Kräuter: Kräuter und Heilpflanzen

   

Kräuter - Hochgenuss durch feine Nase und Erfahrung.

Belegt ist das Würzen der Speisen schon bei den alten Ägyptern, seit mehr als 4.000 Jahren; im alten Rom galt ein Sklave als Gegenwert für einen Sack Pfeffer.

Kräuter sollen den Geschmack der Speisen abrunden und deren Eigenart unterstreichen, nicht abtöten. Das Auge isst mit, und Kräuter können auch als Garnitur dienen, sogar in Form von Blüten. Übermaß schadet dem Genuss und der Gesundheit wie bei Ingwer, Pfeffer, Salz usw. Richtiges Würzen hilft dagegen der Lebensfreude und der Verdauung.

Weitere Einführungsartikel:

 

Heilkräuter und Heilpflanzen.

Heilpflanzen werden seit etwa 50 Jahren wissenschaftlich untersucht. Rund 80 Pflanzen sind von der European Scientific Cooperative on Phytotherapy, (Escop), der Dachgesellschaft nationaler Gesellschaften, dargestellt worden, siehe auch: Übersicht Heil-/ Arzneipflanzen und ätherische Öle.

Die Heilanzeigen in den folgenden Artikeln sind in der Regel Erfahrungswerte. Pflanzliche Abführmittel wie Aloe, Cascara°, Faulbaumrinde, Rhabarber, Senna dürfen nicht länger als 14 Tage genommen werden, da sonst schwere Schäden am Darm oder im Mineralhaushalt entstehen können. Mehr als 100 mg Süßholzwurzel täglich sind zu vermeiden, das Risiko von Blutdrucksteigerung und Schädigung des Mineralhaushalts ist gegeben. Man sollte auf Grund dieser Angaben bei schweren Erkrankungen keine Selbst-Medikation beginnen. Zusätzliche Anwendung bei Krankheiten sollten mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Tees sollten immer nur wenige Wochen getrunken werden, die Langzeitwirkung (evt. Schädigung) ist im allgemeinen nicht bekannt.

Nach 40 Stunden Ausbildung über den Einsatz von Heilpflanzen erhält ein deutscher Arzt die Zusatzbezeichnung 'Naturheilverfahren'. In anderen Ländern sind dazu Jahre erforderlich.

Die Auswahl der folgenden Heilpflanzen ergibt sich folgerichtig aus den Pflanzen, die an anderer Stelle als Baum, Blume, Gewürz oder Strauch vorgestellt worden sind. Zusätzlich sind einige weitere besprochen, die erst neuerdings in das Blickfeld von Wissenschaft und Forschung gerückt sind.

Ätherische Öle sollten am besten aus der Apotheke stammen. Es gibt in Deutschland kaum Qualitätsstandards. DAB-Qualität bedeutet immerhin, dass ein bestimmter Anteil ätherischen Öles aus der Pflanze, die den Namen hergibt, enthalten sein muss.

Bei der Sammlung und Verwertung der Heilkräuter sollte man folgendes beachten:

Man sollte sich immer, wenn man die Heilkräuter nicht genau kennt, vergewissern mit Hilfe einschlägiger Literatur oder Experten, ob es auch wirklich die gesuchten Heilkräuter sind. Viele Pflanzen haben ähnliche, aber giftige Verwandtschaft.

Zum Sammeln immer ein Gefäß aus natürlichen Materialien, z.B. einen Korb, verwenden. Der beste Zeitpunkt ist am frühen Morgen oder am frühen Vormittag, wenn es trocken und licht ist und kein Tau auf den Pflanzen liegt. Die Jahreszeiten schwanken, in der Regel ist kurz vor der Blüte oder bei der ersten Blüte der optimale Erntezeitpunkt. Blätter sollten möglichst jung, aber voll entfaltet sein. Früchte müssen ausgereift sein, Rinden werden nur jungen Zweigen entnommen, im Frühjahr ist die beste Zeit. Achten Sie aber auf die Beiträge in dieser Präsenz.

