Frühlings-Krokus [Crocus] - Alle

Allgemein

Frühlings-Krokus - Alternativnamen

Safran

Frühlings-Krokus - Allgemeines

Crocus. Schwertliliengewächse. Krokus, Crocus

Amseln: Sie reagieren Revierstreitigkeiten an gelben Krokussen ab. Gärtner stellen fest, daß ständig gelbe Krokusse abgerissen werden. Solche Verwüstungen gehen auf das Konto von Revierstreitereien der Amseln. Liegt ein Krokusbeet im Grenzbereich zweier Reviere, so wirken gelbe Blüten als Auslöser für die Amselhähne, sie reagieren ihre Aggressionen an ihnen ab. Man sollte deshalb ein zartes Netz über die Krokusse spannen.


Anbau

Frühlings-Krokus - Lage

Sonne, allenfalls kurzzeitig lichter Schatten. Wird meistens im Rasen angepflanzt, aber auch in Rabatten und im Steingarten, vor Gehölzen.

Frühlings-Krokus - Boden

Lockerer, humoser Boden, im Frühjahr eher feucht, im Herbst eher trocken, ohne Staunässe.

Frühlings-Krokus - Aufzucht

Pflanzung 8 (herbstblühend), sonst 9 - 10 in tief gelockerte Erde, 6 - 10 cm tief, Abstand nicht unter 8 cm, in Tuffs. Der sonnigste Platz in Ihren Garten ist der beste, denn alle Arten stammen aus dem Mittelmeerraum und aus dem Nahen Osten. Die Knollen sollten etwa dreimal so tief gepflanzt werden wie sie hoch sind. Blüte in vielen Farben 1 - 5, 9 - 12. Sie haben 3 Staubgefäße. Mit keiner Pflanze können Sie im zeitigen Frühjahr solche Farbeffekte erzielen wie mit Krokussen. Sie zeigen mit einem Paukenschlag den Frühjahrsbeginn an. Rasen mit Krokussen erst nach Vergilben der Blätter mähen. Bei Wühl- oder Feldmausgefahr Knollen durch Metallbehälter oder Drahtkörbe schützen.

Vermehrung durch Brutknollen, entweder durch die Pflanze selbst oder durch Ausgraben und Verteilung der jungen Brut im Mai/Juni. Krokusse sind winterhart.


Sorten

Frühlings-Krokus - Sorten

Crocus vernus (neapolitanus), Gartenkrokus, Wildform aus den Alpen. Frühlings-Krokus. Großblumig, viele Farbtönungen, oft mit zarten Zeichnungen, 3 - 4. Nicht düngen.

Vanguard, Blüte innen hellblau, außen silberblau, großblumig, 3, 8 cm.

Wildkrokusse:

Crocus ancyrensis, goldgelbe Blüte 2 - 3, 5 cm. Ankara-Krokus mit vielen Blüten. Eine sehr frühe und reichblühende Wildart aus Kleinasien mit zahlreichen kleinen tieforange-gelben Blüten. Pflanzen Sie mindestens zehn Zwiebeln auf eine handtellergroße Fläche.

Crocus angustifolius, goldgelbe Blüte, außen dunkelrot gezeichnet, 2 - 3. Gut geeignet für Verwilderung im Rasen.

Crocus biflorus Miss Vain, Blüte außen elfenbeinfarben mit zartblauen Flecken, innen weiß, Schlund silbergrau, 2 - 3, 8 cm.

Crocus cvijicii, auch sie halten bis April durch.

Crocus chrysanthus, Goldlackkrokus. Blüte in Gelb-Schattierungen, 2, oft mit violetten Zeichnungen.

Ard Schenk, Blüte strahlend weiß mit goldgelbem Auge, 3 - 4, 8 cm. Bis zu 10 Blüten entfalten sich aus einer Zwiebel.

Blue Pearl, Blüte lavendelblau, Basis broncefarbig, innen silberblau, 2 - 3, 6 cm.

Cream Beauty, zartcremegelbe Blüten mit runden Blütenblättern auf kurzen Stielen, reichblühend, 2 - 3, 6 cm. Er besticht durch zarte Cremetöne und rundliche Blüten von Februar bis März. Robust, mit starkem Ausbreitungsdrang.

Eye Catcher, zahlreiche kleine weiße Blüten, außen tief blauviolette Zeichnung, 3, 7 cm.

Fuscotinctus, Blüten leuchtend goldgelb, außen braun getönt, 2 - 3, 5 cm.

Gipsy Girl, goldgelbe Schalenblüten, 2 - 3, 10 cm. Besonders geeignet zwischen niedrigen Stauden.

Moonlight, zusammen mit leuchtendem Blau oder orangegelb sehr wirkungsvoll, 3, 7 cm.

Prins Claus, Blütenblätter sind außen violettblau, innen zartlavendel, fast weiß, 3, 7 cm.

Prinzessin Beatrix, Blüte lobelienblau, Basis goldgelb, 3, 8 cm.

Saturnus, gelbe Sternenblüten, 2 - 3, 8 - 10 cm.

Snow Bunting, Blüte schneeweiß, außen etwas gelblich schimmernd, 2 - 3, 6 cm. Verwildert gut.

White Triumphator, weiß mit gelbem Schlund, 2 - 3, 10 cm.

