Gartenbewässerung für den Selbstversorger

   

Dies ist ein Gastartikel veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Firma edingershops.de

 

Für einen Selbstversorger, der sich dem Lebensmittelkauf so weit es geht entziehen möchte, ist eine optimale Gartenpflege wichtig. Zu dieser zählt zweifelsfrei die Bewässerung von Obst, Gemüse und Kräutern. Welche Möglichkeiten zur Bewässerung Sie haben, wird Ihnen in diesem Beitrag vorgestellt.

 

Kriterien für den Gartenschlauch

Eine Gießkanne reicht dafür selten aus. Außerdem ist das permanente Tragen einer mit Wasser gefüllte Gießkanne eine körperliche Anstrengung, der man sich nicht zwingend aussetzen muss. Die Bewässerung mit einem Gartenschlauch ist daher für jeden Gärtner empfehlenswert, der nicht nur ein paar Blumen als Dekoration im Garten stehen hat, sondern auch seine Lebensmittel selbst anbauen möchte.

Was Sie immer bedenken müssen, ist, dass ein Schlauch ein abhängiges Hilfsmittel darstellt. Während Sie bei einer Gießkanne keine Verbindung zur Wasserquelle benötigen, ist der Schlauch selbst die Verbindung zum Wasserhahn oder zur Pumpe.

Sie sollten daher auf folgende Kriterien achten:

  • Die Länge des Schlauches entscheidet über die Reichweite der Bewässerung.
  • Ein passender Durchmesser ist wichtig für die Wassermenge, die durch den Schlauch und damit in die Beete fließt. Für einen Rasen und das Gemüse reicht in der Regel ein Durchmesser von ½ Zoll aus. Dies ist zugleich die Standardgröße, die Sie in jedem Baumarkt vorfinden. Für größere Rasen können Sie auch einen Gartenschlauch mit ¾ Durchmesser verwenden.
  • Außerdem hat jeder Schlauch einen Berstdruck. Dieser besagt, dass ab einem bestimmten Wasserdruck der Schlauch bersten, sprich, platzen oder beschädigt werden kann. Einen Berstdruck von 20 bar sollte ein Gartenschlauch aushalten können.
  • Wasserdruck, Länge und Wassermenge müssen stimmig sein. Bei einem ¾-Zoll-Schlauch mit einer Länge von 1 m und einem Standard-Wasserdruck (5 bis 6 bar) wird das Wasser nur so herausschießen. Ist der gleiche Schlauch drei Meter länger, kann der Wasserdruck stark nachlassen. Entsprechend weniger Wasser kommt bei den Pflanzen an.

Wasser ist wertvoll und teuer. Für einen Kleingärtner, der regelmäßig gießen muss, sollte sich daher eine Alternative zur Hauswasserleitung finden lassen - sei es eine Regentonne oder Zisterne sowie ein eigener Brunnen oder ein Hauswasserwerk. 

Manuell gesteuertes Bewässerungssystem

Haben Sie feste Punkte zum Bewässern, wie zum Beispiel den Rasen oder bestimmte Beetreihen, eignet sich ein manuell betriebenes Bewässerungssystem.

Bei diesem System gibt es mindestens eine Wasserquelle, einen Verbindungsschlauch bzw. ein Verlegerohr, Ventile und verschiedene Regner. Man nennt Bewässern auch Beregnung, daher heißen die Sprühkomponenten für ein Bewässerungssystem Regner. Man kennt sie auch unter dem Namen Sprinkler.

Regner gibt es in verschiedenen Ausführungen:

  • Beetregner: In die vorgesehenen Bohrungen im Verbindungsrohr werden die Sprühdüsen gesteckt. So können längliche Bewässerungszonen wie Reihen beregnet werden. Jeder einzelnen Erdbeer- oder Kartoffelpflanze innerhalb einer Reihe könnte eine eigene Sprühdüse zugestanden werden.
  • Viereckregner: Für eine größere einheitliche Bewässerungszone eignet sich der Viereckregner.
  • Rechteckregner: Eine Untervariante des Viereckregners. Empfiehlt sich für schmale rechteckige Zonen, wie sie des Öfteren am Rande von Beeten angebracht werden.
  • Stoßregner: Für höhere Büsche oder weiter entfernte bzw. schwer zu erreichende Bereiche sind Stoßregner ideal.

Darüber hinaus gibt es noch Mehrflächenregner oder Kreisregner.

