Farne: Allgemein

   

Boden feucht bis sehr feucht, humos, sauer, viel Torf. FarnFarnStandort Halbschatten/Schatten, windgeschützt, mit feuchter Luft. Moorbeeterde oder Einheitserde. Jährliche Kompostdüngung, kein Mineraldünger, im Topf organischen Flüssigdünger geben. Ihre Wedel wurden bereits im Herbst vorgebildet. Ihre Erde muss brockig sein, also nie zu fein.

Die Pflege der Farne ist fast immer gleich. Alle Farne stehen den Wasserpflanzen näher als den Landpflanzen, Feuchtigkeit ist ihr Element. Sie dürfen niemals austrocknen. Auch in der Luft brauchen sie Feuchtigkeit, daher müssen wir des Öfteren mit lauem Wasser sprühen und Verdunstungsschalen aufstellen. Als Erde brauchen sie Moorbeeterde oder Einheitserde und möglichst kalkfreies Wasser. Als Dünger geben wir ihnen während der Triebzeit im Sommer 1/2 g Blumendünger kalkfrei auf 1 l Wasser. Farne werden im Sommer wie im Winter immer gleichmäßig gegossen, eher zuviel als zu wenig. Es erscheint notwendig, dass die Farne in trockenen und feuchten Lagen auch durch einen Sickerschlauch geschützt werden. Farne eignen sich sehr gut als Ampelpflanzen.

Begleitpflanzen Schattenstauden wie Astilben, Bergenien, Buschwindröschen, Efeu, Eisenhut, Elfenblumen, Fingerhut, Gräser (Seggen), Haselwurz, Herzblume, Hosta, Immergrün, Japananemonen, Rhododendren, Salomonssiegel, Schaumblüte, Seidelbast, Silberkerzen, Waldgeißbart. Trockene Wedel erst im Frühjahr abschneiden oder auskämmen. Sie dienen als Winterschutz. Wintergrüne Arten müssen im Winter vor jedem Sonnenstrahl geschützt werden.

Vermehrung durch Ausläufer, Sporen und Teilung, siehe 'Vermehrung'.

Die wintergrünen Farne benötigen eine Laubschicht um die Wedel herum. Farne können zum Mulchen genommen werden. Vor allem Adler- und Wurmfarn, um Pflanzen herumgelegt, hält Schnecken ab. Siehe auch 'Lebermooser' und 'Moosextrakt'. Viele Farne können auch in der Wohnung oder im Gewächshaus gehalten werden, allerdings nicht in der Sonne. 10 - 13° ist eine Temperatur, bei der die Farne sich wohl fühlen. Für hohe Luftfeuchtigkeit muss gesorgt werden. Als Erde nimmt man 1 Teil guter Gartenerde, 2 Teile Lauberde und 1 Teil groben Sand. Moos auf der Oberfläche immer entfernen. Düngen mit Kompost und Hornspänen.

Farne werden im allgemeinen nicht angerührt von Schnecken. Wenn doch, dann kann man sie verdrängen mit Radieschen.

Schädlinge fernhalten durch Gamander (Teucrium), Witwenblume (Scabiosa), Sterndolde (Astrantia), Fenchel (Foeniculum) und Fetthenne (Sedum).

 

Unsere Einzelartikel zu den verschiedenen Farnsorten finden Sie hier:

Farn-Artikel

 

Diese Ausführungen sowie die Fotos in den Artikeln stammen im Wesentlichen von Roswitha Möller, Am Walde 3, 56249 Herschbach www.farngarten.de .

Bücher:

ein empfehlenswertes Buch, das sehr viele Arten und auch Sorten nebst Kulturbedingungen beschreibt ist Farngärten von Lothar Denkewitz, das im Ulmer-Verlag erschienen ist, oder Das Buch der Freilandfarne von Richard Maatsch, welches im Paul Parey-Verlag erschienen. Wer sich für die Begleitpflanzen im Schattengarten interessiert dem sei das Buch  Wildstauden für Schattenflächen und Säume. An Hecken und Wald, Wegen, Wällen und Mauern empfohlen. Leider sind diese Bücher oft vergriffen.

 

Weitere Fotos:

 

Farne können bezogen werden über: