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(entnommen von www.bio-gaertner.de - dem umfassenden Online-Öko-Nachschlagewerk)
Malus domestica. Rosengewächs.
Siehe auch den Einführungstext zu Obstbäume, allgemein und die nachfolgenden Artikel.
Apfelbäume im Alten Land blühen derzeit 19 Tage früher als vor 30 Jahren, die Durchschnittstemperatur ist an der Niederelbe auch um 1,7° gestiegen. - Humushaltige Lehmböden pH 5.5 - 6.5, durchlässig, tiefgründig, kalkhaltig, feucht, nährstoffreich, aber keine Staunässe, keine kalten, nassen Tonböden, die Krebs hervorrufen können. Sandiger Boden ist weniger geeignet, dann muss für ausreichende Feuchtigkeit gesorgt werden. Luftig-sonnige Lage mit hoher Luftfeuchtigkeit. Auf frühen Lagen drohen Ernteverluste durch Spätfröste, die Blüten erfrieren schon bei -1/2°. Bei der Auswahl deshalb auf Blütenfrostempfindlichkeit, auf Befruchtersorten (siehe Apfelbäume Bestäubung, Birnbäume Bestäubung, Kirschbäume Bestäubung, Pflaumen etc. Bestäubung') und auf die richtige Unterlage achten (siehe "Obstunterlagen"). Gem. Lehr- und Versuchsanstalt Ahrweiler haben folgende Sorten nach strengen Nachtfrösten überlebensfähige Blüten: Gala 74%, Cox 70%, Elise, Margold und Rubinette 50%, dann folgen die anderen Sorten mit etwa 30%, am Schluß steht Pilot mit 6%. Die Blütenfrostbeständigkeit ist unter Einwirkung von Baldrianspritzungen weitaus besser.
Flachwurzler. Er benötigt Winterkälte, um Früchte zu bilden. Heiße Standorte oder solche vor Südmauern sind ungeeignet. Mulchschicht im Sommer und Winter ist günstig, aber nicht zu dick aufschichten wegen Wühlmausgefahr. Man sollte auch die Mulchschicht ab März/April entfernen und ab Juni wieder mulchen.
Pfahl vor der Pflanzung einschlagen, immer im Süden. So tief pflanzen, wie der junge Baum in der Baumschule gestanden hat. Die Veredelungsstelle darf nicht unter die Erdoberfläche kommen. Bei Wühlmausgefahr Wurzeln umhüllen mit verzinktem Maschendraht. Die früher übliche Hochpflanzung wird wegen der Gefahr von Feuerbrand für die Unterlage nicht mehr empfohlen. Den Boden evt. mit Sand auflockern, genügend angießen. Untere Zweige herabbinden, das erhöht die Fruchtbarkeit. Gewässernähe ist günstig, Äpfel benötigen mehr Luftfeuchtigkeit als andere Obstarten, jedoch keine Staunässe dulden. Bei Trockenheit mit folgendem Regen drohen Fruchtrisse. Im ersten Standjahr nicht düngen, damit sich die Wurzeln schnell ausbreiten. Nachbarrecht (Grenzabstand) vor der Pflanzung beachten.
Jährlicher Schnitt. Junge Apfelbäume bis zum 5. Standjahr erst gegen Ende Februar schneiden, sonst droht starke Schädigung oder Totalausfall bei darauffolgendem Frost. Baumanstrich im Herbst. Ende Februar/Anfang März spritzen mit Gemisch von Rainfarntee und Schachtelhalmbrühe verdünnt gegen Pilz- oder Insektenbefall. Nachblütenspritzung mit Bio S oder Schachtelhalmtee.
Auf Baumscheiben älterer eingewachsener Bäume pflanzen: Beifuß, Bohnenkraut, Brennessel (hält Läuse fern), Elfenblume, Fenchel (Foeniculum), Fetthenne (Sedum), Fleißige Lieschen, Gamander (Teucrium), Glockenblume, Goldlack, Gundelrebe, Kapuzinerkresse (hält Läuse und Wühlmäuse fern), Kerbel, Knoblauch (Schorf), Kohlrabi, Majoran, Meerrettich, Melisse (verbessert Geschmack), Narzissen, Oregano, Osterglocken, Petersilie, Pfefferminz Mentha x piperita Mitcham (verbessert Geschmack)*, Ringelblume, Roter Fingerhut (fördert Ertrag und Gesundheit), Salbei, Schnittlauch (stärkt Gesundheit, verhindert nach Einwachsen Schorf), Senf, Spinat, Sterndolde (Astrantia), Tagetes (wirkt gesundend), Thymian, Tulpen, Witwenblume (Scabiosa), Ysop, Zitronenmelisse (Verbessert das Aroma). Ungünstig sind Tiefwurzler, Knollenpflanzen (Kartoffeln) und Pflanzen mit hohem Lichtbedarf. Er produziert den chemischen Botenstoff Phlorizin und gibt ihn über seine Wurzeln an den Boden ab. Im Erdreich wird er umgeformt zu höchst wirksamen Stoffen: Phenolischen Säuren, Phloretin und Phloroglucin. Diese Wirkstoffe verhindern, dass seine Samen im Umkreis auskeimen. *www.ruehlemanns.de. Es gilt für alle Bäume.
Nicht mit Hacke und Spaten bearbeiten, vor allem nicht bei schwachen Unterlagen. Oder mit Mulchdecke aus Rasenschnitt, Rohkompost, Stroh abdecken. Brennessel- und Beinwellbrühe auf die Baumscheibe gießen, vermischt mit einigen Holunderblättern (Im Frühjahr und nach Ernte). Baumscheibe auf Rasen in den ersten Jahren offen halten und mulchen oder im Winter mit Stalldung bedecken. Kernobst benötigt ausreichend Kali und Bor, sie werden gebraucht für die Befruchtung und zur Ausreifung der Früchte. 10 - 20 kg Steinmehl, 3 kg Algomin, Kompost. 25 g Kalk je qm und Jahr wird benötigt. Schwachwüchsige Sorten stärker düngen, sonst vergreisen sie.
Nach Junifall Früchte ggf. ausdünnen, wenn der Fruchtbehang zu groß ist (Walnussgröße). Dadurch wird starker Ertagsabfall im nächsten Jahr vermieden. Vorher schütteln. Wenn nicht genug Früchte fallen, alle ausscheiden, die nur 50% des Gewichtes ausmachen.
Kurzstielige Sorten wie Boskoop, Cox Orange, Melrose, Oldenburg, Ontario behalten höchstens 2 Früchte je Büschel, langstielige Sorten wie Elstar, Golden Delicious, Gloster, Jonagold, Jonathan können drei behalten. Man beachte, dass zur Ernährung eines Apfels 30 - 40 Blätter nötig sind. Bei stark wachsenden Apfelbäumen (mehr als 50% je Jahr) sollten ebenfalls alle Schnittmaßnahmen in den Sommer verlegt werden. Geeignet sind sie Ende Juli/Anfang August. Die Hochstämme sind im allgemeinen bei den Obstbäumen resistenter gegenüber Krankheiten als die Niederstämme. Die Sorte Retina soll vollkommen gesund sein. Die Sorte Piflora, ein Frühwinterapfel mit großen süß-säuerlichen Früchten, gilt als wenig empfindlich für Krankheiten und Schädlinge. Die Baumfrüchte Delbarestivale, Goldparmäne, Gravensteiner und roter Boskoop sind meistens im Ertrag geschwächt. Einmal biegen sich die Bäume vor der schweren Last, ein andermal gibt es kaum welche. Man sollte diese vier Bäume schon mit Auslichtungsschnitt im Sommer behandeln und gleichzeitig im Boden Buchweizen, Phacelia, Senf und niedrige Sonnenblumen aussäen.
Bei großen Temperaturunterschieden im Herbst zwischen Tag und Nacht verfärben sich die Früchte besonders kräftig. Bei abnehmendem Mond geerntetes Obst soll länger lagerfähig sein. Frühsorten werden bei Genussreife geerntet, Lagersorten, wenn sich der Fruchtstiel beim Anheben der Frucht leicht vom Zweig lösen lässt. Die Bäume haben dann schon Korkzellen an der Sollbruchstelle gebildet, die an einer leichten Einschnürung zu erkennen ist. Zu späte Ernte vermindert die Lagerfähigkeit. Die Pflückreife ist allgemein dann vorhanden, wenn die Äpfel gelblich-grün, noch nicht leuchtend rot sind. Die Kerne sollten mittelbraun sein. Bei den späten Lagersorten bedeuten braune Kerne lediglich Pflück-, aber nicht Genussreife. Frühe Sorten sind dagegen bei hellen Kernen genussreif. Äpfel sollte man immer frühmorgens ernten. - Die Herbstäpfel werden erst geerntet, wenn sie ihre typische Farbe angenommen haben. Die späten Sorten wie Berlepsch und Ontario werden kurz vor ihrer Baumreife geerntet, meistens Mi 10, sie halten sich dann besser im Lager. - Als Bratäpfel sind geeignet: Boskoop, Cox und Jonathan.
Früchte von wenig tragenden Bäumen haben meistens eine schlechte Lagerfähigkeit. Kernobst ist am Vormittag druckempfindlich, deshalb am besten nachmittags ernten, die Früchte sollten immer trocken sein, damit sich nicht Pilzbefall einstellt. Nach Ernte einen Tag abschwitzen lassen, erst dann in die Regale legen. Diese müssen vorher mit heißem Sodawasser desinfiziert werden. Mehrere Lagen Zeitungen ausbreiten, noch besser sind Farnwedel als Unterlage, darauf Seidenpapier legen, die Fäulnisneigung wird dadurch verringert und Mäuse werden abgehalten. Auch Brennesselblätter als Unterlage sind bewährt, sie halten die Äpfel frisch. Holunderblüten über die Äpfel gebreitet sollen konservierend wirken. Lagerung bei 1 - 6°. Boskoop, Cox Orange, Goldparmäne, Jonathan, Ontario nicht unter 3 - 4° lagern, sie neigen dann zur Kältefleischbräune. Einige Sorten vertragen auch -2/3°. Abgefallene Äpfel usw. immer sofort entsorgen, die Schädlinge haben dann weniger Vermehrungschancen.
Äpfel einlagig auf dem Stiel und mit gegenseitigem Abstand lagern (Sie atmen durch die Rosette). Äpfel ohne Stiel sofort verbrauchen, sie neigen zur Fäule, und möglichst nicht zusammen mit anderem Obst oder Gemüse, vor allem Kartoffeln, lagern. Anderenfalls täglich lüften. Auch Herbst- und Wintersorten getrennt lagern wegen des Reifegases Ethylen. Gefrorene Äpfel müssen langsam "aufgetaut" werden. Eine Plastikfolie über den Äpfeln sorgt für höhere Luftfeuchtigkeit in trockenen Kellern, sie sollte etwa 85 - 90% betragen. Ggf. den Boden öfters sprengen, feuchte Tücher aufhängen oder Schalen mit Wasser aufstellen. Bei Kondenswasserbildung muss gelüftet werden. Kleinere Mengen an Äpfeln können auch in durchsichtigen Folienbeutel mit Entlüftungsöffnungen bei Raumtemperatur gelagert werden. Sie müssen aber völlig einwandfrei und trocken sein, Kondenswasser darf sich nicht bilden. Die Reife wird dadurch infolge der Bildung von Kohlendioxid hinausgezögert. Durch die richtige Einlagerung gewinnen die Früchte an Aroma. Ist der Keller weniger dazu geeignet, empfiehlt es sich, die Äpfel in Butterbrotpapier einzeln zu lagern. Die Äpfel werden wie andere Obstarten in Kisten gelagert, die mit einem Deckel verschlossen werden. - Sind keine geeigneten Lagerräume vorhanden, können die Äpfel auch notfalls in Gartenhäusern oder Garagen gelagert werden. Für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen. Bei Frost abdecken mit Luftpolsterfolie, bei noch stärkerem Frost zusätzlich mit Decken o.ä. oder die Obststeigen kurze Zeit ins Haus holen. Vor Regen müssen die Äpfel auf jeden Fall geschützt werden.
Boskoop solte man maßvoll schneiden, damit er auch genügend Frucht bringt. Das Ablenken steiler Triebe auf waagrechte Seitentriebe erreicht einen Ausgleich. Die Triebspitzen der waagerechten Seitentriebe bleiben unbehandelt. Beim Boskoop ist das Herunterbinden der Seitentriebe zu bremsen. Der Jonathan muss dagegen durch scharfen Schnitt zu kräftiger Neubildung angeregt werden, damit er nicht zu schnell vergreist. Golden Delicious treiben die Seitenäste spitzwinklig nach oben durch. Deshalb sollte man einen geraden Mitteltrieb und gleichmäßig angeordnete Seitentriebetagen heranziehen und dichte Kronen schon früh auslichten. Der Winterglockenapfel neigt an inneren Zweigpartien zum Verkahlen und muss deshalb kräftig zurückgeschnitten werden. Das lange Fruchtholz sollte jedoch nicht eingekürzt werden, zumal häufig nur die Endknospen fruchten. Cox Orangen Renette treibt stumpfwinklige Seitentriebe, die nicht abgespreizt werden müssen. Die Seitentriebetagen dürfen nicht zu eng angeordnet werden. Gloster 69 treiben steile Äste, die unten verkahlen. Man schneidet Steiltriebe weg oder bindet sie nach unten.
Spätestens im Juli die Bodentriebe entfernen, um dort die Eiablage der Grünen Apfelwanze und der Blattlaus sowie Mehltaubefall zu verhindern. Schwach wachsende Bäume können mit einem Vorspann zu verstärktem Wachstum angetrieben werden, siehe Obstbaumunterlagen.
