Gurken [Cucumis sativus] - Alle

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Gurken - Allgemeines

Cucumis sativus, GurkenCucumis sativus, Gurken
Bild von: Botanikus-CD


Anbau

Gurken - Lage

Sonnig. Luftfeuchtigkeit von 80% optimal.Cucumis_sativus_Blüte
Bild von: Botanikus-CD

Gurken - Boden

Warmer, humoser, lockerer Boden, er darf nicht verschlämmen. pH 6,5 - 7. Viel Dünger und viel Wasser notwendig, jedoch kein Mineraldünger und vor allem kein Chlor. Bodenvorbereitung möglichst 14 Tage vorher. Ideal ist ein warmer Fuß aus Pferdemist, er macht locker und wärmt. Ist kein Pferdemist vorhanden, kann auch grober Kompost (50% Anteil) oder verrotteter Rindermist genommen werden, mit etwas Torf oder gehäckseltem Stroh vermischt bis zu einer Tiefe von 35 cm. Der Kompost ist am wirkungsvollsten, wenn er nur halbverrottet, aber durchgehend schwarz gefärbt ist. Die ehemalige Gewebestruktur kann noch zum Teil erhalten sein. Boden vor dem Auspflanzen mit Eichenblattauszug gegen Schädlinge und Pilzbefall abbrausen. Eine schwarze, geschlitzte Mulchfolie in den ersten Wochen ist vorteilhaft. Auch Mulchschicht aus Stroh oder verrottetem Rindermist ist günstig. Bei Gefahr der Staunässe einen 20 - 25 cm hohen Damm aufschütten, der Wärme an die Wurzeln kommen lässt. Er kann dann mit den Gurken bepflanzt werden. In die Senke passen dann Blumenkohlpflanzen.

Gurken - Aufzucht

Samen vor Aussaat 24 Stdn. in Milch einweichen. Aussaat Keimtemperatur mindestens 15°, es sollten aber besser 25 - 26° sein. Ggf. durchsichtige Plastikbecher mit zwei Löchern im Boden über die Samen stülpen, bis sich zwei Laubblätter entwickelt haben. Gurken vertragen keine Temperaturen unter 5 - 8° und auch keine unterschiedlichen Temperaturen bei Tag und Nacht. Dunkelgrüne Anzuchtpflanzen gedrungenen Wuchses mit 2 - 3 Blättern sind günstig. Aussaat ab April unter Glas in kleine Töpfe oder ab 5 ins Freiland. Abstand 30 cm x 150-200 cm. Bodentemperatur mindestens 12°. Die Wurzeln dürfen beim endgültigen Auspflanzen nicht beschädigt werden. Windempfindlich, deshalb Windschutz z.B. durch hohe Erbsen, Rosenkohl, Stangenbohnen (Abstand 2 m), Zuckermais. Beim Auspflanzen tiefer setzen. Auf dem Boden eine schwarze Lochfolie ausbreiten, sie erhöht die Bodentemperatur um 4°. Blätter beim Gießen nicht nass machen, z.B. mit seitlichen Löchern versehene Blumentöpfe neben die Pflanzen eingraben und morgens wässern. Der Boden darf nicht verschlämmen, die Wurzeln benötigen viel Sauerstoff. Deshalb ist die vorgenannte Anzucht auf einem Damm besonders günstig.

In den ersten Wochen nach dem Auspflanzen ein Folienzelt anbringen. Bei warmem Wetter Folie entfernen, das Gestänge stehen lassen, falls die Folie wieder gebraucht wird. Spalier aus Maschendraht ist günstig für Abtrocknung und damit Krankheitsabwehr. Kümmel wirkt geschmacksfördernd, Basilikum und Dill hält Gurken gesund. Pflanzabstand mindestens drei Jahre, sonst Minderertrag und Krankheiten.

Zwischen Fruchtansatz und Ernte Düngung mit Brennesseljauche und Hornmehl, einmal wöchentlich. Wenn Früchte braun werden und abfallen, zeigen sie damit Nahrungsmangel an. Anhäufeln ist günstig (Juni). Vorteilhaft ist vorherige Gründüngung an demselben Ort. In der Morgenkühle ernten, die Gurken können sonst noch bitter werden. Gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtig, bei Trockenheit werden die Gurken ebenfalls bitter. Dasselbe geschieht auch in feuchten, kühlen Sommern. Dagegen helfen bitterfreie Sorten (Einlegegurke Libelle F 1, Senfgurke Tanja). Nach 3. oder 5. Blatt Spitze abkneifen, erhöht die Ernte. Die unteren Blätter bis zu 30 cm Höhe entfernen, damit nicht bodenbürtige Pilze sie infizieren. Im August etwaige Neutriebe zu Gunsten der bestehenden Fruchtansätze auskneifen. Seitentriebe nach Fruchtansatz einkürzen. Am Haupttrieb nur 4 Früchte belassen, dadurch wird die Seitentriebbildung angeregt. Jungfernfrüchtige Sorten sind ertragreicher, bitterfrei und krätzeresistent. Gurken mit männlichen und weiblichen Blüten liefern mehr Ertrag, wenn die Neutriebe auf zwei Blätter gekürzt werden. Haben die Gurken die für sie gültige Größe erreicht, sollten sie auch geerntet werden, anderenfalls beendet die Pflanze ihre Fruchtbildung.

Bei kaltem Wetter, wenn keine Insekten fliegen, ggf. mit Pinsel bestäuben. Wenn die Einlegegurken an Rankgittern gezogen werden sollen, die Pflanzen an der Westseite auspflanzen und befestigen. Die Rankgitter sollten schräg gestellt werden, damit die Früchte nach unten hängen. Reihenabstand von 100 cm sind dann ausreichend. Männliche Blüten immer entfernen: Wenn nur weiblich blühende Gewächshausgurken mit Normalsorten zusammen gezogen werden, kann der Pollen einer einzigen männlichen Blüte die Früchte der nur weiblich blühenden Pflanze bitter machen und verdrehen.

Gewächshauskultur: Wie schon erwähnt, nur weiblich blühende Gurken nicht zusammen mit Normalsorten anbauen. Um die Welkekrankheit bei Treibhausgurken zu verhindern, empfiehlt es sich, die Gurken auf dem Feigenblattkürbis zu veredeln, siehe Veredlungsunterlagen für Gemüse. Einlegegurken alle 3 Tage ernten, Salatgurken 1 - 2 x die Woche, Schälgurken erst bei Reife. Der Samen von Gurken bleibt viele Jahre keimfähig. Salatgurken sollten nur im Frühbeet oder Gewächshaus gezogen werden. Schnurgurken sollten nicht schwerer als 400 - 500 g werden. Ggf. die Früchte durch Netze, die mit Schnüren am Gestänge befestigt werden, absichern, damit sie nicht ganze Triebe durch ihr Gewicht herunterziehen. Bodenkontakt durch Styropor-Unterlagen vermeiden.

Mistpackung und Deckerde von 25 cm Höhe. Aussaat je 1 Korn in halbvolle Töpfe, diese werden später aufgefüllt bis zu den Keimblättern, so dass noch neue Wurzeln entstehen können. Je Fenster eine Pflanze setzen etwa Mitte 4. Nachts mit Noppenfolie abdecken, die Temperatur sollte nicht unter 15° absinken. Bei Verwendung von Schnüren die Triebe immer um die Schnur wickeln. Vorteilhaft ist auch hier ein kleiner Wall von 20 cm Höhe. Fruchtansätze und Blätter am Haupttrieb der Salatgurken unter Glas müssen immer abgeschnitten werden bis etwa in einer Höhe von 50 - 60 cm, sonst leidet die Qualität. Darüber am Haupttrieb nur höchstens 6 Fruchtansätze belassen. Er wird bis zum Dach und dann waagerecht weitergeleitet, bis er etwa 50 cm lang ist, dann kürzen. Die Seitentriebe am Haupttrieb ebenfalls nach Blüte und Blatt kürzen, höchstens 6 Fruchtansätze belassen. Ab der 5. Pflanzwoche wöchentlich düngen mit Blutmehl, Brennesseljauche, Guano. Ausreichend lüften und düngen. Hohe Luftfeuchtigkeit ist erforderlich, man kann den Boden mulchen oder feucht halten, ggf. auch die Wege, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. - Für Gewächshäuser nur ausgewiesene Sorten verwenden.

Falls ein Hochbeet vorhanden ist, die Salatgurken auf der Südseite anbauen, im Stängelbereich mit Kompost bedecken.

Salizylsäure soll die Fruchtbarkeit und das Wachstum der Gurken durch Einwirkung auf die dicken Wurzeln verstärken (Forschungsinstitut TNO in den Niederlanden). -

Gurken - Ernte

Der Fruchtansatz wird vergrößert durch möglichst frühzeitige Ernte der ersten Frucht.


Fruchtfolge

Gurken - Fruchtfolge

Gute Vorkultur: Puffbohnen.

Gurken nicht nach Möhren pflanzen wegen der Nematoden, nicht nach Kartoffeln wegen der Übertragung von Welkepilzen oder Virosen, Ethylen (Äpfel usw.) machen Gurken gelb und weich.

Gurken - Nachbarschaften/ Mischkulturen

Gute Nachbarn: Basilikum (erhöht die Fruchtbarkeit, verzögert Mehltaubefall, Abstand etwa 10 cm), Beinwell (setzt im Boden Eisen, Kalium und Kieselsäure frei), Blattkoriander, Bohnen, Borretsch, Buschbohnen, Dill (stärkt), Erbsen, Fenchelkraut und -gemüse, Grünkohl, Kapuzinerkresse (wehrt weiße Fliegen ab), Knoblauch, Kohl(rabi), Kopfkohl, Kopfsalat, Koriander, Kümmel, Lauch, Majoran, Möhren, Petersilie, Porree, Rau Om (Limnophila aromatica), Ringelblume, Rote Bete, Salat (Achtung wegen Sclerotiniafäule), Sellerie, Sonnenblumen (Windschutz), Spinat, Zitronengras, Zwiebeln, Zuckermais (gleichzeitig Windschutz).

Rettich fernhalten, macht die Blüten taub. Ungünstig sind u.U. auch Bohnen wegen der Fusarium- Fuß- und -Welkekrankheit, obwohl sie sonst gut zueinanderpassen, Gartenkresse, Kohl, Kürbis, Paprika, Radies, Rettich, Rote Bete, Salat (wegen der Sclerotiniafäule), Salbei, Sellerie, Tomaten (Möhren sind dagegen erlaubt). Gurken hemmen das Wachstum von bestimmten Nahrungskonkurrenten durch ein eigenes Gift.


Sorten

Gurken - Sorten

Folgende Gemüsesamen sind tolerant und resistent:Gurke_Sikkim

  • Amber (Erfurter, TOM-Garten), Traubengurke im Freiland und im Gewächshaus. Sicherer Ertrag.
  • Arola (Bingenheim), überzeugt durch ihre Bio-Wüchsigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge. Ein echtes Gurken-Geschmackserlebnis! Sie trägt männliche und weibliche Blüten und bildet Samen aus. Man sollte sie wegen ihres nussigen Geschmacks recht früh ernten, wenn ihre Samen noch klein sind. Moderne Hybrid-Gurken (F1) bilden keine Samen. Die Züchter haben ihnen die fruchtlosen, männlichen Blüten längst abgewöhnt.
  • Bella F 1 (Sperli- Müller), eine sehr ertragreiche, robuste, bitterfreie, reinweiblich blühende Schlangengurke. Jede Blüte bringt eine Frucht. Bella F 1hat eine hohe Standardresistenz gegen Gurkenkrätze und Blattrand und ist wirksam gegen den echten Mehltau.
  • Bimbostar F 1 (A&S, TOM-Garten), Einlegegurke soll bitterfrei, virus- und krätzeresistent sowie resistent gegen den Echten Mehltau und tolerant gegen den Falschen Mehltau sein. Eine der besten und modernsten Einlegegurken. Frühe, bitterfreie, jungfernfrüchtige Züchtung. Jede Blüte bedeutet eine Frucht. Bimbostar F 1 ist resistent gegen Gurkenkrätze sowie hochtolerant gegen Falschen und Echten Mehltau.
  • Burpless Tasty Green F 1. (Quedlinburger, Sperli-Müller). Freilandsalatgurke. Eine ausgezeichnete Hybridsorte, sie sind bis 30 cm lang. Sie haben einen ausgezeichneten Geschmack und sind sehr bekömmlich. Resistenz gegen den echten Mehltau und widerstandsfähig gegen den falschen Mehltau.
  • Claudine F 1 (Pötschke). Einlegurke, Verbesserung der bewährten Colet. Bringt selbst bei schlechter Witterung erstaunliche Erträge zustande. Eine sichere Ernte dank überwiegend weiblicher Blütenbildung und der Resistenz gegen Mehltau. Bitterfrei.
  • Clementime F 1 (Pötschke) Die Einmachgurken werden nach 45 Tagen annähernd reif. Vor dem Urlaub pflanzen, nach dem Urlaub alle ernten. Bisher mußten Einlegegurken ständig geerntet werden, um die richtige Größe zu erreichen. Die Zeit des Einmachens hat sich deshalb lange hingezogen. Mit Clementine wird alles anders. Ihre leuchtend grünen Früchte werden nach 45 Tagen fast gleichzeitig reif. Sie brauchen nur einmal ernten und nur einmal einmachen. Es erscheinen bis zu 50 bitterfreie Früchte an einer Pflanze. Diese entstehen durch Selbstbefruchtung, sind leicht warzig, äußerst kackig und können frühzeitig gerntet und auch als Cornichons verarbeitet werden. Resistenzen gegen Echten Mehltau, Gurkenkrätze sowie Gurkenmosaikvirus.
  • Conny F 1 (Sperli-Müller, Quedlinburger) Einlegegurke. Conny ist eine sehr frühe und weiblich blühende Hybride mit 6 - 12 cm langen Früchten. Kerngehäuse ohne Samen. Sie ist mehltautolerant und gegen Gurkenmosaikvirus.
  • Darina (Kiepenkerl), bitterfreie Salatgurke, Länge von 25 cm.
  • Diamant F 1 (Kiepenkerl, Pötschke), ertragreiche und kernlose Einlegegurke. Gesund und mehltaufrei bis zum Herbst. Diamant ist eine knackige, glatte, dunkelgrüne Einlegegurke, die auf Grund ihrer kompletten Mehltauresistenz ergiebige Ernten liefert. Neue, rein weiblich blühende Freiland-Spitzensorte.
  • Dominica F 1 (TOM-Garten), veredelt. Sehr ertragsstark, vital und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Bildet besonders lange Früchte und ist resistent gegen Echten Mehltau. Die Veredelung bietet sicheren Schutz gegen bodenbürtige Krankheiten. Diese Gurke ist sehr robust, gut für Anfänger und Fortgeschrittene. Rein weiblich. Schlangengurke.
  • Euphia F 1 (Pötschke) eine rein weibliche F 1-Hybride, von Natur aus tolerante Sorte, robust gegen Echten Mehltau und mit sehr hoher Ertragsleistung. Für Freiland und Gewächshaus.
  • Excelsior F 1 (A&S, Sperli-Müller), Verbesserung der bekannten Sorte Cubella. Eine ausgezeichnete, bitterfreie Neuzüchtung, überwiegend weiblich blühende Einlegegurke mit hohem Früh- und Gesamtertrag. Eine ausgezeichnete, bitterfreie Neuzüchtung. Überwiegend weiblich blühende Einlegegurke mit hohem Früh- und Gesamtertrag.
  • Fitness F 1 (Pötschke), rein weiblich blühend. Schnell und sicher: Gewächshausgurke. Fit im Wachstum, fit im Ertrag, fit in der Fruchtqualität - die dunkelgrünen, ca. 35 - 40 cm lang werdenden Früchte dieser gesunden Spitzensorte überzeugen in allen Belangen. Nachfolger von Picador. Veredelt.
  • Flamingo F 1 (A&S, Sperli-Müller), ertragreich, bitterfrei und jungfernfrüchtig. Schlangengurken bis 35 cm. Flamingo ist resistent gegen Gurkenkrätze sowie bakterielle Blattfleckenkrankheit und hochtolerant gegen den gefürchteten Echten Mehltau. Bio Saatgut.
  • Futura F 1 (Sperli-Müller), bitterfreie, reinweibliche Gewächshausgurke mit Höchsterträgen. Die Früchte setzen früh und sicher an. Sie bleibt lange gesund und somit leistungsfähig. Futura, F 1 ist tolerant gegen den Echten Mehltau.
  • La Diva F 1, (Pötschke). Renner bei den amerikanischen Hobbygärtnern. Sie ist süß und völlig bitterfrei. Die 12 - 13 langen Früchte sind kernlos und erscheinen auch ohne Befruchtung an der reinweiblichen Seite. Sie ist widerstandsfähig gegen Echten und Falschen Mehltau. Für Freiland und Gewächshaus. Veredelt.
  • Libelle F 1. Einlegegurken. (Sperli-Müller).
  • Lothar F 1 (Sperli-Müller), besonders geeignet für den Anbau im Gewächshaus, Frühbeetkasten und sogar im Freilandbeet. Die Früchte werden ca. 20 cm lang, sind kernlos und dunkelgrün. Lothar F1 ist tolerant gegen den Falschen Mehltau und den Echten Mehltau.
  • Loustik F 1, (Pötschke), Schlangengurke mit höchstem Ertrag. In Versuchen wurde bestätigt, daß diese parthenokarpe Gewächshausgurke den höchsten Ertrag und die höchste Anzahl Früchte dieses Gurkentyps hervorbringt. Zudem sind diese sehr gut lagerfähig. Die Gurken sind knackig, dünnschalig, mild, ca. 40 mm lang und 400 - 600 g schwer. Viele Resistenzen gegen Gurkenmosaikvirus, Gurkenkrätze, Echten Mehltau und in gewissem Umfang Falscher Mehltau.
  • Magnum F 1. Freilandgurken von hildsamen.de.
  • Marketmore 76, Salatgurke mit schöner, dunkelgrüner Farbe und festem Fleisch. Frei von Bitterstoffen. Resistenz gegen Mehltau und Gurkenmosaikvirus.
  • Mepram F 1 (TOM-Garten), Hybride, Traubengurke zum Einlegen. Hat überaus starken Ertrag. 7 - 10.
  • Midios F 1 (TOM) Rein weiblich. Mittelgroße, saftige und aromatische Früchte. Midischlangengurke mit hohen Stückerträgen. Länge 23 - 25 cm. Sie kommen dem Verbrauchertrend entgegen.
  • Ministars F 1 (A&S, Kiepenkerl, TOM-Garten), veredelt. Snack-Minigurke in bester Qualität. Sie hat nur 10 cm lange Früchte, sie sind aber sehr knackig und zart. Buschig überhängender Wuchs, daher gut geeignet für größere Gefäße und Ampeln. Robust gegen wichtige Gurkenkrankheiten wie z.B. gegen Echten Mehltau. Auch bei Regenwetter leidet die Qualität nicht.
  • Nelly F 1 (TOM-Garten), für Freiland, Frühbeete und Gewächshäuser. Salatgurken bis 33 cm. Für Freiland, Frühbeet und Gewächshaus.
  • Palladium F 1. Freilandgurken. Bio-Saatgut von hildsamen.de.
  • Paska F 1 (Sperli-Müller) , bringt 25 cm lange, glänzend dunkelgrüne und schlanke Früchte. Auf Grund der reinweiblichen Blüte (jede Blüte eine Frucht) sehr ertragreich. Ideal für die Kultur in Kästen, unter Folie oder im Freiland mit vorkultivierten Pflanzen. Paska F 1 hat eine hohe Standardresistenz gegen den echten Mehltau und ist tolerant gegen den Falschen Mehltau und Gurkenmosaik. Bio Saatgut.
  • Printo (Kiepenkerl, TOM-Garten), früheste kältetoleranteste Trendsorte. Die Früchte sind 15 - 17 cm lang, glatt und dunkelgrün. Bei 3 cm Durchmesser ist die optimale Erntereife erreicht. Auch für die Kultur im Kübeln auf der Terrasse geeignet. Minischlangengurke. Veredelt.
  • Qualitas (Bingenheimer Saatgut), Kastengurke. Starkwüchsige, ertragreiche Sorte mit früher und reicher Seitentriebbildung.
  • Rawa F 1, (Pötschke), kurze Früchte in großer Zahl. Ideale Schlangengurke. Mit ca. 18 cm langen, 5 cm dicken Früchten - also die ideale Schlangengurke für den Single-Haushalt. Frühe Erträge und gute Resistenz gegen den Echten Mehltau. Rein weibliche Gewächshausgurke. Diese Gurke ist sehr robust, gut für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Saladin F 1 (Sperli-Müller) bewährte und in der Pflege anspruchsvolle bitterfreie Hausgurke mit exzellenten, leicht gerieften Früchten, die bis zu 36 cm lang werden. Saladin F 1 ist resistent gegen die Gurkenkrätze und bakterielle Blattfleckenkrankheit.
  • Schlangengurken. (Pötschke), der Renner aus Amerika, eine preisgekrönte Salatgurke. (All America Selections Winner).
  • Silor F 1 (A&S, Quedlinburger, Sperli), diese neue, uniforme, 15 - 16 cm lange Mini-Gurke ist ein erfrischender, gesunder Snack und ideal für Schulkinder, als Imbiss im Büro oder beim Grillen. Silor F 1 ist resistent gegen Echten Mehltau, Gurkenkrätze und Gurkenmosaikvirus.
  • Sprint hybrid (Pötschke) Freiland-Salatgurke mit langer Erntezeit und Riesenerträge in gleichbleibender Qualität. Mit Naturextrakten behandeltes Korn. Eine mehltauresistente und weitgehend bitterfreie vorwiegend weibliche Spitzensorte.
  • Stimora Mix (Kiepenkerl). Robuste, ertragreiche Traubengurke zum Einlegen. Viele dunkelgrüne zylindrische Früchte. Bio Saatgut.
  • Sudica F 1 (Pötschke, TOM-Garten). Sie braucht relativ wenig Wärme und den Sommer über keine Heizung. Gewächshaus-Schlangengurke Sudica F 1 bringt lange, kernlose Früchte. Eine rein weibliche bitterfreie Sorte, die resistent gegen Gurkenkrätze und gegen den Echten Mehltau ist. Die dunkelgrünen, ca. 30 - 35 cm langen Früchte sind von makelloser Form. Frühbeet. Diese Gurke ist sehr robust, gut für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Tanja (Kiepenkerl, Pötschke,  TOM-Garten), ideale Salat-Gurke für das Freiland und Kasten. Frei von Bitterstoffen. Die Frucht ist ca. 35 cm lang und dunkelgrün. Biologisches Saatgut. Sonne, Halbschatten.

