|
![]() |
(entnommen von www.bio-gaertner.de - dem umfassenden Online-Öko-Nachschlagewerk)
|
Pflanze |
sehr giftig? | Giftige Pflanzenteile | Symptome | |
| giftig | sehr giftig | |||
| Krautige Gartenpflanzen | ||||
| Adonisröschen (A. vernalis) | gesamt | Darm- u. Magenstörungen, Erbrechen, Nervosität, Übelkeit | ||
| Akelei | x | gesamt - Blausäure | ||
| Alpenveilchen | gesamt | Knolle | Benommenheit, Erbrechen, Hautreizungen, Lähmungen, Magenschmerzen, Schweißausbruch, Schwindel, | |
| Amaryllis belladonna + Ritterstern | x | gesamt | Zwiebel | Bauchschmerzen, Benommenheit, Erbrechen, Schweißausbruch, Speichelfluss, Übelkeit. 3g Lycorin sind tödlich |
| Anemonen, Buschwindröschen | Zwiebelsaft | |||
| Aronstab | x | gesamt | Früchte | Erbrech., Erreggn., Krämpfe, Lähmgn., heft. Reizgn. an Darm, Magen, Mund, Rachen; Herzstörgn., Stimmverlust |
| Bilsenkraut | x | gesamt | Erbrechen, Krämpfe, Schwindel, +. | |
| Bohnen | rohe Hülsen + Bohnen | Rohe Bohnen verursachen Bauchweh, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit. Blut. Entzündg. Magen- Schleimhäute | ||
| Calla | gesamt | Bauchschmerzen, Brennen im Mund, Erbrechen, Flecken auf der Haut, Schwellung von Lippen und Mundhöhle | ||
| Christrose | gesamt | Samen | Atemnot, Brennen im Mund, Durchfall, Erbrechen, Koliken, Speichelfluss, Übelkeit. Herzstillstand | |
| Dieffenbachie | x | gesamt | Saft auf Haut: Entzündgn., Hautbrenn., Verätzgn. Essen: Anschwllg., Mundbrennen, Schmerzen. + 3-4 g | |
| Eisenhut, auch Aufnahme durch Haut | x | gesamt | Früchte° | Hautbrennen, Frösteln, starke Schmerzen, Lähmungen. + im Koma |
| Engelstrompeten | x | gesamt | Samen, Blüten | Unreife Samen+Blüten sind süß. + f. Kinder nach Genuss 15 - 20 Samen. Pupill. Erw., Pulsbeschl.,Halluz., Tobs. |
| Fingerhut | x | gesamt | Wurzel | Herzlähmung, Nierenversagen. Vergiftungen sind selten |
| Herbstzeitlose | x | gesamt | Früchte | Beschw. erst nach Stdn.: Blässe, Durchfälle, Durst, häuf. Erbrechen mit Galle/ Schleim,Krämpfe, Puls über 150 |
| Herkulesstaude (Heracleum) | behaarte Stiele | Saft | Starke, anhaltende Verätzung der Haut in Zusammenwirkung mit der Sonne. | |
| Hundspetersilie | gesamt°° | Brennen im Mund, Durchfälle, Erbrechen, Lähmung, Pupillenerweiterung, Sehstörungen. + durch Atemlähmung. Erste Hilfe bei Vergiftungen. | ||
| Kaiserkrone (Hunde fressen Zwiebeln) | Zwiebelsaft | |||
| Krokus | gesamt | Zwiebel | Brechdurchfall, Rauschzustände, Schwindel | |
| Küchenschelle | gesamt | Blasenbildung an Haut und Schleimhaut | ||
| Lupine | Samen | Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen | ||
| Maiglöckchen | gesamt | Früchte | Durchfall, Erbrechen, Herzlähmung, Schwindel, Übelkeit | |
| Mauerpfeffer | gesamt | Betäubung, Erbrechen, Lähmungen | ||
| Mohn | Milchsaft, unreife Samen | Benommenheit, Darmlähmung, Koma, Pupillenverengung, Schwindel. 25 Gifte! + durch Atemlähmung | ||
| Nachtschatten, schwarz u.a. | gesamt°°° | Früchte | Benommenheit, Durchfall, Erbrechen, Kratzen im Mund, Rotsehen, Übelkeit. Koma | |
| Narzissen | gesamt | Benommenheit, Durchfall, Erbrechen, Lähmungen, Würgen | ||
| Nießwurz, weißer Germer | x | gesamt | Samen, Wurzel | Erbrechen, Nasenbluten, Pulsverlangsamung, Übelkeit. + durch 2 g der Wurzel |
| Petunien | alle grünen Teile | Kratzen im Mund, Übelkeit | ||
| Pfingstrose | Blüten, Samen | Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Koliken | ||