Wo Kernobst gestanden hat, sollte man nicht wieder Kernobst anpflanzen wegen der Bodenmüdigkeit, hervorgerufen durch Strahlenpilze in den Baumwurzeln. Steinobst ist dagegen geeignet, und umgekehrt.
Die Früchte enthalten über 300 Stoffe, darunter Bor, Chlor, Kalzium, Eisen, Fluor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel, Silizium, Zink, Apfel- und Zitronensäure, 40 Biophenole (z.B. Quercetin), Aromastoffe, Carotine, Cellulose, Flavonoide, Fruchtsäuren, Fruchtzucker, Gerbstoffe, Pektin, Pottasche, Vitamine A, B1,B2,B6, C°, E, Niacin. Rotschalige Äpfel gelten als besonders gesund. Die wertvollen Bestandteile des Apfels befinden sich je zur Hälfte in Schale und Fruchtfleisch, die Quercetine nur in der Schale. Sie gilt als krebsvorbeugend und sollte deswegen immer mitgegessen werden.
°Gem. Deutschem Krebsinformationsdienst, Heidelberg, ist der Vitamin C-Gehalt innerhalb der letzten 11 Jahre um 80% gesunken.
Die Sorten Arlet, Cox Orange, Kortegard, Elstar, Gala und Rubinette wurden in Weinsberg (Lehr- und Versuchsanstalt) bei einer Qualitätsprüfung als hochfeines Qualitäts- und Diätobst eingestuft. Ein neuer Test der Landwirtschaftskammer Rheinland 02 in Bezug auf Geschmack legte die Reihenfolge Pinova, Topaz, Elstar fest. Die beiden Sorten Santana und Topaz (süß-säuerlich) befruchten sich gegenseitig. Sie sollen vollkommen gesund sein selbst gegen Feuerbrand. Topaz wird außerdem befruchtet von Golden Delicious, Goldparmäne, Elstar, James Grieve. Er hat die Bezeichnung 'Bio-Apfel'. Genussreife 9/10 - 2. Gemäß eines renommierten Institutes der Landwirtschaftlichen Fakultät der Uni Bonn und des wissenschaftlichen Zentrums Weihenstephan der Technischen Universität München besitzt der Jonagold eine stark antioxidative Wirkung. Dank seiner vielen Flavonoide wird die Immunreaktion gefördert mit viel Kalium, es senkt außerdem den Blutdruck. 3 g Pektin absorbiert Giftstoffe im Darm. Damit ist Jonagold wohl der wichtigste aller Äpfel.
Auch Zieräpfel sind genießbar. Für Apfelkuchen sollen sich gem. zwei Testversuchen am besten eignen: Jonagold und Pilot. Enterprise, Florina und Topaz. Boskoop.
Zur Herstellung des Apfelweins sind folgende Sorten gut geeignet: Bittenfelder (Gute Krankheits- und Frostbeständigkeit), Brettacher (resistent gegen Schädlinge, frostbeständig), Rheinischer Bohnapfel (für schwere Böden, gut frostbeständig), Roter Boskoop, Trierer Weinapfel (robust, auch für schlechte Böden). Zusätze: Mispel (Aroma), Quitte (Aroma), Schlehe (Tannine, klären den Wein, fruchtiger Geschmack), Speierling (1% Zusatz, die bitteren Gerbstoffe machen den Wein glanzklar).
Für Weinbaulagen sind folgende Sorten gut geeignet: Granny Smith, Idared, James Grieve, Red Delicious, Weißer Wintercalvill. Es handelt sich um Äpfel, die längere Reifezeit beanspruchen oder aus Ländern stammen, die ausgeglicheneres Klima haben. Der Weiße Wintercalvill ist wohl die 'Rose' unter den Apfelsorten. Er erreicht sein einmaliges Aroma nur, wenn er ganz pfleglich behandelt und nicht gespritzt wird. In früheren Zeiten wurde er wie Apfelsinen in Seidenpapier eingewickelt und sogar von österreichischen Anbaustellen an den englischen Hof geliefert.
Über 600 m nur noch ganz widerstandsfähige Sorten anpflanzen wie Berner Rosenapfel, Bohnapfel, Champagner Renette, Geheimrat Oldenburg, Grahams Jubiläumsapfel, evt. noch Croncels, gelber Edelapfel, Holsteiner Cox, Ingrid Marie, Jakob Fischer, Jakob Lebel, Kaiser Wilhelm, Landsberger Renette, Mantet, Nordhäuser, Prinz Albrecht, Weißer Klarapfel, Wiltshire); nicht geeignet sind Alkmene, Berlepsch, Cox Orange, Goldparmäne, James Grieve und Ontario. Für schwere Lehm- und Tonböden sind nur geeignet: Bohnapfel, Champagner Renette, Große Herbstrenette, Kaiser Wilhelm, Maunzenapfel, Wiltshire, Winterrambour. - Der Grenzwert für Kälte liegt bei -25°. Er sollte bei unseren Temperaturen nicht überschritten werden.
Sommeräpfel (7 - 9): Klarapfel, Roter Astrachan, Schöner aus Bath, Stark Earliest.
Herbstäpfel (9 - 12): Alkmene, Biesterfelder Renette, Croncels, Danziger Klarapfel, Geflammter Kardinal, Geheimrat Oldenburg, Goldparmäne, Grahams Jubiläumsapfel, Ingrid Marie, Jakob Fischer, Jakob Lebel, James Grieve, McIntosh Rogers, Roter Herbstkalvill, Signe Tilisch, Sommermaschanzker. Der Danziger Kantapfel ist die regionale Streuobstsorte des Jahres 2006.
Winteräpfel (10 -3): Ananasrenette, Berner Rosenapfel, Blenheimer Goldrenette, Ceres, Cox Orangenrenette, Gelber Edelapfel, Golden Delicious, Jakob Fischer, Jakob Lebel, James Grieve, Landsberger Renette, Mutterapfel, Prinzenapfel, Rote Sternrenette, Weißer Winterkalvill, Wiltshire, Zabergäu, Zuccalmaglio.
Lageräpfel (12 - 6): Baumanns Renette, Beutelsbacher Rambur, Boskoop, Brettacher, Glockenapfel, Jonathan, Kaiser Wilhelm, Korbiniansapfel, Lohrer Rambur, Malerapfel, Maschanzker, Melrose, Ontario, Rheinischer Bohnapfel, Schöner aus Nordhausen, Schweizer Orangen, Teuringer Winterrambur, Welschisner.
Most- und Saftäpfel: Bittenfelder Sämling, Landsberger Renette, Lohrer Rambur, Maunzen, Rheinischer Bohnapfel, Welschisner, Wiltshire.
Zuckerarme Obstsorten sind z.B.: Ananasrenette, Berlepsch, Idared, Ontario.
Für den kleinen Garten empfehlen sich kleinere Bäumchen mit verschiedenen Sorten, die man nach Lagerdauer, Gesundheit und Verwendungszweck aussuchen sollte. Für noch ausreichende und baldige Ernte sind die M 9 - Unterlagen für einreihige Obsthecken und Spindel gut geeignet. Dafür benötigt man nur einen Abstand von 120 - 220 cm, je nach Baumform und Erziehung. Für den Kleinstgarten bzw. für Terrasse/Dachterrasse gibt es seit einiger Zeit Apfelbäumchen im Kübel, eintriebig oder als Duo mit manchmal gegenseitiger Befruchtung:
Für kleinere Gärten sollten wir Red Delicious anschaffen. Sie sind nach Unterlagen der kanadischen Behörden für Agriculture and Agri-Food das beste Mittel, um den höchsten Gehalt an Polyphenolen und an krankheitsvorbeugenden antioxidativer Aktivität aufzuweisen.
U - Form. Große kanadische Renette, Reife Mi/E 10. Befruchter Goldparmäne, Höhe bis 2,50 m und höher, je nach Wunsch. Rückschnitt auf 3 - 5 Augen.
U - Form. Goldparmäne, Reife Mi 9. Befruchter Große kanadische Renette. Rückschnitt auf 3 - 5 Augen.
U - Form. Roter Boskoop, Reife A/Mi 10. Befruchter Goldparmäne. Rückschnitt auf 3 - 5 Augen.
U - Form Säulenapfel Cybèle, süßsauer, saftig, Ernte 9. Höhe 100 - 250 cm. Auch für Töpfe geeignet. Rückschnitt auf 3 - 5 Augen.
U - Form Säulenapfel Delbard Jubilé, saftig, festes Fruchtfleisch, widerstandsfähig, hoher Ertrag. Höhe 100 - 250 cm. Auch für Töpfe geeignet. Rückschnitt auf 3 - 5 Augen.
Ballerina - Säulenapfel Bolero. Für den frühen, saftig knackigen Genuss. Hellgrüne Früchte mit goldgelbem Hauch. Für Frischverzehr ab Anfang September geeignet. Gesamthöhe 3 m, er kann durch Schnitt im zeitigen Frühjahr selbst bestimmt werden. Eventuelle Seitentriebe entfernen. Befruchtung durch Ballerinabäume. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen (A&S).
Ballerina - Säulenapfel Sonate. Eine gesunde Pflanze mit säulenförmigen und kompakten Wuchs. Pflückreife Ende September, Genussreife bis Anfang November. Resistent gegen Schorf. Veredelt. (Pötschke).
Ballerina - Säulenapfelsorte Rhapsodie. Dier Früchte sind mittelgroß, das Fleisch mittelfest, aromatisch und sehr saftig. Pflückreife Mitte/Ende September. Genussreife bis Oktober. Veredelt. (Pötschke).
Ballerina - Säulenapfel Rondo. Rondo bringt hohe Erträge. Das Fleisch ist fest, knackig und sehr saftig. Säuerlich-süsser Geschmack. Pflückreife Ende September/Anfang Oktober. Genussreife bis Ende November. (Pötschke).
Ballerina - Säulenapfel Charlotte, großfrüchtiger Kochapfel, geeignet auch zum Backen. Ernte E 9. Lagerfähig bis Mi 1. Gesamthöhe 3 m, er kann durch Schnitt im zeitigen Frühjahr selbst bestimmt werden. Eventuelle Seitentriebe entfernen. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen.
Ballerina - Säulenapfel Flamenco. Rotgoldener Dessertapfel mit weißem Fruchtfleisch, lieblich-süß, stammt vom Cox Orange ab. Ernte ab E 9. Lagerzeit bis Jahresende. Gesamthöhe 3 m, er kann durch Schnitt im zeitigen Frühjahr selbst bestimmt werden. Eventuelle Seitentriebe entfernen. Befruchtung durch Ballerinabäume. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen (A&S).
Ballerina - Säulenapfel Polka. Gelbrote Frucht. Blüte 5, Ernte ab Mi 9. Ein saftig grün-roter Apfel mit weißem Fruchtfleisch und hohem Zuckeranteil. Reift ab Ende September. Gesamthöhe 3 m, er kann durch Schnitt im zeitigen Frühjahr selbst bestimmt werden. Eventuelle Seitentriebe entfernen. Befruchtung durch Ballerinabäume. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen (A&S).
Weltneuheit: Prosecco, Champagner-Birnen-Apfel. Die perfekte Züchtung aus einer wertvollen italienischen Birne und einem ganz besonderen französischen Gourmet-Apfel. Saftig wie Pfirsiche, knackig wie Apfel. Reichtragend, völlig anspruchslos. Die Früchte kann man monatelang aufbewahren. Hoher Saftgehalt. Ideal für Balkon oder Terrasse. (A&S). (Siehe auch unter Birnen).
Ballerina - Säulenapfel Red River, resistent gegen Mehltau und Schorf, 2 - 3,5 m, selbstbefruchtend. Gesamthöhe 3 m, er kann durch Schnitt im zeitigen Frühjahr selbst bestimmt werden. Eventuelle Seitentriebe entfernen. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen. Genussreife kurz nach der Lagerung.
Ballerina - Säulenapfel Waltz. Dunkelrote Frucht, ähnlich Red Delicious. Süß, saftig und dunkelrotgrün. Reifung im September/Oktober. Blüte 5, Ernte E 9. Lagerfähig bis E 1. Höhe bis 2,50 m und höher, Pflanzabstand 60 cm. Ernte ab 2. Standjahr. Gesamthöhe 3 m, er kann durch Schnitt im zeitigen Frühjahr selbst bestimmt werden. Eventuelle Seitentriebe entfernen. Befruchtung durch Ballerinabäume. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen (A&S).
Ballerina - Säulenapfel Maypole, purpurroter Zierapfel. Blüte karminrot, 5. Dient als Pollenspender für alle Ballerina - Säulenäpfel. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen.
Säulenapfel Red River. Pilzfeste Pflanzen sind die alleinige Grundvoraussetzung für eine makellose Apfelernte. Er bildet kaum Seitenäste. Er ist besonders groß, besitzt eine feine Säure und ein würziges Aroma. Er ist selbstfruchtbar. Pflückreife September/Oktober. Genussreife: Von bestem Geschmack nach kurzer Lagerung. Einjährige Veredelung. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen. Sonne, Halbschatten, Bienenfutterpflanze. (Pötschke).
Säulenapfel Felix. An den kurzen Seitenästen reifen dabei schmackhaft süße, sonnenseits rot gefärbte Früchte. Diese Sorte stammt aus Dänemark. Befruchtersorten: Cox Orange, James Grieve und andere Säulenäpfel. Einjährige Veredelung. Pflück- und Genussreife Mitte bis Ende Oktober. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen.