Nahrung

Gurken - Inhaltsstoffe

Gurken enthalten Vitamin A,B1,B2, C, E, Kieselsäure, Phenolsäuren.

Gurken - Lagerung

Gurken reifen nicht nach. Einlegegurken schnell verarbeiten, nicht abwaschen nach der Ernte, sie verfaulen sonst. Schälgurken ernten, sobald die Schale gelb wird. Sofort verarbeiten. Salatgurken halten sich 1 Woche im Gemüsefach. Die Lagertemperatur darf aber nicht unter 10° sein. Oder Gurken in einen dunklen Keller mit der Stielseite in Wasser stellen, 2/3 der Gurken müssen mit Wasser bedeckt sein. Roh einfrieren, als Schnitzel oder ganz.

Gurken - Zubereitung/ Küche

Mit Senf sind Gurken bekömmlicher.

Der Verbrauch an Salatgurken lag 2003 lt. Lebensmittelfachverband Saar bei 7.36 kg/Person. 2004 betrug der Einkauf je Privathaushalt 7,5 kg.


Heilkunde

Gurken - Volksmedizin

Heilwirkung: Gurken wie auch Zucchini wirken harnsäuretreibend durch ihren hohen Basenüberschuss. Anwendung bei Gicht und Rheuma. Siehe auch Gemüse, Salate - Gurken.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Bitterer Geschmack

SchadbildVorbeugungBekämpfung

besonders in Stielnähe. Die Bittere von Freilandgurken kann mehrere Ursachen haben: Wassermangel, Gießen mit kaltem Wasser, zu kalte Nächte bei sehr warmen Tagen, verschiedene Lichtverhältnisse.

Bitterfreie Sorten aussäen wie Accordia (Rijk Zwaan), Sperlings Mervita, Sprint (Wagner), Tanja (Kiepenkerl). Nur weiblich blühende Gurken nicht mit anderen Sorten zusammenpflanzen, die männliche und weibliche Blüten ausbilden.

Blattfleckenkrankheiten (Bakterienkrankheiten) [Septoria]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Azaleen, Bunte Margeriten. Septoria azaleae. Nur an Azaleen. Auf den Blättern entstehen gelbe bis schwarze Flecken, die schließlich zur Austrocknung und zum Blattfall führen. Weiterverbreitung auf andere Pflanzenteile möglich.

Blutweiderich: Dunkle, schwarze, scharfumrandete Flecken auf beiden Seiten. Blätter werden braun und vertrocknen. Häufiger Regen und hohe Bodenfeuchtigkeit begünstigen die Krankheit. Pflanzen vernichten.

Dahlie. Entyloma. Regnerisches Wetter fördert den Befall.

Efeu, Rhabarber. Salatrauke. Xanthomonas campestris. Diese Krankheit wird durch Bodenbakterien verursacht und ist nicht heilbar. Flecken auf den Blättern, danach Absterben. Regenwetter begünstigt die Infektion.

Gurken. Pseudomonas lachrymans. Bakterienbefall. Übertragung über Samen und Boden auf Gurken, Kürbisse, Melonen und Zucchini.- An Blättern eckige, bräunliche, wässrige Flecke. Unterseite Schleimbildung. Flecken verdorren und fallen aus, es entstehen überall Löcher. Später Übertragung auf die Früchte. Junge Gurken schrumpfen, ältere haben erst grüne, dann braune Flecken, aber rund.

Hebe, Strauchveronika. Blattfleckenkrankheit, Pilzbefall. Blätter bekommen Flecken, sie faulen oder trocknen ein.

Herbstchrysanthemen. Herbstmargeriten. Septoria chrysanthemella und obesa.  Pilzkrankheit.  Zunächst werden die unteren Blätter im Spätfrühling infiziert.  Es entstehen dunkle Flecken, die die Sporen entwickeln.  Oft sterben die Blätter ab.  Feuchtigkeit fördert die Infektion.  Überwinterung des Pilzes im Boden oder auf den abgestorbenen Blättern.  Die großblumigen Sorten sind besonders gefährdet.

Knollen und Rüben: Blauschwarze Verfärbungen an Knollen und Rüben. Vernichten.

Löwenmäulchen. Phyllosticta antirrhini.  Diese Pilzkrankheit wird durch Feuchtigkeit gefördert.  Bräunliche Flecken mit Rand, später hell, auf Blättern, Samenkapseln und Stängeln.  In der Mitte winzige kleine Pünktchen. Blätter werden trocken,  die Samenkapseln braun.

Oleander. Phlox. Rote Beete. Ascochyta-Blattfleckenkrankheit. Pilzkrankheit. Blätter und Triebe werden gelb und sterben ab. Tritt besonders häufig auf, wenn der Boden schwer und übermäßig feucht ist. Pilzkrankheit, begünstigt durch Feuchtigkeit. Auf den Blättern erscheinen runde, rotblaue Flecken, in der Mitte aufgehellt.

Orchideen, Strauchmargerite,Veilchen. Helle Flecken auf den Blättern. Flecken durch Pilzinfektionen.

Petersilie. Septoria petroselini. Pilzinfektion. Braune oder graue Flecken auf Blättern und Stängeln, später schwarze Punkte, in denen die Fruchtkörper sind. Geschwächte Pflanzen (Wurzelläuse!) werden besonders oft heimgesucht.

Ritterstern. Pilzkrankheit, die auch die Blutblume befällt.  Kleine rote Flecken auf den Blättern mit gelbem, durchsichtigen Rand.  Sie fließen später rotbraun ineinander über,  das umgebende Gewebe trocknet ein.  Oder die Flecken sind durchscheinend mit rotem Rand.  Das befallene Blatt trocknet ein und fällt ab.

Scheinspiere. Bei Befall müssen die Blattunterseiten abgespritzt werden.

Sellerie. Septoria apiicola. Pilzkrankheit. Die Sporen überwintern auf Blattresten und Wurzeln. Feuchtigkeit begünstigt Ausbreitung. Ähnliche Krankheit befällt auch Tomaten.- Ab Juni Flecken auf Blättern und Stängeln, hell bis braun, mit dunkler Umrandung. Die Blätter trocknen ein, sterben ab. Beginn auf älteren Blättern. Kräuselung. Knolle wächst langsamer.

Sommerastern. Runde, braune bis dunkelbraune Flecken auf den Blättern der Winterastern, die später zusammenfließen, Blätter fallen ab.  Auf diesen Flecken entstehen die Sporen. Die bodennahen Blätter werden schon im Sommer befallen.  Pilz überwintert auf der Pflanze und im Boden.  Nässe fördert Verbreitung.

Stiefmütterchen. Vernichten.

Tomaten. Befall durch den Pilz Septoria lycopersici. Blätter zeigen große, helle oder dunklere Flecke mit schwarzen Punkten. Später vertrocknen die Blätter. Wachstum der Früchte bleibt zurück.

Veilchen. Helle Flecken auf den Blättern.

Winterastern. Runde, braune bis dunkelbraune Flecken auf den Blättern der Winterastern, die später zusammenfließen, Blätter fallen ab. Auf diesen Flecken entstehen die Sporen. Die bodennahen Blätter werden schon im Sommer befallen. Pilz überwintert auf der Pflanze und im Boden. Nässe fördert Verbreitung.

Yucca. Blattfleckenkrankheit entsteht.  Sie beginnt mit kleinen Flecken auf den älteren Blättern, die sich im Laufe der Zeit chlorotisch, später dann deutlich braun verfärben.  Sie sind nicht länger als 7 mm.  Nach etwa 4 Monaten treten im Innern der Flecken schwarze Pilzfruchtkörper auf mit einer Einzelgröße von 0,2 - 0,2 mm (Conothyrium concentricum oder auch Leptosphaeria obtusispora).

Zinnien. Alternaria zinniae.  Pilzbefall an Blättern und Blüten, dadurch kann über den Samen die Krankheit verschleppt werden.  Feuchtes Wetter begünstigt den Befall. - An den Blättern graubraune Flecken, die purpurfarben umsäumt sind.  Die unteren Blätter sind oft vollkommen befallen, so daß die Pflanze eingeht.
 

Azaleen. Stauende Nässe oder Trockenheit vermeiden, nicht an lichtarmen Stellen pflanzen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Sortenwahl.  Schachtelhalm- und Algenpräparate spritzen.

Dahlie. Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Neudovital.

Efeu. Gute Pflege, düngen evt. etwas Bittersalz dem Gießwasser beifügen. (1 Eßlöffel/10 l Wasser). 

Gurken. Befallenes vernichten. Kupfermittel spritzen, mehrmals, bringt allenfalls Stillstand. Nach Jahren erst wieder Gurkenbepflanzung möglich. Kupfermittel sind im Garten verboten.

Hebe, Strauchveronika. Befallenes vernichten. Als letztes Mittel Kupferspritzungen, sie sind aber im Garten nicht erlaubt.

Kastanie. Mit Kompost regelmäßig düngen, zusätzlich etwas Kali. Bei Trockenheit wässern. Boden mulchen. 

Petersilie. Resistente Sorten wählen wie Clivie, Grüne Perle, Mosskrause. Lange gärtnerische Erfahrung zeigt, dass selbst gewonnenes Saatgut aus gesunden Pflanzen besonders widerstandsfähig ist. Keine Hybrid-Sorten dazu verwenden. Im Winter die für Vermehrung ausgesuchten Pflanzen mit Fichtenreisig schützen.

Oleander. Durch Dach gegen Regen schützen.                   

Riga (Sperli) ist tolerant. Nicht stickstoffbetont düngen. Kulturvoraussetzungen beachten. Pflanzenstärkungsmittel. Harmonisch düngen, nicht stickstoffbetont. Pflanzabstände einhalten.

Rote Bete. Weite Fruchtfolge.       

Sellerie. Sortenwahl: Bergers weiße Kugel (Hild, Maubaux), Dolvi (N&G, Pötschke,auch resistent gegen Rost und Schorf), Ortho (Keller) und Regent sind resistent, Ibis (Bingenheimer) ist tolerant. Samen mit Wasser 50° 30 Minuten lang beizen. Mischkultur mit Blumenkohl, Buschbohnen, Gurken, Kopfsalat, Möhren oder Tomaten. Fruchtfolge 4 Jahre beachten. Nicht kalt gießen. Bei feuchtem Wetter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe oder Zwiebel-Knoblauchtee auf Pflanzen und Boden spritzen. Zwiebelschalentee spritzen. Brennesselkaltwasserauszug in die Herzen spritzen. Kali- und stickstoffbetonten Kopfdünger geben. Niemals auf die Blätter gießen.

Tomaten. Saatgut beizen mit Heißwasser (ca. 50°, 30 Minuten). Wöchentliche Magermilchspritzungen. Pflanzenpflegemittel wie Schachtelhalmbrühe auf den Boden und die Pflanze spritzen. Vor allem bei regnerischem Wetter oft wiederholen. Zwiebelschalentee oder Baldrianverdünnung spritzen. Mehrere Jahre Anbau auf derselben Stelle aussetzen. Mischkultur mit Knoblauch, Kohl, Petersilie, Ringelblumen. Dach gegen Regen installieren. Suso + Concorde + Sweet Million (Sperli) sind resistent.

 

Blutweiderich. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Samen von infizierten Pflanzen nicht verwenden. Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Neudovital.

Gurken. Kulturabstand von drei Jahren beachten. Samen beizen mit Knoblauch oder mit Warmwasser. Salatgurken Flamingo F 1 (Ahrens & Sieberz, Sperli) und Saladin (Sperli) sind resistent, ebenso Schlangengurken Sudica F 1(Kiepenkerl). Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent.

Hebe, Strauchveronika. Hohe Luftfeuchtigeit vermeiden, nur morgens gießen, nie über die Blätter. Nicht stickstoffbetont düngen. Stauende Nässe und Lichtmangel, aber auch Austrocknen des Ballens vermeiden. Pflanzenstärkungsmittel spritzen.

Petersilie. Resistente Sorten wählen wie Clivi, Grüne Perle, Mooskrause. Lange gärtnerische Erfahrung zeigt, dass selbst gewonnenes Saatgut aus gesunden Pflanzen besonders widerstandsfähig ist. Keine Hybrid-Sorten dazu verwenden. Im Winter die für Vermehrung ausgesuchten Pflanzen mit Fichtenreisig schützen.

Rote Bete. Meist harmlos. Deshalb keine Bekämpfung notwendig. Im Herbst alle Pflanzenreste vernichten.             

Petersilie, Oleander. Radikaler Rückschnitt.

Blattränder gelb

SchadbildVorbeugungBekämpfung

(von Artikel: Gurken)

Molybdänmangel. Präparate mit Spurenelementen einsetzen

Bohnenfliegen/Wurzelfliegen

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Bohnen, Gurken. Delia platura syn. Delia liturata. Hylemya platura.

 

Bohnen, Gurken. Niempreßkuchen. Befallene Bohnen vernichten. Sie schädigen besonders auflaufende Saaten.

Bohnen, Gurken. Nicht nach Kartoffeln, Kohl, Salat und Spinat anbauen. Mischkultur Tomaten und Bohnenkraut. Kein frischer Kompost oder Mist. Boden gut lockern, dann 10 - 14 Tage warten bis Aussaat. Samen beizen und vorkeimen, damit der Keimling möglichst schnell die Oberfläche erreicht. Nicht vor den Eisheiligen aussäen, abwarten, bis der Boden erwärmt ist. Bohnenkraut gleichzeitig mitsäen, irritiert die Fliege. Bio Gemüsestreumittel. Gemüsenetz sofort nach Aussaat. Saatbeize 5 Stunden lang mit unverdünntem Kamillentee.

Brennfleckenkrankheit [Colletotrichum. Ascochyta fabae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Alpenveilchen, Bechermalven, Bohnen, Erbsen, Gummibaum, Gurken, Melonen, Puffbohnen. Pflanzen verbrennen, mehrjährige Anbaupause. Dunkelbraune, verbrannt aussehende Flecken auf den Blättern, die jungen Blätter wachsen wie verbogen. Die kleinen nachwachsenden Stängel sind vertrocknet.

Schwarze Verfärbungen an den Bechern und Gliedern.

Colletotrichum. Braune, schwarzrandige, eingesunkene Flecken an Blättern, Früchten, Hülsen, Stielen, auch der Keimling kann befallen sein. Später erscheinen die rosafarbenen Sporen, bei starkem Befall fallen die Blätter ab. Der Pilz infiziert auch den Samen. Buschbohnen sind besonders gefährdet. Feuchtes Wetter fördert die Ausbreitung, Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode. - Gurken und Melonen können ebenfalls befallen werden, weniger oft Erbsen.- Wachsbohnen werden besonders stark befallen.

Pilzbefall vor allem am Gummibaum. An den Blatträndern sind bräunliche Flecke mit noch dunklerer Umrandung zu sehen.Auf allen Pflanzenteilen sind runde oder längliche Flecken zu sehen. Sie sind graubraun und eingesunken. Feuchte und kühle Witterung begünstigt diese Pilzkrankheit.- Erbsen und Buschbohnen können auch befallen werden

Pflanzen verbrennen, mehrjährige Anbaupause.

 

 

Nässe und zu hohe Temperaturen am Standort vermeiden.

