Dill [Anethum graveolens] - Alle

Allgemein

Dill - Alternativnamen

Blähkraut, Dillich, Gurkenkümmel

Dill - Allgemeines

Anethum graveolens, DillAnethum graveolens, Dill
Bild von: Botanikus-CD
Anethum graveolens. Doldenblütler.

Einjähriger Doldenblütler.

 

Dill kann relativ oft auch Allergien auslösen. Das hat er gemeinsam mit Anis, Fenchel, Koriander, Lauch, Petersilie und Sellerie.

Siehe auch den Einführungstext für das Kapitel Kräuter-Gewürze

 

 


Anbau

Dill - Lage

Teilsonniger, windgeschützter StandortAnethum graveolensAnethum graveolens
Bild von: Botanikus-CD

 

 

Dill - Boden

Feucht, keine Staunässe. Auch für mageren Boden geeignet, Kompost verbessert aber erheblich den Ertrag. Bodenbedeckung durch Mulch oder Mischkultur. Phosphor ist notwendig. Wassermangel darf nicht entstehen.

Dill - Aufzucht

Bodentemperatur 12 - 14°, etwa 5 mm tief, in Reihen von 25 - 30 cm Abstand mit Folgesaaten. Bei früher Aussaat ist die Gefahr von Krankheiten und Schädlingen geringer. Auch zuviel Feuchtigkeit, Staunässe und verkrusteter Boden können zu Ertragseinbußen führen.

Auflaufzeit 2 - 3 Wochen. 4/5 verziehen, Abstand 20 cm. Nicht zu eng wegen Schädlingen. Folgesaaten bis E 6, sie kommen besser voran zwischen Gurken, Möhren oder auch im Staudenbeet. Die blühende Pflanze ist intensiver im Geschmack. Direktaussaat auf die Gemüsebeete fördert die Hauptfrucht. Niemals verpflanzen wegen der Pfahlwurzel.

Im nächsten Jahr sät er sich von selbst aus, wenn er bis zur Samenreife stehen bleibt. Bei 20 cm Höhe kann erstmals geerntet werden.

Dill beschleunigt das Auflaufen von Gurken, Kohl, Möhren, Rote Bete, Salat und Zwiebeln, er vertreibt den Kohlweißling und andere Insekten (Blattläuse). Dill hält Schädlinge, auch Wurzelschädlinge, ab von Möhren und Zwiebeln und wirkt kräftigend auf andere Pflanzen. Die Blüte wird von vielen Fluginsekten, besonders den Schwebfliegen, besucht, die ihre Eier in Blattläuse ablegen, so dass sie absterben.

Dillsamen fällt schnell aus. Deshalb die Dolden über ein Tuch hängen, sobald die ersten Samen reifen. - Es gibt besonders blattreiche Sorten, auch solche, die nicht schießen. - Frostsaat ist möglich.


Fruchtfolge

Dill - Nachbarschaften/ Mischkulturen

Mischkultur:

Zusammen mit Bohnenkraut, Buschbohnen, Borretsch, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Kamille, Kapuzinerkresse, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Mairüben, Möhren, Pastinaken, Puffbohnen, Ringelblumen, Rote Bete, Rüben, Salat, Schnittlauch, Sonnenblumen, Spargel, Tomaten (zusammen mit Basilikum) und Zwiebeln.

Unverträglich:

Unverträglich mit Basilikum, Fenchel, Gartenkresse und Kümmel.

Dill ist mit sich selbst unverträglich, deshalb stets die Anbaufläche wechseln oder breitwürfig aussäen. Sonst besteht die Gefahr von Auflaufkrankheiten mit den verschiedensten Ursachen wie Bakterien, Bodenverkrustung, Pilze, zu dichter Stand, Staunässe, übermäßige Feuchtigkeit. Die Sämlinge fallen um und verfärben sich gelb-rot. Abhilfe schafft meist frühe Aussaat.


Sorten

Dill - Sorten

  • Dill Delikat, kompakt, für Topfkultur, 25 cm hoch.
  • Elefant (Sperli), stark wachsende, aromatische Sorte. Garantiert aus fusariumfreier Vermehrung.
  • Dill Tetra. Ertragreiche Sorte mit starkem Stängel.
  • Zierdill Mariska, duftet, ist großblumig, gelb, 6 - 10, 80 cm. Als Schnittblume und für Trockensträuße.

