Senf als Mulch

Gemüse, Salate, Kräuter, Heilkräuter, Gewürze und Pilze

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Senf als Mulch

Beitragvon roccalana » Do Feb 07, 2019 18:20

Hallo :applaudir:
nur eine kurze Frage.
Ich habe heute mein Beet für die Kartoffeln vorbereitet. Da ich jedoch zur Zeit kein anderes Mulchmaterial finden kann, habe ich an einer anderen Stelle gut gekeimten Senf abgeschnitten und damit das Beet gemulcht. :)2:
Ich habe nun nicht vor, das Material einzuarbeiten, es bleibt einfach liegen, bis es vertrocknet ist und wandert dann in den Kompost.
Wie wichtig wäre es nun, dies zu berücksichtigen in Vor- bzw. Nachkultur. :?:
Rita :soleil:
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon Mia » Do Feb 07, 2019 19:08

Ach Du Schande, Rita. Du stellst harte Fragen! :grin:

Senf- Kreuzblütler. Ich würde ihn wahrscheinlich nicht berücksichtigen. Du wirst die Kartoffeln ja hinterher noch mit anderem Zeug mulchen, bzw. was anderes dazwischen pflanzen. Ich weiß nicht, wie Dein Pflanzplan aussieht, aber ich würde diese kurze Auflage aus Senf später nicht mehr berücksichtigen. Sicherlich teilen sich da ein paar Stoffe dem Boden mit, ( ein paar leckere Schwefelverbindungen, vermute ich) aber wenn danach noch anderes drauf- und dazwischenkommt, wird sich die kurze Lagerung, um den Boden jetzt erstmal etwas feuchtzuhalten, in ihrer leichten Stofflichkeit sicher verlieren.
Wird dann ja auch wieder weggenommen, der Senf. Ich würde da nicht weiter drauf achten.
Und wenn Du als Vorkultur meinetwegen einen Salat wählst, hat der sicher nichts dagegen. Auch Erbsen werden nichts dagegen haben, wenn wir schon mal so weit sind, sie zu Kartoffeln zu pflanzen --- was mir persönlich übrigens immer noch vom Gefühl her stark widerspricht.
Und bis Du im Herbst wieder kohlartige Gewächse dort anbaust, ist das Aroma des Senf vermutlich längst verflogen.

Lieben Gruß
Mia
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon roccalana » Sa Feb 09, 2019 18:04

Hallo Mia :applaudir:
dann werde ich mich mal bemühen, nur noch Sachen zu fragen, die ich gar nicht weiß :;)2:
Ich war mir halt unsicher :?2: hätte es Dich jetzt nicht gegeben, hätte ich einen Test gemacht... Bild
Im Herbst habe ich dann dort Gemüsefenchel geplant.
Ich möchte dann auch wirklich versuchen, einige Erbsenpflanzen zu den Kartoffeln zu setzen. Mal sehen, wie der Vergleich dann aussieht.
Ich habe heute dann ein weiteres Beet mit Senfmulch abgedeckt - dort sollen dann Erbsen in eine Hälfte und Buschbohnen in die andere Hälfte gesetzt werden.
Schönen Abend noch
Rita :soleil:
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon Mia » Sa Feb 09, 2019 22:13

Ach, liebe Rita, :smile:
bitte frag ruhig!

Ich weiß auch nicht alles und kann in manchen Dingen auch nur mutmaßen.
Den Test/ die Teste musst Du sowieso selber machen, trotz meiner Antwort. Und wenn ich jetzt erzählen würde, ich würde da nach Kartoffeln keinen Gemüsefenchel anbauen, könntest Du antworten, ja, aber, Deine italienischen Seiten fänden das gut!
Dann bin ich draußen, genauso wie bei Erbsen und Kartoffeln. *schulterzucksmilie*
Auch bin ich draußen, wenn die älteren Italiener Deiner Gegend alles unter Plastikhauben und mit Kunstdünger anpflanzen.
Das meinte ich nicht!

Heute früh habe ich im Radio eine Sendung über Malta und Gozo gehört. Gozo entwickelt sich wohl langsam zu einer Art biologischem Anbaugebiet. Die haben - verdammt nochmal- auch keinen Regen! Ich hörte aber heute in der Sendung mehrfach die Worte: Kapern, Kapernsträucher, alte Kapernbäume. Die wachsen also völlig trocken da in der Gegend.
Sowas meinte ich. Etwas, was Du beernten kannst, und was dir die Natur von selber schenkt. Dazu kamen in dem Beitrag gelbblühender Fenchel- für Bienen und Honig - und es kam Spargel! Grünspargel.
Das sind Dinge, die ich meine, für die du kein Gewächshaus und keinen Dünger brauchst. Manche alteingesessenen Pflanzen gibt dir die Natur von selber.
Aber ich bin weit weg. Letztlich kann ich es nicht beurteilen.

Mia
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon roccalana » Mo Feb 11, 2019 15:58

Hallo Mia
ich hoffe, wir verstehen uns richtig. :;)2:
Ich sehe die Beiträge in Foren als Meinungsaustausch - Erfahrungsaustausch von den Gärtnern die das schon lange machen (oder bereits in der Kinderzeit mitgemacht haben) oder eben erst seit kurzem.
Ich glaube längst nicht alles, was ich so lese - weder auf deutsch noch auf italienisch.
Wenn ich schon mal erzähle, was unsere Nachbarn so treiben, dann lediglich als Info, die Dich vielleicht interessiert :shake2: :nod2: :?:
Mia hat geschrieben:Kapern, Kapernsträucher, alte Kapernbäume. Die wachsen also völlig trocken da in der Gegend.

Kenne ich, jedoch eher aus Sizilien.
Wir haben dort mal Verwandte besucht.... und die Kapern wachsen dort quasi auf Nichts - man könnte sagen auf Schotter.
Und genau deshalb, brauche ich das (leider) gar nicht zu versuchen.
Unser Boden hier ist Ton mit etwas Beimischung von Lehm. Und nicht, dass es hier nicht regnet; nur von Mai bis einschl. August (manchmal auch länger) ist es trocken. Bild
Mia hat geschrieben: Dazu kamen in dem Beitrag gelbblühender Fenchel- für Bienen und Honig - und es kam Spargel! Grünspargel.

Oh ja, wilder Fenchel blüht bei uns in Massen in dem Teil des Grundstücks, welcher nur 2x im Jahr gemäht wird. Ich pflücke mir dann immer einige Blüten für die Küche und für die Jauche.
Grünspargel klingt interessant - damit müßte ich mich mal beschäftigen: welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, keine Ahnung. Bild
Werde ich aber mal nachlesen, gebe Dir dann Bescheid.
Rita :soleil:
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon Mia » Mo Feb 11, 2019 19:43

Dann guck mal nach, liebe Rita. :smile:

Der Grünspargel wächst bei dem gelben Fenchel. Unter ähnlichen Bedingungen. Vielleicht hast Du ja schon welchen, ohne dass Du es ahnst? Jetzt, warum muss ich Klugscheisser wieder so eine Hypothese aufstellen?
Weil ich ihn gesehen habe. Nicht bei Dir, aber auf Formentera. Und auch dort selbst geschnitten und verspeist. Neben den Salinen wuchs er, neben der Straße sogar. Wie Unkraut. Gut, der Boden ist dort sandiger als bei Dir. Vielleicht musst Du für eine regelrechte Kultur etwas Sand einbringen. Ansonsten macht er es - hoffentlich- selber. Ich habe Grünspargel jetzt im zweiten Jahr in meinem Warburger Garten. Für für die jungen Pflänzchen habe ich extra Sand in den Lehmboden gepackt. Er macht es aber auch ohne Sand, sofern er mal gut eingewachsen ist. Das zeigte der Garten in Dortmund.