Säulenäpfel Malini und Fresco. Sie sind beide schorfresistent. Knackig, mit mild-säuerlichem Geschmack. Höhe 200 cm. 5 l -Topf. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen. Fresco ist ein knackiger Säulenapfel mit mild-säuerlichem Geschmack. Schorf- und Mehltauresistent.
Säulenäpfel Malini und Dulcessa. Sie sind beide schorfresistent und auch haben hohe Mehltautoleranz. Höhe 200 cm. 5 l - Topf. Die Säulenäpfel tragen in diesem Jahr viele Äpfel, im nächsten Jahr sind überhaupt keine mehr dran. Man sollte sie höchstens auf etwa 30 Äpfel pro Jahr ausreifen lassen. Dulcessa ist ein süßer Apfel, reiche Ernte dank hoher Mehltauresistenz.
Rubin Fuji. Unwiderstehlich süss, saftig und knackig. Rubin Fuji schmeckt nicht nur hervorragend, sondern fällt auch durch seine markante, rubinrote Streifung auf der gesamten Fruchtoberfläche ins Auge. Diese attraktive Färbung wird auch in schattigen und halbschattigen Lagen erreicht. Mittelgroße bis große Früchte, sehr süss, glatte Schale, Fruchtfleisch grünlichweiß und schön fest. Sehr lange Haltbarkeit, bei entsprechender Lagerung 7 bis 8 Monate. Genussreife November bis Ende Juni. Baum starkwüchsig. Bester Befruchter Santara. Säulenapfel 3 m, Durchmesser bis 1,50 m. Spezialveredelung für beste Erträge ab dem 2. Standjahr. (A&S).
Später Winterapfel Braeburn. Die Vitamin - C - Bombe aus mittelgroßen, grüngelben bis braunroten Früchten. Saftige, süße, kackige bis zu 150 g schwere Früchte, die zum Backen besonders gut geeignet sind. Reichtragender Baum von kompaktem Wuchs. Pflückreif ab Oktober, genussreif von November bis April. Bester Befruchter Santana, Topaz. Säulenapfel 3 m, Durchmesser bis 1,50 m, Spezialveredelung für beste Erträge ab dem 2. Standjahr. (A&S).
Apfel-Duo, zwei weltbekannte, besonders leckere und ertragreiche Apfelsorten, nämlich Cox Orange und Golden Delicious. Genussreife Sept./Okt., gegenseitige Befruchtung. (A&S). Die bekanntesten und feinsten aller Tafeläpfel auf einem Stamm veredelt. Genussreife Oktober, gegenseitige Befruchtung.
Winterapfel Cox Orangen-Renette, geschmacklich eines der besten Tafelsorten. Der Geschmack ist kräftig süßsäuerlich mit typischen, edlem Aroma. Jährlich hohe Erträge. Bester Befruchter: Jonagold. Wuchshöhe 2,50 m. U-Form (A&S). Auf Grund des geringen Pflanzabstandes von 60 cm und der markanten Wuchsform sind diese Obstbäume wie geschaffen für eine dekorative Spalierhecke. Sorten miteinander kombinierbar. Sehr attraktiv auch als Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse. Wuchshöhe 2,50 m.
Winterapfel Jonagold. Sehr ertragreich, mit großen bis sehr großen Früchten. Süßsaftiges, gelbliches und festes Fruchtfleisch. Reifezeit Anfang/Ende Oktober. Genussreife Oktober bis Mai. Bester Befruchter Cox Orangen-Renette. Wuchshöhe 2,50 m. U-Form (A&S). Auf Grund des geringen Pflanzabstandes von 60 cm und der markanten Wuchsform sind diese Obstbäume wie geschaffen für eine dekorative Spalierhecke. Sorten miteinander kombinierbar. Sehr attraktiv auch als Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse. Wuchshöhe 2,50 m.
Säulenapfel Ananasrenette. Äußerst schmackhafte Früchte mit frischem Ananasduft bringt der neue Säulenapfel Ananasrenette. Früh im Ertrag und platzsparend. Pflückreife Mitte Oktober. Genussreife November bis Februar. Veredelt. (Pötschke).
Kinderbaumapfel Topaz, Rubinola, Discovery und Nela. Rubinola und Topaz schmecken ihnen am besten. Damit schon früh geerntet werden kann, entschied man sich für die Sorten Discovery und Nela. Der Baum heißt Kinderapfelbaum Dineruto. Einjährige Veredelung. Genussreife August bis Februar. Pflückreife ab August.
Duo - Apfel Elstar/Golden Delicious, 3 m hoch, 4 m breit. Ernte 10. Zwei gesunde Sorten, die einander bestäuben. Auch für den kleinen Garten (Bakker).
Duo-Apfel Idared/Golden Delicious. Genussreife bei Oktober bis Februar. Gegenseitige Befruchtung.
Rebella und Topaz. Sie befruchten sich gegenseitig.
Zwergapfel Red Spur Delicious. Der Baum bleibt klein, aber er trägt große Früchte. Die Ernte findet im Oktober-November statt. 2 m Höhe, Sonne (Bakker).
Apfel Elstar. Ein Apfel mit einem guten Aroma, kräftigem Fruchtfleisch, saftig und süßsauer im Geschmack. Im Erwerbsbau wegen seiner Tafelqualität geschätzt. Mittelfestes, feinzelliges Fruchtfleisch. Reifezeit Okt./Nov. Genussreife Oktober bis März. Bester Befruchter Elstar. Höhe 1,50 m (A&S, Bakker). Auf Grund des geringen Pflanzabstandes von 60 cm und der markanten Wuchsform sind diese Obstbäume wie geschaffen für eine dekorative Spalierhecke. Sorten miteinander kombinierbar. Sehr attraktiv auch als Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse. Wuchshöhe 2,50 m.
Die beiden Sorten Ginover und Lancelot wachsen aufrecht wie eine Schnitthecke und können dicht an dicht gepflanzt werden.
Säulenapfel Ballerina flamingo. Sie bleibt kompakt, auch ohne Seitenzweige, und eignet sich für einen kleinen Garten oder einen Topf. Höhe ca. 1,50 m (Bakker).
Jahrzehntelange Forschungsarbeit trägt jetzt Früchte. Die hohe Krankheitsresistenz macht das Spritzen überflüssig. Keine Chemikalien, keine Umweltbelastung. Möchten Sie nicht auch auf Chemie in Ihrem Garten verzichten?
Sommerapfel Santana. Hyperallergen, Genuß auch für Allergiker. Dunkelrot, großfrüchtig, wohlschmeckend mit fruchtig-süßem Aroma. Starker Wuchs, gut verzweigt. Pflückreife Anfang September. Besonders zum Frischverzehr geeignet. Bester Befruchter Topaz. (A&S). Sorten miteinander kombinierbar. Wuchshöhe 3,- m.
Winterapfel Topaz. Saftiges und aromatisches Fruchtfleisch. Reiche, regelmäßige Blüte, Spitzenerträge. Pflückreife Anfang Oktober. Genussreife November bis Februar. Extrem lange lagerfähig. Bester Befruchter Santana. (A&S). Sorten miteinander kombinierbar. Wuchshöhe 3,- m.
Die Säulenäpfel tragen direkt am Stamm. Sie wachsen straff nach oben und benötigen keinen Stützpfahl und kaum Schnitt. Sollte doch einmal ein Seitentrieb erscheinen, wird er je nach Bedarf auf 2 - 3 Augen zurückgeschnitten oder vollkommen entfernt. Konkurrenztriebe an der Spitze bis auf den kräftigsten abschneiden. Pflanzabstand mindestens 70 cm. Man muss beim Kauf auf die richtige Bestäubersorte achten, Abstand zum Bestäuberbaum höchstens 25 m. Auch Zieräpfel können dafür in Frage kommen. Ist kein weiterer Zuwachs erwünscht, wird über der letzten Knospe zurückgeschnitten. Bei Kübelpflanzung (mindestens 50 x 50 cm ) sollte die Erdmischung wie folgt beschaffen sein: 3 Teile Rindenhumus oder Kompost, 2 Teile Gartenerde oder Lehm, 1 Teil gewaschener Sand. Im übrigen gelten dieselben Grundsätze wie bei Apfelbäumen (Krankheiten, Befruchtung, Düngung). Die neuen Sorten Ginover (Pompink) und Lancelot (Pomforyou, Geisenheim) sollen aromatisch und resistent sein. Der Topf sollte um 30 l groß sein. Der Boden sollte mit Blähtonkugeln ausgestattet werden. Langzeitdünger für Beerensträucher unter die Pflanzerde mischen.
Ballerina-Säulenäpfel sind auf M 105 veredelt. Sie sind wenig anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Die Bäume wachsen in den ersten 5 Jahren bis etwa 200 - 250 cm hoch, die Endhöhe ist 400 cm. Längere Seitentriebe werden auf 3 Augen zurückgeschnitten. Sie befruchten sich zum Teil selbst und auch untereinander.
Hinweis: Niemals Steinobst nach Steinobst pflanzen. Besonders bei Pfirsichbäumen nach Pfirsichbäumen kommt es zu Schäden für die jungen Bäume. Das Amygdalin in den Wurzeln wird beim Absterben freigesetzt und durch Bakterien zu schädlichen Cyanidverbindungen gespalten. Eingekaufte Pfirsiche sollte man getrennt aufbewahren, weil sie Ethylen abgeben.
| Schadbild | Vorbeugung | Bekämpfung |
| Neuer Erreger! | ||
| Im Bereich Gießen wurden ganz neue Erreger entdeckt, die Apfelbäume infizieren. Es entstehen an den Bäumen Risse, die auch nicht über eine längere Zeit verheilen. Die Rinde verfärbt sich schwarz und stirbt nach und nach ab. Trotz umfangreicher Untersuchungen durch Biologen ist der Erreger noch nicht identifiziert worden. | ||
| AMEISEN | ||
| Werden Brennessel auf die Baumscheibe gepflanzt, werden die Blattläuse abgehalten. | ||
| AMEISEN | ||
| Werden Brennessel auf die Baumscheibe gepflanzt, werden die Blattläuse abgehalten. | ||
| Apfelblattsauger | ||
| Psylla/Cacopsylla mali. 3-4 mm große, gelb-braune Blattflöhe. Larven 1-2 mm, schlüpfen bei Austrieb, saugen an Blüten und Knospen und scheiden Honigtau aus. Rußtau folgt. Erwachsene Tierchen erscheinen ab 6. Eiablage Ende 8 an den äußersten Zweigspitzen in Knospennähe. Überwinterung als Ei.- Blätter und Blüten verkleben, welken und entfalten sich mit Verzögerung oder werden braun. Blätter, Triebspitzen und junge Früchte verkümmern, z.T. fallen die Blätter ab. Fruchtansatz unterbleibt zum Teil. Siehe 'Blattflöhe/Blattsauger'. | Winterspritzung mit Promanal vernichtet einen Teil der Frühjahrsapfelblattsauger. Florfliegen und Raubwanzen fördern. Nichtrankende Kapuzinerkresse und Ringelblumen auf Baumscheiben aussäen. | Befallene Zweige abschneiden und vernichten. Bei starkem Befall Spruzit. Neudosan. Niemsamen. Kapuzinerkresse spritzen. |
| Apfelblütenstecher | ||
| Anthonomus pomorum. Braunschwarzer Rüsselkäfer, 5 mm lang, mit weißem V auf den Vorderflügeln. Flugzeit Mi 3, manchmal auch früher. Überwintert meistens unter abstehenden Rindenteilen. Die Weibchen legen bis zu 100 Eier in die anschwellenden Blütenknospen, die nach Befall braun und vertrocknet aussehen. Die Larven schlüpfen bald danach, sie sind gelblich mit schwarzem Kopf, ca. 6 mm groß, ohne Beine. Sie fressen unter den eingerollten Kronblättern die Samenanlage ab und sind dann reif zur Verpuppung. Die Blüten erscheinen ballonartig, werden braun und sterben ab. Die gelben Puppen sind sehr beweglich. Die Käfer schlüpfen im Juni. Nachdem sie etwa 4 Wochen an den Blättern gefressen haben, suchen sie sich im Juli einen Platz zur Überwinterung. - Waldnahe Lagen sind besonders gefährdet. Befällt auch Birne, Mispel und Quitte. Befall nur während der Blüte. | Rindenpflege mit Weißanstrich. Fanggürtel bei Austrieb anbringen, früh morgens Käfer darunter ablesen. Rindenpflege. | Natürliche Feinde sind insektenfressende Vögel, vor allem Kleiber und Specht, Laufkäfer und Schlupfwespe. Die Käfer treten meistens in nur geringer Menge auf und dienen dann der Verminderung des Fruchtansatzes. Nur wenn sich die Blütezeit wegen kalter Witterung länger hinzieht, kann Gefahr bestehen. Täglich Käfer ablesen und braune Knospen entfernen. Man kann sie morgens auch abschütteln und am Boden auflesen mit Hilfe eines weißen Tuches. Bei starkem Befall ölhaltige Präparate oder Spruzit spritzen. Niemsamen. Naturen. |
