Großblütige Himmelsblume [Thunbergia grandiflora]

Großblütige Himmelsblume - Zusammenfassung

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Thunbergia grandiflora. Acanthaceae.

Die Thunbergia grandiflora ist auch ursprünglich in Bengalen beheimatet. Am Naturstandort wird die Pflanze etwa 15 m hoch, bei uns ist die äußerste Länge etwa 7 m. Die großen, prachtvollen lavendelblauen Blüten mit gelbem Schlund entstehen teils einzeln in den Blattachseln der windenden Triebe, überwiegend aber auch an nicht windenden, hängenden Kurztrieben in Form von dichten Trauben. Diese Blütentrauben können sich bis zu einer Größe von 50 cm auswachsen und verhelfen der Pflanze zu einer anhaltenden Blütenfülle.

Die Blütentrauben werden nach unserem Ermessen bevorzugt bei hoher Lichtintensität (Sommer) oder aber bei niedrigen Temperaturen (ca. 16°) angelegt. Bei dauerhaft geringer Lichtmenge und hohen Temperaturen (> 20°) hingegen bildet die Pflanze vorrangig windende Langtriebe. Salzarmes und schwach saures Substrat. Es sollten hochwertige Kompostsubstrate verwendet werden, die keinen oder nur geringen Kompost enthalten. Das Substrat sollte einen Zuschlag von rund 30% Blähton, Bims, Lava etc. enthalten und in seiner Struktur stabilisiert werden. In der Regel sollte nur bei Bedarf gegossen werden. Zur optimalen Nährstoffversorgung ist es notwendig, einen flüssigen oder wasserlöslichen Blumendünger zu verwenden.

Die Stecklingsvermehrung wird als problematisch angesehen. Es lassen sich jedoch binnen 4 - 6 Wochen bewurzelte Teilstecklinge herstellen - bei einer Anwuchsrate von 85% - sofern das Stecklingsmaterial von weitgehend vegetativ gestimmten Pflanzen entnommen wird und die Vermehrung bei 22 - 25° durchgeführt wird. Ein Kulturbeginn im Sommer reicht aus, um im darauffolgenden Frühjahr kräftige, blühende Pflanzen zu erzielen, deren Höhe von der angebotenen Rankhilfe vorgegeben wird. Die Pflanzen sollten zunächst schattiert bei über 20° kultiviert werden, um ein rasches, überwiegend vegetatives Wachstum zu erzielen. Ist die gewünschte Pflanzengröße erreicht (meistens im Oktober), wird die Schattierung aufgehoben und die Temperatur auf 16° abgesenkt, was zu einem deutlich verringerten Wachstum und zur Bildung der Blüten tragenden Kurztriebe führt. Ab März wird wieder wärmer kultiviert, wobei sich die Blütentriebe auswachsen. Auf dauerhafte Temperaturen unter 14° reagiert die Wärme liebende Pflanze mit ausgeprägten Chlorosen.

Überwinterung: Sie können bei mehrjähriger Überwinterung, z.B. durch mediterraner Herkunft, durchaus mehrere Jahre überwintern, sie sollte im Treppenhaus oder an einem Blumenfenster erfolgen, oder am besten in einem temperierten Wintergarten oder Gewächshaus und Gärtnerei.

Wie bei Rankpflanzen üblich, ist der Pflegeaufwand bei der Kultur von Thunbergia grandiflora hoch. Anstelle eines Stutzens empfiehlt sich ein Lösen des obersten Triebabschnittes von der Rankhilfe und eine Herableiten des Triebes. Die Pflanze treibt daraufhin in den nun zuoberst stehenden Blattachseln aus, der abgeleitete Trieb windet erneut nach oben. Der vermiedene Verlust an Pflanzenmasse kommt einem dicht belaubten Aufbau entgegen und erhöht das Potential für Blütenanlagen. Anzumerken ist, daß aufgrund der großen Nachfrage auch Pflanzen, die diesem Standard nicht entsprechen, mühelos Absatz finden.

Zu 100% sonnig, warm, geschützt. Unter Glasbedingungen ist der Blüherfolg am besten. Ballen nicht austrocknen lassen. Bedarf mäßig, Düngen alle 8 - 14 Tage von April bis August. Die schlingenden Arten Thunbergia grandiflora, mysorensis, coccinea brauchen Kletterhilfen. Thunbergia erecta wächst buschig, fast ganzjährig. Sie wird einen Meter hoch. An dünnen Zweigen trägt er bis 7 cm lange Blätter. Im Winter hell bei 10 - 20°. Minimum ist etwa 3°. Auf Wurzelwärme achten. Da die Blüten an den Spitzen der Triebe sitzen, ist ein harter Schnitt notwendig.