|
![]() |
(entnommen von www.bio-gaertner.de - dem umfassenden Online-Öko-Nachschlagewerk)
Cynaria cardunculus, scolymus.
2003 Arzneipflanze des Jahres. Korbblütler.
Sammlung: Die Blätter, Köpfe und Wurzeln werden genutzt.
Wirkstoffe: Cynarin, Cynaropikrin, Flavonoide, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren. Die Blätter enthalten als Hauptwirkstoff Cynarin (Leberentgiftung und -regenerierung), ätherische Öle, Beta-Carotin, Bitterstoffe, Cynarase (Enzym), antibakterielle, östrogenähnlich wirkende und antioxydative Flavonoide, Gerbstoffe, Hydroxyzimtsäuren, Inulin, Kaffeesäurederivate, Schleimstoffe, Sesquiterpenlactone, außerdem Cynaropikrin, Dicaffeylchina-Ester, Enzyme, Vitamin A, Vitamin B1+2, Vitamin C, Folsäure, Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor. Der Blütenkopf enthält viele Bitterstoffe, die die Produktion von Galle und Magensaft ankurbeln. Weiterhin Caffeoylchinasäuren (Cynarin) und Flavonoide. Antioxidanz.
Heilwirkung: Leichte Fettstoffwechselstörungen, die Gallen- und Leberabsonderung wird angeregt. Blähungen und Völlegefühl. Cholesterin wird vermindert. Schüttet die Gallenblase bei einer fettreichen Mahlzeit aber zu wenig Gallensaft aus, können unzersetzte Fette weiter in den Darm wandern und werden zu einem gefundenen Fressen für die dort lebenden Bakterien. Die bei der bakteriellen Fettzersetzung entstehenden Gase sind dann verantwortlich für die Verdauungsbeschwerden.
Königs-Artischocke: Wurden Personen mit Verdauungsbeschwerden damit behandelt, so legten sich bei 70% Blähungen und Völlegefühl schon wenige Minuten nach der Einnahme, der schmerzhafte Druck im Oberbauch besserte sich sogar bei fast 80% der Patienten. Die Senkung des Cholesterinspiegels um 1% kann das Herzinfarkt-Risiko auf Grund einer allgemeinen Arterienverkalkung um 2% verringern.
Meistens werden pharmazeutische Präparate eingenommen.