| Philodendron | gesamt | Brennt im Mund, Durchfall, Speichelfluss, Übelkeit | ||
| Primel (Primula obconica, Becherprimel) | gesamt | Hautreizung bei Berührungen, Blasen, Juckreiz. Vergiftungen sind selten, Allergien können schnell entstehen. | ||
| Rittersporn | gesamt | Bluthochdruck, Herzlähmung | ||
| Rizinus | x | Samen, nicht Öl | 0,25 mg Ricin sind tödl. (1-10 Samen). Blut. Durchf., Erbrech., Mundbrennen, Schwindel, Übelk.,+ d.Kreisl.-Vers. Hilfe bei Vergiftungen Giftpflanzen-Giftzentralen | |
| Tollkirsche | x | gesamt | Durst, Erbrechen, Halluzinationen,Kopfweh, Schluckbeschwerden, trockener Mund, Schwindel. Tödlich giftig | |
| Trompetenblume | x | gesamt | Früchte | |
| Weihnachtsstern | Milchsaft | Haut: Entzündgn., tiefe Gewebezerstörgn. (Auge!). Brechreiz, Mundbrennen, Durchfall,Kreisl.-Sch., Magenschm. | ||
| Wolfsmilch, Christusdorn, Nesselschön | gesamt | Milchsaft | Durchfall, Gewebezerstörungen (Auge!), Hautentzdgn., Krämpfe, Kreislaufstör., Magenschm., Mundbrennen | |
| Ziertabak | gesamt | Benommenheit, schneller Puls, Rauschzustände | ||
| Laubgehölze | ||||
| Azalee | x | gesamt | Durchfall, Erbrechen, Lähmung des zentralen Nervensystems. + durch Atemlähmung | |
| Baumwürger | ||||
| Berberitze | x | Rinde, Wurzeln | Benommenheit, Brechreiz, Durchfälle, Nasenbluten, Nierenstörungen | |
| Berglorbeer (Kalmia) | gesamt | |||
| Bocksdorn (Lycium) | x | gesamt | ||
| Buchsbaum | gesamt | Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Zittern, Kollaps, Zittern. + durch Atemlähmung | ||
| Efeu | gesamt | Samen in Beeren | Hautausschlag, Krämpfe, erhöhte Temperatur | |
| Faulbaum | Beeren, Borke | Früchte | Durchfälle, bei Kindern kolikartig | |
| Ginster (Genista, Cytisus) | gesamt | Herzstörungen, Kreislaufkollaps, Kurzatmigkeit, Ohnmacht. + durch Koma. | ||
| Glycine (Blauregen) | Blätter, Früchte | |||
| Goldregen | x | gesamt | Blüten, Samen, Wurzeln | Wirkt schon nach 15 Minuten: Brennen im Mund, Brechreiz, Lähmungen, Schwindel, Verwirrung. + Atemlähmg. |
| Heckenkirsche, außer Lonicera .pil.+nit | x | Früchte | Atemstörungen, Zunehmende Betäubung, Durchfall, Krämpfe. + im Koma. | |
| Jasmin | gesamt | Bewusslosigkeit, Durst, Hautrötung, Kopfschmerz, Pupillenerweiterung, Wahnzustände | ||
| Kirschlorbeer | Blatt, Rinde, Samen | Angst, Erbrechen, Herzklopfen, Mundbrennen | ||
| Korallenstrauch | gesamt | Benommenheit, Durchfall, Erbrechen, Koliken, Kopfschmerz, Kratzen im Mund, Lähmungen, Übelkeit | ||
| Kreuzdorn | Unreife Früchte | Bauchgrimmen. Reife Früchte führen ab. | ||
| Lavendelheide | gesamt | Herzstörungen, Kreislaufkollaps, Kurzatmigkeit, Ohnmacht. + durch Koma. | ||
| Liguster | x | gesamt | Blätter, Rinde, Beeren | Durchfall, Erbrechen. Tod bei Kindern |
| Mahonie | x | Beeren | ||
| Oleander, besonders gelb | x | gesamt | Blätter, Rinde | Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerz, Koliken, Übelkeit. + durch Herzlähmung |
| Pfaffenhütchen | gesamt | Früchte, Samen | Erste Vergift.-Anzeichen nach 15 Stunden. Darm-, Magenreizung, Durchfall, Krämpfe, Kreislaufstörgn., Übelkeit | |
| Pfeifenstrauch | x | Blüten | ||
| Rhododendron | x | gesamt | Brennen im Mund, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Sprachstörungen. + durch Atemlähmung im Koma | |
| Robinie | gesamt | Rinde | Erbrechen, Kollaps, Krämpfe, Schlafsucht | |