Crocus etruscus, der italienische Waldkrokus. Er eignet sich auch zum Verwildern auf feuchteren Plätzen.

Zwanenburg wirkt fast schon blau.

Crocus flavus, Goldkrokus. Blüte 3 goldfarben. Wird als langlebig empfohlen.

Crocus fleischeri, Blüte weiß mit orangefarbenen Stempeln, 2, 6 cm. Einer der frühesten Krokusse. Die kleinen Zwiebeln sind teuer, da die Nachzucht sehr schwierig ist.

Crocus imperatii De Jager, Blüte außen cremegelb mit purpurroten Streifen, nach Öffnung der Blüte erscheinen die blau-lila-farbenen Blütenblätter mit violetten Adern, 2 - 3, 7 cm. Empfehlenswert, ohne besondere Ansprüche.

Crocus korolkowii, Blütenblätter spitz zulaufend, goldgelb, Mitte dunkelbronce, 2 - 3, 6 cm. Wildform aus Afghanistan, Taschkent-Krokus. Er zaubert breits ab Februar kleine, sternförmige Blüten in leuchtendem Gelb wieder. Die Blüten duften sogar.

Crocus kossaninii, Blütensterne lilafarben, spitz zulaufend, 3 - 4, 6 cm. Eine Rarität für Lienhaber und Sammler.

Crocus minimus. Blüte 3 - 4, Größe 5 - 8, Sonne oder Halbschatten. Entzückender, kleiner Zwergkrokus, der dem Betrachter viel Freude macht. Blüht für einen Krokus ziemlich spät, aber dafür lange. Verwildert. Die Bergwiesen Nord-Griechenlands halten sogar bis April durch.

Crocus sieberi, Kretakrokus. Blüte dicht über dem Boden in hellen Blau- bis Violetttönen, Schlund goldgelb, 2, 6 cm. Wildart. Einer der frühesten Krokusse.

Bowles White wurde schon mehrfach preisgekrönt und gilt als einer der schönsten Krokusse überhaupt. Wohlgeformte bauchige Kelche in reinem Weiß, mit leuchtend orangegelbem Schlund.

Dreifarbenkrokus, Februar bis März. Sonne, Halbschatten. Hat einen starken Kontrast zwischen violettblauen Blütenblättern und dem goldgelben Schlund, getrennt durch ein weiß.

ssp. atticus, Blüte variiert zwischen rosa und einem zarten Blau, gelbes Auge, 3, 6 cm.

Hubert Edelsten, Blüte violett marmoriert, innen weiß, 3, 8 cm.

ssp. sublimis Tricolor, Blüte außen violett, Mittelkranz weiß, Schlund gelb, 2, 6 cm. Außergewöhnliche Züchtung. Diese Pflanze kann sich auch allein zwischen den Krokussen gut behaupten.

Crocus stellaris, Blütenblätter goldgelb, stark gefiedert, Schlund mahagonifarben, 2 - 3, 6 - 8 cm.

Crocus tommasinianus, Elfenkrokus.Crocus tommasinianus, ElfenkrokusCrocus tommasinianus, Elfenkrokus
Bild von: Botanikus-CD

Blüte lila, auch dunkelviolett, 2 - 3. Kalkverträglich. Wildform. Sonne. Boden locker. Gefahr von Auswucherung durch Samen und Brutknöllchen. Vorzugsweise in Blumenwiesen und Parkanlagen anpflanzen. Wird als langlebig empfohlen.

Barr's Purple, die Blüten sind violettblau.

Lilac Beauty, zartrosa-violett.

Roseus, Blüte purpurrosa, 3; 8 cm. (Teuer). Der einzige Krokus, der die Farbbezeichnung 'rosa' verdient. Eine Besonderheit, die jetzt auch in größeren Stückezahlen zur Verfügung steht.

Ruby Giant, Wildkrokus, der sich gerne ausbreitet. Er bildet blaue Blütenteppiche. Blüten sind kräftig purpurviolett.

Whitewell Purple, Blüte dunkelviolett, 3 - 4, 8 cm. Um ein kontrastreiches Bild in der Krokuswiese zu schaffen, sollte man auf den Tommasinianus nicht verzichten. Das dunkle Violett bildet einen guten Kontrast.

Crocus vernus

Vanguard, 8 cm hoch, 3. Innenhellblau, außen silberblau; großblumiger als die anderen aufgeführten Krokus-Sorten.

         Remembrance, Größe 15cm, März bis April, Sonne, Halbschatten.

Crocus versicolor picturatus, Blüte schneeweiß mit dunkelviolett gefiederten Längsstreifen, 2 - 3, 6 cm. Wildblume.

Tecophilaea cyanocriocus, Andenkrokus. Er stammt aus Chile, dunkles Enzianblau. Kelchmitte ist weiß und vereinzelt dunkelblau geädert. Blüte 4, 10 - 15 cm, Sonne. Das strahlende Blau wird von keiner anderen Blume übertroffen. Er sollte besser etwas abgedeckt werden. Sonderpreis.

Herbstblüher: Wie vor, aber Sonne bis Halbschatten, nicht für Rasen geeignet, sondern für Steingärten und Rabatten an geschützten Stellen zwischen niedrigen Stauden oder Gehölzen, zwischen niedrigem Phlox, Schleierkraut oder Steinbrechpolstern. Etwas Kompost ist günstig. Pflanzung im Mai, nicht an Stellen, wo vorher andere Irisgewächse gestanden haben. Pflanztiefe 5 - 10 cm. Vermehrung durch Brutknollen und Samen, selbsttätig. Nach einigen Jahren empfiehlt es sich, die Herbstkrokusse an anderer Stelle neu zu pflanzen. Die Blätter sprießen erst im nächsten Frühjahr, sie müssen bis zum Vergilben geschont werden. Herbstkrokusse sind zwar frostbeständig, vertragen aber oft nicht anhaltende Nässe. - Nicht für Schnittblumen geeignet. - Unterscheidung gegenüber Herbstzeitlosen: Nur drei Staubfäden statt sechs.

Crocus autumnale, rosarot, 10 - 12.

Crocus banaticus, Blüte weiß bis violett, 10 - 12.

Crocus bycanthinus, Blüte purpurfarben, 10 -11, nur für geschützte Lagen.

Crocus goulimyi, fliederfarben, 10 - 11, 10 cm. Vermehrt sich schnell an warmem Platz. Dieser Krokus stammt aus Griechenland. An warmen Plätzen vermehrt er sich sehr gut.

Crocus karduchorum Hort, Wildform, Blüten großblumig, bis zu 5 Stück je Zwiebel, lavendelrosa, 10 - 11, 10 cm. Eine großblumige Wildform. Die lavendelrosa Blüten kommen durch den leuchtend orangegelben Schlund besonders zur Geltung.

Crocus kotschyanus, schöne Herbstfreuden mit großen rosalila Farben, sie treiben aus im September bis Oktober.

Crocus laevigatus, Blüte helllila mit mit Purpurstreifen, 12 - 1. Besser im Wintergarten auspflanzen, verträgt keine Nässe.

Crocus fontenayi, Blüte purpurviolett außen gefiedert, je nach Wetter ab E 11. Dieser Krokus schließt die Lücke zwischen Herbst- und Frühlingsblühern. Er blüht je nach Wetterlage ab Ende November oder erst im Januar, sobald die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen. Seine prachtvollen Blüten sind außen purpurviolett gefiedert.

Crocus ligustus (medius). 10 cm hoch, 10 - 11. Der ligurische Krokus stammt aus den Westalpen und den Apeninn. Auch er hat einen kräftigen orangeroten Griffel. Eine reichblühende Art.

Crocus longiflorus, Blüte lila, purpur, 10 - 11. Hell fliederfarbene Blüten mit gelber Basis und Staubbeutel. Deutlich hebt sich hier die scharlachrote Narbe ab. Wildvorkommen findet man in Süditalien und auf Sizilien.

Crocus nudiflorus, Blüht rötlich, 9 - 11, verwildert.

Crocus ochroleucus, Blüte weiß, 10 - 11, 8 cm. Zierliche, weiße Blüten, die sich bis Anfang Dezember halten. Mitunter blühen sie im Pflanzjahr zaghaft. Aber im zweiten Jahr bilden sich Horste, und der Blütenflor wird immer reichlicher.

Crocus pulchellus Zephyr, Blüte weiß, leicht perlgrau bis lila angehaucht, mit feiner violetter Aderung, 9 - 10, 10 cm. Liebt den Schatten. Die feine violette Aderung hebt sich dezent ab.

var. aitchisonii, blassblau, mit feiner Aderung und orangefarbener Narbe, Schlund cremeweiß, 10 - 11, 12 cm. Empfehlenswert. Stark verästelte Narben in leuchtendem Orange zieren die blassblauen Blüten, und aus seinem cremegelben Schlund entspringt die schöne Zeichnung der Adern. Sicherlich einer der schönsten Herbstblüher.

Artabir, Blüte hellblau, dunkel geädert, Schlund cremefarben, Stempel tieforangerot, Staubgefäße dunkelgelb, 10, 12 - 15 cm, mit zartem Duft. Die hellblauen, dunkler geäderten Blüten haben einen cremegelb schattierten Schlund. Auffallend schön sind der tieforangerote Stempel und die dunkelgelben Staubgefäße. Bei schönem Wetter geben die Blüten einen zarten Duft ab.

Cassiope, Blüte himmelblau, gute Gartensorte.

Conquerer, intensiv violettblau, 10, 12 cm. Um auch im Spätherbst noch verschiedene Farbabstufungen im Garten zu haben, verwendet man die Herbstkrokus-Hybriden. Mit seinem intensiven Violettblau darf der Conqueror nicht fehlen.

Crocus zonatus, bildet rosafarbene Becher, 8 - 10, 10 cm.

Whitewell Purple, Blüte dunkelviolett, Stempel orangefarben, 3 - 4, 8 cm.

Sternbergia clusiana, lutea, Goldkrokus, sie ähnelt im Aussehen dem Krokus. Blüte goldgelb, Blüte 9/10, 10 cm hoch. Blüht mit Blattschnuck. Steingartenpflanze. Der Boden muss sehr durchlässig und kiesig sein. Standort warm, Sonne.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Fäule

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Blumenrohr, Kamelien, Krokus, Salat, Zucchini. Die Knollen werden vor allem im Winterlager infiziert und faulen. An Blüten, Knospen, Wurzeln und Stamm beruht auf ungünstigen Wachstumsbedingungen. Die geschwächten Pflanzen werden ein Opfer von Pilzkrankheiten.

Fusariumwelke. Pflanze vertrocknet, Knolle verfärbt. Junge Früchte faulen an der Spitze, so dass die befallene, weiche Seite einen geringeren Durchmesser hat als der Rest der Frucht. Nasskalte Witterung begünstigt die Infektion.

Blumenrohr, Kamelien, Krokus, Salat, Zucchini. Faulstellen herausschneiden und mit Holzkohlenpuder behandeln. Die Knollen werden vor allem im Winterlager infiziert und faulen. Befallenes abschneiden, soweit möglich. Stärkungsmittel spritzen, z.B. Algenpräparate, Moosextrakt.

Knollen ausgraben und vernichten.

Blütenansätze und junge Triebe mit Knoblauchauszug oder Knoblauchschalentee spritzen, zweimal wöchentlich bei feuchtem Wetter. Auch in die Blüten spritzen.

Blumerohr, Kamelien, Krokus, Salat, Zucchini. Erde immer durchlässig halten. Nicht stickstoffbetont düngen. Ausreichend Kali geben. Pflegehinweise beachten. Staunässe vermeiden durch tiefe Bodenlockerung, ggf. Dränage. Keine krank aussehenden oder beschädigte Knollen pflanzen.

Dandoo F1 (Baldur) soll resistent sein.

Grauschimmel [Botrytis cinerea usw.]

Botrytis cinerea u.a., Schwächeparasit.

Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab, danach entstehen große rotbraune Flecken auf Blättern und Früchten. Viele Früchte sehen zuerst glasig aus.

Blätter schrumpfen von der Spitze her. Die Pilze überwintern als Myzel auf abgestorbenen Pflanzen. In warmen, nassen Jahren besonders aktiv.

Es gibt viele Botrytisarten. Befallen werden besonders: Bohnen (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Brombeeren, Erdbeeren (Blüten werden infiziert, Früchte sind grau befallen, werden braun und faulen), Gurken (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Himbeeren, Kopfsalat (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Spargel (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Tomaten (grauer Pilzrasen, danach Fäule. Helle Ringe auf den Früchten), Weintrauben, Zwiebeln; Begonien, Blausterne, Cyclamen (besonders gefährdet), Dahlienblüten, Fuchsien, Geranien, Gladiolenknollen, Herbstzeitlosen, Inkalilie, Kaphyazinten, Kugelamarant, Lilien, Mittagsgold, Narzissen (Narzissenfeuer), Pfingstrosen, (Triebe und Knospen werden welk, Stängel werden unten braun, faulen), Primeln, Rosen, Schneeglöckchen, Staticen, Tigerblumen, Tulpen (Tulpenfeuer), Vergissmeinnicht, Zinnien, Zucchini (die Enden der Früchte werden gelb, sie bleiben dünner als der Stiel-Teil).

Der Pilz befällt vor allem weiche Früchte und Blüten. Grauschimmelfäule an Fichten und Tannen: Junge Triebe hängen herab. An den Nadeln sind graubraune Pilzfäden mit silbergrauen Sporen.

Der Pilz tritt im Freien wie unter Glas auf. Feuchte Luft oder Erde fördern den Befall.

Die Sporen sind überall vorhanden und keimen auch auf gesundem Gewebe. Eindringen können sie erst, wenn das Pflanzengewebe geschwächt oder zu stark gedüngt ist, besonders gern bei Stickstoffüberdüngung (Schwächeparasit).

