Frostschäden

   

Frostschäden.

Solche Schäden werden oft als Infektion o.ä. fehlgedeutet. Die Zellen platzen, die Pflanzen erscheinen grün, schlaff und haltlos. Nach Regen faulen sie schnell, bei Trockenheit trocknen sie ein. Die Blätter verformen sich und zeigen oft rötliche Verfärbungen. Leichter Frost lässt zweijährige Pflanzen (Kohl, Mangold, Möhren, Pastinaken, Zwiebeln) frühzeitig schossen. Blüten erfrieren oft durch Spätfröste, immer sind die Kronblätter dann braun, die Stempel schwarz. Besonders gefährdet sind Täler und tiefer liegende Landstriche, wo die kalte Luft nicht abziehen kann. Geringere Schäden können durch reichliche Wassergaben, noch besser durch Brennesseljauche oder Kompostwasser, weitgehend ausgeglichen werden.

Vliese und Netze vermindern die Gefahr durch Frosteinwirkung, bei Spätfrösten können Baldrianspritzungen 3 %0 bis -3° wirksam, abends und morgens früh nach der Frostnacht, Schäden verhüten oder verringern (siehe 'Baldrian'). Sonst mit kaltem Wasser überbrausen, sobald die Sonne hochsteigt. Im Obstbau werden oft Beregneranlagen angeschaltet oder Feuer angezündet. Vor Winterfrost bewahrt man viele Gemüsepflanzen durch Einlagerung, Miete oder Einschlagen in Hausnähe.

Frostschäden an Obstbäumen siehe Obstbäume, allgemein - Frostrisse