, bei Cattleya oder Cymbidium.

Paprika, Peperoni. Tomatenmosaikvirus. Blattverformungen, mosaikartige Verfärbungen.

Pfefferminze. Schäden werden oft von Blattläusen übertragen.

Pflaumen, Zw.. Viruskrankheit an Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen.- Gelbe Verfärbungen, Flecken ringförmig oder als Bänder. Helle Adern.

Phlox. Verdrehungen, Verkrüppelungen, Verfärbungen, Stauchungen.

Ritterstern. Dunkel- und hellgrüne Flecken auf den Blättern, vor allem an den Rändern. Die Virusinfektion geht meistens von saugenden Insekten aus.

Rosen. Gelbmosaik, Rosenmosaikvirus, Rosenwelkevirus. Viruskrankheit.- Bei Gelbmosaik Blätter mit gelblichen Flecken, zum Teil auch in Bändern. Rosenmosaikvirus gelbgrüne mosaikartige Flecken. Rosenwelkevirus Blattvergilbung. Übertragung durch saugende Insekten wie Zikaden, Blattläuse usw.- 'Queen Elizabeth' ist immer vom Rosenmosaikvirus infiziert, eine Beeinträchtigung ist trotzdem nicht erkennbar. Feuchtigkeit fördert die Erkrankung.

Roseneibisch, Tomaten. Virenbefall. Siehe 'Viren, Mykoplasmen' Blätter sind verkrüppelt, es zeigen sich unregelmäßige Flecken. Blattoberseiten luftgefüllte, silbrig-helle Zellen. Unterseite schwarze Kotflecken.

Roseneibisch, Hibiskus. Runde, gelbliche Flecken auf den Blättern, verursacht durch Viren.

Braune, unregelmäßige Flecken, oft ausgehend vom Blattrand. Die Infektion kann z.B. mit Schnittwerkzeug oder durch Thripse übertragen werden. Deshalb Geiztriebe immer mit der Hand ausbrechen.

Salat. Helle Muster auf den Blättern. Salatmosaik gekräuselte Blätter, farbige Mosaikzeichnungen auf den Blättern, Wuchshemmungen.

Schwertlilien. Sie werden meistens durch Blattläuse und Nematoden übertragen.- Fleckige, mosaikartige Muster auf den Blättern, meistens von den Blattadern ausgehend. Das befallene Gewebe stirbt ab. Oder auch verdrehte oder gekräuselte Blätter.- Befällt vor allem Iris und Lilien.

Seidelbast. Verfärbung, Wachstum bleibt zurück, Pflanze stirbt ab.

Spinat. Virenkrankheiten werden meistens durch Blattläuse übertragen. Die Blätter haben mosaikartige Zeichnungen und sind verkrüppelt.

Tomaten. Viruskrankheit, wird meistens durch Läuse übertragen. Flecken auf den Blättern, farbige Mosaikzeichnungen. Blüten werden abgeworfen. Tabakmosaikkrankheiten können durch Tabakrauch entstehen, wenn z.B. Tomaten in Zimmern herangezogen werden.

Trompetenblume. Gelblich-grün gefleckte, mosaikartige Blätter, gekräuselt.

Tulpen II. Eigenartige Streifen auf den Blätter, danach vergilbt das Laub.- Augustakrankheit: Sie werden später dunkel. Blätter verbeult, völlig verkrüppelt, helle Flecken am abgestorbenen Gewebe. Im Innern zeiugen sich braune Ringe, wenn sie durchgeschnitten werden. Die Tulpen treiben nicht aus und kümmern.

Ulluco. Blätter sind verkrüppelt.

Zierlauch. Sie werden meistens von Blattläusen übertragen. Allium christophii ist gefährdet.

Zucchini. Mosaikähnliche Zeichnungen. Wird von Läusen übertragen.

Roseneibisch, Hibiskus. Runde, gelbliche Flecken auf den Blättern, verursacht durch Viren.

Apfelbäume. Rodung und Verbrennen.

Blumenrohr, Indisches.

Mosaikartige Zeichnungen auf den Blättern. Verfärbung, vermindertes Wachstum. Vernichten.

Bohnen.

Stangenbohnen Blauhilde + Dea + Eva + Marga (Hild), Neckargold GS (Bingen, Bakker, Hild), Cobra (Baldur, Kiepenkerl) und Neckarkönigin (1+2, Baldur, Hild, N&G, Pötschke), Tamara (Hild) sowie die Feuerbohne Mergoles (Bakker, N&G) sind resistent.

Buschbohnen Admires (Bakker, N&G), Annabel, Aiguillon (Virus I Baumaux), Calima (Bingen, Hild, Keller), Caruso (Virus I Maubaux), Cupidon (Keller), Daisy GS, Daisy (Samen-Schmitz), Delinel (Baldur, N&G), Dublette + Jubila (N&G), Ferrari (Baldur), Flevoro (Kiepenkerl,Pötschke), Green Arrow (Sperli), Juvina, (Kiepenkerl), Marion (Allerleirauh), Modus (Hild), Montano (Sperli), Negra (Kiepenkerl), Princessa (Kiepenkerl), Scuba (Kiepenkerl), Scuba + Sigma + Sixta + Valja (Sperli), Nassau (Baldur), Sonate (Baumaux), Speedy (Hild), Telstar (Kiepenkerl), Tipper (Hild), Valdor (Virus I, Sperli) sowie Prunkbohne Desiree sind ebenfalls resistent.

