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Gründüngerpflanzen

Gründüngerpflanzen (bot. Gründüngerpflanzen)


Gründüngerpflanzen.

Wirkung:

Gründüngung verbessert die Wachstumsbedingungen durch Nährhumus, aktiviert das Bodenleben, schützt vor Austrocknung, Verschlämmung und Unkraut (chemisch und physikalisch), verhindert starke Temperaturschwankungen im Boden sowie Nährstoffverluste durch Regen, lockert den Boden und reichert bei Bohnen, Erbsen, Klee, Lupinen, Sojabohnen, Wicken den Boden mit Stickstoff an, das kann bis zu 200 kg reinem Stickstoff je ha sein. Das ist aber nur möglich bei Anwesenheit von Molybdän, bei vernachlässigten Böden Algenkalk oder Steinmehl ausstreuen. Die Erträge steigern sich nach mehrmaliger Aussaat. Gründüngung verhindert Stickstoffauswaschung. Auf Beete mit Dauerkulturen (Baumscheiben, Beerensträucher, Erdbeeren, Meerrettich, Rhabarber, Rosen, Spargel) und auf alle Leerflächen dazwischen sollten Gründüngerpflanzen ausgesät werden. Viele Pflanzen sind auch eine Bienenweide und locken Pollensammler an. Humusbildende Pflanzen sind vor allem Gartenkresse, Phacelia, Ringelblume, Senf, Tagetes. Beim Verrotten entstehen organische Säuren, die die Nährstoffe des Bodens wie Eisen und Phosphat aufschließen. Öko-Bauern düngen z.B. ihre Kartoffeln nicht, außer dass sie als Vorkultur Gründünger aussäen. Rohe Böden auf Neubaugrundstücken können mit Gründünger nach mehrmaliger Anwendung humos und locker werden. Der Boden sollte frei sein von Unkräutern vor der Aussaat. Die Samenkörner brauchen Bodenschluss, deshalb Boden leicht lockern, danach aussäen, festtreten oder -walzen und nötigenfalls wässern. Vor der Blüte, spätestens vor der Samenbildung wird üblicherweise abgemäht. Man kann aber auch die Samenbildung abwarten und Selbstaussaat damit bewirken.

Weitere Vorgehensweise:

Das Abgemähte bleibt auf dem Boden und verrottet langsam oder wird angewelkt oberflächlich eingearbeitet oder eingefräst. Bei sandigen Böden Basalt- oder Tonmehl darüber streuen, damit Ton-Humus-Komplexe (Dauerhumus) entstehen; sonst Algenkalk oder Besprühen mit Brennesseljauche, damit die Verrottung schneller vonstatten geht. Böden mit frosthartem Gründünger wie Klee und Luzerne werden nach Winterende abgemäht, das Abgemähte bleibt auf dem Boden und verrottet. Sobald der Boden es zulässt, wird es eingearbeitet. Entwickeln frostharte Gründüngerpflanzen zuviel oder holzige Grünmasse, so sollten die abgemähten Pflanzen entweder ganz oder teilweise auf den Komposthaufen gebracht oder als Mulchmasse verwendet werden. Bei später Aussaat muss beachtet werden, dass mehr Samenkörner erforderlich sind als im Sommer.

Der Boden, soweit er nicht bepflanzt ist, sollte den Winter mit Mulch oder Gründünger überstehen. Den Boden nach dem Abmähen des Gründüngers nur so tief bearbeiten, wie es nötig ist. Die Wurzeln der Gründüngungspflanzen müssen im Boden bleiben. Drei Wochen nach dem Einarbeiten in den Boden kann das erste Frühgemüse gepflanzt werden. Um Krankheiten zu vermeiden, müssen Gründüngerpflanzen einer anderen Pflanzenfamilie angehören als der der nachfolgenden Kultur (Siehe "Pflanzenfamilien"). Das gilt besonders bei Kohlhernie. In saure Böden keinen Gründünger einarbeiten. - Regenwürmer ernähren sich vom Mulch der Gründüngerpflanzen, den Schnecken dienen sie als Versteck. - Siehe auch "Bodenleben".

