Ackerbohne [Vicia faba] - Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Bohnen-/Wickenblattlaus [Aphis fabae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Puffbohnen. Aphis fabae. Verkrüppelte Triebspitzen und Hülsen. Die Ernte wird stark vermindert. Die Läuse legen ihre Eier im Herbst vor allem auf Pfaffenhütchen, Pfeifenstrauch und Schneeball (Wirtswechsel). Im Frühjahr schlüpfen die Läuse und saugen zuerst an den Knospen, dann an den Bohnen selbst. Dabei gebären sie unermüdlich neue Jungläuse, die ihrerseits nach kurzer Zeit für neuen, nur weiblichen Nachwuchs sorgen. Flugzeit vor allem im Juni.

Puffbohnen. Rhabarberblättertee. Natronlösung. Spruzit, Niem.

Mischkultur mit Bohnenkraut, Dill, Kapuzinerkresse oder Zwiebeln. Bohnen im Februar, spätestens bis 10. März aussäen. Wenn die ersten Bohnen sichtbar werden, die Pflanzen entspitzen. So früh wie möglich aussäen/vorziehen, Erntezeit Anfang Juni beenden. Boden muß von alter Dungkraft sein, keinen frischen Mist verwenden. ENVIRepel. Das Roden von Wirtswechselpflanzen bringt keinen Erfolg, die Läuse überwinden große Entfernungen.

Brennfleckenkrankheit [Colletotrichum. Ascochyta fabae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Alpenveilchen, Bechermalven, Bohnen, Erbsen, Gummibaum, Gurken, Melonen, Puffbohnen. Pflanzen verbrennen, mehrjährige Anbaupause. Dunkelbraune, verbrannt aussehende Flecken auf den Blättern, die jungen Blätter wachsen wie verbogen. Die kleinen nachwachsenden Stängel sind vertrocknet.

Schwarze Verfärbungen an den Bechern und Gliedern.

Colletotrichum. Braune, schwarzrandige, eingesunkene Flecken an Blättern, Früchten, Hülsen, Stielen, auch der Keimling kann befallen sein. Später erscheinen die rosafarbenen Sporen, bei starkem Befall fallen die Blätter ab. Der Pilz infiziert auch den Samen. Buschbohnen sind besonders gefährdet. Feuchtes Wetter fördert die Ausbreitung, Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode. - Gurken und Melonen können ebenfalls befallen werden, weniger oft Erbsen.- Wachsbohnen werden besonders stark befallen.

Pilzbefall vor allem am Gummibaum. An den Blatträndern sind bräunliche Flecke mit noch dunklerer Umrandung zu sehen.Auf allen Pflanzenteilen sind runde oder längliche Flecken zu sehen. Sie sind graubraun und eingesunken. Feuchte und kühle Witterung begünstigt diese Pilzkrankheit.- Erbsen und Buschbohnen können auch befallen werden

Pflanzen verbrennen, mehrjährige Anbaupause.

 

 

Nässe und zu hohe Temperaturen am Standort vermeiden.

Samen nur von gesunden Pflanzen. Bohnen auf Flecken untersuchen. Beizen mit Wasserglas 10 Min. Fruchtfolge einhalten. Buschbohnen Admires (Bakker, N&G), Aiguillon (Baumaux, Keller), Annabel, Calima (Allerleirauh, Keller), Delinel (Baldur) + Caruso (Baumaux), Cobra (Pötschke), Cupidon (Keller), Duplika (Kiepenkerl), Flevoro (Kiepenkerl, Pötschke), Golddukat (Ahrens & Sieberz, N&G), Ferrari (Baldur), Green Arrow (Sperli), Jubila (N&G), Marion (Allerleirauh), Milagrow, Modus (Pötschke), Montano (Bakker, Sperli), Nassau (Baldur), Duplica, Flevoro, Juvina (tolerant), Negra, Princessa , Scuba, Telstar (Kiepenkerl) Prinzessa + Scuba (Pötschke), Scuba (Kiepenkerl), Sigma + Sixta + Valdor (Sperli) und Telstar (Kiepenkerl) sind resistent, ebenso die Feuerbohne Mergoles (Bakker, N&G) und die Stangenbohnen Cobra (Kiepenkerl), Marga (Hild, Pötschke), Quedlinburger Speck (Bingen) und Tamara (Hild). Buschbohnen Butterzart (Bingen) sind wenig anfällig. Schachtelhalmspritzungen.

Markerbsen Ator sind tolerant. Mindestens 5 Jahre bis zum nächsten Anbau warten.

Gem. Pflegeanleitung düngen, nicht stickstoffbetont. Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Temperaturbedingungen einhalten. Große Schwankungen vermeiden.

Sortenwahl. Weite Pflanzabstände. Fruchtfolge beachten.

Falscher Mehltau [Peronosporales]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Befall: Brombeeren, Feldsalat, Gänsekresse, Goldmohn, Gurken, Knoblauch, Kohl, Kohl-Kohlrabi, Kornblume, Levkojen, Mangold, Mohn, Primeln, Puffbohnen, Rosen, Salat, Salat-Bindesalat, Salatrauke, Schleifenblume, Sommerastern, Spinat, Strohblumen, Weinreben, Zwiebeln.

Brombeeren, Goldmohn, Kornblume, Mohn, Puffbohnen, Salatrauke, Schleifenblume, Sommerastern. Auf der Blattoberseite weißgelbe Flecken, Unterseite weißgrauer Belag. Mit Stachelbesatz möglich. Peronospora sparsa, Mycosphaerelle.

Feldsalat. Peronospora valerianellae. Mehlige Punkte durch den Pilzbefall, dann Ausbreitung des weißgrauen Belags auf beiden Seiten. Verfärbung unterseits bis ins Violette, oberseits bis ins Schwarze.  Pflanzen verwelken und vertrocknen schließlich.  Feuchte und kühle Witterung beschleunigen den Befall.