Milagrow resistent gegen Virenkrankheiten.

Buschbohne Prinzessa ist resistent, Saxa (Allerleirauh, Baldur) ist tolerant.

Dahlien.

Wenn keine Rückbildung, Pflanze komplett vernichten.

Gurken.

Virusgetestetes Saatgut verwenden. Nicht nach Kartoffeln anpflanzen, sie können das Virus übertragen. Blattläuse abwehren, sie übertragen das Virus.

Einlegegurke Anka (Bakker), Bimbostar (Pötschke) und Conny (Baldur) sind resistent, Libelle + Stimora (Sperli) hochtolerant; Hokus (Bakker) ist unempfindlich gegen Mosaikvirus und Fruchtfäule.

Salatgurken Birgit F 1(Bakker, gegen Virus behandelt) und Bush Champion (Ahrens & Sieberz) sind ziemlich resistent, Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl) ist resistent, Cubella F 1(Ahrens & Sieberz) ist tolerant gegen Virus, Adrian (Sperli) ist tolerant gegen Virus.

Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent.

Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent.

Himbeeren. Krankes vernichten. Bekämpfung nicht möglich und auch wenig sinnvoll, da die Blätter erst nach der Ernte richtig erkranken. Bodenpflege ist dagegen die Methode der Wahl, um ernste Schäden zu vermeiden. Dazu gehören Bodenlockerung und Maßnahmen, die die erforderliche Bodensäuerung bewirken, z.B. Laub- und Nadelkompost.

Hyazinthen. Vernichten.

Kamelien. Übertragung meistens durch Blattläuse und Zikaden. Blätter weisen helle Muster auf. Befallene Blätter entfernen und vernichten.

Kartoffeln. Kranke Knollen sofort ausgraben und vernichten.

Ledebourie, Ritterstern. Befallenes vernichten.

Lilien. Vernichten befallener Pflanzenteile.

Orchideen. Befallenes vernichten. Pflanze vernichten

Paprika, Peperoni, Tomaten. Ggf. vernichten.

Passionsblumen. Gelbe Flecken auf den Blättern, unregelmäßig verteilt. Auch verkümmerte, verkrüppelte Blätter. Teilweise verschwinden die Flecken im Sommer. Nicht möglich, Einzelexemplare blühen meistens trotz Infektion und müssen deshalb nicht unbedingt vernichtet werden.

Phlox. Vernichten.

Rosen. Befallenes ausschneiden und vernichten. °Kupferspritzmittel. °Kupfermittel sind im Garten verboten.

Roseneibisch, Tomaten. Magermilchspritzungen und Neudovital versuchen. Sonst vernichten. Wichtig: Resistente und tolerante Gemüsesorten.

Roseneibisch, Hibiskus. Befallenes abschneiden. Falls Weiterverbreitung nicht zu stoppen, Pflanze vernichten.

Salat, Tulpen II, Ulluco. Vernichten.

Schwertlilien. Ausschneiden befallener Pflanzenteile, ggf. vernichten.

Trompetenblume. Kulturhinweise beachten, vor allem Düngung und Gießen. Falls der Befall sich trotzdem stärker auswirkt, vernichten.

Tulpen. Ggf. vernichten.

Abwehr: Virusgetestetes Saat- und Pflanzgut kaufen. Bei Obstbäumen wird das durch ein rotes Etikett dargestellt. Erkrankte Sträucher oder Bäume immer zuletzt schneiden, danach Werkzeug gut desinfizieren. Kontakt verhindern. Boden unkrautfrei halten bei Nematodenvorkommen. Ggf. Überträger bekämpfen. Magermilchspritzungen schützen vor Virusbefall bei Tomaten. Befallenes vernichten.

Substanzen denen virushemmende Eigenschaften nachgesagt werden:

Äther. Öle, Biophenole, Eichenrinde, Eukalyptus, Johanniskraut (Zweigspitzen, zur Blüte geerntet), Kermesbeere (Im Spätherbst geerntete Wurzeln), Königskerze, Manukaöl, Melisse (Laubblätter gegen Herpes), Molke, Nelkenblütenöl, Niem, Oregano, Papain, Pfefferminze (Blätter, kurz vor der Blüte gesammelt), Phenole, Quendel (Sprosse mit Blüten), Ringelblume, Rotalgenkalk, Roter Sonnenhut (Wurzel, Kraut, Blüte, Ernte Herbst), Salbei (Laubblätter), Seifenkraut (Wurzel, im Frühjahr oder Herbst geerntet), Selen, Shiitake, Spitzwegerich, Tagetes, Teebaumöl, Thymian (Laubblätter mit Blüten), Zink, Zitronenmelisse, Zimt (stark allergen), Zwiebel.