 

Resistente und tolerante Gemüsesamen:

  • Tetra-Dill, Goldkrone. (Kiepenkerl, TOM-Garten). Besonders wüchsig und blattreich. Blätter und Samenstände verwendbar. Gegen Blähungen.
  • Dill Hera (Sperli) für Bio-Anbau.

Nahrung

Dill - Inhaltsstoffe

Die Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium Schwefel sind stark gesundheitsfördernd. Beta-Karotin zählt zu den Antioxidantien.

Dill - Lagerung

Getrockneter Dill verliert viel von seinem Aroma. Besser ist Einfrieren oder Einsalzen. Ethylen (Äpfel usw.) machen Dill gelb.

Dill - Zubereitung/ Küche

Dill wird verwendet für Fischspeisen und Meeresfrüchte, Fleischgerichte (z.B. in Sahnesoße), Gurkengerichte, Kartoffelsalat, Rührei, Tomaten und Salate, zu Avocados.

Zum Einlegen von Gurken und Kürbissen.

Auch als Dillessig gebräuchlich.

Kohlgerichte werden mit Dill leichter verdaulich. Es paßt sogar zu Lamm.

Niemals kochen. Niemals das ganze Kraut nehmen, die Spitzen sind am wertvollsten.

 


Heilkunde

Dill - Wirkstoffe

Enthält im Kraut Beta-Karotin, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Vitamin C, im Samen ist mehr äther. Öl, vor allem Carvon, Anethol, Apiol und Myristicin.

Aussaat 4 direkt. Für die Ernte wird die ganze Pflanze mit der Wurzel gezogen, gebündelt und luftig getrocknet. Betreffs Krankheiten siehe auch Möhren und Sellerie. Nicht kochen oder erhitzen.

 

Dill - Volksmedizin

Die Samenabkochung fördert die Milchbildung bei stillenden Müttern. Der Appetit wird gefördert, Blähungen gehen ab, Koliken bessern sich, die Verdauung wird angeregt, Magensäure neutralisiert. Regt die Gallen- und Lebertätigkeit an. Enthält ätherische Öle. Der Samen vertreibt Mundgeruch. Schädliche Darmbakterien werden vernichtet. Bei rheumatischen Beschwerden, auch bei Verdauungsproblemen. Dill wehrt durch seine Wurzelausscheidungen Krankheiten bei Gurken, Kohl, Möhre, roter Bete, Salat und Zwiebeln ab.


Abwehr

Dill - Abwehr von Schädlingen

Dill fördert die Keimfähigkeit anderer Samen wie Gurken, Kohl, Möhren, Rote Bete, Salat, Zwiebeln. Durch seine Geruchsausscheidungen bleiben Gurken, Kohl, Möhren, Rote Rüben und Tomaten gesund. Dill hält Schädlinge, auch Wurzelschädlinge, ab von Kohl (Kohlweißling), Möhren (Möhrenfliege) und Zwiebeln (Zwiebelfliege) und wirkt kräftigend auf andere Pflanzen. Auch Blattläuse werden weitgehend abgewehrt: Die Blüte wird von vielen Fluginsekten, besonders den Schwebfliegen, besucht, die ihre Eier in Blattläuse ablegen, so dass sie absterben.  Bei einer Höhe von 20 - 25 cm ausreißen.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Möhrenfliege [Chamaepsila rosae (Psilidae)]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Dill, Möhren, Petersilie. Psila rosae. Glänzend-schwarze Fliege mit gelben Beinchen. Sie kann vom Wind getragen über mehrere hundert Meter zufliegen. Die weißen Eier werden abends an den Wurzelhals abgelegt, vor allem Mi 4-7 und 8. Die 2. Generation bildet größte Gefahr (7/8). 2 - 3 Generationen. Kraut wird rötlich und stirbt ab. Befallen auch gelegentlich Kerbel, Kümmel, Pastinake, Wurzelpetersilie, Sellerie. 6 - 9 am meisten gefährdet. Überwinterung im Boden als Made oder Puppe, bzw. als Made in befallenen Möhren. Bäume und Sträucher fördern den Befall.

Sellerie. Pastinaken. Glänzend-schwarze Fliege mit gelben Beinchen. Die Larven fressen in der Wurzel. Psila rosae.

