Vogelschutz

   

Vogelschutz dient dem Schutz besonders wichtiger Nützlinge. Nisthilfen anbieten. Evt. Winterfütterung mit ölhaltigem Samen (Sonnenblumenkerne). Vögel sind rotempfindlich, sie fressen gern rote Beeren. - Katzensichere Vogeltränke in größerer Entfernung von Büschen, Hauswänden usw. anbringen. Wasser erneuern. Der Wasserstand sollte 5 - 7 cm betragen. Teiche so anlegen, dass sie sanft ansteigen, oder man installiert eine schwimmende Insel. Die Vögel fressen dann nicht so stark an Obstbäumen und Beerensträuchern.

Vogelschutz- und Nährgehölze anpflanzen mit krautigem Unterwuchs und Laubschütte darunter:

  • Alpen-Heckenkirsche,
  • Alte Bäume,
  • Berberitze,
  • Blaue Heckenkirsche,
  • Buchsbaum,
  • Echter Kreuzdorn,
  • Efeu,
  • Eibe,
  • Feldahorn,
  • Felsenbirne,
  • Feuerdorn,
  • Geißblatt,
  • Gemeiner Liguster,
  • Gräser,
  • Hainbuche,
  • Haselnuss,
  • Holunder, rot und schwarz,
  • Holzapfel,
  • Kletterhortensie,
  • Kornelkirsche,
  • Lebensbaum,
  • Liguster,
  • Omorikafichten,
  • Orientfichten,
  • Pfaffenhütchen,
  • Rosen,
  • Roter Hartriegel,
  • Sandbirke,
  • Sanddorn,
  • Scheinzypressen,
  • Spitzahorn,
  • Stauden,
  • Stechpalme,
  • Steinmispel, filzig oder gewöhnlich,
  • Steinweichsel,
  • Tannen,
  • Traubenkirsche,
  • Vogelkirsche,
  • Wacholder,
  • Weißdorn,
  • Wolliger Schneeball.

Besonders wichtige Gehölze sind die Vogelbeeren, die von 63 Vogelarten genutzt wird, der Schwarze Holunder, den 62 Vogelarten anfliegen, und der Rote Hartriegel, dessen Früchte 24 Vogelarten fressen.

Hainbuchenhecken werden von Buchfink, Buntspecht, Dompfaff, Fasan, Fichtenkreuzschnabel, Grünfink, Kernbeisser, Kleiber gern angeflogen wegen ihrer Samen.

Auch Insekten und kleine Säugetiere wie Igel und Marder wissen Hecken zu schätzen, die Schutz vor Feinden und Sonne bieten.

Hecken für den Vogelschutz müssen enger als üblich gepflanzt werden, damit die Vögel auch einen sicheren Schutz haben. Das Vorbild in der Natur finden wir an Waldrändern. Die Vogelschutzhecke muss mehrstufig angelegt werden, z.B. Hainbuche, Traubenkirschen und Vogelbeerbäume als Leitpflanzen, dann im Mittelbau Felsenbirne, Holunder und Weißdorn und in den Lücken Berberitzen, Haselstrauch, Kornelkirsche, Saalweide und Schneebeere. Außerdem Hundsrose, Kartoffelrose, Schlehen und andere Dornengewächse für Freibrüter wie Dompfaff, Drossel, Finken, Girlitz, Goldammer, Grasmücke, Hänfling, Heckenbraunelle, Schwanzmeise, Zaunkönig sowie Laubsänger und Rotkehlchen, die ebenfalls unter dem Geäst, am Boden, ihren Brutplatz finden und somit vor den Rabenvögeln wie Eichelhäher, Elster, Rabenkrähe geschützt sind.

Auf drei Meter Breite können drei Reihen verschiedener Gehölze angepflanzt werden. Die Vögel fressen zuerst die Früchte von Pfaffenhütchen, Weißdorn und Wildapfel, dann die von Liguster und Schneebeeren und schließlich Ende Februar von Cotoneaster und Schneeball. Berberitze, Eibe, Feuerdorn, Speierling und Schlehe werden auch nicht verschmäht. Die Körnerfresser picken sich die Samen von Kiefer- oder Erlenzapfen, von Disteln und Sonnenblumen heraus. - Astquirle werden gern als Nestunterbau angenommen. Sie entstehen, wenn der Mitteltrieb in Höhe der Verzweigung herausgeschnitten wird, so dass die übrig bleibenden Seitenverzweigungen einen Trichter bilden. Heckenschnitt sollte möglichst unterbleiben, wenn überhaupt, dann erst Ende 6. Dann trotzdem auf spätbrütende Amseln und Grünfinken achten. Nur im Winter sollte Vogelfutter bereitstehen. Am besten geeignet sind Futterautomaten mit selbsttätigem Nachschub, die Kotverschmutzung des Futters durch die Vögel selbst und damit Übertragung von Krankheiten verhindern. - Glas wird von den Vögeln nicht gesehen und führt oft zum Tod bei Anflug. Große Glasflächen mit Vogelkonturen bekleben.

Als Futter sind geeignet:

  • Getreidekörner,
  • Haferflocken,
  • Kürbiskerne (geschnitten),
  • Mohn,
  • Samenreste,
  • Sonnenblumenkerne,
  • Weizenkleie.

Für Amseln, Drosseln, Rotkehlchen und Zaunkönige ist Weichfutter richtig.

Amseln, Rotkehlchen und Zaunkönig fressen auch gern Apfelreste und Trockenobst.

Buchfink, Dompfaff, Kernbeisser und Kohlmeise brauchen Fettfutter, Kleiber und Meisen ziehen Samen vor.

Bei Selbstherstellung von Meisenknödel darauf achten, dass der Rindertalg ungeräuchert und salzfrei ist, sonst Kokosfett nehmen.