Gartenwege

   

Gartenwege.

Gartenwege sollten in der Mitte etwas höher liegen, damit Regenwasser ablaufen kann. Hauptwege sollten etwa 1,30 - 1,50 m breit sein, die Nebenwege etwa 1,00 m. Bei kleinen Gärten empfiehlt es sich, nur Trittsteine auszulegen. Natürliche Beläge sind Holz (z.B. Bohlen, Bretter, Holzhäcksel, Holzscheiben, Pflaster, tropische Harthölzer mit PSC-Siegel), Kies, Kieselsteine, Rasen, Rindenhäcksel oder Gehölzschnitt (auf einem Kies- oder Schotterbett halten sie länger), Sand, frostbeständiger Stein (Basalt, Gneis, Granit, Kalkstein, Marmor, Porphyr, Sandstein), Tonklinker, künstliche z.B. Betonsteine und -platten.

Natürliche Materialien wirken am besten. Kieswege sollte man in der Weise herstellen, dass der Boden 30 cm ausgekoffert und anschließend verdichtet wird: Zuunterst wird eine Grubenkiesschicht eingebracht, dann darauf eine dünnere Feinschicht und darauf eine noch dünnere Deckschicht. Mit einer Rüttelplatte verdichten. Kleinere Flächen können auch in der Weise hergestellt werden, dass zuunterst ein rottefestes Vlies oder eine starke Folie ausgelegt und darüber eine Kiesschicht von etwa 12 cm ausgebreitet wird. Dadurch bleibt die Fläche weitgehend unkraufrei. Seitliche Einfassung verhindert das Eindringen von Kies in die Nachbarbeete. Oft genügt auch eine Schicht aus hartem Granitsplit, die nur einige Zentimeter dick aufgetragen wird und das Gehen nicht allzu sehr erschwert. - Man sollte die Auswahl so treffen, dass möglichst geringe Rutschgefahr bei Regen und Eis besteht und das Material möglichst lange seinen Dienst tut. Der südländische Travertin ist z.B. weniger geeignet. Holz wird trotz mehr oder weniger giftiger Behandlung nur von beschränkter Dauer sein. Kanteneinfassungen sind nicht jedermanns Sache, wer überhängende Stauden als Beetbegrenzung liebt, wird auf sie verzichten können. Die zur Verlegung kommenden Materialien müssen aber trotzdem gegen seitliches Wegrutschen gesichert sein. Möchte man die beruhigende Wirkung des Grases einbeziehen, empfiehlt sich eine robuste Sportmischung. Das Gras muss dann aber ständig niedrig gehalten werden. - Wege aus Kies können zwanglos übergehen zu einem Teich oder Bachlauf.

Treppenstufen sollten nach der Stufenformel fertiggestellt werden: 2 x Stufenhöhe (max. 16 cm) + Auftrittstiefe (min. 30 cm) = 63.

Als Begleitstauden kommen in Frage:

Schattige Lagen: Aurikel, Bergenie, Bronzeblatt, Elfen- (Sockel-)blume, Gartenprimel, Günsel, Herzlilie, Hirschzunge, Kaukasusvergissmeinnicht, Kissenprimel, Leberblümchen, Porzellan- (Jehova-)blümchen (Kalkboden), Purpurglöckchen.

Sonnige Lagen: Alpenmohn, Bergaster, Blaukissen, Federnelke, Gänsekresse, Glockenblume, Grasnelke, Günsel, Hornveilchen, Islandmohn, Katzenminze, Mauerpfeffer, Polsterphlox, Purpurglöckchen, Schleifenblume, Steinbrecharten, Steinkraut.

Fugen: Sie können mit Pflanzen belebt werden. Dazu eignen sich Felsennelke, Plattenmoos, Römische Kamille (Chamaemelum nobile), je nach Fugenbreite auch Duftveilchen, Fliedermoos, Pfennigkraut (Lysimachia nummularia breitet sich schnell aus), Primeln, Stachelnüsschen, Steinnelke.