SchadbildVorbeugungBekämpfung
  • Alpenveilchen. Auf allen Pflanzenteilen faule, nasse Flecken, bei starkem Befall ist auch ein grauer Schimmelschleier zu sehen.
  • Basilikum, Begonien, Besenheide, Blauglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Dahlien, Erbsen, Erika, Eukalypten usw. Befall der Keimlinge. Grauschimmel. Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab. Botrytis cinerea.
  • Bohnen. Botrytis fabae. Schwächeparasit. Der Pilz überwintert als Myzel auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Infektion besonders in nassen Jahren. Besonders betroffen sind Blätter und Hülsen, die später faulen.- Betroffen sind von den verschiedenen Botrytis-Pilzen auch andere Pflanzen wie Begonien, Cyclamen, Dahlien, Erdbeeren, Gladiolenknollen, Gurken, Himbeeren, Kopfsalat, Pelargonien, Primeln, Tulpen, Weintrauben, Zwiebeln usw.
  • Brombeeren. Weißer oder hellgrauer Belag auf den Früchten. Faulen. Der Pilz dringt schon während der Blütezeit in die Pflanze ein. Feucht-warmes Wetter fördert den Befall. Der Pilz überwintert an Fruchtmumien, an abgestorbenen Blattstielen und an den Ruten. Er kann auch Erd- und Himbeeren befallen.
  • Erdbeeren. Botrytis cinerea. Schwächeparasit. Infektion der Früchte über die Blüten, vor allem die Kelchblätter, sie ist also schon erfolgt, wenn sie noch nicht sichtbar ist. Hauptinfektionsquelle ist verdorrtes Erdbeerlaub. Graubraune Flecken auf den Früchten, später grauer Pilzrasen auf der ganzen Frucht, rotbraune Flecken auf den Blättern. Knospen und Blütenstiele werden bräunlichschwarz, Blüten oder Früchte hängen herunter. Feuchte Witterung und Temperaturen von 15 - 20° fördern die Krankheit. - Befällt auch Himbeeren und Brombeeren (siehe dort) und überwintert an abgestorbenen Fruchtmumien oder Blattstielen am Boden.
  • Kakteen. Botrytis. Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab.
  • Lilien. Botrytis elliptica und cinerea. Kleine braune oder grüne glasige Flecken an Blüten und Knospen, die sich schnell vergrößern. Faulstellen. Verkrüppelte Blüten, die sich nicht öffnen. Auf den Zwiebeln befinden sich kleine schwarze Stellen (Dauerkörper). Die Pflanzen können bei Nässe absterben. Wärme und Feuchtigkeit begünstigt. Weiße Lilien (Madonnenlilien) sind besonders gefährdet, auch Gladiolen, Iris und Tulpen; in geringerem Maße Herbstzeitlose, Hyazinthen und Schneeglöckchen..
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit. 
  • Pfingstrosen. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.Strauchpfingstrose. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.
  • Tulpen. Blatt- und Sproßteile kümmern, die Blätter sind verbogen und faulen ab, ebenso die jungen Triebe (Tulpenfeuer). Nur spärlicher Blütenaustrieb oder ausbleibend. Grauer Schimmelrasen, vor allem Frühsorten treiben nicht richtig aus. Zwiebel faulen, deutlich sichtbar sind die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien). Die Blätter haben glasige Stellen. Bei feuchter Witterung (Dauerregen) erhöhte Befallsgefahr.
  • Veilchen. Siehe unter Graufäule (Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab) und 'Mehltau, echter' (Auf der Oberseite kleine, weißgraue Flecken, die zusammenfließen, oft auch beidseitig. Die Blätter werden braun, trocknen ein, sterben ab).
  • Weinreben. Botrytis cinerea. Sauer-, Stiel- und Edelfäule. Feuchtes Wetter begünstigt, besonders bei angefressenen oder durch Hagel beschädigten Beeren (Sauerfäule). Grauer Pilzrasen auf allen Pflanzenteilen. Die Gescheine können abgetötet werden mit nachfolgendem Sauerwurmfraß. Geringer Befall kurz vor der Ernte ist oft erwünscht (Edelfäule). Sie erhöht den Zuckeranteil. - Befallenes Holz bzw. das Fallaub kann im nächsten Jahr zum Ausgangspunkt neuer Infektion werden. Grün-/Rosafäule ist eine Sekundärinfektion nach dem Grauschimmel. Voraussetzung ist feuchte Witterung 9/10. Die Trauben verfärben sich.

 

Vorbeugende Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, ENVIRepel, Myco-Sin (Erdbeeren, Wein), Ulmasud B im Wein- und Hopfenbau. Biofa Kiesel flüssig. Phytovit gegen Grauschimmel an Gurken. Elot-Vis. Schwächeparasit, daher müssen die Wachstumsbedingungen den Bedürfnissen angepasst werden. Nur morgens gießen, nicht auf die Pflanzen. Feuchtwarmes Wetter erhöht die Infektionsgefahr. Keine stickstoffbetonte Düngung, Bodenlockerung, Pflanzabstände einhalten, regelmäßig wässern, auf Licht und Luft achten im Gewächshaus. Besonders gefährdet sind die Pflanzen, wenn nach unterlassener Lüftung die Luft im Gewächshaus feucht wird und in der folgenden Nacht die Temperatur stark absinkt. Sobald sie unter den Taupunkt absinkt, lagert sich überall Nässe ab. Durch Heizen während der kalten Nächte kann dies weitgehend verhindert werden.

Topfpflanzen nur mäßig gießen im Winter. Für Helligkeit und regelmäßige Lüftung sorgen. Zu dichtes Laubwerk zurückschneiden. Genügend Abstände lassen zwischen den Pflanzen. Abgefallenes und Befallenes sofort entfernen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Pflanzenstärkungsmittel anwenden.

Regelmäßig auf Befall kontrollieren. Setzlinge mit Algenextrakten und Brennesseljauche fördern, vorher Wurzelbad. Erdbeeren mit Stroh abdecken. Auf richtige Sortenwahl achten. Sauren Boden mit Gesteinsmehl (siehe Steinmehle, vor allem Basaltmehl) verbessern. Knoblauch zwischen gefährdete Kulturen setzen. Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm) vorbeugend spritzen, ggf. 1% Wasserglas zumischen bei Beeren und Reben. Zwiebelschalen- oder Knoblauchtee. Moosextrakt. Lebermoser. (Moosextrakt und Lebermooser nur bei Erdbeeren, Weinreben, Paprika, Tomaten, Salat und Blumen, jeweils tropfnass alle 10 - 14 Tage besprühen). Neudovital. Befallene Erde desinfizieren mit Kalkstickstoff. Pechnelkenextrakt. - Siehe auch unter den einzelnen Pflanzen.