Samen nur von gesunden Pflanzen. Bohnen auf Flecken untersuchen. Beizen mit Wasserglas 10 Min. Fruchtfolge einhalten. Buschbohnen Admires (Bakker, N&G), Aiguillon (Baumaux, Keller), Annabel, Calima (Allerleirauh, Keller), Delinel (Baldur) + Caruso (Baumaux), Cobra (Pötschke), Cupidon (Keller), Duplika (Kiepenkerl), Flevoro (Kiepenkerl, Pötschke), Golddukat (Ahrens & Sieberz, N&G), Ferrari (Baldur), Green Arrow (Sperli), Jubila (N&G), Marion (Allerleirauh), Milagrow, Modus (Pötschke), Montano (Bakker, Sperli), Nassau (Baldur), Duplica, Flevoro, Juvina (tolerant), Negra, Princessa , Scuba, Telstar (Kiepenkerl) Prinzessa + Scuba (Pötschke), Scuba (Kiepenkerl), Sigma + Sixta + Valdor (Sperli) und Telstar (Kiepenkerl) sind resistent, ebenso die Feuerbohne Mergoles (Bakker, N&G) und die Stangenbohnen Cobra (Kiepenkerl), Marga (Hild, Pötschke), Quedlinburger Speck (Bingen) und Tamara (Hild). Buschbohnen Butterzart (Bingen) sind wenig anfällig. Schachtelhalmspritzungen.

Markerbsen Ator sind tolerant. Mindestens 5 Jahre bis zum nächsten Anbau warten.

Gem. Pflegeanleitung düngen, nicht stickstoffbetont. Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Temperaturbedingungen einhalten. Große Schwankungen vermeiden.

Sortenwahl. Weite Pflanzabstände. Fruchtfolge beachten.

Echter Mehltau

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Allgemein: Auf der Blattoberseite weißgraue Flecken, sie fließen zusammen, oft beidseitig. Blätter werden braun, sterben ab.

 

Apfelbäume. Weißer Belag auf Oberseite der Blätter, an jungen Trieben und Blüten. Blätter rollen sich ein, werden braun, fallen ab. Der Pilz überwintert auf Knospen und jungen Trieben. Landsberger Renette, Jonathan, Berlepsch, Boskoop, Cox Orange, Elstar°, Goldparmäne, Gravensteiner, Ingrid Marie, Jonagold, Jonathan, weißer Klarapfel, Landsberger, Lombarts Calvill, Oldenburg, Ontario, Idared, Starks Earliest sind besonders gefährdet. Alkmene, Danziger Kantapfel, Freiherr von Berlepsch, Dülmener Rosenapfel, Elstar°, James Grieve, Katija Balsgaard, Manga Super, Mc Intosh Rogers, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Reglindis, Relinda, Renora, Retina, Rewena, Remo und Rubinette sind wenig empfindlich. Reanda, Remo und Resi sind resistent. - Vermehrt sich von Frühling bis Herbst, besonders Mai/Juni, vor allem bei warmem und schwülem Klima, aber auch bei trockenem Wetter und trockenen Lagen. Befallene Früchte zeigen bräunliche Netze im Herbst. Dauerfrost von -10 - 15° vernichtet das Pilzgeflecht, milde Winter verringern die Resistenz. Der Pilz kann sich nur auf lebendem Gewebe vermehren. Er tritt nur an Apfel auf. °Unterschiedliche Angaben.

Aprikosen. Sphaerotheca pannosa. Blätter und Triebe sind auf der Oberseite weiß; schwülwarmes Wetter begünstigt.

Begonien. Oidium begoniae. Weißlich-mehliger Belag an beiden Seiten der Blätter, an Blütenstängeln, Stielen und Blüten. Pflanzen sterben ab. Ausbreitung bei trockenem Wetter.

Erbsen. Blattoberseite mit mehlartigem Belag, manchmal auch Unterseite. Abwaschbar. Blätter werden braun und sterben ab. Sporenlager, erst gelb, dann schwarz. Die Hülsen sind dunkel gesprenkelt. Besonders gefährdet 6 - 7 bei trockener und warmer Witterung. Überwinterung als Myzel und Sporen auf Unkraut und Pflanzenresten. Herbstanbau in manchen Gebieten besonders gefährdet.

Erdbeeren. Sphaerotheca macularis. Beidseitiger weißer Belag an den Blättern, Blätter rötlich und eingerollt. Auch Blüten und Früchte zeigen den Belag. Vor allem Gefahr bei trockenem Wetter.

Feldsalat. Erysiphe ssp. Weißlicher Pilzrasen, der sich schnell auf den Blättern ausbreitet, vor allem unter Glas. Bei sonniger, trockener Witterung wird er gefördert.

Gurken. Erysiphe cichoracearum. Sphaerotheca fuliginea.Ober-, manchmal auch Unterseiten der Blätter haben Flecken, dann ist die ganze Blattfläche mehlartig belegt. Blätter verbräunen und vertrocknen, fallen ab. Blüten, Früchte und Stängel können auch befallen werden, ebenso Kürbis und Melone. Vor allem bei warmem, trockenem Wetter. Überwinterung als Myzel und Sporen an Gurkenresten und Unkraut. Widerstandsfähig ist die Sorte Sudica.

Kornblume, Flockenblume. Bei falscher Standortwahl kann es z.B. zum Befall des echten Mehltaus kommen.

Rosen. Spaerotheca pannosa var. rosae. Feuchte Witterung mit über 20°, nächtlicher Tau und Temperaturschwankungen begünstigen die Krankheit, ebenso windstille Ecken. Alle jungen Pflanzenteile werden befallen und zeigen den typischen weißen, abwaschbaren Belag auf beiden Seiten. Die Triebspitzen verlieren ihre Form, sterben ab, die rötlichen Blätter sind nach oben gefaltet und fallen ab. Überwinterung als Myzel und in Sporenbehältern an den befallenen Trieben.

Weinreben. Uncinula necator. Schon kurz nach dem Austrieb werden die Reben befallen, da der Pilz in Knospen und Trieben überwintert. Gefährdetster Monat ist der Juni bei feucht-warmem, wechselndem Wetter. Aber auch schon früher beginnt die Neuinfektion, der Pilz wächst bereits bei Temperaturen von 5° und beginnt mit der Sporenproduktion bei trockenem und auch feuchtem Wetter.- Die jungen Blätter kräuseln sich, dann bedeckt der Pilzrasen beide Seiten der Blattflächen. Er ist grau bis braun verfärbt. Schließlich welken die Blätter und fallen ab. Auch die Triebe und Früchte werden befallen; die Beeren platzen auf, die Kerne quellen heraus. Dadurch entstehen Anschlußinfektionen. Befallene Rinde reißt auf, verliert den Glanz. - Besonders gefährdet sind Weinreben vor Hauswänden.

Rotdorn. Der Belag kann sich auch auf die Triebe ausdehnen. Zum Herbst werden kugelige Dauersporen gebildet.

 

Apfelbäume. Resistente Sorten wählen wie Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz), Reglindis, Remo, Resi, Rewena. Gerlinde und Retina sind wenig anfällig. Triebspitzen abschneiden. Beim Winterschnitt befallene Triebe abschneiden. Sie sind leicht gestaucht, haben hellgraue, bepuderte Triebspitzen und auffallend kleine Knospen. Bis zum Triebabschluß jede Woche durchsehen. Ältere Blätter werden meistens resistent. Baumscheiben lockern. Stickstoffdünger reduzieren. ENVIRepel. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen. Milsana. Myco-Sin. Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - Obstbäume nicht in die Nähe von Komposthaufen pflanzen, Nährstoffüberangebot kann zu Mängeln führen. Auch resistente Sorten werden gelegentlich an Wasser- oder Wurzelschossen infiziert.

Aprikosen. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Begonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Eisenkraut. Mehltauresistente Pflanzen wählen, z.B. 'Lanai Purple'.

Erbsen. Markana (Markerbse, Sperli) und Delikata + Novelia + Profita + Vitara (Kiepenkerl) sind hochgradig tolerant. Ambassador, Solist. Vitara (Baldur) ist resistent. Frühjahrsanbau, resistente Sorten wählen (Zuckererbse Zuccola, Kiepenkerl, Pötschke) sind tolerant. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Boden mulchen. Neudovital 1% mehrmals spritzen. BioBlatt-Mehltaumittel 0,15% im wöchentlichen Abstand spritzen. Schachtelhalmspritzungen. Knoblauchspritzungen.

Erdbeeren. Elvira HZ und Lambada HZ sind anfällig.

Feldsalat. Wechsel zwischen Austrocknen und Befeuchten vermeiden. Boden gleichmäßig feucht halten. Die Pflanzen müssen aber abends abgetrocknet sein. Das gilt besonders für Unter-Glas-Anbau. Sachalin-Knöterich (Milsana), Neudovital. BioBlatt Mehltaumittel. Elot-Vis. - Vit ist resistent.

Goldrute. Früh genug teilen, nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Boden mit Kompost anreichern vor dem Auspflanzen. Basilikum und Schnittlauch wehren ab. Pflanzabstand einhalten, stickstoffarm düngen. Schachtelhalmbrühe ist wenig wirksam. Resistente Sorten verwenden:Salatgurken: Adrian (Sperli), Bella + Bellissima (Hild), Cordoba F 1, Futura F1, Hayat F 1. Flamingo F 1 (hochtolerant: Ahrens & Sieberz, Sperli), Highmark II (Baldur, Pötschke), Paska (Hild), Sprint (resistent, Pötschke), Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl), und Tanja (Baldur) sind tolerant, Rawa + Sudica (Schlangengurke, Pötschke) von guter Resistenz.Schälgurke: Klaro (Ahrens & Sieberz).Einlegegurken: Anka F 1 (Bakker), auch gegen Viruskrankheit), Bimbostar (Ahrens & Sieberz, Pötschke, Sperli), Capra (Hild), Colet (Pötschke), Conny (Baldur), Cubella F 1(Ahrens & Sieberz, Sperli), Naf (Pötschke), Passandra (Baldur), Profi + Serena (Hild), Stimora (Hild, Keller, Pötschke), Tomara F 1; Libelle F 1 (N&G, Ahrens & Sieberz) ist tolerant.Schlangengurke: Corona (verträgt auch etwas niedrigere Temperaturen), Euphya (Gew.-Hausgurke, Pötschke), Hayat (Gw.-Haus-Gurke, Sperli), Kalunga F1 (Baldur) und Sudica (Schlangengurke, Green & Easy, Pötschke). Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent.Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) sind umfassend resistent.Boden lockern, Abstände einhalten. Gesteinsmehl. Brennesseljauche. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Knoblauchtee spritzen. Basilikum in Mischkultur. Sachalin-Staudenknöterich. Milchspritzungen. Sojaöl-Spritzungen. Neudovital. Bio-Blattmehltaumittel (Lecithin) alle Woche. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Elot-Vis. Mulchen.

Herbstastern. Glattblattastern (Aster novi-belgii) und Myrtenastern sind anfälliger, die Raublattastern (Aster novae-angliae) werden kaum befallen. Ausreichend Nährstoffe, (mit wenig Stickstoff) und Wasser bereitstellen, Boden bedecken, mulchen. BioBlatt Mehltaumittel, ENVIRepel, Neudovital, Vitanal.

Herbstchrysanthemen, Lupinen. Mehltauresistente Sorten anbauen. Boden bedecken, mulchen.

Knollenbegonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Kornblume. Genügend Abstand halten.

Neuseeländer Spinat. Weite Pflanzabstände. ENVIRepel. Vitanal.

Pfirsichbäume. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen.(Kernechter vom Vorgebirge). Nicht stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Phlox. Vormittags gießen, nur an die Wurzeln. Nährstoffreicher, humoser, lockerer, feuchter Boden. Im Sommer regelmäßig düngen und wässern. Bei Kaliummangel für Ausgleich sorgen, siehe unter 'Nährstoffmangel'.

Ringelblume. Nicht zu dicht pflanzen. Prinzess Orange hat hohe Widerstandskraft.

Rittersporn. Sortenwahl. Die Försterzüchtungen gelten als mehltauresistent und besonders standfest und robust. Pflanzabstände einhalten. Nicht stickstoffbetont düngen. Genügend wässern und düngen. Ggf. den Standort wechseln. Neudovital.

Rosen. Ggf. bei Kalkmangel Algenkalk oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Brennesseljauche gießen. Algan 0,3%, Beinwell-Pflanzenstärkungsmittel, Bicos, Biofa Pilzvorsorge, Bion, Biospray, Biplantol, Myco-Sin, Neudovital Rosen-Pilzschutz, Phytovital spritzen. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Sortenwahl: Nur Rosen mit hartem Laub wählen. Resistente Teerosen: Gloria Dei, Inspiration, Königin der Rosen, Kordes Perfecta, Leonardo da Vinci, Mainzer Fastnacht, Marlena, Queen Elizabeth, Super. Beetrosen: Crescendo, Edelweiß, Goldtopas, Lisa, Meteor, Rigo-Rosen, Schweizer Gruß, Tequila 2003. Bodendecker: Heidetraum. Kletterrose: Kir Royal. Ramblerrose Ghislaine de Feligonde ist relativ immun. - Keine stickstoffbetonte Düngung, ab M 7 überhaupt kein Stickstoff mehr. Jegliche Überdüngung sowie kalte, nasse Böden und Schatten vermeiden. Boden feucht halten (Mulchen). ENVIRepel. Spritzen mit Schachtelhalmtee während der gesamten Wuchsperiode. Triebspitzen im Herbst abschneiden und vernichten. Ausreichend wässern, luftigen und sonnigen Platz wählen, damit Regen sofort abtrocknet. Sachalin-Staudenknöterich, Mr. Evergreen Rosen, Neudovital. Knoblauch, Schnittlauch, Tagetes, Thymian oder Zwiebeln als Untersaat anpflanzen. Kali unterstützt die Abwehr in günstiger Weise. Spritzen mit Rhabarberblättertee oder Kanadischer Goldrute, Oscorna-Bio-S. Brennesseljauche gießen. Kletterrosen an Pergolen usw. quer zur Hauptwindrichtung pflanzen. Sojaöl-Spritzungen. Niem. Mehltau-Kombipack. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz. Moosextrakt, Lebermooser.

Sonnenblumen. Ausreichend wässern, nicht die Blätter einnässen.

Tomaten. Stabtomate Phantasia F 1 und Kirschtomate Philovita sollen resistent sein.

Usambaraveilchen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Lüften, wann immer möglich.

Weinreben. Sortenwahl w e i ß : Bianca (Pötschke), Excelsior (Häberli), Fresco (Häberli), Gelbe Phönix (widerstandsfähig, Ahrens & Sieberz, Baldur), Glenora (Schmidt), Golden Niagara (Fenzl), Gustoso (Häberli), Märzling, Sirius, Theresa, Venus (Ahrens & Sieberz) sowie blau: Blaue Paradiestraube (Ahrens & Sieberz), Blue Niagara (Fenzl), Boscoso (Häberli), Fiorito (Häberli), Gustoso (Häberli), Königliche Esther, Magliasina (Häberli), Muscat Bleu (Häberli), Rondo (Schmidt) und Solara (Baldur) sind resistent, Regent (Ahrens & Sieberz, Häberli) ist widerstandsfähig. Keine stickstoffbetonte Düngung, aber reichlich Kompost. Mulchen. Sortenwahl ist wichtig. Schachtelhalmbrühe mehrmals spritzen. Kanarische Goldrute. Sachalin-Staudenknöterich. Rhabarberblättertee. Moosextrakt. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Zur Vorbeugung reinen Schwefel in offenen, waagerechten Röhren in den Weinstock hängen. Lebermooser. Verdünnte Milch/Molke spritzen.

Zucchini. Ambassador F 1 und Dandoo F1(Baldur) sind resistent.

Allgemein: Netz Schwefelit

 

Apfelbäume. Lichte Krone, jährlicher Schnitt. Netzschwefel. Niedrig dosierter Netzschwefel + Schachtelhalmtee bei schwefelempfindlichen Sorten (Berlepsch und Golden Delicious) in kurzen Abständen. Befallene Teile sofort abschneiden. Spätestens beim Winterschnitt alle befallenen Triebe abschneiden. BioBlatt Mehltaumittel. Netz Schwefelit..

Aprikosen. Neuseeländer Spinat, Ringelblume, Rittersport, Niem.

Begonien, Knollenbegonien, Pfirsichbäume. Knoblauchtee, BioBlatt Mehltaumittel; Netzschwefel. Befallenes vernichten.

Eisenkraut, Verbenen. Schwefelmittel mehrmals widerholen, max. 6x, aber nicht bei sonnigem Wetter. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Befallenes vernichten.

Erdbeeren. Befallenes entfernen und vernichten. Niem + Natron. Lecithin.

Goldrute. Befallenes früh genug herausschneiden und anschließend spritzen. Bei dichtem Stand zusätzlich auslichten und Stängel vernichten.

Gurken. Netzschwefel, aber nicht bei sonnigem Wetter. Milchspritzungen. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Sojaölspritzungen. Befallenes Kraut vernichten. Befall nach Mi 7: Nur befallene Pflanzen vernichten, da Vegetationszeit zuende. Moosextrakt. Pechnelkenextrakt. Lebermooser. Mischung aus Basilikum und Schachtelhalm sprühen. Milchwasser (2 l/10 l).

Herbstastern. Netzschwefelspritzungen. Niem + Natron. Glattblattastern erhalten im Frühjahr etwas Kalk. Alle Triebe abschneiden und vernichten.

Jungfer im Grünen. Bei später Infektion ausreißen und neu einsäen.

Kornblume. Knoblauchtee, Schachtelhalm-, Rainfarntee. Schwefelspritzung, Niem. Sämtliche Triebe abschneiden und vernichten.

Rosen. Wichtig ist bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Befallene Teile abschneiden und vernichten. Schachtelhalmbrühe mit Netzschwefel spritzen, ab Juni dreimal im Abstand von drei Wochen. BioBlatt-Mehltaumittel in regelmäßigen Abständen spritzen. Sojaöl-Spritzungen. Olivenöl 1%. Natronlösung. Befallene Rosen im Herbst stark zurückschneiden und das erkrankte Laub vernichten. Mehltau-Kombipack. Moosextrakt. Lebermooser. Neudovital. Vi-Care. Compo

Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser.

Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel 0,2% (Vorsicht, Verbrennungen möglich) in kurzen Abständen. Mit 0,5% Wasserglas ggf. verstärken. Nicht bei Sonne spritzen. Moosextrakt, Natron oder verdünnte Milch spritzen. Befallenes schon im Mai bis zurück zum Leitast entfernen. Blätter vernichten. Rebstock nicht düngen, allenfalls etwas Rindenkompost. Niem, Lebermooser. Cueva Wein-Pilzschutz (Umweltschonend, aber etwas gefährlich) nach der Blüte und wenn die Trauben erbsengroß sind. Netz Schwefelit WG. Neudovital.Mehltau, echter

Zucchini. Meistens erst am Jahresende, dann die Pflanze vernichten. Spritzungen mit Milch-Wasser (2 l /10 l). Schachtelhalmtee. BioBlattmehltaumittel.

Einbrennen

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Gurken. Triebspitze bei Gewächshausgurken stirbt ab, die oberen Blätter rollen sich ein. Ursache ist eine Störung der Wasserversorgung, bedingt durch übermäßige Düngung oder zu warme und trockene Luft. Schneller Witterungswechsel von kühl zu warm kann ebenfalls das Einbrennen hervorrufen.

Triebspitze abschneiden und den nächsten Seitentrieb als Ersatz nach oben binden.

Immer lüften bei Sonnenschein. Regelmäßig und ausreichend düngen und wässern.

Falscher Mehltau [Peronosporales]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Befall: Brombeeren, Feldsalat, Gänsekresse, Goldmohn, Gurken, Knoblauch, Kohl, Kohl-Kohlrabi, Kornblume, Levkojen, Mangold, Mohn, Primeln, Puffbohnen, Rosen, Salat, Salat-Bindesalat, Salatrauke, Schleifenblume, Sommerastern, Spinat, Strohblumen, Weinreben, Zwiebeln.