| Apfelwickler | ||
| Cydia pomonella. Wichtigster Kernobstschädling. Falter ist ca. 10 mm lang, Flügelspanne ca. 20 mm. Vorderflügel haben dunkle Wellenbänder und einen metallisch glänzenden Fleck. Der Falter hält sich tagsüber an Ästen oder Brettern auf. Flugzeit ab Ende Mai während des Sommers, meist in der Dämmerung bei über 15°. Hauptflugzeit 6. Das Weibchen kommt aus dem Boden. Begattung und Eiablage sind entscheidend von der Temperatur, mindestens 15°, abhängig. Da diese Temperaturen abends oft nur an einigen Tagen vorhanden ist, kann sich Begattung und Eiablage schubweise auf längere Zeit hinziehen, was dazu führen kann, daß Wurmbefall bis kurz vor der Ernte möglich ist. Die Eiablage beginnt 7 an Blättern und Früchten, ein Ei je Frucht. Nach 8 - 14 Tagen erscheinen die jungen Raupen. Sie sind 2O mm lang, weißlich, später rötlich, mit bräunlichem Kopf, und fressen sich in die Früchte; dadurch vorzeitiger Fruchtfall. Befall sichtbar durch verkotetes Bohrloch, erst wenn sie das Fruchtinnere erreicht haben, wird ein zweiter Gang gebohrt, um den Kot hinauszuschaffen. Die Raupen entwickeln sich in den Äpfeln am Boden weiter, verlassen sie dann, kriechen am Baumstamm hoch, verspinnen sich in Rinden- oder Pfahlritzen und überwintern dort. Andere überwintern im Boden. Es kann bei günstiger Witterung zu einer zweiten Generation erste Hälfte 8 kommen. Bleiben die Äpfel am Baum, vollenden sie dort ihre Entwicklung und verspinnen sich ebenfalls in Rindenritzen, Verpuppung dann im Frühjahr. Werden sie mit den Früchten in den Keller gebracht, verbergen sie sich in den Ritzen der Gestelle. - Befällt auch gelegentlich Aprikose, Birne, Walnuß und Zieräpfel, evt. auch Kirschen und Pfirsiche. | Winterspritzung mit ölhaltigen Produkten, dadurch werden die Raupen ihrer Verstecke beraubt und ein Opfer der Meisen.Gürtel aus Wellkarton anbringen Ende Mai bis Ende Juli, danach mit den Larven verbrennen. Wieder neue anbringen, Ende Sept. verbrennen. Wöchentlich kontrollieren. Ab E 5 wöchentlich mit Wermuttee oder Niem spritzen. Schlupfwespe Trichogramma dendrolini aussetzen. Förderung von Fledermäusen, Laufkäfern, Meisen, Ohrwürmern, Schlupfwespen, Vögeln (Blaumeisen, Kleiber, Spechte), Raubwanzen, Raupenfliegen, Weichkäfer. Lose Rinde entfernen. Im Herbst Stamm und Äste dick mit Lehmbrei bestreichen, um die Verstecke zuzukleben. Besonders anfällig sind Boskoop, Gravensteiner, Klarapfel. | Bäume schütteln, Fallobst aufsammeln und vernichten, bevor die Raupen die Früchte verlassen. Diese Maßnahme ist besonders wichtig im Frühsommer, damit nicht die zweite Generation größeren Schaden anrichten kann. Fanggürtel anbringen, der obere Teil muss mittels Draht eng anliegen, der untere etwas abstehen. Raupen regelmäßig absammeln. Granupom N, Madex spritzen gegen die Larven. Neudomon-Apfelmadenfalle ab Mi 5 aufhängen zur Feststellung des Zeitpunkts. Wermuttee und Rainfarntee zur Geruchsüberdeckung. Phytogard- Insektenschirm. Der richtige Zeitpunkt ist wichtig, in der Regel in der zweiten Junihälfte muß die erste Spritzung erfolgen, wenn die Mindesttemperatur erreicht ist. Weiterer Hinweis: Die Früchte müssen etwa walnußgroß sein. Nach 10 - 14 Tagen noch zweimal wiederholen. Niemsamen. Schlupfwespen Trichogramma dendrolimi /cacoeciae im Samenhandel Anfang Juni und Ende Juli. Pheromone. Fanggürtel anbringen schon im Oktober, damit nicht die Raupen zu früh ihre Früchte verlassen. |
| Asseln | ||
| nagen im Lager an den Äpfeln, wenn diese auch nur ganz kleine Verletzungen haben. Siehe 'Asseln'. | Absammeln. Orangenschalen als Köder auslegen | |
| Bakterienbrand | ||
| Pseudomonas syringae befällt Kernobst. Rinde nahe den Endknospen ist im Winter eingesunken und rissig. Im Frühling kann dort Gummifluß austreten. Die betroffenen Blätter und Blüten bleiben klein und trocknen bald ein. Die Triebe können auch absterben. Die Blätter haben kleine helle Flecke, die später braun und trocken werden und schließlich ausfallen. Verwechselungsgefahr mit der Schrotschußkrankheit! Bei dem Bakterienbrand sind die Ränder aber immer hellgrün, die Löcher auch kleiner. Auch an den Früchten kann es kleinere dunkle Flecken geben. Verbreitung der Bakterien durch Regen und Wind. Sie dringen durch die Blattfallwunde in das Gewebe ein und vermehren sich dort. Releika, Resi und Rewena sind resistent, Relinda ist wenig anfällig. Befällt auch anderes Kernobst. | Nicht stickstoffbetont düngen, überhaupt nur wenig Kompost geben. Regelmäßig Krone auslichten. | Befallenes vernichten, ggf. drastisch verjüngen. Bei Mißerfolg der vorstehenden Maßnahmen Rodung. Werkzeug desinfizieren! |
| Baumwanzen | ||
| Kleine, schwarze Flecken auf den Blättern. Werden Früchte angestochen, wird die Einstichstelle rot; sie wachsen sie oft an dieser Stelle nicht mehr, es bilden sich Vertiefungen und Verwachsungen. Meistens fällt der Apfel ab. - Befällt auch Birnenbäume. Siehe 'Blattwanzen'. | Schaden gering. Niemsamen. | |
| BAUMWOLLKAPSELWURM | ||
| 2007 wurde er aus China importiert. Neben Zitrusbäumen befällt er auch Laubbäume und kann sie im schlimmsten Falle zum Absterben bringen. Er ist 21 - 37 mm groß, auf seinem glänzend schwarzen Rücken sind deutlich weiße Punkte zu erkennen, seine auffallend langen Fühler sind schwarz-hell gestreift. Befallene Bäume sind häufig an den großen runden, meiste nahe der Wurzel gelegenen Ausschlupflöchern des Käfers mit seiner ungefähren Größe einer 1-Cent-Münze zu erkennen. Ein weiterer Hinweis auf den Schädlingsbefall sind Käfer, die sich aus den Wurzeln der Pflanze herausbohren. In anderen Fällen sind vor dem Schlupf des Käfers Bohrspäne zu finden. Seit Anfang Mai sollten Kunden mehrmals wöchentlich ihre Pflanze untersuchen. Bei Verdacht wenden an: Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg, Außenstelle Stuttgart, Tel. 0711/6642 - 465 oder -400. Wird der Verdacht bestätigt, muß sofort der ganze Baum gefällt werden. | Baum muß sofort gefällt werden. | |
| Blattchlorose | ||
| Die Blätter werden gelb, weil nicht genügend Eisen vorhanden oder das Eisen festgelegt ist (Kalk- oder Phosphatüberdüngung). Siehe 'Chlorosen-Eisenmangel' | Löwenzahn anpflanzen im Baumscheibenbereich, es schließt das Eisen auf und macht es für den Baum verfügbar. | Bei Eisenmangel Gesteinsmehle ausstreuen, bei zu hohen Kalkwerten Kompost und Torf einarbeiten, bei zu hohen Phosphorwerten Dr. Evergreen Flora anwenden. Siehe auch "Eisen" und "Nährstoffmangel/-überschuß". Löwenzahn gegen die Blattchlorose. |
| Blattläuse | ||
| Graubraune, grüne oder hellgrüne Läuse: Grüne Apfelblattlaus Aphi pomi, Zwischenwirte Blacke, Kerbel und Wegerich. Mehlige Apfelblattlaus Dysaphis plantaginea, Zwischenwirte im Sommer sind Gräser. Apfelgraslaus Rhopalosiphum insertum, Zwischenwirt sind Gräser, an deren Wurzeln vermehrt sie sich weiter. Apfelfaltenlaus Dysaphis spec. Zwischenwirte sind Baldrian, Blacke, Kerbel. - Larven sind grün oder rötlich. Schaden entsteht durch die Saugtätigkeit und durch Ausscheiden von Giftstoffen. Blätter kräuseln sich, auch Triebspitzen und Blüten verformen sich, Früchte verkrüppeln. Rußtau kann die Folge sein. Überwintern meistens als Ei in Rindenrissen und am Fruchtholz. Siehe 'Blatt-/Blut-/Wollläuse'. |
Brennesseljauche stärkt den Baum. Keine stickstoffbetonte Düngung. Rindenpflege. Leimringe anbringen im Frühjahr, um Ameisen abzuhalten. Baumscheibe locker halten, wässern, ausreichend düngen. Kapuzinerkresse aussäen. Nützlinge fördern: Florfliege, Marienkäfer, Ohrwurm, Räuberische Gallmücken, Raubwanze, Schlupfwespe, Schwebfliege. ENVIRepel. Winterspritzung. Im Sommer werden Artischocken, Astern, Klee, Sonnenblumen, Vergissmeinnicht angegriffen, vor allem an Sommerastern. |
Abstreifen. Brennesselauszug (12 Stdn) dreimal hintereinander spritzen. Stäuben mit Algenkalk, Asche, Gesteinsmehl. Spritzen mit Rainfarn- oder Wermuttee. Quassiaholzbrühe spritzen. Spruzit. Neudosan. Niemsamen. Neem-Azal T/S. Naturen. Kapuzinerkresse spritzen. |
| Bleiglanz | ||
| Stereum purpureum. Der Pilz befällt meistens junge Bäume. Blätter werden matt, haben einen bleiartigen, weißlichen Glanz. Durchgeschnittene Triebe verfärben sich, wenn sie befeuchtet werden, bräunlich. Äste sterben ab, das Holz ist bräunlich verfärbt. Die Sporen dringen über Wunden in das Holz ein. Siehe "Kirschbäume"- Kernobst wird seltener befallen, ebenso Zieräpfel. | ||
| Blutläuse | ||
| Eriosoma lanigerum. Braune Läuse, 2-3 mm groß, mit weiß-wolligen Wachsausscheidungen. Sie saugen an Schnittwunden, aber auch an Ästen und Zweigen. Beim Zerdrücken tritt braunroter Saft aus. Durch die Saugtätigkeit können Wunden entstehen, die zu Geschwulsten (Blutlauskrebs) führen, der Fruchtansatz kann behindert werden. Larven überwintern in Rindenspalten oder an den Wurzeln. Junge Bäume werden besonders schwer geschädigt. Befallen auch gelegentlich Birnbäume. Befallszeit ist während der gesamten Vegetationsperiode. Siehe auch 'Blatt-/Blut-/Wollläuse'. | Schlupf- und Zehrwespen sowie Kleinspechte fördern. Nichtrankende Kapuzinerkresse auf Baumscheiben aussäen, gemischt mit Ringelblumen. Stark anfällig: Ananasrenette, Bellefleur (gelb und rot), Blendheim, Boikenapfel, Boskoop, Cox Orange, Goldparmäne, Gravensteiner, James Grieve, Großherzog Friedrich, Jonathan, Lansberger, Ontario, Paul Ohm, Weißer Klarapfel, weißer Wintercalvill. Mäßig anfällig: Berner Rosenapfel, Damason Renette, Deans Küchenapfel, Geflammter Kardinal, Gelber Edelapfel, Golden Delicious, Jakob Lebel, Krügers Dickstiel, Lothringer Rambour, Rosmarinapfel, Roter Eiserapfel, Roter Gravensteiner, Roter Wintercalvill (aber anfällig auf ungünstigem Standort), Zabergäu-Renette. Nicht/kaum anfällig: Baumanns Renette, Berlepsch, Biesterfelder, Bohnapfel, Ernst Bosch, Discovery, Graue Herbstrenette, Kasseler Transparent, Königlicher Kurzstiel, Ontario, Riesenboikenapfel, Roter Herbstcalvill, Roter Kantapfel, Rote Sternrenette, Ruhm von Kirchwerder, Späher des Nordens, Später Transparent, Wilhelmsapfel, Zuccalmaglio, Züricher Renette. Auch die Unterlage kann an der Anfälligkeit beteiligt sein. Die Unterlage M 106 wird als Zufluchtsort für die Überwinterung gemieden, wächst aber mittelstark und bringt nur kleinere Früchte hervor. Raupenleimringe anbringen für am Stamm hochkriechende "Neusiedler". Winterspritzung mit Paraffinöl. Keine stickstoffbetonte Düngung. Wunden verschliessen. | Kranke Zweige ausschneiden, Farnextrakt, Schmierseifen- oder Schmierseifen-/Spirituslösung spritzen. Ammoniakspritzungen. Mit Kapuzinerkressetee pinseln. Öl vor dem Öffnen der Blüten spritzen (Bienen!). Promanal nur abends spritzen im Frühjahr und Sommer. Siehe auch Kap. 'Pflanzenöl-Emulsionen'. Ist mehr als ein Drittel der Läuse durch Schlupfwespen parasitiert (zu erkennen an aufgetriebenen Körpern mit runden Löchern), kann meistens auf eine Bekämpfung verzichtet werden. |