 

Apfelbäume. Seit 1981 müssen alle Kernobstbäume virusfrei sein. Werkzeug gründlich desinfizieren. Keine Blattläuse und Nematoden dulden, die Überträger sind. Direktkontakt gesunder Bäume mit befallenen Teilen vermeiden.

Blumenrohr, Indisches. Resistente Sorten kaufen.

Dahlien. Boden kalken. Knollen nur mit vorher desinfizierten Messer teilen, mit Holzkohle Schnittstelle behandeln. Jährlicher Standortwechsel. Blattläuse und -wanzen bekämpfen.

Erdbeeren. Nur gesunde Pflanzen zum Vermehren nehmen.

Feldsalat. Zwischen den Blattadern sind helle Flecken, das Blatt krümmt sich. Übertragung durch Blattläuse.

Holunder. Nur Kultursorten mit roten Fruchtstielen anbauen, sie sind virusfrei, ihre Beeren werden gleichzeitig reif. Bewährt sind z.B. Donau, Haschberg, Sambu.

Hyazinthen. Keine stickstoffbetonte Düngung.

Kartoffeln. Virusfreies Saatgut verwenden. Bei Verwendung von Kartoffeln aus eigenem Anbau auf gesundes Saatgut achten.

Lilien. Unkraut bekämpfen, dort siedeln sich häufig Läuse an. Für Übertragung kommen auch Nematoden in Frage.

Little-Cherry-Virus. Kirschbäume. Roden und verbrennen.

Möhren. Erkrankte Pflanzen mit umgebender Erde vernichten, Kalkstickstoff in die Vertiefung streuen. Bei Lagerung darauf achten, das jede Möhre von der nächsten durch Sand getrennt ist. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Das gilt natürlich auch für Chicorèe, Kopfkohl, Sellerie und Zwiebeln. Gründünger mit tiefwurzelnden Pflanzen bei schwerem Boden als Zwischenkultur einschalten. Keine stauende Nässe, ggf. Kulturen auf Dämmen oder Hügelbeeten anbauen. Regelmäßig wässern, wenn nötig, nicht übermäßig düngen. Boden lockern. Möhren an trockenen Tagen ernten, nicht vor der Lagerung waschen. Mit Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Rote Bete in Mischkultur hemmen die Bakterien.

Passionsblume. Pflanze vernichten, bevor die Viren durch Läuse auf etwaige andere Passionsblumen übertragen werden. Läuse sofort vernichten.

Phlox. Keine Stickstoffbetonte Düngung.

Roseneibisch, Tomaten. Schadinsekten, vor allem Thripse, sofort bekämpfen.

Vitella F 1(Kiepenkerl, Pötschke) ist vielleicht resistent. Magermilchspritzungen. Thripse abwehren. Falls die Tomate in einem Gefäß stand, dieses nicht wieder verwenden.

Roseneibisch, Hibiskus. Schadinsekten wie Blattläuse, Thripse und Milben sofort bekämpfen.

Salat. Kopfsalat Attraktion, Carmen, (Bakker), Ovation und Eissalat Resi sind resistent, Ultra ist tolerant. Treibsalat Dukaat ist ziemlich resistent.

Schwertlilie. Blattläuse und Unkraut bekämpfen.

Spinat. Nicht mit Stickstoff düngen. Bleibt im Überwinterungsanbau gesund: Rico F 1 Hybride (Sperli).

Tulpe. Rembrandttulpen haben ihr Farbmuster durch gezielte Virenbehandlung. Diese Tulpen möglichst entfernt von anderen anpflanzen. Die Gelbstreifigkeit kann sich auch als fleckiges Aussehen, hell und gelblich, darbieten.

Zierlauch. Blattläuse bekämpfen.

Zucchini. Defender F 1 (Baldur, Kiepenkerl, Pötschke) ist resistent. Monitor, einschl. Gelbmosaikvirus und partielle Resistenz gegen Wassermelonenmosaikvirus (Hild), Radiant (geg. Gelbmosaikvirus, Pötschke).

Wurzelsterben [Phytophthora fragariae var. rubi, Ph. spec. usw.]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Himbeeren. Phytophthora fragariae var. rubi, Ph. spec. usw. Ursache ein Wurzelfäulepilz, eng verwandt mit dem der roten Wurzelfäule an Erdbeeren und dem der Kartoffelknollenfäule. Wird durch schwere, nasse, verdichtete Böden und feucht-kühle Witterung begünstigt. - Der Pilz kann mehr als 10 Jahre im Boden überdauern.Die Infektion manifestiert sich zunächst an den Triebspitzen, danach verwelken die Blätter (Ränder), die Pflanzen zeigen deutliche Krankheitserscheinungen und sterben ab. Nur geringer Neuaustrieb, nach und nach werden sämtliche Pflanzen befallen.

Himbeeren. Boden gut auflockern, ständig mulchen. Kompost enthält einen vorbeugenden Schutzfaktor gegen die Infektion. Autumn Bliss (Baldur, Ahrens & Sieverz, Pötschke), Golden Bliss, Niniane (Häberli), Ruflava (GELB, Ahrens & Sieberz) und Dr. Bauers Rusilva + Willamette (Häberli) sind resistent.