Brombeeren, Goldmohn, Kornblume, Mohn, Puffbohnen, Salatrauke, Schleifenblume, Sommerastern. Auf der Blattoberseite weißgelbe Flecken, Unterseite weißgrauer Belag. Mit Stachelbesatz möglich. Peronospora sparsa, Mycosphaerelle.

Feldsalat. Peronospora valerianellae. Mehlige Punkte durch den Pilzbefall, dann Ausbreitung des weißgrauen Belags auf beiden Seiten. Verfärbung unterseits bis ins Violette, oberseits bis ins Schwarze.  Pflanzen verwelken und vertrocknen schließlich.  Feuchte und kühle Witterung beschleunigen den Befall.

Gänsekresse. Schmutzigweißer Belag auf der Blattunterseite.

Gurken. Pseudoperonospora cubensis. Auf Blattoberseite erst gelbe, dann braune, eckige Flecken, oft begrenzt von Blattadern. Unterseite Pilzbelag weiß-braun, rötlich-braun, flockenförmig. Blätter faulen. Bei lang anhaltender Feuchtigkeit wird Befall begünstigt. Beginn des Befalls meist im Spätsommer. In wenigen Tagen kann die Pflanze eingehen.

Kohl, Kohl-Kohlrabi. Peronospora brassicae. Befällt vor allem Setzlinge (Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi). Blattoberseite weiß-gelbe Flecken, Unterseite heller Pilzrasen. Blätter sterben z.T. ab. Gefährdung 3 - 5.

Levkojen. Befallene Pflanzen, die mit einem weißgrauen Belag bedeckt sind, müssen vernichtet werden.

Mangold. Peronospora farinosa. Helle Flecken auf der Blattoberseite mit Blattwölbung, Unterseite dunkelgrau oder grauviolett. Wird durch Kälte und Nässe begünstigt, Infektion beginnt mit dem vierten Blatt. Pilz überwintert am Blatt.

Primeln. Ursache oft lange Regenzeiten oder Bewässerung auf die Blätter. Teppichprimeln sind vorzugsweise betroffen.

Rosen. Pseudoperonospora sparsa. Feuchtwarmes Wetter und Temperaturschwankungen begünstigen. Auf Blattunterseite weißer Belag, danach auf der Oberseite bunte Flecken. Blätter trocknen ein, danach Blattfall.Übertragung von kranken Trieben und Blättern.

Salat, Salat-Bindesalat. Bremia lactucae. In feuchten, warmen Jahren Infektion über den Boden. Gelblich-braune Flecken auf den Blättern zwischen den Blattadern, die später eintrocknen. Unter den Blättern weißer oder brauner Pilzrasen. Fäulnis. Besonders die äußeren Blätter werden befallen. 5 - 10 besonders gefährlich. Überwinterung als Dauersporen im Boden. Verschiedene Rassen. Besonders gefährdet ist Gewächshaussalat.

Spinat. Peronospora farinosa. Siehe Mangold. Helle Auftreibungen oben und grauer bis violetter Schimmel an Blattunterseite, besonders bei nasser, kalter oder feuchtwarmer Witterung. Erst das vierte Blatt wird infiziert. Überwinterung am Winterspinat. Es gibt mehrere Rassen. Verbreitung durch Wind und Regen.

Strohblumen. Schimmelbelag auf den Unterseiten der Blätter.

Weinreben. Plasmopara viticola. Die überwinternden Sporen infizieren bei Feuchtigkeit Blätter und Beeren, Gefährdung Frühjahr - August. Beginnt mit blaßgelben, später bräunlichen "Ölflecken" auf der Blattoberseite, auf der Unterseite bildet sich ein weißer Rasen. Laub ("Blattsterben") und Blütenstände sterben ab. Blüten- und Nachblüteninfektionen bewirken Eintrocknen und Abfallen der jungen Beeren. Wächst der Pilz in das Beereninnere, werden diese nur erbsengroß mit blaugrauer Verfärbung (Lederbeeren). Überwinterung auf abgefallenem Laub.

Zwiebeln. Peronospora destructor/schleideni. Grauer bis dunkelgrauer Pilzbefall mit länglichen Flecken auf den Blättern. Der Pilz vermehrt sich besonders bei Nässe und Temperaturen von 15 - 20°. Unterhalb Schimmelrasen. Meistens sterben die Blätter von den Spitzen her ab, die Zwiebel bleibt klein. Infektion vom Boden her bei Porree und Zwiebeln.

Gurken. Keine stickstoffreiche Düngung.  Auf ausreichenden Pflanzabstand achten.  Schachtelhalmbrühe mit 1% Wasserglas spritzen.  ENVIRepel.  Vitanal.  Myco-Sin.  Elot-Vis.  Jungpflanzen mit Brennesseljauche stärken. Einlegegurke Bimbostar (Pötschke) und Cubella F 1(Sperli) sind tolerant,  Conny (Baldur) ist resistent. Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent. - Im Gewächshaus lüften, so oft es möglich ist. Ggf. durch Heizung den Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht verringern.

Kohl. Resistente Sorten wählen,  z.B. Weißkohl Cape Horn (Baumaux).  Weite Fruchtfolge.  Bei Anzucht sofort pikieren und gut abhärten.  Blätter nicht benetzen.  Knoblauchteespritzungen.  ENVIRepel.  Vitanal. Schachtelhalmtee. Neudovital.

Kohlrabi. Siehe Kohl allgemein. Blaro (Baldur, Pötschke) und Folio F 1 sind wenig empfindlich.

Mangold. Pflanzen vereinzeln.  Mit Zwiebel- oder Schachtelhalmbrühe spritzen.  ENVIRepel.  Vitanal. Unkrautbekämpfung,  Boden lockern,  genügend große Abstände einhalten.  Beim Mulchen darauf achten,  daß der Mangold keinen Kontakt mit dem Mulch bekommt.

Rosen. Sortenwahl.  Jährlich schneiden.  Stickstoffbetonte Düngung vermeiden,  feucht halten (mulchen).  Boden lockern.  Über die ganze Vegetationsperiode Schachtelhalmbrühe spritzen,  hin und wieder mit Zusatz von etwas °Kupfer (0,1%).  Mr. Evergreen Rosen.  ENVIRepel.  Myco-Sin.  Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz.  °Kupfer in Gärten nicht mehr erlaubt.

Salat. Fruchtfolge drei Jahre.  Windoffene Lage.  Boden lockern,  keine stickstoffbetonte Düngung,  mulchen. Mischkultur mit Erdbeeren,  Kerbel,  Knoblauch,  Kohlrabi,  Radies,  Zwiebeln.  Resistente Sorten wählen wie Barbarossa,  Barcelona (Eiss. Kiepenkerl),  Cindy,  Dynamite (Kopfs. Kiepenkerl),  Dolly,  Estelle (Kopfs., Kiepenkerl), Fiorella (Kopfs. Kiepenkerl),  Florian,  Mirian,  Novita,  Palmgrau,  Sorayan,  Ultra,  Eissalate Kellys,  Marius,  Merkur und Resi.  Gewächshaus: Diamant,  Dukaat,  Nanda,  Pauvit,  Riant.  Romanasalat Bakito.  Mehrfach mit Schachtelhalmbrühe spritzen.  Pflanzabstand 25 x 25 cm.  Seltener, dafür durchdringend gießen - morgens.  Im Gewächshaus lüften,  so oft möglich.  Windoffene Lagen wählen.  Blätter nicht benetzen.  Abstand einhalten.  Neudovital 1%.  MYCO-SIN.  Elot-Vis.

Salat-Bindesalat. Resistent sind Almadin,  Alminar,  Attico,  Counter (Hild).

Spinat. Nicht überdüngen,  nicht zu eng säen.  Resistent:  Ass F1-Hybride,  Atlanta (Ahrens & Sieberz),  Attica,  Ballett F1 (Kiepenkerl) Bolero,  Califla (Pötschke),  Cherokee (Pötschke),  Correnta,  Dolphin RZ (alle 7 Rassen, auch gegen Gurkenmosaikvirus CMV,  Sperli,  Ahrens & Sieberz),  Estivato (N&G),  Gamma (A+B, Allerleirauh),  Lazio (Gehlsen), Mazurka,  Monnopa (auch gegen Mosaikvirus (Ahrens & Sieberz,  Baldur,  N&G,  Samen-Schmitz, Sperli),  Montaku, Palco (Pötschke),  Polka,  Rico F 1(Sperli),  Spanda,  Sprint,  Sputnik,  Tetona F 1 (Sperli) und Vital usw.  Sharan (Gehlsen).  Mazurka F1-Hybride und Spencer sind wenig anfällig. - ENVIRepel.  Vitanal Myco-Sin.

Strohblumen. Nur wenig wässern,  ggf. vor häufigem Regen schützen.

Weinreben. Sortenwahl w e i ß:  Bianca (Pötschke),  Excelsior (Häberli),  Fresco (Häberli),  Gelbe Phönix (widerstandsfähig,  Ahrens & Sieberz,  Baldur),  Glenora (Schmidt),  Golden Niagara (Fenzl),  Gustoso (Häberli), Märzling,  Sirius,  Theresa,  Venus (Ahrens & Sieberz) sowie blau:  Blaue Paradiestraube (Ahrens & Sieberz),  Blue Niagara (Fenzl),  Boscoso (Häberli),  Fiorito (Häberli),  Gustoso (Häberli),  Königliche Esther,  Magliasina (Häberli), Muscat Bleu (Häberli),  Rondo (Schmidt) und Solara (Baldur) sind resistent,  Regent (Ahrens & Sieberz,  Häberli) ist widerstandsfähig.  Keine stickstoffbetonte Düngung,  aber reichlich Kompost.  Mulchen.  Sortenwahl ist wichtig. Schachtelhalmbrühe mehrmals spritzen.  Kanarische Goldrute.  Sachalin-Staudenknöterich.  Rhabarberblättertee. Moosextrakt.  ENVIRepel.  Vitanal.  Oscorna-Bio-S.  Zur Vorbeugung reinen Schwefel in offenen, waagerechten Röhren in den Weinstock hängen.  Lebermooser.  Verdünnte Milch/Molke spritzen.

Zwiebeln. Fruchtwechsel für 3 Jahre.  Sortenwahl. Zu feuchten Boden vermeiden.  Lockeren Boden vorbereiten.  Nur sonnige Lagen wählen.  Abstände einhalten, keine stickstoffbetonte Düngung.  Majoran (verbessert gleichzeitig die Lagerdauer) und Oregano aussäen.  Mit Schachtelhalmbrühe spritzen,  mit Brennesseljauche die Jungpflanzen angießen.  ENVIRepel.  Vitanal.  MYCO-SIN.

 

Feldsalat. Schachtelhalmtee. Neudovital.

Gänsekresse. Vernichten.

Gurken: Pflanzenreste sorgfältig vernichten.

Mangold. Kranke Pflanzen vernichten.  Bioblatt-Mehltaumittel spritzen alle 7 Tage.

Rosen. Infizierte Triebe herausschneiden und vernichten. Vi-Care.  Compo.

Salat. Kranke Pflanzen vernichten.  Alle 10 Tage mit BioBlatt Mehltaumittel 0,15% spritzen.  Kerbel.

Sommerastern. Krankes vernichten.

Strohblumen.  Befallenes vernichten.

Weinreben. Befallenes vernichten.

Zwiebeln.  Krankes vernichten.

 

Fruchtansätze

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Gurken. Sie werden abgestoßen, sind gelb oder faulen. Meistens im Gewächshaus. Von vornherein nur 4 - 6 Fruchtansätze am Stamm belassen, um die Pflanze nicht zu überfordern.

Gurken. Mulchen, lüften, wann immer möglich. Pflanzenstärkungsmittel einsetzen wie Algan, Neudovital, Schachtelhalm, Niem.

Gurken. Nährstoffmangel bzw. -überdüngung vermeiden.

Gelbe Blätter

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Christusdorn. Ursache: Standortwechsel

Gartenheidelbeeren, amerikanisch deuten auf Stickstoffmangel hin.

Gurken. Nasser Boden oder Nährstoffmangel, Magnesiummangel. Im Hochsommer werden die Blätter gelb, nur die Blattadern bleiben grün. Besonders Gewächshausgurken sind betroffen. Magnesium wird durch ungünstige Bodenverhältnisse (vor allem Kali-Überschuss) festgelegt.

Roseneibisch, Hibiskus bei Topfblumen: Überdüngung, kalkhaltiges Wasser, kranke Wurzeln, trockener Wurzelballen.

Zitrus. Eisenmangel oder Pilzkrankheiten: Dunkle Flecken (Grauschimmel). Blattfall, Absterben von Trieben (Fusarium).

Christusdorn. Schaden wächst sich aus.

Gartenheidelbeeren, amerikanisch. Brennesseljauche gießen und/oder stark verdünnt spritzen, siehe Brennesseljauche. Rhododendrondünger ausstreuen.

Gurken. Wochentliche Blattdüngung mit Bittersalz oder Kieserit 0,5%.

Roseneibisch, Hibiskus. Erneuerung der Erde bei Überdüngung, ggf. tot Wurzeln entfernen. Einhaltung der Pflegehinweise.

Zitrus. Pflanze mit Wasser besprühen, dem eine eisenhaltige Verbindung, z.B. Ferramin, beigemischt ist. Befallenes abschneiden und vernichten.

 

Gurken. Pflanzen auf kleine Erdwälle setzen, damit die Wurzeln nicht faulen. Sofort mit Brennessel-/Beinwelljauche düngen, anschliessend vorsichtig mit Kompost. Boden vor Auspflanzung auflockern mit Sand, grobem Material und Kompost. Algenkalk oder Steinmehl einarbeiten, jedoch auf richtigen pH-Wert achten.

Roseneibisch, Hibiskus. Gleichmäßige Düngung und Wässerung, keine Staunässe, nicht überdüngen, ggf. Wasser entkalken.

Zitrus. Kein kalkhaltiges Gießwasser verwenden. Keine stickstoffbetonte Düngung. Dem Substrat immer Lehm oder Ton zufügen.

 

Grauschimmel [Botrytis cinerea usw.]

Botrytis cinerea u.a., Schwächeparasit.

Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab, danach entstehen große rotbraune Flecken auf Blättern und Früchten. Viele Früchte sehen zuerst glasig aus.

Blätter schrumpfen von der Spitze her. Die Pilze überwintern als Myzel auf abgestorbenen Pflanzen. In warmen, nassen Jahren besonders aktiv.

Es gibt viele Botrytisarten. Befallen werden besonders: Bohnen (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Brombeeren, Erdbeeren (Blüten werden infiziert, Früchte sind grau befallen, werden braun und faulen), Gurken (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Himbeeren, Kopfsalat (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Spargel (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Tomaten (grauer Pilzrasen, danach Fäule. Helle Ringe auf den Früchten), Weintrauben, Zwiebeln; Begonien, Blausterne, Cyclamen (besonders gefährdet), Dahlienblüten, Fuchsien, Geranien, Gladiolenknollen, Herbstzeitlosen, Inkalilie, Kaphyazinten, Kugelamarant, Lilien, Mittagsgold, Narzissen (Narzissenfeuer), Pfingstrosen, (Triebe und Knospen werden welk, Stängel werden unten braun, faulen), Primeln, Rosen, Schneeglöckchen, Staticen, Tigerblumen, Tulpen (Tulpenfeuer), Vergissmeinnicht, Zinnien, Zucchini (die Enden der Früchte werden gelb, sie bleiben dünner als der Stiel-Teil).

Der Pilz befällt vor allem weiche Früchte und Blüten. Grauschimmelfäule an Fichten und Tannen: Junge Triebe hängen herab. An den Nadeln sind graubraune Pilzfäden mit silbergrauen Sporen.

Der Pilz tritt im Freien wie unter Glas auf. Feuchte Luft oder Erde fördern den Befall.

Die Sporen sind überall vorhanden und keimen auch auf gesundem Gewebe. Eindringen können sie erst, wenn das Pflanzengewebe geschwächt oder zu stark gedüngt ist, besonders gern bei Stickstoffüberdüngung (Schwächeparasit).

SchadbildVorbeugungBekämpfung
  • Alpenveilchen. Auf allen Pflanzenteilen faule, nasse Flecken, bei starkem Befall ist auch ein grauer Schimmelschleier zu sehen.
  • Basilikum, Begonien, Besenheide, Blauglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Dahlien, Erbsen, Erika, Eukalypten usw. Befall der Keimlinge. Grauschimmel. Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab. Botrytis cinerea.
  • Bohnen. Botrytis fabae. Schwächeparasit. Der Pilz überwintert als Myzel auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Infektion besonders in nassen Jahren. Besonders betroffen sind Blätter und Hülsen, die später faulen.- Betroffen sind von den verschiedenen Botrytis-Pilzen auch andere Pflanzen wie Begonien, Cyclamen, Dahlien, Erdbeeren, Gladiolenknollen, Gurken, Himbeeren, Kopfsalat, Pelargonien, Primeln, Tulpen, Weintrauben, Zwiebeln usw.
  • Brombeeren. Weißer oder hellgrauer Belag auf den Früchten. Faulen. Der Pilz dringt schon während der Blütezeit in die Pflanze ein. Feucht-warmes Wetter fördert den Befall. Der Pilz überwintert an Fruchtmumien, an abgestorbenen Blattstielen und an den Ruten. Er kann auch Erd- und Himbeeren befallen.
  • Erdbeeren. Botrytis cinerea. Schwächeparasit. Infektion der Früchte über die Blüten, vor allem die Kelchblätter, sie ist also schon erfolgt, wenn sie noch nicht sichtbar ist. Hauptinfektionsquelle ist verdorrtes Erdbeerlaub. Graubraune Flecken auf den Früchten, später grauer Pilzrasen auf der ganzen Frucht, rotbraune Flecken auf den Blättern. Knospen und Blütenstiele werden bräunlichschwarz, Blüten oder Früchte hängen herunter. Feuchte Witterung und Temperaturen von 15 - 20° fördern die Krankheit. - Befällt auch Himbeeren und Brombeeren (siehe dort) und überwintert an abgestorbenen Fruchtmumien oder Blattstielen am Boden.
  • Kakteen. Botrytis. Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab.
  • Lilien. Botrytis elliptica und cinerea. Kleine braune oder grüne glasige Flecken an Blüten und Knospen, die sich schnell vergrößern. Faulstellen. Verkrüppelte Blüten, die sich nicht öffnen. Auf den Zwiebeln befinden sich kleine schwarze Stellen (Dauerkörper). Die Pflanzen können bei Nässe absterben. Wärme und Feuchtigkeit begünstigt. Weiße Lilien (Madonnenlilien) sind besonders gefährdet, auch Gladiolen, Iris und Tulpen; in geringerem Maße Herbstzeitlose, Hyazinthen und Schneeglöckchen..
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit. 
  • Pfingstrosen. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.Strauchpfingstrose. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.
  • Tulpen. Blatt- und Sproßteile kümmern, die Blätter sind verbogen und faulen ab, ebenso die jungen Triebe (Tulpenfeuer). Nur spärlicher Blütenaustrieb oder ausbleibend. Grauer Schimmelrasen, vor allem Frühsorten treiben nicht richtig aus. Zwiebel faulen, deutlich sichtbar sind die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien). Die Blätter haben glasige Stellen. Bei feuchter Witterung (Dauerregen) erhöhte Befallsgefahr.
  • Veilchen. Siehe unter Graufäule (Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab) und 'Mehltau, echter' (Auf der Oberseite kleine, weißgraue Flecken, die zusammenfließen, oft auch beidseitig. Die Blätter werden braun, trocknen ein, sterben ab).
  • Weinreben. Botrytis cinerea. Sauer-, Stiel- und Edelfäule. Feuchtes Wetter begünstigt, besonders bei angefressenen oder durch Hagel beschädigten Beeren (Sauerfäule). Grauer Pilzrasen auf allen Pflanzenteilen. Die Gescheine können abgetötet werden mit nachfolgendem Sauerwurmfraß. Geringer Befall kurz vor der Ernte ist oft erwünscht (Edelfäule). Sie erhöht den Zuckeranteil. - Befallenes Holz bzw. das Fallaub kann im nächsten Jahr zum Ausgangspunkt neuer Infektion werden. Grün-/Rosafäule ist eine Sekundärinfektion nach dem Grauschimmel. Voraussetzung ist feuchte Witterung 9/10. Die Trauben verfärben sich.