Umweltbelastungen sollte man weitgehend vermeiden, auch an den Fuchsbandwurm bzw. seine Eier muss gedacht werden.

Sollen die Kräuter getrocknet werden, sollte das alsbald nach der Heimkehr geschehen, damit sie nicht vom Schimmel erfasst werden. Niemals die Kräuter in die Sonne legen, sie bleichen aus oder verlieren ihren Anteil an ätherischen Ölen. Das Trocknen sollte immer im Schatten erfolgen. Am besten werden die Kräuter etwas zusammengebunden - nicht zuviel auf einmal - und kopfüber an eine Leine oder dergleichen aufgehängt, damit die Luft von allen Seiten vorbeistreichen kann. Sie können auch ausgebreitet werden auf mit Stoff gespannten Rosten oder im Herd langsam getrocknet werden bei max. 30 - 35°, die Tür geöffnet. Das gilt auf alle Fälle für Pflanzen mit ätherischem Öl. Andere Pflanzen ohne ätherische Öle vertragen auch Temperaturen von 60°. - Wurzeln werden einmal oder bei dicken Exemplaren zweimal der Länge nach durchgeschnitten, Knollen in Scheiben geschnitten.

Auf jeden Fall müssen die Kräuter wirklich trocken sein, ehe sie in gut verschließbaren, lichtundurchlässigen Gefäßen aus gefärbtem Glas, Holz oder Weißblech Aufnahme finden. Plastikgefässe sind nicht geeignet, sie werden von den ätherischen Ölen angegriffen. Die Aufbewahrungszeit für die meisten Kräuter sollte ein Jahr nicht überschreiten, allenfalls bei Rinden u.ä. Von Selbstbehandlung mit giftigen Heilkräutern sollte man unter allen Umständen absehen!

Sofern nötig, werden die Heilkräuter gut zerkleinert und dann als Tee getrunken. Dazu muss man die verschiedenen Arten der Anwendung beachten:

  • Absud: Die Heilkräuter werden gekocht, 30 - 60 Minuten, mit geschlossenem Topf. Dies gilt für die meisten Rinden, Wurzeln und anderen harten Pflanzenteilen.
  • Aufguss: Die Heilkräuter werden mit kochendem Wasser übergossen, anschließend lässt man sie 15 - 20 Minuten ziehen bei geschlossenem Behälter. Danach lauwarm trinken. Beim kalten Aufguss werden die Kräuter in ein Gefäß gegeben und dann wird eine Flüssigkeit darüber geschüttet, z.B. Alkohol, Öl, Wasser, Wein. Das Gefäß wird wieder verschlossen und kühl gestellt, z.B. in einen Keller. Der Auszug braucht mindestens einige Tage, bis er getrunken werden kann.
  • Saft: Mit geeigneten Mitteln wird der Pflanzensaft ausgepresst, z.B. durch einen Entsafter, und unmittelbar danach getrunken, um Oxidation weitgehend zu vermeiden.
  • Tinktur: Die Heilkräuter werden mit einem alkoholischen Getränk wie Wein oder reinem Äthylalkohol, 70 - 95%, übergossen. Deckel schließen, Gefäß licht und kühl stellen, aber nicht dem Sonnenlicht aussetzen. Nach Fertigstellung ggf. verdünnen. Im privaten Bereich wird meistens Wein verwendet.

°Cascara soll auch nicht für Schwangere geeignet sein.

Siehe auch Kräuterbeet, Kalt-/Frostkeimer und (Kräuter) Licht-/Dunkelkeimer,

Aussaat, Bio-Saatgut, Bodenarten und pH-Wert, Bodenleben, Duftgarten, Pflanzen für kalkhaltige Böden, Pflanzen für trockene Böden, Gießen, Gießwasser- Wasserhärte, Giftpflanzen, Immergrüne, Kaltkeimer - Frostkeimer, Lebensräume, Lichtkeimer - Dunkelkeimer, Mulchen, Vermehrung, Wildkraut - essbar, Winterschutz, Wurzelbad, Zeigerpflanzen. Einführungstext von Stauden, Sommerblumen allgemein

 

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