| Citrusbockkäfer | ||
| 2007 wurde er aus China importiert. Neben Zitrusbäumen befällt er auch Laubbäume und kann sie im schlimmsten Falle zum Absterben bringen. Er ist 21 - 37 mm groß, auf seinem glänzend schwarzen Rücken sind deutlich weiße Punkte zu erkennen, seine auffallend langen Fühler sind schwarz-hell gestreift. Befallene Bäume sind häufig an den großen runden, meiste nahe der Wurzel gelegenen Ausschlupflöchern des Käfers mit seiner ungefähren Größe einer 1-Cent-Münze zu erkennen. Ein weiterer Hinweis auf den Schädlingsbefall sind Käfer, die sich aus den Wurzeln der Pflanze herausbohren. In anderen Fällen sind vor dem Schlupf des Käfers Bohrspäne zu finden. Seit Anfang Mai sollten Kunden mehrmals wöchentlich ihre Pflanze untersuchen. Bei Verdacht wenden an: Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg, Außenstelle Stuttgart, Tel. 0711/6642 - 465 oder -400. Wird der Verdacht bestätigt, muß sofort der ganze Baum gefällt werden. | . | Bäume müssen sofort gefällt und verbrannt werden. |
| Echter Mehltau | ||
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Podosphaera leucotricha. Weißer Belag auf Oberseite der Blätter, an jungen Trieben und Blüten. Blätter rollen sich ein, werden braun, fallen ab. Der Pilz überwintert auf Knospen und jungen Trieben. Landsberger Renette, Jonathan, Berlepsch, Boskoop, Cox Orange, Elstar°, Goldparmäne, Gravensteiner, Ingrid Marie, Jonagold, Jonathan, weißer Klarapfel, Landsberger, Lombarts Calvill, Oldenburg, Ontario, Idared, Starks Earliest sind besonders gefährdet. Alkmene, Danziger Kantapfel, Freiherr von Berlepsch, Dülmener Rosenapfel, Elstar°, James Grieve, Katija Balsgaard, Manga Super, Mc Intosh Rogers, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Reglindis, Relinda, Renora, Retina, Rewena, Remo und Rubinette sind wenig empfindlich. Reanda, Remo und Resi sind resistent. - Vermehrt sich von Frühling bis Herbst, besonders Mai/Juni, vor allem bei warmem und schwülem Klima, aber auch bei trockenem Wetter und trockenen Lagen. Befallene Früchte zeigen bräunliche Netze im Herbst. Dauerfrost von -10 - 15° vernichtet das Pilzgeflecht, milde Winter verringern die Resistenz. Der Pilz kann sich nur auf lebendem Gewebe vermehren. Er tritt nur an Apfel auf. Siehe 'Echter Mehltau'. °Unterschiedliche Angaben. |
Resistente Sorten wählen wie Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz), Reglindis, Remo, Resi, Rewena. Gerlinde und Retina sind wenig anfällig. Triebspitzen abschneiden. Beim Winterschnitt befallene Triebe abschneiden. Sie sind leicht gestaucht, haben hellgraue, bepuderte Triebspitzen und auffallend kleine Knospen. Bis zum Triebabschluß jede Woche durchsehen. Ältere Blätter werden meistens resistent. Baumscheiben lockern. Stickstoffdünger reduzieren. ENVIRepel. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen. Milsana. Myco-Sin. Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - Obstbäume nicht in die Nähe von Komposthaufen pflanzen, Nährstoffüberangebot kann zu M. führen. Auch resistente Sorten werden gelegentlich an Wasser- oder Wurzelschossen infiziert. | Lichte Krone, jährlicher Schnitt. Netzschwefel. Niedrig dosierter Netzschwefel + Schachtelhalmtee bei schwefelempfindlichen Sorten (Berlepsch und Golden Delicious) in kurzen Abständen. Befallene Teile sofort abschneiden. Spätestens beim Winterschnitt alle befallenen Triebe abschneiden. BioBlatt Mehltaumittel. Netz Schwefelit.. |
| Feuerbrand | ||
| Erwinia amylovora. Braunschwarze Triebspitzen mit welken Blättern, bleiben hängen. Triebspitzen krümmen sich hakenförmig nach unten. Infektionsstellen werden in kurzer Zeit schwarz. Früchte werden braun, dann schwarz. Im Frühling bakterienhaltige, orange-braune, schleimige Ausscheidungen, die ebenfalls ansteckend sind. Ist der Stamm befallen, wird das Holz schwarz, es entsteht ebenfalls dort ein fadenziehender Schleim. Übertragung durch Insekten, besonders Bienen, Vögel und Gewitter. Hauptinfektionszeit Frühling bis Mitte 8. Begünstigt wird die Krankheit bei über 23° und über 70% Luftfeuchtigkeit. Bakterien überwintern an den Ästen und unter der Rinde. Besonders gefährdet sind Cox mit Abarten, Gloster, Goldparmäne, Ingrid Marie, James Grieve, Jonathan, weißer Klarapfel, Roter Berlepsch. Befällt auch Birnen, Cotoneaster, Ebereschen, Feuerdorn, Mehlbeere, Rot- u. Weißdorn, Quitten und Zwergmispel und alle anderen Rosengewächse.- Siehe 'Feuerbrand'. | Keine stickstoffbetonte Düngung. Schadinsekten, vor allem Blattläuse, bekämpfen. Kupferspritzung vor der Blüte hemmt Ausbreitung. Alkoholischer Auszug aus Berberitze, Essigbaum oder Mahonie. Myco-Sin. Birnen, Cotoneaster, Felsenbirnen, Feuerdorn, Mehlbeere, Rot- und Weißdorn und Ebereschen nicht in der Nähe dulden. Boskoop, Cox Orange, Glockenapfel, Gloster, Goldparmäne, James Grieve, Jonathan, Kaiser Wilhelm, Klarapfel, Liberty, Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz) und Re-Sorten anbauen wie René, Rewena, Re Resi, Remo, Reglindis, Realka, Reanda, Rewena. Boskoop kapselt befallene Teile ab. Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Reglindis und Retina sind nur schwach anfällig, Releika etwas stärker. Oscorna-Pilzvorbeuge spritzen. - Da die Unterlagen von Apfel- und Birnensorten oft anfälliger sind als die aufgepfropften Edelsorten, wird neuerdings empfohlen, daß die Veredlungsstelle nur knapp über der Erdoberfläche liegt. |
Mindestens 50 cm zurückschneiden ins gesunde Holz, da sich der Bakterienschleim schon weiter ausgebreitet hat als erkennbar ist. Nach jedem Schnitt Werkzeug desinfizieren mit unverdünntem Brennspiritus. Die Bakterien überwintern in erkrankten Rindenteilen, sie bleiben ein Jahr lang lebensfähig, auch am toten Holz. Die dadurch entstehenden eingesunkenen Brandstellen ("Kanker") müssen sorgfältig tief ausgeschnitten und mit Wundverschluss bestrichen werden. Meldepflichtig! Streptomycin kann durch Landesbehörden zugelassen werden. |
| Flechten | ||
| an der Rinde stellen keine Beeinträchtigung dar, sie dringen nicht in das Holz ein, man sollte sie als sensiblen Anzeiger für Umweltschäden nicht vernichten | ||
| Fleischbräune | ||
| Das Fruchtfleisch ist weich und bräunlich. Ursachen dafür sind zu späte oder zu geringe Ernte oder durch Kälteeinwirkung im Lager oder am Baum. Frost muß aus Äpfeln so langsam wieder weichen, wie er hineingekommen ist. Anfällig dafür sind besonders Boskoop, James Grieve, Jonathan und McIntosh. Die Früchte müssen über 1° gelagert werden, manche dürfen nicht längere Zeit unter 3 - 4° lagern wie z.B. Boskoop, Cox Orange, Goldparmäne, Jonathan, Ontario. Die Folge falscher Lagerung ist braunes "Fleisch". - Kann auch bei anderen Kernobstarten vorkommen. Siehe auch 'Glasigkeit'. | Nicht zu spät ernten, Sortenreife der Äpfel ist verschieden. Mit längeren Wärmeperioden verfrüht sich u.U. der Erntetermin. Richtige Lagertemperaturen einstellen. | |
| Frostspanner, klein u. gross | ||
| Operophthera brumata, kleiner Frostspanner. Das flugunfähige Weibchen kriecht im Herbst aus der Puppenhülle am Stamm empor, wird dann vom flugfähigen Falter befruchtet (Okt.-Dez.). Eier sind blaßgrün, später orangefarben. Ablage in Knospennähe in der Baumkrone. Raupe hat buckelförmige Bewegungen, ist grau, später grün, ca. 2O mm lang. Frißt März-Mai an Blättern, Blüten, Früchten. Verspinnt oft die Blätter mit den Blüten. Verpuppung ab Juni im Boden.- Fraßschäden vor allem 4 - 6. Befällt auch andere Obstbäume außer dem Pfirsich und außerdem Ahorn, Eiche, Hasel, Hainbuche, Linde, Weißdorn. Lagen in Waldnähe sind besonders gefährdet. | Vögel (Meisen) fördern. Leimringe oder Manschetten aus Wellpappe anbringen E 9, letztere alle Wochen kontrollieren und Eier entfernen. Von den Leimringen Blätter entfernen. Aurum Insektenleim. Austriebsspritzung mit Öl kurz vor dem Mausohrstadium. Spitzmäuse und Igel fördern. Rinde glätten. ENVIRepel. | Niemsamen. Bei mildem Wetter kurz vor Blüte mit Raupenspritzmittel Bacillus thuringiensis (Neudorffs Raupenspritzmittel) spritzen, die Temperatur sollte über 15° liegen. Pheromone. Raupen- und Ameisenleimring. |
| Fruchtschalenwickler | ||
| Adoxophyes orana. Gelblich-grüne Raupen, die im Frühjahr an Knospen, Triebspitzen und versponnenen Blättern fressen. Später fressen sie unter angesponnenem Blatt an der Frucht. Bei Störungen schlängeln sie sich rückwärts. | Niemsamen. Capex 2 oder Schalenwickler-Granulosevirus. Pheromone. | |
| Gespinstmotte | ||
| Yponomeuta malinellus. Vorderflügel weiß mit schwarzen Punkten. Raupen gelb mit schwarzen Punkten. Falterflug 7 - 8. Eier werden mit einem schnell härtenden Material abgedeckt. Nach 2 Wochen schlüpfen die Raupen, sie bleiben aber dort bis zum nächsten Jahr. Im April fressen sie an Knospen und jungen Blättern. Sie umgeben ihren Aufenthaltsort mit einem dichten Gespinst, das sie fortlaufend erweitern, wenn sie sich weiterfressen. Verpuppung innerhalb des Gespinstes in einem Kokon. Der fertige Falter fliegt im Juli. - Fraßschäden an Knospen und Blättern. Gespinste an Blättern oder Triebspitzen voll von kleinen Raupen, bis zu 60 Stück hat ein Gelege. Kahlfraß möglich. Siehe 'Gespinstmotten'. | Vögel (z.B. Kleiber) und Raubwanzen sind natürliche Feinde. Sie fressen die Eier. Schlupfwespen. Fledermäuse und Spinnen erlegen die Falter. - Weißdorn in der Nähe anpflanzen. Zieht Motten an! ENVIRepel. |
Dipel. Promonal vor Blütenöffnung. Gespinste herausschneiden, Raupen abschütteln.