Gänsekresse. Schmutzigweißer Belag auf der Blattunterseite.

Gurken. Pseudoperonospora cubensis. Auf Blattoberseite erst gelbe, dann braune, eckige Flecken, oft begrenzt von Blattadern. Unterseite Pilzbelag weiß-braun, rötlich-braun, flockenförmig. Blätter faulen. Bei lang anhaltender Feuchtigkeit wird Befall begünstigt. Beginn des Befalls meist im Spätsommer. In wenigen Tagen kann die Pflanze eingehen.

Kohl, Kohl-Kohlrabi. Peronospora brassicae. Befällt vor allem Setzlinge (Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi). Blattoberseite weiß-gelbe Flecken, Unterseite heller Pilzrasen. Blätter sterben z.T. ab. Gefährdung 3 - 5.

Levkojen. Befallene Pflanzen, die mit einem weißgrauen Belag bedeckt sind, müssen vernichtet werden.

Mangold. Peronospora farinosa. Helle Flecken auf der Blattoberseite mit Blattwölbung, Unterseite dunkelgrau oder grauviolett. Wird durch Kälte und Nässe begünstigt, Infektion beginnt mit dem vierten Blatt. Pilz überwintert am Blatt.

Primeln. Ursache oft lange Regenzeiten oder Bewässerung auf die Blätter. Teppichprimeln sind vorzugsweise betroffen.

Rosen. Pseudoperonospora sparsa. Feuchtwarmes Wetter und Temperaturschwankungen begünstigen. Auf Blattunterseite weißer Belag, danach auf der Oberseite bunte Flecken. Blätter trocknen ein, danach Blattfall.Übertragung von kranken Trieben und Blättern.

Salat, Salat-Bindesalat. Bremia lactucae. In feuchten, warmen Jahren Infektion über den Boden. Gelblich-braune Flecken auf den Blättern zwischen den Blattadern, die später eintrocknen. Unter den Blättern weißer oder brauner Pilzrasen. Fäulnis. Besonders die äußeren Blätter werden befallen. 5 - 10 besonders gefährlich. Überwinterung als Dauersporen im Boden. Verschiedene Rassen. Besonders gefährdet ist Gewächshaussalat.

Spinat. Peronospora farinosa. Siehe Mangold. Helle Auftreibungen oben und grauer bis violetter Schimmel an Blattunterseite, besonders bei nasser, kalter oder feuchtwarmer Witterung. Erst das vierte Blatt wird infiziert. Überwinterung am Winterspinat. Es gibt mehrere Rassen. Verbreitung durch Wind und Regen.

Strohblumen. Schimmelbelag auf den Unterseiten der Blätter.

Weinreben. Plasmopara viticola. Die überwinternden Sporen infizieren bei Feuchtigkeit Blätter und Beeren, Gefährdung Frühjahr - August. Beginnt mit blaßgelben, später bräunlichen "Ölflecken" auf der Blattoberseite, auf der Unterseite bildet sich ein weißer Rasen. Laub ("Blattsterben") und Blütenstände sterben ab. Blüten- und Nachblüteninfektionen bewirken Eintrocknen und Abfallen der jungen Beeren. Wächst der Pilz in das Beereninnere, werden diese nur erbsengroß mit blaugrauer Verfärbung (Lederbeeren). Überwinterung auf abgefallenem Laub.

Zwiebeln. Peronospora destructor/schleideni. Grauer bis dunkelgrauer Pilzbefall mit länglichen Flecken auf den Blättern. Der Pilz vermehrt sich besonders bei Nässe und Temperaturen von 15 - 20°. Unterhalb Schimmelrasen. Meistens sterben die Blätter von den Spitzen her ab, die Zwiebel bleibt klein. Infektion vom Boden her bei Porree und Zwiebeln.

Gurken. Keine stickstoffreiche Düngung.  Auf ausreichenden Pflanzabstand achten.  Schachtelhalmbrühe mit 1% Wasserglas spritzen.  ENVIRepel.  Vitanal.  Myco-Sin.  Elot-Vis.  Jungpflanzen mit Brennesseljauche stärken. Einlegegurke Bimbostar (Pötschke) und Cubella F 1(Sperli) sind tolerant,  Conny (Baldur) ist resistent. Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent. - Im Gewächshaus lüften, so oft es möglich ist. Ggf. durch Heizung den Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht verringern.

Kohl. Resistente Sorten wählen,  z.B. Weißkohl Cape Horn (Baumaux).  Weite Fruchtfolge.  Bei Anzucht sofort pikieren und gut abhärten.  Blätter nicht benetzen.  Knoblauchteespritzungen.  ENVIRepel.  Vitanal. Schachtelhalmtee. Neudovital.

Kohlrabi. Siehe Kohl allgemein. Blaro (Baldur, Pötschke) und Folio F 1 sind wenig empfindlich.

Mangold. Pflanzen vereinzeln.  Mit Zwiebel- oder Schachtelhalmbrühe spritzen.  ENVIRepel.  Vitanal. Unkrautbekämpfung,  Boden lockern,  genügend große Abstände einhalten.  Beim Mulchen darauf achten,  daß der Mangold keinen Kontakt mit dem Mulch bekommt.

Rosen. Sortenwahl.  Jährlich schneiden.  Stickstoffbetonte Düngung vermeiden,  feucht halten (mulchen).  Boden lockern.  Über die ganze Vegetationsperiode Schachtelhalmbrühe spritzen,  hin und wieder mit Zusatz von etwas °Kupfer (0,1%).  Mr. Evergreen Rosen.  ENVIRepel.  Myco-Sin.  Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz.  °Kupfer in Gärten nicht mehr erlaubt.

