Fensterblatt, köstliches [Monstera deliciosa]

Fensterblatt, köstliches - Zusammenfassung

Monstera deliciosa, FensterblattMonstera deliciosa, Fensterblatt
Bild von: Botanikus-CD

(migriert von Artikel: Fensterblatt / Kategorie: Zimmerpflanzen)

Monstera deliciosa. (Zimmerphilodendon). Aronstabgewächse.

Das Fensterblatt klettert auf einen Baum im Urwald. Fensterartig durchlöcherte Blätter und lange Luftwurzeln an jedem Blattansatz geben der Pflanze ein beachtlich exotisches Aussehen. Erstaunlich ist bei der Monstera ihre große Anpassungsfähigkeit an trockene Zimmerluft und wenig Tageslicht. Sie gedeiht dann zwar nicht mehr, aber sie geht auch nicht ein. Wissen Sie auch, dass das Fensterblatt callaähnliche Blüten hat? Wennn sie ihre 10 - 15 Jahre auf dem gewundenen Stamm hat, bildet sie in Blumenfenstern und Wintergärten die imposante Blüte aus. Sie werden in ihrer Heimat bis zu 15 m hoch, bei uns entwickeln sie nur beachtliche Ausmaße bis zur Zimmerdecke. Für uns besonders eignet sich die weiße Variegata-Sorte, obwohl sie etwas kleiner ist. Auch die Sorte Borsigiana hat Zimmerformat. Für alle ist eine Haltevorrichtung vorgegeben.

Obwohl sie helle Fensterplätze (Ost-/Westfenster) - ohne direkte Sonne - bevorzugen, nehmen sie auch dunklere Zimmerecken nicht übel. Sie vertragen normale Luftfeuchtigkeit und übliche Raumtemperaturen gut. Unter 16° sollte sie aber nicht absinken. Sie sollte das ganze Jahr feucht gehalten werden, aber nicht nass. Ab und zu etwas düngen. Wird sie extrem ohne Wasser gehalten, dann wird sie an den Blattenden trocken. Luftwurzeln niemals abschneiden.

Von Mai bis Ende August reichlich gießen im Sommer mit öfterem Betauen und Abwaschen der großen Blätter. Sie werden monatlich gedüngt, ältere Pflanzen alle 14 Tage. Ab September wird mäßig gegossen und nicht mehr gedüngt, eine Winterruhe macht die Monstera nicht durch. Sie kann bei 10 - 23° Wärme überwintern. Je wärmer und trockener die Luft, desto mehr müssen wir betauen, damit die Luftwurzeln, die Wasser aufnehmen, nicht verkümmern. Den Sommer über gießen wir hier und da mit Nährlösung. Wer wenig Platz hat, besorgt sich die Form Monstera deliciosa var. borsigiana. Sie wächst zierlicher und ebenso hübsch. Zur Vermehrung schneiden wir einen Trieb mit Luftwurzel ab und stecken ihn in einen Blumentopf mit sandiger, torfmullhaltiger Erde. Im ausgebauten Blumenfenster ist die Monstera oft das Prachtstück. Je älter sie werden, umso größer werden die langen Triebe. Sie bindet man an Moosstäbe, sie werden an das Substrat verankert. Man kann sie auch zurückschneiden.

Im Frühjahr wird sie umgetopft in lehmige Humuserde. Die Luftwurzeln in die Erde wachsen lassen, niemals abschneiden.

Der Haupttrieb wird abgemoost. Man kann auch ein bis zwei Wurzeln solange in ein Wassergefäß hängen, bis sich Wurzeln an ihnen gebildet haben. Dann darf der neue Ableger von der Mutterpflanze getrennt werden. Aber Achtung: Es sind recht empfindliche Wasserwurzeln, die später das Umsetzen in die Erde oft schlecht vertragen. Sie hat auch panaschierte Blätter.

Hell, ohne direkte Sonne. Normale Zimmertemperatur 20 - 22°. Viel Wasser, reichlich gießen. Ost/West. Alle 2 - 4 Wochen düngen.