Schmierseifen/Spirituslösung. Wasserstrahl. Klopfen, die Raupen spinnen einen Faden und verlassen ihre Gespinste. |
| Glasigkeit | ||
| der Früchte entsteht durch unausgewogene Düngung, z.B. durch Stickstoffüberdüngung, oder durch zu geringe Düngung. Auch starkes Wachstum, Wassermangel mit Hitze im Spätsommer oder späte Ernte können zu dieser Erscheinung führen. Es entsteht ein Zuckerüberschuss, der u.U. zur Fleischbräune führen kann. Boskoop, Gloster und Goldparmäne neigen besonders dazu. | Nur Kompostdüngung, ggf. Bodenuntersuchung. Früh ernten. Zu starkes Wachstum bremsen durch geringe Düngung, Äste nicht zu steil erziehen, Wurzeln kappen, Sommerschnitt, ausreichend wässern, mulchen usw. | Kompost und Steinmehl einarbeiten bei Unterversorgung. |
| Gloeosporium-Fäule | ||
| Pilzkrankheit an den Früchten. Kreisrunde, scharf begrenzte, eingesunkene braune Flecken, bis zu 10 mm Durchmesser. Gehen später in Fäulnis über. Infektionsgefahr schon ab den Sommermonaten. Der Pilz lebt auf abgestorbenen Zweigen, in Wunden und Fruchtmumien, die Sporen dringen über Verletzungen in die Früchte ein, werden aber erst mit der vollkommenen Fruchtreife im Lager aktiviert | Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung hat herausgefunden, dass das zweiminütige Eintauchen der Äpfel in 53° warmes Wasser die Gloeosporium-Fruchtfäule verhindert. | |
| Goldafterschmetterling | ||
| An den Zweigenden dichte Gespinste, in denen die Raupen überwintern.- Fraßschäden an frischen Blättern, u.U. Kahlfraß.- Vorsicht, Berührung der Raupen kann Allergien auslösen! Befällt alle Obstgehölze. Siehe 'Goldafterschmetterling'. | Beim Frühjahrsschnitt abschneiden und verbrennen. Neudorffs Raupenspritzmittel. Spruzit. Niemsamen. | |
| Grünfäule | ||
| Penicillium spec. Pilzkrankheit, tritt im Lager auf. Früchte mit Verletzungen werden befallen. Es bilden sich zunächst hellbräunliche Strellen auf der Schale, danach entwickeln sich viele grüne Sporen darauf. Das Fruchtfleisch wird weich und riecht muffig.- Auch andere Kernobstsorten werden befallen. | Baumschnitt, Bewässerung, Düngung, Mulchen usw. beachten. Früchte auf sauberem Papier loder Farnzweigen lagern. Verletzte Früchte aussortieren. | Befallenes vernichten. |
| Himbeerkäfer | ||
| Byturus tomentosus. Käfer graubraun, 4-5 mm groß, frisst Blüten, Blätter, Knospen, unreife Früchte. Flugzeit 5-6. Bevorzugt im Schatten zu finden. Legt Eier an die Blüten. Die gelbe Larve, 4 mm groß, ernährt sich vom Fruchtfleisch. Siehe 'Himbeere' | ||
| Jonathanflecken | ||
| Dunkle Punkte auf der Schale, bedingt durch späte Ernte. Besonders betroffen sind Idared und Jonathan. | Früh genug ernten und kühl lagern. | |
| Kelchfäule | ||
| Infektion durch den Pilz Botrytis cinerea. | ||
| Kernhausfäule | ||
| Fusarium spec. Pilzinfektion schon ab Nachblütezeit. Äußerlich meist nicht erkennbar. Aufgeschnittene Früchte zeigen rotbraunen Befall des Kerngehäuses, später breitet sich die Pilzinfektion über die ganze Frucht aus. - Kann auch andere Kernobstfrüchte befallen. | Jährl. Schnitt. Nur zurückhaltend, vor allem nicht stickstoffbetont, düngen. Fruchtmumien vernichten. Die früh schöngefärbten Früchte des Boskoops sofort ernten und verbrauchen, sie sind meistens befallen. | |
| Knospenfrass | ||
| durch Vögel (Spatzen). | Durchgeschnittene Knoblauchzehen in den Baum hängen. Futter und Trinkwasser anbieten. | Compactdisks in die Bäume hängen. |
| Kragenfäule | ||
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Phytophthora cactorum. Pilzkrankheit an der Veredlungsstelle. Kann bei Nichtbehandlung zum Verlust führen. Die Rinde ist violett verfärbt und feucht. Später wird die Rinde glasig, reißt und fault rund um den Stamm. - Besonders empfindlich sind Berlepsch, Cox, Croncels, Litauer Pepping und roter Trierer Weinapfel. Die Unterlagen EM XVI und EM IV sind anfällig. Seit etwa 2006 zeichnet sich bei der Sorte Topaz immer deutlicher eine starke Anfälligkeit auf Kragenfäule ab. Diese Erkrankung wird hauptsächlich durch den Pilz Phytophtora cactorum hervorgerufen. Befallen wird die Stammbasis direkt über der Veredlungsstelle. Die Infektion erfolgt über Spritzwasser, das Pilzsporen vom Boden an den Stamm hinaufträgt. Die Rindenfläche ist an der Befallstelle eingesunken. Erkrankte Bäume fallen in der Anlage durch reduzierten Wuchs und gelblich-grünes Laub auf, später sterben sie ab. Offenbar tritt der Befall mehrheitlich ab dem 5. Standjahr auf. |
Faule Äpfel sofort auflesen. Beim Mulchen um den Stamm herum 10 cm frei lassen. | Befallenes wegschneiden, mit einem Krebsmittel überpinseln oder °Kupferoxychlrorid, z.B. Kupferkalk-Atempo spritzen. °Kupfermittel sind in Gärten nicht mehr zugelassen. |
| LÄUSE | ||
| Mit Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) Boden bedecken. | ||
| Lentizellenfäule | ||
| Alternaria spec., Pezicula alba + P. malicorticis. Lagerkrankheit, deren Ursprung aber schon auf den Sommer zurückgeht. Durch Pilzinfektion punktförmige Fäulnisstellen, die sich vergrößern und ineinanderfließen. - Tritt auch bei anderen Kernobstarten auf. | Rechtzeitig pflücken, bei Auftreten sofort das Obst verbrauchen. Optimale Lagerbedingungen einhalten. | |
| Milchglanzkrankheit. | ||
| Blüten sind verkrüppelt, das frische Laub ist silbrig-weiß gefärbt. Verkümmerte Blüten. Am unteren Stamm sind violette bis braune Fruchtkörper sichtbar. Der Pilz befällt auch andere Obstgehölze, aber auch Buchen, Erlen, Pappeln usw. | Pflegehinweise beachten. Jährlicher Schnitt. Wunden verschliessen. | Befallenes vernichten, ggf. Baum roden. |
| Mittelmeerfruchtfliege | ||
| Ceratitis capitata wird eingeschleppt durch vermadetes Obst aus den Mittelmeerländern und befällt vom Frühsommer bis Herbst Apfelbäume, esrtmalig 1995 in Süddeutschland. In der Nähe von Fruchtgroßmärkten können auch andere Bäume wie Birnen, Aprikosen und Pfirsiche befallen werden. | ENVIRepel. | Lockstoff-Fallen. Kann nicht überleben im Winter. Niemsamen. |
| Monilia | ||
| Monilia fructigena. Pilz überwintert in Fruchtmumien, auf Zweigen, in alten Blütenständen. Im nächsten Frühjahr wird er, vor allem bei Regen und Wind, auch durch Insekten, auf die Blütennarben verbreitet. Er führt zur Spitzendürre an Zweigen: der Pilz verstopft die Leitungsbahnen des Zweiges, wodurch Blätter und Blüten braun werden, nach unten hängen und der Zweig abstirbt. Später können auch die Früchte befallen werden: Fruchtmonilia. Sie haben bräunliche Flecken mit gelbbraunen, kreisrunden Ringen. Diese bleiben als Fruchtmumien hängen oder fallen frühzeitig ab. Eingangspforten für Moniliabefall sind Verletzungen wie Frost, Hagel, Obstmaden (Apfelwickler), Wespenfraß und Schorf. Auch unmittelbare Nachbarschaft führt zu Monilianestern. Schwarzfäule entsteht im Lager nach später Infektion am Baum. - Von diesem Pilz (Monilia fructigena) können auch alle anderen Kernobstbäume befallen werden. | Befallene Zweige abschneiden und ebenso wie befallene Früchte verbrennen. Fruchtmumien nicht hängen lassen. Meerrettichblätter- oder Meerrettichwurzeltee in die Blüten spritzen (Infektion nur über Blüten), ggf. zusammen mit Quarzpulver und Algenkalk. Auch mit Senföl und Retticharoma ist Erfolg möglich. Ulmasud B. Regelmäßig Algenkalk und Gesteinsmehl auf Baumscheibe streuen. Cox Orange ist anfällig, Elstar weniger. ENVIRepel. Neudovital spritzen gegen die Spitzendürre: Vor dem Austrieb 3%, dann 1% von Beginn bis Ende der Blüte in Wochenabstand, direkt in die Blüte. Apfelwickler und Schorf bekämpfen. Spritzungen mit Schachtelhalmbrühe oder Oscorna-Pilzvorbeuge. |
Vor und nach der Blüte °Kupferkalk spritzen. Nach der Blüte nicht mehr folgende Sorten spritzen mit Kupfermitteln (Rostflecke bis E 7, danach weniger empfindlich): Aderslebener Kalvill, Altländer Pfannkuchen, Biesterfelder Renette, Blenheim, Boikenapfel, Boskoop, Canada-Renette, Cox, Croncels, Danziger Kantapfel, Geflammter Kardinal, Graue Franz. Renette, Graue Herbstrenette, Gravensteiner, James Grieve, Jonathan, Königlicher Kurzstiel, Landsberger, Laxtons Superb, London Pepping, Nordhausen, Osnabrücker Renette, Rhein. Winterrambour, Rote Sternrenette, Roter Eiserapfel, Weißer Winterkalvill, Winterglockenapfel. - °Inzwischen sind Kupferanwendungen im Garten verboten. Pechnelkenextrakt gegen Spitzendürre. |
| Mykoplasmen-/Phytoplasmenkrankheiten | ||
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Krankheiten durch bakterienähnliche Organismen, die einfach gebaut sind und wie Viren vom Stoffwechsel der Wirtspflanzen abhängig sind. Sie leben im Saftstrom der Pflanzen.- Krankheiten: Gummiholzkrankheit der Äpfel, Apfeltriebsucht und Birnenverfall. Diese Krankheiten sind verbunden mit sonst nie auftretenden Verfärbungen wie gelben Blättern und grünen Blüten, Mißbildungen oder Besenwuchs. Gummiholzkrankheit: Ältere Triebe verholzen nicht, unter Fruchtlast biegen sich die Triebe bogenförmig durch. Apfeltriebsucht: Die Seitenknospen treiben viel zu früh aus, der Haupttrieb bleibt kurz, die Zweige wirken wie Besen, die Früchte bleiben klein. Birnenverfall: Viruskrankheit. Birnbäume siechen langsam dahin oder sterben schnell. Blätter können dabei rötlich verfärbt sein, Kümmerwuchs. Sämlinge werden besonders oft befallen. Siehe 'Viren' und Phytoplasmen'
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Übertragung durch Blattläuse, Nematoden und Direktkontakt. Schädlinge sofort bekämpfen. Werkzeug gut reinigen und desinfizieren | Rodung und Verbrennen |
| Nachttfrostgefahr | ||
| In spätfrostgefährdeten Gebieten empfiehlt es sich, die Baumscheiben mit einer dicken Schicht Reisig oder Stroh abzudecken. Die Erde erwärmt sich später, der Baum treibt später aus. Im März muss die Abdeckung entfernt werden. - Sind die Blüten ausgebildet, kann die nächtliche Temperatur mit Hilfe von Feuer/Rauch oder feiner Wasserberieselung höher gehalten werden. Eisbedeckte Blüten solange weiter berieseln, bis sich das Eis aufgelöst hat.- Am Spätnachmittag vorher mit Baldrian 3%o fein verteilt spritzen, morgens wiederholen. Siehe 'Baldrian'. | ||
| Nematoden | ||
| Junge Obstbäume können befallen werden. Wenig Wurzelmasse, die Bäume bleiben im Wachstum zurück. - Siehe auch "Nematoden" | Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen. | Wie Vorbeugung. Reduzierung durch Niempreßkuchen. |
| Obstbaumkrebs | ||