Möhren. Knoblauch- oder Zwiebelbrühe spritzen zum Vertreiben. Befallene Pflanzen vernichten. Flyaway F 1 und ähnliche Typen haben keine Chlorogensäure mehr und damit auch keinen Schutz gegen die Einwirkung von krebserzeugenden Nitrosaminen. Mischkultur mit Zwiebeln, Porree und Schnittlauch. Gemüsefliegennetze abdecken. Thymian einsetzen. Gegen die Gemüsefliegen getrocknetes, zerbröseltes Farnkraut in die Saatrillen gestreut, hält sie auf Abstand. Auch zerkleinertes Schnittlauch entlang den keimenden Möhren streuen. Eine bodendeckende Schicht aus Rainfarn, Salbei oder Pfefferminze vertreibt auch Gemüsefliegen.

Möhren. Weite Fruchtfolge (6 Jahre). Mischkultur mit Bohnenkraut, Dill, Knoblauch, Kresse (Beetumrandung 10 cm und zwischen den Reihen, verwirrt die Sinne), Porree, Salbei (Beetumrandung), Schnittlauch, Schwarzwurzeln, Tagetes, Zwiebeln (Beetumrandung in 4 - 5 Reihen, hilft nicht immer). Mulchen mit Farn, Lavendel, Rainfarn, Tomatenkraut. Vorfrucht Porree oder Zwiebeln, nicht geeignet sind Kartoffeln und Spinat. Eine Barriere um das ganze Beet bauen, die weiblichen Tiere fliegen nur wenige Zentimeter über dem Boden. Wird mit weitem Abstand gesät, so dass nicht ausgedünnt werden muss, werden die Möhren weniger befallen. - Wiederholtes Überbrausen mit Zwiebelaufguß. ENVIRepel. Etwas Sägemehl in die Erdoberfläche einharken und Kresse als Zwischenkultur säen. Nur ausgereiften Kompost verwenden. Unreifer Kompost und frischer Mist lockt sie an. Wöchentlich überbrausen mit Brühe aus Tomaten- und Holunderblättern, oder Kamillentee. Aussaat im März oder Juli.

Natürliche Feinde: Gallmückenlarven, Kurzflügler, Laufkäfer, Ohrwürmer, Raubkäfer, Raubwanze, Raupenfliege, Schlupfwespen, Spinne. Windige Lagen sind vorteilhaft. Bio-Gemüsestreumittel 6 - 9 um den Wurzelhals. Netz während der gesamten Vegetationszeit, erhöht gleichzeitig den Ertrag. Möhrenfliegen könnten oft durch die Maschen schlüpfen, tun es aber nicht aus unbekannten Gründen. Niemals Möhrenanbau hintereinander, die Fliegen sind dann schon unter dem Netz. Ganz frühzeitige Aussaat oder Frostsaat vermindern den Befall. Werden die Möhren bis über den Wurzelhals angehäufelt, wird die Fliege keine Eier ablegen. - Auch im Winterquartier setzen die Maden der Möhrenfliegen ihre Tätigkeit fort und durchlöchern weitere Möhren. Chlorogensäure ist anderseits ein guter Schutz gegen die Einwirkung von krebserzeugenden Nitrosaminen. -

Sellerie. Anbau mit Tomaten und Kohl empfehlenswert.

Möhrenfliegen werden vertrieben durch Knoblauch, Porree, Schnittlauch und Zwiebeln.

Verfärbung des Laubes

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Dill. Gelbfärbung. Ursachen können sein: Magnesiummangel, Möhrenfliegen, Nematoden, Trockenheit. Rotfärbung: Ständige Nässe. Siehe 'Nährstoffmangel/-überschuss'.

Dill. Fruchtwechsel.

Welke [Fusarium oxysporum, Phytophthora capsici, tropicalis. (Erwinia) ]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Feinstrahlastern, Herbstastern, Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Sommerastern.

Fusarium callistephi. Bodenpilzinfektion. Die Pflanzen werden gelb, vertrocknen. Verschiedene Erreger sind Ursache, z.B. Fusarium callistephi, culmorum, lateritium, oxysporum, Fusarium callistephi oder Verticillium albo-atrum, Acrostalagmus vilmorinii. Plötzliches Welken der Pflanzen, Stängelbasis wird braun mit rötlich-gelbem Schleim oder die Rinde ist von den Wasserleitungsbahnen her infiziert. Infektionsbeginn Herbst.Phlox und Rittersporn können ebenfalls infiziert werden.