| Seidelbast | x | gesamt | Früchte | Brennen im Mund, Erbrechen, Krämpfe, Magenschmerzen, Schlingbeschwerden, Speichelfluss. + d. Kollaps |
| Schneeball | Blätt., unr. Früchte,Rinde | Atemnot, Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, blutiger Urin. | ||
| Schneebeere | Beeren | |||
| Stechpalme | Beeren | Blätter, Früchte | Durchfall, Erbrechen. Tod der Kinder nach Genuss der Beeren | |
| Stechapfel | gesamt | In 15 Minuten: Erregg., Halluzin., Krämpfe, Lähmg., rasend. Puls, Pupillenerweit.,Tobsucht.+ durch Atembeschw. | ||
| Traubenholunder | Samen, Triebe | |||
| Nadelgehölze | ||||
| Eibe (50-100 g Nadeln sind tödlich) | gesamt,außer Fruchthülle* | Nadeln für Pferde giftig | Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Koliken, Puls immer schneller werdend. + im Koma d. Atemlähmg. | |
| Sadebaum | gesamt | Früchte | Abort, Hautreizungen, sexuelle Überreizung | |
| Thuja | gesamt | Zweigspitzen | Entwässernd, Hautausschläge, Neuralgien | |
| Wacholder | Beeren** | Triebspitzen, Früchte | Keine Nierenschädigung, wie früher angenommen. | |
°Der Eisenhut/Sturmhut ist einer der giftigsten Pflanzen in Europa, ggf. kann durch längere Berührung der Knolle eine tödliche Vergiftung eintreten. Besonders stark ist die Giftwirkung, wenn der Eisenhut neben Iris steht.
°°Die Hundspetersilie hat nur nach einer Seite drei herabhängende lineale Blätter, sie riecht beim Verreiben zwischen den Fingern nicht typisch wie die echte Petersilie. Sie wächst manchmal zwischen Petersilie oder Kerbel.
°°°Der schwarze Nachtschatten wächst in vielen Gärten als Unkraut mit weißen Blüten und schwarzen Beeren. Brechmittel, abführend.
*Eibe. Hunde und Pferde fressen gern daran, die Hunde besonders gern an kompostiertem Eibenholz.
**Die Beeren des gemeinen Holunders sind roh giftig, gekocht nicht mehr.
Außerdem sind giftig: Adenien (milchiger Saft), Aralie, Attich, Blasenstrauch, Brechnussgewächse (Buddleya), Butterblume, Eberesche (Parasorbinsäure, wird beim Kochen und Trocknen weitgehend vernichtet), Efeutute, Einbeere, Essigbaum, Fensterblatt, Feuerdorn, Flamingoblume, Giftlattich, Goldlack (Blüten, Schoten bei Verzehr), Goldtrompete, Hahnenfuß, Harzhölzer, Hyazinthe, Immergrün, Kaladie, Kartoffeln (oberird. Teil, grün gefärbte unterird.Teile), nur amerikanische Kermesbeere (außer Fruchtfleisch), Kolbenfaden, Kornrade (Samen), Leberblümchen, Lilien, Löwenzahn, Madagaskar-Immergrün (Catbarantus), Madagaskarpalme, Märzenbecher, Mauerpfeffer, Osterglocken, Pachipodiumarten z.B. Madagaskarpalme, Petersilie (giftiger Bestandteil der Früchte Apiol, wirkt auf Ausscheidungsorgane), Porst, Rosskastanie (Schalen), Salomonssiegel (alle Teile, besonders die Beeren), Sauerklee, Schefflera, Scheinzypressen, Schierling, Schleierkraut (Staude), Schneeglöckchen (Alkaloide, alle Teile), Schöllkraut (Saft), Schuhblüte (Milchsaft), Schwarzer Germer, Sumpfdotterblume, Tabakpflanzen (50 mg Nikotin töten den Menschen), Tomaten (alles außer Früchten), Tränendes Herz (Alkaloide), Traubenhyazinthen, Trollblume, Tulpen, Waldrebe, Walnussblätter (Juglon, erbgutverändernd im Tierversuch), Wandelröschen (Blätter, Blüten, Früchte), Wilde Möhre, Wilder Wein (Beeren), Winterling (Verzehr), Wunderstrauch, Wüstenrose, Zaunrübe (vor allem die roten Beeren, Kukurbitazine), Zierspargel, Zwergholunder (vor allem die Beeren).