Salat. Fruchtfolge drei Jahre.  Windoffene Lage.  Boden lockern,  keine stickstoffbetonte Düngung,  mulchen. Mischkultur mit Erdbeeren,  Kerbel,  Knoblauch,  Kohlrabi,  Radies,  Zwiebeln.  Resistente Sorten wählen wie Barbarossa,  Barcelona (Eiss. Kiepenkerl),  Cindy,  Dynamite (Kopfs. Kiepenkerl),  Dolly,  Estelle (Kopfs., Kiepenkerl), Fiorella (Kopfs. Kiepenkerl),  Florian,  Mirian,  Novita,  Palmgrau,  Sorayan,  Ultra,  Eissalate Kellys,  Marius,  Merkur und Resi.  Gewächshaus: Diamant,  Dukaat,  Nanda,  Pauvit,  Riant.  Romanasalat Bakito.  Mehrfach mit Schachtelhalmbrühe spritzen.  Pflanzabstand 25 x 25 cm.  Seltener, dafür durchdringend gießen - morgens.  Im Gewächshaus lüften,  so oft möglich.  Windoffene Lagen wählen.  Blätter nicht benetzen.  Abstand einhalten.  Neudovital 1%.  MYCO-SIN.  Elot-Vis.

Salat-Bindesalat. Resistent sind Almadin,  Alminar,  Attico,  Counter (Hild).

Spinat. Nicht überdüngen,  nicht zu eng säen.  Resistent:  Ass F1-Hybride,  Atlanta (Ahrens & Sieberz),  Attica,  Ballett F1 (Kiepenkerl) Bolero,  Califla (Pötschke),  Cherokee (Pötschke),  Correnta,  Dolphin RZ (alle 7 Rassen, auch gegen Gurkenmosaikvirus CMV,  Sperli,  Ahrens & Sieberz),  Estivato (N&G),  Gamma (A+B, Allerleirauh),  Lazio (Gehlsen), Mazurka,  Monnopa (auch gegen Mosaikvirus (Ahrens & Sieberz,  Baldur,  N&G,  Samen-Schmitz, Sperli),  Montaku, Palco (Pötschke),  Polka,  Rico F 1(Sperli),  Spanda,  Sprint,  Sputnik,  Tetona F 1 (Sperli) und Vital usw.  Sharan (Gehlsen).  Mazurka F1-Hybride und Spencer sind wenig anfällig. - ENVIRepel.  Vitanal Myco-Sin.

Strohblumen. Nur wenig wässern,  ggf. vor häufigem Regen schützen.

Weinreben. Sortenwahl w e i ß:  Bianca (Pötschke),  Excelsior (Häberli),  Fresco (Häberli),  Gelbe Phönix (widerstandsfähig,  Ahrens & Sieberz,  Baldur),  Glenora (Schmidt),  Golden Niagara (Fenzl),  Gustoso (Häberli), Märzling,  Sirius,  Theresa,  Venus (Ahrens & Sieberz) sowie blau:  Blaue Paradiestraube (Ahrens & Sieberz),  Blue Niagara (Fenzl),  Boscoso (Häberli),  Fiorito (Häberli),  Gustoso (Häberli),  Königliche Esther,  Magliasina (Häberli), Muscat Bleu (Häberli),  Rondo (Schmidt) und Solara (Baldur) sind resistent,  Regent (Ahrens & Sieberz,  Häberli) ist widerstandsfähig.  Keine stickstoffbetonte Düngung,  aber reichlich Kompost.  Mulchen.  Sortenwahl ist wichtig. Schachtelhalmbrühe mehrmals spritzen.  Kanarische Goldrute.  Sachalin-Staudenknöterich.  Rhabarberblättertee. Moosextrakt.  ENVIRepel.  Vitanal.  Oscorna-Bio-S.  Zur Vorbeugung reinen Schwefel in offenen, waagerechten Röhren in den Weinstock hängen.  Lebermooser.  Verdünnte Milch/Molke spritzen.

Zwiebeln. Fruchtwechsel für 3 Jahre.  Sortenwahl. Zu feuchten Boden vermeiden.  Lockeren Boden vorbereiten.  Nur sonnige Lagen wählen.  Abstände einhalten, keine stickstoffbetonte Düngung.  Majoran (verbessert gleichzeitig die Lagerdauer) und Oregano aussäen.  Mit Schachtelhalmbrühe spritzen,  mit Brennesseljauche die Jungpflanzen angießen.  ENVIRepel.  Vitanal.  MYCO-SIN.

 

Feldsalat. Schachtelhalmtee. Neudovital.

Gänsekresse. Vernichten.

Gurken: Pflanzenreste sorgfältig vernichten.

Mangold. Kranke Pflanzen vernichten.  Bioblatt-Mehltaumittel spritzen alle 7 Tage.

Rosen. Infizierte Triebe herausschneiden und vernichten. Vi-Care.  Compo.

Salat. Kranke Pflanzen vernichten.  Alle 10 Tage mit BioBlatt Mehltaumittel 0,15% spritzen.  Kerbel.

Sommerastern. Krankes vernichten.

Strohblumen.  Befallenes vernichten.

Weinreben. Befallenes vernichten.

Zwiebeln.  Krankes vernichten.

 

Pilzbefall

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Gloxinien. Pilz. Die Blütenstängel fallen um.

Puffbohne. Dunkle Flecken auf den Blättern, heller in der Mitte. Dunkle Pusteln enthalten die Sporenbehälter. Auch der Stängel kann befallen werden, dann stirbt die Triebspitze ab. Hülsen und Samen können ebenfalls befallen werden, sie haben dunkle, eingesunkene Flecken. Feuchte Witterung begünstigt das Wachstum des Pilzes.

Topinambur. Nur in sehr nassen Jahren, Knollen und Kraut werden befallen.

Gloxinien. Ggf. Pflanze vernichten.