Zusammenstellung

Die Zahlen am Schluss der Artikel 1 - 23 bedeuten in der Reihenfolge :

Aussaatzeit / Saatmenge g-qm /Abfriertemperatur / Wurzeltiefe / Bodenart.
Die letzte Zahl gibt die Bodenart an:
1 alle Böden, 2 sandig, leicht, 3 sauer, 4 leicht-mittelschwer, 5 kalkhaltig, evt. mit nachfolgenden weiteren Qualitätsmerkmalen.
Mit Vlies sinken die Abfrier-Temperaturen noch um einige Grade. Die Wurzeltiefe ist in cm angegeben, sie gilt nur unter optimalen Voraussetzungen.

Bei den jetzigen Wintertemperaturen ist es nicht unbedingt sicher, dass die unter A) genannten Gründüngerpflanzen wirklich abfrieren.

A) Nicht frostharte Gründüngerpflanzen:

1) Bienenfreund Phacelia tanacetifolia, Raublattgewächse. Unterdrückt Wildkräuter. Nitratfänger. Flachwurzler mit vielen feinen Wurzeln. Wächst rasch. Überträgt keine Krankheiten. Nachfrucht für Bohnen und Erbsen, gegen deren Fußkrankheiten. Auch für Schattenlagen. Gute Bienen- u. Insektenweide. Bindet Bodenpartikel. 4-9/ 3-5/ -8/ 80/ 1 nicht nasskalt.

2) Buchweizen Fagopyrum spec., Fagopyrum esculentum, Knöterichgewächs. Breitwürfig aussäen, er keimt innerhalb von 3 - 5 Tagen und wächst rasch, unterdrückt Wildkräuter, auch Quecken. Die hohlen Stängel durchlüften den Boden. Friert leicht ab, nur mit Rhabarber verwandt. Bienenweide. Grünfutter für Haustiere. Tiefwurzelnd. Düngung erhöht Kornausbeute. 4-8/ 10/ -/80/ 3 moorig, leicht, trocken, sandig, nicht schwer + kalkreich.

3) Gelbsenf Sinapis alba, Kreuzblütler. Keimt und wächst sehr rasch. Nicht vor oder nach anderen Kreuzblütlern Kohl, Kresse, Rauke, Radies, Raps, (Meer-)Rettich. Pfahlwurzel, große Wurzelmasse, macht den Boden locker. Bekämpft Nematoden bei Rüben- und Gänsefußgewächsen. Die Senföle beeinflussen das Bakterien- und Pilzleben im Boden positiv. Lockt Aurora- und Resedafalter an bei Aussaat bis Juli. 3-9/ 3-5/ -8/ 150/ 1.

4) Lupine, blau, weiß. Hülsenfrüchtler. Gründünger in Nachkultur. Verträgt Trockenheit. Stickstoffsammler. Für neue Böden und im Küstenklima. Einjährig. Pfahlwurzel bis 1,5 m. Lupinen fördern das Wachstum von Weizen, indem sie Nährstoffe aus der Tiefe weitergeben. Viel Grünmasse, duftend, 60 cm hoch. 4-8/ 20/ -4/ 300/ 3 leicht, mittelschwer-schwer, auch mit hohem pH-Wert.

5) Lupinus lutens. Lupine, gelb. Hülsenfrüchtler.   Gründünger in Nachkultur.  Futterpflanze mit viel Grünmasse, duftend. Bis 60 cm hoch. Stickstoffsammler, lockert den Boden auf, tiefwurzelnd. Für nährstoffarme Böden. Schnellwachsend, unterdrückt Wildkräuter. 4-8/ 20/ -4/ 300/ 2+3.

6) Ölrettich. Raphanus sativus ssp. oleiformes, Kreuzblütler.   Bei Bodenverdichtung.  Unterdrückt Wildkräuter, z.T. Quecken. Nitratfänger mit Pfahlwurzel, Lichtkeimer. Erfriert nach längerem Frost. Nicht vor oder nach anderen Kreuzblütlern anbauen, siehe Gelbsenf. "Pegletta" (Pötschke) verbreitet die Kohlhernie nicht, bekämpft Nematoden. Lockt Bienen, Hummeln, Schwebfliegen an. 4-9/ 3-5/ - /150/ 1 außer sehr trockenen und sehr sauren Böden.

