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(entnommen von www.bio-gaertner.de - dem umfassenden Online-Öko-Nachschlagewerk)
Malva alcea, Malva moschata, Malva sylvestris, Abutilon hybridummaximum. Malvengewächse. Binsenmalve.
Alle Malven sind Sonnenanbeter. Sie blühen in Purpur, Rosa und Weiß, einige wenige auch in Lila oder zweifarbig. Alle beanspruchen durchlässige und nährstoffreiche Böden, es gibt einige, die auf Jahre hinweg durchhalten oder auch einjährig sind. Sie erreichen Höhen von 1,20 bis 2,20 m. Die Hybriden der Thüringischen Strauchpappel, Lavatera thuringiaca sind mehrjährig und winterhart. Von der Strauchmalve, Lavatera olbia gibt es hübsche, lange blühende Sorten wie Barnsley, die bei uns jedoch nicht winterhart sind. Diese Malven sollten gegen Ende der Saison mit Laub und Reisig abgedeckt werden oder man bringt sie in Kübeln kühl und frostfrei über den Winter. Wem die strauchartigen Malven zu hoch werden, kann auf die Präriemalve, Sidalcea malviflora zurückgreifen. Charakteristisch ist ihr straff aufrechter Wuchs und ihre oftmals gefransten Blüten, die kerzenartig übereinander sitzen.
Heimisch ist bei uns die Moschusmalve, Malva moschata. Mit ihren Wolken aus kugelförmigen in Hüfthöhe ist sie ein Traumpartner für Königskerze, Prachtscharte und Flammenblume. Ähnlicher Beliebtheit erfreut sich die Wilde Malve, Malva sylvestris. Sie wird wie die Präriemalve im Herbst zurückgeschnitten.
Als unkomplizierter Lückenfüller erweisen sich die einjährigen Malven. Werden Trichtermalven, Malope trifida und Bechermalve, Lavatera trimestris im Frühjahr ausgesät, sind sie bis zum Frost ein Blickfang. Auch als Schnittblume machen sie in der Vase eine gute Figur.
1) Malva alcea, Rosenpappel.
Siehe auch den Einführungstext zu Stauden, Sommerblumen_allgemein und die nachfolgenden Artikel.
Große tiefrosa Blüten, Dauerblüher bis zum Frost, 100 cm. Boden kalkreich. Samt sich selbst aus.
2) Malva moschata, Binsenmalve, Moschusmalve.
Blüte hellrosa, duftend, 6 - 10/11, 60 - 80 cm. Dauerblühende Staude für Rabatten und Naturgärten, zwei- oder mehrjährig. Die Blüten wachsen aus den Blattachseln. In Gruppen pflanzen zu 3 - 5 Stück. Boden trocken, etwas Kalk, durchlässig, humos. Standort Sonne, lichter Schatten, vor Gehölzen. Für Bauern- und Naturgarten, Staudenbeet und Steingarten. Auch Kultur in Kübeln möglich. Begleitpflanzen sind Fetthenne teleph., Fingerkraut atros., Goldraute, Katzenkraut, Mohn, Silberimmortelle, Sonnenauge. Gute Schnittblume. Vermehrung durch (Selbst-)Aussaat und Teilung.
Aussaat ab 4 ins Freiland oder in Saatschalen. Keimdauer 10 - 20 Tage bei 14 - 20°. Saattiefe 1 - 2 cm. Pflanzabstand 25 - 35 cm. - Gute Schnittblume. - Schmetterlingspflanze.
Alba, weiß.
Malva moschate, 50 cm hoch, 7 - 9. Sonne. Gute Polsterstaude.
3) Malva sylvestris, wilde Malve.
Blüte reinblau, weiß, rosa, purpur, mit dunkler Aderung, 6 - 9, 50 - 150 cm. Die Blüten wachsen aus den Blattachseln. Nach der Blüte stark zurückschneiden. Zweijährig, manchmal mehrjährig. Wie vor. Sonne und Halbschatten, Boden muss feucht sein, nur mäßig düngen. Aussaat 4 an Ort und Stelle, sie hat Pfahlwurzeln. Die wilde Malve enthält äther. Öl, Gerb- und Schleimstoffe, Mineralien und den Farbstoff Malvin. Vermehrung durch Samen, gelegentlich auch durch Teilung im Frühjahr. Kopfstecklinge.