Gloxinien. Etwas zurückhaltend gießen, niemals Wasser im Übertopf stehen lassen. Immer zimmerwarmes, abgestandenes, kalkfreies Wasser verwenden.

Puffbohne. Saatgut auf Befall untersuchen, ggf. beizen (Siehe Saatbeize). Piccola (Kiepenkerl).

Topinambur. Keine stickstoffbetonte Düngung. Ableitende Folie.

Rostkrankheiten [Cronartium ribicola usw.]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rostkrankheiten. Cronartium ribicola. Befällt meistens im Hochsommer bei feuchter, warmer Witterung schwarze Johannisbeeren, selten Stachelbeeren. Im Hochsommer gelbe oder rötliche Pusteln (Säulchen) auf den Unterseiten, gelbe Flecken auf der Oberseite der Blätter, können sich verbreiten auf der gesamten Blattfläche. Ertrag stark vermindert, Blätter fallen 8 ab. Kiefern als Zwischenwirt: Zuckerkiefer-(Pinus lambertina, strobus) und Weymouthkiefer (Pinus monticola), fünfnadelige Kiefern. Auch die Zirbelkiefer (Pinus cembra) ist weniger anfällig. Im Sommer bilden sich dort gelborangefarbene Blasen an den Trieben (Blasenrost). - Der Pilz wechselt 4 - 5 auf die schwarzen Johannisbeeren über. Die Sporen verbreiten sich mit Regen und Wind über hunderte von Metern. Fruchtkörperlose Ständerpilze, die dunkle Sporenlager bilden. Einige von ihnen müssen den Wirt wechseln, wenn sie weiter existieren wollen.

Befallen werden: Berberitzen (Getreide), Birken (Lärchen), Birnen (Wacholder), Eberesche (Wacholder), Erbsen (Zypressen-Wolfsmilch), Johannisbeeren (Weymuth-, Zirbelkiefer), Kiefern (Eiche, Esskastanie, Johannisbeere), Nelken (Wolfsmilch), Pappeln (Allium-Blumenarten, Schnittlauch, Zwiebeln), Pflaumen und deren Zierformen (einige Anemonenarten, Leberblümchen, Ranunkeln), Wacholder (Birnbaum, Eberesche, Weißdorn).

Weiterhin: Bohnen, Brombeeren, Buchsbaum, Eriken, Fuchsien, Johanniskraut, Löwenmäulchen, Mahonie, Malven, Margeriten, Marienglockenblumen, Pantoffelblumen (Oberseite gelbliche Flecken, Unterseite rötliche Pusteln. Zurückschneiden), (Zonal-)Pelargonien, Pfefferminze, Pfingstrosen, Porree, Rosen, Sellerie, Staticen, Stockrosen, Wiesenraute.

Die Sporen werden durch Insekten (Bienen!), Regen und Wind verbreitet.

Fruchtkörperlose Ständerpilze, die dunkle Sporenlager bilden.

An den Blattunterseiten findet man in großer Menge rostbraune oder schwarze hervorstehende Sporenlager, die Fichte ist Zwischenwirt. Er wechselt zu Kirsch- und Zwetschenbäumen. Buschwindröschen sind nicht betroffen. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden. Einige von ihnen müssen den Wirt wechseln, wenn sie weiter existieren wollen.

Bechermalve. An den Blattunterseiten findet man in großer Menge dunkle bis schwarze hervorstehende Sporenlager. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden.

Birnbäume. Gymnosporangium sabinae. Auf Blättern Flecken orange-gelb im April und Mai, im Sommer zusammenfließend mit klebrigen Tröpfchen und im Herbst leichte rotbraune Wölbungen, Gittermuster bildend. Auf der Unterseite sind die rostroten Auswüchse zu sehen, mit weißen, gitterartigen Krönchen, die im Spätsommer ihre Sporen verbreiten, auch auf noch nicht befallene Blätter. Die Früchte und Triebe werden nur selten befallen. Diese feinen Sporen benötigen für ihre Weiterentwicklung Wacholderarten. Fehlen sie, bleibt auch der Gitterrost aus, da er nur auf lebendem Gewebe überleben kann. Die Sporen können 500 m und mehr weit fliegen. Bei starkem Befall über mehrere Jahre hinweg kann der Birnbaum absterben.

Bohnen. Uromyces appendiculatus. Unterseite weiße Pusteln. Erst braune, dann schwarze Sporen sichtbar. Oberseite gelbe Aufwölbungen. Später sind die schwarzen Sporen auch auf den Bohnenhülsen zu finden. Hauptsächlich sind Stangenbohnen betroffen bei feuchtem Wetter, Feuerbohnen werden weniger stark befallen. Überwintert an Bohnenstangen und Ernterückständen und im Boden. Übertragung auf Erbsen, Wicken und Wolfsmilch ist möglich.

Brombeeren. Violettrote Flecken auf den Blättern. Unter den Blättern sind die Sporenlager, erst rot, dann braun werdend. Danach werden die gesamten Blätter rot und fallen ab.

Bunte Margerite, Eisenhut, Estragon, Gänsekresse, Ginster, Johanniskräuter, Mahonie, Margeriten, Pelargonien, Puffbohnen, Stachelbeeren, Strauchmargeriten, Veilchen. Pilzbefall, vor allem bei der gelben Strauchmargerite. Auf der Blattunterseite sind die dunklen Sporenbehälter zu sehen.

Fuchsien. Blätter sind verfärbt, vergilben und fallen ab, beginnend von unten. Auf den Unterseiten sind die braunen Sporen, wie mit Roststaub bepudert, sichtbar. Wirtswechselnder Rostpilz, Zwischenwirt Kreuzblumen und Waldweidenröschen.  Sollten sich die roten Spinnen breit machen, können Sie sehr schnell mit den Mitteln der Pyrethrum-Präparaten von unten her die Schädlinge bekämpfen.