7) Perserklee. Hülsenfrüchtler. Wächst langsam. Stickstoffsammler. Viel Wurzelmasse mit Pfahlwurzel. Vergrämt um Kohl und Rettich herum die Kohlfliege und den Kohlweißling. 4-8/ 5/ - / - /4 auch tonige, nicht sandige, trockene, nasskalte. Bienenweide. Für Baumscheiben von Beerensträuchern und Obstbäumen.

8) Ringelblume Calendula officinalis. Korbblütler. Fördert Bodengesundheit (Nematoden). Macht Erde feinkrümelig. 3-9/ 10/ - / 80/ 1 außer trockenen Böden.

9) Seradella Ornithopus sativus. Hülsenfrüchtler.  Eiweißreiche Futterpflanze. Für arme Standorte. Stickstoffsammler. 7-8/ 5-10/ 150/ 2.

10) Sommerwicken Vicia sativa. Hülsenfrüchtler. Stickstoffsammler. Haferzusatz stützt die Wicken. 5-8/ 15 - 20/ -5/ - / 1. außer sauer. Starke Unkrautunterdrückung durch hohe Grünmassebildung.

11) Sonnenblumen Helianthus annuus.  Korbblütler . Lockern den Boden tief auf, Wurzeln 2,75 m.   Wachsen rasch, bilden viel Grünmasse. Benötigen viel Wasser, tolerieren Trockenheit. Helfen Bienen und Vögeln. Nematoden finden keine Nahrung und werden dadurch vermindert. Vorteilhaft vor Erbsen, Kartoffeln und nach Erdbeeren und Kohl. Nicht vor Gurken, Paprika, Salat, Sellerie, Tomaten (Sclerotiniafäule). Bereiten den Boden vor für Wildblumenwiese (Nährstoffentzug) und Neupflanzung von Obstbäumen nach Rodung der alten. Entziehen dem Boden Schwermetall. 4-8 / 3-5/ - / 275/ 1 feucht, nährstoffreich, warm.

12) Studenten Tagetes erecta. Korbblütler . Bodengesundung, erhebliche Verminderung der Nematoden nach 4 Monaten Standzeit. Zwischen Gemüse und Rosen (bei Rosenmüdigkeit) säen, besonders zwischen Kartoffeln, Möhren, Porree und Tomaten. 4-8/ 8-10/ - / - / 1.

13) Tatarischer Buchweizen Fagopyrum tataricum. Knöterichgewächse. Er wird bei besseren Bedingungen bis zu 2 m hoch. Der bis in den Blütenstand beblätterte Stängel bildet viel Masse.

B) Winterharte Gründüngerpflanzen:

Die Zahlen zum Schluss bedeuten in der Reihenfolge: Aussaatzeit/Saatmenge g/qm/Wurzeltiefe/Bodenart. Die letzte Zahl gibt die Bodenart an: 1 alle Böden, 2 sandig, leicht, 3 sauer, 4 leicht-mittelschwer, 5 kalkhaltig, evt. mit nachfolgenden weiteren Qualitätsmerkmalen. - Mit Vlies sinken die Abfrier-Temperaturen noch um einige Grade. Die Wurzeltiefe ist in cm angegeben, sie gilt nur unter optimalen Voraussetzungen.

13) Deutsches Weidelgras Lolium perenne. Süßgräser. Wächst langsam, gegen Trockenheit empfindlich. Hinterlässt feinkrümeligen Boden. Vermindert Befall mit Kohlhernie und Rettichschwärze bei nachfolgenden Kulturen. 8-9/ 5/ 80/ 1.

14) Esparsette. Hülsenfrüchtler. Verträgt Trockenheit, ist empfindlich gegen Nässe. Stickstoffsammler. Grünfutter für Haustiere. Entweder vor der Blüte abmähen oder stehen lassen für Bienen, Schwebfliegen und andere kurzflügelige Insekten. 3-8/ 20-30/ 5 warm, bis neutral; nicht feucht, sauer, schwer.

15) Feldsalat Valerianella locusta. Baldriangewächs. Benötigt ausreichende Feuchtigkeit, hinterlässt feinkrümeligen Boden. 3-4 + 8-10/3/80/1.