 

  • Alpenveilchen. Regelmäßig lüften, Pflanze beim Gießen nicht befeuchten, hellen Standort wählen.
  • Basilikum. Kompost einbringen vor der Aussaat.
  • Begonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Besenheide. Niemals Laub befeuchten beim Gießen.
  • Blauglöckchen. Keine stickstoffbetonte Düngung.
  • Bohnen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Bodenverbesserung mit Gesteinsmehlen und Algenmehl, der pH-Wert darf nicht zu sehr im sauren Bereich sein. Schachtelhalmbrühe spritzen. Sortenwahl. Jungpflanzen durch Wurzelbad stärken, z.B. in Schachtelhalmbrühe. Bodenbearbeitung, lockern, lüften, ausreichend wässern (nur morgens). Weite Pflanzabstände einhalten. Mulchen.
  • Brombeeren. Weite Pflanzabstände, auslichten. Krankes herausschneiden und vernichten. Widerstandsfähige Sorten anpflanzen, z.B. Wilsons Frühe oder Dirksen Thornless. Chester Thornless ist im Herbst anfällig. Stickstoffbetonte Düngung vermeiden. Bei sauren Böden mit Steinmehlen düngen. Boden locker halten. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Schachtelhalmtee spritzen. Neudovital spritzen.
  • Dahlien. Nicht die Blätter und Stängel beim Gießen anfeuchten. Nur morgens wässern. Ausreichende Abstände einhalten.
  • Erdbeeren. Junge Setzlinge in Schachtelhalmbrühe tauchen. Im Jugendstadium mit etwas Brennesseljauche und Algenmehl stärken. Wenig Stickstoff, vor allem kein Stickstoff im Frühjahr, keine Überdüngung. Kieselsäurehaltiges, kalkarmes Gesteinsmehl. Dichte Stauden etwas entlauben. Knoblauch oder andere Zwiebelgewächse zwischen den Erdbeeren anpflanzen, deren Senfölgehalt wirkt gegen den Pilz. Mit Stroh oder Holzwolle die Pflanzen umgeben, so daß die Früchte trocken liegen, spätestens, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. Kalibetonte Düngung. Sortenwahl: Anfällig sind Diana, Elvira, Korona, Lambada, Ostara und Senga Sengana. Weniger anfällig sind: Bogota, Capitola, Confitura (Häberli), Cornelia Pötschke, Darflash, Elvira, Florika (Baldur, Häberli), Framura, Gorella, Joghana, Machern, Mara des Bois, Milprima, Onebor - Marmolada, Pegasus (Häberli), Splendida, Tenira. - Die Monatserdbeere Florika gedeiht auf guten Gartenböden, bei übermäßiger Düngung wird sie jedoch auch von Graufäule befallen. - Spätestens im dritten Jahr Standort wechseln, bei hohem Befallsdruck jedes Jahr. Auslichten (Starker Blattwuchs nach Stickstoffdüngung). Pflanzen vor der Blüte mit Steinmehl bestäuben. Nur düngen in der dritten und vierten Woche nach der Pflanzung und nach der Ernte. Nur morgens wässern, nicht während der Erntezeit. Schwarze Mulchfolie (verfrüht auch die Ernte, hält das Beet unkrautfrei), weite Pflanzabstände, sonniger Standort. Sorten mit Blütenständen, die die Blätter überragen, wählen (Elvira, Polka, Tenira, Florika), widerstandsfähig sind Capitola, Florika, Joghana. Befallenes, kranke Früchte sofort entfernen, spätestens im Frühjahr auch alten Mulch, Strohreste. Verdorrte Blätter und Ausläufer usw. entfernen und verbrennen. - Vorbeugend spritzen mit Rhabarber-, Goldrute-, Ackerschachtelhalm-, Knoblauch- oder Zwiebelschalentee; mit fettarmer Milch, Molke, Kompostextrakten, immer mehrmals vor der Blüte dreimal wiederholen, später immer in die Blüten spritzen. 5 x mit Schachtelhalmbrühe spritzen: 1 x vor der Blüte, 1 x während der Blüte, 3 x nach der Ernte. Mit Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gemischt spritzen. Neudovital Obstpilzschutz vor dem Austrieb spritzen, alle Pflanzenteile müssen benetzt sein, auch die Unterseiten. Bei Blütenbeginn und -ende mit Zuckerlösung 1 - 1,5% direkt in die Blüten spritzen. Moosextrakt. Algan. Niem, MYCO-SIN. Mit blühendem Schnittlauch mulchen. Spritzungen mit ENVIRepel und Vitanal allseitig. Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, Neudosan, Algan, Niem, Lebermooser. - In der Schweiz müssen Hummeln beim Verlassen des Stocks ein 'Fußbad' nehmen, das mit dem Pilz Trichoderma angereichert ist. Den Pilz streifen sie beim Besuch von Erdbeerblüten ab und bringen damit den Gegenspieler des Schadpilzes in Stellung.
  • Fichten. Boden lockern. Kalkgehalt überprüfen, er sollte nicht unter pH 6 liegen. Etwas Kompost geben oder angewelktes Gras auf die Baumscheibe. ENVIRepel, VITANAL.
  • Gladiolen. Luftiger Stand. Mulchen. Sortenwahl. Keine Überdüngung, besonders keine Stickstoffüberdüngung. Pflanzstelle jährlich wechseln. Knoblauch als Zwischenkultur. Schachtelhalmbrühe. Neudovital. VITANAL. ENVIRepel.
  • Gurken. Lockerer Boden, ausreichend Wasser, weite Pflanzabstände. Düngung mit Gesteinsmehl. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Schachtelhalm- und Brennesseljauche spritzen. ENVIRepel. VITANAL. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Überdüngung.- Regelmäßig lüften, die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch werden.
