Stauden: Steingartenstauden

   

Die Steingartenstauden sind ein Reich für sich. Sie sind allerdings in dieser Version mit den vielen anderen Sommerstauden vermischt. Die Betonung weicht oft vom deutschen Sprachgebrauch ab, sie sind hier aber nicht markiert worden. Die Bodenverhältnisse sind fast überall deutlich gemacht worden, vor allem gilt das für die Kalkverhältnisse. Durch Aufgießen von Salzsäure kann man den Sand prüfen: Braust er dabei auf, hat er pflanzenaufnehmbaren Kalk. Einen frischen Boden schafft man, indem man reichlich Torf beimengt oder den Boden um die Pflanze herum mit feuchtem Torf abdeckt, damit der Boden sich frisch hält. Mineralische Düngemittel sollte man nicht nehmen, aber wenn, sollte man nur 5 g je Flüssigliter auflösen. Waldhumusböden können mit reichlichen Mengen von Laub- und Nadelerde geschaffen werden. Doch sei man vorsichtig, sie können viele Larven von Drahtkäfern usw. enthalten. Man kann das auch so nachahmen, dass man dem Boden Naturtorf beigibt und nach der Pflanzung mit Laub oder Torfmull bedeckt.

Die Pflanzung ist schon in anderen Bereichen geklärt: Man sollte die neuen Pflanzen gleich nach Ankunft einbetten. Geht das nicht, dann sollte man sie in feuchtem Torf einpacken, immer so, dass sie dieselbe Höhe haben wie im alten Boden. Im Steingarten kann man rechnen mit etwa 8 - 10 Pflanzen je qm Fläche. Danach angießen. Bei Pflanzen, die nach einem steinigen Boden verlangen, kann man mit einer Torfdecke zudecken. Sie kann wieder geöffnet werden, wenn die Pflanzen anfangen zu treiben.

Die Stauden sollte man jahrelang auf ihrem Standort belassen. Sollte aber die Blühwilligkeit nachlassen, decke man sie entweder mit gedüngtem Torf ab, dessen Nährstoffe allmählich durch den Regen in den Torf einsickern, oder man pflanze um, wobei man mächtig gewordene Stauden teilen kann. Manche Stauden frieren bei Frost hoch. Deshalb ist es gut, den Boden der Steingartenanlage vor Frosteintritt mit Düngetorf fein abzudecken. Schleierkräuter und Nelken werden gern von Kaninchen aufgesucht, die dabei auch Steingartenpflanzen mit annagen. Trockenes Fichtenreisig ist der beste Schutz dagegen.

Fehlt Regenwasser, so kann man dagegen Wasser dadurch entkalken, dass man Torf einbringt, der den Kalk entzieht. Ist das Indikatorpapier auf pH 6 erreicht, wird der Torf gegen frischen ausgewechselt.

Im übrigen ist es so, dass heute vielfach nur Gartenkompost genommen wird.