Geißblatt. Rostpilz Puccinia festucae. Betroffen sind sowohl die Blattober- wie Unterseiten. Bei näherer Betrachtung besitzen sie nach Aufbrechen einen feinen zerschlitzten Rand. Wirtswechsel zu verschiedenen Festuca-Arten, auf denen dann die Uredosporenlager sowie die Teleutosporen gebildet werden. Details sind nicht bekannt.

Grünspargel. Puccinia asparagi, Pilzinfektion. An Blättern, Stängeln und Trieben entstehen etwa ab 7 hellgelbe Flecken, auf denen sich später rote bis dunkelbraune Sporen bilden. Die Blätter vergilben und sterben ab. Tritt besonders in feuchten Lagen auf, gefährdet besonders Junganlagen.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Puccinia horiana. Bis zu 2 cm große helle Flecken auf der Blattoberfläche, im Verlauf mit braunem Punkt in der Mitte. Auf der Blattunterfläche Pusteln mit den Sporen.

Johannisbeeren. Puccinia. Fruchtkörperlose Ständerpilze, die dunkle Sporenlager bilden. An den Blattunterseiten findet man in großer Menge rostbraune oder schwarze hervorstehende Sporenlager. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden. Einige von ihnen müssen den Wirt wechseln, wenn sie weiter existieren wollen.

Hungerblümchen. Es muss sehr früh gespritzt werden, anderenfalls muss es entfernt werden, zu enger Stand.

Kapuzinerkresse. Cronartium flaccidum. Blattfleckenkrankheit. Winterwirt für diesen Pilz ist die Kiefer (=Föhrenblasenrost). Frühjahrssporen befallen die Pfingstrosen und andere Pflanzen wie Impatiens. Braune Flecken mit bläulichem Rand auf der Oberseite, auf Unterseite Pusteln, erst hellbraun, dann dunkel.

Kiefern. Zunächst ist die Rinde, vor allem in der Nähe der Astquirle, aufgeraut und es entstehen Schwellungen. Im folgenden Frühjahr erscheinen weißgelbe Fruchtkörper, die aufplatzen und orangegelbe Sporen herauslassen. Sie können sich über viele hundert Meter verbreiten. Sommerwirt für die Sporen ist die schwarze Johannisbere (Säulenrost). Die Weymouth- und Zirbelkiefer sowie fünfnadelige Kiefern sind betroffen.

Kirschbäume. Auf der Blattunterseite sind braune Sporenlager, auf der Oberseite helle Flecken. Wechselt von Anemonenwurzeln zu Kirschen und Zwetschen.

Malven, Stockrose. Puccinia malvearum. Der Pilz verursacht braune Pusteln an den Blattunterseiten, aus denen Löcher entstehen. Die Blätter welken und sterben ab. Es werden außerdem Löwenmäulchen, Pelargonien und andere Pflanzen von Rost befallen, verschiedene Arten von Puccinia.

Orchideen, Knabenkräuter. Pustel an den Blättern, gelb oder rot.

Pfefferminze. Im Frühjahr sind die Triebe verdickt und verkrüppelt; sie weisen orangefarbene Sporenpusteln auf mit Auftreibungen an den Blättern. Die Blätter vertrocknen und fallen ab. Besonders bei Wechselwetter und Kali- oder Stickstoffüberdüngung auftretend.

Pflaumen, Zwe.. Tranzschelia discolor/prunispinosae. Pilz überwintert an Anemonenwurzeln, an Leberblümchen und Ranunkeln. Im Frühjahr werden die Pflaumenblätter infiziert. Mehrere Generationen im Laufe des Sommers. Im Herbst werden die schwarzen Wintersporen gebildet, die dann wieder im Frühjahr auf Anemonen überwechseln und dort auskeimen. - Auf der Blattoberseite ab A 7 gelbe, auf der Unterseite braune Flecken (Pilzpusteln). Höhepunkt der Entwicklung Juli/August. Die befallenen Blätter fallen ab, ggf. verliert der Baum alles Laub 8. Feuchte Witterung verstärkt den Befall. Befällt auch gelegentlich Aprikosen, Mandel, Pfirsiche, Mirabellen, Schlehen.- Anfällig sind die Zwetschensorten Ersinger, Hauszwetsche, Ruth Gerstetter, Sanctus Hubertus, Stanley.

Porree/Lauch. Puccinia allii. Befall 8 - 9. Im Herbst schlagen wieder gesunde Blätter aus. Große Pusteln auf den Blättern, orangefarben, Blätter werden heller. Der Pilz überwintert auf den Pflanzen. Er ist identisch mit dem Zwiebelrost, befällt auch Schnittlauch.

Radies, Rettiche. Auf der Blattunterseite sind braune Sporenlager, auf der Oberseite helle Flecken.

Rhabarber. Leuchtend rote Flecken an der Blattunterseite mit gelben Sporen. Pilz wechselt den Wirt, nämlich zu Schilfgräsern.

Rosen. Pilzbefall an Blättern, beginnend im Frühsommer. Unterseite gelbliche kleine Pilzkolonien, später schwarzwerdend. Blattoberseite orangefarbene Flecken. Führt zu Blattfall. Orangefarbene Sporenlager an Zweigen, später schwarz werdend. Periodisch auftretend in kalten, nassen Jahren, am stärksten im Herbst. Übertragung durch Sporen im Laufe des Sommers. Feuchtes Wetter und hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen die Verbreitung. Überwinterung als Wintersporen auf abgefallenem Laub oder Holz.

Schnittlauch/Knolau. Puccinia allii. Befall 8 - 9. Im Herbst schlagen wieder gesunde Blätter aus. Große Pusteln auf den Blättern, orangefarben, Blätter werden heller. Der Pilz überwintert auf den Pflanzen. Er ist identisch mit dem Zwiebelrost.