Verätzung bei Berührung mit Pflanzensaft: Hahnenfußgewächse wie Anemone, Christrose, Küchenschelle, Leberblümchen haben einen scharf brennenden Milchsaft, Seidelbast (Saft aus Blättern, Blüten, Rinde verursacht Geschwüre), Wolfsmilchgewächse wie Christusdorn/Korallenwolfsmilch, Nesselschön und Wunderstrauch, evt. auch Weihnachtsstern. Der Saft des Christusdorns (Euphorbia lomii u. leuconeura) enthält einen Tumor-Promotor, der Krebsentstehung begünstigt.
Hautreizung bei Berührung möglich bei: Alpenveilchen, Aralie, Aronstab, Becherprimeln (Primula obconica d. Primin), Borretsch, Buchsbaumblätter, Calla, Chrysanthemen, Datura, Dieffenbachie***, Efeu, Efeutute, Euphorbie, Fensterblatt, Flanellstrauch (Hautjucken, gefährlicher Kontakt der Augen mit den Blatthaaren), Herkulesstaude, Kaladie, Knoblauch (auch Schleimhaut), Kolbenfaden, Kroton, Lilien***, Narzissen* **(Narzissenkrätze), Petunien, Philodendron, Osterglocken, Prunkwinden, Rizinussamen, Schafgarbe (Wiesendermatitis), Schefflera, Sonnenblumen, Thuja, Traubenhyazinthen (Hyazinthenkrätze), Tulpen (Tulpenfinger), Weinraute (enthält äther. Öl mit 2-Nonanon), Wolfsmilch (z.B. Christusdorn; Augen, Schleimhäute).
***Lilien- und Narzissengewächse sind mit feinen Kalziumoxalatnadeln bedeckt, die bei ständiger Berührung allergieähnliche Erscheinungen hervorrufen (Kontaktdermatitis). Die Dieffenbachie kann ihre Kalziumoxalatnadeln sogar verschießen, das kann zu Verätzungen im Auge führen. Diese auch Schweigrohr genannte Pflanze wurde früher benutzt, um Leute mundtot zu machen für einige Zeit. Schluckbeschwerden bei Genuss können ebenfalls eintreten. Die Birkenfeige (Ficus benjamina), Familie der Gummibäume, wird neben Hausstaubmilben und Tierhaaren verantwortlich gemacht für allergische Reizungen innerhalb von Wohnungen. Beim Abreißen von Blättern tritt Latexsaft aus, auch soll er durch die Blattoberfläche nach außen dringen, sich mit Staubteilchen verbinden und in Teppichen festsetzen. Folge können sein Nasenfluss, Bindehautentzündung und Asthma (Der Hautarzt 1/98).
Die folgenden Pflanzen sondern ätherische Öle ab, die zusammen mit Sonnenlicht zu Hautreizungen führen können: Brautmyrte, Citrus-Arten, Eucalyptus, Lavendel, Lorbeer, Zitronenstrauch, Zistrose.
