Bärlauch [Allium ursinum] - Anbau

Bärlauch - Aufzucht

Feuchte, humusreiche, kalkhaltige, halbschattige Plätze, auch am Bachlauf, dort breitet er sich langsam von selbst aus. Sandböden müssen mit Kompost und Algenkalk verbessert werden. Aussaat 8 - 2 (Kaltkeimer). Besser ist die Pflanzung der Zwiebel, 9 - 10, 5 cm tief, Kraut 4 - 5, Abstand 15 - 20 cm. Blüte weiß, 4 - 6.  Er wird 20 - 40 cm hoch und sorgt für eigene Weiterverbreitung durch Brutzwiebeln und Samen. Letztere werden durch Ameisen gern weitergetragen. Stiele sind oft unten verdreht.

Im Sommer zieht er ein. Verwendung für Obstbaumscheiben usw. wie Knoblauch. Nicht düngen, Herbstlaub auf seinem Standplatz kommt den natürlichen Verhältnissen am nächsten. Vorkultur möglich für Gewinnung von jungen Blättern: Im Herbst einige Zwiebeln in Töpfe pflanzen und ins Freie stellen.

Der Bärlauch kann sich schnell im Garten wie Unkraut ausbreiten. Hat man davon genügend davon, sollte man immer die Blüten entfernen. Sobald die Blätter im Staudenbeet welken, sollte man ihn neben Pflanzen wie Farne und Astilben setzen.

Im Verband an Waldrändern treibt er Mensch und Tier oft in die Flucht.

Bärlauch - Ernte

Junge Blätter, manchmal schon ab Januar, können frisch gegessen werden bis zur Blüte (4 - 5). Wenn das dritte Blatt erscheint, kann man die ersten zwei Blättchen abschneiden und damit die Blatternte erhöhen. Je älter die Blätter sind, desto stärker ist der Geruch, je trockener er gestanden hat, um so schärfer ist der Geschmack.

Die Zwiebeln sollten schon vor der Blüte und wenn die Blätter noch weich sind, geerntet werden, oder auch im Herbst.

Die Zwiebel ist nur einige Tage lagerfähig.

Bärlauch - Vermehrung

Vermehrung durch Samen (Kaltkeimer).

Bärlauch - Überwinterung

Nach einigen Frosttagen in das Haus holen und hell und kühl stellen, 10 - 12°.

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