16) Inkarnatklee. Hülsenfrüchtler. Wächst langsam, unterdrückt Wildkräuter. Stickstoffsammler. Grünfutter für Haustiere. Vergrämt um Kohl herum die Kohlfliege und den Kohlweißling. 5-8/ 5/ 100/ 5 mittelschwer, humos, nicht nass, schwer, moorig, trocken. Bienenweide.

17) Landsberger Gemenge. Stickstoffsammler, lockert den Boden auf. Vorkultur für Kartoffeln, Gemenge und Möhren. Mischung aus 50% Inkarnatklee, 30% Zottelwicke und 20% Raygras.  8-9/ - / - /4.

18) Luzerne. Hülsenfrüchtler. Stickstoffsammler, 90 cm. Grünfutter für Haustiere. Tiefwurzelnd, Pfahlwurzel, mit vielen Faserwurzeln im oberen Bodenbereich. Sie verbessert schwere, verdichtete, kranke Böden in 2 - 3 Jahren. Hervorragend für Kompost. 3-8/ 3-5/ 500/ 5 trocken, nicht für saure und nasse.

19) (Winter-)Roggen. Süßgräser . Hinterlässt feinkrümeligen Boden. Verträgt keine Trockenheit, unterdrückt Keimung anderer Pflanzen (Quecken, gelbe Rüben, Möhren, Petersilie, rote Bete) durch Ausscheidung wuchshemmender Substanzen. Gut geeignet als Vorfrucht für Bohnen, Kartoffeln, Kohl und Spargel. Große Wurzelmasse. Späteste Gründüngungspflanze. 2-11/ 15-20/ - / 1 außer schwerem Boden. Der Winterroggen wird von vielen Öko-Gärtnern gern verwendet, weil er mit keinem anderen Gemüse verwandt ist, außer Zuckermais.

20) Spinat Spinacia oleracea. Fuchsschwanzgewächse. Nitratfänger. Wächst rasch. Nicht vor oder nach Gutem Heinrich, Mangold, Melde und Roter Bete anbauen. Grünfutter für Haustiere. Verbessert das Wasserrückhaltevermögen des Humus. 2-4 + 7-9/ 5/ 80/ 1.

21) Steinklee Melilotus, weiß und gelb. Hülsenfrüchtler. Bienenfutterpflanze. Stickstoffsammler, benötigt wenig Wasser, durchlüftet den Boden. Bedeckt schnell lückenlos den Boden. Pionierpflanze mit Pfahlwurzeln, samt sich leicht aus. Vertreibt Mäuse (weiß). Für Baumscheiben. Bienenweide, auch für Schwebfliegen und Bläulingsfalter. Vergrämt um Kohl herum die Kohlfliege und den Kohlweißling. 3-9/ 5-10/ 300/ 5  trocken, sandig, steinig, nicht sauer und humos. - Alle Kleearten sollten nicht zu oft hintereinander angebaut werden, weil ihre Wurzeln schädliche Stoffe absondern. Sie können sogar bei Neuaussaat die Keimung neuer Kleesamen verhindern. Andererseits werden sie von Hahnenfuß (Butterblumen) durch deren Wurzelausscheidungen behindert.

22) Winterraps. Kreuzblütler. Anbau nicht nach oder vor anderen Kreuzblütlern wegen Kohlhernie. Nachbau erst nach mehreren Jahren. Fördert Nematoden. Grünfutter für Haustiere. Bienenweide. Hat Pfahlwurzeln. 8-10/ 15-20/ 200/ 1.

23) Winterwicke Vicia villosa. Hülsenfrüchtler.  Stickstoffsammler. Große Wurzelmasse. 8-9/ 15-20/ 150/ 1 nicht für schwere Böden.

Weiterhin sind als Gründüngerpflanzen bewährt:

Mischung  aus 20% Alexandrinerklee, 60% Hafer, 20% Perserklee, Aussaat ab 3-4, ganzjährig; geeignet als Futtermittel, Mulch, Stickstoffsammler, nicht für trockene Böden. Rasche Bodendeckung furch schnelle Jugendentwicklung. Stickstoffsammler.

