Doldenrebe [Ampelopsis, Cissus orientalis]

Doldenrebe - Zusammenfassung

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Doldenrebe, Ampelopsis orientalis. Rebengewächs.

Dieser zierliche Wein hat die gleichen Blätter wie der wilde Wein im Freien. Dieser Wein bildet wie eine echte Rebe zierliche Tastorgane aus. Die Mode der rankenden und kletternden Grünpflanzen veranlasst die Gärtner, immer mehr Mitglieder der Rebenfamilie an die Stuben zu gewöhnen. Sehr ansprechend sind auch die aus Ostasien stammenden, weißbunten und rosa-grünen Arten, die unter dem Namen Ampelopsis heterophylla elegans gehandelt werden. Die grüne Art ist widerstandsfähiger.

Der untere Teil der Rebe verholzt mit den Jahren. Wenn sie den richtigen Standort dort finden, können die Zimmerweine recht alt werden. Hell wollen sie es haben, etwas Sonne schadet nicht, nur gegen die Mittagssonne brauchen sie Schutz. Besonders der Topf darf sich nicht zu sehr erhitzen, sonst reagieren die beschädigten Wurzeln sofort mit Blattfall. In einer Ampel vors Fenster gehängt oder an ein Spaliergerüst aufgebunden, wenden sich alle Blättchen dem Licht zu. Umstellen ist nicht gut, das nimmt die Pflanze übel. An heißen Tagen müssen wir mehrmals mit dem Gießkännchen zur Hand sein, denn das Austrocknen des Wurzelballens ist ein schwerer Kulturfehler, Blätterfall und Eintrocknen der Jungtriebe sind die Folge.

Im Winterhalbjahr stellt die Doldenrebe an die Wärme keine hohen Ansprüche. Am besten steht sie in einem kühlen Raum, denn treiben soll sie jetzt nicht. Wir gießen sie darum auch weniger, aber immer soviel, dass die Erde nicht ganz trocken wird. Es ist nun Zeit, sie zu beschneiden und ältere Gewächse umzupflanzen. Die Doldenrebe hat die Art, dass die Wurzeln auch frische Luft zum Atmen brauchen, darum geben wir ihr eine lockere, humose Erdart. Wer aber nur wenige Pflanzen hat und den Ehrgeiz, eine Schaupflanze zu ziehen, der düngt vom Frühjahr an alle zwei Wochen mit aufgelösten Nährsalzen.