Fuchsien [Fuchsia] - Anbau

Fuchsien - Lage

Sonne, Halbschatten. Luftiger, windgeschützter Standort, Pflanzabstand wahren.Fuchsienblüte
Bild von: Botanikus-CD

Nicht in schwarze Plastiktöpfe pflanzen, sie werden zu heiß. Erst bei 16 Stunden Licht je Tag bringen sie ein Maximum an Blüten hervor, im Schatten lässt der Blütenreichtum erheblich nach. Möglichst nicht über 25° in der Sonne. Halbschatten ist für die meisten Pflanzen angemessen, Fuchsien in kräftigen Farben können heller stehen. Die Erde darf auf keinen Fall nass werden. Zugige Plätze vermeiden. Je gleichmäßiger die Erdfeuchte, umso mehr Sonne ist möglich.

Es gibt nur wenige Fuchsien, die als Zimmerpflanzen geeignet sind. An Sommertagen regelmäßig gießen und Mai bis August alle 2 Wochen düngen. Ist die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig, hilft häufiges Besprühen. Günstig ist ein Platz unter einem lichtdurchlässigen Dach, das die Pflanze vor direkter Sonne oder Regen schützt, an der Ost- oder Westseite, Südfenster nur mit Schattierung.

Fuchsien - Aufzucht

Sie lieben gleichmäßig feuchte Erde und hohe Luftfeuchtigkeit, deshalb bei heißer, trockener Luft öfters überbrausen, auch schon morgens. Starke Hitze wird nicht gut vertragen. Regelmäßig wöchentlich nachdüngen und gut wässern. Höhe 20 - 200 cm. Hochstämmige Fuchsien mit Stab gegen Windbruch schützen. Sie können auch buschig oder hängend sein. Steht Regen in Aussicht, sollte man dazu Arten mit ungefüllten Blüten sorgen.

Humoser, durchlässiger Boden, z.B. Gartenerde, Kompost und Sand zu gleichen Teilen oder hochwertige Handelsware, auch Geranienerde. Blüten zweifarbig in blau, orange, rosa, rot und weiß, vom Vorfrühling bis in den Herbst. Lässt die Blühkraft im Sommer nach, empfiehlt es sich, in der Blühpause zu lange Triebe zu kürzen, damit ein neuer Anreiz zum Blühen geschaffen wird. Verblühtes sofort entfernen. Weißblaue Sorten sind besonders empfindlich, zuviel Sonne oder auch Wasser lassen sie leicht erschlaffen. Die Erde darf niemals ohne kräftige Nährstoffe sein, einmal pro Woche/14 Tage düngen. Wenn die Fuchsien alle zwei bis drei Wochen entspitzt werden, wachsen sie besonders dicht.

Etwaige Früchte sind essbar.

Fuchsien - Vermehrung

Es empfiehlt sich, jedes Jahr im Frühling Stecklinge heranzuziehen und die alten Pflanzen nach 3 Jahren zu entfernen, da Fuchsien nicht langlebig sind. Einen leicht verholzten Seitentrieb ohne Knospe, 8 - 10 cm, im Sommer unterhalb des 2. oder 3. Blattpaares abschneiden und wahlweise in Kokoserde stecken (18 - 20°) oder in Wasser stellen, Südfenster. Die unteren Blätter müssen entfernt werden. Problematisch ist Venus victrix, weniger anfällig Quasar. - Auch Hochstämmchen können herangezogen werden. Sie können alle Äste bis auf 2 - 3 Blattpaare zurückschneiden.

Fuchsien - Überwinterung

Winterquartier: So spät wie möglich, E 10, 11. Leichte, vorübergehende Frühfröste bis -3° werden vertragen. Vor reichlichem Regen schützen. Sämtliche Blätter sollten abgeworfen sein, danach sammeln und vernichten. Kronen leicht zurückschneiden und dabei Langtriebe zurücknehmen, nach einem schwachen Rückschnitt werden sie bei 5 - 10° überwintert. Der Schnitt ins Holz wird schlecht übertragen. Alle Zweigenden mit Blüten, Früchten und Knospen sowie vergilbtes Laub und nach innen wachsende Triebe entfernen, dabei wird gleichzeitig Grauschimmel bekämpft. Der kräftige Rückschnitt wird im März vor dem Austrieb vorgenommen. Vorjahrsneutriebe um ein Drittel kürzen, aber jeweils zwei Knospen belassen. Rückschnitt bis ins alte Holz möglichst vermeiden. - Nur wenn das Winterquartier beengt ist, müssen die Pflanzen schon im Spätherbst stark zurückgeschnitten werden und im Frühjahr muss ggf. ein kleiner Korrekturschnitt erfolgen. Im Sommer sollte man durch ständiges Entspitzen für einen kompakten Wuchs sorgen. - Am besten können Fuchsien in leicht abgedunkelten Räumen bei etwa 12° überwintern. Nur wenig gießen, einmal monatlich genügt. Gesundes Laub bleibt bis zum Vergilben an der Pflanze.

Winterharte Fuchsien (sie blühen ab Juli) sollten im Frühjahr in eine Mulde gepflanzt werden, die im Laufe des Jahres aufgefüllt wird. Sie brauchen Winterschutz aus viel trockenem Laub und Fichtenreisig, der Wurzelballen darf auf keinen Fall durchfrieren. Auch die Kronen mit Fichtenreisig schützen. Außerdem im Januar um 1/3 zurückschneiden und ausputzen.

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