Ackerbohne Vicia faba Hülsenfrüchtler als Vorsaat, 2 - 7, auch bei Trockenheit, Stickstoffsammler, Tiefwurzler. Auch schwere Böden. Nicht winterhart. Sie haben Pfahlwurzeln bis zu 1,5 m, zur Bodenlockerung, Stickstoffsammler. Abschneiden, wenn die Pflanzen Früchte angesetzt haben. Für nährstoffarme und trockenen Böden. 3 - 5 Aussaat.

Kresse Lepidium sativum Kreuzblütengewächse bildet viel Humus, schnellwachsend.

Platterbsen Lathyrus Hülsenfrüchtler bleiben niedrig, vertragen Trockenheit, frieren sicher ab. Für Weinbergsbegrünung.

Rotklee/Wiesenklee  Trifolium pratense Hülsenfrüchtler ist frosthart. Mehrjährige Gründünger- und Futterpflanze mit Pfahlwurzel. Stickstoffbildend. Erhöht merklich den Gareanteil im Boden.

Bokharaklee Melilotus albus Hülsenfrüchtler ist gut für Tonböden, leichte Sandböden (nicht unter pH 5,5) und bei Bodenmüdigkeit. Bienenweide, wird bis 140 cm hoch. Die Pfahlwurzel kann bis zu 5 m lang werden, sie durchbricht Pflugsohle und Steinbildungen. Getreide, Hackfrüchte und Obstbäume gedeihen danach besser. Als Randbepflanzung auf den Obstbaumscheiben wehrt der Bokharaklee Wühlmäuse ab. Das bittere Cumarin wird von den Milchkühen und anderen Tieren oft nicht gern gefressen, frisches Kraut nehmen sie aber nach Eingewöhnung an. Die Nährstoffe kommen denen der Luzerne gleich. Die Pflanze ist zweijährig. Aussaat im zeitigen Frühjahr, 250 g/100 qm.

Borretsch Borago officinalis Raublattgewächse durchwurzelt den Boden tief. Bienenweide.

Quirlmalve Malva verticillata Malvaceae. Gründüngung mit viel Blattmasse und starker Pfahlwurzel zur Bodenlockerung. Sie friert im Winter ab. Wurde über Jahrhunderte als Futterpflanze genutzt. Die Pflanzen können bei früher Saat bis 2 m hoch werden. 

Rauweizen Triticum turgidum Süßgräser. Sie ist eine fast verschollene Art, die wesentlich üppiger ist als die heute bekannten Weizen. Rauweizen ist winterhart und entlastet die Fruchtfolge. Überwinternde Gründüngung sollte vier Wochen vor der nächsten Kultur eingearbeitet werden, damit sie sich im Boden noch umsetzen kann.

Sommerwicke/Hafergemenge, 7 - 8, der Hafer stützt die Wicken. Stickstoffsammler. Für alle Böden, außer sauren. Frostfest bis -5°.

Kornrade Agrostemma githago Nelkengewächse, einjährig, ist nicht mit Nutzpflanzen verwandt und kann überall Einsatz finden. Ihre Wurzeln scheiden schädliche Saponine aus, die Nematoden vernichten.

Auch Dinkel Triticum spelta Süßgräser (Winter) und Flachs Linum usitatissimum Leingewächse (Sommer) bilden schnellen Bodenschutz.

Gründüngungsvorschlag:

Frühjahr: kurzdauernd Ackerbohne, Phacelia, Senf, Spinat.

Frühjahr/Sommer: Ackerbohne, Alexandrinerklee (1/2-1 Jahr), Erbsen-Wicken-Hafer-Gemenge, Hafer, Perserklee, Phacelia, Rotenburger Combigemenge, Senf, Spinat.

Sommer/Herbst: Als Nachfrucht Lupinen, Ölrettich, Phacelia, Platterbsen, Senf, Sommerwicken evt. + Hafer.

Herbst: Überwinterungsdüngung mit Landsberger Gemenge, Winterraps, Winterrüben, Winterroggen, Zottelwicke (evt. + Roggen).

Verdichteter Boden:

Dafür eignen sich Pflanzen mit tief eindringenden Pfahlwurzeln: Ackerbohne, Bokharaklee, Borretsch, Gelbsenf, Landsberger Gemenge, Lupine, Luzerne, Ölrettich, Perserklee, Puffbohne, Quirlmalve, Rotklee, Sonnenblumen, Steinklee, Winterraps.

Häuslebauer von Sperling.

