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Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse (bot. Tropaeolum majus)


Tropaeolum majus. Kapuzinerkressegewächse.Tropaeolum majus, Kapuzinerkresse

In ihrer Heimat ist sie zweijährig, bei uns nur einjährig. Sie wächst als Kletterpflanze oder Bodendecker. Vorkultur bis 4 in Töpfen, Aussaat ab Mi 5 bis E 7 ins Freiland, breitwürfig oder in Reihen. An den bis zu 4 m langen dicken Trieben haften bis 4 - 8 cm große runde Blätter. Humusreiche, leichte, lockere, nicht zu nahrhafte Erde. Auf schweren und nährstoffreichen Böden entwickelt sie nur wenige Blüten. Sonne oder lichter Halbschatten, bei ungenügendem Sonnenlicht bildet sie vor allem Blätter. Sie verträgt auch Trockenheit, sie sollte aber nicht umgepflanzt werden. Kapuzinerkresse gedeiht auf allen Böden, sie sollte aber nicht auf stickstoffreichen Böden ausgepflanzt werden. Sie blüht von 6/7 - 9/10. Wird das Verblühte sofort entfernt, blüht die Kapuzinerkresse das ganze Jahr über. Düngung mit Kompost.

In warmem Wasser oder Kamillentee fünf Stunden einweichen, dann 2 cm tief säen, Abstand 10 x 20/30 cm, während der Keimungsphase immer feucht halten. Keimdauer 10 - 20 Tage bei 15 - 18°. Die große Kapuzinerkresse sät man ab Mai direkt ins Freie, die kleine wird ab April vorgezogen. Legen Sie drei Samen zusammen in die Erde. Regelmäßig gießen, das beugt auch Blattlausbefall vor. Steht gut auf Baumscheiben von Obstbäumen, verhindert Blutlausbefall. Sie wirkt auch abwehrend auf Ameisen, Blattläuse, Mäuse, Raupen, Schnecken und Wühlmäuse. Auch Kohlweißlinge werden angelockt und befallen deshalb nicht Kohlpflanzen. - Die Größe der trichter- oder kapuzinerförmigen Blüten ist etwa 5 cm. - Vielzahl von Farben: dunkelrot, goldgelb, kirschrot, lachs, mahagoni, orange, rosa, scharlachrot und weiß. Darunter gibt es viele, die nicht ranken. Am beliebtesten sind die strahlenden Sonnenfarben. Die Blüten tragen einen sehr strengen Geruch, der allerdings bei den einfachen nur sehr gering ist.

Es gibt bis 4 m hohe Rankpflanzen, aber auch niedrige, die nur 30 cm hoch werden. So fallen auf: Goldglanz, Bunte Juwelen, Whirly Bird, Alaska. Hinweis: der richtige Gärtnertrick heißt, verwelkte Blumen und einige Blätter abschneiden, der Rest bleibt und ersetzt die fehlenden Teile recht schnell.

Mischkultur mit Bohnen, Borretsch, Brokkoli, Erbsen, Gurkengewächse, Kartoffeln, Kohl, Radies/Rettichen, Rosen, Stangenbohnen, Tomaten, Trichterwinden, Zwiebeln. Unverträglich ist Petersilie.

Die Oberfläche der Blätter ist mikroskopisch rau, sie besteht aus feinsten Noppen aus Wachskristalloiden. Dadurch haftet kein Schmutz auf den Blättern (Lotoseffekt).

Tropaeolum peregrinum, Kanarische Kapuzinerkresse.

Sie sind schmaler und leichter gefranst. Auch ihre Blätter sind zierlicher und fingerförmig geschützt. Diese Art klettert noch besser und wird ebenfalls etwa 4 m hoch.

Persische Juwelen (Mischung).

Tiptop Alaska, Blätter weiß-grün.

Tropaeolum  majus nanum, niedrig, buschig, nicht rankend, Blüte 7 - 10, 30 cm. Für Balkon, Einfassungen, Gruppenbepflanzung und Topfkultur.

Tropaeolum minus Alaska Gold, goldgelb mit rötlichem Auge, 7 - 10, 25 cm. Laub buntblättrig. Blüten sind essbar.

Black Velvet. Aussaat Mai - Juli. Eine außergewöhnlich schöne Sorte mit samtartigen, tiefroten, fast schwarzen Blütenblättern. Vielseitiger Nutzen, ob als Topfpflanze, für Beet- oder Balkonkästen oder nach der Ernte für die moderne Küche. Alle Pflanzenteile sind essbar. Höhe ca. 25 - 30 cm. Bei Sperli.

Kaiserin von Indien, leuchtend rote Blüten im dunklen Laub, 6 - 10, 30 cm. Für Beet und Kübel.

Tropaeolum  peltophorum, Kletter-Variante, Blattunterseite und Blütenstiele haben weiße Härchen.

Tropaeolum  tricolor, kletternd, blau, gelb, rot.

Tropaeolum tuberosum, knollige Kapuzinerkresse; Blüte hängend, trichterförmig, Sporn orangefarben, Blütenrand gelb, 9 - 10, 300 cm. Rankpflanze für Topf oder Gartenerde. Überwinterung im Topf oder trocken. Die Knollen sind essbar.

Feuchter, humoser, lockerer Boden. Kühle Witterung, Hitze stoppt die Entwicklung, die unteren Blätter trocknen ein. Vorkultur 3 in Töpfen unter Glas, Pflanzung 5. Zieht man sie aufrecht an Spalieren (2 Pflanzen/m), werden die Knollen größer. Bei liegender Kultur muss Abstand eingehalten werden von 50 x 80 cm. Blüte gelborange, ähnelt der der Kapuzinerkresse, mit der sie verwandt ist. Deswegen kann man sie auch als Balkonpflanze ziehen. Ab Spätsommer ist Hauptwachstum, wenn die Sonne scheint, bilden sich große Knollen. Bei Frühfrost 9 fällt die Ernte aus, bei Dezemberernte können Knollen bis 100 g geerntet werden, sie werden auch ohne Kraut in der Erde noch größer. 300 cm hoch. Knollen, die unbedeckt sind, müssen mit Erde bedeckt werden, sonst werden sie ähnlich den Kartoffeln grün. Bei zunehmender Kälte muss dann der Wurzelstock zusätzlich mit Erde oder Laub überdeckt werden. Vor Dauerfrost ausgraben und trocken und kühl frostfrei aufbewahren, in Holzkisten oder Pappkartons. Die Knollen sind essbar.

Vermehrung durch Stecklinge im Sommer oder Anhäufeln der Triebe. Vor Frost schützen.

Ken Aslet, Topf- und Kletterpflanze. Lange Trichterblüte orange mit gelber Mitte, 3 - 4 cm groß, 7 - 9, 100 cm. Sonne.

Kapuzinerkressen werden im allgemeinen nicht angerührt von Schnecken.

siehe auch Kapuzinerkresse (Kräuter/ Gewürze), Kapuzinerkresse (Hilfs-/ Abwehrpflanze).

Schadbild Vorbeugung Bekämpfung
Blattläuse
siehe 'Blatt-/Blutläuse'.    
Paeonienrost
Cronartium flaccidum. Blattfleckenkrankheit. Winterwirt für diesen Pilz ist die Kiefer (=Föhrenblasenrost). Frühjahrssporen befallen die Pfingstrosen und andere Pflanzen wie Impatiens. Braune Flecken mit bläulichem Rand auf der Oberseite, auf Unterseite Pusteln, erst hellbraun, dann dunkel. Siehe 'Rostkrankheiten'.