Sommermalven, Trichtermalven. In ungünstigen Jahren kann sich der Malvenrost ausbreiten. Man sollte ihn durch Knoblauchjauche oder -tee heilen.

Speierling. Puccinia-Arten. Pilzkrankheit. Er gefährdet vor allem die jungen Bäume. An den Blattunterseiten findet man in großer Menge dunkle bis schwarze hervorstehende Sporenlager. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden. Auf infizierten Blättern bilden sich während der Blütezeit dunkelgrüne, später graubraune runde Flecken, die durchsichtiger sind als die Umgebung, später unregelmäßiger werden und sich vergrößern und mit einem Pilzrasen bedeckt sind. (Erstinfektion). Die Infektion kann sich schnell ausbreiten. Die Leerung der Sporenbehälter kann sich bis zum Juni hinziehen. Die Blätter trocknen ein und fallen ab. Bei starkem Befall muss mit einem Rückgang der Blüten im folgenden Jahr gerechnet werden. Gelegentlich werden auch Triebe befallen, sie sterben ab.

Stachelbeeren. Orange-/dunkelrote Polster auf Blättern und Früchten. Daraus bilden sich Vertiefungen, darin sind die Sporen, die dann auf Seggen überwechseln.

Bechermalven. Befallenes vernichten. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen.

Birnbäume. Befallene Blätter abschneiden und vernichten. Desgleichen die Verdickungen am Wacholder, ggf. Wacholder roden. Steinmehl stäuben und in den Boden einarbeiten. Schachtelhalmbrühe und Rainfarn spritzen. Neudovital.

Bohnen. Vernichten, mehrjährige Anbaupause.

Brombeeren. Spritzen mit Pflanzenstärkungsmittel, ggf. mit Kupfer- oder Schwefelzusatz. Rainfarnbrühe. Neudovital. Krankes abschneiden und vernichten.

Buchsbaum. Rostkrankheiten.

Estragon. Befallenes abschneiden und vernichten.

Fuchsien.Alle befallenen Blätter entfernen und vernichten, auch abgefallenes Laub. Mit Schwefelpräparaten mehrmals spritzen, auch den Boden.

Gänsekresse. Vernichten.

Ginster. Befallenes abschneiden und vernichten. Zwischenwirt entfernen.

Glockenblumen. Pflanzenstärkungsmittel mit Schwefelzusatz spritzen. Im Herbst alle Ranken abschneiden und vernichten, die Restpflanze und den Bodenbereich mehrmals mit Schwefel spritzen. - Befallene Marienglockenblumen vernichten.

Grünspargel. Kupferkalk° spritzen. Das gesamte Spargelkraut im Herbst abschneiden und vernichten. °In Gärten nicht mehr erlaubt.

Johannisbeeren. Alle Teile mit Wermut behandeln.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Niemals auf die Pflanzenteile gießen. Ausreichender Pflanzenabstand.

Hungerblümchen. Schwefelzusatz. Rainfarnbrühe. NAB-Spritzung, HF-Pilzvorsorge, Neudovital. Moosextrakt. Lebermooser.

Johannisbeeren. Vor Austrieb Neudovital spritzen, dann 2 - 3 mal vor und nach der Blüte. Befallene Blätter und Falllaub vernichten. Besser ist es, wenn statt der normalen Johannisbeeren Ometa oder Titania verwendet wird.

Johanniskräuter. Befallene Blätter entfernen.

Kiefern. Nicht möglich, die Kiefer geht meistens ein.

Löwenmäulchen. Schachtelhalmbrühe. Befallenes vernichten.

Mahonie. Tief ins Gesunde zurückschneiden, Befallenes vernichten.

Malven. Befallenes vernichten. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen.

Pfefferminze. Bei ersten sichtbaren Erscheinungen die nicht befallenen Teile ernten, Befallenes vernichten. Pflanze radikal zurückschneiden, treibt meistens wieder gesund aus. Mit Schachtelhalmtee und Schwefelpräparaten spritzen.

Pfingstrosen, Strauchpfingstrosen. Befallenes vernichten. Notfalls °Kupfermittel spritzen.°Im Garten verboten.

Pflaumen, Zw..  Abgefallene Blätter vernichten.

Porree/Lauch. Befallene Pflanzen vernichten.

Rosen. Abgefallene und befallene Blätter vernichten. Befallene Triebe zurückschneiden. Schachtelhalmbrühe mit Schwefelzusatz spritzen auf Beet und Pflanze, mehrmals wiederholen. Wermutbrühe, Farnkrautbrühe. Bitertannol. Neudovital. Fungisan (U.U.etwas Rückstand). Fungisan Rosen- und Gemüsepilzfrei. Compo.

Schnittlauch/Knolau. In feuchten Boden pflanzen. Schachtelhalm- und Rainfarntee spritzen. Tief abschneiden, sobald er sich umlegt. Abgestorbenes vernichten. Wenig düngen.

Sommermalven, Trichtermalven. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen.

Stachelbeeren. Büsche stark zurückschneiden. Im Herbst und Frühjahr Schachtelhalmbrühe auf Boden und Strauch spritzen.

Stockrose. Befallenes vernichten. spritzen. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen. Daneben können Fingerhut und Wermut gesetzt werden. Sie können auch den amerikanischen Stachelbeermehltau damit vertreiben.

Wacholder. Kleine, braunrote, eng beieinander liegende Zapfen oder keulenförnige Verdickungen herausschneiden und vernichten.

Weiden. Fungisan Rosen-Pilzfrei.

Weißdorn. Becherförmige Fruchtkörper von in der Nähe stehenden Wacholderbüschen. Meist genügt bei den pilzlichen Erregern eine frühzeitige Entfernung befallener Blätter.

Windröschen. Vernichten.