Und nun kommt leider, wieder einmal, eine Geschichte:
"Oma, was ist das, was du da scheidest?", fragte die kleine Mia.
"Das ist Spargelgrün, Kind. Wir wollen zur Verlobung deiner Cousine einen hübschen Rosenstrauß binden, und das Grün des Spargels gehört als Auflockerung dazu."
"Darfst du denn hier, auf Tante Hertas Gartenseite, das Spargelgrün wegschneiden, Oma?"
"Ja, Kind, ich habe mit ihr gesprochen."
Jedenfalls, meine Oma starb, Tante Herta starb, die Cousine ist inzwischen seit 35 Jahren oder mehr Jahren verheiratet, aber als ich 2010 in Dortmund einzog, gab es den Spargel immer noch. Nichts hatte ihn umbringen können. Überrascht entdeckte ich ihn in einer Stelle im Rasen, südlich gelegen, sonnig, vor dem jetzigen Jägerzaun. Es war die selbe Stelle wie in meiner Kindheit, obwohl ich erst innerlich sortieren musste, denn die Umgebung hatte sich inzwischen verändert.
Der Garten war durch Landverkauf kürzer geworden, Tante Hertas Fischteich war verschwunden, Obstbäume waren gefällt worden, Thujen waren- der Mode folgend- gepflanzt worden... usw.
Der Spargel stand immer noch an der selben Stelle.

Im ersten Jahr hatte ich nicht viel Ertrag. Nach so vielen unbeachteten Jahren kümmerte er, aber er lebte noch.
Ich lockerte vorsichtig den Boden, nahm Rasensoden weg, gab ihm im Herbst etwas Kompost. Das war schon zu viel des Düngens. Die Stangen, die im nächsten Frühjahr kamen, waren viel zu dick und mastig. Ich habe sie trotzdem gegessen... :pfeif:
Also, das ist jedenfalls ein Gemüse, mit dem man nicht viel falsch machen kann.
Standort: Sonnig und recht trocken. Der Grünspargel lebt ja von der Frühlingsfeuchte, und danach ist es ihm ziemlich egal. Eine, vielleicht zwei Stangen, sollte man stehen lassen, damit die später im Jahr blühen und Samen ansetzen können.
In Deinem Klima werden sie sich auch selbst aussäen.

Hier in Deutschland ist es für die Samen in der Natur zu kalt. Bei einer Freundin, die in der Nähe von Hamm einen Garten hatte, und schon lange Jahre ein Grünspargelbeet, keimten die Samen, als sie im Frühjahr Komposterde mit ins Haus nahm, die den Winter über in einem Gewächshaus ( mit seit Januar, wegen eines Sturmes, drei kaputten Scheiben) gelegen hatte. Dort hatte sie auch altes Spargelgrün kompostiert. Diese Erde nahm sie nun, um Tomaten darin anzuziehen - und was kam? Spargel.
Sie war recht verunsichert, sie hielt das Zeug für Dill - leider ohne den typischen Geruch. Was konnte es nur sein?
Ich habe sie damals besucht, und ihr gleich gesagt, es ist Spargel!
Lange konnte sie es nicht glauben, aber es war tatsächlich Grünspargel. Diese Samen waren, durch reinen Zufall, im Winter nicht erfroren.
Ich habe dann, wegen der kaputten Scheiben, gemutmaßt: die Samen brauchen vielleicht einen Kältereiz. Mein Experiment im nächsten Jahr war dann so, dass ich einen Teil der gekauften Samen über Winter - erdbedeckt - in eine Schale mitten in den Kompost gab. Zwei oder drei überlebten diese Misshandlung auch.
Es war völliger Quatsch! Die anderen, die ich später bei warmen Temperaturen auf der Fensterbank aussäte, keimten rasch und und zügig!
Grünspargelsamen brauchen keinen Kältereiz. Bei meiner Freundin war es so, dass es trotz der kaputten Scheiben im Gewächshaus noch immer wärmer war als draußen. Aber das wusste ich damals noch nicht. Ich habe versucht, mir einen Reim darauf zu machen, wieso sie seit zig Jahren ein Grünspargelbeet hat, aber nie was von selber keimte. Meine erste Idee war: Wegen eines passenden, kleinen Kältereizes, nach vorheriger Wärme und später nachfolgender Wärme, aber diese Idee war eindeutig falsch!
Die im Kompost verborgenen Samen waren in dem Gewächshaus einfach nicht tiefer Kälte ausgesetzt gewesen, anders als ihre Samen im Beet. Und als sie ganze Händevoll Komposterde im Februar reinholte, und sie bei 25 Grad aufstellte, damit es ihren Tomatensamen darin gut erginge, keimten sie. - Wie beim Frühling in Italien. :wink:

Rita hat geschrieben:ich hoffe, wir verstehen uns richtig. :;)2:
Ich sehe die Beiträge in Foren als Meinungsaustausch - Erfahrungsaustausch von den Gärtnern die das schon lange machen (oder bereits in der Kinderzeit mitgemacht haben) oder eben erst seit kurzem.
Ich glaube längst nicht alles, was ich so lese - weder auf deutsch noch auf italienisch.


Wunderbar! Halte das auch so!
Ja, und natürlich interessiert mich sehr, was Deine italienischen Nachbarn so treiben!!!! Worauf sie ihre Schwerpunkte legen! Es ist doch immer wieder interessant, darüber informiert zu werden.

Lieben Gruß
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon Mia » Di Feb 12, 2019 21:42

Ich glaube, ich schaffe das Internet ab und kaufe wieder Bücher!

Die Leute im Netz scheinen alle von einander abzuschreiben, und richtig tiefgreifende Informationen gibt es kaum noch!

Ich wollte nämlich noch mehr über Grünspargel im Mittelmeerraum wissen, und hoffte, das eine oder andere Foto in einem guten link zu finden, auf das ich hinweisen könnte. Denn ich habe die drei Male, die ich auf Formentera war, überhaupt keine Fotos von dem Spargel gemacht. Ich habe ihn mit den Kindern gesammelt - und aufgegessen. Also, ich kann nicht beweisen, dass es ihn dort wild gab/gibt und wie er - mit anderem Krautzeug - wuchs. Ich sehe ihn nur vor mir, wild, am Straßenrand, zusammen mit gelben Fenchel.

Diese Seite hier ist ganz nett: http://www.spargelseiten.de/botanik_des_spargels.html
Sie erzählt jedenfalls, wie sehr er trockenheitsangepasst ist.
Und natürlich ist er trockenheitsangepasst!
Er sitzt im Boden, mit halbwegs dicken, rhizomartigen Wurzeln, die mit ihren Faserwurzeln ordentlich in die Tiefe gehen können.
Die eine Internetseite sagt einen Meter, eine andere sagt drei.
Und nun schaut Euch die Blättchen des Spargelgrüns an: Das sind ja gar keine Blätter mehr, die viel Wasser verdunsten, das sind so feine Splitterchen aus Grün, fast wie feine Kaktusnadeln, reduziert darauf, jedenfalls nicht zu verdunsten!
Wenn man sich allein daran ( Wurzeln und Blätter) den Charakter der Pflanze anschaut, sieht man schon, dass diese garantiert nicht in irgendwelchen Feuchtgebieten wächst. Sie ist wirklich trockenheitsangepasst!

Auch diese Seite ist halbwegs gut: http://blog.biothemen.de/grunspargel/
Die schreiben aber, das Zeug geht nach 10- 15 Jahren nicht mehr. Ich kann nur das Gegenteil sagen. Die alte Spargelstaude im Garten meiner Kindheit ist mindestens 40 Jahre alt!

Ich habe mir, schon Anfang der 70ziger das Buch gekauft: Blumen am Mittelmeer, ein BLV Bestimmungsbuch, von Polunin/Huxley, so, dass ich das meiste, was ich rund um das Mittelmeer fand, bestimmen konnte. Das war für mich persönlich wichtig, weil es mich interessierte! Das nächste für mich wichtige Buch war dann: "Wild Flowers of the Canary Islands", auch wieder ein Bestimmungsbuch, von 1974, von David und Zoe Bramwell, auf englisch.
Danach kamen für mich Beth Chatto, Frau Kreuter, und all das, was man so zur klassischen Gartenlektüre zählt.
Ich sage es jetzt zum ersten Mal, aber ich meine es auch so: Kauft Euch bitte gute Bücher!
Wenn das Interesse an guten Grundlagen da ist, solltet Ihr auch was Gutes erwischen können!