Phototoxische Verbrennungen können nach Kontakt mit folgenden Pflanzen auftreten (Furanocumarine): Bärenklau, Diptam (leicht phototoxisch), Engelwurz, Feige (leicht phototoxisch), Johanniskraut, Karotte, Kerbel, Liebstöckel, Meisterwurz, Möhren, Orangen, Pastinake, Petersilie, Riesenbärenklau (oder Herkulesstaude, Herakleum mantegazzianum, wirksame Substanzen sind Furanocumarine vor allem in den unreifen Früchten und im Saft), Sellerie, Wiesenbärenklau (Herakleum sphondylium, der Wirkstoffgehalt ist niedriger als beim Riesenbärenklau), Sellerie, Tagetes (leicht phototoxisch), Weinraute (enthält Furanocumarine und Furanochinoline), Wilde Möhre, Zitrusfrüchte (Zitronenschalenöl). Vorstehende Pflanzen sollte man nur nachmittags oder abends ohne Handschuhe anfassen. Der Saft des Bärenklaues führt zu verbrennungsähnlichen Erscheinungen an der Haut, die wochenlang oder noch länger nicht abheilen. Das Aussaugen von Orangen auf Skitour in den Bergen kann zu Lippenentzündungen führen.
Gifte für Haustiere:
Alpenveilchen, Cyclamen: Die Konzentration ist in der Knolle am höchsten. Schleimhautreizung, Erbrechen, Durchfall, Kreislaufstörungen, Krämpfe
Aralie, Aralia: Wie Efeu
Aronstabgewächse, Araceae: Scharfe Pflanzensäfte werden über die Schleimhäute aufgenommen. Todesfälle sind möglich
Avocado, Persea americana: Herz, häufig tödlich
Baumfreund, Philodendron: Atemnot, Blutungen, Durchfall, Erbrechen, Starker Speichelfluss
Birkenfeige, Gummibaum: Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Lähmungen
Bogenhanf, Sanseviera: Wie Drachenbaum
Brunfelsie, Brunfelsia: Enthalten ungleichmäßige Wachstumsbedingungen
Christusdorn, Euphorbia milii: Wie Weihnachtsstern
Dipladenie, Dipladenia: Wie das Madagaskar-Immergrün
Drachenbaum, Dracaena: Schleimhaut, Todesfälle möglich
Efeu, Hedera helix: Sie lösen starkes Speicheln aus, vereinzelt Todesfälle
Efeututen, Epripremum pinnatum: Wie Aronstabgewächse
Einblatt, Spathiphyllum floribundum: Wie Aronstabgewächse
Fensterblatt, Monstera deliciosa: Wie Aronstabgewächse
Flamingo, Anthurie: Wie Aronstabgewächse
Gummibaum, Ficus-Arten: Milchsaft führt zu Erbrechen und Durchfall und Schleimhautreizungen.
Kakao, Theobroma cacao: Der Inhaltsstoff reichert sich im Körper an, kann nur schwer verstoffwechselt werden.
Katzenschwanz, Acalypha hispida: Wie Brunfelsie
Klivie, Clivia: Wie Ritterstern
Kolbenfaden, Aglaonema: Wie Aronstabgewächse
Korallenbäumchen, Solanum pseudocapsicum: Wie Brunfelsia
Kroton, Codiaeum: Wie Weihnachtsstern
Küchenzwiebeln, Allium cepa: Wie an der Ruhmeskrone
Madagaskar-Immergrün Catharanthus roseus: Sie enthalten wirksame Alkaloide und Glykoside
Madagaskarpalme, Pachypodium lamerei: Wie Madagaskar-Immergrün
Narzisse: Durchfall, Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, Kolik, Krämpfe, Niedriger Blutdruck, Schweißausbrüche
Ritterstern, Amaryllis: Alkaloide wie Lycorin in der ganzen Pflanze
Ruhmeskrone, Gloriosa rothschildiana: Schwere Entzündungen von Haut und Schleimhaut, vereinzelt Todesfälle
Sagopalme, Cycas revoluta: Leber, Nieren, Nerven, Todesfall möglich
Schweigrohr, Dieffenbachia: Apathie, Atemnot, Durchfall, Erbrechen, Kolik, Schleimhautschwellung, Schluckbeschwerden
Weihnachtsstern, Euphorbia pulcherrima: Scharfer Milchsaft voll toxischer Eiweißstoffe, Todesfall möglich
Wunderstrauch: Durchfall, Erbrechen, Schädigung der Maulschleimhaut, starker Speichelfluss
Wüstenrose, Adenium: Wie Madagaskar-Immergrün
Yucca, Yucca: Wie Drachenbaum
Zierpfeffer, Capsicum annuum: Wie Brunfelsie
Zimmerkalla, Zantedeschia: Wie Aronstabgewächse
Hunde, Kleintiere, Vögel: Aloe, Begonie, Christusstern, Einblatt, Fensterblatt, Flamingoblume, Fettpflanze, Kakao, Lilie
Katzen: Alpenveilchen, Buchsbaum, Efeu, Ginster, Hortensie, Maiglöckchen, Narzissen, Nelken, Weihnachtsstern
Blumenwasser von Narzissen können für Haustiere schädlich sein. Tiere lecken gern Gießwasser aus, man sollte diese Tiere davon fernhalten. Aloewasser kann für Haustiere sehr gefährlich werden. Große Hunde brauchen nach dem Fressen Ruhe, damit sie sich nicht wegen einer Magendrehung verantworten müssen: Erbrechen, Schlappheit, Unruhe. Es besteht Lebensgefahr! Am besten keine Knochen geben, besser sind Schweineohren (nur gedämpft) und Ochsenziemer. Der Filz auf den Bällen ist ebenfalls für Hunde schädlich. Man sollte ihnen Bälle aus Hart- oder Moosgummi geben.