| Nectria galligena. Pilzerkrankung. Wucherungen an Stamm und Zweigen, z.T. mit Umwallung der Wucherungen, durch Wundinfektion, z.B. Wunden durch Hagel und Schnittwunden. Rinde kann sich ablösen. Oberhalb der Wunde stirbt der Trieb ab. Manchmal sind auch die Früchte infiziert, sie faulen vom Kelch her mit scharfem Rand. Seine kugeligen Sporen treten aus durch die Rinde. Man sieht dort im Sommer kleine weiße Sporenlager, im Herbst orangefarbene stecknadelgroße Gebilde. Verbreitung des Erregers durch Regen, Wind und Insekten. Besonders gefährlich ist die Zeit nach dem Winterfrost, wenn es zu stärkeren Regenfällen kommt. Dann werden die Sporen herausgeschleudert aus ihren Behältern und können Baumwunden infizieren. Dieser Wundparasit infiziert über Verletzungen aller Art die Bäume, auch über Blatt- und Fruchtstielnarben. Infektionen möglich während der gesamten Vegetationsperiode. Bei Jungbäumen wird zumeist eine Knospe oder eine Blattnarbe befallen. Das Holz wird braun, oberhalb der Befallsstelle sieht man oft helle Sporen, schließlich stirbt der Zweig ab, danach die Jungbäume nach 2 - 3 Jahren. Hochstämme sind meistens weniger gefährdet. - Der Blutlauskrebs wird durch Einstiche der Blutlaus ausgelöst. Sie muß unter allen Umständen bekämpft werden.- Auch der Birnbaum kann in seltenen Fällen befallen sein. | Niemals Aststummel stehen lassen. Ins gesunde Holz zurückschneiden. Schnittfläche immer schräg auslaufen lassen, damit das Regenwasser abziehen kann. "Ananasrenette", "Berlepsch", "Boskoop", "Cox Orange", "Delbarestival", "Discovery", "Gala", "Geheimrat Oldenburg", "Gloster","Idared," "James Grieve", "Jonagold", "Klarapfel", "MacIntosh", "Ontario", "Summerred" , "Weisser Astrachan" und "Welschisner" sind anfällig. Keine Staunässe, keine Überdüngung (Stickstoff). Schwere, nasse Böden sind ungeeignet, sie müssen vor der Pflanzung bis 1 Meter tief mit Sand und Steinmehl aufgebessert werden. Spritzen mit Brennessel- oder Schachtelhalmjauche. °Kupfermittel spritzen nach dem Schneiden, auch auf frische Verletzungen. Regelmäßig auslichten. Fingerhut auf die Baumscheiben pflanzen. °Inzwischen im Gartenbau verboten. | Nach Blattfall bei feuchter Witterung °Kupferkalk auf die Rinde spritzen. Befallene Zweige ganz oder mindestens 15 cm unterhalb der kranken Stelle abschneiden, nur bei trockenem Wetter, um Übertragung von Keimen zu verhindern. Am Stamm tief bis in das Gesunde ausschneiden. Immer vor dem Obstbaumschnitt behandeln, um Übertragung auf die frischen Schnittwunden zu verhindern. Schnittwerkzeug desinfizieren. Wunden mit einem Aufguß von Kapuzinerkresse desinfizieren. Wundverschluß mit pilztötenden Präparaten wie Lac Balsam plus F. Abgeschnittenes Holz sofort vernichten, der Pilz kann noch jahrelang daraus Sporen hervorbringen. E 10 - Mi 11 spritzen mit Kupfermitteln°. Am Stamm Bypass anlegen, der die kranke Stelle umgeht, ähnlich der Baumveredlung durch Pfropfung. Nach Einheilung und genügender Kräftigung den befallenen Stammteil aussägen, ggf. vorher Stamm an einem Pfahl befestigen. °Inzwischen im Gartenbau verboten. |
| Obstbaumminiermotte | ||
| Lyonetia clerkella u.a. Flügelspannweite bis 10 mm, weiß oder gelblich. Auf den Flügeln braunovale Flecken, Flügel ränder nicht glatt. Raupe grün, Kopf dunkel. Puppe grün, dann grau, unter dem Blatt hängend im Kokon. Überwinterung als Falter meistens am Baum. Flugbeginn 4, Eier werden an der Blattunterseite abgelegt. Die daraus entstehenden schmalen Raupen minieren die Blätter. Verpuppung auf einem darunter liegendem Blatt. Im Juni 2. Generation, sie ist am gefährlichsten. Manchmal noch eine dritte Generation 7-9. - Miniergänge im Blatt deutlich sichtbar. Blätter vertrocknen. Auch Kirschbäume werden befallen. Siehe auch "Miniermotten" | Vögel fressen einen großen Teil der Raupen. ENVIRepel. | Blätter einsammeln und vernichten. Niemsamen. |
| Penicillium-Fäule | ||
| Dieser Pilz befällt nach einer Wunde bei der Ernte die Frucht und bildet blau-grüne Pusteln auf den Faulstellen aus. | Nur unbeschädigte Früchte einlagern | Früchte in kurzen Abständen beobachten und ggf. aussortieren |
| Regenfleckenkrankheit | ||
| Gloeodes pomigena, Schizothyrium pomi. Pilzkrankheit. Rußartige Flecken auf den reifenden Früchten. Nicht gefährlich, wird mit den üblichen Spritzungen mit eingedämmt. Siehe 'Schorf'. | Nur bei trockener Witterung ernten, Früchte sofort in das Lager bringen. | |
| Rindenrisse | ||
| entstehen durch extreme Temperaturschwankungen im Winter, wenn sich kalte Nächte und warme Sonneneinstrahlung abwechseln oder durch übermäßige Hitzeeinstrahlung z.B. durch zu starke Auslichtung. - Siehe auch "Schorf". | Weißen der Stämme und unteren Astgabeln (z.B. Bio-Baumanstrich) oder Bedecken mit Baumanstrich im Herbst. Auch Sonnenschutz mit Brettern o.ä. möglich | Wunden müssen behandelt werden. Losgelöste Rindenteile annageln, Rinde glatt schneiden, im unteren Bereich für Wasserabfluß sorgen durch Schrägschnitt nach unten. Gesamten Bereich mit Wundverschluß behandeln |
| Ringelspinner | ||
| Brauner Schmetterling. Das Weibchen legt seine Eier um einen etwa 5 mm starken Zweig kreisförmig ab. Die Raupen fressen die Blätter ab | Bei Winterschnitt befallene Zweige entfernen und verbrennen | Niemsamen. |
| Rote Spinne | ||
| Kolonien von Spinnmilben auf Blattunterseite. Helle Flecken, später werden die Blätter braun und rollen sich ein. Bei starkem Befall sind Blätter und Zweige von einem weißen Gespinst überzogen. Gewebe zerfällt, Blätter fallen ab. Die Eier überwintern an Obstbäumen, sie sind rotbraun. 5- 7 Generationen je Jahr. Reglindis und Releika sind resistent. SieheMilben | Reglindis, Retina, Santana + Topas (Ahrens & Sieberz) sind resistent. Raubmilben, Raubwanzen. Winterspritzung mit Promanal. ENVIRepel. Franzosenkraut ausreißen, wird oft befallen. Winterspritzung vor dem Austrieb | Kranke Teile vernichten. Seifen-Spiritusbrühe. Spruzit. Mehrmals hintereinander spritzen, die Eier widerstehen jeder Spritzung, es müssen die Tiere nach jeder Schlüpfung getroffen werden |
| Rotpustelkrankheit | ||
| Absterben von Trieben und Zweigen, Rinde ist an einigen Stellen angeschwollen, es bilden sich Tumore. Hell- bis dunkelrote, stecknadelgroße Pusteln auf den abgestorbenen Trieben. Der Pilz bildet auf lebendem Holz ein Zellgift und verstopft die Saftbahnen.- Auch auf Ahorn, Buchen, Pappeln, Beerensträuchern, Ziergehölzen usw. Im allgemeinen werden nur abgestorbene Triebe befallen, deshalb stellt dieser Pilz keine ernsthafte Gefahr bei gesunden Bäumen und Sträuchern dar. | Pflege der Bäume, regelmäßige Düngung und Bewässerung, Vermeidung von Staunässe. Regelmäßiger Schnitt, am besten an trockenen Tagen bei Windstille. | Bei Befall von lebendem Holz sofort alles Kranke bis tief in das Gesunde zurückschneiden, Wunden verschließen. Der Pilz bildet ein tödliches Gift und verstopft die Saftbahnen. Alles Kranke vernichten. |
| Rundköpfiger Apfelbaumbohrer | ||
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Der Rundköpfige Apfelbaumbohrer Saperda candida, ein in Nordamerika beheimateter Bockkäfer, wurde für Europa im Sommer 2008 erstmals in Deutschland auf der Insel Fehmarn nachgewiesen. Der Käfer tritt mit seinem im Holz minierenden Larven in seiner Heimat bevorzugt am Apfel als Schädling auf, kann aber darüber hinaus auch eine Reihe anderer Laubgehölze befallen (u.a. die Gattungen Sorbus, Crataegus und Amelanchier). Der Käfer selbst ist etwa 2 cm lang mit in etwa genauso langen Antennen. Die Imagines sind braun gefärbt und besitzen zwei helle Streifen auf dem Rücken des gesamten Körpers. Die Larven dringen in die Stammbasis ein und legen Fraßgänge im äußeren Holzbereich/Rinde an, ihre Entwicklungszeit beträgt witterungsabhängig 2 - 3 Jahre. Sie sind hell gefärbt, beinlos und werden bis zu 45 mm lang. Ein starker Befall führt zum Absterben der Bäume, auch ist die Bruchgefahr groß. In Amerika treten die Käfer im Frühjahr auf, die Verpuppung erfolgt im Stamm. Die Ausbohrlöcher der Käfer sind kreisrund mit einem Durchmesser von 9 mm. Das Auftreten des Käfers ist neu für Deutschland und Europa. Funde oder Verdachtsmomente sind unbedingt dem nächsten Pflanzenschutzamt zu melden. |
Rezepturen: Bockkäfer mit Niem? | |
| Russtau | ||
| Schwarzer Pilzbefall im Spätsommer auf dem Honigtau von Blättern und Früchten (Folge von Ausscheidungen durch Blatt- und Schildläuse, Weiße Fliegen und Zikaden). | Schadinsekten bekämpfen. Ameisen fördern die Honigtauabsonderung. | Kein größerer Schaden. |
| Sägewespe | ||
| Hoplocampa testudinea. Bis 6 m groß, geäderte Flügel, dunkel. Raupen weiß, riechen unangenehm. Flugbeginn 4 - 5. Je ein Ei wird mittels Legebohrer in den Blütenkelch abgelegt. Diese Teile verfärben sich dunkel. Die etwa 12 mm langen Larven schlüpfen ein bis zwei Wochen später, sie sind weiß mit dunklem Kopf. Sie bohren sich seitlich in die Früchte und fressen sie von innen her auf. Die Larven befallen später auch noch andere Früchte, bis sie im Juli ausgewachsen sind. Sie fallen mit den Früchten auf den Boden oder lassen sich an einem Faden herunter und verpuppen sich im April etwa 10 cm tief in der Erde in Kokons. Aus den Puppen schlüpfen die Wespen kurz vor der Obstbaumblüte. Je Jahr nur eine Generation.- Die befallenen Früchte haben einen eigentümlichen Wanzengeruch. Die kleinen Äpfel sind dicht unter der Oberfläche von Gängen durchbohrt. Am Eingang ist Kot abgelagert. Befallene Früchte fallen ab. - In Jahren mit geringem Ertrag kann die ganze Ernte verloren gehen. Ihre Verwandten befallen Birnen und Zwetschen, die Schäden sind ähnlich. 5 - 6 größte Gefährdung. | Förderung von Vögeln. Gras unter den Bäumen im Sommer nicht mähen, Nützlinge warten dort auf ihre Beute. Weißtafeln anbringen. | Bäume schütteln, Fallobst einsammeln und vernichten. Spritzungen mit Rainfarn- oder Wermuttee, Quassiaholzbrühe, Spruzit nach Blütenblätterfall mehrere Male mit warmem Wasser angesetzt (dann sterben aber auch die Nützlinge mit). Hühner eintreiben, wenn sich die Larven abseilen. Im Mai Tücher auslegen in der Frühe und die Bäume abklopfen. Weißfallen aushängen. Niemsamen. |
| Schildläuse | ||
| Eulecanium corni, Napfschildlaus, Große Obstbaumschildlaus. Brauner runder Schild, darunter befinden sich die Eier. Schlupf 7 - 8 mit Befall von Blättern und Jungtrieben. Befällt vor allem Weinrebe und Zwetsche, außerdem Birne und Rose. Lepidosaphes ulmi, Kommaschildlaus. Das Weibchen ist 2 - 4 mm groß, gelb oder weiß. Schildförmige braune Schilder an Stamm und Zweigen, darunter sind die Eier, die im Herbst abgelegt werden. Daraus schlüpfen die Jungtiere 5 - 6. Apfel, Birne, Pfirsich werden befallen. San-Josè-Schildlaus Das San-Josè- Schildlausweibchen Quadraspidiotus perniciosus ist 1 - 2 mm groß, hat einen runden, erst weißen, dann dunklen Schild; es saugt sich fest an Stamm und Ästen. Dagegen sind das Männchen und die Jungtiere beweglich, die männlichen Tiere zeitweise geflügelt. Befallen werden Apfel, Birne, Johannisbeere. Siehe auch 'Schildläuse'. | Stammanstrich. Abbürsten der Krusten und Eiablagen. Winterspritzung mit Paraffinöl. Promanal Neu. ENVIRepel. Bäume pflegen, düngen, wässern, nicht stickstoffbetont düngen. Brennesseljauche. | Komma-Schildläuse im Mai/Juni mit Origanotee oder schwefelsaurer Tonerde spritzen (außer Berlepsch und Cox Orange). Befall mit der San-Josè-Schildlaus meldepflichtig! Junge Larven mit Spruzit spritzen. Ammoniakspritzungen. |
| Schorf | ||
| Venturia inaequalis. Gefährliche, häufigste Krankheit des Apfelbaumes. Pilz überwintert auf Blättern am Boden. Sporen werden durch Wind an Blätter, Früchte und Knospen getragen (Vor allem bei schwülwarmen Gewitternächten im Mai mit Temperaturen über 14° und über 11 Stunden anhaltender Feuchte). Besonders empfindlich: Arlet, Cox, Delbarestivale, Golden Delicious, Gala, Glockenapfel, Gloster, Gravensteiner, Jonagold, Jonathan, Weißer Klarapfel, McIntosh, Ontario, Rubinette, Summerred. 6 Rassen sind bekannt. Schorfflecken können sich schon in wenigen Tagen nach der Infektion bilden. Die kritische Zeit ist zwischen Blattaustrieb und Blütenblattfall. Schadbild: Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte im Sommer: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken. Dadurch Eintrittspforte für weitere Schadpilze z.B. Fäule. Im Lager wird die Pilzentwicklung (Spätschorf) noch weiter durch die notwendige hohe Luftfeuchte gefördert, oft zusammen mit Monilia. Eingesunkene Flecke.- Rindenschorf ist nahezu unheilbar, er tritt besonders bei jungen Bäumen auf. Verwechslungsgefahr mit Rindenrissen. 4 - 6 größte Gefahr. Durch den frühen Blattfall reift das Holz nicht mehr richtig aus und ist gefährdet durch Frost. Die Zahl der Blüten im nächsten Jahr läßt nach. - Siehe auch "Schorf" - Schorfige Äpfel können unbedenklich gegessen werden. |