Ich weiß noch, dass das Buch: "Wild Flowers of the Canary Islands", damals richtig teuer war. Na, es begleitet mich seit 1974!
Gut angelegte Knete!
Auch die Bücher von Beth Chatto hatten ihren verdammten Preis. Aber auch sie waren für mich ein ständiger Quell zum Nachlesen, Vergleichen, Nachdenken.
Kauft Bücher, Leute!
So, wie das jetzt läuft mit dem Internet, kann das nicht mehr weitergehen!

Das ist ja die reinste Verkaufsverarsche!

Mia
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon roccalana » Mi Feb 13, 2019 13:43

Hallo Mia
nun habe ich mal nachgelesen. Also, unser Boden ist nichts für Grünspargel.
Man müßte ein Hochbeet bauen+unten rein müßte eine Folie, die Quecken abhält aber Wasser durchläßt. Dort hinein käme dann entsprechende Erde.
Allerdings setze ich Grünspargel nicht gleich mit dem wilden Spargel.
Der grüne Spargel hat so ca. einen Durchmesser von gut 1cm, der wilde Spargel so ca. 2-3 mm :!:
Ja, wilder Spargel wächst hier, nicht sehr viel, aber einige Pflanzen kann man jetzt sehen. Das Problem ist dabei, den Spargel, wenn er denn wächst (eher so im April) ihn auch zu finden. Unser netter Nachbar war bis dahin noch nicht da, um zu Mähen. Und das gesamte "Gestrüpp" steht dann so hoch, dass man nichts mehr finden kann.
Und Vorsicht, wenn Du keine Handschule an hast, das pikst ganz ordentlich.


Ich weiß jetzt nicht, ob man hier wirklich was erkennen kann, ist halt ein Versuch.
wilder Spargel_ergebnis.jpg
wilder Spargel_ergebnis.jpg (72.01 KiB) 57-mal betrachtet


Mia hat geschrieben:Ich glaube, ich schaffe das Internet ab und kaufe wieder Bücher!

Nun ja, beides parallel :?:
Es stimmt, egal um was es geht, klar steht im "Internet" auch viel Blödsinn, kann ja jeder was schreiben, egal ob mit oder ohne Ahnung.
Und es wird tatsächlich, voneinander abgeschrieben, ist mir auch schon aufgefallen. Das betrifft aber Blödsinn genau so, wie bei guten Sachen - :nod2:
Aber auch bei Büchern ist es nicht viel anders - auch dort musst selektieren
Ich habe schon einige Bücher, viele von meiner verstorbenen Mutter, aber mit allen kann ich nichts anfangen - viele schöne Bildchen - aber wenig Info.
Aber das dürfte eine persönliche Sache sein.
Mia hat geschrieben:So, wie das jetzt läuft mit dem Internet, kann das nicht mehr weitergehen!

Das ist ja die reinste Verkaufsverarsche!

Mia

Stimmt, wird es aber auch nicht - auch dort wird sich noch viel ändern.
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P.S. Ich weiss jetzt nicht, warum mein Text nun so komisch aussieht - so als hättest Du das geschrieben. Aber es sollte trotzdem verständlich sein. Edit by Carolyn: Hab's mal angepasst, war ein Quote zuviel. ;)
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon Carolyn » Mi Feb 13, 2019 14:48

Von wegen, im Internet steht viel Blödsinn: Ja, und in den schnell aufgelegten Büchern ganz genauso. Es ist das Zeichen der Zeit, alles ist schnellschnell und oberflächlich - und billig. Ob das Ware aus dem 1-Euro-Laden ist, oder Handys, die nach einem Jahr ersetzt werden, weil es etwas Neueres mit mehr Funktionen gibt, oder Kleidung, die nach einer Saison weggeworfen wird oder Technikkram, der gerade mal die Garantiezeit überlebt oder überzüchtete Nutztiere, die schnell Gewicht zulegen müssen ... Liste beliebig erweiterbar. Geduld, Ausdauer, sich etwas gründlich erarbeiten, differenzierte Betrachtung stehen nicht mehr hoch im Kurs. Hat ja auch in einem Hashtag oder in einer Schlagzeile nicht Platz und kann nicht nebenbei schnell auf dem Smartphone erledigt werden, während man auf den Bus wartet (o.ä.).
Außerdem: Internet ist (weitgehend) kostenlos. Gute Info verschenken, wer tut das schon? Und was nichts kostet ist eben (in den Augen vieler) auch nichts wert. Aber Geld ausgeben will auch keiner. :lol: Also viele Billig-Angebote, die genau das sind: Billig, nicht günstig.