Erste Hilfe bei Vergiftungen.
Giftzentralen:
Berlin 030/19240 - zuständig für Kinder und Erwachsene www.giftnotruf.de
Bonn 0228/19240 - zuständig für Kinder und Erwachsene
Erfurt 0361/730730 - zuständig für Kinder und Erwachsene
Freiburg 0761/19240 - zuständig für Kinder und Erwachsene
Göttingen 0551/19240 -zuständig für Kinder und Erwachsene
Homburg 06841/19240 - zuständig für Kinder und Erwachsene
Mainz 06131/19240 -232466 - zuständig für Kinder und Erwachsene
München 089/19240 -zuständig für Kinder und Erwachsene
Nürnberg 0911/3982451 -zuständig für Kinder und Erwachsene
Wien 0043/01/4064343 - zuständig für Kinder und Erwachsene
Zürich 0041/1/2515151 - zuständig für Kinder und Erwachsene
Soforthilfe bei Vergiftungen:
Nach ätzenden Substanzen viel Wasser trinken, Bewusstlosen nichts einflößen. Keine Milch.
Kein Erbrechen auslösen, es sei denn, auf Anweisung des Arztes. Kein Salzwasser.
Erbrochenes sicherstellen zur Pflanzenbestimmung, Mundhöhle säubern. Unterkiefer vorziehen, Kopf überstrecken, damit die Zunge nicht zurückfällt.
Schäumende Substanzen wie Seifen, Reiniger usw. mit Entschäumungsmittel (1 Teelöffel) sofort behandeln.
Augenverätzungen 10 Minuten unter laufendem Wasser spülen, Lider abziehen.
Hautverätzungen mit Wasser (Brause) und Seife abwaschen. Ggf. betroffene Kleidungsstücke entfernen.
Gasvergiftete sofort an die frische Luft bringen, ggf. Mund-zu-Mund-Beatmung.
Bisse von Schlangen, Skorpionen, Spinnen nicht aufschneiden, aussaugen oder abbinden. Bissstelle ruhigstellen, leicht bandagieren. Giftbehälter, Tablettenpackung, Erbrochenes usw. immer mitnehmen zum Arzt bzw. am Telefon bereithalten.
Vorrätig halten: Entschäumer Dimeticon (Elugen, Lefax, Sab Simplex). Aktivkohle in Pulverform, vakuumverpackt. Auf Anweisung zusammen mit einem Glas Wasser trinken, ca. 10g.
Der Giftzentrale die nötigen Informationen durchsagen: Alter des Kindes, der Person. Bezeichnung und Menge des Giftes. Zeitpunkt der Einnahme des Giftes. Derzeitiger Zustand. Welche Maßnahmen wurden bereits unternommen ? Name, eigene Telefonnummer.
Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn: http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/ Tel. Uni Bonn: 0228/19240 + 0228/2873314.
Ärztliche Mitteilungen bei Vergiftungen: http://www.bfr.bund.de/ ('Publikationen, Broschüren')
Giftige Zimmerpflanzen: http://www.vetpharm.unizh.ch/giftdb/Indexwu1.htm
Giftige Gartenzierpflanzen: http://www.vetpharm.unizh.ch/giftdb/Indexwu2.htm
Giftige Wildpflanzen: http://www.vetpharm.unizh.ch/giftdb/Indexwu3.htm
Giftige Kulturpflanzen: http://www.vetpharm.unizh.ch/giftdb/Indexwu4.htm