Gartendoktormischung für 10 qm. Das ergibt einen Teppich aus farbenprächtigen Sommerblumen.
Gründüngung. Besonders empfohlen wegen Rübennematoden.
Nicandra. Im Bio-Anbau wird Nicandra physalodes Nachtschattengewächs mit gutem Erfolg eingesetzt.
Phacelia Raublattgewächse.
Es eignet sich besonder für Gründüngungszwecke.
Lupinus angustifolius Düngelupinen Hülsenfrüchtler. Lockert und verbessert stark strapazierte Böden.
Phacelia tanacetifolia Raublattgewächse. Schnellwachsend und üppig blühend.
Bodenkur "Wellness". Helfen Sie Ihrem Boden. Farbenprächtige Mischung.
Sperling's Rasendoktor. Reicht für 2 qm.
Schnellgrüner Gründüngung. Belebt und verbessert den Boden bis in tiefe Bodenschichten.
Wühlmaus-Wolfsmilch. Diese Pflanze hat sich der naturgemäßen Abwehr von Wühlmäusen bewährt.
Biotop für Nützlinge. Schöne Prachtmischung.
Landhaus-Stil. Eine rustikale, schnell wachsende Sommerblumenmischung.
Top Green. Besonders strapazierfähige Mischung.
Rapid Green. Schnelle Rasenmischung.
Comfort Green. Quick Start, wenig mähen.

Gründüngung von Erfurter

Phacelia Raublattgewächse. Sehre gute Bienenweide.
Inkarnatklee Trifolium incarnatum Hülsenfrüchtler. Die stickstoffsammelnden Knöllchenbakterien haben nährstoffaufschließende Bedeutung.
Seradella. Es hat zahlreiche Wurzeln, welche den Boden gut lockern.
Gelbsenf. Sie unterbinden die Rüben-Nematoden.
Tempo-Grün, Mischung. Tempogrün ist eine wertvolle Mischung aus schnellwüchsigen Gründüngungspflanzen.
Ölrettich Raphanus sativus ssp. oleiformes Kreuzblütengewächse. Er wächst sehr schnell. Die Anfälligkeit für Kohlhernie ist nicht so hoch.
Leinsaat. Gründüngung aus Leinsaat lockert erfolgreich den Boden.

Gründüngung von Kiepenkerl

Tempo-Grün-Mischung. Wertvolle Mischung aus schnellwüchsigen Gründüngungspflanzen, die schnell keimen. Besonders geeignet für intensiv genutzte Gartenböden und vor Neupflanzungen.
Bienenfreund. Fruchtfolgeneutral, d.h. Phacelia kann vor jeder gärtnerischen Kultur ausgesät werden. Steigert durch Bodenverbesserung den Ertrag an Gemüse.
Luzerne. Wertvolle mehrjährige Gründüngungspflanze für stark verdichtete Böden. Tiefgründige Bodenlockerung mit kräftigen Pfahlwurzeln. Stickstoffanreicherung.
Hülsenfruchtgemenge. Artenreiche, bodenlockerende Mischung aus Leguminosen, an deren Wurzeln sich zahlreiche Knöllchenbakterien bilden. Besonders gut als Vorkultur für Pflanzen, die viel Stickstoff benötigen.
Nematodenkiller Tagetes 'Single Gold'. Diese Tagetes eignen sich sowohl vor als auch während der Kultur zur Bekämpfung von Unkraut und zur Bodenentseuchung.
Düngelupine. Düngelupinen tragen wesentlich zur Gesunderhaltung und Verbesserung des Gartenbodens bei. Sie steigern durch die Nährstoffbindung langfristig den Ertrag und die Qualität an Folgekulturen. An ihren Pfahlwurzeln bilden sie zahlreiche Knöllchenkbakterien.

Gründüngung von Bingenheimer Saatzucht.

