Laufkäfer

   

Fam. carabidae.

An die 520 Arten in Deutschland, 700 Arten in Europa, weltweit möglicherweise 40.000 Arten. Sie sind bis 40 mm lang, es gibt viele nützliche Arten, die meisten sind schwarz oder braun, andere mit metallisch glänzenden Flügeldecken (Goldschmied). Sie sind meistens flugunfähig. Der Kopf ist schmaler als der Körper, mit langen Fühlern. Larven sind ebenfalls sehr schnell, sie halten sich über der Erde oder nur wenig unter der Erde auf und verpuppen sich nach 8 - 10 Wochen in Erdhöhlen.

Nahrung der Larven: Afterraupen (Larven der Blattwespen mit 6-8 Bauchfußpaaren), Asseln, Drahtwürmer, Eulenfalter, Kartoffelkäfer, Pflaumenstecher, Raupen, z.T. kleine Schnecken, Schneckeneier, Schwammspinner, Spanner, Wiesenschnakenlarven. Die Larven spritzen ihren Beutetieren einen Verdauungssaft ein und saugen sie danach aus.

Nahrung der Käfer: Hauptsächlich Insekten und ihre verschiedenen Entwicklungsstadien. Kartoffelkäfer, Pflaumenstecher, Raupen von Eulenfaltern und Spannern, kleine Schnecken und Würmer. Sie können pro Tag das dreifache ihres Eigengewichtes fressen.
- Der Goldlaufkäfer frisst Drahtwürmer, Engerlinge, Kartoffelkäfer, Raupen und Schnecken. Oft auch am Tage sichtbar.
Der glänzend schwarze Schaufelläufer kriecht in die Gehäuse der Schnecken und frisst sie auf.

Die Käfer überwintern, kommen oft in die Häuser. Oder sie finden Vertecke unter Holzhaufen oder hinter den Steinen einer Trockenmauer. Die Weibchen legen im Laufe mehrerer Wochen 20 - 60 Eier, meist einzeln in kleine Erdhöhlen. Laufkäfer sind nachts aktiv, tagsüber verbergen sie sie sich unter Steinen.
Sie benötigen einen feuchtwarmen, schattigen Unterschlupf, z.B. Laub-, Stein- oder Totholzhaufen, flache Steine (Dachziegeln), vermodernde Wurzelstöcke, Baumstümpfe oder Bretter, Hecken. Kleeaussaat und dichtes Gras fördern sie, ebenso Bodendecker wie kl. Immergrün, Ysander usw.; Funkien, Prachtspieren, Schafgarbe, Wurmfarn helfen beim Überwintern. Viele Arten sterben bei der Veränderung ihres Lebensraumes aus.

Siehe auch den Einführungstext Nützliche Tiere, Bakterien, Pilze