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Schachtelhalmjauche

BeitragVerfasst: Mi Jun 11, 2008 09:18
von Buchsini
Hi,

ich habe eben Schachtelhalm gesammelt (ein Arm voll) und brauche jetzt eine Anleitung wie ich die Schachtelhalmjauche herstellen kann.
Muss ich den Schachtelhalm kleinschneiden?
Ich wollte ihn dann auf 10 l- Eimern mit Regenwasser verteilen, da ich kein größeres Gefäß habe. Wie viel Schachtelhalm kommt dann auf einen 10 l Eimer Wasser?
Die Jauche soll dann an die Rosen wegen dem "Rost". Die Frage ist, kann man das jetzt noch machen? Die Rosen haben bereits schon alle Blätter verloren.

LG
Buchsini

Re: Schachtelhalmjauche

BeitragVerfasst: Mi Jun 11, 2008 10:03
von federmohn
Hi,

das genaue Rezept findest Du hier:
http://www.bio-gaertner.de/Articles/II. ... pture.html

Ausbringen kannst Du es durchaus jetzt noch - wird allerdings nichts mehr helfen.
Ackerschachtelhalm wirkt bestenfalls vorbeugend stärkend auf Rosen ein. Ein "Fungizid" zur Bekämpfung ausgebrochener Pilzkrankheiten ist es auf keinen Fall.

Re: Schachtelhalmjauche

BeitragVerfasst: Mi Jun 11, 2008 11:17
von Buchsini
Hi,

na super, dann nehme ich doch am besten meine Einweckkessel.

Danke sehr.

LG
Buchsini

Re: Schachtelhalmjauche

BeitragVerfasst: Mi Jun 11, 2008 19:18
von vierviergarten
Hallo Buchsini,
wenn die Rosen unter dem Pilz bereits leiden, dann hilft eigentlich nur konsequentes Aufsammeln der abgefallenen Blätter und das Abreissen/Abschneiden der "verrosteten" Blätter von der Pflanze. Ich habe mal im Netz vor einigen Jahren einen sehr interessanten Tipp gefunden: auf 10 l Wasser 1 l Vollmilch (kann schon abgelaufen sein) und die Rosen damit giessen. (direkt rund um die Pflanze in den Boden, nicht die ganze Pflanze abduschen oder besprühen) Das ganze 1 x wöchentlich über einen Zeitraum von 4 - 6 Wochen. Durch die Milchsäure werden die Wurzeln kräftiger und die Pflanzen entwickeln eine bessere Abwehr gegen fast alle Rosenkrankheiten. Wenn Du Glück hast, wird der Befall in wenigen Wochen deutlich weniger und das nachtreibende Laub bleibt gesund. Deine konsequente Entsorgung erkrankter Blätter natürlich vorausgesetzt. Diese einfache Methode haben Studenten in einer Studie, eher zufällig, heraus gefunden und ich kann aus Erfahrung sagen, dass sie wirkt. Alle, denen ich diesen Tipp gegeben habe sind auch total begeistert davon. Das tolle ist, dass die Kräftigung wirklich anhält und der Rostbefall im Folgejahr geringer ausfällt, vielleicht sogar ganz ausbleibt. Ich hab das Ganze im ersten Jahr sehr regelmäßig über ca. 2 Monat gemacht und im Folgejahr nur noch zweimal.
So, und nun das "Rezept" für die Jauche: 1 kg Schachtelhalm, vermischt mit Brennesseln in ein Gefäß, 10 l abgestandenes Wasser drauf. Das Kraut muss vollständig mit Wasser bedeckt sein. Täglich kräftig ümrühren, die Vergärung wird beschleunigt, wenn das Gefäß an einem sonnigen Platz steht. Die Jauche ist nach 2-3 Wochen fertig, erkannbar daran, dass sie nicht mehr schäumt und sehr dunkel ist.
Verdünnung 1:5, beste Zeit für die Spritzungen sind sonnige Vormittage

Liebe Grüße

Re: Schachtelhalmjauche

BeitragVerfasst: Mi Jun 11, 2008 22:59
von Buchsini
Hi vierviergarten,

das mit der Milch ist doch viel einfacher als Jauche zu produzieren. Werd ich denn mal ausprobieren. Die Blätter von den Rosen habe ich in der Tonne entsorgt.
Das es so einfach sein soll ist fast unglaublich, aber auch genial wenn es wirkt. Ich machs einfach mal und erstatte Bericht bei Zeiten. Danke für den tollen Tipp.

LG
Buchsini