Alpenveilchen. Wird hervorgerufen durch Pilze (Fusarium oxysporum, Phytophthora capsici, tropicalis) und Bakterien (Erwinia). - Fusarium oxysporum kann auch die Asternwelke sowie die Zwiebel- und Stängelgrundfäule bei Lilien hervorrufen. Die Blätter vergilben vom Rand aus. Die Sporenlager sind hellrot.

Bunte Margerite. Fusariumpilz. Triebe werden welk und biegen sich um nach unten.

Dill. Fusarium-Welke. Wir gefördert durch durch Staunässe oder anhaltende Niederschläge.

Feigenbaum. Pilzbefall von Blättern und Trieben. Sie werden von unten nach oben welk (der Pilz dringt in die Wurzeln ein) und sterben ab, bei starker Hitze in wenigen Tagen. Die Zellen werden braun bis dunkelgrau. Der Pilz kann viele Jahre im Boden überdauern. Befall z.B. durch Verticillium.

Gurken. Das führt zum Absterben der Pflanzen. Tritt fast immer in Gewächshäusern auf. Kann auch Folge von zu tiefen Temperaturen sein, wenn sie mehrmals auftreten. Außerdem kann Bodenverdichtung, Sauerstoffmangel der Wurzeln, zu hoher Salzgehalt des Bodens, Staunässe, Wassermangel zur Welke führen. Die häufigste Ursache dürfte Pilzbefall, z.B. Fusarium, sein.

Margeriten, Strauchmargeriten. Fusariumpilz. Triebe werden welk und biegen sich um nach unten.

Melonen. führt zum Absterben der Pflanzen. Tritt fast immer in Gewächshäusern auf. Kann auch Folge von zu tiefen Temperaturen sein, wenn sie mehrmals auftreten. Außerdem kann Bodenverdichtung, Sauerstoffmangel der Wurzeln, zu hoher Salzgehalt des Bodens, Staunässe, Wassermangel zur Welke führen. Die häufigste Ursache dürfte Pilzbefall, z.B. Fusarium, sein.

 

 

 

Feinstrahlastern, Herbstastern, Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Sommerastern. Pflanzen mit Erde vernichten. Kalkstickstoff einarbeiten. Mehrere Jahre Astern und Chrysanthemen vermeiden. Neuaussaat erst nach 8 Jahren.

Alpenveilchen. Vernichten. Gefäße gut desinfizieren mit Hitze oder mit heißem Essig- oder Sodawasser abwaschen.

Feigenbaum. Befallene Teile großzügig abschneiden und vernichten.

Strohblumen. Befallenes vernichten.

Alpenveilchen. Zuviel Nässe, Wärme und Dunkelheit vermeiden. Nicht stickstoffbetont düngen. 1/3 der Knolle muss aus der Erde herausgucken. Der Erde Algenkalk beimischen. Die Fusariumwelke kann auch dadurch bekämpft werden, dass harmlose Fusariumpilze (FU 47) der Erde beigemischt werden, die die Andockstellen besetzen.

Bunte Margeriten, Strauchmargeriten. Nicht stickstoffbetont düngen. Abstand einhalten.

Dill. Sperlings Elefant (Sperli) ist tolerant.

Gurken. In den Wurzelbereich gröberes Material einarbeiten, damit genügend Sauerstoff an die Wurzeln kommen kann. Nicht nach Kartoffeln anpflanzen, sie können den Pilz übertragen. Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent. Zur Verhütung bei Treibgurken Veredelung auf Feigenblattkürbis Cucurbita ficifolia. Siehe dazu Handelsprodukte - Veredlungsunterlagen für Gemüse. Erst in einem Töpfchen Gurkensamen, dann einige Tage später Kürbissamen aussäen. Nach 2 - 3 Wochen (bei beiden Pflanzen muß sich ein Laubblatt zeigen) mit Rasierklinge einen gleich langen Zungenschnitt auf gleicher Höhe bis zur Triebmitte ausführen, bei der Gurke 2 cm unter den Keimblättern schräg von unten nach oben, etwa 10 mm lang, bei dem Kürbis von oben nach unten in gleicher Weise. Beide Gegenzungen ineinander schieben und mit Klebestreifen, Bleifolie oder Wollfaden umwickeln. Die Schnittflächen ganz abdecken. Ein durchlöcherter Folienbeutel sorgt für die richtige Luftfeuchte und fördert den Anwachsprozeß. Mindesttemperatur bei der Veredelung 24°, danach einige Tage schattieren. Nach 2 - 3 Wochen Gurkenwurzeln und die Triebspitze des Kürbis abtrennen, alles in unmittelbarer Nähe der Veredelung. Diese Veredlungen sind etwas weniger empfindlich gegenüber niedrigen Temperaturen. - Dauer der Pflanzenanzucht insgesamt 6 Wochen.

Melonen. Pflanzen auf kleinen Damm, ca. 15 - 20 cm hoch, setzen, damit keine Staunässe entsteht. Auf Feigenblattkürbis (Cucurbita ficifolia) veredeln. Siehe dazu Handelsprodukte. - Veredlungsunterlagen Gemüse. Bei Kulturbeginn etwas zurückhaltend gießen, und nur morgens. Kühle Temperaturen unbedingt vermeiden. Ggf. nur unter Glas heranziehen. Mulchen. Zuckermelone Agora (Sperli) ist resistent gegen die Rassen 0,1,2, Zuckermelone Delada (Hild. Rassen 0+2), Zuckermelone Lunabel (Hild, Rassen 0,1,2), Zuckermelone Marlene F 1(Baldur, Kiepenkerl) ist resistent (Rassen 0,1,2,), Prococe (Maubaux) gegen Fusarium 0,2.

Strohblumen. Nur wenig wässern, ggf. vor häufigem Regen schützen.

 

Wurzelfäule

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Wurzelfäule. Verschiedene Pilze (Fusarium, Phytophthora, Pytium, Rhizoctonia u.a.) befallen die Wurzeln von Erdbeeren, Bäumen und Blumen (Kakteen, Löwenmäulchen, Narzissen, Nelken). Die Folgen sind Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion. Der Pilz bleibt über viele Jahre (bis zu 20 bei Erdbeeren) lebensfähig. Deshalb befallene Pflanzen sorgfältig mit Erde ausgraben und vernichten. Kalkstickstoff streuen. Werkzeug und Hände desinfizieren. Aus befallenen Beständen nicht vermehren. Keine Zwiebeln mit Verletzungen pflanzen.

Geweihiris, Götterblumen, Japan- und Tibetorchideen, Lilienzwiebeln, Männertreu können durch den Fusarium-Pilz befallen werden. Auch hier alles Befallene vernichten, mehrere Jahre den Standort wechseln. - Vorbeugend kann Kamillenjauche angewendet werden. Bei leichten Erkrankungen kann evt. eine rosafarbene, wässrige Lösung mit Kaliumpermanganat helfen.

Artischocken. Kümmerwuchs, Welke. Wurzeln sind braun verfärbt.

Blaukissen, Gämswurz, Götterblume. Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion. Der Pilz bleibt über viele Jahre lebensfähig. Deshalb befallene Pflanzen sorgfältig mit Erde ausgraben und vernichten. Werkzeug und Hände desinfizieren. Aus befallenen Beständen nicht vermehren.

Dill. Sie entsteht durch Staunässe oder anhaltende Niederschläge.

Flammendes Käthchen. Kümmerwuchs, Welke. Wurzeln sind braun verfärbt.

Flanellstrauch. Sie kommt rasch vor bei Nässe. Wurzelfäule.

Grünspargel. Ursache versch. Pilze. Pflanzen vergilben und sterben ab.

Kakteen.Wachstum eingestellt, Pflanze kümmert.

Kentiapalme. Absterbendes Laub. Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion.

Kugelamarant. Verschiedene Pilze (Fusarium, Phytophthora, Pytium, Rhizoctonia ua.) befallen die Wurzeln. Die Folgen sind Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion. Der Pilz bleibt über viele Jahre lebensfähig. Deshalb befallene Pflanzen sorgfältig mit Erde ausgraben und vernichten. Kalkstickstoff streuen und einarbeiten. Werkzeug und Hände desinfizieren. Aus befallenen Beständen nicht vermehren.

Lobelien. Kümmerwuchs, Welke. Wurzeln sind braun verfärbt. Die Pflanze (bes. Männertreu) vertrocknet und geht ein.