 

Abwehr: Auf ausreichende Kaliversorgung achten (z.B. Holzasche, Hühnermist). Ausgewogene, nicht stickstoffbetonte Düngung. Mulchen. Sortenwahl. Mischkultur. Nicht überbrausen. Spritzen mit Pflanzenstärkungsmittel, ggf. mit Schwefelzusatz. Rainfarnbrühe. NAB-Spritzung. HF-Pilzvorsorge, Neudovital. Moosextrakt. Lebermooser. Compo. Krankes vernichten.

Nicht in die Nähe von Kirsch- und Pflaumenbäumen pflanzen.

Azaleen.  Keine stickstoffbetonte Düngung. Auf richtigen pH-Wert des Bodens achten.

Bechermalven. Standortbedingungen beachten, der Boden darf nicht fest und klebrig sein. Wenig, und nicht stickstoffbetont düngen. Jährlich Standort wechseln. Abstand halten von Stockrosen. Pflanzenstärkungsmittel wie Schachtelhalmtee oder Farnbrühe spritzen. Mischkultur mit Dahlien versuchen.

Birnbäume. Anfällige Zierwacholder aus der Nähe der Birnbäume entfernen oder etwaige braunrote, eng beieinander liegende kleine Zapfen oder keulenförmige Verdickungen beim Wacholder (Wacholdergallenrost), aus denen eine schleimige Masse quillt, großzügig herausschneiden (Zwischenwirt). Schnittwunden mit Lac Balsam verstreichen. Der Wacholder ist meistens bis zu 100 m entfernt in Windrichtung. Schachtelhalmbrühe + Schwefel + Algenkalk vermischt im Juni zweimal spritzen. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen vor dem Austrieb (3%), Juni 2 x im Wochenabstand (1%). Dr. Evergreen Flora. Nicht anfällige Wacholdersorten, z.B. den Säulenwacholder Hibernica anbauen.Versuche in Wädenswil/Schweiz haben gezeigt, dass einige Wacholdersorten kaum anfällig sind: J. virginiana: Blue Arrow, Hetzi, glauca. J. chinensis: Plumosa Aurea + Blauw. J. communis: Green Carpet, Hibernica, Hornibrookii, Repanda, Suecica,  J. horizontalis: Blue Chip, Golden carpet, Wiltonii. J. media Mint Julep, Pfitzeriana glauca. J. squamata Blue Carpet, Meyeri. Säulenwacholder 'Hibernica'. Besonders anfällig sind: J. chinensis Robusta Green, Keeteleri. J. sabina Blaue Donau, Tamariscifolia. J. media Pfitzeriana aurea.

Bohnen. Sortenwahl. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden mulchen. Windoffene Lage. Genügend Pflanzabstand halten. Feuchte Lagen vermeiden. Fruchtwechsel. Stangenbohne Neckarkönigin, Silvia (Pötschke) und Weinländer sowie die Feuerbohne sind ziemlich resistent, ebenso die Buschbohne Milagrow (Sperli). Schachtelhalmbrühe spritzen und Neudovital (1%) regelmäßig spritzen. Elot-Vis. Bohnenstangen nach Befall mit Kupfersulfatlösung 3 - 5% desinfizieren.

Brombeeren. Ausreichende Kalidüngung z.B. Holzasche, wenig Stickstoff. Mulchen. Sortenwahl. Blätter nicht überbrausen. Neudovital.

Fuchsien. Pflanzenstärkungsmittel spritzen, ggf. mit Schwefelzusatz. Keine stickstoffbetonte Düngung. Zwischenwirt entfernen. Weitgehend resistent sind Elisabeth, Flying Cloud, Gruß aus dem Bodethal, Harry Gray, La Campanella, Marin Glow. Anfällig sind Brutus, Display, Henriette Ernst, Mieke Meursing.

Gänsekresse. Keine stickstoffbetonte Düngung, überhaupt wenig düngen, um den Pflanzencharakter zu bewahren. Nur beim Auspflanzen angießen, dann nur noch bei extremer Hitze.

Glockenblumen. Nicht stickstoffbetont düngen und nur morgens, um den Wurzelballen herum, gießen. Vorsorglich Kompost mit Holzasche anreichern oder mit Beinwelljauche gießen.

Grünspargel. Wiederholte Schachtelhalmspritzungen. Neudovital.

Johannisbeere. Schwarze Titania (Ahrens & Sieberz, Baldur) und Ometa (Häberle, Pötschke) sind resistent, ebenso weiße Versailler + rote Rovada (Baldur, Pötschke). Sträucher nicht zu eng pflanzen. Wermut (1 Staude auf 5 Sträucher), Gewürzfenchel oder Schnittlauch in Strauchnähe pflanzen, ggf. Zwischenwirte roden oder befallene Zweige mit spindelförmigen Auftreibungen herausschneiden. Blätter sammeln und vernichten. Mit Wermut mulchen. Vor und nach der Blüte Schachtelhalmbrühe mit 0,03% Kaliumpermanganat spritzen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen, regelmäßig wässern. Algan. Vitanal. ENVIRepel. Neudovital Obstpilzschutz spritzen von 5 - Ernte, Abstand 10 Tage.

Johanniskräuter. Kompost, Steinmehl, Schachtelhalm. Robuste Sorten kaufen (Bornträger, siehe Adressen Samenzüchter).

Kiefer. Entweder schwarze Johannisbeerbüsche oder die Kiefern entfernen.

Löwenmäulchen. Sortenwahl. Zwischenräume mulchen oder einsäen. Schachtelhalm- und Rainfarntee. Farnbrühe. Nicht von oben begießen, keine stickstoffbetonte Düngung. Kompost. Neudovital. Anbauflächen in jedem Jahr ändern.

Mahonie. Mit Kali, aber nicht stickstoffbetont düngen, im Sommer ausreichend wässern.