Dein Foto vom wilden Spargel, roccalana, erinnert mich an meinen Zierspargel. Dünne, bis zu einem Meter lange Stiele, feinblättrig und mit ein bis zwei Zentimeter langen Stacheln (oder Dornen?). Und die Seitentriebe sind zunächst auch nur reine Stiele, bis sich dann irgendwann die "Blätter" entfalten. Und ja, dem traue ich absolut zu, dass er seine Wurzeln gerne bis in drei Meter Tiefe schicken würde! :lorl:
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon roccalana » Mi Feb 13, 2019 19:20

Hallo
jetzt muss ich mich doch noch mal kurz melden, gehört zwar eigentlich nicht so ganz hierher, aber trotzdem.
Ich habe jetzt komplette 2 Nachmittage gebraucht, den neuen Fernseher zu programmieren, und dabei mache ich das nun wirklich nicht zum ersten Mal.
Aber ohne Internet hätte ich das entweder nicht geschafft, bzw. noch viel länger dafür gebraucht.
In der Anleitung stand, jetzt zusammen gefasst: wie man den Fuß anbringt + Vorsicht - das Gerät ist schwer (wäre ich ja nicht drauf gekommen) + aus Sicherheitsgründen nicht mit nassen Händen anfassen :tanz:
So viel zum Internet -kann auch nützlich sein.
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Re: Senf als Mulch

Beitragvon Mia » Mi Feb 13, 2019 21:26

https://de.wikipedia.org/wiki/Spitzbl%C ... er_Spargel
Ach, der link geht ja wieder nicht, wegen des Ä!
Carolyn.... ? Mod-Edit: Repariert. ;)

Naja, schaun mer mal. :wink:

Liebe Rita,
Du hast ein Foto vom spitzblättrigen wilden Spargel gepostet. Asparagus acutifolius, oder von einer Sorte, die dem nahesteht.
Stachelig und unangenehm. Kannste gerne zum stacheligen Beranken der Terrasse nehmen. Oder besser: zum Schutz vor Wildschweinen und anderen Viechern um Dein Gemüsebeet.
Allerdings: wo der dünne wächst, wächst der echte Grünspargel - Asparagus officinalis - mit den richtigen grünen Stangen auch. Klar ist da ein Unterschied, zwischen dem wilden, zum Teil rankenden, stacheligen Spargel und dem wild wachsenden Grünspargel! Der eine rankt und sticht, der andere gibt mit seinen Stangen gutes Menschenfutter.
Für letzteren brauchst Du kein Hochbeet anzulegen. Er ist gut aufgehoben dort, wo der ganz Wilde wächst. Nur gelegentlich im Frühjahr jäten solltest Du, sonst erntest Du wenig. - Und bloß keinen Plastikmüll in den Garten! Oder in ein Hochbeet. Ich glaube, ich würde die Krise kriegen!

Das Thema ist hier: differenzierte Betrachtung.
Wir haben hier zwei verschiedene Spargelsorten, die eine wächst hoch, rankt zum Teil und sticht, die andere kommt im Frühjahr mit mitteldicken, grünen, sanften Stangen aus dem Boden. Wo Nummer eins gedeiht, gedeiht auch Nummer zwei. Du musst also gar nichts machen - nein, kein Hochbeet! - außer ein paar Samen der zweiten Sorte auszulegen, und gucken, dass sie im Frühjahr nicht von den wilden Trieben der ersten Sorte überwuchert werden.

LG
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