Löwenmäulchen. Fußkrankheiten werden durch verschiedene Pilzarten verursacht.Viele Pflanzen sind betroffen, z.B. Lilien, Narzissen, Nelken, Veilchen usw.- Infizierte Pflanzen welken und sterben ab. Der Stängelgrund und/oder der Wurzelhals sind dunkel und weich.

Orchideen. Die Wurzeln zeigen bräunliche Flecken, manche sind ausgetrocknet und hohl.

Palme. Absterbendes Laub. Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion.

Schleierkraut. Pilzbefall. Die Folgen sind Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion.

Tigerblume. Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung.

Usambaraveilchen. Pflanze kränkelt sichtbar; wird sie aus dem Topf herausgezogen, sind die verfaulten Wurzeln sichtbar. Wurzelfäule.

Zypressen. Nadeln welken, werden gelb. Pilzkrankheit.

Artischocken. Wurzeln ausgraben und im Keller überwintern.

Blaukissen. Infiziertes vernichten. Kalkstickstoff auf die entsprechende Stelle streuen und einarbeiten.

Gämswurz. Ausgraben und Befallenes abschneiden, wenn nicht möglich, vernichten.

Götterblumen. Herausnehmen, Befallenes entfernen, mit Kohle einpudern und in einem Topf pflanzen, bis geklärt ist, ob die Infektion überwunden ist.

Grünspargel. Vernichten. Anbaupause 10 Jahre.

Kentiapalme. Faule Wurzeln abschneiden, wenn nicht möglich, vernichten wie links.

Löwenmäulchen. Vernichten. Nach Befall mehrere Jahre nicht mit anfälligen Blumen bepflanzen.

Orchideen. Alle faulen und hohlen Wurzeln abschneiden. Anschließend mit Knoblauchtee und Kohlepulver behandeln. Substrat und Topf erneuern.

Palme. Faule Wurzeln abschneiden, wenn nicht möglich, vernichten.

Schleierkraut. Vernichten

Usambaraveilchen. Gießen für einige Tage einstellen, Faules abschneiden und in neue Erde umtopfen.

Yucca. In regenreichen Jahren mit Plastik abdecken. Wenn diese Pflanze kümmert, nachsehen und faule Wurzeln abschneiden. Sind alle verfault, vernichten.

Zypressen. Vernichten.

Artischocken. Boden tiefgründig mit Sand vorbereiten, Staunässe muss unter allen Umständen vermieden werden. Notfalls im Winter mit dachähnlichen Konstruktionen das Regenwasser ableiten. Evt.alljährlich im August aussäen, die Jungpflanzen im Keller hell überwintern und im nächsten Jahr abernten.

Blaukissen. Sie verträgt nicht ständige Nässe. Boden muss locker und durchlässig sein.

Flammendes Käthchen, Kugelamarant. Zurückhaltend gießen

Gämswurz. Boden locker halten.

Götterblume. Nach dem Einziehen Gießen einstellen. Durch Dränage, Sand usw. für guten Wasserabzug sorgen.

Grünspargel. Nur lockeren Boden bepflanzen. Pflanzen nicht verletzen. Nicht stickstoffbetont düngen.

Kentiapalme, Palme. Pflanze im Kübel vor starkem Frost schützen

Löwenmäulchen. Sortenwahl. Nicht stickstoffbetont düngen. Kompostdüngung. Wurzeln nicht verletzen. Samenbeize mit Warmwasser oder Schachtelhalmbrühe. Standort wechseln, jährlich.

Orchideen. Überdüngung und übermäßiges Gießen vermeiden. Nur kalkarmes und zimmerwarmes Wasser verwenden. Während der Ruhezeit Wassermenge vermindern. Keine Staunässe.

Schleierkraut. Für durchlässigen Boden sorgen, evt. Dränage. Ggf. die Sorte Gypsophila pacifica, rosa, 100 cm, versuchen.

Schmucklilie. Ausreichende Drainage und Zusatz von Sand zur Erde, damit die Feuchtigkeit keinen Angriffspunkt bekommt. Im Winter die Wurzeln vor Regen schützen.

Usambaraveilchen. Angemessen gießen, wie beschrieben. Sehr oft wird zu viel gegossen. Nur lockere Erde benutzen.

Yucca. Sie kann entstehen, wenn der Winter regenreich und nicht genügend Kies oder Sand als Dränage vorhanden ist. Gelbe Blätter zeigen die Fäule an.

Zypressen. Windschutz, vor allem bei Neuanpflanzungen.