  • Himbeeren. Weite Pflanzabstände. Befallenes sofort vernichten. Resistente Sorten: Elida, Glen Clova, Rubaca (Niniane, Pötschke, ziemlich resistent), Ruflava, Schönemann, Zeva 2 (Willemse). Stickstoffüberdüngung vermeiden. Boden vorsichtig lockern, ggf. wässern. Mulchen. Bei zu sauren Böden Gesteinsmehl oder Algenmehl streuen. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen die Sträucher pflanzen. Beete und Blätter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe übersprühen unter Zusatz von 1% Wasserglas. Neudovital spritzen. ENVIRepel. Vitanal.
  • Knollenbegonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Lilien. Keine nassen und windstille Lagen. Ganzjährig Schachtelhalmbrühe spritzen. Knoblauch als Mischkultur. ENVIRepel. Vitanal. Boden lockern, keine übermäßige Stickstoffdüngung. Keine Zwiebeln dorthin setzen, wo vorher Knollen standen. Gesteinsmehl vor allem bei sauren Böden.
  • Narzissen vernichten. Falls nicht schon geschehen, die Narzissen auf sonnige oder luftige Plätze umsetzen.
  • Paprika, Peperoni. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden locker halten und mulchen. Knoblauch beipflanzen. Für Luftbewegung sorgen. Nicht die Blätter beim Gießen benetzen. Schachtelhalmtee. Moosextrakt, ENVIRepel. Vitanal. Neudovital. Lebermooser. Elot-Vis.
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  • Pfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Rosen in Gartenerden. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Abstand einhalten, die Rosen dürfen sich nicht berühren. Nur Sonnenlagen auswählen. Neudovital-Rosenpilzschutz.
  • Schwertlilien. ENVIRepel. Vitanal. Boden durchlässig machen mit Sand, ggf. auch auf einem Wall pflanzen.
  • Strauchpfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit Moosextrakt. ENVIRepel. Moosextrakt. Lebermooser. Vitanal. Elot-Vis. In Gewächshäusern regelmäßig lüften.
  • Tulpen-Pflanzstelle jährlich wechseln. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl. Nur gesundes Pflanzgut verwenden. Luftiger, sonniger Standort ist optimal. Schweren Boden mit Sand auflockern. Verblühtes und verwelkte Blätter sofort abschneiden. Ausgegrabene Zwiebeln auf Befall prüfen, schnell trocknen lassen, danach trocken lagern. Blattwerk mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. - Diese Krankheit tritt immer häufiger auf. Auch Wildtulpen, die mehrere Jahre auf demselben Platz stehen, werden befallen. Plätze, auf denen Tulpen gestanden haben, sollen über Jahre nicht erneut mit Tulpen bepflanzt werden.
  • Veilchen. Genügend große Pflanzabstände einhalten, Pflanzen nicht zu tief setzen, die unteren Pflanzenteile müssen gut abtrocknen können. Nicht auf die Pflanzen gießen. Nicht abends wässern. Nicht stickstoffbetont düngen. Schachtelhalmbrühe, Neudovital.
  • Weinreben. Frühe Sorten wählen. Traubenwickler und Wespen bekämpfen. Traubenanzahl verringern und mehrmals mit Algenkalk oder Steinmehl stäuben, solange die Trauben sich noch nicht berühren. Neudovital. ENVIRepel. Vitanal. Blue Niagara + Golden Niagara (Fenzl) sind resistent. Moosextrakt. Lebermooser.
  • Zistrosen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit durch ständiges Lüften verhindern, Kondenswasserbildung vermeiden, damit Schadpilzen keine Angriffsmöglichkeit geboten wird. - Blattläuse sind möglich.
  • Zwiebeln. Lockerer Boden, weite Pflanzabstände. Fruchtfolge einhalten. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Jauche oder Stallmist. ENVIRepel. VITANAL.
  • Alle übrigen: Kein Laub befeuchten.
  • Alpenveilchen. Befallenes entfernen.
  • Begonien. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Bohnen, Brombeeren, Dahlien, Feldsalat usw.  Versuch mit Niem.
  • Erdbeeren. Knoblauchtee spritzen. Befallene Früchte und Pflanzenteile vernichten. Blätter nach Ernte abschneiden und vernichten. Moosextrakt. Lebermooser. Mit Gemisch aus Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gießen.
  • Kakteen. Unterhalb des Stängels abschneiden, ist der Pilzbefall an der Pflanzenbasis, die ganze Pflanze vernichten.
  • Knoblauch. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Paprika, Peperoni. Moosextrakt. Niem, Lebermooser. Befallenes abschneiden bzw. die gesamte Pflanze vernichten.
  • Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser, Niem, Pechnelkenextrakt
  • Tulpen. Vernichten.
  • Veilchen. Niem.
  • Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel spritzen. Niem. Moosextrakt. Lebermooser. Vi-Care
Mäuse [Microtus arvalis]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Feigenbaum. Selten, geringe Schäden. Die Feldmaus Microtus arvalis ist gelbgrau, ohne Schwanz bis zu 12 cm groß, Bauch weiß, deutlich sichtbare kleine Ohren. Verwandt mit der Wühlmaus. Meist nachtaktiv, nur bei strengem Frost Winterruhe. Der Bau liegt 50 cm unter der Oberfläche mit mehreren Ein- und Ausgängen. Keine Erdhaufen. Sie leben zu mehreren zusammen. 6 - 10 Würfe mit bis zu 12 Jungen im Jahr. Drei Wochen nach der Geburt sind die Jungtiere geschlechtsreif. Sie fressen an Erdbeeren, Äpfeln und Gemüse, Edeldisteln, Krokussen, Rinde von Obstbäumen und Rosen. Deshalb im Spätherbst Mulch usw. um den Stamm herum entfernen, vor allem bei Jungbäumen, um ihnen Deckung zu nehmen. Sie fühlen sich unter Abdeckungen aus Stroh oder Rindenmulch besonders wohl. Keine Fraßspuren. Überträger von Infektionskrankheiten.

