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Eisenhut, blau

Eisenhut, blau (bot. Aconitum napellus)


Aconitum napellus. Hahnenfußgewächse. Alkaloide, meistens giftig.

Blütezeit: Juni - September.

Wirkstoffe: Aconitin und andere Alkaloide. Er ist so giftig, wie man es nur bei ärztlichem Rat anwenden darf.

Heilwirkung: Schmerzlindernde Wirkung bei Neuralgien, Ischias und Gicht. Beeinflussung von Erkältungskrankheiten, besonders Schnupfen und Bronchialkatarrh. Das gesamte Nervensystem ist betroffen: Neuralgien, Ischias und auch Gicht. Die Wirkung gegen das Fieber und die günstige Beeinflussung von Erkältungskrankheiten (besonders Schnupfen und Bronchialkatarrh) sei hervorgehoben. Innerlich als Tinktur, äußerlich als flüssige oder salbenförmige Einreibung zur Schmerzlinderung. - Eine Selbstbehandlung außer mit homöopathichen Zubereitungen darf nicht erfolgen.

Homöopathie: In der homöopathischen Zubereitung wird es zunächst ab D 4 benutzt bei fieberhaften Erkältungskrankheiten, Grippe, Neuralgien, Ischias und anderen Schmerzzuständen. Auch bei gewissen Herzleiden wird es angewandt. Bei beginnender Erkältung, beim ersten Niesen oder Frösteln verhütet Aconitum D 4, 3 - 5 mal täglich 5 - 10 Tropfen genommen, oft einen grippalen Anfall.

Volksmittel: Im Altertum kannte man den Eisenhut mehr als Giftpflanze denn als Heilkraut. Das Hahnenfußgewächs Aconitum napellus hat oft giftige Alkaloide. Im Herbst werden die wildwachsenden Wurzelknollen gesammelt. Eines der stärksten Pflanzengifte, 2 - 5 mg oral kann zum Tode führen. Auch Wirkung durch die unverletzte Haut. Plinius berichtet über Augenleiden. Der Eisenhut wurde in der Volksmedizin verwendet. Erkältungen, Schmerzen, Rheuma, Gicht, Schlaflosigkeit, Entzündungen im Verdauungstrakt und in den Atemwegen stehen im Vordergrund.

Erste-Hilfe-Leistung: Sofort Notärzt oder Arzt anrufen. Erbrechen herbeiführen mit Salzwasser 1 - 2 Eßlöffel trinken, mit Finger, Löffelstiel oder Feder den Rachen kitzeln, bis Erbrechen erfolgt. Nach der Magenentleerung reichlich Tierkohle geben, 20 - 30 g in Wasser aufgeschwemmt, aber Bewußtlosen nichts geben. Durch die Rubrik Erste-Hilfe-Leistung.

Siehe auch den Einführungstext für das Kapitel Kräuter-Gewürze