Spitzmäuse

   

Soricidae, Crocidura.

Feld-, Garten-, Haus- und Zwergspitzmäuse sind 4 - 7,5 cm groß, unsere kleinsten Säuger. Sie gehören zu den Spitzrüsslern und sind verwandt mit den Insektenfressern Maulwurf und Igel. Nachtaktive Insektenjäger. Sie haben eine lange Rüsselschnauze, die mit Tasthaaren besetzt ist, und scharfe, spitze Zähne. 3 - 10 blinde und nackte Junge je Wurf von 1 g Gewicht, die schon nach 5 Wochen auf Jagd gehen. Bei Gefahr bildet die Kinderschar mit der Mutter eine Kette, indem jedes Jungtier sich bei dem Vordermann oberhalb der Schwanzwurzel festbeißt. Nahrungssuche abends und nachts.Tagsüber sind sie in Erdlöchern, unter Steinen, Gebüsch, Hecken, Komposthaufen u.ä. Verstecken. Sie halten keinen Winterschlaf, weil sie genügend Nahrung finden. Sie müssen aber ständig fressen, um ihren Organismus zu erhalten, der der Winterkälte trotzen muss. Man rechnet mit einer notwendigen Nahrungsmenge, die bis zum Vierfachen seines Körpergewichts reicht. Diese Belastung kann zum frühen Tod nach etwa einem Jahr führen.

Nahrung: Sie vertilgen je Tag ihr Eigengewicht an Asseln, Drahtwürmern, Engerlingen, Fischen, Fröschen, Insekten, Larven, Maulwurfsgrillen, kleinen Mäusen, Nestvögeln, Raupen, Schnecken, Spinnen, Tausenfüßlern und Würmern, manchmal auch an Aas.

Förderung: Ast- und Laubhaufen liegen lassen unter trockenen Hecken oder Gebüsch. Lockere Steinhaufen, Schutz vor Katzen bietet Maschendraht, der darüber gebreitet und befestigt ist. Feldspitzmäuse überwintern gern in Häusern in Nestern aus Gras.

Feinde: Hunde und Füchse meiden sie, Katzen fangen sie, fressen sie aber nicht, da sie nach Moschus duften. Eulen, Käutzchen.

Siehe auch den Einführungstext Nützliche Tiere, Bakterien, Pilze