 

Vorbeugende Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, ENVIRepel, Myco-Sin (Erdbeeren, Wein), Ulmasud B im Wein- und Hopfenbau. Biofa Kiesel flüssig. Phytovit gegen Grauschimmel an Gurken. Elot-Vis. Schwächeparasit, daher müssen die Wachstumsbedingungen den Bedürfnissen angepasst werden. Nur morgens gießen, nicht auf die Pflanzen. Feuchtwarmes Wetter erhöht die Infektionsgefahr. Keine stickstoffbetonte Düngung, Bodenlockerung, Pflanzabstände einhalten, regelmäßig wässern, auf Licht und Luft achten im Gewächshaus. Besonders gefährdet sind die Pflanzen, wenn nach unterlassener Lüftung die Luft im Gewächshaus feucht wird und in der folgenden Nacht die Temperatur stark absinkt. Sobald sie unter den Taupunkt absinkt, lagert sich überall Nässe ab. Durch Heizen während der kalten Nächte kann dies weitgehend verhindert werden.

Topfpflanzen nur mäßig gießen im Winter. Für Helligkeit und regelmäßige Lüftung sorgen. Zu dichtes Laubwerk zurückschneiden. Genügend Abstände lassen zwischen den Pflanzen. Abgefallenes und Befallenes sofort entfernen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Pflanzenstärkungsmittel anwenden.

Regelmäßig auf Befall kontrollieren. Setzlinge mit Algenextrakten und Brennesseljauche fördern, vorher Wurzelbad. Erdbeeren mit Stroh abdecken. Auf richtige Sortenwahl achten. Sauren Boden mit Gesteinsmehl (siehe Steinmehle, vor allem Basaltmehl) verbessern. Knoblauch zwischen gefährdete Kulturen setzen. Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm) vorbeugend spritzen, ggf. 1% Wasserglas zumischen bei Beeren und Reben. Zwiebelschalen- oder Knoblauchtee. Moosextrakt. Lebermoser. (Moosextrakt und Lebermooser nur bei Erdbeeren, Weinreben, Paprika, Tomaten, Salat und Blumen, jeweils tropfnass alle 10 - 14 Tage besprühen). Neudovital. Befallene Erde desinfizieren mit Kalkstickstoff. Pechnelkenextrakt. - Siehe auch unter den einzelnen Pflanzen.

 

  • Alpenveilchen. Regelmäßig lüften, Pflanze beim Gießen nicht befeuchten, hellen Standort wählen.
  • Basilikum. Kompost einbringen vor der Aussaat.
  • Begonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Besenheide. Niemals Laub befeuchten beim Gießen.
  • Blauglöckchen. Keine stickstoffbetonte Düngung.
  • Bohnen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Bodenverbesserung mit Gesteinsmehlen und Algenmehl, der pH-Wert darf nicht zu sehr im sauren Bereich sein. Schachtelhalmbrühe spritzen. Sortenwahl. Jungpflanzen durch Wurzelbad stärken, z.B. in Schachtelhalmbrühe. Bodenbearbeitung, lockern, lüften, ausreichend wässern (nur morgens). Weite Pflanzabstände einhalten. Mulchen.
  • Brombeeren. Weite Pflanzabstände, auslichten. Krankes herausschneiden und vernichten. Widerstandsfähige Sorten anpflanzen, z.B. Wilsons Frühe oder Dirksen Thornless. Chester Thornless ist im Herbst anfällig. Stickstoffbetonte Düngung vermeiden. Bei sauren Böden mit Steinmehlen düngen. Boden locker halten. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Schachtelhalmtee spritzen. Neudovital spritzen.
  • Dahlien. Nicht die Blätter und Stängel beim Gießen anfeuchten. Nur morgens wässern. Ausreichende Abstände einhalten.
  • Erdbeeren. Junge Setzlinge in Schachtelhalmbrühe tauchen. Im Jugendstadium mit etwas Brennesseljauche und Algenmehl stärken. Wenig Stickstoff, vor allem kein Stickstoff im Frühjahr, keine Überdüngung. Kieselsäurehaltiges, kalkarmes Gesteinsmehl. Dichte Stauden etwas entlauben. Knoblauch oder andere Zwiebelgewächse zwischen den Erdbeeren anpflanzen, deren Senfölgehalt wirkt gegen den Pilz. Mit Stroh oder Holzwolle die Pflanzen umgeben, so daß die Früchte trocken liegen, spätestens, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. Kalibetonte Düngung. Sortenwahl: Anfällig sind Diana, Elvira, Korona, Lambada, Ostara und Senga Sengana. Weniger anfällig sind: Bogota, Capitola, Confitura (Häberli), Cornelia Pötschke, Darflash, Elvira, Florika (Baldur, Häberli), Framura, Gorella, Joghana, Machern, Mara des Bois, Milprima, Onebor - Marmolada, Pegasus (Häberli), Splendida, Tenira. - Die Monatserdbeere Florika gedeiht auf guten Gartenböden, bei übermäßiger Düngung wird sie jedoch auch von Graufäule befallen. - Spätestens im dritten Jahr Standort wechseln, bei hohem Befallsdruck jedes Jahr. Auslichten (Starker Blattwuchs nach Stickstoffdüngung). Pflanzen vor der Blüte mit Steinmehl bestäuben. Nur düngen in der dritten und vierten Woche nach der Pflanzung und nach der Ernte. Nur morgens wässern, nicht während der Erntezeit. Schwarze Mulchfolie (verfrüht auch die Ernte, hält das Beet unkrautfrei), weite Pflanzabstände, sonniger Standort. Sorten mit Blütenständen, die die Blätter überragen, wählen (Elvira, Polka, Tenira, Florika), widerstandsfähig sind Capitola, Florika, Joghana. Befallenes, kranke Früchte sofort entfernen, spätestens im Frühjahr auch alten Mulch, Strohreste. Verdorrte Blätter und Ausläufer usw. entfernen und verbrennen. - Vorbeugend spritzen mit Rhabarber-, Goldrute-, Ackerschachtelhalm-, Knoblauch- oder Zwiebelschalentee; mit fettarmer Milch, Molke, Kompostextrakten, immer mehrmals vor der Blüte dreimal wiederholen, später immer in die Blüten spritzen. 5 x mit Schachtelhalmbrühe spritzen: 1 x vor der Blüte, 1 x während der Blüte, 3 x nach der Ernte. Mit Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gemischt spritzen. Neudovital Obstpilzschutz vor dem Austrieb spritzen, alle Pflanzenteile müssen benetzt sein, auch die Unterseiten. Bei Blütenbeginn und -ende mit Zuckerlösung 1 - 1,5% direkt in die Blüten spritzen. Moosextrakt. Algan. Niem, MYCO-SIN. Mit blühendem Schnittlauch mulchen. Spritzungen mit ENVIRepel und Vitanal allseitig. Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, Neudosan, Algan, Niem, Lebermooser. - In der Schweiz müssen Hummeln beim Verlassen des Stocks ein 'Fußbad' nehmen, das mit dem Pilz Trichoderma angereichert ist. Den Pilz streifen sie beim Besuch von Erdbeerblüten ab und bringen damit den Gegenspieler des Schadpilzes in Stellung.
  • Fichten. Boden lockern. Kalkgehalt überprüfen, er sollte nicht unter pH 6 liegen. Etwas Kompost geben oder angewelktes Gras auf die Baumscheibe. ENVIRepel, VITANAL.
  • Gladiolen. Luftiger Stand. Mulchen. Sortenwahl. Keine Überdüngung, besonders keine Stickstoffüberdüngung. Pflanzstelle jährlich wechseln. Knoblauch als Zwischenkultur. Schachtelhalmbrühe. Neudovital. VITANAL. ENVIRepel.
  • Gurken. Lockerer Boden, ausreichend Wasser, weite Pflanzabstände. Düngung mit Gesteinsmehl. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Schachtelhalm- und Brennesseljauche spritzen. ENVIRepel. VITANAL. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Überdüngung.- Regelmäßig lüften, die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch werden.
  • Himbeeren. Weite Pflanzabstände. Befallenes sofort vernichten. Resistente Sorten: Elida, Glen Clova, Rubaca (Niniane, Pötschke, ziemlich resistent), Ruflava, Schönemann, Zeva 2 (Willemse). Stickstoffüberdüngung vermeiden. Boden vorsichtig lockern, ggf. wässern. Mulchen. Bei zu sauren Böden Gesteinsmehl oder Algenmehl streuen. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen die Sträucher pflanzen. Beete und Blätter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe übersprühen unter Zusatz von 1% Wasserglas. Neudovital spritzen. ENVIRepel. Vitanal.
  • Knollenbegonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Lilien. Keine nassen und windstille Lagen. Ganzjährig Schachtelhalmbrühe spritzen. Knoblauch als Mischkultur. ENVIRepel. Vitanal. Boden lockern, keine übermäßige Stickstoffdüngung. Keine Zwiebeln dorthin setzen, wo vorher Knollen standen. Gesteinsmehl vor allem bei sauren Böden.
  • Narzissen vernichten. Falls nicht schon geschehen, die Narzissen auf sonnige oder luftige Plätze umsetzen.
  • Paprika, Peperoni. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden locker halten und mulchen. Knoblauch beipflanzen. Für Luftbewegung sorgen. Nicht die Blätter beim Gießen benetzen. Schachtelhalmtee. Moosextrakt, ENVIRepel. Vitanal. Neudovital. Lebermooser. Elot-Vis.
  •  
  • Pfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Rosen in Gartenerden. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Abstand einhalten, die Rosen dürfen sich nicht berühren. Nur Sonnenlagen auswählen. Neudovital-Rosenpilzschutz.
  • Schwertlilien. ENVIRepel. Vitanal. Boden durchlässig machen mit Sand, ggf. auch auf einem Wall pflanzen.
  • Strauchpfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit Moosextrakt. ENVIRepel. Moosextrakt. Lebermooser. Vitanal. Elot-Vis. In Gewächshäusern regelmäßig lüften.
  • Tulpen-Pflanzstelle jährlich wechseln. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl. Nur gesundes Pflanzgut verwenden. Luftiger, sonniger Standort ist optimal. Schweren Boden mit Sand auflockern. Verblühtes und verwelkte Blätter sofort abschneiden. Ausgegrabene Zwiebeln auf Befall prüfen, schnell trocknen lassen, danach trocken lagern. Blattwerk mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. - Diese Krankheit tritt immer häufiger auf. Auch Wildtulpen, die mehrere Jahre auf demselben Platz stehen, werden befallen. Plätze, auf denen Tulpen gestanden haben, sollen über Jahre nicht erneut mit Tulpen bepflanzt werden.
  • Veilchen. Genügend große Pflanzabstände einhalten, Pflanzen nicht zu tief setzen, die unteren Pflanzenteile müssen gut abtrocknen können. Nicht auf die Pflanzen gießen. Nicht abends wässern. Nicht stickstoffbetont düngen. Schachtelhalmbrühe, Neudovital.
  • Weinreben. Frühe Sorten wählen. Traubenwickler und Wespen bekämpfen. Traubenanzahl verringern und mehrmals mit Algenkalk oder Steinmehl stäuben, solange die Trauben sich noch nicht berühren. Neudovital. ENVIRepel. Vitanal. Blue Niagara + Golden Niagara (Fenzl) sind resistent. Moosextrakt. Lebermooser.
  • Zistrosen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit durch ständiges Lüften verhindern, Kondenswasserbildung vermeiden, damit Schadpilzen keine Angriffsmöglichkeit geboten wird. - Blattläuse sind möglich.
  • Zwiebeln. Lockerer Boden, weite Pflanzabstände. Fruchtfolge einhalten. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Jauche oder Stallmist. ENVIRepel. VITANAL.
  • Alle übrigen: Kein Laub befeuchten.
  • Alpenveilchen. Befallenes entfernen.
  • Begonien. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Bohnen, Brombeeren, Dahlien, Feldsalat usw.  Versuch mit Niem.
  • Erdbeeren. Knoblauchtee spritzen. Befallene Früchte und Pflanzenteile vernichten. Blätter nach Ernte abschneiden und vernichten. Moosextrakt. Lebermooser. Mit Gemisch aus Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gießen.
  • Kakteen. Unterhalb des Stängels abschneiden, ist der Pilzbefall an der Pflanzenbasis, die ganze Pflanze vernichten.
  • Knoblauch. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Paprika, Peperoni. Moosextrakt. Niem, Lebermooser. Befallenes abschneiden bzw. die gesamte Pflanze vernichten.
  • Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser, Niem, Pechnelkenextrakt
  • Tulpen. Vernichten.
  • Veilchen. Niem.
  • Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel spritzen. Niem. Moosextrakt. Lebermooser. Vi-Care
Grüne Pfirsichblattlaus [Myzus persicae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aprikosen, Gurken, Kirschbäume. Myzus persicae. Grünliche Insekten ohne Flügel, ca. 3 mm lang. Im Frühling und Sommer entwickeln sich auch geflügelte Weibchen, die für Weiterverbreitung sorgen, z.B. durch Wind. Überwinterung als Ei. Benutzt mehrere hundert Pflanzen als Sommerwirt, z.B. Gurken, Kartoffeln, Kohl, Paprika, Salat; Zierpflanzen und andere Obstbäume wie Mirabellen und Pflaumen. Sehr oft auch an Zimmerpflanzen anzutreffen. Die Blätter kräuseln sich, werden blasser und fallen schließlich ab. Junge Triebe wachsen nur noch langsam. - Diese Laus gilt als besonders schädlich und sie ist resistent gegen Gifte aller Art.

Kartoffel. Die Kartoffel kann Sommerwirt sein. Die Laus überträgt Viruskrankheiten auf Kartoffeln.

 

 

 

Aprikosen. Brennesselauszug spritzen. Marienkäfer-Larven. Niem.

Pfirsichbäume. Brennesselauszug spritzen. Marienkäfer-Larven. Niem. Nützling Macrolophus nubilus.

Salat. Gegen die grüne Salatblattlaus sind resistent: Caterina, Comina, Dynamite, Estelle, Fiorella, Katinga, NUN 4002 LT, Sylvesta (alle Hild), Fiorella (Hild, Kiepenkerl).

Aprikosen, Pfirsichbäume. Nützlinge fördern wie Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer.

Kirschbäume. Kapuzinerkresse auf die Baumscheibe säen.

Kohl. Koriander anpflanzen.

 

Krätze [Botrytis-Pilz. Cucurbitaceae-Arten ]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Gurken. Kleine oder größere Flecken, eingesunken, schorfig. Samtähnlicher, grün-schwarzer Flaum oder gummiartige Ausscheidung. Früchte verkrüppeln, bleiben klein. Der Pilz lebt auf abgestorbenen Gurkenteilen, er überwintert auch dort.

Gurken. vernichten.

Gurken. Einlegegurke Bimbostar (Pötschke), Capra (Hild), Conny F1 (Baldur), Cubella F 1 (Sperli), Libelle F 1 (Sperli), Serena (Hild), und Stimora (hochtolerant, Pötschke), Stix (Maubaux) sind resistent, ebenso Gewächshausgurken Flamingo F 1(Sperli) und Hayat F 1, Salatgurke Flamingo + Paska (Hild), Saladin (Sperli), Early Set (Baumaux), Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl, Pötschke). Mini-Aromagurke Printo F1 ist resistent. Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent.

Kurze Triebe, viele Blüten

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Gurken. Stickstoffmangel.

Gurken. Brennesseljauche. Nitralit. Siehe "Nährstoffmangel/-überschuß"

Nematoden [Nematoda]

Nematoden, Fadenwürmer.

Sie werden auch Fadenwürmer oder Älchen genannt. Sie sind fadendünn, ungegliedert, ohne Lupe kaum zu erkennen. Es gibt Blattnematoden (Aphelenchoides ritzemabosi), Blütennematoden, Stängelnematoden (Ditylenchus spec.) und Wurzelnematoden (Pratylenchus spec.). Sie sind sesshaft oder herumwandernd. Stängel- und Wurzelälchen befallen meist das Gemüse, Blattälchen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die meisten Arten sind farblos, nur 1 mm lang und zweigeschlechtlich. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Die meisten Arten bevorzugen bestimmte Pflanzen, die dann ihre Vermehrung fördern. Notfalls können sie sich aber auch eine Zeitlang von anderen Grünpflanzen ernähren. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Der größere Teil der Nematoden wirkt an der Humusbildung mit, ist also nützlich. Sie leben in riesigen Mengen im Boden und ernähren sich von Algen, Bakterien und Pilzen. Andere Nematoden sind nützlich, da sie mit Hilfe von Bakterien, die sie mit sich führen, Schnecken (siehe dort) und Larven bekämpfen.

Siehe auch Nematoden, nützliche und Nematoden, parasitäre.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Nematoden. 

Einige Arten stechen mit ihrem Mundstachel das Pflanzengewebe an, sie geben dabei Speichelsekret ab, was zu Veränderungen am Gewebe führt (z.B. Wurzelbärte von Möhren, Porree, Sellerie und Zwiebeln, beinige Möhren, Kümmerwuchs an Blumenzwiebeln, Bohnen, Erdbeeren, Obstbäumen). Gefährdet sind: Beerenobst, Begonien, Chrysanthemen, Cyclamen, Erbsen, Fingerhut (Anbaufläche wechseln), Gemswurz (vernichten, 4 Jahre kein Nachbau), Gurken, Himbeeren, Hortensien, Hyazinthen, Junkerlilien (vernichten, kein Liliennachbau), Klee, Kohl, Königsfarn (Blattfiedern dunkel/schwarz. Laub stirbt ab. Vernichten!), Mädchenaugen (gelbe, braune, schwarze Blattflecken. Vernichten !), Mais, Mangold, Möhren, Narzissen (Wurzeln), junge Obstbäume, Petersilie, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Phlox (verdrehte Spitzen im Frühjahr), Salate, Stauden, Tomaten, Weizen, Ziergehölze, Zwiebeln. Auf jede Pflanze eine Handvoll Zucker streuen und anschließend gießen. Rosen, Erdbeeren, Kartoffeln und Tomaten werden besonders befallen. - Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen. 'Bodenmüdigkeit'. - Als Folge des Saugens werden oft Bakterien und Viren übertragen.