Ein manuell gesteuertes Bewässerungssystem können Sie unterirdisch oder oberirdisch anlegen. Entscheiden Sie sich für die oberirdische Variante, liegt der Schlauch, der mit den Ventilen, Regnern und der Wasserquelle verbunden ist, auf dem Boden. Dies kann eine Stolpergefahr darstellen.

Bei der unterirdischen Variante haben Sie mehr Arbeit. Ein Graben muss ausgehoben und die Komponenten darin sicher platziert und richtig angeschlossen werden. Doch der Schlauch befindet sich nicht mehr in Ihrem Blickfeld, und Sie haben eine Stolperfalle weniger im Garten. Außerdem können Sie das unterirdische System ab einer Tiefe von 80 cm auch über Winter an Ort und Stelle belassen. Ab dieser Tiefe kann der Frost keinen Schaden mehr anrichten. Das oberirdische System sollten Sie vor dem Winter demontieren, denn auf dem Boden haben Frost und Kälte leichtes Spiel.

Ist Ihr System installiert, brauchen Sie nur noch den Wasserhahn aufzudrehen und das Wasser findet seinen Weg über den Schlauch zu den Regnern.

 

Automatische Bewässerung

Besonders im Sommer ist eine regelmäßige Gartenbewässerung nötig. Wer eine Regelmäßigkeit aufgrund von Dienstreisen, Urlaub oder längerfristiger Krankheit nicht garantieren kann, sollte über eine automatische Gartenbewässerung nachdenken.

Beim automatischen System sind nicht Sie der Wasserbediener, sondern ein Bewässerungscomputer. Sie stellen ein, wann die Bedienung durch den Bewässerungscomputer erfolgen soll. Der Computer wird zwischen Wasserquelle und Verbindungsschlauch bzw. Verlegerohr installiert. Was Sie benötigen, ist eine Stromquelle. Entweder Sie verwenden einen Mix aus Solar und Akkumulator oder Sie haben eine Haussteckdose für den Anschluss in der Nähe.

Übrigens: Für ein Bewässerungssystem sollten Sie einen Kugelhahn verwenden. Er sorgt für das Sperren und Entsperren der Wassermenge. Dieser ist bei Komplettsets in der Regel mit dabei.

 

Bewässerungsplan

Für das Nutzen eines Gartenschlauches oder einer Gießkanne benötigen Sie noch keinen Bewässerungsplan. Sobald Sie jedoch über festgelegte Positionen für Ihre Gartenbewässerung nachdenken, sollten Sie einen Bewässerungsplan erstellen.

In einem solchen Plan stehen alle Bewässerungszonen sowie die Wasserquellen und mögliche Hindernisse für die Beregnung. Das heißt, Sie markieren den Anfang und das Ende Ihrer Beete und Ihres Rasens, aber auch einen ungünstig gelegenen Busch oder eine Mauer. 

Was Sie ebenso in den Plan integrieren sollten, ist die Intensität der Beregnung. Welche Pflanzen benötigen mehr und welche weniger Wasser – das bedeutet: Wie oft muss welche Pflanze mit welcher Wassermenge beregnet werden?

Die Intensität lässt sich mit verschiedenen Farben oder Mustern nachbilden. Vergessen Sie jedoch nicht, die Bedeutung für Muster und Farben in einer Legende festzuhalten.

Für den Bewässerungsplan könnten Sie Ihren Bebauungsplan oder Grundstücksplan kopieren. Damit haben Sie die korrekten Maße und können entsprechend sicherer die Bewässerungszonen einrichten.

Mit dem Bewässerungsplan werden Sie das Bewässerungssystem in Ihrem heimischen Garten wesentlich einfacher etablieren können.

 

Gartenschlauch / Bewässerungssystem

Sie haben nun einige Bewässerungsmöglichkeiten kennengelernt, wobei sich das automatische System zugleich als das komfortabelste und teuerste herausstellt. Dies sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn Sie in der Gartensaison für eine lange Zeit nicht regelmäßig in den Garten kommen können und Sie keine zuverlässige „Urlaubsvertretung“ zur Hand haben. Haben Sie viele unterschiedliche Bewässerungszonen, lohnt sich schon ein Bewässerungssystem. Hier prüfen Sie einmal, und zwar bei der ersten Einstellung, welche Düsen Sie für welche Beete verwenden werden. Entscheiden Sie sich für den klassischen Gartenschlauch, achten Sie auf die genannten Kriterien, damit Sie lange Zeit Freude damit haben.