Die Sorten Ahrista, Akane, Ananasrenette, Blauacher Sämling, Borowinka, Delorina, Enterprise, Erbachhofer, Florina, Gerlinde, Katija Hana, Alsgaard, Klarapfel, Lanes Prinz Albert, Manga Super, Ontario, Prima, Reanda, Rebella, Reglindis, Releika, Relinda, Remo (Mostapfel), Renora, Resi, Retina, Rewena, Santana (Ahrens & Sieberz), Teuringer Winterrambur und Topaz (Ahrens & Sieberz) sind resistent . Wenig anfällig: Alkmene, Berlepsch, Boskoop°, Champagnerrenette, Cox Orange°, Discovery, Elstar°, Geheimrat Oldenburg, Glockenapfel, Gravensteiner°, Idared°, Ingrid Marie, James Grieve°, Jonagold°, Jonathan, Mc Intosh Rogers, Melrose, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Priam, Pricilla, Prima, Schöner aus Nordhausen°. Die mit ° gekennzeichneten Bäume sind etwas stärker als die anderen dieser Gruppe anfällig. Jährlicher Schnitt mit lichter Krone, glatte Stämme und Äste. Sonnige, aber nicht windstille Lage. Baumanstrich. Alle 14 Tage Bio S spritzen vor und nach der Blüte. Neudovital 3% vor dem Austrieb. ENVIRepel spritzen. Oscorna-Pilzvorbeuge spritzen. Myco-Sin mit Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - 6 Wochen vor Ernte dreimal Schachtelhalmtee spritzen. Regelmäßig mit Brennessel- und Schachtelhalmjauche gießen. "Gloster " , "Summerred" und "Ontario" sind gegen manche Spritzmittel empfindlich. Neudovital spritzen. Krone muß lichtdurchflutet sein, so daß nach Regen der Baum bald wieder abtrocknet. Zweiggrind (Rindenschorf) kann nur durch rigorosen Schnitt bekämpft werden, meistens ohne Erfolg. Große Baumscheibe anlegen, immer Boden locker halten, Knoblauch oder Schnittlauch (wirkt erst nach mehreren Jahren) pflanzen. Regenwürmer fördern durch ständiges Mulchen mit angewelktem Gras, ebenso das Herbstlaub auf der Baumscheibe belassen und Kompost ausbringen. Dadurch wird der Befallsdruck deutlich gesenkt, denn die Pilze werden durch den Darmtrakt der Würmer abgetötet und durch die Mikroben im Kompost ihrer Nahrung beraubt (Die Pilze werden zu Saprophyten, die vom abgestorbenem Herbstlaub leben). Erst in zweiter Generation erfolgt ein erneuter Befall. - Nur wenig düngen, vor allen kaum Stickstoff, so daß nur einige Wasserreiser gebildet werden. Bei Neupflanzung nur schorfresistente Sorten auswählen, die Bekämpfung nur mit biologischen Mitteln ist sehr schwierig und oft frustrierend. |
Netzschwefel nur bis Anfang Juni. Einige Sorten sind empfindlich (Blatt- und Fruchtfall): Altländer Pfannkuchen, Berlepsch, Berner Rosenapfel, Boskoop, Cox, Croncels, Danziger Kantapfel, Golden Delicious, Grüner Stettiner, James Grieve, Jonathan, Klarapfel, Landsberger, Laxtons Superb, Oldenburg, Ontario, Rhein. Winterrambour, Signe Tillisch, Weißer Winterkalvill, Winterglockenapfel. Man kann beginnen mit 70 g/10 l und vermindert je Woche um 10 g. Schwefel niemals bei Sonne spritzen. °Kupferkalk nur bei Keimung, nur bis kurz vor der Blüte, nach jedem Regen wiederholen. Mulchkompost auf Baumscheiben. Ausreichende Bewässerung. Schachtelhalmbrühe mit Schwefel und Wasserglas mehrmals spritzen, vor allem 4 - 6. Laub leicht in die Erde einarbeiten, damit die Regenwürmer es fressen oder mit ausreichender Wärme kompostieren.- Brennessel- und Schachtelhalmjauchen. Kupfermittel° sind im Gartenbau verboten. Lebermooser. Aus Birkenblätter eine Jauche (1 kg/1 l Wasser) und sprühen damit 1:5 verdünnt auf Apfelbäume. |
| Schwämme | ||
Brandkrustenpilz, Hallimasch, Hutpilze, Rotpustelpilz, Schwefelporling, Wurzelschwamm - sie alle sind möglicherweise Todeskandidaten. Sie dringen ein in das Pflanzengewebe, sie wachsen in der Krone, am Stammgrund oder an schlecht vernarbten Wunden. Sie können Bäume schwer schädigen oder zum Absterben bringen. Kein Altholz in der Nähe von Obstbäumen dulden. Von Hallimasch befallene Bäume (Wurzelschimmel) dürfen mindestens 5 Jahre lang nicht durch andere Bäume ersetzt werden. Gute Pflege, jährlicher Schnitt, ausreichende Bewässerung und Düngung. Befallenes ausschneiden, auch am Stamm. Wunden mit Baumwachs behandeln (Kompost)-Wasser. Baumschwämme zerstören das Holz, indem die Hyphen den Stamm durchziehen,. Schließlich wird der gesamte Ast oder Stamm ausgehöhlt. |
Der Rotfäulepilz bringt oft junge Bäume nach kurzer Zeit zum Absterben, ältere faulen innen. Schwämme nur am Fuße des Stammes, sie bilden Fruchtkörper. Waldbäume und viele Ziergehölze können befallen werden. Hallimasch wird im Herbst sichtbar. Er befällt tote Stubben als auch lebende Bäume. Rotpustelkrankheit mit Absterben von Trieben und Zweigen, Rinde ist an einigen Stellen angeschwollen, es bilden sich Tumore. Hell- bis dunkelrote, stecknadelgroße Pusteln auf den abgestorbenen Trieben. Der Pilz bildet auf lebendem Holz ein Zellgift und verstopft die Saftbahnen. - Auch auf Ahorn, Buchen, Pappeln, Beerensträuchern, Ziergehölzen usw. Im allgemeinen werden nur angestorbene Triebe befallen, deshalb stellt dieser Pilz keine ernsthafte Gefahr bei gesunden Bäumen und Sträuchern dar. Pflege der Bäume, regelmäßige Düngung und und Bewässerung, Vermeidung von Staunässe. Regelmäßiger Schnitt, am besten an trockenen Tagen bei Windstille. |
Abwehr: Befallene Gehölze roden und mit Wurzeln vernichten, ebenso abgeschnittene Zweige und abgebrochene Äste. Wunden mit Wundwachs verschließen. Die speziellen Wachstumsbedingungen erfüllen, damit die Pflanzen sich mit eigener Kraft gegen die Infektion wehren können. Bei Befall von lebendem Holz sofort alles Kranke bis tief in das Gesunde zurückschneiden, Wunden verschließen. Bei Beginn des Befalls mit Hallimasch kann ein Versuch mit Kalkstickstoff gemacht werden. |
| Schwammspinner | ||
| Weibchen sind träge, weißgefärbt, die Männchen sind kleiner und flugaktiv. Die Eier werden im Herbst an dem Stamm abgelegt. Meist sind es um die 2000 Stück pro Gelege, sie sind mit rötlich-braunen Haaren bedeckt und ähneln einem Schwamm. Im April schlüpfen die Raupen. Sie sind bis zu 50 mm lang, bunt, haben Haarbüschel. Sie können sich mit Hilfe eines Seidenfadens vom Wind in die Ferne tragen lassen und fressen dort weiter. Im Juni verpuppen sich die Raupen, im Juli/August schlüpfen die neuen Jungschmetterlinge. Siehe 'Schwammspinner'. | Raupenspritzmittel (Bacillus thuringiensis Berliner, var. kurstaki). Niemsamen. | |
| Schwarzfäule | ||
| Siehe "Monilia" bei Apfelbäumen und Kirschen. | ||
| Stippigkeit | ||
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Stippigkeit an Oberfläche der Früchte, bitterer Geschmack. Ursachen sind zu hohe/zu späte Stickstoff-, Magnesium- und Kalidüngung, die den Kalkgehalt der Äpfel vermindern, oder auch Humusmangel und starke Ernährungsschwankungen durch Trockenheit und Wärme; Fruchtbehang zu gering, daher große Früchte im äußeren Bereich. Boskoop, Cox, Elstar, Gravensteiner, Glockenapfel, Goldparmäne, James Grieve, Jonagold, Maigold und Ontario sind gefährdet; Jonathan und Rubinette sind frei davon. Zu geringer Kalkgehalt der Früchte. Stippigkeit im Fruchtfleisch: Verkorkte, bittere Stellen überall durch Bormangel. Eventuell auch durch zu hohen Kalk- oder Kaligehalt des Bodens, der das Bor festlegt. Bormangel wird auch angezeigt durch das Verkümmern der Triebspitzen. Oder zu geringe Kalkversorgung des Bodens. |
Organische, ausgeglichene Düngung. Algenpräparate spritzen. Auf gleichmäßige Wasserversorgung achten. Baumscheibe öfters hacken, Algenkalk und Kompost verbessern das Bodenleben. Ständig mulchen. Jährlicher Baumschnitt. pH-Wert von 6,5 - 7. Bodenuntersuchung auf Gehalt von Kali, Magnesium und Stickstoff. Baumanstrich, z.b. mit Freicobakt. Große Äpfel nicht einlagern, auch nicht zu früh. Keine Stickstoffüberdüngung. Düngung muß ausgeglichen sein. Kompost verbessert das Bodenleben. | Spritzungen mit Kalziumsalzen (Kalksalpeter oder Kalziumchlorid) 0,5 - 1%, beginnend 10 Wochen vor der Ernte. Blattdüngung auf Blätter und Früchte, 3 - 4 Behandluingen. Oder die frisch gepflückten Früchte in die Lösung tauchen. Nach Ernte Äpfel sofort in den kühlen Keller bringen. Bei geringem Ertrag Blattmasse vermindern, Wasserschosse entfernen im Sommer. Ggf. Kali-/Kalkgehalt des Bodens abbauen. Boraxlösung auf die Baumscheibe gießen, 5 - 10 g Borax auf 10 l Wasser. Boden kalken. Zurückhaltend schneiden. |
| Unfruchtbarkeit | ||
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1)bei jungen, stark wachsenden, kräftigen, ausgereiften Bäumen. Keine Blütenbildung. 2)Übermäßige Düngung. Junge Bäume können nicht ausreifen. Ausgereifte Bäume tragen nur wenige Früchte an den Zweigenden und an der Spitze. 3)Blüten sind erfroren. 4)Alternanz. Bäume tragen nur alle zwei Jahre. Eine natürliche Erscheinung, z.B. beim Boskoop. 5)Blüten sind ausreichend vorhanden, aber nicht bestäubt worden. a)Es war zu kalt. b)Es sind nicht genug befruchtende Insekten vorhanden. 6)Es sind keine geeigneten Pollenspender vorhanden. |
3)Blüten bei Nachtfrostgefahr am späten Nachmittag und morgens mit Baldrian 3%0 spritzen, aber nicht die Blätter einnässen. Frostschutz bis -3°. 4)Durch Blütenrückschnitt oder frühe Entfernung eines Teils der Früchte für bessere Verteilung sorgen. 5)Vor allem Hummeln und wilde Bienen ansiedeln, die auch bei schlechterem Wetter fliegen und bestäuben. Bei Selbstbestäubern an trockenen Tagen Bäume schütteln oder bei kleinen Bäumen mit weichem Pinsel den Pollen über die Narbe streichen. 6)Ein geeignetes Edelreis aus einer Bestäubersorte (siehe 'Bestäubung) aufpfropfen (siehe 'Veredeln / Umpfropfen'). Ein Zweig aus einer geeigneten Bestäubersorte in den Baum hängen. Besser noch, ihn vorher in einen Wasserbehälter stellen, der im Baum mitaufgehängt wird. |
1)Stickstoffdüngung einstellen. Wurzeln im Kronenbereich abstechen, kein Rückschnitt, künstliche Fruchtbögen 7/8 schaffen. Fruchtbarkeit beginnt dann nach 1 1/2 Jahren. 2)Düngung einstellen. Durch Aussaat von stark zehrenden Pflanzen (z.B. Sonnenblumen) die Nährstoffe abbauen. Ggf. weniger stark zurückschneiden. |
| Ungleicher Holzbohrer | ||
| Anisandrus dispar. Borkenkäfer, der große Schäden an Holz und Borke verursacht. Weibchen bis 5 mm groß, lange Flügel, dkl.-braun bis schwarz. Männchen 2 mm groß, ohne Flügel, Körper wie Halbkugel gewölbt. Weibchen bohrt 4-5 einen Hauptgang in das Holz, meistens nahe einer Gabelung, und von dort aus Seitengänge. Eiablage 4-6. Junge Käfer schlüpfen 7-8, überwintern in den Gängen.- Runde Bohrlöcher in der Rinde sichtbar, sie löst sich leicht ab. Bei Kirschen kann Gummifluß entstehen | Junge Stämme mit starkem Papier einwickeln 4 - 10. Stammanstrich im Frühjahr besonders dick ausführen | Abgestorbenes sofort abschneiden und verbrennen. Bohrlöcher zukleben. Holzbohrerfallen aufstellen ab Anfang April bis Mitte Mai. Füllung mit Alkohol, Bezug über die Pflanzenschutzämter. Rote Leimfallen aushängen |
| Viruskrankheiten | ||
| Verkümmerte Triebe, Verfärbungen der Blätter, Verkrüppelungen an Früchten und Trieben, Absterben ganzer Baumteile.- Apfelmosaikkrankheit: Weißgelbe Flecken, oft auch streifenförmig entlang der Blattadern oder helle netzartige Zeichnung der Blätter. Apfeltriebsucht: Die Seitenknospen an den Triebspitzen treiben zu früh aus. Die Zweige sehen wie Besen aus, der eigentliche Haupttrieb ist zu kurz, die Früchte wachsen nicht weiter. Flachästigkeit: Wachstum gehemmt, Zweige abgeflacht. Siehe 'Viren'. | Seit 1981 müssen alle Kernobstbäume virusfrei sein. Werkzeug gründlich desinfizieren. Keine Blattläuse und Nematoden dulden, die Überträger sind. Direktkontakt gesunder Bäume mit befallenen Teilen vermeiden | Rodung und Verbrennen |
| Wühlmäuse | ||
| Wühlmäuse fressen die Wurzeln ab, so dass vor allem junge Bäume absterben können. Dert Schaden wird oft erst im Frühjahr sichtbar, wenn die Bäume nicht austreiben. Unterlage M 9 ist besonders gefährdet. Oft sind in unmittelbarer Nähe keine Haufen zu entdecken. Manchmal wird die Rinde angenagt oder Fallobst angefressen. Siehe 'Wühlmäuse'. | ||
| Wurzelkropf | ||
| Bakterienkrankheit. Die Wurzeln werden infiziert, es bilden sich kleine oder größere Wucherungen, auch am Wurzelhals entstehen krebsartige Wülste. | Beim Kauf auf gesunde Ware achten | |