Verbreitung durch Pflanzenkauf mit Ballen, Verpackungen, Wasser usw. Stängel- und Wurzelälchen befallen Gemüse, Blattnematoden und Zierpflanzen (zu erkennen durch Flecken oder Gallen an den Blättern). Pflanzen können verwelken, vergilben, verkümmern. Die Wurzelbärte entstehen durch immer wieder erneuten Befall.

Stängel- oder Blattälchen (Ditylenchus spec.) befallen bevorzugt folgende Pflanzen: Blaustern, Hortensie, Hyazinthe, Narzisse, Nelke, Phlox, Schneeglöckchen, Schwertlilie, Tulpen, und weitere verschiedene Stauden, Zwiebeln und Wildkraut. Verformte Blätter, Kümmerwuchs. Narzissenblätter sind ausgebeult, Tulpenblätter zeigen Risse und Zwiebeln sind weich und verfärbt. Der Phlox wird besonders stark beeinträchtigt. Er stirbt schließlich nach Welke ab.

Ein Befall mit Blattälchen zeigt sich an den Blättern zu Beginn anhand leicht aufgehellter, rötlicher Stellen. Diese sind - als wesentliches Merkmal gegenüber anderen Ursachen - deutlich von den Blattadern begrenzt. Als Ursache sind die beiden Blattnematodenarten Aphelenchoides ritzemabosi und Aphelenchoides fragariae zu nennen. Eine Infektion kann über den Boden oder infizierte Pflanzen erfolgen. Die Nematoden wandern dabei in einem Wasserfilm den Stängel hoch und besiedeln das Blatt über die Spaltöffnungen. Der gesamte Entwicklungszyklus erfolgt in der Pflanze (Ei, Larven, Nematode). Da dieser in zwei Wochen vollzogen ist, werden im Jahr eine Vielzahl von Nematoden ausgebildet. Sie stechen mit ihrem kurzen Mundstachel das pflanzliche Gewebe an, das sich in der Folgezeit rötlich, dann braun verfärbt. Beide Blattälchenarten kommen an vielen Wirtspflanzen vor (Zierpflanzen, Gemüse, Stauden, Beerenobst).

Befallene Pflanzen mit den Wurzeln vernichten. Die Fiedern werden schwarz.

Aphelenchoides fragariae. Meistens unter den Schuppen. Verbreitung durch Saatgut und Zwiebeln.- Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.- Prärielilien sind anfällig gegen Wurzelnematoden. Verdickungen an der Wurzel und Kümmerwuchs sind die Folge.

Apfelbäume. Junge Obstbäume können befallen werden. Wenig Wurzelmasse, die Bäume bleiben im Wachstum zurück.

Begonien. Flecken oder Gallen an den Blättern.

Bergenien, Junkerlilien, Kammkönigsfarn, Kronenfarn, Lilien, Purpurfarn, Zimtfarn. Flecken und Gallen.

Blauglöckchen/Blausternchen. Stängelälchen saugen an Blättern und Stängeln. Es entstehen Flecken und Gallen.

Erdbeeren. Aphelenchoides ritzemabosi. Die Pflanzen treiben im Frühjahr nur gering aus, die Herzblätter sind klein, verformt, rötlich, und haben lange oder zu kurze Blattstiele. Sie können bei starkem Befall absterben. Die Früchte wachsen nicht weiter. - Die Blatt-Nematoden sind mit Vergrößerungsglas sichtbar an den Herzblättern und Vegetationsspitzen. - Befall während der gesamten Vegetationsperiode möglich. Verwechselungsgefahr mit Erdbeermilben, die jedoch vor allem im Sommer schädigen.

Fingerhut. Blattälchen befallen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Gamswurz, Götterblume, Knollenbegonien. Flecken und Gallen an den Blättern durch Blattnematoden.

Goldrute, Nachtkerzen, Phlox, Zwiebeln. Befall durch Stängelnematoden Ditylenchus dipsaci am Stängelgrund der Goldrute, meist in trockenen Jahren.- Triebe verdickt, mit Längsrissen, verdreht, umgekippt. Blattränder nach unten gebogen, verwelken. Phlox: Bartnelke, Goldrute, Nachtkerzen, Primel, Zwiebel u.a..

Gurken. (Wurzelgallenälchen). Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Geringes Wachstum.

Herbstanemonen. Blattälchen verursachen auf den Blättern gelbliche Flecke, die später braun werden.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Wurzel-Nematoden verursachen Anschwellungen (Gallen) an den Wurzeln, darüber bilden sich viele kleine Faserwurzeln. Später bilden sich Flecke an den Blättern, diese werden gelb und fallen ab. Von Jahr zu Jahr kümmern die Pflanzen mehr und mehr.

Herrenhäuser Filigranfarn, Weicher Schildfarn. Älchen müssen vernichtet werden, sobald die einzelnen Arten sich schwarz färben.

Hortensie, Hyazinthen. Blätter verkümmern und verkrüppeln, die Älchen sind kaum zu erkennen. Flecken, Verdickungen an den Blättern, geringes Wachstum.

Königsfarn. Blattfiedern werden schwarz und sterben ab.

Lichtnelken. Die befallenen Pflanzen müssen vernichtet werden, um die Nachbarpflanzen vor Ansteckung zu schützen.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Erst hellbraune, dann dunkle Blattflecken.

Mangold. Heterodera. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen.

Möhren, Karotten. Meloidogyne hapla. 'Älchen', ca. 1 mm lang, verursachen Risse, Beinigkeit und Wurzelbart. Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Befallene Pflanzen kümmern.

Narzissen. Auf den Blättern sind kleine Erhebungen zu sehen, die gelb oder grün erscheinen. Die Zwiebel kann verfärbt oder faul sein.

Petersilie. Blätter welken, Pflanzen kümmern.

Pfefferminze. Typisch ist die Rotfärbung durch Anthocyane und der Kümmerwuchs.

Puffbohnen. Ditylenchus dipsaci. Kümmerwuchs. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab.

Radies, Rettiche, Rosen in Gartenerde, Rote Bete. Pflanzen kümmern, Blätter welken, sterben u.U. ab. Verdickungen an den Wurzeln, gallenartige Wucherungen.

Salat. Meloidogyne hapla.  Kleine Knöllchen an den Wurzeln, Wachstum bleibt zurück

Schneeglöckchen. Die Stängel und Blätter werden befallen. Die Blume kümmert, Verfärbung und Welke.

Schwertlilien, Stauden. Ditylenchus-Arten. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt,

Sellerie. Paratylenchus, Ditylenchus. Pflanzen kümmern, Wurzelbärte, -gallen.

Sommerflieder. Blattnematoden saugen an den Blättern, es entstehen gelbe Flecken an den Saugstellen, die später verbräunen. Blattfall.

Taglilien. Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.

Tulpen. Ditylenchus. Blütenstiele sind verbogen, die Blätter gerissen.

Tomaten. Meloidogyne arenaria / incognita / javanica. Kleine Knöllchen an den Wurzeln, geringes Wachstum. Besonders oft treten Nematoden auf, wenn wiederholt auf demselben Platz Tomaten angebaut werde.

Usambaraveilchen. Oder Blattälchen verursachen vertiefte Blattflecken.

Apfelbäume. Wie Vorbeugung. Reduzierung durch Niempreßkuchen.

Erdbeeren. Befallene Teile entfernen und vernichten. Tagetes, Ringelblume, Senf, Lauch. Sie müssen großflächig ausgesät werden. Stark riechende Tagetessorten vermindern im Erwerbsgartenbau nach nur drei Monaten die Nematodenanzahl um bis zu 80%. Niem einarbeiten.

Gämswurz. Vernichten, Nachbau erst nach vier Jahren.

Gurken. Niemsamen einarbeiten.

Herbstanemonen. Befallenes abschneiden und vernichten.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Am sichersten ist Ausgraben und Vernichte.

Himbeeren, Möhren, Salat. Niemsamen einarbeiten.

Hortensie. Ggf. befallene Pflanzen vernichten.

Kartoffeln. Meldepflichtig! Niemsamen einarbeiten. Tagetes nana auf die befallenen Beete aussäen.

Lilien. Tagetes zwischen die Lilien säen. Niemsamen einarbeiten.

Pfefferminze. Vernichten, an anderer Stelle neu pflanzen oder durch Stecklinge. Niem.

Phlox. Befallene Triebe sofort so tief wie möglich abschneiden und vernichten, die Wurzeln werden nicht befallen. Ggf. Standort wechseln. Stecklinge vorsichtshalber mit Warmwasser behandeln: 10 Min. in 30° Wasser, dann 30 Minuten in 43°. Bei Teilung gründlich unter laufendem Wasser waschen. Einjähriger Phlox wird vernichtet, ggf. im nächsten Jahr an anderer Stelle aussäen.

Rosen. Den ganzen Sommer über Tagetes oder Ringelblumen um den Rosenstrauch herum pflanzen oder Steckzwiebeln, Knoblauch, Winterheckenzwiebeln, Porree.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, vernichten Nematoden zu 95%. Kamille, Ringelblumen, Tagetes aussäen. Niem.

Usambaraveilchen. Gesamten Topf mit Pflanze vernichten.

Abwehr: Vor Bepflanzung Gründüngung mit Kamille und Borretsch. Fruchtwechsel. Befallenes vernichten. Nicht kompostieren. Übermäßige Stickstoffdüngung vermeiden. Bei leichten Böden Tonerdemehl einarbeiten. Bei Nematoden-Gefahr 'Tagetes nana'* (Single Gold von Kiepenkerl), Kamille, Ringelblumen oder Sonnenhut großflächig aussäen. Zinnien zu Tomaten pflanzen bei Nematodenbefall. Spezielle Ölrettichsorten (z.B. Pegletta, Nemex) und Roggen wirken auf bestimmte Nematoden ein. Kornrade scheidet giftige Saponine aus, die die Nematoden töten. Einsatz vor allem gegen Rüben-Nematoden. Senf einsäen, nur 10 cm hoch werden lassen, wirkt besonders gegen schädliche Nematoden an Rübengewächsen. Ab Ende 7 aussäen. Ölrettich Pegletta (Pötschke) bekämpft Nematoden, ist gegen Kohlhernie tolerant. Einsaat von Kamille. Randbepflanzung von Tagetes nana und Ringelblumen bei Kartoffeln, Rosen und Tomaten. Niem-Presslinge in den Boden einarbeiten, reduziert den Befall. Sperli-Bodenkur Gartendoktor, Mischung von nematodenbekämpfenden Sommerblumen wie Calendula, Coreopsis, Gaillardia, Rudbeckia, Tagetes, Wegwarte. Unkraut nicht dulden, da die Zysten oft an deren Wurzeln abgelegt werden und dann zum Leben erwachen, wenn geeignete Pflanzen in der Nähe sind. Mulchen hilft ebenfalls bei der Unkraut- und damit Nematoden-Unterdrückung. Ggf. in Gewächshäusern den Boden austauschen. Werkzeug reinigen und desinfizieren. Bodenkuren mit nematodenbekämpfenden Pflanzen können bei Gefahr alle vier Jahre wiederholt werden. Sie sind besonders zu empfehlen vor der Bepflanzung mit Erdbeeren, Obstgehölzen und Rosen. Im Herbst graben, dabei 25 kg Algomin und 50 kg Steinmehl je 100 qm einarbeiten.

Natürliche Feinde sind Kurzflügler, Pilze, Raubmilben und Raubnematoden. Letztere werden zur Bekämpfung von Dickmaulrüsslern, Engerlingen, Erdraupen, Haarmücken, Maulwurfsgrillen und Trauermücken eingesetzt. Fachhandel. Siehe Nematoden, parasitäre. Vorbeugend können auch Mykorrhiza-Pilze eingesetzt werden, die im Boden ein Abwehrsystem an den Nutzpflanzen errichten.

*Tagetes scheiden über ihre Wurzeln Duftstoffe, sog. Terthiopene, aus, mit denen sie Nematoden anlocken. Sobald diese in die Wurzeln eindringen, setzt die Pflanze ein Sauerstoffmolekül frei, das mit den Terthiopenen reagiert und zum tödlichen Gift wird. Nützlich sind vor allem die hohen Tagetes.

Apfelbäume. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Erdbeeren. Knoblauch, Porree und Zwiebeln anpflanzen. Bei reichem Bodenleben werden auch die Gegenspieler wie Pilze und Raubnematoden gefördert. Pflanzabstände einhalten.

Gämswurz. Nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume, Tagetes aussäen. Nicht nach Möhren anpflanzen. Veredelung auf resistente Kürbisunterlage ist vor allem für Gewächshäuser empfehlenswert.

Herbstanemonen. Genügend Platz vorsehen vor der Pflanzung.

Himbeeren. Abstand von 4 Jahren einhalten bis zur Wiederbepflanzung. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Kartoffeln. Fruchtwechsel oder resistente Sorten anbauen: "Christa", "CILENA" (Ahrens & Sieberz), "Erstling", "Gloria" "Quarta" (Pötschke) und "Ukama". Sie werden zwar auch befallen, doch können sich bei ihnen keine Zysten bilden. Nur alle 4 - 5 Jahre Kartoffeln an derselben Stelle anbauen. Mischkultur mit Meerrettich oder Tagetes. Mit Algenextrakten behandeln.

Königsfarn. Vernichten.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Befallenes vernichten.

Möhren. Fruchtfolge beachten. Tagetes oder Ringelblume als Randbepflanzung. Zu hohe Feuchtigkeit und stickstoffbetonte Düngung fördern Befall. Unkraut beseitigen, darauf überbrücken die Nematoden die Zeit ohne Kulturpflanzen. Humus im Boden enthalten Pilze, die die Nematoden bekämpfen, und ggf. auch Raubnematoden.

Pfefferminze. Jährlich verpflanzen.

Rote Bete. Tagetes einsäen

Salat. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume und Tagetes aussäen.

Sommerflieder. Stickstoffüberdüngung vermeiden.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, je mehr, desto besser.Agro (Hild, partiell), Dolce Vita (Piepenkerl), Estrella + Firefly (Pötschke), Favorita (partiell, Hild), Luxor F1-Hybride (Sperli), Master F1 (N&G), Montfavet (N&G), Moravi (partiell, Hild), Myrto (Pötschke), Orangino (Piepenkerl), Ranger (partiell, Hild), Sweet-Cherry-F1-Hybride, Tomosa (partiell, Hild), Tumbler-F1-Hybride und Vitella F1 (Kiepenkerl, Pötschke), Picolino Cocktail ( Green & Easy) sind resistent. Veredelung auf Veredelungsunterlagen für Gemüse vor allem wichtig für Gewächshäuser.

Zwiebeln.

Nematoden werden vertrieben durch Ringelblumen und Tagetes.

Thripse, Fransenflügler [Thysanoptera ]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Fransenflügler Insekten (Insecta).

Begonien, Bohnen, Dahlien, Erbsen, Geweihiris, Gladiolen, Goldregen, Gummibaum, Gurken, Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Kamelien, Kentiapalme, Knoblauch, Knollenbegonien, Kohl, Kohl/Blumenkohl, Ledebourie, Lilien, Nelken, Orchideen, Palme, Paprika, Peperoni, Porree, Ritterstern, Tomaten, Usambaraveilchen, Waldrebe, Zierspargel, Zwiebeln.

Thripse oder Blasenfüsser, auch Gewitterfliegen oder Fransenflügler Thysanoptera genannt. Thrips spec. 1 - 2 mm groß, hell oder schwarz oder quergestreift. Je 2 Flügelpaare (Fransenflügel), einige haben keine Flügel. Sie können nicht gut fliegen, sie lassen sich deshalb von Winden forttragen. Deshalb zählt man sie auch zum 'Luftplankton'. Die Larven sind hell oder gelbgrün, ungeflügelt. Einige Arten verpuppen sich im Boden. Die Larven anderer Arten entwickeln sich nach 2 - 4 Wochen zu fertigen Thripsen, unter besonders günstigen Umständen können sie sich auch ungeschlechtlich fortpflanzen.

Im Gewächshaus leben sie von allen Pflanzen, die meisten bevorzugen aber die arteigenen. Sie sind in den letzten Jahren zu einer Hauptplage geworden. Durch ihre Saugtätigkeit entstehen auf den Blattoberseiten mit Luft gefüllte silbrig-helle Zellen, auf den Unterseiten sind schwarze Kotflecken. Dort sitzen die Thripse und ihre Larven meistens in Gruppen zusammen in der Nähe der Blattnerven. Die Flecken fließen zusammen. Sie halten sich fest mit faltbaren, blasigen Haftorganen an den Füssen. Die Vollinsekten überwintern auf Pflanzenresten oder am/im Boden, manchmal auch die Larven. Verpuppung meistens in der Erde. Vermehrung ungeschlechtlich, ihre Eier heften sie an die Pflanzen oder mit Legebohrer direkt in das Gewebe. Bis zu 3 Generationen im Jahr, im Gewächshaus bis zu 12 mit je 60 Eiern pro Weibchen. Trockenes und warmes Wetter fördert sie, Früchte werden rauschalig, Blumenkohl herzlos. Abfallen der Blätter, Vergilben, Verkrüppelung, Verkümmern, Wachstumshemmungen. Befallene Knollen von Amaryllis, Dahlien, Freesien, Gladiolen und Iris sehen runzelig aus. - Durch den Saugakt werden oft schädliche Viren übertragen.

Häufig werden die Blätter und Blüten von Kübelpflanzen (Begonien, Drachenbäumchen, Ficus, Flamingoblume, Gummibäume, Palme, Zitrusgewächse) befallen. Erbsenhülsen zeigen 5 mm große graue Flecken, Porree und Zwiebeln längliche silbrige Flecken auf den Blättern. Gladiolenblätter vergilben vorzeitig, Blütenstaub liegt auf den Blütenblättern, die Knospen sind unregelmäßig, öffnen sich nicht, trocknen ein oder faulen. Bei den Tomaten übertragen sie die Bronzekrankheit. Vor allem an Auberginen, Gurken, Paprika und Tomaten kommt es auch zu verkrüppelten, unausgereiften Früchten. -  Oft dringen sie in kleinste Ritzen ein, z.B. in Bilderrahmen. Beim Menschen lösen sie einen unangenehmen Juckreiz aus. Sie übertragen auch Bakterien und Viren.

Der Palmenthrips befällt häufig Zimmerpflanzen wie Aralien, Flamingoblümchen, Gummibäumchen, Hibiskus, Palmen usw., aber auch verschiedene Gemüse. Rosen, tritt selten auf, dann aber in Massen. Blattoberseite silbrig gesprenkelt. Knospen verkrüppeln, sind innen verfault. Beim Klopfen auf die Knospen springen die Tierchen heraus. Warme Witterung begünstigt. - Es entsteht Bleiglanz (Kot).Der Rosenthrips befällt außer Rosen auch Fenchel und Gurken. Der Zwiebelthrips findet sich vorwiegend an Gurken, Porree und Zwiebeln usw.; der kalifornische Blütenthrips bevorzugt Alpenveilchen, Bohnen, Gerbera, Gloxinien, Gurken, Paprika, Tomaten, Usambaraveilchen, vor allem auch im Gewächshaus. Er hält sich gern in Blüten oder auch Triebspitzen auf, Blüten und Früchte sehen verkrüppelt aus. Er saugt nicht nur, sondern frisst auch den Pollen, den er teilweise verstreut. Nachweis am besten, indem man die Pflanzen über einer hellen Unterlage ausschüttelt oder ausklopft.