Malven, Stockrosen. Dahlien und Fingerhut beipflanzen. Resistente Sorten wählen. Alle zwei Jahre neue Pflanzen setzen an jeweils anderen Stellen. Im September Erd- oder Mulchunterstreu um die Pflanze herum aufbringen (Beinwell). Bei Herbstausklang alle Stängelreste entfernen. Nach dem Winter Unterstreu vor Neuaustrieb zusammen mit oberster Erdschicht entfernen und vernichten, neue Mulchschicht aufbringen. Ebenso die ersten fünf Blättchen in den Müll geben. Luftigen Platz mit weitem Abstand wählen. Weder zu trocken noch zu feucht halten. Spritzen mit Schachtelhalm- und Rainfarntee oder Farnbrühe. Stäuben mit Steinmehl nach Regen. Keine Staunässe, nicht zu trocken, nicht zu feucht halten. Ausreichend düngen. Neudovital Rosen-Pilzschutz spritzen.

Pelargonien. Vorhandene gesunde Pflanzen mit Schwefelmittel behandeln. Ganz befallene Pflanzen verbrennen. Es ist auch nicht möglich, solche Pflanzen mit Chemikalien zu behandeln.

Pfefferminze. Pflanzabstände einhalten. Jedes Jahr den Standort wechseln. Mehrmaliges Überbrausen mit Schachtelhalmtee. Multimentha anbauen, andere Sorten sind meistens anfällig.

Pfingstrose, Strauchpfingstrose. Kiefernähe vermeiden. Schachtelhalm mit Schwefelzusatz spritzen, mehrmals. Neudovital.

Pflaumen, Zwe.. Keine Anemonen, Leberblümchen und Ranunkeln in der Nähe anpflanzen, sie sind Zwischenwirt. Schachtelhalm mit Netzschwefel spritzen. Ende 6 zweimal Baumscheibe ganzjährig mulchen. Ausreichend wässern und düngen. Baum in jedem Jahr auslichten. Pflanzenstärkungsmittel spritzen, z.B. Neudovital. Bühler und Anna Späth gelten als weniger anfällig.

Porree/Lauch. Sortenwahl. Mulchen oder Zwischenräume einsäen. Empfindlich sind Alaska, Batina, Catalina u.a. Pflanzenreste nicht kompostieren. Abstände einhalten, keine stickstoffreiche Düngung.

Radies, Rettiche. Sortenwahl. Serrida F 1 ist resistent.

Rhabarber. Schilf entfernen.

Rosen. Bei Kalkmangel Algenkalk oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Sortenwahl: Nur Rosen aus Rosa-Multiflora-Abkunft oder Rosa-Moschata-Hybriden pflanzen. Sonnenarme Pflanzstellen meiden. Auf ausreichende Kaliversorgung achten (Holzasche, Kompostierter Hühnermist, Kalimagnesia, Knochenmehl, Adlerfarnjauche). Keine stickstoffbetonte Düngung. Keine Leberblümchen in der Nähe dulden (Zwischenwirt). Knoblauch beipflanzen. Schachtelhalmspritzung. Mr. Evergreen Rosen. Neudovital 3% vor dem Austrieb spritzen. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz. Oscorna-Bio-S. Brennesseljauche gießen. Mulchen.

Schnittlauch/Knolau. Kaffeesatz* als Dünger einarbeiten. Öfters schneiden. Wilan (Sperli) ist tolerant.*Wegen seines evt. hohen Kupfer- und Zinkanteils nur in geringem Maße anwenden.

Stachelbeeren. Sauergräser aus der Nähe entfernen.

Wacholder. Anfällige Zierwacholder entfernen, ggf. resistente Sorten anbauen.Versuche in Wädenswil/Schweiz haben gezeigt, dass einige Wacholdersorten besonders anfällig sind: Juniperus chinensis Robusta Green, Keeteleri. Juniperus sabina Blaue Donau, Tamariscifolia. Juniperus media Pfitzeriana aurea. Kaum anfällig sind: Juniperus virginiana: Blue Arrow, Hetzi, glauca. Juniperus chinensis: Plumosa Aurea + Blauw.Juniperus communis: Green Carpet, Hibernica, Hornibrookii, Repanda, Suecica. Juniperus horizontalis: Blue Chip, Golden carpet, Wiltonii.Juniperus media Mint Julep, Pfitzeriana glauca. Juniperus squamata Blue Carpet, Meyeri Säulenwacholder 'Hibernica'.

Schokoladenfleckenkrankheit [Botrytis fabae]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Puffbohnen. Pilzbefall durch Botrytis fabae.

Puffbohnen. Vernichten.

n/v
Wanzen [Hemiptera]

Liocoris tripustulatus, WanzeLiocoris tripustulatus, Wanze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Streifenwanze

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Wanzen. Schnabelkerfe (Hemiptera).

Apfelbäume. Kleine, schwarze Flecken auf den Blättern. Werden Früchte angestochen, wird die Einstichstelle rot; sie wachsen sie oft an dieser Stelle nicht mehr, es bilden sich Vertiefungen und Verwachsungen. Meistens fällt der Apfel ab. - Befällt auch Birnenbäume.

Grünspargel. Deutlich sichtbare Einstiche, die jungen Triebe sterben ab, das Laub ist dunkel verfärbt.

Johannisbeeren. Die Beerenwanze hinterlässt ein Sekret ihrer Stinkdrüsen, die Früchte werden ungenießbar. Die Blattwanze sticht Blätter, Triebe oder Früchte an, die Einstichstelle verfärbt sich, die Früchte fallen ab. Auch andere Beeren werden befallen.

Puffbohnen. Junge Triebe sind angestochen, sie wachsen verdreht nach.

Wanzen siehe Wanzen Neudorff

 

 

Apfelbäume. Schaden gering. Niemsamen.

Johannisbeeren. Ablesen, abklopfen. Niem.