Marina Dema,
Blüte violettblau, mit dunklen Streifen, 4 - 10, Höhe 1,5 m, Schmetterlingsflügeln ähnlich. Auch als Kübelpflanze.
Primley Blue,
Blüte reinblau, 50 cm. Dauerblüher 6 - 9.
Maharadscha-Malve Zebrina,
mehrjährig, außen weiß, Auge violett ausstrahlend, 5 - 10, 110 cm. Halbschatten/Schatten. Gute Schnittblume. Auch für Kübel geeignet.
Malve Mystic Merlin,
variantenreiche Farbvielfalt der Blüten in blau, purpur und violett, 7 - 11, 150 cm. Sonne, Halbschatten. Auch für Kübel geeignet. Gute Schnittblume.
Twins Hot Pink,
der Bio-Gärtner empfiehlt: 30 cm hoch, krankheitsresistent, 5 - 9. Goldmedaillengewinner 2005. Dunkelrosafarbene Blüten.
Malva silvestris var. mauritian
hat eine tiefviolett-strahlende Blüte. Sie strebt nach oben. Hierzulande ist sie aber nicht winterhart. Aber sie versamt sich fleißig.
4) Abutilon hybridum maximum.
Aussaat Februar in nahrhafte Erde mit Torf und Sand. Nach Auflaufen brauchen sie viel frische Luft. Im Sommer am besten ins Freie auf den Balkon o.ä. stellen, sie beginnt schon ab acht zu blühen, manchmal allerdings unter dem Laub. Sicherer ist die Stecklingsgewinnung im Frühling. Stecklinge brauchen viel Licht, aber keine direkte Sonne. Regelmäßig gießen, im August endet die wöchentliche Düngung. Für die Überwinterung sind 8 - 12 ° und ein heller Platz günstig. Die Blätter werden dann nicht abgeworfen. Das passiert aber bei tieferen Temperaturen. Nur wenig gießen, so dass die Wurzeln nicht austrocknen. Im Frühjahr etwas zurückschneiden, aber nur alle paar Jahre umtopfen.
Schönmalven können auch als Stämmchen gezogen werden. Siehe auch 'Bechermalven', 'Präriemalven', 'Scheinmalven', 'Strauchmalven'
Malven werden im allgemeinen nicht angerührt von Schnecken.
| Schadbild | Vorbeugung | Bekämpfung |
| Malvenrost | ||
| Puccinia malvearum. Der Pilz verursacht braune Pusteln an den Blattunterseiten, aus denen Löcher entstehen. Die Blätter welken und sterben ab. Siehe auch 'Rostkrankheiten'. Es werden außerdem Löwenmäulchen, Pelargonien und andere Pflanzen von Rost befallen, verschiedene Arten von Puccinia. | Dahlien und Fingerhut beipflanzen. Resistente Sorten wählen. Alle zwei Jahre neue Pflanzen setzen an jeweils anderen Stellen. Im September Erd- oder Mulchunterstreu um die Pflanze herum aufbringen (Beinwell). Bei Herbstausklang alle Stängelreste entfernen. Nach dem Winter Unterstreu vor Neuaustrieb zusammen mit oberster Erdschicht entfernen und vernichten, neue Mulchschicht aufbringen. Ebenso die ersten fünf Blättchen in den Müll geben. Luftigen Platz mit weitem Abstand wählen. Weder zu trocken noch zu feucht halten. Spritzen mit Schachtelhalm- und Rainfarntee oder Farnbrühe. Stäuben mit Steinmehl nach Regen. Keine Staunässe, nicht zu trocken, nicht zu feucht halten. Ausreichend düngen. Neudovital Rosen-Pilzschutz spritzen. | Befallenes vernichten. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen. |