Befallen werden außer den vorgenannten Pflanzen Chrysanthemen, Getreide, Ginster, Gladiolen, Goldregen, Nelken, Kohl allg., Obstbäume, Prunusarten, Schmetterlingsblütler, Spinat, Waldrebe, Wolfsmilch. Begonien, Drachenlilien, Fleißiges Lieschen, Gummibäume, Kroton, Zitrusgewächse, Zypergras.

Im Gewächshaus werden befallen vor allem Alpenveilchen, Anthurie, Asparagus, Cyclamen, Fleißiges Lieschen, Gerbera, Gloxinien, Gummibaum, Gurken, Palme, Paprika, Rosen, Tomaten, Usambaraveilchen.

Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Kamille, Weinraute und Ysop. Gefährdete Beete möglichst mit Gründünger, z.B. Perserklee, einsäen, geschlossene Grünflächen ohne Braun werden weniger stark heimgesucht. Pflanzen vor Trockenheit bewahren, Thripse vertragen meistens keine Feuchtigkeit. Bodenbearbeitung, Fruchtwechsel, Mischkultur, Mulchen und niedrige Einsaat bei den Zwischenräumen wehren ab. Bei Zwiebelgewächsen haben sich Bohnenkraut und Kamille bewährt.

Schutzarten sind Ameisen, Florfliegen, Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Schwebfliegen, Spinnen.

Mulchen. Blattunterseiten abspritzen. Ausreichend wässern. Erbsen und Zwiebeln früh aussäen, Thripse erscheinen erst Ende Mai. Intensive Bodenbearbeitung, keine Ernterückstände auf dem Boden lassen. Anbauwechsel. Saatgut beizen mit Heißwasser 45°.

Begonien, Knollenbegonien. Blaue Leimtafeln. Abspritzen der Pflanzen, die Thripse können keine Feuchtigkeit vertragen. Abbrausen und dann für ein paar Tage in Folie packen. Raubmilben und -wanzen in Gewächshäusern.

Erbsen. Spruzit. Seifenwasser oder Weißöl spritzen. Niem.

Gladiolen.  Thripse vertragen keine Feuchtigkeit. Mit Wasserstrahl abspritzen. Blaue Leimtafeln aufstellen. Im Herbst die Knollen einzeln herausnehmen, wenn die Blätter im unteren Bereich noch etwas grün sind. Die Thripse befinden sich dann dort. Blätter und Stiele sofort und direkt über der Knolle abschneiden und zusammen mit der alten, eingeschrumpften Knolle vernichten. Bei starkem Befall gesamte Pflanze vernichten. Spruzittauchbad für Knollen im Herbst. Sie saugen auch im Winterlager weiter, braune Stellen und Schrumpfen sind ein Hinweis dafür. Niemspritzungen. Bei geringen Temperaturen im Winter lagern, dadurch sterben die Thripse ab, z.B. 8 - 10 Wochen bei +5°. - Natürliche Feinde sind Florfliegen und Raubmilben.- Bei Frost sterben sie ab, sie können aber im Komposthaufen überleben.

Gurken. Befallenes abschneiden und vernichten. Blattunterseiten mit Kaltwasserstrahl abspritzen. Schmierseifenbrühe, Knoblauchtee, Spruzit, Niem.

Rosen. Mit Brennesseljauche spritzen. Neudosan.

Kentiapalme. Siehe wie links.

Palme. Siehe wie links.

Zwiebeln. Befallenes wegschneiden

Abwehr: Natürliche Feinde sind Ameisen, Blumenwanzen, Bodenpilze, Florfliegenlarven (auch im Fachhandel), Kurzflügler, Marienkäfer, parasitäre Nematoden, Schwebfliegen, Spinnen, Raubwanze Orius spp. und parasitäre Thripse wie Franklinothrips vespiformis.

Knoblauchtee auf befallene Pflanzen gießen, mehrmals wiederholen. 150 g Knoblauch fein hacken, 24 Stunden in 2 l Wasser einweichen, 2 Teelöffel Paraffin dazugeben. Besprühen mit spez. Schmierseifenbrühe (100 - 300 g Schmierseife, 1/2 l Brennspiritus, 1 Essl. Kalk, 1 Essl. Salz, 10 l Wasser). Blattglanzsprays. Spruzit. Neudosan. Raptol Schädlingsspray. Niemöl. Celaflor Schädlingsfrei Neem. Leimtafeln. Vorsichtshalber erst Verträglichkeit der Spritzungen an einem Trieb ausprobieren. Alle Spritzungen mehrfach wiederholen, auch die Blattunterseiten einsprühen. Während der Blatt-Thrips mit diesen Mitteln bekämpft werden kann, ist das beim Blütenthrips schwieriger, weil die Blüten bei allen Spritzungen geschädigt werden. In diesem Falle sollten Raubmilben (Amblyseius cucumeris) oder Florfliegenlarven vom Fachhandel eingesetzt werden. Durch Zusatz von Ölen werden auch die Eier abgetötet. Lockpflanzen einsetzen wie Ringelblumen und Tagetes. - Außerdem gibt es räuberische Thripse, die die saugenden Thripse, Blatt-und Schildläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen jagen. Andere verzehren Mehltau.

Für das Gewächshaus kommen anfänglich vor allem in Frage Florfliegenlarven, die Raubmilbe Amblyseius cucumeris und die Raubwanze Orius. Bei stärkerem Befall können eingesetzt werden: Celaflor Schädlingsfrei, Niem, Raptol oder Spruzit.

Zimmer- und Kübelpflanzen sind bei warmer, trockener Luft, Prallsonne und bei starkem Temperaturwechsel gefährdet. Deshalb befallene Pflanzen ins Freie setzen oder lauwarm überbrausen und in Folienbeutel packen und zubinden für 2 - 3 Tage. Die Erde gut anfeuchten und den Topf in die Mikrowelle stellen, 4 Min. bei 700 W. Vorbeugende regelmäßige Spritzungen mit ENVIRepel. Blautafeln (Kombi-Gelbtafeln)gegen Blütenthripse, Gelbtafeln gegen Gewächshausthripse.

Begonien, Bohnen, Kamelie, Kentiapalmen, Knollenbegonien, Kohl, Blumenkohl, Ledebourie, Lilien, Orchideen, Palmen, Paprika, Peperoni, Porree, Ritterstern, Tomaten, Usambaraveilchen. Tomaten: Die Broncekrankheit wird ebenfalls von Thripsen verursacht. Auf den Blattoberseiten luftgefüllte, silbrig-helle Flecken, auf der Unterseite schwarze Kotflecken.
Schutzpflanzen der Begonien sind Bohnen, Kamille und Weinraute. Bohnen: Im nächsten Jahr keine Schmetterlingsblütler an dieselbe Stelle pflanzen. Knollenbegonien. Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Weinraute, Ysop. Kohl. Kohl. ENVIRepel. Tomaten. Spritzungen mit ENVIRepel.

Dahlien. Blüten entfalten sich nicht.

Erbsen. Winzige gelbe bis braunschwarze Insekten, die mit ihren Larven an der Blattunterseite leben und an Schoten und Blättern saugen. Schoten sind silbrig-braun gesprenkelt und verkrüppelt, Blätter werden gelb und welken. Starker Befall bei heißem, trockenem Wetter.5 - 8 am meisten gefährdet. Erbsen. Frühe oder späte Aussaat, die Thripse überwintern im Boden und kommen erst Ende Mai wieder ans Tageslicht. Gleichmäßig feucht halten, Fruchtwechsel. Mulchen. Reihen in Windrichtung anlegen. Natürliche Feinde sind Florfliegen, Marienkäfer und Spinnen.

Geweihiris. Bei Zeichen von silbergrauen Streifen oder Punkten ist die Thripsgefahr zu erkennen.

Gladiolen. Kleine silbrig-weiße Flecken durch Luftzutritt auf den Blättern, daneben schwarze Kotflecken. Verkrüppelungen, Vergilbungen. Laub stirbt ab. Knospen öffnen sich nicht oder sind unregelmäßig, trocknen ein, faulen. Die Blüten haben weiße, eingetrocknete Ränder und Spitzen. Besonders rote und rosaweiße Sorten werden stark befallen. Trockene, warme Standorte begünstigen Befall. Die gelblichen Larven fressen an der Oberhaut der Blütenknospen und an den Blättern. Erwachsene Tiere sind dunkel. Oft werden dadurch andere Krankheiten wie Grauschimmel oder Kraut- und Knollenfäule begünstigt. Auich andere benachbarte Pflanzen wie Amaryllis, Calla, Freesien und Nelken werden befallen. Trockene Sommer fördern ihre Verbreitung, das Weibchen legt bis zu 200 Eier, nach 3 Wochen erscheint dann schon die nächste Generation. Gladiolen. Pflanzen vor Trockenheit bewahren. Mulchen. Absterbendes Laub vernichten. Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Weinraute und Ysop. Jährlicher Standortwechsel. Nach Befall im nächsten Frühjahr mehrmals mit Spruzit spritzen.

Goldregen, Gummibaum. Blätter haben kleine silbrige Flecke mit Kot dazwischen.

Gurken. Silberweiße Flecken, die ineinander überlaufen. Blattunterseite schmierig durch das Saugen der Insekten und der Larven. Thripse sind 1-2 mm lang, Farben gelb bis schwarz, Larven sind hell. Mehrere Generationen. Insekten überwintern auf Pflanzenresten.Gurken. Gurken. Jungpflanzen vor dem Setzen mit Heißwasser behandeln. Natürliche Feinde fördern: Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Spinnen, Florfliegen. Schutzpflanzen sind: Ysop, Bohnenkraut, Weinraute. ENVIRepel.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Im Gewächshaus leben sie von allen Pflanzen, die meisten bevorzugen aber die arteigenen. Sie sind in den letzten Jahren zu einer Hauptplage geworden. Durch ihre Saugtätigkeit entstehen auf den Blattoberseiten mit Luft gefüllte silbrig-helle Flecken. Insekt und Larve leben auf den Blattunterseiten und halten sich fest mit faltbaren blasigen Haftorganen an den Füßen. Die Vollinsekten überwintern auf Pflanzenresten oder im Boden, manchmal auch die Larven. Vermehrung ungeschlechtlich, ihre Eier heften sie an die Pflanzen oder mit Legebohrer direkt in das Gewebe. Bis zu 3 Generationen im Jahr, im Gewächshaus bis zu 12 mit je 60 Eiern pro Weibchen. Trockenes und warmes Wetter fördert sie, auf den Unterseiten sind schwarze Kotflecken. Dort sitzen die Tierchen meistens in Gruppen zusammen in der Nähe der Blattnerven. Die Flecken fließen zusammen. Abfallen der Blätter, Vergilben, Verkrüppelung, Verkümmern, Wachstumshemmungen. Durch den Saugakt werden oft schädliche Viren übertragen. Sie befallen auch Gerbera, Gladiolen, Nelken, Wolfsmilch.

Rosen. Mit Brennesseljauche spritzen. Neudosan.

Waldrebe. Thripse bewirken durch ihre Saugtätigkeit an der Oberseite luftgefüllte silbrig-helle Flecken, an der Unterseite ist ihr Kotverhalten zu erkennen.

Zierspargel. Tritt selten auf, dann aber in Massen. Blattoberseite silbrig gesprenkelt. Knospen verkrüppeln, sind innen verfault. Beim Klopfen springen die Tierchen heraus. Warme Witterung begünstigt. - Es entsteht Bleiglanz (Kot).

Zwiebeln. Thrips tabaci. Blätter von Porree und Zwiebeln zeigen längliche, weiß-silbrige Flecken. Das Gewebe stirbt ab durch das Saugen der Insekten und deren Larven. Zwiebeln. Zwiebeln. Nicht zu trocken halten. Samen beizen. ENVIRepel.

Kentiapalme. Siehe wie links.

Palme. Siehe wie links

 

Viren
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Viren sind noch viel kleiner als Bakterien. Sie können sich nur in lebenden Zellen anderer Organismen entwickeln, sie verfügen nicht über einen eigenen Stoffwechsel, sie können auch nicht aus eigener Kraft in fremde Zellen eindringen. Sie leben im Nährstoffstrom.Viren sind für viele Krankheiten an Pflanzen, Menschen und Tieren verantwortlich. Sie werden durch direkten Pflanzenkontakt, durch Insekten (Blattläuse!), Käfer, Spinnen, Thripse, Wanzen, Gall- und Spinnmilben, Wanzen, Weiße Fliegen, Zikaden und im Boden direkt durch Pilze oder Nematoden übertragen, durch Wasser, Kleidung, Hände, Werkzeug, Samen (Tomatenmosaikvirus), Pflanzenreste, Blütenstaub oder auch durch Veredelung. Parasiten übertragen über den Speichel oft Viren. Viele Pflanzen können befallen werden.

Viruskrankheiten bringen unterschiedliche Ausprägungen wie mosaikartige Blattverfärbungen, ringförmige Muster, Gelbverfärbung des Laubes oder der Blattadern, Verdickungen, Verformungen, Verdrehungen, verkrüppelte Früchte oder Zwergwuchs hervor. Die eigenartigen Muster gehen von den Blattnerven aus. Dort stirbt das Gewebe ab. Dadurch werden die Pflanzen stark geschwächt, aber auch durch die nachfolgenden Mischinfektionen.

Viruskrankheiten am Gemüse: Bohnen-, Gurken-, Salat-, Tomatenmosaik.

Viruskrankheiten am Obst: Apfel, Birne, Quitte, Steinobst. Die Scharkakrankheit an Pflaumen ist meldepflichtig.

Viruskrankheiten an Zierpflanzen: Dahlien, Lilien, Rosen, Tagetes, Tulpen, Zitronenmelisse.

Viruskrankheiten können auch maskiert sein. Einen Sonderfall stellt die Virenbehandlung bei Tulpen dar. Die Rembrandttulpen erhalten ihr Muster durch gezielten Vireneinsatz. Man sollte sie vorsichtshalber von anderen Tulpenarten trennen. Bei der Schönmalve (Abutilon) werden die bunten Blätter ebenfalls durch Viren eingefärbt.

Mykoplasmen können sich auch auf abgestorbenen Organismen entwickeln, sie bewirken z.B. den Besenwuchs des Apfelbaums. Typisch für sie ist, dass sie keine Zellwände haben. Sie sind vielgestaltig und sporenlos. Eingeordnet werden sie zwischen Bakterien und Viren. Siehe Phytoplasmen.

Apfelbäume, Dahlien, Erdbeeren, Kartoffeln, Lilien, Narzissen, Rosen, Salat, Schwertlilien, Tulpen, Ulluco, Zierlauch.

Apfelbäume. Verkümmerte Triebe, Verfärbungen der Blätter, Verkrüppelungen an Früchten und Trieben, Absterben ganzer Baumteile.- Apfelmosaikkrankheit: Weißgelbe Flecken, oft auch streifenförmig entlang der Blattadern oder helle netzartige Zeichnung der Blätter. Apfeltriebsucht: Die Seitenknospen an den Triebspitzen treiben zu früh aus. Die Zweige sehen wie Besen aus, der eigentliche Haupttrieb ist zu kurz, die Früchte wachsen nicht weiter.Flachästigkeit: Wachstum gehemmt, Zweige abgeflacht.

Birnbaum. Viruskrankheit.- Blätter haben farbige Mosaikmuster. - Weißgelbe Flecken, oft streifig entlang der Blattadern oder netzartige helle Zeichnung der Blätter. Nur virusfreies Pfropfgut verwenden, sonst Bäume roden.

Bohnen. Diese Krankheit kann sich nur im Bohnengewebe entwickeln. Übertragung nur durch Saatbohnen möglich, Weiterverbreitung durch Blattläuse, vor allem Jungpflanzen sind davon betroffen. Wärme fördert die Ausbreitung stark. Kompostierung der kranken Pflanzen bildet keine Gefahr.- Blätter sind schmaler oder verkrüppelt. Viele kleine gelbliche, unscharf begrenzte Flecken auf den Blättern. Manche sind an den Blatträndern nach unten gewölbt. Die Blattadern werden dunkel, die Blätter vergilben und sterben ab. Später wird ein Mosaikmuster erkennbar. Bei früher Infektion wird die Ernte stark verringert.

Dahlien. Sie werden meist durch Blattläuse oder -wanzen, auch mit Messer oder Schere, übertragen. Die Dahliaviren verursachen die Dahlienmosaikkrankheit: Gelb-grüne Flecken entlang der Blattadern oder runde oder gezackte Muster auf den Blättern. Gekräuselt oder blasig aufgetrieben an Blättern und Triebspitzen. Wachstumsstockung. Viele Seitentriebe werden gebildet, die Pflanze sieht wie gestaucht aus. Im Sommer bilden sich diese Zeichen zurück.

Erdbeeren. Die Pflanzen verkrüppeln, die Blätter verfärben sich, werden gelb oder zeigen mosaikähnliche Strukturen.Die Viren werden übertragen von Blattläusen, Grashüpfern und Würmern.

Feldsalat. Zwischen den Blattadern sind helle Flecken, das Blatt krümmt sich. Übertragung durch Blattläuse.

Gurken. Helle gelbe oder dunkle Flecken ähnlich einem Mosaik. Oft Beulen oder Kräuselungen im Blatt. Entwicklung verzögert, Blätter sind unregelmäßig und krümmen sich oft nach unten. Oder sie sterben ab.- Virusmosaikkrankheiten treten auch auf bei Bohnen, Kartoffeln und Tomaten.

Himbeeren. Ursache mehrere Virenarten, übertragen von Blattläusen, vor allem der großen Himbeerlaus, die mehr vereinzelt auftritt, und durch im Boden lebende Nematoden.- Blattaufhellungen im Spätsommer, besonders in Adernähe. Auch Kräuselungen an der Triebspitze und Erhebungen. Jüngere Tragruten haben unregelmäßige chlorotische Flecken an den Blättern, ältere zeigen ein voll ausgebildetes chlorotisches Mosaik. Bänderung der Blattadern. Viele Blätter sterben ab nach der Ernte. Wachstum und Ertrag sind vermindert. Schönemann ist anfällig. - Auch an Brombeeren.

Holunder. Blätter sind nicht gleichmäßig, bleich und fleckig. Nur geringer Ertrag.

Hyazinthen. Stängel und Zwiebel werden befallen, sind weich.

Kartoffeln. Das Blattrollvirus versteift und verformt die Blätter, die Mosaikviren X und Y verfärben die Blätter gelb oder hellgrün, sie sind gescheckt oder dunkel gestrichelt. Bewirken Kümmerwuchs und geringen bzw. keinen Ertrag. Die Knollen bleiben ganz klein. Diese Krankheiten können durch krankes Saatgut übertragen werden, oder, wie alle Viruskrankheiten an Kartoffeln, auch von der Grünen Pfirsichblattlaus oder anderen Läusen.

Kirschbäume. Verbreitung durch Blütenstaub von einem Kirschbaum zum nächsten. Identisch mit Stecklenberger Krankheit?