Haferwurzel/Weißwurzel. Die Feldmaus ist gelbgrau, ohne Schwanz bis zu 12 cm groß, Bauch weiß, deutlich sichtbare kleine Ohren. Verwandt mit der Wühlmaus. Meist nachtaktiv, nur bei strengem Frost Winterruhe. Der Bau liegt 50 cm unter der Oberfläche mit mehreren Ein- und Ausgängen. Keine Erdhaufen.

Haferwurzel/Weißwurzel. Bei Überwinterung im Boden gefährden Mäuse die Wurzeln!

Krokus. Mäusefraß kann zuverlässig verhindert werden durch engmaschigen Draht oder Drahtkörbe.

Vögel [Tetrapoda]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Vögel. Tetrapoda.

Durchwühlen der Beete: Abdecken mit Vliesen, dornigem Reisig oder Netzen (Amseln, Krähen, Spatzen, Stare, Wacholderdrosseln).

Fraß an Beerenobstblättern: Knoblauch zerschneiden und in die Büsche hängen.

Fraß Schäden im Obst- und Weinbau: Netze. Kaninchenfelle in die Bäume oder Reben hängen als Vogelscheuchen. Greifvogelatrappen. Katzenatrappen. Knatterblitz-Lärmblenden aus Alu-Folie. Taubenabwehr-Spray durch Geruchsstoffe auch für andere Vögel. Deckel von blitzenden Alu-Dosen oder CD's aufhängen. Schmale Holzpfähle mit verschiedenen Höhen mit einem Abstand von ca. 1,50 - 2 m einschlagen und Plastiktöpfe darüberstülpen. Durch die Bewegung der Töpfe im Wind werden die Vögel abgehalten.

Knospenfraß: Baumanstrich (Freicobakt, Bio-Baumanstrich) spritzen oder Wasserglas. Gelben Torfsack in Stücke von ca. 50 x 5 cm schneiden und im Baum aufhängen oder Vogelschreckstreifen. Theobaldsche Lösung. Katzengeschützte Wasserstelle einrichten. Halbe Knoblauchzehen gegen die Spatzen in die Kronen hängen. CD's in die Zweige hängen.

Nestbau von Spatzen in Fassadenbepflanzung: Warnruf der Amsel oder den Ruf auffliegender Spatzen aufnehmen und abspielen.

Feigenbaum. Vögel lieben die frischen Früchte.

Krokus. Vor allem weiße und gelbe Sorten werden beschädigt, meistens durch Amseln

Leberblümchen. Sie picken das frische Grün.

Bohnen. Zerbissene Blüten liegen auf dem Boden.

Feigenbaum. Netze ausbringen.

Gartenheidelbeeren, amerikanisch. Vogelnetze über die Büsche ausbreiten. Die Netzränder müssen am Boden befestigt werden, damit die Vögel (Amseln!) sich nicht im Netz verfangen oder die Beeren doch noch auffressen.

Kirschbäume. Amseln, Schwarzdrosseln, Stare, auch manchmal Sperlinge fallen über die Kirschbäume her. Besonders betroffen sind die frühen Herzkirschen. Kernbeißer fressen Sauerkirschen. Kirschen lassen sich schützen durch einen Staren-Nistkasten. Das Starenpaar, das sich hier niederlässt, wird den Baum gegen die Konkurrenz verteidigen. Ein paar Kirschen müssen Sie Ihrem Starenpaar dafür allerdings lassen.

 

Gemüse: Schutz durch Gemüsenetze.

Kirschen: Dönissens Gelbe Knorpelkirsche wird nicht befallen, weil sie als unreif angesehen wird. Salzheringe im Baum aufhängen (Geschmacksbeeinflussung!). Metall- oder gelbe Folienstreifen aufhängen. Gespinstkabel "Starex". Zwirnsfäden. Bussard-Imitationen, die an einem Faden aufgehängt werden. Knallschreck, unregelmäßig explodierende Schreckschüsse. Konservendeckel an einem Bindfaden in den Baum hängen, das Blinken stört die Vögel. Das gleiche gilt für CDs, die ebenso aufgehängt werden. Spritzen mit Theobaldscher Brühe oder Schweizer Kalk-Leim-Mischung. - Hundertprozentig sicher sind nur Vogelabwehrnetze.

Krokus. Schwarzen Zwirn um die Stängel herumlegen, hält sie ab. Oder kleine Hölzer in den Boden stecken, dadurch wird den Vögeln das Landen erschwert. Tagetessamen aus eigener Ernte mit Blütenresten um die Blumen herum ausstreuen, statt der Staubgefäße fressen sie die Samenkörner. Trinkwasserstellen einrichten.