Phacelia tanacetifolia. Ergibt eine gute Bodenstruktur und ist eine erstklassige Bienenpflanze. Aussaaten von März bis Juli kommen zum Blühen, spätere Aussaaten bis Anfang September bringen Gründüngungsseffekt und frieren im Winter aus.
Buchweizen. Rasch auflaufende und den Boden bedeckende Gründüngungs- und Bienenpflanze. Friert im Winter ab. Aussaatmenge 600 - 800 g/a. Aussaat bis Ende August.
Winterwicke (Zottelwicke). Die Nutzung erfolgt hauptsächlich als überwinternde Zwischenfrucht im Landsberger Gemenge. Sie zählt mit ihren tief reichenden Wurzeln zu den Winterzwischenfrüchten, die den Boden am stärksten mit leicht verrottbarer organischer Substanz anreichert. Hervorragende Vorfrucht für Porree, Rosenkohl usw. Aussaatmenge 600 - 800 g/a. Sorte Ostsaat.
Sommerwicke. Kleinkörnige, frohwüchsige Gründüngungs- und eiweißreiche Futterpflanze. Starke Unkrautunterdrückung durch hohe Grünmassebildung. Kräftige Durchwurzelung des Bodens, gute Bodengare, hohe Stickstoffanreicherung. Aussaatmenge 1,0 - 1,25 kg/a.
Inkarnatklee (Heusers Ostsaat). Einschnittig für den Winterzwischenfruchtanbau. Die Ansprüche an den Boden sind gering. Er ist schnellwüchsig und hat ein stark verzweigtes Wurzelnetz. Stickstoffsammler. Aussaatmenge 250 - 300 g/a.
Süßlupine. Langsame Jugendentwicklung. Wächst gut auf leichten bis mittelschweren Böden (18 - 60 Bodenpunkte). Tiefe Bodendurchwurzelung, gute Stickstoffanreicherung, Verbesserung der Bodengare. Aussaatmenge: 1,2 - 1,5 kg/a.
Alexandrinerklee (Alex). Mehrschnittig, für den einjährigen Kleegrasanbau, sehr schnelle Jugendentwicklung, rasche Bodenbedeckung, Stickstoffsammler. Aussaatmenge: 200 - 300 g/a. Aussaat bis Ende Juli. 
Welsches Weidelgras. Gute Massebildung, gute Winterfestigkeit und Ausdauer. Es ist ein guter Partner im Landsberger Gemenge und in Rotkleegrasbeständen. Aussaatmengen 400 g/a. Sorte Ligrande.
Wickroggen. Winterharte Gründüngungsfuttermischung aus Roggen und Zottelwicken. Verhindert Auswaschungsverluste im Winter. Aussaatmenge: 1,5 kg/a.
Mischung aus Lupinen, Inkarnatklee, Sonnenblumen. Aussaat bis Ende August. Viel Grünmasse, kann auch verfüttert werden. Aussaatmenge 1,0 - 1,5 kg/a.
Kleegras. Mischung enthält 25% Rotklee, 20% Deutsches Weidelgras, 20% Weidelgras Lipo, 35% Weidelgras Tine. Aussaatmenge 350 g/a.
Hafer-Wicke-Mischung für Sommeranbau. Hafer und Sommerwicken, Stickstoff sammelnd und den Boden tief durchwurzelnd. Aussaatmenge 1 - 2 kg/a.

Gründüngung von Pötschke

Bodenkur Tagetes, schön und natürlich bodenreinigend. Tagetes ziehen Nematoden, die wesentliche Ursache für Bodenmüdigkeit, aus dem Boden in die Pflanzen und vernichten sie.
Bodenkur Grünmix, eine Erholungskur für strapazierte Böden. Zur biologischen Gesundung des Gartens, ideal für strapazierte und sterile Böden z.B. an Neubauten.
Bodenkur Blaue Lupine, tiefenbelüftend und Stickstoff sammelnd. Durchwurzelt den Boden tief, belüftet und düngt ihn. Besonders geeignet bei verdichteten Böden und Gartenneuanlagen.
Bodenkur Gelbsenf. Für guten und gesunden Boden. Für alle Böden, keimt schnell, deckt den Boden gut ab und unterdrückt Unkräuter. Bodengesundung und Bodenfruchtbarkeit werden gefördert.
Bodenkur Phacelia. Schnellkeimende Gründüngung und Bienenweide. Das reiche Wurzelwerk lockert den Boden, schützt ihn vor Erosion und dient Bienen als Futterparadies. Sehr dekorativ.
Brigadier. Ertragreiche Futterrübe. Meistangebaute, orange Runkelrübe mit höchsten Erträgen.