Insekten-Nisthilfen

   

Insekten-Nisthilfen.

Ein Stück trockenes Laubholz, möglichst Hartholz, sehr bewährt ist Erlenholz, aber auch Buche, Eiche und Esche
ca. 12 x 12 x 30 cm mit Löchern versehen von 1 - 10 mm Durchmesser, 20 - 100 mm tief, mit Schwerpunkt der Löcher 1 - 3 mm, Lochabstand 20 mm. Der Hartholzklotz darf aber nicht durchbohrt werden. Die Löcher etwas nach oben bohren, damit kein Regen eintreten kann. Aus dem gleichen Grunde oben ein auskragendes Brett anbringen. Windgeschützt aufhängen mit Richtung SSW, die Sonne sollte jedoch stundenweise auf die Vorderseite fallen. Holz nicht behandeln, nichts daran nach dem Aufhängen verändern. Nicht in der Nähe von Lichtquellen aufhängen.
Dieser Holzklotz dient als Unterschlupf für Falterwespen, Grabwespen (gegen Blattläuse) und Hautflügler (Bienen, Hornissen, Hummeln, Grab-, Falt- und Wegwespen). Vor allem die Wegwespen sind nützlich, weil sie Fliegen, Käfer, Raupen und Spinnen bekämpfen.
Lochsteine aufschichten, die Löcher müssen waagerecht liegen. Hintere Seite gut abdecken.
Nisthilfe aus Binsen, Holunder und Schilfstängeln, die parallel gepackt eine waagerecht gehängte Blechdose ausfüllen. Nach hinten muss immer ein Abschluss (Knoten) sein. Mit Heißkleber so befestigen, dass sie nicht von Schädlingen herausgezerrt werden können.

Auch Nisttaschen aus Binsen, durchgeschnittenen Brombeerranken, Halmen, Holunderzweigen, Rosen, Schilf oder Stroh können in Sträucher gehängt werden. Das Mark kann man entfernen, manche Arten machen es aber auch selbst. Schilf oder Bambus hinter den Knoten abschneiden und mit Bindfaden umwickelt an einer Südmauer, dem Balkongeländer oder Hauswand aufhängen. Möglichst die Nistgelegenheiten unter einem Dach aufhängen oder aufstellen, es sollte kein Schatten auf die Nisthilfe fallen. Eine sonnige, warme Mauer oder Hauswand ist optimal für die Aufhängung. Auch leere Schneckenhäuser dienen als Unterschlupf.
Böschungen und Trockenmauern werden ebenfalls gern angenommen, wenn sie sonnenbeschienen sind und einen eher kargen Bewuchs haben. Wenn man sie künstlich anlegt, sollte man nährstoffarmen Lehm mit viel Sand verwenden. Mit den gleichen Materialien kann man auch einen Hügel, zusätzlich durchmischt mit Steinen, anhäufen und den Bewuchs niedrig halten. Sonst sind keine Eingriffe erlaubt. Ein Gemisch aus Stroh, Lehm oder Löss in einem Behälter aufgestellt oder wie die Holzklötze aufgehängt dient gleichen Zwecken.
Zweilagige Wellpappe zusammenrollen, den hinteren Teil mit einem Bindfaden zusammenziehen und in eine Blechdose oder einen Plastikbehälter stecken. Die Rolle muss von selbst im Gefäß halten, das Gefäß sollte einen Überstand gegenüber der Wellpappe haben. Ebenfalls vorn etwas schräg nach unten geneigt an einem von der Sonne beschienenen Platz, nach Süden gerichtet, aufhängen.

Außer Nisthilfen müssen die passenden Pflanzen vorhanden sein, z.B. Alant, Beinwell, Buddleia, Ehrenpreis, Fingerhut, Glockenblumen, Himbeeren, Klatschmohn, Kräuter, Kugeldistel, Minzen, Nachtkerzen, Ringelblumen, Sonnenblumen.

Man kann auch Holzklötze und Insektenkästen kaufen. Letztere sind für deren ganzjährigen Aufenthalt bestimmt (Schwegler). Die Schädlinge werden dadurch um bis zu 60 - 80% vermindert, in Bezug auf Läuse liegt der Wert sogar bei 90%. Außer Läusen werden vor allem die Raupen von Frostspanner, Kohleule und Kohlweißling sowie die Larven von Blattwespen bekämpft. Es siedeln sich dort besonders an Florfliegen, Fransenflügler, Ohrwürmer, Raubthripse, Raubwanzen, Schmetterlinge, Solitärwespen, Wildbienen.
Siehe auch "Hautflügler" .