Kohl. Mosaikartige Zeichnungen auf den Blättern.

Ledebourie. Dunkel- und hellgrüne Flecken auf den Blättern, vor allem an den Rändern. Die Virusinfektion geht meistens von saugenden Insekten aus.

Lilien. Fleckige, mosaikartige Muster auf den Blättern, meistens von den Blattnerven ausgehend, diese Stellen sterben ab. Mißbildungen, Blätter sind verdreht oder gekräuselt. Übertragung meistens von Blattläusen oder Lilien. Verschiedene Krankheiten: Mosaikkrankheit., Rosettenkrankheit, Ringelfleckigkeit. Sofort vernichten.

Little-Cherry-Virus. Kirschbäume. Mindestens 2 verschiedene Viren aus der Clostero-Familie befallen Süßkirschenbäume, erstmalig aufgetreten im kanadischen Kootenaytal vor etwa 70 Jahren. Übertragungsweg nicht gesichert, vermutet werden Blattläuse und Zikaden. Das Laub rötet sich im achten Monat, die Früchte sind klein, dreieckig und bitter.

Möhren. Verursachende Bakterien können mehrere Jahre überdauern, in der Erde oder auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Sie lösen mit ihren Ausscheidungen die Zellwände auf. Befall wird begünstigt durch hohe Bodenfeuchtigkeit und Temperaturen über 20°. Verletzungen sind Voraussetzung. - Der Befall beginnt immer am Wurzelkopf. Zuerst fällt die Blattrosette um, dann wird die gesamte Wurzel faul und stinkt. - Außerdem können befallen werden Chicorèe, Kopfkohl, Sellerie, Zwiebeln.

Narzissen. können durch Nematoden oder Blattläuse übertragen werden.- Siehe Gelbstreifigkeit bei Zwiebeln.

Orchideen. Blütenfarbe scheckig, Blätter sind verkrüppelt, verfärbt (z.B. weißlich) und wachsen nicht mehr. Geometrische weißliche Zeichnungen auf den Blättern von Cymbidium, Odontoglossum und Oncidium oder erhabene schwarze Flecken, in Reihen hintereinander, bei Cattleya oder Cymbidium.

Paprika, Peperoni. Tomatenmosaikvirus. Blattverformungen, mosaikartige Verfärbungen.

Pfefferminze. Schäden werden oft von Blattläusen übertragen.

Pflaumen, Zw.. Viruskrankheit an Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen.- Gelbe Verfärbungen, Flecken ringförmig oder als Bänder. Helle Adern.

Phlox. Verdrehungen, Verkrüppelungen, Verfärbungen, Stauchungen.

Ritterstern. Dunkel- und hellgrüne Flecken auf den Blättern, vor allem an den Rändern. Die Virusinfektion geht meistens von saugenden Insekten aus.

Rosen. Gelbmosaik, Rosenmosaikvirus, Rosenwelkevirus. Viruskrankheit.- Bei Gelbmosaik Blätter mit gelblichen Flecken, zum Teil auch in Bändern. Rosenmosaikvirus gelbgrüne mosaikartige Flecken. Rosenwelkevirus Blattvergilbung. Übertragung durch saugende Insekten wie Zikaden, Blattläuse usw.- 'Queen Elizabeth' ist immer vom Rosenmosaikvirus infiziert, eine Beeinträchtigung ist trotzdem nicht erkennbar. Feuchtigkeit fördert die Erkrankung.

Roseneibisch, Tomaten. Virenbefall. Siehe 'Viren, Mykoplasmen' Blätter sind verkrüppelt, es zeigen sich unregelmäßige Flecken. Blattoberseiten luftgefüllte, silbrig-helle Zellen. Unterseite schwarze Kotflecken.

Roseneibisch, Hibiskus. Runde, gelbliche Flecken auf den Blättern, verursacht durch Viren.

Braune, unregelmäßige Flecken, oft ausgehend vom Blattrand. Die Infektion kann z.B. mit Schnittwerkzeug oder durch Thripse übertragen werden. Deshalb Geiztriebe immer mit der Hand ausbrechen.

Salat. Helle Muster auf den Blättern. Salatmosaik gekräuselte Blätter, farbige Mosaikzeichnungen auf den Blättern, Wuchshemmungen.

Schwertlilien. Sie werden meistens durch Blattläuse und Nematoden übertragen.- Fleckige, mosaikartige Muster auf den Blättern, meistens von den Blattadern ausgehend. Das befallene Gewebe stirbt ab. Oder auch verdrehte oder gekräuselte Blätter.- Befällt vor allem Iris und Lilien.

Seidelbast. Verfärbung, Wachstum bleibt zurück, Pflanze stirbt ab.

Spinat. Virenkrankheiten werden meistens durch Blattläuse übertragen. Die Blätter haben mosaikartige Zeichnungen und sind verkrüppelt.

Tomaten. Viruskrankheit, wird meistens durch Läuse übertragen. Flecken auf den Blättern, farbige Mosaikzeichnungen. Blüten werden abgeworfen. Tabakmosaikkrankheiten können durch Tabakrauch entstehen, wenn z.B. Tomaten in Zimmern herangezogen werden.

Trompetenblume. Gelblich-grün gefleckte, mosaikartige Blätter, gekräuselt.

Tulpen II. Eigenartige Streifen auf den Blätter, danach vergilbt das Laub.- Augustakrankheit: Sie werden später dunkel. Blätter verbeult, völlig verkrüppelt, helle Flecken am abgestorbenen Gewebe. Im Innern zeiugen sich braune Ringe, wenn sie durchgeschnitten werden. Die Tulpen treiben nicht aus und kümmern.

Ulluco. Blätter sind verkrüppelt.

Zierlauch. Sie werden meistens von Blattläusen übertragen. Allium christophii ist gefährdet.

Zucchini. Mosaikähnliche Zeichnungen. Wird von Läusen übertragen.

Roseneibisch, Hibiskus. Runde, gelbliche Flecken auf den Blättern, verursacht durch Viren.

Apfelbäume. Rodung und Verbrennen.

Blumenrohr, Indisches.

Mosaikartige Zeichnungen auf den Blättern. Verfärbung, vermindertes Wachstum. Vernichten.

Bohnen.

Stangenbohnen Blauhilde + Dea + Eva + Marga (Hild), Neckargold GS (Bingen, Bakker, Hild), Cobra (Baldur, Kiepenkerl) und Neckarkönigin (1+2, Baldur, Hild, N&G, Pötschke), Tamara (Hild) sowie die Feuerbohne Mergoles (Bakker, N&G) sind resistent.

Buschbohnen Admires (Bakker, N&G), Annabel, Aiguillon (Virus I Baumaux), Calima (Bingen, Hild, Keller), Caruso (Virus I Maubaux), Cupidon (Keller), Daisy GS, Daisy (Samen-Schmitz), Delinel (Baldur, N&G), Dublette + Jubila (N&G), Ferrari (Baldur), Flevoro (Kiepenkerl,Pötschke), Green Arrow (Sperli), Juvina, (Kiepenkerl), Marion (Allerleirauh), Modus (Hild), Montano (Sperli), Negra (Kiepenkerl), Princessa (Kiepenkerl), Scuba (Kiepenkerl), Scuba + Sigma + Sixta + Valja (Sperli), Nassau (Baldur), Sonate (Baumaux), Speedy (Hild), Telstar (Kiepenkerl), Tipper (Hild), Valdor (Virus I, Sperli) sowie Prunkbohne Desiree sind ebenfalls resistent.

Milagrow resistent gegen Virenkrankheiten.

Buschbohne Prinzessa ist resistent, Saxa (Allerleirauh, Baldur) ist tolerant.

Dahlien.

Wenn keine Rückbildung, Pflanze komplett vernichten.

Gurken.

Virusgetestetes Saatgut verwenden. Nicht nach Kartoffeln anpflanzen, sie können das Virus übertragen. Blattläuse abwehren, sie übertragen das Virus.

Einlegegurke Anka (Bakker), Bimbostar (Pötschke) und Conny (Baldur) sind resistent, Libelle + Stimora (Sperli) hochtolerant; Hokus (Bakker) ist unempfindlich gegen Mosaikvirus und Fruchtfäule.

Salatgurken Birgit F 1(Bakker, gegen Virus behandelt) und Bush Champion (Ahrens & Sieberz) sind ziemlich resistent, Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl) ist resistent, Cubella F 1(Ahrens & Sieberz) ist tolerant gegen Virus, Adrian (Sperli) ist tolerant gegen Virus.

Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent.

Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent.

Himbeeren. Krankes vernichten. Bekämpfung nicht möglich und auch wenig sinnvoll, da die Blätter erst nach der Ernte richtig erkranken. Bodenpflege ist dagegen die Methode der Wahl, um ernste Schäden zu vermeiden. Dazu gehören Bodenlockerung und Maßnahmen, die die erforderliche Bodensäuerung bewirken, z.B. Laub- und Nadelkompost.

Hyazinthen. Vernichten.

Kamelien. Übertragung meistens durch Blattläuse und Zikaden. Blätter weisen helle Muster auf. Befallene Blätter entfernen und vernichten.

Kartoffeln. Kranke Knollen sofort ausgraben und vernichten.

Ledebourie, Ritterstern. Befallenes vernichten.

Lilien. Vernichten befallener Pflanzenteile.

Orchideen. Befallenes vernichten. Pflanze vernichten

Paprika, Peperoni, Tomaten. Ggf. vernichten.

Passionsblumen. Gelbe Flecken auf den Blättern, unregelmäßig verteilt. Auch verkümmerte, verkrüppelte Blätter. Teilweise verschwinden die Flecken im Sommer. Nicht möglich, Einzelexemplare blühen meistens trotz Infektion und müssen deshalb nicht unbedingt vernichtet werden.

Phlox. Vernichten.

Rosen. Befallenes ausschneiden und vernichten. °Kupferspritzmittel. °Kupfermittel sind im Garten verboten.

Roseneibisch, Tomaten. Magermilchspritzungen und Neudovital versuchen. Sonst vernichten. Wichtig: Resistente und tolerante Gemüsesorten.

Roseneibisch, Hibiskus. Befallenes abschneiden. Falls Weiterverbreitung nicht zu stoppen, Pflanze vernichten.

Salat, Tulpen II, Ulluco. Vernichten.

Schwertlilien. Ausschneiden befallener Pflanzenteile, ggf. vernichten.

Trompetenblume. Kulturhinweise beachten, vor allem Düngung und Gießen. Falls der Befall sich trotzdem stärker auswirkt, vernichten.

Tulpen. Ggf. vernichten.

Abwehr: Virusgetestetes Saat- und Pflanzgut kaufen. Bei Obstbäumen wird das durch ein rotes Etikett dargestellt. Erkrankte Sträucher oder Bäume immer zuletzt schneiden, danach Werkzeug gut desinfizieren. Kontakt verhindern. Boden unkrautfrei halten bei Nematodenvorkommen. Ggf. Überträger bekämpfen. Magermilchspritzungen schützen vor Virusbefall bei Tomaten. Befallenes vernichten.

Substanzen denen virushemmende Eigenschaften nachgesagt werden:

Äther. Öle, Biophenole, Eichenrinde, Eukalyptus, Johanniskraut (Zweigspitzen, zur Blüte geerntet), Kermesbeere (Im Spätherbst geerntete Wurzeln), Königskerze, Manukaöl, Melisse (Laubblätter gegen Herpes), Molke, Nelkenblütenöl, Niem, Oregano, Papain, Pfefferminze (Blätter, kurz vor der Blüte gesammelt), Phenole, Quendel (Sprosse mit Blüten), Ringelblume, Rotalgenkalk, Roter Sonnenhut (Wurzel, Kraut, Blüte, Ernte Herbst), Salbei (Laubblätter), Seifenkraut (Wurzel, im Frühjahr oder Herbst geerntet), Selen, Shiitake, Spitzwegerich, Tagetes, Teebaumöl, Thymian (Laubblätter mit Blüten), Zink, Zitronenmelisse, Zimt (stark allergen), Zwiebel.

 

Apfelbäume. Seit 1981 müssen alle Kernobstbäume virusfrei sein. Werkzeug gründlich desinfizieren. Keine Blattläuse und Nematoden dulden, die Überträger sind. Direktkontakt gesunder Bäume mit befallenen Teilen vermeiden.

Blumenrohr, Indisches. Resistente Sorten kaufen.

Dahlien. Boden kalken. Knollen nur mit vorher desinfizierten Messer teilen, mit Holzkohle Schnittstelle behandeln. Jährlicher Standortwechsel. Blattläuse und -wanzen bekämpfen.

Erdbeeren. Nur gesunde Pflanzen zum Vermehren nehmen.

Feldsalat. Zwischen den Blattadern sind helle Flecken, das Blatt krümmt sich. Übertragung durch Blattläuse.

Holunder. Nur Kultursorten mit roten Fruchtstielen anbauen, sie sind virusfrei, ihre Beeren werden gleichzeitig reif. Bewährt sind z.B. Donau, Haschberg, Sambu.

Hyazinthen. Keine stickstoffbetonte Düngung.

Kartoffeln. Virusfreies Saatgut verwenden. Bei Verwendung von Kartoffeln aus eigenem Anbau auf gesundes Saatgut achten.

Lilien. Unkraut bekämpfen, dort siedeln sich häufig Läuse an. Für Übertragung kommen auch Nematoden in Frage.

Little-Cherry-Virus. Kirschbäume. Roden und verbrennen.

Möhren. Erkrankte Pflanzen mit umgebender Erde vernichten, Kalkstickstoff in die Vertiefung streuen. Bei Lagerung darauf achten, das jede Möhre von der nächsten durch Sand getrennt ist. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Das gilt natürlich auch für Chicorèe, Kopfkohl, Sellerie und Zwiebeln. Gründünger mit tiefwurzelnden Pflanzen bei schwerem Boden als Zwischenkultur einschalten. Keine stauende Nässe, ggf. Kulturen auf Dämmen oder Hügelbeeten anbauen. Regelmäßig wässern, wenn nötig, nicht übermäßig düngen. Boden lockern. Möhren an trockenen Tagen ernten, nicht vor der Lagerung waschen. Mit Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Rote Bete in Mischkultur hemmen die Bakterien.

Passionsblume. Pflanze vernichten, bevor die Viren durch Läuse auf etwaige andere Passionsblumen übertragen werden. Läuse sofort vernichten.

Phlox. Keine Stickstoffbetonte Düngung.

Roseneibisch, Tomaten. Schadinsekten, vor allem Thripse, sofort bekämpfen.

Vitella F 1(Kiepenkerl, Pötschke) ist vielleicht resistent. Magermilchspritzungen. Thripse abwehren. Falls die Tomate in einem Gefäß stand, dieses nicht wieder verwenden.

Roseneibisch, Hibiskus. Schadinsekten wie Blattläuse, Thripse und Milben sofort bekämpfen.

Salat. Kopfsalat Attraktion, Carmen, (Bakker), Ovation und Eissalat Resi sind resistent, Ultra ist tolerant. Treibsalat Dukaat ist ziemlich resistent.

Schwertlilie. Blattläuse und Unkraut bekämpfen.

Spinat. Nicht mit Stickstoff düngen. Bleibt im Überwinterungsanbau gesund: Rico F 1 Hybride (Sperli).

Tulpe. Rembrandttulpen haben ihr Farbmuster durch gezielte Virenbehandlung. Diese Tulpen möglichst entfernt von anderen anpflanzen. Die Gelbstreifigkeit kann sich auch als fleckiges Aussehen, hell und gelblich, darbieten.

Zierlauch. Blattläuse bekämpfen.

Zucchini. Defender F 1 (Baldur, Kiepenkerl, Pötschke) ist resistent. Monitor, einschl. Gelbmosaikvirus und partielle Resistenz gegen Wassermelonenmosaikvirus (Hild), Radiant (geg. Gelbmosaikvirus, Pötschke).

Zikaden [Massospora cicadina, Cercopidae ]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Zikaden. Massospora cicadina, Cercopidae Blutzikaden.Eupteryx aurata, Goldblattzikade Eupteryx aurata, Goldblattzikade

Insekten, meist Pflanzensauger mit entsprechenden Mundwerkzeugen. Typisch sind in Ruhigstellung die dachförmig über den Hinterleib gefalteten Flügel. Die Männchen senden artspezifische Schrill- oder Zirplaute aus.

 

Goldblattzikade (Eupteryx aurata). Sie saugen an Brennesseln, Lippenblütlern, Kartoffeln u.ä.

 

 

 

 

Schaumzikade Cercopidae, deren Larven leben und saugen inmitten von speichelähnlichem Schaum (Kuckucksspeichel). Er befindet sich häufig auf Dahlien, Gehölzen, Margeriten, Nelken, Rosen und Unkräutern. Der Schaden ist gering.

Abwehr: Abspritzen mit Wasserstrahl.

 

Rhododendron-Zikade (Graphocephala fennahi): Sie ist 10 mm groß, schmal, lebhaft grün,Graphocephala fennahi, Graphocephala coccinea, Rhododendron-ZikadeGraphocephala fennahi, Graphocephala coccinea, Rhododendron-Zikaderotgestreift.

Sie fliegt bei Annäherung mit einem Sprung nach oben. Sie kann auch seitwärts laufen. Auch die Larven können springen. Siehe 'Rhododendren - Azaleen'.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwergzikaden:

Die Rosenzikade Typhlocyba rosae und ihre Larve saugen an Rosengewächsen, aber auch an Eberesche, Johannisbeeren, Mehlbeere, Weißdorn. 2 Generationen Mi5 und Mi 7. Eiablage 10, meistens an die Rose. Ab Frühjahr saugen sie an der Blattunterseite, ab Sommeranfang wechseln sie zu Obstbäumen, ab 8 saugt die zweite Generation erneut an den Rosen.Gemeine StrauchzirpeGemeine StrauchzirpeSchädigung durch Entzug der Pflanzensäfte und durch Virenübertragung.-

Andere Zwergzikaden (Bild: Gemeine Strauchzirpe) schädigen Ahorn, Dahlien, Erdbeeren, Gewächshausgurken, Hainbuche, Laubgehölze, Linde, Melisse, Pappel, Salbei. Die Tiere befinden sich auf der Blattunterseite, auf der Oberseite sind kleine helle Flecken zu sehen. In trockenen und warmen Jahren sind sie besonders häufig anzutreffen. Bei Befall sollte man den Standort überprüfen, es werden in der Regel nur geschwächte Pflanzen befallen.

 

 

 

 

n/v

Abwehr: Natürliche Feinde sind Blumenwanzen, Erzwespen, Florfliegenlarven, Laufkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Schlupfwespen, Spinnen.

Schaumzikade Cercopidae, deren Larven leben und saugen inmitten von speichelähnlichem Schaum (Kuckucksspeichel). Er befindet sich häufig auf Dahlien, Gehölzen, Margeriten, Nelken, Rosen und Unkräutern. Der Schaden ist gering. Abspritzen mit Wasserstrahl.

Zweige bewegen und mit Kescher fangen. Neudosan, Niem, Raptol, Spruzit. Gelbtafeln aufstellen.

Gurken. Gewächshausgurken sind betroffen. Die Blattränder werden gelblich, die Blätter rollen sich zusammen, das Blattgewebe vertrocknet. Auch die Früchte sind missgestaltet.